Schlußkurfe.
217.3U
211,90
142,87
193,90
184,25
Anfangs- u.
. 217,oU
. 212,20
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fürchterliche Szene ab. Fräulein Sachs drang in da? Ztmmer ein, in dem Flegenheim eben zu Bett gehen wollte. Beim Anblick seiner ehemaligen Braut erschrak F., der bereits halb ausgekleidet war, heftig, flüchtete sich hinter das Sofa und rief um Hilfe. Tas Mädchen streckte ihn, ohne daß eine längere Auseinandersetzung oorausgegangen wäre, durch einen Reoolverschuß in die Brust nieder und richtete hierauf die Waffe gegen sich selbst. Lin Schuß in die Schläfe machte ihrem eigenen Leben sofort ein Ende.
Kunst und Wissenschaft.
Björn >onö Schauspiel -Auf Llor Hove' wurde bei seiner Aufführung im .Deutschen Dealer' zu Berlin kühl und nicht ohne Widerspruch anigenonunen. Die Darstellung ,var oor- lrefflich. Irl. L r l e j ch vor allein bot in der Rolle der verbrecherischen perversen Krau eine psychologische seine, vollausgerelite Leistung, doch vermochten weder ne noch die übrigen Laiiteller über die Schwächen des zusammenhanglosen, aufdringlich lenoen- zlösen Dramas himvegzutäujchen.
Der Baritonisl Vectra nksurterOper, Richard Breitenfeld, wurde vom Herbst 1904 ab für sechs Jahre an die Wiener Hofoper engagiert.
Uebernahme der neuen Anleihe.
Privat-Diskont 2*/s Prozent.
Deft. Kredit. . .
Deutsche Bank Darmstädter Bank .
Bochumer Eich . .
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 2. April 1903. (Mugeteiit von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Auch heule war von Anfang an der Verkehr an der Börse em recht träger. Tie weiier ungülistig lautenden Nachrichten aus MaceDonien ließen aus malle Pariser Kursmeldungen schließen, weshalb nmn auch hier mu Ver- käuien aus fast allen Gebieten vorging. Auf Eifenaltien brüdic auch die New-Porker Meldung des iron age, nach welcher Rohmaterial reichlich zu billigeren Preisen am Markt sei. Türkische Werte weiter nachgebend auf Macedonien, während Spanier «ich gnt behaupteten. Von sonstigen Werten sind nur Tynamite Trusts als fester zu erwähnen; mail taxierte an heutiger Vörie die Dividende auf 9 pCt. und wurden daraufhin kleinere Memungsläule vorgetiommen. Auf dem Kassan'arkt erfuhren die Aktien der Elektrizitäts-Werke größere Kurssteigerungen, während im Allgemeinen eher kleine Kursabbröckelungen zu beobachten rodien. Reichsanleihe fester auf die für heute nachinittag zu ertoartende
Cl°iel— Verein der deutschen Ztgarettenfabrikantcn. AuS Berlin wird gejchrleben: Tie namhauesten Berliner Zigarrenen- iabrikanten beäbsichtigeii, sich zu einem Verein zmamm'.'nzujchtieuen. Zum Programm diefes Vereins gehören vor allem dieBekan,pl- u n q der Beniühungen des amerikanischen Ta b a k i r u fl S, die deutsche Zigarreltcnindtistrie zu kontrolieren, und die Bekampiung einer evculueiien Erhöhung der Tdi'ak'lcuec.
Vermischtes.
Berlin, 2. April. Der Stadtälteste Kochhann ist nach längerem schwerem Leiden im Alter von 73 Jahren gestorben. — Der geflüchtete Impresario der Anna Rothe, der frühere Sprachlehrer Jen t sch, soll sich spiritistischen Blättern zufolge in Newyork befinden und mit hiesigen Freunden in Briefwechsel stehen.
x Düsseldorf, 3L März. In der bekannten Düsseldorfer S 5 a n d a l a s s ä r e ist abermals eine Ucberraschung zu verzeichnen Der verhaftete Leutnant n D. Freiherr o. L ö w hat vor dem Untersuchungsrichrer ein G e st ä n d n i s abgelegt und zugegeben, daß er vor dem Schöffengericht einen Meineid geleistet habe. Es sei richtig, daß er mit der inzwischen verstorbenen 29jährigen Ehefrau des In-, genieurs Eck längere Zeit ein Veih-iltnis unterhalten und seine Geliebte zu verschiedenen Malen in einer von ihm unter dem Xiamen eines Herrn o. Löb gemieteten Wohnung der Charlottenstraße empfangen habe.
Bremen, 2. April. Tas Schulschiff des deutschen Schulschisfvereins „Großherzogin E l i s a b e t h", das, von Havana kommend, etwa am 28. März im Kanal erwartet wuroe, ist vermutlich wegen starker, außerhalb drs Kanals herrschender Stürme noch nicht e in g e tro f f en. Infolgedessen hat die aus den v. April in Hamburg angesetzte Scylußbesichtigung, zu der der Protektor Großherzog von Oldenburg, sowie Vertreter der Kriegs- und Hanoelsmarine ihre Beteiligung zugesagl haben, wieder abgesagt werden müssen.
* Gleim itz, 2. April. Auf der „König in Luise- grübe" im Oftseld fano unter Tag eine Explosion d e r Pulverkammer statt. Der Betrieb wurde sofort eingestellt und alle Mannschaften wurden zu den Rettungsarbeiten ausgeboten. Bisher sind vier Bergleute tot und sieben schwer verwundet zu tage gefördert. Bei den Rettungsarbeiten kamen ein Steiger uno ein Aufseher um. Man fürchtet, daß ein Teil des Schachtes eingestürzt ist. Die Förderstrecke in dem Heinitzflötz südlich bis etwa 3uO Meter ist zu Bruch gegangen und im Brande. Unter den Toten befindet sich ein Aufseher. Eine Person wird noch vermißt. Tie im Felde beschäftigte Belegschaft ist bereits ausgefahren. Eine neue Pumpe ist vorläufig außer Betrieb, Die alte Pumpe im Betrieb.
* London, 2. April. In einem Logierhause in Whitechapel hat heute nachmittag ein Engländer plötzlich mü einem Revolver zu schießen angesangen und vier junge Deutsche Namens Heinrich Maus, Karl Ever, Bruno Weiß und Wilhelm Molges verwundet. Die vier Verwundeten sind ün Hospitale.
* Madrid, 2. April. In Salamanca hatte ein Polizei-Beamter aus offener Straße einen Studenten mißhandelt und fesigenommen, worauf sich dessen Kommilitonen vor die Präfektur begaben, die Fenster ein» schlugen und die Polizisten mit Steinen bewarfen, wobei mehrere Polizisten verwundet wurden. Tor Präfekt hat Die Stadt verlassem
* Aussee, 2. April. Seit gestern ist heftiger Schneefall eingetreten.
♦ Budapest, 2. April. Der Ballon Tor ul des Aero-Älubs stieg heute früh gegen 9 Uhr mit den Abgg. Erdoessy und Belacupic sowie einem Artillerie-Leutnant auf. Kaum hatte sich der Ballon erhoben, so wurde er in einer Höhe von ca. 70 Meter von einem Windstoß erfaßt, der den Ballon a n d e n S ch o r n st e i n der Maschinenfabrik Vulkan schleuderte. Der Ballon erhielt ein Loch und s ank. Erdoessy sprang aus Angst aus dem Korbe und erlitt schwere innere Verletzungen. Der Ballon wurde noch eine Strecke weiter geschleift, bis er schließlich an ein weiteres Hindernis anprallte, wobei auch die anderen Insassen Verletzungen davontrugen.
* Cettinje, 2. April. Der vou seinem Amte suspendierte Direktor der Po st und Telegraphie in Montenegro, Popovito, hat Unterschlagungen in Höhe von 200000 Kronen verübt. Er wuroe gegen das Versprechen, den Schaden zu ersetzen, auf freiem Fuß belassen.
* Eisenbahnunglück. Nach einer Meldung aus Breslau ereignete sich auf der Eisenbahn-Neubaustrecke Mittel st ei ne - Wünscüelburg ein schweres Eisenbahnunglück. Als ein Lastzug zum erstenmale eine Kreuzung passieren sollte, kam der Zug in ein schnelleres Tempo, sodaß auch die Maschine mitgerissen wurde. Die Wagen stürzten mit der Maschine am Ende des Eisenbahndammes um. Der Lokomotivführer wurde sofort getötet, der Heizer erlitt schwere Brandwunden.
* 'D i e neue russische Blutmordgeschichte, von der wir kürzlich Mitteilung macksten, ist schnell in nichts zerflossen. Der offiziöse Draht meldet: In der Ortschaft Tumanow (Kreis Tiraspol) hat eine Judenhetze stattgefunden, doch ist die Riihe wieder hergestellt. Dem Blatte ,Lug" zufolge ist die Hetze durch die Gerüchte über einen ,Mitualmord" an einem Christenknaben in Dubossari veranlaßt. Eine zweimalige Sektion der Leiche ergab indes die völlige Unrichtigkeit der Dlättermeldung, daß ein sogenannter Ritualmord vorliege.
* Marcel Prevost, der beliebte französische Romancier, ist, wie wir berichteten, einer doppelten Lebensgefahr glücklich entgangen. Nachdem er von seiner früheren Geliebten, Frl. Thouret, mit einem Revolver angegriffen worden war, focht er zwei 'Tage darauf mit deren Bruder ein Säbelduell aus, bei welchem Thouret eine Arm» wuiide davontrug. Es ist das alte Lied: Don Juan tötet den Vater des Mädchens, das er verführt, und Valentin fällt, weil Faust Gretck)en betörte. Tas ganze Ereignis erschciiit heute als etwas verspätete Lösutig eines Konfliktes, welcher Prevosts Leben schon seit drei Jahren bedrohte und dem er sich bis jetzt in minder ritterlicher Weise durch ein kompliziertes Verleugnungssystem und durch Fernsein von Paris zu entziehen versucktt hat. Als Frl. Thouret am Tage der Versammlung Der Schriftstelter- genossensck)aft Prevost in einer Droschke auflauerte, war es nicht der erste Hinterhalt gewesen; seit dem Jahre 1900, als Prevost sie verlassen, pflegte sie mehrmals in der Woche in ähnlicher Weise smndcnlang vor seiner Wohnung zu warten. Ihr wurde stets bedeutet, daß Prävosl verreist sei. Tiefer Auskunft sck-enkte sie jedoch keinen Glauben und bestach de» Portier, j» fogar Stra^ukctzreri»»e», um xn
ihnen zu erfahren, wann Prevost pcunreDrtE. zwang ue Prevost, tatsächlich den größten Teil des Jahres fern von Paris, auf seinem Schloß La Roche an der Garonne zu Derbringen und nur insgeheim, unter tausend Vorsichtsmaßregeln, die Hauptstadt zu besuchen. Frl. Thouret wußte, daß nun auch ihr Bruder sich ihrer anzunehmen und das ihr von Prövost angetane Unrecht zu rächen gedenke. Da ihr aber Prsvosts Ueberlegenhett in der Führung der Waffen bekannt war, beschloß ]ie, ihn unter allen Umständen früher anzugreifen und ihn am rechten Arm zu verwunden, um das Tuell mit ihrem Bruder unmöglich zu machen. So erklärte sie ihre Absicht dem Polizeiiommissar. Prsvost hat jedenfalls am Tage des Attentats gaiu ungewöhnlicheSelbsd- beherrschung und Kaltblütigkeit an den Tag gelegt. Unmittelbar nachdem er der Kugel entgangen war, trat er lächelnd in den Sitzungssaal, wurde zuni Vorsitzenden der Schriftstellergenossenschaft gewählt und hielt mit ruhiger Stimme eine glänzende Ansprache. — Gegen Fräulein Thouret ist die Unntersuchung einaeleitet worden. Ihr Bruder protestiert gegen das Gutachten der Aerzte, welche Das Tuell für brennet erklärten, als er eine unbedeutende Stichwunde erhalten hatte. Er erklärt, die Gründe des Duells seien so ernster Natur, daß der Ausgang desselben mit einer so leichten Verletzung nicht genüge.
♦ Der bakterienfreie Zweikarnps. Eine geistreiche Verspottung des Duellwe,ens in Frankreich bringt die Pariser Gazette Medicale, indem sie sich den Arischem gibt, den Kämpjern gute Ratsckstäge für die beim Wassen- gana zu beobachtenden hygienischen Vorsichtsmaßregeln zu erteilen. Ter Minimste tzeind sei bei den Zweikämpfen doch nicht der Gegner, sondern die Ansteckungsgefahr, nicht der Sabel oder Degeii selbst, sondern die in eine etwaige Wunde hineingelangenden Bakterien. Allerdings habe man sich angewöhnt, die Tegenspitze zu glühen, aber man könne doch nie wissen, wie tief fte etwa eindringen werde. Ucbrigens hänge die Bedeutung der Wunde ma>t lediglich von der eauberteit der Waffen ab, sondern namentlich auch von der keimfreien Beschaffenheit der Zweitämpfer selbst und dessen, was sie auf dem Leibe tragen. Umgeben doch die Batterien den Menfchen stets in Millionen und warten nur darauf, daß sich ihnen eine Tür öffne, um sich auf ihr Opfer zu stürzen. Für den Zweikampf der Zulunfr wird man nach dem Pari,er Aerztcblatt folgende blondere Skr- sChristen erlas,en müssen: Die Beteiligten mufien am Abend vor dem großen Tage für gründliche Abführung sorgen unö ihre Beroauungslvege durch antiseptische Mittel von etwaigen Keimen befreien; sie müssen nüchtern auf dem Platze erscheinen, ihr Körper muß sorgfältig geseift und gebürstet, mit Alkohol entfettet und au,s gründlichste mit iiötenben Mitteln behandelt sein. Ferner dürfen sie sich nur in Kleider hüllen, die vorher in einem Brutschrank Durch Hitze von allen Keimen befreit worden sind. Erst in solchem Zustande kann der Kampfer sich nut einem Läa-eln auf den Lippen seinem Feinde stellen. Er wird nun, dank seiner Vorsicht, die größtmögliche Aussicht haben, von einer etwaigen Verwundung durch einen ungeschickten Gegner keine bösartigen Folgen davonzutragen.
Krieskalten der Kedaklion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
R. M. Sie schreiben unS: .Liebe Redaktion! Leider bin ich in der Geographie noch nicht soweit fortgeschritten, um Die Loge des Ortes “ipra, Der Heimat Prof. BreltschneiDerS, zu kennen. Hätten Sie Die Güte, Dieselbe anzugeben? Ich möchte das Denkmal gern persönlich besichtigen." — Ja, das wird etwas ichiver halten. Wir können Ihnen leider die "age Des Ortes 2ipia auch nicht genau angeben. Selbst in Ritters grobem Geographischen Lexikon ist er merkwürdigerweise nicht verzeichnet. Wir glauben aber Doch mit gutem Grunde annehmen zu können, dob er unweit der Ihnen gewiß wohl bekannten direkten Eisenbahnlinie Gleveii— Bonames — Bukarest gelegen ift nahe Der Eisenbahnuation Spiegetberg im Fürstentum Prila. Leiber halteii Die Durd)qchenDeit Schnellzüge an Dieser Station aber nur einmal im Jahre, und ■ ■ ’?. v r.jv an 1. ___
aünstigt, schreiten die Wasserleitungsarbeiten in hiesiger Gemeinde rüstig vorwärts, sodaß dieselbe in etwa zwei Monaten ihrer Vollendung entgegensieht. Auch das neue Schulhaus, welches einen wahren Prachtbau für unseren Ort geben wird, soll im Laufe des Sommers seiner Bestimmung übergeben werden. Mögen beide Neueinrichtungen unserem aufblühenden Orte zum größten Wohle gereichen. — Der hiesige Gesangverein „Frohsinn" hat beschlossen, sich an dem am 5. Juli d. I. zu Bad Nauheim stattfindenden großen nationalen Gesangswettstreite zu beteiligen und diesmal in einer höheren Abteilung wie bei früheren Wettstreiten zu singen.
-h- Burkhards, 1. April. Heute fand hier das Dekanatsmissio nsfest des evang. Dekanats Schotten statt. Um 2 Uhr begann der Festgottesdienst, in welchem zwei Missionare über Erlebnisse während ihrer Wirksamkeit in China und Kamerun berichteten. Zur Verschönerung der Feier bot der hiesige Kirchengesangverein unter Leitung des Lehrers Mohr zwei wohlgeschulte, gemischte Chöre. Beim Ausgang aus dem Gotteshause wurde eine Missionskollekte erhoben.
§§ Volkartshain, 1. April. In dem benachbarten Lichenroth stürzte ein Landwirt in der Schauer vom Gerüst, wo er Stroh zum Streuen holen wollte, herunter in die Tenne, wobei er sich den Brustkasten arg verletzte. An feinem Aufkommen wird gezweifelt. Es ist ein trauriger Schlag für die Angehörigen, zumal da jetzt die Arbeit beginnt.
§§ Bermuthshain, 2. April. Die Unfälle an dem Bahnbau Grebenhain-Gedern mehren sich. Einem hiesigen Arbeiter wurde der Daumen zerquetscht, einem andern hiesigen Arbeiter brach beim Um kippen eines Wagens die Stange, wodurch der Wagen rückwärts kippte und der Arbeiter unter ihn geriet, sodaß man nichts mehr von ihm sah. Mit Mühe konnte der Wagen (2t/2Kbm. Steine) gehoben und der schwer Verletzte halb tot herausgezogen werden. Auf einem Wagen wurde er nach Hause gebracht. Man fürchtet für sein Leben.
-dd. Darmstadt, 1. April. Der Spie lplan für die zweite Hessisch-Thüringische Staatslotterie ist erschienen. Die Ziehungstage sind wie folgt festgesetzt: 1. Klasse 9. und 11. Mai; 2. Klasse 9. und 10. Juni; 3. Klasse 4. und 6. Juli; 4. Klasie 28. Juli; 5. Klasse 13. August; 6. Klasie 9. September bis 1. Oktober d. Js. Auch diesmal sind für die Schlußziehung wieder Prämien von SDlarf 300 000 und Lik. 200 000 bestimmt, während auch schon in den Vorklassen Prämien von 2)ck. 60 000 bis Alk. 100 000 vorgesehen sind.
Darmstadt, 31. März. Der hessische Bauernbund stellte als Kandidaten für den Reichstagswahlkreis Offenbach-Dieburg den Landtagsabg. Hauck auf. Ter Bund der Landwirte wird diese Kanoidatur unterstützen.
() Krofdorf, 2. Münz. Nach einer soeben vom hiesigen Bürgerrneisteraint b.kanntge^eb.nen P^lizeiverord- nung dürfen in sämtlichen Ortschaften der vereinigten Bürgermeisterei Atzbach-Launsbach Personen unter 16 Jahren d i e Wirtshäuser für die Folge nicht m e y r b e s u ch e n. In der Tat war eine solche Verordnung zurzeit sehr am Platze, denn das junge Geschlecht hat es in den letzten Jahren bei seinen Zusammenkünften an den Sonntagen, namcntlid) aber auch in den an vielen Orten no.ch üblichen Spinnstuben, in welchen dieselben leider ost vhiie jegliche Aufsicht hausten, so boll getrieben, daß ein Einschreiten der Polizeiorgane nur erwünscht war. Jedoch glauben wir annehmen zu dürfen, daß dieses Verbot namentlich die Wirte der betreffenden Gemeinden schädigt, denn die jungen Butschen werden für die Folge mit Vorliebe solche Wirtschaften aufsuchen, welche von dieser Pvlizeiver- ordnung nicht berührt werden.
tz Ehringshausen, 1. April. Am 4. April werden eg 50 Jahre, feit unser Lehrer Hunergarth in den Schuldienst trat. 9iach kürzerer Dienstzeit in anderen Orten des Kreises Scholien wirtte er 18 Jahre lang in Zeilbach. Vorübergehend in Heidelbach tätig, fällt die größte Zett seiner Wirksamkeit — 24 Jahre — hierher nach Ehringshausen. Stets treu in Erfüllung seiner Berufspflichten, freundlich und entgegeiitommend gegen jedermann, insbesondere gegen seine Kollegen, befindet sich der Jubilar in einer bewundernswerten körperlichen und geistigen Frische und Elastizität, die ihn befähigt, die Anstrengungen seines Berufes noch ohne jede Beschwerde tragen zu können. Die allgemeine Jubiläumsfeier foll am 16. Mai stattsinden, zu der seine Kollegen und Freunde besondere Ehrungen vorgesehen haben.
Frankfurt, 2. März. Auf telegraphische Requisition bes Untersuchungsrichters des Landgerichts Frankenthal wurde gestern der frühere Direktor und Vorstand der in Konkurs verfallenen Aktiengesellschaft Gebriwer Hemmer in Neidenfels, Kommerzienrat Hemmer, in einem hiesigen Hotel verhaftet. Er ist bereits nach Frankenthal übergeführt und ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Die Verhaftung hängt mit dem aus Anlaß des Konkurses gegen den Vorstand und Aufsichtsrat der genannten Aktiengesellschaft eingeleitcteii Strafverfahren zusammen.
(?) Frankfurt, 1. April. Während die Frankfurter der Meinung waren, das für die Mainstadt bestimmte Bismarck-Denkmal schreite rüstig seiner Vollendung entgegen, sind eben jetzt mit Prof. Siemering in Berlin bindende Abmachungen getroffen worden, die i'iberhaupt erst die Inangriffnahme der Denkmalarbciten sichern. Die Dc- veiler des Denkmals haben eine Schablone davon in einer improvisierten Anlage am Platz vor dem neuen Schauspiel- Haus ausgerichtet. Das Denkmal wird in zweieinhalb- facher Lebensgröße in Kupfer getrieben ausgeführt werden und Dürfte in etwa üier Jayren fertiggestellt sein. Der Kostenpreis wird rund 200 000 Mk. betragen; der größte Teil dieser Summe wurde durch Sammlungen gedeckt Da das Dcnkinal wegen seiner besonderen Anlage einen Hintergrund braucht, wurde ein Frankfurter Architekt beauftragt, eine passende Umrahmung zu entwerfen.
Kasfel, 1. April. Ihren ungetreuen Geliebten and sich f elbst erschossen hat hier eine Berlinerin namens Emma Sachs. Tas 29 Jahre alte Mädchen hatte mit dem früher in Berlin tätigen Bankbeamten Max Flegenheim, der feit August v. I. im Bankhause Grünsfeld hier angestellt war, jahrelang im Verkehr gestanden und wurde jetzt kurz vor ihrer ^Niederkunft von dem Mann zurückgewiesen, da er mit einem anderen Mädchen eine Ehe eingehen wollte. Flegenheim, der 33 Jahre alt war und aus Frankfurt a. M. flammte, hatte Fräulein Sachs m Berlin kennen gelernt. Die verlaßene Braut war gestern hierher gereist und wartete nachts m der Wohnung Flegenhcuns desicn Heuukehr ab. Gegen Mitternacht spielte sich nun bart eine
Appenzeller Stickerei!
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Schluß-Tendenz: schwach.
— Tie Deutsch-Amerikanische Petrsleomgefcllschaft, deren Aktiven im Besitze der RockeieUerlchenSlanDdrDi.il Company fitiD, hat im Geschäftsjahr 19u2 bei ei ne«n UT11 e n- fapital von 9 000 000 Mk. einen Reingewinn von zVldTW -Utr.


