Ausgabe 
1.9.1903 Zweites Blatt
 
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Brüssel, 31. August. Dt- Polizei verhaftete in Mons einen Zahlmeister, welcher 11000 Frcs. Regi- tncntägelber entro en bet hat.

Ein Grubenunglück. Nach einer Mcklbung aus Kattowitz ist auf ber Staubkohlenhalbe betBranbenburg- ®Cube* Feuer ausgebrochen. Zu Mitleibenschaft gezogen ist auch bie Nußkohlenhalbe, bie einen großen Wert repräsentiert. Das Feuer wirb Tag unb Nacht bekämpft

Wieber ein Absturz. Am 30. August stürzte beim Ebelweißsuchen auf ber Arnischfluhen (Berner Ober- laub) Herr Oberweyer aus Erlenbach (Santon Bern) ab; er mürbe mit zerschmettertem Kopfe unb gebrochenen Seinen tot aufgefunden.

Eine Windhose hat m West- und Ostpreußen ungeheuren Schaden angerichtet. In Cadinen wurde die ganze Birkenallee vernichtet. In Pank lau sind zahl- reiche-Schiffe gesunken und in vielen Orten wurden Scheunen und Ställe umgeworfen. In Mühlhausen wurde ein Postwagen umgeworfen und der Postillon schwer verletzt. In Tolkemit wurden 20 Schiffe auf den Strand gesetzt und alle schwer beschädigt. Auf dem Haff ist beim Anzünden des Leuchtturmfeuers der Arbeiter Domke ertrunken. Auf dein Drewenzsee kenterte ein Boot mit 2 Insassen. Die In­sassen wurden gerettet. In Tilsit ist ein Fahrzeug mit 33 000 Ziegelsteinen gesunken, wobei ein Arbeiter ertrank.

* Eine großartige Dabakausstellung wird auf .der Weltausstellung in St. Louis 1904 in dem Landwirtschaftspalast zu sehen sein; sie wird einen Rarem von 300 Fuß Länge und 52 Fuß Breite einnehmen. Die Kosten werden sich auf viele tausend Dollars belaufen. .Man wird Beete mit'Tabakpflanzen bestellen, um die Ent­wickelung des Blattes in den verschiedensten Stadien bis zur Reife zu zeigen. In besonders erbauten Gärungs­schuppen werden die Blätter der Gärung unterworfen. In einer anderen Abteilung wird man die Behandlung, Ver­packung, Aufbewahrung der fertigen Tabakblätter zeigen; in toieber «euner anderen Abteilung wird der Tabak in Platten gepreßt, grob und fein geschnitten und zu Schnupf­tabak verarbeitet werden. Alle Maschinen und Werkzeuge, die bei der Tabakfabrikation verwendet werden, wird man im Betriebe sehen können. Der Cigarettenfteund findet eine Abteilung, in der gegen hundert gleichförmig kostü­mierte Mädchen Cigaretten fabrizieren. Man will hie ge­schicktesten und schnellsten Arbeiterinnen dieser Branche aus­suchen. In ssiner anderen Abteilung sieht man die Cigarren­macher bei der Arbeit. Die Anfertiger der Havannacigarren werden kubanische Kostüme tragen. Es werden auch hier natürlich nur die geschicktesten Arbeiter aus der Havanna engagiert werden. Da diese Leute die englische Sprache nichjt verstehen, werden besondere Führer dem Publikum die Handarbeit der Kubaner in englischer Sprache erklären. Lieb­haber können Havannacigarren an Ort und Stelle, un­mittelbar nachdem sie fertiggestellt worden sind, kaufen. Mehr als hundert Cigarrenarbeiter wird man mit den verschiedensten Maschinen aus amerikanischen Tabaken die verschiedenen Sorten amerikanischer Cigarren, von den billigsten bis zu den teuersten, herstellen sehen. In der Mitte der Ausstellung wird sich eine Pagode'erheben, die einen Durchmesser von 34 Fuß hat und nur aus Tabak erbaut ist. Ebenso wird der Globus, der auf ihrer Spitze sich besindet und 75 Fuß Umfang hat, aus Tabak augefertigt sein. Ein großes Schiff, aus Tabak hergestellt, wird man auf.einem weiten Tabaklager, welches Meereswellen nach- ahmt, sehen.

Universitäts-Nachrichten.

Die Errichtung von Akademien für praktische Medizin wird, wie schon berichtet wurde, von dem preußischen Unterrichtsministerium vorbereitet. Ueber den Stand der Sache teilt dieNeue pol. Korr." mit:

Dre erste Akademie für praktische Medizin wird Düsseldorf erhalten, und zwar in Verbindung mit dem neuanzulegenden sirankerchause. Auch über die Errichtung weiterer Akademien wird un Kultusministerium bereits verhandelt, und zwar sind solche m Frankfurt a. M. für Süddeutschland, in B r e s l a u für Ost­deutschland, in Magd eburg oder Halle für Mitteldeutschland und in Berlin für Norddeutschland in Aussicht genommen. Für die neuen Akademien für Medizm kommen nur städtische Kranken­häuser in Frage. Mit den Magistraten zu Düsseldorf und Frank­furt a. M. sind die Verhandlungen fchon so weit gediehen, daß Vertragsentwürfe vorliegen. Von der Errichtung von Akademien in Breslau, Halle urd Magdeburg war auch fchon die Rede. Neu ist, daß auch in Berlin eine Akademie für praktische Medizin er­richtet werden soll.

In Sachsen-Weimar ist eine bemerkenswerte Be­stimmung für den Vorbereitungsdienst der Referen­dare (Access ist en) getroffen worden. Danach ist der Re­ferendar der Regel nach mindestens, drei Monate lang in einem gewerblichen Betriebe, z. B. einen: angesehenen Bankhaus, größeren Fabrikunternehmen, einem größeren landwirtschaftlichen Betriebe oder bei einer Jorstinspektion, Oberförsterei, einer größeren städtischen Verwaltung, Versicherungsanstalt oder dergleichen zu beschäftigen.

Zum Vorsitzeuden des photographischen Sach- v e rstän d ig e n - B er e i ns für Württemberg, Baden und Hessen wurde an Stelle des zurückgetretenen Professors Lemcke Professor I g l e r an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart ernannt, zum stellvertretenden Vorsitzenden der lit terarischen S a cb v e r sl ä n d i g e n -- K o m m i s s i o n für Württemberg, Baden und Hesf en gleichfalls an Stelle des Pro­fessors Lemcke, Professor Dr. Herniann Fischer an der Universität Tübingen, sowie an Stelle des letzteren als stellvertretendes Mit- glied Professor Karl W e i t b r e ch l.

Gerichtssaal.

Kiel, 31. Aug. Fregattenkapitän Gerdes, Kommandant des Kreuzer?Amazone", der kriegsgerichtlich wegen fahrlässigen Verschuldens beim Auslaufen seines Schiffes im französischen Kriegs­hafen Brest freigesprochen worden war, wurde auf Berufung des Gerichtsherrn vom Oberkriegsgericht des Geschwaders zu drei Tagen Kammerarrest verurteilt.

Kandel und Verkehr. Uolkswirtj'chafl.

Berliner Börse vom 31. August 1903.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3% Prozent.

Anfangs- u. Schlußkurse.

Oest. Kredit..... 204.50

Deutsche Bank . . .. 211.62

Darmstädter Bank . . 136.75 136.50

Bochumer Guß . . . 186.60 187.75

Harpener Bergbau . . 182.10 182.25

Schluß-Tendenz: fest.

Familien-Uachrichteir.

Gestorben: Johann Lambert in Darmstadt.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gietzen.

»ochste Temperatur am 30.31. Aug. 23,4° C.

liedrigste , , 30.-31. 8,3" C.

August Septembers 1903.

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur

der Luit

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

31.

81.

1.

2m 9'26 1^36

749,1

751,7

754,2

23,5 17,2 IM

12,9

12,5

9,8

60

86

97

SW.

NW. N.

4

1

2

Sonnenschein Heller Himmel Nebel

Verlauf der Witterung von Samstagbis Montag.

Das am Freitag westlich Irland lagernde £ief ist rasch von West nach Ost im Norden unseres Gebietes vorübergezogen. Es verursachte am Samstag bei seiner Annäherung Regenfälle bei süd­lichen Winden, welche nachmittags beim Vorüberzug des Tiefs

über Westen nach Nordwesten drehten. Tie Nordwestwinde wehten lebhaft und riesen kräftige Regenschauer und Abkühlung hervor. Auf der Rückseite des abziehenden Tiefs dehnte sich das Hoch mehr über unsere Gegend aus, und es erfolgte Aufklaren, sodaß Sonntag vielerrorts heiteres Wetter herrschte. Zu gleicher Zeit erschien iviederum im Westen ein Tief unb ist dasselbe heute, Montag, rasch zur Nordsee gezogen, die Nordwestwinde über Westen nach Süden zurückdrehend, sodaß erhebliche Erwärmilng eintrat, da die Süd­winde aus dem warmen im Süden lagernden Hoch herauswehen. Das Tief dürfte rasch ostwärts abziehen.

Neueste MelmuMu.

Originaldrahtmelduugen des Gießener Anzeigers.

Wiesbaden, 1. Sept. Aus dem Wege zwischenCastel und Biebrich wurde gestern auf der Fahrstraße ein etwa 30jähriger, anscheineird dem Arbeiterstande angehöriger Mann tot aufgefunden. Wie die angestellten Ermittelungen ergaben, ist der Mann anscheinend von einem schweren Automo bil üb erfahr en und sofort getötet worden. Seine Persönlichkeit tonnte bisher nicht festgestellt werden.

L. London, 1. Sept. Ein Prozeß, der durch seine Begleitumstände in ganz Amerika Aufsehen erregt, begann, wie derDaily Expreß" aus N e w yo r k meldet, gestern vor dem Gericht in Newark (Neu-Jersey). 6 bekannte Per­sönlichkeiten der hohen F i na n z und I n d u st r i e sind des Totschlags beschuldigt. Sie werden für den Tod von 9 Kindern verantwortlich gemacht, die im Februar d. I. beim Zusammenstoß zwischen einem Zuge der Delaware Lackawanna Eisenbahn mit einem Straßen­bahnwagen ums Leben kamen. D^ie Angeklagten sind der Präsident der Pennsylvania-Eisenbahn, Cassatt, und fünf Direktoren der Lackawannabahn. Mehrere von ihnen sind Multimillionäre.

Castellamare di Stabia, 1. Sept. In Ponte. Sarno kam es wegen einer gesundheitspolizeilichen Anord­nung der Behörde zu einem Zusammenstoß zwischen Karabinieri und Bauern. Diese warfen mit Steinen und verwundeten den Polizeikommandanten und einen Kara­binier. Als ein Schutzmann einen Schuß in die Luft abgab, wurde er von den Bauern umzingelt. Er machte nun von der Waffe Gebrauch, tötete drei Bauern und ver­wundete mehrere. Die Ordnung ist wiederhergestellt.

Belgrad, 1. Sept. Nach hier eingetroffenen Meld­ungen aus Uesküb sind die Ortschaften Rakvo, Delnice und Annenci nach blutigem Kampfe von den Aufständischen zerstört worden. Bei Klissura und Smilowo sanden hef­tige Kämpfe zwischen türkischem Militär und Ausständischen statt.

Sofia, 1. Sept. Ein von den Aufständischen in Kru- schewo eingerichtetes Kriegsgericht verurteilte fünf griechische Spione zum Tode. Das Urteil wurde sofort voll­st r eckt.

Konstantinopel, 1. Sept. Die kriegerische Stimmung im Mldiz^Palast ist infolge Einflüsterungen seitens einer Großmacht im Wachsen begriffen. Die Türkei wird Bulgarien ohne Kriegserklär­ung überfallen. (??) Die Pforte hat bereits die Redifs des 2., 3. und 4. Armeekorps einberufen.

Telephonisches* Kursbericht.

372% Reicheanleihe . . 101.80 3% do. ... 89.80 37,o/o Konsole .... 101.45 3% do......89.90

372% Heesen .... 100.35 3112% Oberheeeen . . . 99.20 4% Oesterr. Goldrente . . 102.50 476% Oeeterr. Silberrente 100.60 4% Ungar. Goldrente . . 100.40 4% Italien. Rente . . . 98.50 4Va% Portugiesen . . . 49.15 3°/ Portugiesen. .... 30.70 1% C. Türken .... 3455 Türkenlose ...... 128.40

4% Griech. Monopol.-AnL 43.80

47a % äussere Argentiner 41.90

3% Mexikaner .... 27.65 4%% Chinesen .... 92.40 Electric. Schuckert . . . 98.30 Nordd. Lloyd . . . . 101.10

Kreditaktien ..... 205.30 Diskonto-Kommandit. . . 188.00 Darmstädter Bank . . . 136.90 Dresdener Bank .... 146.80 Berliner Handalßges. . . 153.60 Oesterr. Staatsbahn . , . 141.30 Lombarden ..... 16.70 Gotthardbahn . . . . , 189.25 Laurahütte ...... 231.00 Bochum ...... 188.20 Harpener......183.10

Tendenz: fest.

Aufgebot.

Das Aufgebotsverfahren zum Zwecke der ist bezüglich der nachstehend verzeichneten,

mehr als 40 Jahren nach Amerika ausgewandert und seit­dem verschollen. Das vom antragstellenden Pfleger Anton Todeserklärung Schmidt von Großen-Buseck verwaltete Vermögen beträgt zur angeblich ver- Zeit 250,81 Mk.

8. Katharina Margaretha Arnold, Tochter der

!n ausgewandert und seitdem Igstellenden Pfleger Johannes verwaltete Vermögen der Ver-

geb. am 20. August 1815, am 4. Oktober 1817 und m 6. Juni 1822 Söhne der »Gießen; dieselben sind in den I Amerika ausgewandert und lagstellenden Pfleger Karl Loos In der Verschollenen beträgt

schollenen Personen beantragt worden:

1. Katharina Müller, Tochter des

Vermögen der Verschollenen beträgt etwa 338 Mk.

9. Louis Vogt, Sohn der Konrad Vogt Eheleute von Gießen, geb. am 14. Januar 1851; er ist im Jahre 1880 ausgewandert und hat seit 1881 nichts von sich hören lassen. Das vom antragstellenden Pfleger Wilhelm Vogt in Gießen verwaltete Vermögen beträgt 1225 Mk.

10. Heinrich Bergen von Allendorf a. d. Lda., geb. am 10. April 1835, Sohn des Joh. Jost Bergen und seiner Ehefrau Elisabethe, geb. Schlerf daselbst, seit 1886 unbekannt wo abwesend, angeblich in Mexiko verstorben. Vermögen angeblich 1528,33 Mk. Antragsteller Eberhard Bergen in Baltimore.

11. Christian Höchste in, geb. am 27. Juni 1838, Sohn der verstorbenen Ludwig Höchstem Eheleute in Großen- Buseck; er ist vor vielen Jahren nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen. Antragsteller ist der Bruder Konrad Hochstein in Großen-Buseck. Das verwaltete Vermögen des

Tochter des in Gießen ver­storbenen Heinrich Dcktmar Eheleute, geb. wahrscheinlich 1863 in Paris; sie ist vor etwa 15 Jahren ausgewandert und verschollen. Das vom antragstellenden Pfleger Karl Moll in Gießen verwaltete Vermögen der Verschollenen beträgt zur

Konrad Müller Eheleute Heinrich Peter Arnold und Maria Katharina, geb. mrd dessen Ehefrau Anna Elisabeth, geb. Bergt, geboren am Haas, geboren am 9. Januar 1816; sie ist im Jahre 1836 und deren uneheliche Tochter nach Amerika oder England ausgewandert und verschollen. x 21. Februar 1859 daselbst; Antragsteller ist Karl Arnold von Steinbach. Das verwaltete

Zeit 37,52 Mk. Verschollenen beträgt ca. 180 Mk.

4. Elisabethe Selzer, Tochter des Bezirksboten 12. Karl Balser III. von Steinbach, geb. daselbst Johann August Selzer und dessen Ehefrau Marie geb. Zinßer, am 15. März 1845 und verheiratet gewesen mit der am

geboren am 12. September 1833 in Gießen; sie ist vor 8. September 1896 verstorbenen Elisabethe geb. Kauß; er

vielen Jahren nach Amerika ausgewandett und hat seit etwa ist vor 15 Jahren nach Amerika ausgewandett und es ist 1874 nichts mehr von sich hören lassen. Das vom antrag. seit mindestens zehn Jahren keine Nachricht über ihn hierher

stellenden Pfleger Friedrich Helfrich in Gießen verwaltete gelangt. Antragsteller ist der Sohn des Verschollenen:

Vermögen beträgt zur Zeit 199,67 Mk. Philipp Karl Balser aus Steinbach.

5. Katharine Velten, Tochter der verstorbenen Jo- 13. Dorothea Euler, geb. am 17. Juli 1861 und Hannes VeltenIV. Eheleute von Langgöns, geb. daselbst am Heinrich Euler, geb. am 3. Juni 1863 in Launsbach, 6. September 1838; sie ist im Jahre 1857 nach Australien Kinder des verstorbenen Dietrich Euler II. und Ehefrau ausgewandett und seitdem verschollen. Das vom antrag- Elisabetha geb. Debus in Staufenberg; sie sind vor 20 bis stellenden Pfleger Johs. Bergt X. von Langgöns verwaltete 25 Jahren nach Amerika ausgewandett und seit mindestens Vermögen der Verschollenen beträgt etwa 2650 Mk. 10 Jahren ist keine Nachricht mehr über sie hierher gelangt.

6. Konrad Fischer, Sohn der verstorbenen Joh. Hch. Antragsteller sind die Geschwister der Verschollenen: Marie Fischer Eheleute von Treis a. d. Lda., geb. am 20. April Mannel geb. Euler in Worms und Margaretha Reinschmidt 1812; er ist vor 1837 ausgewandert und verschollen. Das geb. Euler in Frankfurt a. M. Das Vermögen beträgt 6 vom antragstellenden Pfleger Johann Heinrich Erb vop Treis bis 700 Mk. bezw. 218,27 Mk.

a. d. Lda. verwaltete Vermögen des Verschollenen beträgt 14. Marie Wambach, geb. Dern, geb. den 25. ^e- ca. 200 Alk. bruar 1837, und Ludwig Dern, geb. den 28. Januar

7. Louls Meyer, Sohn des Christoph Meyer von 1840, erstere vor ca. 40 Zähren, letzterer im Wchre lt>70 Großen-Buseck, geboren am 15. Oktober 1845; er ist vor nach Amerika ausgewandert, Kinder der in Großen-Lmden

verstorbenen Eheleute Heinrich Dern II. und Elisabetha, gell Velten. Dieselben sind seit mehr als 10 Jahren verschollen. Antragsteller ist Heinttch Dern VI. in Großen-Linden. Für Marie Wambach wird ein Vermögen von ca. 460 Mark verwaltet.

Es werden aufgefordert:

1. die oben bezeichneten Verschollenen, sich spätestens im Aufgebotstermin zu melden, anderenfalls die Todes­erklärung erfolgen wird,

2. alle, welche Auskunft über Leben und Tod der Ver» schollenen zu erteilen vermögen, spätestens im Aufgebots­termine dem Gericht Anzeige zu machen,

3. alle, welche Erbansprüche an den etwaigen Nachlaß obiger Personen bilden zu können glauben, solche bis zum Aufgebotstermine anzumelden und zu begründen, widrigenfalls sie, soweit gesetzlich zulässig, bei der Erb- verteilung unberücksichtigt bleiben und den bekannten Erben aus ihren Antrag Erbschein erteilt wird.

Aufgcbotsterrnin wird anberaumt auf

Mittwoch den 27. April 1904, vormittags 10 Uhr int Gerichtsgebäude des unterzeichneten Gerichts.

Gießen, den 27. August 1903. 6562

Großberzogl-iches Amtsgericht.

Mobiliar-Bersteigerung.

Donnerstag den 3. Septemver, nachmittags 1% Uhr, werden Grünbergerstraße 26 folgende Mobilien gegen bar versteigert: 1 Plüschgarnitur, Tische, Stühle, vollständige Betten, Reale, Spiegel, 1 Badewanne, Haus- und Küchen- gerate, 1 Ofen. I. A.: Schneider.

Die Sachen können Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr eingesehen werden. 04162

Kohlen- und KoKslieserung.

Die Lieferung von Hüttenkoks und Anthracitkohlen für die beiden evangelischen Kirchen und das Konsirrnanden- Haus an der Kirchsttaße soll für das Winterhalbjahr 1903/04 vergeben werden. Angebote wolle man bis zum 8. Sep­tember d. I., bei dem Unterzeichneten einreichen.

Gießen, den 1. September 1903. 6548

Der Evangelische Gesamt-Kirchenvorstand.

Dr. Naumann.

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