Ich verbleibe
3 V^/o^Reichsanleihe
4% Ocsterr. Goldrento .
4‘/ö% Oesterr. Siibenento 101.10
Tendenz: fest
Nun will ich über endlich Ruhe haben!
A
-M
3"/, 3V,% 3% Ä1/2%
do.
Konsole . do . ,
Hessen Oberhessen
. . 147.30 . . 17.50 . . 189.75 . . 240.00 . . 187.75 . . 206.80
. 100.10 . 103.60 . 64.40 . 32.60 . 37.15 . 144 80 , 44.80
42 80
. 26.30
. 91.10 . 111.25 . 10510 . 216.50 . 198.10 . 147.80 . 159.30
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
H. B. in B. Die Beiträge werden dem Maurermeister, als Mitglied der betr. Berufsgenossenschaft, angefordert, und dieser ist zur Zahlung auch verpflichtet.
H. G. 33. Jbre Einsendungen sind uns uacf) wie vor will-» kommen»
erst eine M i l i t ar v o r l a g e kommen, ist die Wiedereinführung von Schiffahrtsabgaben geplant, kommt die Neuarmierung der Artillerie oder iverden die diesbezüglichen Bestellungen noch
Ihr wohlgeneigter König (gez.) Wi lh e Im.
3u/q Mexikaner
-P/g'/o Chinesen Electric, bcluckett . Nordd. Lloyd . , Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . , Beriner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . # « Gotthard bahn . . , Lauraiiütte . » . « Bochum . ... Harpener . . .
. 102.15 . 91.25 . 102.10 . 91.10
. 101 00 . 100.00 . 102.90
4% linear. Goldr^nte . . 4u/ Italien. Rente , , , 4*2% Portugieser . . . ■°/ Portugiesen. . . . .
1 % C. Türken . . . < 1 ürkenlose . . . .
4°/o Uriech. Monopol.-Anl.
41 ,% äussere Argentiner
Der Husten läßt niich nachts nicht schlafen und tagsüber bin ich so heiser, daß ich kauin sprechen kann. Dabei ist mir die Brust ordentlich eingeengt und auch der Magen will nicht so recht, weil ihni der Thee und all das andere Zeug nicht de--. kommt. Jetzt nehme ich F-ay's ächte Sodeaer MLnerat- pastiLerr, die ich längst haue kaufen sollen. Die Dinger sollen ja wahre Wunder tun und am Ende ist das doch auch erklärlich, da sie aus Sodener Quellsalzen bestehen. Also, bitte: eine Schachtel „Sodener" und da haben Sie 85 Pjg. 6191
Riiwersttäts-Raltirichlen.
Dr. G o l h e i m , Professor der Nationalökonomie an der Bonner Universität, hat einen an ihn ergangenen Ruf an die Universität Heidelberg angenommen.
Wien, 30. Nov. Heute abend fand in dem archöologisch- epigraphischen Institute der Universität m Anwesenheit des Rektors, der Mitglieder der philisophischen Fakultät, zahlreiche Prozessoren, des Rektors des Technischen Instituts, des Weihbischoss Marschall und der StudeMenschait eine Gedenkfeier für Theodor 'Di o ni m s e n statt. Nachdem der akadeniische Gesangverein eine Hymne vorgetragen hatte, hielt Hosrat Professor Bormann eine sehr beijällig auigenommene Gedenkrede, in der er zuerst die wissen- ichaftliche Tätigkeit des größten deutschen Gelehrten schilderte und sodann einzelne Werke des Gelehrten, darunter dessen Römische Geschichte besprach, zuletzt gab Professor Bormann em Charakterbild Mommsens als Mensch, in der er hervorhob, er kenne kernen Dienschen, der dem deuijchen Geschichtsforscher an Energie und Pflichtgefühl gleich gewesen sei. Nach Absuigung des Gaudemus ivurde die Feier geschlossen.
Gerichtssaat.
Eine auffällige Freisprechung. In Berlin ist vom Schwurgericht des Landgerichts I ein Seemann f r e i g e s p r o ch e n werden, der seine frühere Geliebte und deren jetzigen Ehemann durch mehrere Revolvers chüsse verwundet und bei seiner Abführung noch, bedauert hatte, den letzteren nicht besser getroffen zu haben. Der Angeklagte stellte seine Tat nicht in Abrede, bestritt aber, mit Hebertegung gehandelt zu haben. Wie die Geschworenen bei der Sachlage zur Freisprechung ge- kornrnen sind, ist unerfindlich.
Dresden, 30. 9öov. Das Kriegsgericht verurteilte den Oberleutnant der Reserve im Gardereiter-Regiment Majo- ratsherrn auf Oberschönau Frei Herrn Alexander v. Car la Witz wegen Duells mit tödlichen Waffen zu 5 M vnaten Festungshaft Gegner war der bei der Leipziger Staatsanwaltschaft angesteltte Assessor Freiherr v. Friesen, mit dem die Schwester des ersteren verheiratet ist. Zwischen den Eheleuten war es wiederholt zu heftigen Austritten gekommen, v. Earlowitz suchte zu versöhnen, geriet aber bei einem derartigen Versuch mit seinem Schwager ins Handgemenge, bei dem sogar ein R e vo l v e r s chu ß seitens des Assessors .abgegeben wurde. Das hatte eine Forderung v. Earwwitz' aus glatte Pistolen mir dreimaligem Kugelwechsel und 15 Schritte Distanz zur Folge. Das Duell vertief trotz der schweren Bedingungen unblutig. Tas von der Staatsanwaltschaft seinerzeit gegen beide Duellgegner eingeleiiete Strafverfahren wurde wreder eingestellt
Rom, 30. 9Lov. In der Konstantins-Basilika au: dem Forum wurden die Ausgrabungen begonnen. Man stieß dabei unter dem den Fußboden bedeckenden Schutt aus Bruchstücke eines herrlichen M a r mo r p s l a st e r s, sehr wertvolle Mosaiken und Stucksragmente.
Rach der Schilderung deS Reisenden war der Mann etwa 28—30 Jahre alt, 1,75 Meter groß und trug einen Spitzbart.
Klingenberg a. M., 27. Nov. In unserem wegen seines kommunalen Reichtums ebenso berühmten al§ wegen seiner herrlichen Lage vorteilhaft bekannten Städtchen erhält zu Neujahr wieder jeder Bürger 3 00 Mark in bar, 20 Mark Streugeld und zwei Nieter Holz. Dabei ist noch zu beachten, daß die Stadt keinen Pfennig Kommunalsteuern erhebt und mit allen kostspieligen Einrichtungen der Neuzeit, wie mit elektr. Licht, Wasserleitung u. a. vorzüglich ausgestattet ist. Klingenbergs Goldgruben sind die gewaltigen Bergwerke für feuerfesten Ton. (N. H. Vbl.)
Marburg, 1. Dez. Im „Neichsanz.* liest man folgenden Erlaß des Kaisers an den Minister der öffentlichen Arbeiten: Auf Ihren Bericht vom 11. November dss. Js. will Ich dem Kreise Marburg, Regierungsbezirk Kassel, welcher die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Kleinbahn vom Bahnhof Ntarburg (Sud) der Staatsbahnstrecke Dassel — Lo Har nach Drei Hausen erhalten hat, das Enteignungsrecht zur Entziehung und zur dauernden Beschränkung des für diese Anlage in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums verleihen. Die eingereichte Karte erfolgt zurück. Neues Palais, den 16. Nov. 1903. Wilhelm R.
Kleine Mitteilungen aus £> e f f e n und den Nachbarstaaten. In Büdingen fand die Einweihung des Neubaues einer höheren Mädchenschule statt. Der Bau enthält drei Schulsäle und eine Lehrerinnenwohnung, aus drei Zimmern und einer Küche bestehend.
gang war durchaus zricht geeignet als '<< gedeutet zu werden.
Kunst und Wisfcnschnst.
— Pros. Reinhold Begas erhielt für den Sa r- kophag der Kaiserin Friedrich im Mausoleum z-u Potsdam vom Kaiser die Brillanten zum Kreuz der Komture des Hausordens von Hoyenzollern mit folgendem bom Geburtstag der Kaiserin Friedrich inertem Schreiben:
„Mein lieber Professor Begas! Den großartigen Schöpfungen, mit welchen Sie die Mitwelt schon be- g 1 ü a t und Ihren Namen in die Geschichtstafeln der deutschen Bildyauerlunst unauslöschlich einge- graben hoben, hat sich ein neues Meisterwerk zugesellt: der Sarkophag meiner in Gott ruyenden F^iu Mutert, weiland Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Friedrich Ich bin durch diese vortreffliche Arbeit hoch erfreut worden. Beim Anblick des Werkes ergreift und beseelt mich in pietätvollem Gedenken der teuren Entschlafenen eine weihevolle Stimmung. Ein Bedürfnis meines Herzens ist es, Ihnen für die glänzende Lösung der gestellten Ausgabe meinen wärmsten Tank auszusprechen. Zugleich verleihe ich Ihnen als äußeres Zeichen meiner Anerkennung die Brillanten zum Kreuz der Komture des königlichen Hausordens von Hohenzollem, und lasse ich Ihnen die Ordensinsignien hierneben zugehen.
Telephonischer Kursbericht
1'ruielA.f«tri ä. u.. 1. Dezemoer 19u3.
Vermischtes.
" Berlin, 30. Nov. Die Gräfin Kwilecki ist heute mit ihrer Tochter und dem kleinen Grafen zu ihrem Bruder, dem Grafen Bninski, abgereist. Auf die Kunde von der Abreise der Gräfin entstand auf dem Bahnsteige des Bahnhofs Friedrichstraße eine große Menschenansammlung. Die Gräfin hielt vom Kupee aus eine Art Cour ab. Es wurden ihr eine Menge Buketts in den Wagen gereicht.
* Bochum, 30. Nov. Auf der Bochum-Hofsteder Chausiee in der Nähe einer Wiese wurde in der Nacht zum Sonntag der 29jährige Rechnungsführer Heinrich Fellenberg aus Hammer von mehreren Burschen überfallen, durch Messerstiche getötet und seiner Barschaft, seiner Taschenuhr und des Ueberziehers beraubt. Die Staatsanwaltschaft hat auf die Entdeckung der Täter eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt.
* Dessau, 30. Nov. In der letzten Nacht wunde in Zerbst eine dreißigjährige Frau in ihrer Wohnung erdrosselt. Der Täter ist noch nicht ermittelt.
• Dresden, 30. Nov. Authentisch hört man von dem Rechtsbeistand des Prinzen von Schönburg-Walden- burg, Rechtsanwalt Dr. Eides, daß die verfchiedentlichen Gerüchte größtenteils unzutreffend sind. Eme authentische Mitteilung des Sachverhaltes von zuständiger Seite sei zunächst nicht zu erwarten. Jedenfalls bestätigt sich, daß die Prinzessin mit Genehmigung des Prinzen getrennt lebt. Ter Prinz hat die Klage aus Ehescheidung anhängig machen lassen. Im Ehescheidungsprozeß sand heute der erste Termin statt. Ein weiterer Termin findet in einigen Wochen statt. Die Prinzessin nahm zunächst 14 Tage in Pirna Wohnung. Der Bruder der Prinzessin, Don Jaime, wird zum Zwecke der Zeugenvernehmung in Dresden erwartet. Die Ehescheidungsklage stützt sich auf Körperverletzung und Freiheitsberaubung.
* Mailand, 30. Nov. In Castergaeto fand eine Petroleumexplosion statt, wobei der Pächter Tammassoni, deffen Schwägerin und zwei Tächter getötet wurden. Drei Söhne Tamniassonis erlitten schwere Brandwunden.
* Arad, 30. Nov. Ein in der hiesigen Weitzschen Waggonfabrik ausgebrochener Brand äscherte die Lokomotio- abteilung vollständig ein.
* Abbazia, 30. Nov. Infolge des fordauernden Orkans ist die Mole gesprungen und zum Teil ins Meer gestürzt.
♦ Sofia, 20. Nov. Seit 5 Tagen wiederholen sich die Erdstöße täglich und sie fangen an, hier zu beunruhigen. Heute früh */,6 Uhr fand em ziemlich starker Stoß statt, wodurch die Leute aufgeweckt, Türen in Bewegung gesetzt und Pendeluhren zum Stehen gebracht wurden. Die Fachleute sind aus weiteres Böse vorbereitet. Hervorzuheben ist, daß der Sofia beherrschende 2600 Meter hohe Berg Witoscha vulkanischen Ursprungs ist. Das Zentrum der Bewegung bleibt, so weit man von hier verfolgen kann, noch immer das Kloster Rilo.
* Hochwasser und Sturm. Die Mosel, die Saar und die Kill führen Hochwasser. Die noch fortwährend wachsende Mosel ist bereits über die Ufer getreten. Das Hochwasser hat ferner im Gebiet der Maas und der Ourthe größere Ueberschwemmungen verursacht. Die Schiffahrt ift unterbrochen. Die Ourthe durchbrach einen Tamm. Tie Arbeiter mußten flüchten. Ter Liftfluß ist bei Hasebroo' aus den Usern getreten. Die Wege nach der belgischen Grenze stehen einen halben Meter tief unter Wasser. Die Eisenbahnlinie ist gleichfalls überschwemmt. Ein Teil der Stadt Av e sn es wurde von den Fluten unter Wasser gesetzt. Aus Dover wird berichtet, daß das französische Fahrzeug ,Druide" auf einen Felsen gestoßen und gesunken ist.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Die Ttttiengejeüfchaft für Elektrizitatsanlageu in Köln wird mit den eletmjd)en Licht- und Kraftanlagen Akt.-Ges. in Berlin vereinigt. Tie Transaktion wird ganz in derselben Weise vorgenommen, wie kürzlich der Kauf der Aktien der Akkumulatoren- werke System Pollak durch die Akkumulatorenfabrik Hagen—Berlin sich vollzog. Die Berliner Offerte lautet auf 100 pCt. nebst 6 pCt. Srückzinsen ab 1. Juli d. Js. für die Prioritätsaktien und auf ^42 Prozent franko Zinsen für die Stammaktien. Mindestens 7500 Aktien müssen zur Bersügung gestellt werden. Wird dieser Betrag nicht erreicht oder überschritten, so hat die Annahmerklärung durch die Licht- und Kraitanlagengesellschaft am 15. Dezember zu erfolgen. Andernfalls bleiben die Hinterleger der Aktien bis zum 15. Januar 19u4 an ihr Angebot geounden, erhalten jedoch auf ihr Berlangcn Eintrittskarten für die am 23. Dezember stattsindende Generalversammlung der Akt.-Ges. für Elektrizitätsanlagen, m der über die Liquidation der Gesellschaft Beschluß gefaßt werden soll.
— Raubet und PoUttt. Die Börse beschäftigt sich bereits mit der Eröffnung des 3t e i ch s t a g es, da derselbe vor eine Fülle wichtiger Amgaben von weittragendster Bedeutung für den gemeinsamen Kommerz gestellt sein wird. Die Wiederentfaltung unseres Wirtschaftslebens brn gt es mit sich, daß alle Welt mir Interesse der ferneren Eiitiviülung desselben entgegenlieht. All! größter Spannung wird darauf geachtet, ob dasselbe durch die Gesetzgebung s tatkräftige Unterstützung erfährt. Bon der Thronrede wird er-
hinausgeschoben ? Wie steht es ferner mit einer Reichsfinanz- relorm, wie mit der Besteuerung des Tabaks und des Bieres: was haben wir aus dem Gebiet der Handelsverträge zu erwarten. Tie Börse hegt in allen diesen Punkten viele und nicht unberechtigte Sorgen; zumal beunruhigende Gerüchte über den augenblicklichen Stand der deutsch-russischen .Lrandelsvertragsver Handlungen herumschwirren. Es heißt, daß die russischen Unterhändler auf gewisse Erleichterungen im Grenzverkehr dringen, die die Regierung mit Rücksicht auf die Agrarier nicht bewilligen darf.
Köln, 30. Slov. Wie die „Köln. Ztg." meldet, wird das feit dem Jahre 1826 in Köln bestehende Bankhaus A. u. L. Camp- Ha u i e n am 1. Januar 1904 mit allen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten am den A. S ch a a N h a u s e n' j ch e Bankverein übergehen. Der am 10. Dezember stallfindenden Hauptversammlung des A. Schaaffhaujen'jchen Bantvcreuis wird die Wahl des Kommerzienrats Eampyaufen in den Aufsichtsrat vorgejchlage i werden.
Märkte.
Gießen, 1. Dez. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1,10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Vfg., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier00—00 Pfg., Enteneier8—0 Pfg., Kase^ vr.Stck. 6—8 Pf., Käsematte2Stck. 5—6Pfg., Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,70—09,0Mk., Hühner pr. St. 1,30—1,80 Mk., Hahne pr. Stück 0,70—1,50 Alk., Enten pr. Stück 1,70—2,20 Alk., Gänse pr. Pfd. 50—60 Pfg., Ochsenfleijch pr. Pfund 68—78 Pfg., Kuh- ruid Rindfleisch pr. Pfund 62—66 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 65—74 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,00-5,50 Alk., Weißkraut per Stück 5—7 Pfg., per Zentner 1.30—1.60 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Alk^ Alilch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 16 bis 02 Alk., in Körben 00-00 Pfg. Nüsse 100 St. 40 Pfg.
ycni'IU Metöinigrii.
Originaldrahtrneldungen des Gießener Anzeigers.
Itzehoe, 1. Dez. Die Altensche Pvrtland-Cementfabrrk ist abgebrannt Der Schaden ist beträchtlich.
London, 1. Dez. „Adorning Leader" meldet aus Port of Spain, daß das englische Antillen-Geschwader Befehl erhalten hat, sich für eine Konzentration behufs Demonstration gegen Venezuela bereit zu halten. Die Demonstration ist veranlaßt durch das Schiffahrts-Verbot auf dem Orinoeo für auswärtige Schiffe. Auf die Vorstellung des englischen Vertreters in Caracas, daß dadurch, die englischen Interessen schwer geschädigt wurden, hat die Regierung von Venezuela nicht einmal geantwortet. Dar auf hm wurde am 3. d. Dä ein Ultimatum gestellt und das GesckMader wird für alle Eventualitäten bereit gehalten.
Wien, 1. Dez. Dem bekannten Geiger Willi Burrn e ft er wurde auf der Reise von Wien nach Triest eine Brieftasche mit 7000 Gu ld en entwendet. Man vermutet in einer jungen Person, die sich am Bahnhof in) auffallender Weise an den Künstler herandrängte, die Täterin.
Sofia, 1. Dez. Der österreichisch-ungarische Milrtär- bevollmächtigte in Konstantinopel, Oberst Gießl, ist mit der Ausarbeitung der Organisation für die künftige österreichisch-ungarische Gendarmerie in Macedonien betraut worden. Es sollen gegen 50 Offiziere und 200 Unteroffiziere eingestellt werden.
Petersburg, 1. Dez. Aus den Verhandlungen des K'ischinew-Prozesses wird weiter bekannt, daß ztvei Geistliche die Nachricht von einer Verunreinigung einer Kirche und der Ermordung eines Priesters als Erfindung bezeichneten. Der antisemitische Polizeikommissar Solontin mußte in einem Kreuzverhör zugeben, daß auf dem Schauplatz der Exzesse fein einziger Jude anwesend war. Bekanntlich soll nach, dem offiziellen Eommuniquo ein Jude eine Frau und ein Kind mißhandelt Laben, was die Ursache zu dem Aufruhr gewesen (et
Algier, 30. Nov. Infolge von heftigen Regengüssen ging ein etwa 30 Meter breiter G i e ß b a ch über den am Fuße eines Berges gelegenen Ort Margueritte nieder. Die mit Geröll vermischten Wassermassen rissen die 9Nauern streckenweise nieder und spülten alles fort Tie Einwohner sind geflüchtet und ließen Mobiliar und Haustiere im Stiche. Der Schaden ist sehr beträchtlich.
Newyork, 1. Dez. Die Musik-Akademie, das größte Theater von Br o o kl y n, ist n i e d e r g e b r a n u t und saft gänzlich zerstört worden.
Newyork, 30. Nov. Das deutsche Kriegsschiff Falke landete am Samstagabend den f lü chti g e n Präsidenten von San Domingo, Gil, in San Juan auf Portorieo. Am Sonntagmorgen fuhr der Falke nach Santo Domingo zurück.
Washington, 1. Dez. Der deutsche Geschäftsträger teilt mit, daß seine Regierung die neue Republik Panama anerkannt habe.
*»ei oen c tt e jj i e n 4 u setnanöei: je (jungen! ta^.ditiqeJ Unrers.iihuuq -Mh«. Von der Thronrede wird er- zwifchen dem Kaiser und Bismarck aus Llnlaß der '^^t, daß sie endlich die so laug ersehnte Börsenreform ankündigt Verharrdlungen Bismarcks mit W ndlho-.fi soll Bismarck sich, und es stehen Fragen wie folgende aui der Tagesordnung: Wird wie Wilhelm Schwauer-Berlin in der Monatsschrift „Heim-! .......
garten" erhält, hoben hinreißen lassen, das Tintenglas rrn Zorn gegen seinen kaiserlichen Herrn zu erheben. Der Kaiser selbst habe dies seinem Freunde, dem König Albert von Sachsen, erzählt, der seinerseits Moritz v. Egidy einweihle, von dem es Schwaner in einer vertrauten Winterabendstunde erfahren haben will. Die „Voss. Ztg.", welche die Echtheit der Szene bezweifelt, meint: Vielleicht ist die „Echtheit der Sgene" auf eine Verwechslung und unrichtige Auffasjung zurückzusiihren. Bei den Verhandlungen über die Ar beiter s chu tz er lasse suchte Fürst Bismarck den Kaiser dazu zu überreden, daß er von der Veröffentlichung- abstehe. Dabei hielt Fürst Bismarck, am Tische vor dem Kaiser stehend, die Akten .appe in den Händen und stieß damit in der lebhaften Unterhaltung anf das Tintenfaß, s.--aß Tinte versprs.,- wurde. Der Vor- c ' - - inoloser Natur und ganz uub gar /ung Oe; Ehrfurcht, vor dem Herrscher
Wetterbericht vom 29. November.
Verlauf der Witterung von Samstag bisMontag.
Das am Freitag im Westen erschiene Tief ist rasch nach Ostdeutschland gezoge»i, ein ganz flaches Hoch hat sich im Nordrveflen über dem Ozcan gebildet. Jtifolgedessen drehten die milden Süd- ivestwilide in der 9lacht aus Sonlitag nach 9lord, Abkühluiig und ganz geringe Schneeiälle hervorruiend. Die Lustdruckverteilung cheint sich in deßl nächsten Tagen nur wenig zu ändern. Daher für Alontag und Dienstag: Fortdauer der trüben, kälteren Witterung, vielfach Frost, Schneefälle.
Wetterdienst zu Gießen: A. P e p p 1 e r.
Eingesandt.
(Für Form und Juhan um. uuicx, owser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber;
keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 30. Nov.
Mehrere Bewohner der R i t t e r g a s s e lassen bei der Stadt anfragen, ivann diese Straße vom Schmutz gereinigt wird; sie ist seit zirka 6—7 Monaten nicht gereinigt worden. Wir hoffen, daß bald Abhilfe geschaffen wird.
Mehrere Anwohner.


