Programms, dem Wettrennen Pferd gegen Rad, voraus, bei welchem der Radfahrer vom Reiter um über zwei Runden geschlagen wurde.
♦* Theater- uiti> Saalb au. Wie uns heute mit-
Vermischtes.
• Bochum, 1. August. In der Kohlen-Destillation von Schulz fand eine Explosion des Theer-Kessels statt. 6 Arbeiter wurden schwer verletzt. Der Schaden ist bedeutend. Eine halbe Stunde im Umkreise sind die Gärten und Wiesen durch Theer verdorben.
Brühl (Rheinprovinz), 4. Aug. Durch den Einsturz einer Mauer eines Neubaues wurden 3 Arbeiter lebensgefährlich verletzt.
• Braunschweig, 1. Aug. Von 400 Schulkindern, die während der Ferien in einem benachbarten Holze an Waldspielen teilnahmen, sind bis jetzt 67 unter typhösen Erscheinungen erkrankt. Die Ursache der Jn- ektion ist noch nicht sestgestellt.
• München, 1. Aug. Nach den „M. N. N." ist der Realitätenbesitzer Waidelich nebst Familie seit 17 Tagen ver- chwunden. Seine Verpflichtungen sollen zwei Millionen. Mark betragen.
* Kopenhagen, 1. Aug. Die norwegische Nordlichtexpedition, die den Winter in Spitzbergen verbracht hatte, ist nach Tromsö zurückgekehrt. Die Teilnehmer haben durch Kälte und Skorbut viel gelitten. Die niedrigste Temperatur betrug 37 Grad und trotz der Heizung waren in den Häusern höchstens 4 Grad Wärme zu erreichen. Die wissenschaftlichen Beobachtungen haben ein günstiges Resultat ergeben.
' Innsbruck, 1. Aug. Die Zillertalbahn ist an vier Stellen unterbrochen. Die Gefahr ist vorüber. Der Schaden ist bedeutend. Eine Mühle ist weggeschwemmt worden.
* Perth, 2. August. Während des gestern hier abgehaltenen Crikettwettspiels brach die Tribüne mit 1 500 Zuschauern zusammen. Einer ist tot, etwa 150 Personen verletzt.
• Peking, 2. Aug. Ein chinesischer Journalist wurde in barbarischer Weise durch Totschlägen hingerichtet, nachdem er in der Untersuchung zugegeben hatte, daß er vor drei Jahren im südlichen China einen Aufstand zu erregen beabsichtigte.
• Der grimmige sran zösische Ma rin erninster Pelletan, der bisher als Feind der Frauen galt und mit seinem ungepflegten Aeußeren auf den ersten Blick den Eindruck eines echten verwilderten Junggesellen machte, ist reuig zu Kreuze gekrochen und hat sich die goldenen Fesseln der Ehe anlegen lasten. Er hat eine seiner Cousinen, eine bildhübsche aber blutarme Kreolin, eine Volksschullehrerin, als Gattin heimgeführt. Die junge Dame soll ein Muster von Eleganz fein; man hofft daher stark, auch den Minister eines Tages noch als elegantes Salongigerl herumspazieren zu sehen. Ein Blatt behauptet sogar, daß Pelletan beschlossen habe, sich in Zukunft zwei bis dreimal im Monat zu waschen. Das ist jedoch eine durchaus unverbürgte Nachricht.
• Die Geselschast für Verbreitung vonVolks» bildung hält ihre diesjährige Hauptversammlung am 3. und 4. Oktober in Berlin ab. Die Verhandlungsgegenstände sind folgende: 1. Die Volkslektüre, ihre Bedeutung für das Volksleben und die Leseanstalten in größeren, mittleren und kleinen Ortschaften. Referenten: Dr. Jaeschke, Stadtbibliothekar in Elberfeld, Lehrer Selchow in Straßburg i. U. und Pfarrer Hörnlein in Premslin. 2. Fortbildungsschulen für Mädchen. Referent: Schulrat Dr. Zwick, Berlin. 3. Freiwillige Bildungsveranstaltungen in der Reichshauptstadt. Referent: I. Tews, Generalsekretär der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung.
* „Von Pontius zu Pilatus". Wohl nur wenige sind sich des Witzes bewußt, den sie machen, wenn sie die Redensart „Von Pontius zu Pilatus laufen" in den Mund nehmen: denn sie denken kaum daran, daß ja Pontius und Pilatus eine Person sind. Richtig müßte es heißen: von Herodes zu Pilatus lausen, wie Heine bemerkt hat. Tatsächlich findet sich der Ausdruck in dieser Fassung in den 1796 erschienenen Skizzen von Meißner. Heute aber ist er nur noch landschaftlich in Gebrauch. Tie anscheinend widersinnige Wendung ist aber darum nicht ein sich falsch, sondern sie wird nur falsa) angewendet. Das wird im letzten Heft der Zeitschrift f. d. deutsch. Unterricht nachgewiesen und durch ein Seitenstück aus dem römischen Altertum gestützt. Ta, wie gesagt, Pontius und Pilatus nicht zwei Personen sind, so konnte man die Wendung nicht von solchen gebrauchen, die wirklich von einem 3um andern lausen, sondern nur von solchen, die das vorgeben, also in ironischem Sinne. Einen ganz ähnlichen Witz sollen die Römer mit Cäsar sich gemacht haben, der, als er 59 v. Chr. mit Bibulus das Konsulat führte, diesen
hiesigen Sprechbereich die Orte Dortelweil und Stockstadt (Rhein) einbezogen worden. Die Gebühr beträgt für beide Orte je 50 Pfg.
t. Aus dem Lumda-Tal, 2. Aug. Dieser Tage kam ein Viehhändler zu einem Bauern und fragte, ob er nichts zu handeln wisse. ,Mr könnten ein Geschäft zusammen machen", erwiderte der Geftagte, „ich habe sechs Bieter Holz' da liegen, die könntest Du klein machen". Der Bauer bot dem Viehhändler pro Meter 5 Mk., wenn er das ganze Holz klein machen würde, jedoch in der Allinung, daß alles nur auf Scherz beruhe. Der Händler nahm jedoch die Sache ernst, erschien des andern Tags mit seinem Wertzeug uill begann, trotz des Protestes des Bauern, Holz zu hacken. In zwei Tagen war die Arbeit vollendet, uiü> der Bauer mußte den versprochenen Lohn zahlen. Er hat sich, jedoch vorgenommen, bei ähnlichen Scherzen in Zukunft vorsichtiger zu sein.
w. Bad Nauheim. Am Frauenwald sind 32 Morgen Wiesen und 5 Morgen Wald von einem internationalen Komitee auf 12 Jahre gepachtet worden zur Errichtung eines Sportplatzes, ans dem Golfspiel, Kroquei und Tontaubenschießen stattstnden sollen. Um das Unternehmen lebensfähig zu erhalten, sind von Nauheimer Einwohnern, namentlich Hotelbesitzern, auf die Dauer der Pachtzeit größere Beträge zinslos gezeichnet worden, auch hat ein Kurgast aus der Schweiz 5000 Mk. dem Unternehmen geschenkt. Ein Sporthaus mit Cafs wrrd bis zu Beginn der nächsten Saison, mit welcher das Unternehmen eröffnet werden soll, auf dem Sportplatz erbaut. — Nachdem die Pläne des Baumeisters Hofmann aus Herborn für die in Nauheim zu errichtende „Dankeskirche" die Genehmigung des Großherzogs erhalten haben, wird der Bau im Oktober d. I. auf dem Platze des bisherigen alten Kursaales in Angriff genommen werden.
() Friedberg', 2. Aug. Das städtische Rathaus soll einem Umbau unterzogen w-erden, um für die P 0 lizei- verwaltung, die seither im großen Sitzungssaal untergebracht war, woraus sich nicht selten Unzuträglichkeiten herausstellten, geeignete Räumlichkeiten zu schlaffen. Auch, das Stadtbauamt soll im Rathaus untergebracht werden. Die Gesamtkosten des Umbaues, 3500 Mk., wurden von der Stadtverordnetenversammlung genehmigt. — Das Fest der goldenen Hochzeit begingen am 2. August Landwirt Georg Kipp und seine Ehefrau, geb. Klein im benachbarten Ockstadt. Das Ehepaar ertzreut sich noch einer außerordentlichen Rüstigkeit.
fc. Geisenheim, 2. August. Vermißt wird der Sohn eines höheren Regierungsbeamten in Straßburg, der sich hier auf einer Schule befand.
fc. Waldalgesheim, 2. August. Der vor einigen Tagen auf einer Dienstfahrt Bingerbrück-Rüdesheim vorn Trajektboot verschwundene Postschaffner Heckert von hier wurde bei Oberwesel als Leiche aus dem Rhein gekündet.
Worms, 1. August. Die in der gestern gemeldeten Abtreibungs-Affäre verwickelte Schauspielerin, zur Zeit in Mainz, wurde im Lause des gestrigen Tages verhaftet. Im Ganzen besinden sich in dieser Angelegenheit jetzt vier Personen in Untersuchungshaft.
Frankfurt a. M., 1. Aug. Der Unterpäch-ter des Börsenrestaurants Weumakers aus Düsseldorf ist vorgestern unter Mitnahme von etwa 20 000 Mark plötzlich von hier verschwunden. Sein Bruder, der zuletzt im'Restaurant mit tätig war, wurde heute morgen verhaftet, als er Vorbereitungen zur Abreise traf. Es wurden nur einige hundert Mark bei ihm vorgeftmden.
Frankfurt u M., 2. Aug. Vom 2. bis 4. August findet hier der zweite internationale Kongreß des Weltbundes zum Schutz der Tiere und gegen die Vivisektion statt. Sonntagabend 8 Uhr ist Begrüßung der Telluehmer, am Montag und Dienstag beginnen die Verhandlungen vormittags 91/2 Uhr. Montagabend werden zwei öffentliche Versammlungen veranstallet, in denen Vorträge über verschiedene Tierschutzfragen, namentlich über die Vivisektion, gehalten werden. An Gewerkschaftshaus sprechen Prof. Quidde-München und andere Vertreter deutscher Vereine, die dem Weltbund angehören, im polytechni- • scheu Saal Pros. Förster-Friedenau bei Berlin, O b e r st a. D Spohr-Gießen, Schuldirektor a D. Engler-Dresden und andere Vertreter deutscher und ausländischer Vereine. §ier ; werden Vorträge in deutscher, englisch>er und französischer . Sprache gehalten. Diestagabend 8 Uhr ist in der Loge zur ; Einigkeit musikalische Abenduut er Haltung, Mittwochjvorm. halb 10 Uhr treten die dem Weltbund angehörigen deutschen Vereine zu einer Tagung zusammen.
Hanau, 3. Aug. (Originaltelegramm d. Gieß. Anz.) l Im benachbarten K e j f e t ft a b t wurde heute die Grund- ' steinlegung zur neuen ev a n g e l i s che n Kirche Voll-
Kinder festlich geschmückt mit Blumen und Bändern auf Oswaldsgarten voll Erwartung eintressen, wo der Zug Anf- stellung nehmen sollte. Durch die vorzügliche Organisation oes Oämungskomitees gelang es dann auch in kurzer Zeit, die einzelnen Züge so zu gruppieren, wie es für einen derartigen Jugendfestzug zweckmäßig erschien. Voran schritten die Mädchen, geführt von den Vereinsdamen, chnen folgten die Knaben. Fliegende Bänder, Kränze, kleine Fähnchen, über 40 große Fahnen und 4 Musikkorps schmückten und ergänzten den Festzug. Gegen 3 Uyr kam dieser im Philo- sophenwald an, wo alle Unterhaltungen sowohl für die Kinder wie auch für das übrige vergnügungslustige Publikum eingerichtet waren. Leider unterbrach, gegen 5 Uhr ein mächtiger Regenguß, der glücklicherweise nur kurze Zeit anhielt, die fröhliche Stimmung. Er hatte eine Störung der Preisverteilung an die Kinder zur Folge, die aber bald wieder ausgeglichen wurde. Nach dem Regenguß nahm das Fest, trotzdem Tische und Bänke ziemlich naß geworden waren, seinen feuchtfröhlichen Verlauf. Der Festausschuß hatte eine Gedenkmedaille prägen lassen, bereit Ausführung überall Anklang fand und die gern gekauft wurde. Diese Medaille trägt die Inschrift: „Zur Erinnerung an das erste Volks- und Jugendfest 1903 — Vereinigte Wohltätigkeitsvereine, Gießen" und ist mit dem Stadtwappen geschmückt. Besonders verdienen aber auch die vorzüglichen Leistungen des aus 14 Knaben bestehenden Mesecker Trommler-Korps hervorgehoben zu werden. Tie Jungen verdienen wirklich alles Lob. Nun sei noch einiges vom Juxplatz erzählt. Hier hatten wir Gelegenheit, eine ganz neue Karussel, bestehend aus Hängeschaukeln, zu erblicken, die viel benutzt wurde. Die großartigen Ausrufe eines zum Besuch seines Theaters einladender Kraftmenschen zu hören, die allerdings oft durch noch originellere, humoristische Rufe aus dem Publikum übertroffen wurden, war sehr interessant. Jung und alt verlebte mit diesem Tag ein fröhliches Fest und wir können nur im Interesse aller eine alljährliche Wiederkehr wünschen. Gegen 8 Uhr gingen die ftinber im Zug, geführt von einem Musikkorps, zur Stadt zurück. Auf dem Festplatz aber herrschte noch recht lange reges Leben und Treiben.
-r. Ein seltenes Schauspiel auf dem Sportplatz an der Hardt brachte uns der gestrige Sonntag, dem zuzusehen sich trotz ungünstiger Witterung em verhältnismäßig zahlreiches Publikum eingefunden hatte. Einige Spiele der Mexikaner und Siouxindianer unter Leitung des berühmten Bow- boys Texas-Tex, von denen das geschickte Lassowerfen besonders hervorgehoben sei, gingen der Hauptnummer des
als Vertreter der Presse gewählt, was jedoch weder au3; der Aufforderung zur Beteiligung, die an den Gewählten erging, noch aus den in der letzten Versammlung gepflogenen Beratungen hervorging. _ ,
** Das Beschwerdebuch. In einer unserer Wirtschaften ist seit einigen Wochen ein Kellnerlehrling eingetreten, welcher sich für das Geschäft ganz vorzüglich eignet. Ter für fein Alter noch recht kleine Mann wird wegen der ganzen Art, wie er die Gaste bedient, von dem Stammpublikum nur allgemein mit seinem Familiennamen angeredet, dem auch das Prädikat „Herr" vorgesetzt wird. Ter Verkehr zwischen dem angehenden Gastwirt und den Gästen wickelt sich seitens der letzteren in den liebenswürdigsten und höftichsten Formen ab. Nicht wenig erstaunt war daher der Piccolo, als ihm vor einigen Abenden von einem humorvoll gestimmten Gast das Beschwerdebuch abverlangt wurde. Der Fall war für den kleinen Mann nicht nur ganz neu, sondern setzte ihn sogar in Verlegenheit, weil er darüber nicht Bescheid wußte. Mer bei seiner angeborenen Dienstbeflissenheit besann sich der Jünger Gambrinus nicht lange, er ging in das Privatzimmer seines Herrn und meldete diesem, daß ein Gast das Beschwerdebuch wünsche. Schmunzelnd ging der Wirt aus den Scherz ein und übergab dem Jüngling zwei riesige, dickleibige Folianten mit der Weisung, der Ga'st solle nur inzwischen den Paragraphen heraussuchen, den er brauche. Schallendes Gelächter tönte dem diensteifrigen 'Jüngling entgegen, als er auf den Stammtisch mit dem ernstesten Gesicht von der Well die beiden Bände des Berliner Mreßbuches niederlegte, ober noch mehr lachte man, als er die ihm aufgetragene Bestellung wegen des Paragraphen ausrichtete.
Lollar, 3. Aug. Am 1. August ab sind in den
zogen. Landgraf A. Friedrich von Hessen Hai ür die Baukosten ein Gnadengeschenk von 25000 Mark bewilligt. , p
a. Frankenberg, 1. Aug. Auf Anordnung des Regierungspräsidenten ist der ganze P f e r de b e st an d des Fuhrwerksbesitzers Th. Schneider getötet worden, da der größte Teil der Tiere von dem Kreistierarzt für rotzverdächtig erklärt worden war. Zu diesem Zwecke waren der Departementstierarzt Veterinärassessor Tietze aus Kassel und Dr. Heck, Assistent am pathologischen Institut der Königl. Tierärztlichen Hochschule zu Berlin, hier anwesend. Durch die sofort vorgenommenen Sektionen wurde festgestellt, daß von den 7 getöteten Pferden 6 Stück mit der Rotzkrank-' heit behaftet waren. Dr. Hack nahm zu Untersuchungs- und Unterrichtszwecken mehrere interessante Präparate mit nach Berlin. Von der Behörde sind die weitgehendsten Vor- ichtsmaßregeln getroffen, um der Verbreitung der Seuche vorzubeugen. Sv werden durch den Kreistierarzt^ sämtliche Pferde, die irgendwie mit den getöteten in Berührung ger- ömmen sind, 6 Monate alle 14 Tage untersucht. Die Krankheit ist durch zwei Handelspferde eingeschleppt worden. Die echs rotzigen Pferde werden zu 3/< vom Kommunalverband, das nicht rotzige ganz aus der Staatskasse entschädigt.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Hoch-Weisel wird z. Z. die Kirche einer Renovierung unterzogen; die Arbeiten sollen bis Spätherbst beendet sein. — In Frankfurt wird der zwanzigste Deutsche Tischlertag am 2., 3. und 4. August im Zoologischen Garten abgehalten. — In Mainz wurde in der Nach! von Freitag auf Samstag auf den Posten am Pulvermagazin Nr. 14 am „Fort Joseph" vor dem Gautor wiederholt mit Steinen geworfen. Der Soldat gab nach der Richtung, woher die Steine kamen, drei scharfe Schüsse ab, ohne jedoch jemanden zu treffen. — Wegen des be- örgniserregenden Umsichgreifens der Reblaus in den Reichslanden werden energische Maßregeln beraten.
ftaitftndenden Kafferparade teilzunehmen. Me un§ mitgeteitt wird, sind für die voraussichtlich am 10. d. Mts. m Mainz stattsindende Kaiserparade sechs Unterofsiziere des h^sigen Regiments zum Wachdienst vor den Geinachern Sr. Maiestat des Kaisers ausgewähll worden. Gleichzeitig roert^n 2 Unteroffiziere zur Eskorte bestimmt. Es ist natürlich, daß dies- Ehre der persönlichen Dienst- bei Sr. M-r-stät nur dekorierten und tüchtigen Unteroffizieren des Regunents zu teil wurde.
~ Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Der aeschästsführende Ausschuß des Ausstellungsunternehmens teilt uns mit, daß für den Rücktransport der Ausstell, ungsgegenstände und Tiere auf den Strecken der E.senbahn- Direktionsbezirke Kastel, Riainz, Frankfurt und Köln sracht- freie Beförderung bewilligt worden ist. Für die Hsnbeför- derung wird die volle tarifinäßige Fracht berechnet. Auf dem Frachtbriefe, der doppelt auszufertigen ist, ist zu ver. merken, daß die Tiere und Gegenständ- ausgestellt waren und unverkauft geblieben sind.
**DerGesangve rein Liederkranz hielt gestern abend im Neuen Saalbau unter großer Beteiligung der Mitglieder sein diesjähriges Sommer fest ab. Lewer konnte diese Festlichkeit wegen der Ungunst ber Witterung nicht im Freien stattfinden, was aber für bte Säuger umso angenehmer war, da die gesanglichen Aufführungen unter der tüchtigen bewährten Direktion des Herrn H-ranz^Bauer vorzüglich zur Geltung kamen, insbesondere dre Aiadrrgall aus dem 15. und 16. Jahrhundert, sowie „Der ftohe Wandersmann" von Mendellsohn u. a. in. Tuß ine gesanglichen Leistungen dieses Vereins vorzüglich waren, bewies der naxb jedem Vortrag nicht enben wollende Applmrs der Zu- börer. Hervorzuhebeu finb auch die Vorträge der hiesigen Regimentsmusck, insbesondere das Soll für Piston des Herrn Neudack
** Verein,^ undesport für Gieß en und llm- aeaend". Die gestrige offizielle Eröffnung des neuen Achliefplatzes am Mittelweg, nahe Philosophenwall und LiÄiigshöhe, gestaltete sich zu einer iNiposanten Vereins- Festlichkeit. Alle Vorbereitungen für ein gutes Gelingen dieser Veranstaltmig waren auf das Sorgfältigste getroffen und der Erfolg des gestrigen Tages hat gezeigt, daß die Leitung des ganzen Unternehmens den denkbar besten Krästerl antiertraut ift In diesem Sinne hat sich rückhaltlos auch der als Preisrichter anwesende bewährte Kyno- [oge Emst Prösler aus Frankfurt a M., ausgesprochen, ber in längeren hochinteressanten Ausführungen über bie Kynologie im allgemeinen und bie intensive Tätigkeit des Gießener Vereius „Hundesport" im Besoilleren seiner hohen Beftiedigung Aiwdmck verlieh über die vorzügliche Allage dieses neuen Schliefplatzes. Diese Eröffnungsfeierlichkeit war in allen Teilen nur den Mitgliedern des Vereins, deren Angehörigen und näheren Freunden Vorbehalten; — zum Prüftmgsschliefen wurden deshall auch nur solche Hunde zugelajsen, bie sich im Besitze von Vereins- mitgtieöem befinden. Zn. den eingelaufenen zahlreichen Nennungen fanden die folgenben bemerkenswerten Prämiierungen statt: In der dteulings-Klasse auf Fuchs erhielten 1. Preise: Dachshund Männe aus ber Neustadt, Besitzer Ed. Noll; Terrier Fox von ber Mäusburg, Besitzer Georg Malllmosius. In offener Klasse auf Fuchs werden prämiiert: die Dachshunde Moritz, Besitzer Ferd. Schmidt und Waldmann von Wetzstein des gleichen Besitzers mit 1. Preisen, und der Dachshund Männe aus der Neustadt, Besitzer Ed. Noll, 2. Preis. Im offenen Dachsschliefen endlich errangen: Waldmann von Wetzstein L, und Nllrtz 2. Preis bei durchgängig vorzüglicher Arbeit.
Volks- und JugendfestimPhilosoPh en- wald. Schon gestern morgen um 7 Uhr wurden die Einwohner unserer Stadt durch die Revellle einer umh erzieh enden Musikkapelle aus dem Schlummer geweckt und an das an diesem Tage stattfindende Volks- und Jugendfest erinnert Festvorbereitungen waren schon Tage vorher sowohl von den a^ngemelleten Kindern, wie auch von dem tätigen Festausschuß der vereinigten Wohltätigkeitsvereine getroffen worden, sodaß man mit Erwartung dem Verlauf entgegensehen tonnte. Hatten sich doch ca 2500 Kinder zur Beteiligung vormerken lassen. Gegen halb 1 Uhr nachmittags sahen wir dann auch bereits eine große Anzahl


