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Erstes Blatt.
153. Jahrgang
Ami§- und AnzeigeNaLI für den Kreis Gießen
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Nr. 357
Erscheint täglich außer Sonntags.
L)em Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Gießener Zamilien»> blattet viermal in der
Woche delgelegt. ^totatronSdruck u. Verlag dn Brühl'schen llnioers^Buch- u.Etein- druckerettPlelsch Erben) Nedatrwm Lrpedittoa unb Druckerei:
Schulflrutze 7. Adresse für Depeschenr
««Letger Gtetzen. ^ernl prechanichlußAr.51.
Montag 3. November 1903 veHNgsprer», monatlich 75 Ps^ viertele iäbrlich Mt. L.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6d Pf.; durch
Mauberetm aus der Kaiserstadt.
(Nachdruck verboten.)
Das neueste Kindertheater. — Neue Wochenschriften. — berliner Pflaster einst und jetzt.
Die Jagd nach Neuem auf allen Gebieten hört nicht auf in der Metropole der Intelligenz Müde der ewigen dramatisierten Kindermärchen, die sich an Unwahrscheinlichkeit und AusstattungIprunk überbieten, hat man jetzt einen großen Sprung in ein anderes Gebiet gewagt, in das der Tiersabeln und zwar einfachster Art. Denn ein dramatisierter „Reinecke Fuchs" wäre vielleicht noch schlimmer als „Khalif Storch' oder „Rumpelstilzchen". Man ist zu den schlichten kleinen Geschichten zurückgekehrt, in denen sich Hunde und Katzen über ihre Lebensweise, chre Vorzüge und Fehler unterhalten und durch einen drastischen Zwu- schensall illustrieren, man hört einen Dialog zwischen Kanarienvogel und Sperling, belausch einen Kaffeeklatsch mit Tanz bei der Hausmaus und wohnt einer Besserungsszene a la Struwelpeter bei, die in Kasperletheatermanier dargestellt wird. Dazwischen füllt ein Kinder- Quartett die Berwandlungspausen mit der Jugend bekannten Melodien, und eine Märchengruppe singt lustige Künd er lieber. Wenn man den Beifall des jungen Audi- ^riums als Maßstab nehmen darf, so war alles in allem ausgezeichnet. Die Zwischenrufe der ungenierten Kleinsten verrieten eine innige Anteilnahme; die Begleller, deneln glänzende Kinderaugen und fröhlicher Enthusiasmus auch ein Schauspiel sind, kamen gleichfalls auf ihre Rechnung. So ist es wohl möglich^ txch auf diesem Wege, aus diesen Ansängen heraus, sich noch, eine lebendige Kinderkunst zu entwickeln vermag, die in ihren erziehlichen Wirkungen die bisher üblichen „Kindervorstellungen" vortellhaft übertrifft, wenn man überhaupt diese Jahrgänge, die sich von den ersten Pumphöschen bis zum Eintritt in die Sexta etwa — an den jungen Herren der Schöpfung gemessen — erstrecken, in ein Theater lassen will. Eine direkte Not- wendigkell möchte kaum vorliegen. Für die Zwölsjährlgen sängt aber diese Kost schon an, etwas zu W nachdem Blloer- buch zu fchmecken, wenn man sich sein goldenes Kindergemut nicht ganz unberührt und naiv erhalten hat. Und das pflegt in Berlin wie anderswo selten genug vorzukvnunen, was aber, nebenbei bemerkt, nicht etwa an den Kindern liegt!
Giehener Anzeiger
" General-Anzeiger
Datums entlehnt, und dann eine Reihe von Anzeigen, die sich in anständige Blätter nicht gern hineindrängen, bilden den Inhalt dieses Groschenschunds, der leider mehr Abnehmer findet, als für die Geschmacksbildung des Berliner Publikums ersprießlich wäre. Dann kommen Blätter, die sich ernsthafter geben möchten, moderne Auswüchse des Gro-ßstadtlebens geißeln wollen, satirische Streiflichter auf die Gesellschaft blitzen lassen: aber es ist meist ellel Flunkerei, und das Rezept heißt: Sensation um jeden Preis! Dahin gehören „Pikanterien", „Spitzen" u. a. Einen guten Anlauf hat der Plauderer des „Kleinen Journals", Leon Leidiger, mit seinen Mvchenhesten „Der Roland von Berlin" genommen, der in geistvoller Weise allerlei Torheiten des großen Spreebabels zu Leibe geht und daneben auch ernsthaften 'Themen und dichterisch feinsinnigen Großftadt- novelletteu weiten Spielraum gewährt. Ob er Glück hat, muß die Zukunft lehren. Es ist zu viel, was der Tag gebiert und verschillngt auf diesem Gebiete im Bereiche des Berliner Pflasters, das eigentlich kein Pflaster mehr ist, sondern mehr und mehr dem Asphaltguß hat weichen müssen. Freillch weiter draußen int Runden und Osten, vor allem in den Vororten, kann man noch Studien machen, die ein Bild davon geben, wie es vordem war. Es existiert ein „Schattenriß" von Berlin aus dem Jahre 1788, in dem der etwas taüelsreuüige Verfasser erzählt, daß man sich in den Berliner Straßen zuweilen nicht „vor schnell- fahrenden Wagen, Kot und Gossen hüten" körrne, und besonders die „hohen Auffahrten vor den Häusern", auch in der Leipziger Straße, rügt, Noch schlimmer erscheinen ihm die steinernen Treppen, die zu den Haustüren hinaufführen und den Fußgänger alle Augenblicke zwingen, auf den
haben und im „Residenz-Tl)eater" französische Unfrtten- komödien genießen können, ohne noch rot zu werden, sorgt in jüngster Zeit in erstaunlicher Vielfältigkeit der Zeitschriftenmarkt. Es ist fabelhaft, was die Händler an den Bordsteigen der Friedrichstraße im Laufe einer Saison an neugeborenen Zeitschriften anpreisen. Unglaublich Mele Nickel werden da Tag für Tag an eine jammervoll-llägliche, zweideutige Lesekost verschwendet, die bald als „Tip-top" oder „Sekt" oder „Schwerenöter" denselben trivialen Zu- schnitt zeigen. Schlecht verhüllte galante Abenteuer, wo- nröglich mit ein paar lüsternen Abbildungen dazu, in einem pikant sein sollenden Stlle erzählt, ein paar sogenannte Wiße, aewöhnlich aus den „Wiener Karikaturen" älleren
Bier-BekeunlnlS.
Ich habe in Bonn und in Breslau studiert, In Halle nnd Göttingelt 'rumvegetiert, ^ch hab' mich in Würzburg umhergelrieben, In Jena und Stiel Salamander gerieben, Ich hab mich in Rostock unb Straßburg berauscht, In Marburg und München die Schilder vertauscht, In Tübingen, Freiburg, Heidelberg, Gießen Und Leipzig tonnt ich mein Dasein gelüeßen Und immer aufs neue hab' ich eMdeckl, Daß Kulmbacher doch am bestell mir schmeckt! Da bin ich in meinen »reiferen Jahren Zum weiteren Studium nach Kulmbach gefahren, Wo keine einzige Fakultät
Dem ernsteren Studium im Wege steht, Und heule studier' ich in Uulmbach vom Faß Und pfeif’ auf die Universitas!
(Aus der Gaudeamus-Rumme? der „Lustia^u Blätter"-
Volilische Wochenschau.
Wer nicht an unheilbarer politischer Schwarzseherei leidet, der mußte in manchem Ereignis der vergangenen Woche einen frohen Sonnenblick ernt politischen Himmel Deutschlands erkennen. Es ist wahrlich nicht dankbar genug zu begrüßen, wenn die günstige Entwicklung un- erer wirtschaftlichen Verhältnisse so ununterbrochen wie gegenwärtig anhält, während aus fast allen übrigen Ländern, voran aus dem vielbeneideten Amerika und aus Frankreich und England, von Arbeiterentlassungen, von andauernden Verschlechterungen des Arbeitsmarktes berichtet wird. Dieses erfteuliche Bild wird vergoldet durch das günstige politische Anzeichen, das man in der für den 4. d. M. bevorstehenden Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren in Wiesbaden zu erkennen hat, der am Tage darauf der Gegenbesuch Kaiser Wilhelms in Schloß Wolfs gart en folgt. Diese beiden Entree vuen, die schon durch die Teilnahme unseres Großherzogs einen besonders fteundschastlichen Charakter er* halten, sind als ein Entgegenkommen von russischer Seite gegenüber dem Deutschen Reiche aufzufassen. Dre Anregung ist vom Zaren, also auf hessischjem Boden ausge> gangen, und Rußland braucht die deutsche Freundschaft augenblicklich dringender angesichts seiner Riesenpläne int fernen Osten, als wir, die wir ja allerdings, wie das erst neuerdings der Geograph der Gießener Universität, Prof. Dr. Sievers, in einer lesenswerten Broschüre ausführte, auch mannigfache Vorteile daraus ziehen können. Gerade damals, als sich der heftigste Widerstand gegen das russische Vorgehen in der Mandschurei, in Japan und England erhob, als beide Mächte ein Bündnis gegen die russischen Pläne schlossen, damals träumte man tm der Themse den schönen Jdealgedanken des nordischen Poeten Björnson von einem all germanischen Bündnis nach, und hoffte auf den deutschen Widerstand gegen die russische Besetzung der Mandschurei. Da hat denn die kluge deutsche Erklärung, wir hätten an der Lösung der Mandschureiftage im russischen oder englischen Sinne kein Interesse, die Sachlage mit einem Schlage verändert. Dus wird heute aus russischer Seite so rückhaltlos anerkannt, daß man bemüht ist, sich für den Verlaus der Angelegenheit die wertvolle Neutrale tüt Deutschlands weiter zu sichern, ja man glaubt wohl sogar aus eine Unterstützung von (eiten Deutschlands rechnen zu können. „Moskowski Wjedomosti", ein einflußreiches russisches Blatt, das mit aufrichtiger Freude die bevorstehende Kaiserzusammenkunft begrüßt, sprich^ das offen aus, indem es sagt: „Trotz der bestehenden Gruppierung der Mächte fand deren Annäherung statt, welche sowohl die europäische als die asiatische Politik beeinflußt. Das Verdienst daran kommt in bedeutendem Maße Deutschland zu, welches streng den Standpunkt vertritt, daß die Mand- fchurei in die Interessensphäre Rußlands gehört. Zweifellos fördert Deutschland auch zukünftig die friedliche Polittk Rußlands im fernen Osten. Solck)e Politik ist auch für Deutschland vorteilhaft, weil sich seinem Handel in der russischen Mandschurei ein ebenso weites Absatzgebiet eröffnet wie im europäischen Rußland. Gute Beziehungen zu Rußland brachten Deutschland immer Vorteil und erleichterten ihm in kritischen Augenblicken das Herauskommen aus einer
wegliche. Machtinseln der Kulturstaaten auf remdem Meere nebeneinander kreisen, Grüße austauschen, und gemeinsame Aufgaben erfilllen. Wie aber schvn nach nüchterner Rechtsanschauung die deutschen Krieasschtfse chwimmende Gebietsteile des Reiches sind, so gelten sie auch in unseren Herzen als ein Stück Deutsckjland, und wie jeder vom Stapel laufende Panzer nach vollendeter Ausrüstung mit seinen Ossizieren und seiner Mannschaft eine deutsche Welt im Kletnen ist, eine Summe vteler Tüchtigkeiten, so folgt ihm aus seinen Fahrten eine rerche Fülle menschlicher, drenstlicher, staatlicher Beziehungen, sorgende und hofsertde Liebe von Eltern und Kindern, von Frauen und Brauten, Wünsche der Kameraden, Befehle der Vorgesetzten, Berechnungen der Politik, das Machtgebiet des obersten 5briegsherrn, die Ehre der Nation. Deshalb ist uns ein solches Schiss keine bloße Nummer, sondern von dem Augenblicke ab, wo es zu Wasser gleitet, erscheint es uns als ein beseeltes Wesen, das em Eigenleben suhrt. Fern im Osten zwischen Weichsel und Memel wohnte ein heidnischer Stamm, den die Tapferkeit deutscher Ritter m mehr als halbhundertjährigen Kämpfen deutscher Ordnung unterwarf. Ms an einem der unglücklichen Tage deutscher Geschichte der d e u t s ch e O r d e n zusammenbrach^ blieb ein kleiner Teil erhalten, der sich auch in trüber Zeit und in fremder Abhängigkeit deutsche Sprache und Sitte bewahrte, bis der Stern der Hohenzollern über ihm aufging. Und als die Hohenzollern den Kurhut mit der Königskrone vertauschten, erhielt das neue Königreich den Namen des alten vielumstrittenen Ordenslandes. Kaum ein Name wäre geeigneter für ein Fahrzeug, das gegen Wind und Wellen kämpfen soll. Denn der Staat, der diesen Namen trägt, von Anbeginn bedroht, gefürchtet, gehäßt, aber auch geliebt und hochgeachtet von seinen Söhnen mit Anspannung aller Kräfte, war wie wir oft von Stürmen umbraust, hat aber mit Gottes Hilfe alle Stürme immer siegreich überstanden. Sie haben uns oft bedrängt unb unsere Jugend auch, aber sie haben uns nicht üb erm ocht. Möge für unser jüngstes Linienschiff das Leben lang, glücklich und ehrenvoll sein, würdig des stolzen und ruhmreichen Namens, den Ew. Majestät ihm ^etzt geben wollen!
Nach dem Taufakt begäb^ sich das Kaiserpaar zur Ablaufkanzel. Der Stapellauf ging glatt von statten. Nach dem Stapellauf begab sia^ der 5daiser zum O f fizi er- kafino des Grenadierregiments König Friedrich Wilhelm IV. imd übergab hier dem Offizierkasino ein Bild des Malers Nöcyling, darstellend eine Epifode aus der Schlacht von Waterloo. Me Ueberreichung des Schlachtengemäldes war ein rein militärischer Akt. Ter Kaiser hielt eine län g er e Red e an das Osfitter- Korps, in der er an die großen Traditionen des Jahres 1815 anknüpfte. Darauf fiel die Hülle des Gemäldes. Oberst von Puttkamer dankte im Namen des Regiments und des Offizier-Korps.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates des Vulkan, Geh. Kommerzienrat Schlutow, erhielt den Stern zum Kronenorden 2. Klasse.
Ter Kaiser und die Kaiserin verließen bald nach 3 Uhr Stettin und begaben sich zurück nach Wildpark, wo sie um 61/2 Uhr einttafen.
Der Kaiser und der Reichskanzler in Stettin,
Stettin, 31. Okt.
Der Kaiser und die Kaiserin trafen hier heute vorm. um HV2 Uhr ein, und begaben sich nach der Werft des „Vulkan" zur Taufe des Linienschiffes „K". Das Kaiserpaar wurde an der Anlegestelle vom Staatssekretär von Tirpitz, empfangen. Der Kaiser schritt die Front der Ehrenwache ab, und betrat dann mit der Kaiserin und dem Reichskanzler die Taufkanzel. Die Kaiserin taufte das Linienschiff „K" auf den Namen „Preußen".
Bei der Taufe hielt Reichskanzler Graf Bülow die Taufrede:
Cw. Majestäten? Meine Herren! Aw 22. November 1873 weilte hrer das deutsche Kronprinzenpaar mit seinen beiden ältesten Söhnen. Eine nach damaligem Stande der Technik erstklassige Panzerftegatte ging zu Wasser und empfing aus dem Munde der Frau Kronprinzessin den Namen „Preußen". Neben der Kronprinzessin stand hoch-- aufgerichtet im herbstlichen Schneegestöber der Sieger von Wörth. Dem ablaufenden Schiffe aber folgten die Blicke des jugendlichen Prinzen, der später als, Kaiser sich die Aufgabe stellen sollte, unter sorgsamer Verwertung der überkommenen Grundlagen die neue Flotte zu schaffen, die d as über die Bedeutung eines festländischen Staates hinaus wachs en de Deutsche Reich nicht entbehren kann. Die alte nur noch als Hafenschiff verwendete „Preußen" war wohl auf einer deutschen Werst, aber noch nach fremdem Muster unb nach den Plänen eines ausländischen Schiffsbauers entstanden. Heute liegt vor unseren Augen, fertig zur Entlassung in sein Element, der Körper eines mächtigen Linienschiffes von rein d eutscher Bauart, ein Zeugnis deutschen skönuens, ein Preis der heimischen Arbett, woran von den Ideen des lertenden Ingenieurs bis zum Hammerschlag des braven Werkmannes viel fleißige Köpfe unb Hände teil haben. Beim Vergleich eines Stapellaufs aus dem Jahre 1873 mit unserem heutigen Stapellaufe dürfen wir ohne Ruhmredigkeit sagen: es geht vorwärts mit der d eutschen Flotte, vorwärts durch die bahnbrechende Kraft kaiserlicher Initiative, durch die bundesftendige Mithilfe der Landesfürsten, durch den Patriotismus und die opferwillige Halt- inm des Reichstages, durch die Grund stimmun g des deutschen Volkes, das mit seiner parlamentarischen Vertretung, seinen Fürsten und fernem Kaiser sich über die Unmöglichkeit llar ist, das nationale Leben in binnen* ländliche Sch rauten zurückzudämmen. Es liegt in der allgemeinen Entwicklung unserer Tage, auf den Gewässern des Erdballes die Berührungen zwischen den Kriegsschiffen der s eefahrttreib enden St aa- ten zu vermehren. Iw glaube, das ist eine erfteu- liche^ Eigentümlichkett der ruodernen Zeit zur Erziehung der Völker, zum Vorteile ihrer Umgangssitten und zur Stärkung der Friedensliebe. Wie die Diplomatie, so besitzt auch die Marine durchgebildete, tttternationale Verkehrssormen. Auch sie ist jetzt ein völkerverbindendes Element. Man lernt sich höher achten, wenn man auf See oder an ftemden Gestaden im Dienste der Zivilisation und für die Forderungen des Völkerrechts sich im Schmucke blanker Wehr begegnet, wenn gleichsam be-
diePostMk.2.— vtettel- jährt auS|d)L Bestellg. Annahme von Anzeigen ür die TageSnummer dis vonnUlagS 10 Uhr. £cilcnptti»i total ILPs.
auÄipätü 80 Pfg. töetanl®e<litdb Khi den polte, enfr aUgcm« Sttli P. DNtko: tüt .Stadl und 8anb' und JS erlebt«! aal-; August Götz; für den An- jetqentell: (>an1 Beck.
Für dre großen Kinder, ine chre Lehrjahre hrrtter srch Damm äu stergen. „Jn
>n und tm „Residenz-Theater" französische Unsitten- Lxrmme abew, fahrt er fort, „rst e^> ber schlechter Wtttermrg - - " ö v *1 ■ ----- außerordentlich kotig, und in dem Steinpflaster selbst gibt
es unzcllstige Löcher, was teils von dem sandigen Boden, teils von der unverantwortlichen Nachlässigkeit der Steiu- jeder und ihrer Aussetzer herrührt. Die übermäßig ffcofccit) Steine, welche zwischen einer Menge kleiner, spitzer Kieselsteine gelegt finb, verursachen, daß man alle Augenblicke Gesahr läuft, an;ustoßen und zu Boden zu stürzen." Unb nun erst die Gossen, die der Schilderer mit gesährlrcheu Fallbrücken vergleicht, über die man drei bis vier Fuß von den sie bedeckenden Brettern herunterstürzen kann; bis Schmutzhausen, die neben den Gossen in stattlicher Höhe au getürmt sind, und deren Bekanutschaft man unfehlbar macht, wenn mehrere Wagen schnell hmteremander geschren kommen, und man nicht übergefahren werden will; dm Lehm- Haufen, Bohlen, Mistberge m, die die Bürger ungeniert vor ihren Häusern liegen lasten, ohne eine Laterne zur Nachtzeit daneben leuchten zu haben. „Es liegt etwas Menschenfeindliches in einer solchen Anlage der Straßen, weil man dabei bloß an die Reichen, dre in Kutschen fahren,, aedacht zu haben scheint!" schließt der Verfasser des Schattenrisses" dieses Kapitel. Er würde sich nicht schlecht wundern, wenn er sehm könnte, wie weit wir's nach dieser Seite hin heilte gebracht haben, wie heute auch der Fußgänger zu seinem Rechte gekommen ist — und wie er ttotzdem, — mehr, viel mehr als damals — ju mäkeln weiß und hurI selber in der Kutsche fahren mochte.. . _A. A.


