Staatskommissar.
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ilieörigfte
Vorjitzssnoe des Bundes, (yraf vor diesem Jahre zu. seinem 70. Gebnrts-
innerung mit heim.
Wetter
am 30. Sept, bis
1. Oft.
verhandelt
wurde gegen den 30 Jahre alten Tagelöhner Johann Heinr.
geklagte, ein mehrfach vorbestrafter Mensch, hat bereits
Sonnenschein Bew. Himmel Bew. Himmel
Oktober 1903.
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22,9 0 C. .
12,2 "C.
Witzingerodc, der in diesem Jahre zu seinem <0. Geburtstag zum Ehrendoktor der Theologie ernannt worden ist, eröffnete die Verhandlungen mit einer Ansprache, die die brennenden kirchenpolitischen Ereignisse des letzten Jahres sowie die ultra montan en Ansprüche dieses Zeitraumes einer kritischen Darlegung unterwarf. Pros. D. Kolbe-Erlangen beleuchtete im Hauptvortrag den Staatsgedanken der Reformation und die römische Kirche. Er kam zu dem Ergebnis, daß der moderne Staat erst auf reformatorischem Grunde erwachsen ist, und sobald, als er mit der römischen Kirche, die diesen Staatsgeoanken bekämpft und aus ihrem Geiste heraus immer bekämpfen muß, irgend wie dauernd paktieren will, gräbt er sein eigenes Grab. In diesem Streit zwischen Staat und Kirche hat der Evangelische Bund seine Pflicht zu tun, die Dinge beim rechten Warnen zu nennen, unbekümmert um Gunst oder Nichtgunst von Oben oder Unten und das Banner protestantischer Wahrheit hoch zu halten. Ein Festmahl vereinigte nach Schluß der Hauptversammlung die Teilnehmer zu geselliger Gemeinschaft. «Die Beleuchtung des Münsters schloß die offizielle fejtliche Tagung ab. Wer das herrliche Bild des ausflainmenden Gortesyauses gesehen, der nimmt es als unvergeßliche Er-
— In der gestrigen Verhandlung vor den Geschworenen fungierten als Beisitzer die Landgerichtsräte Holzapfel und Schmidt, während Staatsanwalt Reuß die Anklage vertrat.
Am Mittwoch, 30. Sept., wurde die öffentliche Hauptversammlung in der DreifaltigkeUskirche zu Ulm a. D. gehalten. Sie zeigte in Begrüßungen seitens kirchlicher und synodaler Körperjchaften, von der Tübinger evangelisch-theot Fakultät und vom Gustav Adols-Lerein, welcher Sympathien sich der Bund erfreut Der Vorsit^nde des Bundes, Graf von
und der Handarbeit der Frau, das Elend der ungelernten Frauen, deren sich die Industrie bemächtigt, alle diese Tatsachen in ihrer harten Unabwendbarkeit slnd aber der Menge mehr verständlich gewesen, als alle Bildnngs-! becher, Vorsitzender/ und den Landgerichtsräten Hellwig kämpfe. Ter Kampf um den Broterwerb hat zuerst und Schmidt als Beisitzer. Die Staatsbehörde wurde durch dem Gedanken der Frauenbewegung eine gewisse Populari- Oberstaatsanwalt Theobald vertreten. Verteidiger war
tat .verschafft, selbstverständlich nie bei den Angehörigen Rechtsanwalt Kaufmann. Die Verhandlung fand hinter ver-
der Klasse, um die der Kampf entbrennt. Heute haben wir schlossenen Türen statt. Merle, der seine Tat nicht zugestand, 21 Millionen Erwerbstätige im ^Deutschen Reia), davon hat sich zwischen Angenrod und Ohmes am hellen Tag
bilden Frauen den vierten Teil. Ob das vom Kutturstand- an einer 71 Jahre alten Frau vergriffen. Der Angeklagte
punkt erfreulich ift oder nicht, haben wir hier nicht zu I wurde in eine Gefängnisstrafe von 2Hz Jahren verurteilt, erörtern. Wir haben uns hier nur die Tatsache zu vergegen- ~ ' ' ' ' ' ' '
toärtigen, daß diese Millionen Frauen den wirtschaftlichen Kamps unter genau denselben Bedingungen zu führen , w
haben wie der Mann. Auf sozialem Gebiet har die ckrn-1 Die Verteidigung führte Rechtsanwalt Arnold. Wandlung der freien und privaten - in eine geregelte, ‘ ' ' ~
öffentliche Fürsorgetätigkeit dahin geführt, daß die Frau, deren Mitarbeit man auch nach, diesem Wandel nicht ent-
Generawersammlung des tzvangelischen Kundes
IL
Am Mittwoch wurde gegen den wegen Gewalttätigkeiten bereits viermal vorbestraften 21 Jahre alten Tagelöhner Wilhelm Merle aus Angenrod wegen Sittlichteitsver- brechens aus § 176 Absatz 1 des R.-Str.-G.-rB. verhagelt. Der Gerichtshof bestand aus Landgerichtsrat Schmecken-
8.
8.
8W.
Schwurgericht.
P. Gießen, 2. Oktober.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Mörtel von Langenhain wegen Brandstiftung. Ter An
behren kann, von der freien Helferin zur Beamtin geworden ist, daß sie in Armen- und Waisenpflege usw. auch bei uns schon Bürgerpflichten mit übernommen hat. Wer die treibenden Kräfte in der Geschichte der Gegenwart übersieht, wird sich sagen müssen, daß diese Hineinziehung der Frau in das öffentliche Leben noch immer werter gehen wird, daß die Frau, die jetzt schpn Bürgerin ist, es in immer weiterm Sinne werden muß. Als Konsequenz dieses tatsächlichen Verlaufs der Dinge ergibt sich, daß die Rechtsordnung des öffentlichen Lebens sie auch als Bürgerin anerkennen sollte. In anderen Kulturländern hat uran die Forderung der Bürgerrechte für die Frau nicht erst an den Verlauf dieser Entwickelung geknüpft, sondern sie aus staatsrechtlichen Prinzipien, gestützt auf die Betrachtung des Staatsbürgerrechts als eines Menschenrechts, von vornherein gestellt. Und hauptsächlich« von diesem Grundsatz aus Hut man in den Vereinigten Staaten, in den australischen Kolonien, in England die Erfolge in Bezug auf die kommunalen und politischen Rechte der Frauen erzielt. Aber was bei dem starten konstitutionellen oder republikanischen Bewußtsein dieser Länder der richtige Weg war, hat sich in Deutschland nicht beioäljrt Die politische Frauenbewegung der 48 er Zeit ist von der Reaktion hinweggefegt Erst durch langsames Vorwärtsdringen auf geistigem, wirtschaftlicheiu und sozialem Gebiet mußten I sich die Frauen die Grundlage für die Anerkennung ihres Staatsbürgertums schaffen. Und so wird es auch weiter die Aufgabe der Frauenbewegung sein, den Gedanken an dieses chr selbstverständliches Ziel lebendig zu erhalten und zu verbreiten, im übrigen energisch dahin zu wirken, daß das Feld ihrer Tätigkeit in der Gemeinde inuner^mehr uemwuiu ^u,uuuuy ^- ausgedehnt werde, zunächst auf die Mitarbeit in der Schutz Felsen aufschäumenden Wellen, Verwaltung. Die Bewegung, in der wir stehen, wird noch
zweimal unb zwar zuerst bret Jahre nnb bamr
ictSä Jahre Zuchthaus tvegen besselben Verbrechens ver- büßt, wegen dessen er gestern totcber angeklagt war. Er ist int vollen Umfange geständig, in der Nacht vom 19. aus 20. Juni d. I. die Schwansche Scheuer in Gießen, welche hinter dem Schlachthaus lag, angezündet zu haben, woraus sie vollständig niederbrannte. Nach den von dem Ange- tlaqten gemachten Aiigaben ist er ein uneheliches Kind, seine Mutter hat sich in seiner Jugend um ihn wenig gekümmert, er hat eine schlechte Erziehung genoßen und kam schon in jungen Jahren mit dem Strafgesetz tn Konfltkt. Ter Angeklagte will zwei Tage vor der tat nach Gteßen gekommen sein, unt vergeblich Arbeit zu suchen. Ohne Arbeit und Obdach hatte er sich am 19. ^um in Die Schwansche Scheuer begeben und, so.erklärt er, da sei e» über ihn gekommen, und er habe |ie* in Brand gesteckt. Dem Geständnis gegenüber erledigte sich die B^wetsaus- nahme sehr schnell. Die als Sachverständigen vernommenen Medizinalrat Kreisarzt Dr. Haberkorn und der Oberarzt aus der Psychiatrischen Klinik Dr. Dannemann erklärten übereinstimmend, dag der. Angeklagte vollkommen getstrg normal sei und an dessen Zurechnungsfähigkeit nicht der mindeste Zweifel bestehe. Den Geschlvoreneli wurde nur die eine Schuldftage wegen Inbrandsetzung eines Gebäudes vorgelegt. Staatsanwalt Reuß plaidierte auf schuldig im Sinne der Anklage. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Arnold, beschränkte sich darauf, zu erklären, daß er nach Lage des Falles nur zur Strafzumessung das Wort nehmen weroe. ^tachdem die Geschworenen das Schuldig gesprochen hatten, beantragte Staatsanwalt Neuß 10 Jahre Zuchthaus und 10jährigen Ehrverlust und erklärte,, er habe die höchste zulässige Strafe beantragt, weil der Angeklagte durch jein Verhalten bewiesen habe, daß er unverbesserlich sei und einen förmlichen Hang zu seinem äußerst gemeingefährlichen verbrecheriscyen Treiben habe. Durch die Tat des Menschen sei ein Schaden von 7—8000 Mark entstanden, der noch jehr leicht hätte größer werden können, da die niedergebrannte Scheuer ganz in der 'Nähe von Wohnhäusern gestanden habe. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Arnold, weist darauf hin, daß sein Klient ein Produkt der traurigen Verhältnisse fei, unter denen er geboren, unter denen er herangewachsen sei. Ein uneheliches Kind, ohne rechte Erziehung, verwahrlost, habe es dem Menschen an jedem Halt gefehlt. Einsam, ohne Obdach und ohne Arbeit sei er an jenem Abend in die Scheuer gekommen, und ivohl ans einem gewissen Rachegefühl gegen die menschliche Gesellschaft, die ich um den Angeklagten nicht gekümmert, habe öieser die Tat begangen, die anders nicht zu erklären sei. Der Verteidiger bat den Gerichtshof, aus dieser Erwägung das Strafmaß herabzusetzen. Das Urteil lautete auf 8 Jahre Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren und Zulässigkeit von Polizeiaufficht. Der Vorsitzende, Landgerichtsrat Schmeckenbecher, erklärte, der Gerichtshof habe geglaubt, von der Verhängung der höchsteit^ zulässigert Strafe absehen zu sollen, weil der Angeklagte ein volles Geständnis abgelegt habe.
ZanSA und Wrkehr. Uoikülvirtschast.
Essen a. d. Ruhr, 1. Oft In der heutigen Zechenbesitzev- Versammlung des Kohlensyndrkates wurde der neue Vertrag von sämtlichen Mttgliedszechen vollzogen, mit Ausnahme der Zeche .Freie Vogel und Unverhofft". Der alte Vertrag wurde sür amtliche Zechen per 1. Oktober 1904 gekündigt. Die Bestimmungen, des neuen Vertrages für sämtliche Mitgliedszechen haben in jeder Beziehung von heute ab Giltigkeit, mit Ausnahme von „Freie Vogel und Unverhofft", für welche die Bestimmungen des alten Vertrages- auch weiterhin bestehen bleiben. „Freie Vogel und Unverhofft" hatte gegen diese Beschlüsse schriftlich Protest erhoben. Ohne Zweifel wird die Zeche gegen das Syndikat einen Prozeß anstrengen. Die Versammlung wähüe einen Ausschuß, der mit den außenstehenden Zechen verhandeln soll. Dem Ausschuß gehören an: Geheimrat Hirborf, Generaldirektor Mueser, Generaldirektor Essertz, Gewerke^ Stinnes, Direktor Bingel, Geh. Bergrat 5krabler, Bergaffeßor Trippe und Bergrat Mueller. — Die Erzeugung von gewöhnlichem Fluß- Puddel-Eiseiidraht ist für das 4. Quartel ganz freigegeben, während für Spezialwalzdraht die verschiedentlichen Produktions-Einschränk-E ungen noch beibehalten werden.
Hamm, I.Okr. Infolge stärkerer Hereinnahme von Auslands-' aufträgen und des Umstandes, daß einige gemischte Werte auf ihren Anteil verzichteten, konnte das Walzdraht-Syndikat die bisherige Erzeugungseinschränkung von 5 Prozent auf 1 Prozent ermäßigen. Die Walzdrahtpreise lassen jedoch jehr zu wünschen übrig.
Itzehoe, 1. Oktober. Das hiesige Bankhaus Hahn u. Schmidt hat die Zahlungen e i n g e ft e H t. Die beiden Geschäftsinhaber sollen fluchtig fein. Gegen Schmidt ist den „Jtzehoer Skachrichten" zufolge Strafanzeige von einem hiesigen- Privatmann erstattet, weil er sich von ihm 20 000 Mk. erschwindelt habe. —
— Kleine Fiuanzchrouik. Die Rheinischen A n t h r a- citkohlen werke in Kupferdreh können für das abgelaufene Geschäftsjahr nur 6 Prozent gegen vorjährige 9 Proz. verteilen. Der Rückgang der Dividende ist hauptsächlich öareur zurückzuführen, daß die Abfchreidungen wesentlich höher bemeßen werden: 407 276 Alk. gegen 316 000 3)lf. L V. Es wäre sehr zu- ivünfchen, menn im Geschäftsbericht nähere Aufschluffe gegeben würden. — Mit der Schlesischen Buchdrucker ei, Kiinlt- und Verlagsanstalt, vorm. S. Schottländer in Breslau ist es recht schlecht bestellt. Im Vorjahre ivar noch em Gewinn von 5800 Mk. aufzuweifen, in diesem hat sich die Situation so gestaltet, bau das Aktienkapital von 1 Million Alk. auf 250 000 Mk. reduziert werden muß. — Eiiie Einigung der österreichisch-ungarischen P e t r o l e u m r a f f i ii e u r e in Bezug auf die .^aMellsrage steht bevor. - In der am 20. Oktober stattsindenden Hauplversammlmig der' O f f e ii b a ch e r P o r 11 a n d z e nr e n t s a b r i k foll hauptsächlich über die Beschaffung weiterer Betriebsmittel Beschluß gefaßt werden. - Ter Reuwiede r Ban kvere in erhöht sein Aktienkapital um 300 000 Mk. auf 1 Million. - Die Zuckerfabrik Maingau kann nur noch unter wesentlicher Einschränkung des Betriebes weiterarbeiten, ^.as abgelaufene Jahr hat einen Reingewinn von 30 277 SDlf. ergeben, es wurden keine Abschreibungen vorgenommen. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 622 844 Mk. --
«timten gejchnüW. Born scigf eS die'JnMrist? „Richard WkiMer" Ken fliront der DtchkcEnupmnst auf einem -reichen romanischen Sessel: als - Lehn en abMüsse dienen bcruldisch behandelte Löwinnen ui nordischer Art. Das Haupt Wagners ist nach links geivandt. Die linke Hand berührt den Löwenkopf des Sessels, während die rechte, -zur Faust geballte Haiid auf Notenblättern ruht. Der Künstler benutzte für seine Darstellung die ihm aus Hamburg zur Verfügung gestellte Totenmaske und einen Abguß der Hand Richard Wagners. Auch die Kleidung mit dem großen abgerundeten Magen ist nach überlieferten Bildern modelliert: die Beine werden verdeckt durch deii Übergelegten Mcantel, der über die Rücklehne des Sessels herabsällt.
Vorn am Postament huldigt Wolftam voii Eschenbach mit der erhobenen Rechten dem Genius Wagners; er tritt an der linken Seite auf den Stufen heran, das Haupt empor gerichtet, in der Linken die mit silbernen Saiten bespannte romanische Lyra Der Gestalt Wolframs von Eschenbach liegt eine eigenhändige Zeichnung des Kaisers zu Grunde. Die drei unt) er en Seiten des Postamentes werden von Figuren aus Richard Wagners 'Werken belebt. Links ist Tannhäuser, im grob behandelten Pilgergewande, am Sockel niedergesunken; den lorbeersprießeiiden Stab in der hinten, stützt der Wanderer das Haupt mit der rechten. An der entgegengesetzten Seite -erhebt sich eine andere tragische Gruppe: Brünhildens Walkürengestalt mit aufgelöstem Haar, in stummer Klage um den getöteten Siegfried, der, von Hagens Spieß durchbohrt, vor chr ruht, von ihrem Arm umfangen. Aufrecht stehend, richtet Brünhilde chreu ttarienlosen Blick ins Leere. An der Rückseite rundet sich> das Postament, und hier ist ein Motiv aus „Rheingold" zur Darstellung gewählt: Getragen von den an Felsen aufschäui.^.cd«,^ Wellen,. , ... , . <4
erscheint eine der Rheintöchter: mit der rechten Hand zaust von so vielen als eine Gefahr für die Grundlagen des fte'neckisch den Bart des Alberich, der den Niebelungeu- Staates angesehen. Es glauben noch so viele, daß ^nan schätz hütend mit beiden Armen umspannt. Die Gruppen die Frau gewaltsam zum Manne machen wolle. Die ^rau fügen sich massig, gewissermaßen als Hochreliefs dem fordert die gleichen Rechte wie der Mann. arauv ziehen Piedestal an und gewähren von allen Seiten einen fesselnden manche falsche Schläue, ^a aber F-r au aus i h r er Mick. Wie das Ganze zusammenwirkt, kann sich erst üach Familie, aus i h re m M utter tu m pH tzN! ch und der Enthüllung des Tentmals ergeben. geistig ihre b-eft e Kr af t h oU, )o ist chre Wes ens-
Der zur Ausführung gewählte griechische Marmor ist be stimm th eit für alle Zukunft gesichert, und cm einzelnen Stellen nicht ohne Fehler; so macht sich z. B. so wird sie ihren Emfluß, wo sie ihn gewmnt, nie al das Geäder an den Figuren Siegfrieds und Brünhlldens Mann, son dern immer als Frau auvüben. x.ie unvorteilhaft bemerkbar. Prof. Eberlein erhielt für das Grenzen dieses Einflusses sind ledoch noch nicht bestimmt, Werk 100000 Mark. Das Denkmal hat eine Höhe von nur das eine ist sicher, die b e stimmende Ein w ir t- etwa sechs Meter; davon kommen auf das Postament 3,30, ung der Fra u auf d as öffentliche ~eb en taitn auf die Statue 3 70 Meter. nur in der Richtung liegen, die ihr Wirken in der Fa-
Am Abend gab es im Wintergarten ein Festmahl mit mitie aiideutet. Was Anlage uiid Verhältnisse in der
<600 Teilnehmern. Ter Kaiser war vertreten durch den ganzen Menschengeschichte in der Frau in der Enge ihrev
Prinzeu Friedrich Heinrich von Pvenßen. Prinz Fried- Kreises hat werden lassen, wird in der Freiheit und Selbst-
rich Heinrich eröffnete die Feier mit dem Kaisertoaste Verantwortlichkeit tote alles Menschliche nicht verkümmern, und feierte Wagner, der Herz und Gemüt zugleich erbaue, sondern zur edleren Kultur gelangen. Eine Voraussetzung Kommerzienrat Zeichner hiell die Festrede. Kultus- ist aber unerläßlich: wo die Fr au Ansprüche erhebt, muß minifter Dr. Studt führte aus, in der Errichtung des sie eiü ernstes wirkliches Können mitbrtngen. Auf dem Denkmals und der heutigen Feier liege nicht nur eine gewerblichen Gebiet wird das schotl etngesehen. Es wird Ehmna Wagners, sondern etwas alle Völker ohne Unter- dem Wert des Einflusses der Frau nur zugute kommen, schied mit einander Verbindendes. Er schloß mit einem mentu sie in reiflicher Schickung, sei es durch berufliche Hoch auf die Auslandgäste. Bei dem Festmahl sprachen Organisation oder in Vertiefung ihres poliAschen ^nt^:- ferner Cher am y-Frankreich über „Das Vollsverbindende esses durch eine dessere Bildung, od^ d>u^, praktische 'm Wagners Wesens San Martin o-Italien über die soziale Arbeit in chreu kunfhigeti Wirkungskreis hinerw' Anerkennung, die Wagner in Italien gefunden, Sav ar y- wächst. In der Fannlre, vor allem als der (Ä:zieyungs- Enaland über die „deutsche Nation", P a y n e - Amerika, der ftätte der aufwachsenden Generation, wird erst die Mutter, ’t)em Namen Wagners Anerkennung zollte, v. Pos für t, der die sich einer vollen bürgerlichen Berantw ortun g und einer Winchener Intendant, brachte ein Hoch auf Leichner aus. vollen bürgerlichen Geltung betoiitzt ist, chre Aufgabe den Geh. "Rat Dr. Jordan bedauerte die Abtoeseüheit der Anforderungen einer neuen Zeit entsprechend erfüllen Famckie Wagner. Es folgten dann Gesangsvorträge. können. In der Schule werden wir gelehrt, stolz darauf
Wie nach der ,^6-. A. Ztg." verlautet, ist der Kom- zu sein, daß die Frauen der alten ^eutscheti gEemsam nnt änerzienrat Leichner zum Geheinten Kommerzienrat ernannt den Mälinerti die Feinde von der Wagenburg zurück^ chorden schlugen. Auch heute drohen Feuide. Sie zu betampftn gilt
pH gemeinsamer Arbeit. Daß Mann und Frau sich dazu --------------"7—“ 7 zr: . wieder siiiden, ist das Ziel und Ende der Frauenbewegung.
Ile Krau als Aurgerrn. 1--
Den letzten Vortrag im öffentlichen Frauentag zu ,‘Sötn hielt Frl. H^elene Lange über die „Frau als Bürgerin". Der Jnhall des Vortrags läßt sich wie folgt wiedergeben: In einer Fachzeitschrift las ich vor kurzem eine Geschichte, die mir unwillkürlich in Gedankenverbindung zu dem Thema trat, das ich zu behandeln habe. Als in den 30 er Jahren dev vorigen Jahrhunderts die «rfte Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth gebaut werden sollte, wurde das bayrische Medizinalkollegium um ein Gutachten gebeten. Die ZNänner der Mssenschaft erklärten sich gegen die Eisenbahn, die Geschwindigteit würde Gehirnkrankhecken erzeugen, jedenfalls empfchle es sich, längs der Bahn einen zehn Fuß hohen Bretterzaun zu errichten. Die Geschichte des deuffchmi Frauenvereins weist ähnliche Erfahrungen auf. Als Luise Otto zum erstenmal den Gedanken der Frauerrbewegung auftoarf, waren auch die Männer der Wissenschaft dagegen, und einer führte die Sache zurück auf die wachsende Zahl ber unzufriedenen und nervösen Frauen und sagte dazu: Wie einst in den Zecken der Sittenverderbnis des Altertums steigt aus dem Schlamm die Emanzipation der Frauen empor. Heute aber brausen schon die ersten elektrischen Fernzüge dahin, ohne daß die Notwendigkeit der Bretterzäune sich herausgestellt hätte. In der Fraueiibetoegung aber gibt es Bretterzäune noch genug, und doch darf heute das Thema | „die Frau als Bürgerin" in allen ernst zu nehmenden -Kreisen auf eine sachliche und vorurteilslose Erwägung rechnen, denn die Entwicklung der Frauenftage hat die Frau bereits in vieler Hinsicht zur Bürgerin gemacht, hat sie in ein unmittelbares Verhältnis zu Staat und Gemeinde gesetzt. Eckie Kette von Tatsachen auf geistigem, wirtschaftlicyem und sozialem Gebiet hat dahin geführt. Auf geistigem Gebiet haben die Leistungen der Frau das Turchschnittsmaß der männlichen Leistungen überall da erreicht, wo volle Bckdungsftecheck herrschte. Auf ihre geistige Inferiorität läßt sich ihre bürgerliche Ab- hänaigkeit also nicht mehr stützen. Die llmwanolung aller Hroduckionsverhältnisse, die Entwertung der Hausarbeit


