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als mau arm-ohm, nur der Hafer, welcher wahrend des Regens tagelang auf sogenannten „Klecken" lag, hat "*"* schwärzliche Farbe erhalten. Dagegen ist das Stroh zum Füttern fast wertlos geworden. Die bisherigen Ergebnisse sind vom Normalmorgen 8—10 Ctr. Korner und 15—20 Etr. Stroh. Die Sommerfrucht bleibt im Strohertrag sehr rnrnck, liefert aber gute Wrnererträge. Der Regen hat auf Sne Fluren günstig eingewirkt, die Hackfrüchte und Futter- pflmizen (Klee, Erbsen, Ruben) haben sich gnt entwickelt, die Grummeternte wird sehr gut
** Falbs September-Prognose. Der Wetterprophet, über dessen Sicherheit im Voraussagen der Witterung man sich heute insofern ziemlich klar ist, als meisten- teils nicht einmal das Gegenteil von dem Vorausgesagten eintrifst, geschweige denn das Prophezeite selber, weiß dem Monat September nicht viel Gutes zu verheißen. Er soll ein recht wässeriger Monat sein. Namentlich von der zweiten Woche an sollen Regengüsse in ganz bedeutender Menge niedergehen. In den ersten 7 Tagen (der 7. Sept, ist ein kritischer Tag 2. Ordnung) sind die Niederschläge zahlreich und weit verbreitet, von da bis zum 14. Sept, nehmen die
Regengüsse bei hoher Temperatur zu. Zum Ueberflusse ist diese Zeit reich an Gewittern. Vom 15. bis 19. Sept, läßt der Regen etwas nach und es wird kühler. Ganz bedeutend nehmen die Regen aber vom 20. bis 27. Sept, zu, besonders an der deutschen Küste. Der 21. Sept ist ein kritischer Tag 1. Ordnung, der durch eine Sonnenfinsternis zum zweitstärksten des ganzen Jahres gestempelt wird. In den letzten drei Tagen nehmen Regen und Gewitter etwas ab, doch soll immer noch genug übrig bleiben. — Diese trostlose Prophezeiung sieht man durch den köstlichsten Sonnenschein bereits erfüllt! Der bemitleidenswerte kranke Mann sollte doch endlich das Wettermachen lasten. Wir bringen von Zeit zu Zett seine Verheißungen nur, um unsere Leser vor ihm zu warnen.
** Tie Wespen waren ausgeblieben — so meinte man seither, aber' mtt dem Eintreten besseren Wetters haben sich auch diese Obstverberber in Menge eingestellt Wo Fruhbirnen reifen, da giebt es nur wenig Früchte, die nicht von ihnen angefressen sind. Und bekanntlich sind es die schlechtesten Früchte nicht, woran die Wespen nagen. Auch Wespenstiche sind keine Seltenheit, sodaß es doppelt geraten erscheint, diese lästigen Insekten planmäßig zu vertilgen, was Lxurch Aufhängen von Gläsern mit süßer Müssigkeit geschieht
** Daß ,Kitz' kein Witz" ist, erfuhr dieser Tage, wie man uns von auswärts schreibt, die Frau eines Dachdeckers. Sie batte einem Pfarrer über vermeintliche unrechte Behandlung ihres Mannes, der Dachdeckerarbeiten an der Pfarrkirche gemacht hatte, einen so verletzenden Bries geschrieben,' daß sich der Empfänger genötigt sah, den Brief seiner vorgesetzten Behörde zu unterbreiten. Diese sandte ihn der Staatsanwaltschaft zu, welche Klage erhob. Die Frau bezahlte 60 Mk. Strafe nebst den Kosten.
te. Wetzlar, 2. Sept. Bei der Herdbuchgesellschaft für das Vogelsberger Rind dahier ist die Zahl der ein- getragenen Kühe von 312 auf 550 Stück, die der «Stiere von 61 auf 80 Stück gestiegen.
Friedberg, 2. Sept. Aus der sozialdemokratischen Kreiskonferenz, die hier für den zweiten ober- hessischen Wahlkreis abgehalten worden ist, tadelte „Genosse" Busold scharf die Hofgängerei der hessischen Landtagsfraktion; dadurch habe sie an Vertrauen bei vielen Wählern eingebüßt. Dazu bemerkt das „Offb. Abendblatt" wörtlich: „Es ist rätselhaft, wie Gen. Busold eine solche Behauptung aufstellen konnte; niemals ist ein sozialdemokratisches Mitglied des hestischen Landtags zu Hofe gegangen. Wir nehmen an, daß Gen. Busold auf der Landeskonferenz nähere Angaben darüber machen wird, was er unter der Hofgängerei versteht". — Auch die „Preßfrage" wurde erörtert Busold führte u. a. aus: Es sei der Herausgabe einer periodischen Druckschrift näher zu treten, in welcher speziell hessische Verhältnisse behandelt würden. Gen. Harris- Himbach: Es fehle an einem Organ, in welchem die Vorgänge im hessischen Landtag ausführlich besprochen würden. Auf der Landeskonferenz soll die Preßftage erörtert und, wie es in dem genannten Blatte heißt, „den Landtagsabgeordneten der Kopf gervaschen werden".
Darmstadts 2. Sept. Zu Ehren des Brautpaares Prinzessin Alice von Battenberg und des Prinzen An -
Gießen, den 3. September 1903.
- Auszeichnung. Se. Kgl. H. der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 2. September gentfyt, dem Hauptmann und Konipagniechef Ziegler im Infanterieregiment Herzog von Holstein (Holsteinisches) Nr. 85, seither im Infanterieregiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hest.) Nr. 116, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
** Ritterh ans-Konzert Der Hofopernsänger Alfred Ritter Haus wird in dieser Saison wieder ein Konzert veranstalten und zwar einen Wagner- und Balladen- Abend. Den Tag des Konzerts werden wir demnächst mitteilen.
— DerGesang-VereinHarrnonie ernannte gestern abend seinen langjährigen ersten Vorsitzenden Herrn Reitz zum Ehren-V orsitzenden und überreichte ihm ein Diplom, das im Schaufenster des Friseurs Pfett, Wallthorstraße Nr. 18, ausgestellt ist .
** Vom Manöver. Tie 50. In f an terre-B-:r- gade (117er und 118er) 'fjat gestern ihr Gefechtsschießen mit scharfer Munition im Gelände Rechtenbachs- Münchholzhausen-Lützellinden beendet; Drigadekommandeur v. Ledebour wohnte bet diach einem Ruhetag beginnt am 4. das Brigadeexerzieren, welches am 9. September mit her Besichtigung durch den Korpskommandeur General von Lindequist und den Divisionskommandeur, Gen.-Leut- nmrt Fchr. v. Gall endet Am 9. September verlassen Wie 118er die Kaserne in Gie.ßen und beziehen bei Braunfels und Burgsolms Quartier, die 117er marschieren ans ihren Quartieren in Hörnsheim, Lützellinden, Dutenhofen, RttrnchHolzhausen, Rechtenbach nach der Gegend Weilmünster. Dort findet Brigademanöver statt, bis sich die ganze 25. Division am 19. September um Wetzlar konzentriert Die 21. Division kommt aus der Gegend Limburg-Hadamar-Westerburg
•* Keine hessischen Reformschulen. Bekanntlich richtete die oberste Schulbehörde an die Ettern der gegenwärtig die ersten oder Vorschulklassen in Darmstadt besuchenden Schüler die Anfrage, ob sie geneigt seien, ihre zu Ostern 1904 in die 6 a eintretenden Söhne einer nach dem sogen. Frankfutter Lehrplan ausgestalteten Anstatt zuzufühcen oder ob sie dem Gymnasium und dem Realgymnasium in ihrer seitherigen Form den Vorzug geben. Von der Beantwottung dieser Frage sollte es abhängig gemacht werden, ob zu Beginn des Schuljahres 1904/05 der Versuch der Gründung von Reformanstalten zu machen sei oder nicht. Die Abstimmung ist nun, wie die „Darmst. Ztg." meldet, zu Un- gunsten der Reformschulen ausgefallen. Von 118 Abstimmenden haben sich 85, also bettächtlich mehr als 2/s für die Schule der setthettgen Art ausgesprochen, während für die Reformanstalten zusammen nur 33 Schüler in Aussicht gestellt wurden, in die sich Gymnasium und Realgymnasium zu teilen hätten. Das Mnisterium des Innern hat demgemäß beschlossen, von der Gründung sogenannter Resorm- gymnasien oder Reformrealgynmafien bis aus weiteres abzusehen.
** Hessische Weine. Außer den rheinhessischen Weingütern in Bodenheim, Nackenheim-Nierstein, Oppenheim und Bingen-Büdesheim hat die hessische Weinbau-Domänen- verwattung auch einige Versuchsweinberge in der Provinz Starkenburg, und zwar in den Gemeinden Bensheim und Heppenheim erworben. Dieselben umfassen insgesamt 4,7 Morgen, die als Wustselder und sosott auszuhauende Weinberge angekaust, um durch Neuanlagen zur Förderung des dortigen Weinbaues beizutragen. Es soll insbesondere geprüft werden, welche Rebsotten in remen Sätzen an der Bergstraße einen entsprechenden Wein erzielen lassen und es sollen Versuche über die zweckmäßigsten Erziehungsarten gemacht werden. Ein Weinberg in Bensheim ist bereits mit Moselttesling bepflanzt und wächst in das zweite Jahr. In Heppenheim werden die Arbeiten in diesem Winter beginnen.
** Die letzten Erntearb eiten werten jetzt mtt fieberhaftem Fleiße betrieben, seitdem endlich wieder Sonnenschein eingetreten ist Das Einfahren des Ge- tteides ist fast beendet, und nur hier und da sieht man noch einzelne Fruchthaufen. Allerorts find jetzt die Dreschmaschinen in Tätigkeit. Ter Körnerertrag ist erfreulich, das anhaltende Regenwetter hat zum Glück weniger geschadet
d r e a s von Griechenland fattib gestern nachmittag auf sSchfoß Heiligenberg bei Jugenheim ein größeres Gartenfest statt, zu welchem Se. Königs. Hvhett der Gr o ß h e r & o g Einladungen an ca. 100 Personen seiner Umgebung des hohen Adels rc. hatte ergehen lassen. Tie Konzertmusik stellte die Kapelle des Garde-Tragoner-Regiments Nr. 23 unter Lettung ihres Stabstrompeters W. Schulz. — Verschwunden fit seit einigen Tagen der hiesige Fuhrwerksbesitzer und Selterswasserfabrikant Ehr. Lösch / nachdem er Wagen und Pferde und was.sonst nicht niet- und nagelfest war, an einen Freund zu billigem Preise verhandelt hatte. Wie man hört, stand er schon längere Zeit in schlechten Ver- hältnissen; anscheinend hat er sein Heil jenseits des großen Wassers gesucht. Er hat eine ganze Anzahl zum Teil großer Verpflichtungen hinterlassen und dürsten sich auch Polizei- und Gerichtsbehörden mtt dem Fall befassen.
R.B. Darmstadt, 2. Sept. Die heutige Sedan- feier nahm hier bei.prächtigstem Wetter den seit Zähren gewohnten Verlaus. Am Vorabend war Glockengeläut, früh morgens Neveille. Die Stadt weist wieder reichen Fahnenschmuck auf, besonders prächtig und erfreulich ist die Ausschmückung des Landeskriegerdenkmals und des Reiterstandbildes Großherzog Ludwigs IV., des heldenmütigen Fuyrers Der 25. (Hess.) Division im Kriege 1870/71. In den Schulen sanden tetts Festakte statt, teils machten die Schüler mit ihren Fahnen Ausflüge. Auf dem Paradeplatz war von 12 bis 1 Uhr Festkonzert der Kapelle des Leibgarde- Regiments Nr. 115, die diesmal ausnahmsweise zum Sedansest noch nicht im Manöver ist. Sie veranstaltete auch am Abend eine große Sedanfeier ttn städtischen Saalbau, während der Kriegerverein sein, Sedanfest am Abend in der „Stadt Pfungstadt" feierte.
Kleine M-rteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Das Finanzministettum hat der Firma Buderus'sche Holz- und Basaltwerke M arg ar et ent al zu Hirzenhain die jederzeit widerrufliche Erlaubnis etteilt, von ihrem in der Gemarkung Usenborn gelegenen Holz- und Basaltwerke Margaretental bis zur Haltestelle Hirzenhain eine normalspurige, für die Beförderung von Holz und von Steinmaterial bestimmte Bahn anzulegen und nut Lokomotiven zu betreiben. Der Betrieb wird nach den noch zu erlassenden besonderen Bestimmungen geführt werden. — Mit Wirkung vom 1. September trat der Großh. Orts-Einnehmer Planz in Butzbach in den wohlverdienten Ruhestand, nachdem er nahezu 60 Jahre seine Dienste mit Treue und Eifer dem Staate gewidmet hat. Geboren zu Romrod, diente er vom 1. April 1844 bis zu seiner am 30. Juni 1855 erfolgten Anstellung als Steuerausseher, un Großh. Hessischen ersten Jnf.-Regiment und machte die Feldzüge von 1848 und 1849 mit. Als Ehrenzeichen wurden ihm während dieser Zeit zu teil: das Militärdienstatterszeichen, das Großh. Hessische Felddienstzeichen und die Großh. Badische Gedächtnismedaille. Beim Ausscheiden aus dem Militärdienste erhielt Planz das Zeugnis „ausgezeichnete Führung". Als Zioilbeamter mehrfach versetzt, war er in verschiedenen Stellen tätig, bis ihm am 1. August 1888 die Butzbacher Orts-Einnehmerei übertragen wurde. In Anettennung seiner langjähttgen, dem Staate treu geleisteten Dienste wurde Planz nunmehr in den Ruhestand versetzt und ihm durch Se. Königl. Hoheit den Großherzog das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der würdige alte Herr begeht am 12. d. Mts. seinen 80. Gebuttstag. — Dem „Wetzlarer Anzeiger" zufolge hat das Generalkommando des 18. Armeekorps die der Sradt Wetzlar zugedacht gewesene unverhältnismäßig hohe Einquartierung nach dringenden Vorstellungen der städtischen Verwaltung um etwa 1600 Mann ermäßigt. — Heute, am 3. September sind es dreißig Jahre, seit der Taunusbrunnen bei Groß-Karben durch den vor zwei Jahren verstorbenen Frankfutter Herrn Karl Müller- Marchand erbohrt wurde. Im Jahre 1872 ging der Brunnen in Besitz des Eölner Hotelbesitzers Friedrich über, von dem ihn 1887 eine englische Gesellschaft erwarb.
Vermischtes.
*Düsseldorf, 2. Sept. Wegen bedeutender Unter* ichkagungen wurde heute morgen ein Beamter der (Stad tk ässe verhaftet.
* Köln, 2. Sept. Auf der Bonner Chaussee stürzte heute vormittag das Pferd eines Fuhrwerks vom Hitz- schlage getroffen zusammen. Das Pferd fiel auf den
seinen Sohn Georg Ernst zum Friedenskongresse nach Münster entsendet. Georg Ernst war erst 18 Jahre atts, als er die Herrschaft übernahm und wurde trotz seiner Jugend nach dem Testamente seines Vaters zum Mtt- vormunde seiner unmündigen Geschwister ernannt. Sein Pate war Landgraf Georg II. von Hessen -Tarmstadt Schon mtt 10 Jahren, 1639, bezog er die Universität Gie-
von Hessen.
Mit dem Aufhören des 1000jährigen Deutschen Reiches 1806 wurden durch die Rheinbundsakte die Grasen von Erbach mediatisiert; sie verloren ihre Souveränität und kamen unter die Hoheit von Hessen-Darmstadt.
Ein Sohn des vorerwähnten Grafen Ludwig ist der in den Fürstenstand erhobene Graf Gustav von Erbach-Schonberg Er ist vermählt mit Marie Karoline, einer geborenen Prinzessin von Battenberg, einer Verwandten des Groß- herzoglichen Hauses. Der älteste Sohn des fürstlichen Paares, Graf Alexander, ist durch seine Vermählung mit einer Prinzessin von Waldeck-Pyrmont der Onkel der Königin Wilhelmine von Holland. Er residiert .in König im Odenwald.
Wie alle Erbacher erfreuen sich auch der neue Fürst
ßen, wo er mit den Söhnen jemes Paten, den Prinzen Ludwig und Georg von Hessen, seinen Studien oblag. Mit dem Prinzen Ludwig dem späteren Landgrafen Ludwig V., ,chem Getreuen", verband ihn innige Freundschaft bis zu seinem Tode. Georg Ernst starb frühe bei einem Besuche zur Hirschjagd am landgräflichen Hose zu Wembach bei Darmstadt.
Nach dem Tode des Grafen Georg Gruft schlossen 1672 die drei noch ihn überlebenden Brüder einen Vertrag, demzufolge keine Grundtettung sondern nur eine Nutzteilung geschehen solle. Als 1678 einer dieser Brüder starb, teilten die Ueberlebenden die Grafschaft. Der eine derselben, Georg Ludwig, stiftete die ältere Linie zu Erb ach, die 1731 ausstarb; Georg Albrecht, der jüngste Bruder stiftete die Linie zu Fürstenau, aus der die noch heute vorhandenen Linien her vor gegangen sind.
Als Georg Albrecht III. 1717 starb, wurde die Herrschaft Fürstenau unter seine drei Söhne geteitt, und als diese nun 1731 auch die ältere Linie Erbach beerben, gehen von 1747 an die drei Linien als getrennte Grafschaften auseinander. Philipp Karl wird Graf von Fürstenau, Georg Wilhelm Graf von Erbach und Georg A u g u st Graf von Schönberg.
Von den fpater en Grafen von Fürstenau sei nur Graf Albert erwähnt, der 1805 in Gießen studierte. Am Ende des Jahres 1813 trat er als Freiwilliger in das östreichische Heer, in dem er als Rittmeister im Husarenregiment Hessen-Homburg an dem Feldzüge 1814 teilnahm. Seine Verdienste um Hebung der Landwirtschaft und des Schulwesens werden heute noch geschätzt. Unter seinem Protektorate wurde 1823 das Progymnasium zu M i cb e l -
Trümmer gesunken. Den Abschluß des Westfälischen Frie-Istadt gegründet, aus dem 1834 die heutige Realschule her-! dens erlebte er nicht mehr; "er starb 1647, nachdem er vor ging. c, , y p
~ ~ ~ ‘ '1 Von der mittleren Linie zu Erbach verdient beson
ders hervorgehoben zu werden Graf Franz, geboren 1754, gestorben 1823. Sein Taufpate war der deutsche Kaiser Franz, der chm später die Erlaubnis gab, den deutschen Reichsadler auf seinem Wappenschilde zu sühren. Gebildet auf den Universitäten zu Lausanne und Straßburg, machte er größere Reisen nach Frankreich, England, Holland und Italien. Er war ein durch und durch gebildeter Mann, der sich hauptsächlich um die Geschichte seines Hanfes und um die Altertumskunde sehr verdient gemacht hat. Mit unermüdlichem Fleiße hat er die Kunstschätze aus allen Teilen von Deutschland, Frankreich und Italien in seinem Schlosse zu Erbach zusammengebracht. Von den 39 Rüstungen in feinem Rittersaale sind besonders sehenswert die von Gustav Adolf, Wallenstein, Kaiser Friedrich III., Maximilian I., Markgraf Albrecht von Brandenburg, Franz von Sickingen, Götz von Berlichingen. Nicht minder wertvoll sind die Waffen-, Geweih- und Altertumssammlungen.
Unter den Enkeln des ersten selbständigen Grasen von Erbach-Schön berg zeichneten sich in den F-eldzügen 1812 und 1813 die Grafen Emil, Gustav und Ludwig unter Napoleons Fahnen durch Tapferkeit aus. Graf GustaD siel am 17. Oktober bei Leipzig als Adjutant des Prinzen Emil
von Erbach-Schönberg und seine Gemahlin der größten Achtung und Liebe seitens ihrer Gutseingesessenen. Durch ihre milden Stiftungen und ihre gemeinnützigen humanitären Bestrebungen ist das Erbach-Schönbergische Fürst^n- paar in den weitesten Kreisen seiner Gutsherrschaft hoch geschätzt und durfte wohl mit Befriedigung wahrnehmen, wie die neue Standeserhohung die lebhafteste und fteudigste Anteilnahme im Lande gefunden. —e—
Frankfurter Opernhaus. Das Programm der in der kommenden Saison stattfindenden S e ch s Abonnement-Konzerte ist wie folgt festgesetzt worden: 1. Abonnement-Konzert (30. September): Dirigent Arth. Niki sch. Beethoven: Egmont-Onverture. Brahms: Erste Symphonie. Tschaikowsky: Francesca da Rimini. Wagner: Vorspiel und „Liebestod" aus „Tristan und Isolde". — 2. Abonnement-Konzert (4. November): Dirigent Herr Dr. Ludwig Rottend er g. Bruckner: 9. Symphonie
(D moll). Z. 1. M. Bruch: Schottische Phantasie für Violine. Wagner: „Eine Faust-Ouverture". Soli für Violine. Solistin: Elfte Playsair. — 3. Abonnement-Konzert (2. Dezember): Dirigent Herr Gustav Mahler. Symphonie Nr. 3 (D moll) von G. Mahler. Z. 1. M. — 4. Abonnement-Konzert (13. Januar): Dirigent Dr. Ernst Kun Wald. 5-aydn: Symphonie in B dur. Mozart: Klavier-Konzert in C moll. Schumann: Manfred-Ouver- turc. Soli für Pianoforte. Beethoven: 6. Symphonie. Solistin: Paula Szalit. — 5. Abonnement-Konzert (W. Februar): Dirigent Herr Herman Zumpe. Beethoven: 5. Symphonie. Schillings: Vorspiel zum 2. Akt der Oper „Jngwelde" und Vorspiel zur Oper „Der Pseifertaa". Liszt: Tasso. — 6. Abonnement-Konzert (2. März): Dirigent Arthur Niki sch. Beethoven: 3. Symphonie. Schubert: Unvollendete Symphonie (H moll). Berlioz: Tanz der Irrlichter, Sylphentanz und Ungarischer Marsch aus „Faust's Verdammung". Wagner: Tannhäuser Ouvertüre. — Abonnement-Anmeldungen nimmt die Nendantur der Neuen Theater-Altiengesellschaft, §^ochstr. 46, entgegen.
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