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Man verlange ausdrücklich MAGGPs ’WÜB’ZGl
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Sto. Schwall bie Vorlage Antrag stellen. Sonst habe Bemerkung gehabt.
Wassersuppen, schwacher Bouillon, allen Gemüsen usw. sofort kräftigen Wohlgeschmack.
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darauf vorgelesen. Nun will Stv. Pirr feststellen, damit sei doch bewiesen, daß cS dem Oberbürgermeister schon damals bekannt gewesen sei, daß eine evangelische Friedhofsweihe geplant sei. Man müsse sich dann doch sagen, daß sich Zeit genug geboten habe zu einer Verständigung. Die Erregung des Pfarrers Dr. Naumann sei zu verstehen bei der Erklärung, die Oberbgm. Mecum dem Sohne des verstorbenen Haubach gegeben habe: er werde, wenn die Weihe stattfinden solle, den Friedhof schließen. Wenn jemand der Anwesenden draußen auf dem Friedhof anwesend gewesen wäre, als Pfarrer Dr. Namnann das Verbot des Gesanges der Schulkinder mitteilte, hätte er die tiefe Erregung beobachten können, die dieses Verbot allgemein hervorgerufen habe. Im Uebrigen freue er sich, daß mit dem Antrag der Kommission der Weg 311111 Frieden wieder angcbahnt werde.
Stv. Sch mall bemerkt, er habe keine Ursache, von seinen Ausführungen vorhin etwas zurückzunehmen.
Stv. Läber meinte in längerer, lebhafter Ansprache, der Oberbürgernieister habe in städtischen, nicht aber in kirchlichen Dingen zu entscheiden. Es sei auch ihm lieb, daß eine Brücke sich gefunden habe, auf der man wieder zur Ruhe
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In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplaß.
Bremen 30. Sept. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampser .Main", Kapitän E. v Borell, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr nachm. wohl- bei)allen m Nemyork angekommen. ___________ _
komme.
Beig. Georgi kommt daraus zurück, daß Herr Schwall gesagt habe, die Akten über die Konfession des Oberbürger- weisters befänden sich in seinen, Georgis Händen. Nun habe Oberbgw. Mecum erklärt, er sei altkatholisch. Wolle dieser Akten, so wöge er den er keine Veranlassung zu dieser
Man kann es nicht ernst genug mit seinem täglichen Getränk — mit dem, HCl/mCn was man gewohnheitsmäßig zu bestimmten Mahlzeiten iinmer und immer wieder genießt. Hier suw m i e rt sich stetig die heilsame oder schädliche Wirkung und unser ganzes leibliches und geistiges Wohlbefinden hängt nicht zum geringsten davon ab. Am betten ist nach ärztlichem Urteil jedenfalls derjenige aufgehoben, der sich vor dem gefährlichen Uebermaße anerkannter Gifte, wie Alkohol, Kofsein u. s. w. hütet und ein wirklich erprobtes, wohlbekömmliches Getränk wie Kathreiners Malzkafiee ständig und täglich zu sich nimmt. Jmmergleiche,ungeschmälerteLebens-undArbeis- sreude wird ihn am schönsten dafür bel0 hnen. 7083
Drohung mit Gewalt unterblieben wäre. Ob die Einberufung der Stadtverordnetenversammlung noch möglich war steht dahin, jedenfalls mußte die^Kommission zur Sackro gehört werden. Durch Eifer und pflichtgemäße Befolgung der F-riedhossordnung hat der Oberbürgermeister die e Situation gezeitigt: es ist n M seine Ab sich Evesen, im Kanipf mit den Geistlichen zu kommen. Wir hatten muh gewünscht, die ganze Streitfrage nicht so rn die breite O e s f e n tl i ch keit zu tragen. Der Einfluß der Oessentlichkeit ist unter Umständen ein eminenter, aber er kann auch zum Nachteil gereichen, wenn er sich während der Zeit gellend macht, in der dieser StrcU zur Entscheidung steht. Da soll man es abwurten; hernach kann mau Kritik üben. Wenn ich iiMNd etwas bedauert habe in der Flugschrift „Klarheit und Wahrheit", so sind es die Ausführungen, die sich mit der K 0 n s e s s i 0 n des Oberbürgermeisters besä)ästigen. Nach meinen Erkundigungen ist mir auf das Bestimmteste überall versichert worden, Oberbürgermeister Mecum sei alllatholisch <3cb will dabei nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß früher hier ein allkatholischer Verein bestanden hat. Kein einziges Mitglied davon ist aus der römisch-katholischen Kirche ausgeschieden. Die Altkatholiken sind es gerade, die sich als rickstige Katholiken bezeichnen. Der erste Bischof der Altkatholiken, Reinkens, hat mir gesagt, man muß die Allkatholiken warnen, aus der römisch-tathol. Kirche auszutreten, denn sie wären die eigentlichen Katholiken. Eine diesbezügliche Erklärung über seine Konfession hat Herr Mecum seinerzeit bei seiner Anstellung abgegeben, wie dies aus den Allen des Kreisamts zu ersehn: ist. Ich bedauere das Hineinziehen persönlicher Verhältnisse in diesen Streit und besonders die Aeußerung des Herrn Pfarrers Dr. Naumann, er lasse sich von einem katholischen Pfarrer nichts gefallen, noch weniger von einem katholischen Oberbürgermeister. In den gegenseitigen brieflichen Mittel ungen sind Mißverständnisse bezüglich der Ankunft der Briese fesfgestelll worden, die die gegenseitige Erregung verstärkten und erklären. Wir wollen nun dafür sorgen, daß die erste Aeußerung, die die Stadtverordneten machen, dem Frieden dient. Wenn Pfarrer Dr. Naumann dann am nächsten Somllag seine Weiheworte spricht, so werden sie aus ganz anderer Stimmung hervorgehen, wenn er sich mit der Stadtvertretung eins weiß. Ich kann Ihnen nur warm empfehlen, den Antrag der Kommission anzunehmen
Stv. Pirr hat sich darauf zum Wort gemeldet, hauptsächlich vom Oberbgm. Mecum Aufklärung über einen Fall zu erlangen. Er sagte, damals bei der ersten Beerdigung habe Oberbgm. Mecum den Pfarrer Scheunemann gefragt: Mollen Sie eine Weihe des Friedhofs vornehmen?", woraus ihm der Geistliche geantwortet habe, nein, er wolle nur Gebet und Segensspruch zur Eröffnung sprechen. Daraus habe Oberbgm. Mecum gefragt: Mollen Sie mir einmal Ihre Notizen dazu geben?" Und der Pfarrer habe sie ihm
Darauf entgegnet Stv. Schmoll, er habe feine Vorlage verlangt, und wenn Beig. Georgi ihm eine Rüge habe erteilen wollen, so weise er sie zurück.
Hierauf begann Stadtv. Krumm, indem er sagte, er wolle sich nicht in konfessionelle ©treitigEeiten mischen und habe auch seinerzeit dem Oberbürgermeister abgeraten, sich mit Leuten, die so viel Zeit hätten, rote die Geistlichen, in solche Dinge einzulassen. Er verabscheue die „roiderliche Religionsschnüffelei" und daß man gefragt habe, ob der Oberbürgermeister katholisch ober evangelisch sei. Tas gehe niemanden ellvas an. Ein formeller Austritt aus einer Religionsgemeinschaft sei Andersgläubigen nicht vorzuschreiben. Auch von den Sozialdemokraten sei noch keiner aus der Kirche ausgetreten. Er kam dann darauf zu sprechen, daß geplant sei, eine Versammlung der Evangelischen einzuberufen und sprach die Hoffnung aus, daß das unterbleiben möge. Schließlich empfahl er die Annahme des Antrages der Kommission.
Nachdem zum Schluß Stadtv. Jann noch gesprochen und dem Oberbürgermeister den größten TeU ber Schuld an bem Streit beigemessen hatte, war bie Debatte zu Ende.
Die Abstimmung, bie Oberbürgermeister Mecum über ben Antrag ber Kommission vornahm, ergab seine An- n Q ^Oberbürgermeister Mecum dankte dafür mrd machte vor Schluß der Sitzung noch bekannt, daß ein Antrag von Cigarrensabrikant Bruno Büttner eingelausen sei, um Genehmigung des Anschlusses seines Besitztums an baff ftäbt. Elektrizitätswerk. Der Antrag würbe aenchmigt.
Damit war bie Sihung beenbet. Nach der Stadtver- ordneteuversammluug sollte eine Kreisausschußsißuug, ebenfalls in der Angelegenheit der Gießener Friedhossweihe, stattsinbeu, bie indessen, wie wir hören, infolge der Annahme des Kvmmissionsantrages nicht stattzufinden brauchte.
Kandel und WrKehr. Volkswirtschaft.
Märkte.
Gießen, 3. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0,90-1,00 Mk., Hühnereier 1 St. 7-8 Big., 2 Stck. 00-00 Pfg., Gänseeier 00-00 Pfg., EMeneier 8-0 Pfg., Käse vr.Stck. 5-8 Pf., Kasematte2Stck. 5-6Pfg., Erbsen pr.Llter ^IPfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,70-09,0Mk., Hühner pr. St. 1 30—1 80 Mk., Hahne pr. Stück 0,70—1,50 Mk., Enten Stuck 1 '80-2,40 SM., Gänse pr. Pfd. 00-00 Pfg., Ochsensteisch pr. Pwnd 68-78 Pfg., Kuh-mW Riiidsteisch pr. Pfund 62-66 Pfg., Schweine- steisch pr. Pfund 66-76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammeüleisch pr. Pfund 56—-74 ^fg., Kartoffeln pr. 100 Kar. 6,00-7,00 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Zwetschen Mk. 5.00—6.50 pr. Ctr., Trauben 00—00 Pfg.
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