Ausgabe 
1.9.1903 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

FMetsn.

und Druckerei:

Schulstratze 7e Ddreffe für Depeschenr «uzeiger Gießen. Fernsprechcmschluß Nr. 51.

Nr. 204

erfahrt tSgltch

außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden trn Wechsel mit dem Keffischen Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der

Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver» lag der Brüh lachen Univecl>Buch-ruStein- druckerei (Pietsch Erben)

Erinnerungen zum LKeptemöer.

Es ist wohl nicht überflüssig einmal wieder an die herrlichen Worte zu erinnern, die mig Wilhelm am Tage der Gefangennahme Napoleons irr'ed an an die Wnigin schrieb:Es ist wie ein Trani selbst wenn man es Stunde für Stunde hat abrolle^sehen. Wenn ich mir denke, daß nach einem großen Glichen Krieg ich wäh­rend meiner Regierung nichts ahmreicheres mehr er­warten konnte und ich nun diel weltgeschichtlichen Akt erfolgt sehe, so beuge ich mi vor Gott, der allein mich, mein Heer und meine Merbündeten. ausersehen hat, das Geschehene zu vollbringe und uns zu Werkzeugen seines Willens bestellt hat. Nurn diesem Sinne vermag ich das Werk auszufasien und Demut Gottes Führung und seine Gnade zu preisen." U zum Schluß:Was ich alles empfand, nachdem ich t drei Jahren Napoleon auf dem Gipfel seiner Macht ghen hatte, kann ich nicht beschreiben. Der Empfang c Truppen, das Wieder­sehen des dezimierten Gardekps, das alles kann ich Dir heute nicht beschreiben; icwar tief ergriffen von so viel Beweisen der Liebe und Hiebung. Nun lebe wohl Wilhelm"

Bei der Mittagstafel am 3-ePtember 1870 ließ König Wilhelm zum erstenmal seit -ginn des Krieges Cham- pagrrer auftragen, und als a Gläser gefüM waren, er­hob er sich zu folgender Ansache:Wir müssen heute aus Dankbarkeit auf das Wl meiner braven Armee trinken. Sie, Kriegsministervon Roon, haben unser Schwert geschärft; Sie, Gerat von Moltke, haben es gleitet, und Sie, Graf Bismck, haben seit Jahren durch die Leitung der Politik Preust auf seinen jetzigen Höhe­punkt gebracht. Lassen Sie ns also auf das Wohl der Armee, der drei von mir Gennten und jedes einzelnen unter den Anwesenden trinkender nach seinen Kräften zu den bisherigen Erfolgen beicragen hat."

Gegenüber den beliebterLersuchen, das gute Recht, mit dem Wnig Wilhelm an er Spitze seines Volkes in den Kampf zog, zu verdächen, zeugt der Erlaß, mit dem Wnig Wilhelm am 2. fli 1870 einen allgemeinen Bettag auf den 27. Juli anouete, von des Königs gutem Gewissen. Es hieß darin: Hch bin reinen Gewissens über den Ursprung dieses .ieges und der Gerechtigkeit unserer Sache vor Gott gew. Es ist ein ernster Kampf, den es gM, und er wird mrem Volk und ganz Deutsch­land schwere Opfer auferleg. Aber ich ziehe zu ihm aus im Aufblick zu dem allwissden Gott und mit Anrufung seines allmächtigen Beistand. Schon jetzt darf ich, Gott dafür preisen, daß vom ersteGerüchi des'Krieges an durch alle deutschen Herzen nur e Gefühl rege wurde und sich kund gab,' das der Entrüstiz über den Angriff und der freudigen Zuversicht, daß Et der gerechten Sache den Sieg verleihen werde. Ll Jugend auf habe ich ver­trauen gelernt, daß an Ges gnädiger Hilfe alles ge­lesen ist. Auf ihn hoffe i und fordere mern Volk auf zu gleichem Vertrauen. Jcdeuge mich vor Gott in Er­kenntnis seiner Barmherzig t und bin gewiß, daß meine Unterthanen und meine Lasleute es mit mir tun."

Ein schönes Zeugnis üb den Heldenmut unserer Sol­daten im großen Kriege 18771 liegt in folgenden Worten! eines Felddiakonen:Die elden auf den Schlachtfeldern sind auch Helden im Lazart, und mit ihrer männlichen Stärke im Leiden und Dullr war eine kindliche Empfang- lichkeit für Gottes Wort vbunden. Es war erhebend zu hören, wie schwerleidende ltänner und Jünglinge mit schmerzzitternden Lippen erärten:Wir leiden gern, wrr leiden ja fürs Vaterland."Es war oft rührend zu sehen, wie die Blicke aller sich n ihrem Lager aus auf den richteten, der ihnen einffiehl dem Herrn deme Wege oder ein anderes Wort anHerz legte, und wie dann unter dem Hören hie und da dielugen feucht wurden oder hell aufglänzten und die Händ sich falteten.'

Ter neue Direktor ber$unftgeh>etbetoule in Dussel- 6 o r f Professor Peter lehrens, bekannt durch fern vornehmes Haus in der Drmstädter Kolonie, hat von bei f Stadtverordnetenversammlng für die Schule einen weu-lPra i

per König vonKngland in Wien.

Der Wnig von Englai ist am Montag vormittag von Marienbad nach Wien abc^eist und dort am Nachmittag

Louis zieren.

Emil v Behring ist, wie wir bereits meldeten, zum Wirklichen Geheimen Rat mit dem Prädikat Ercellenz" ernannt worden. Das rst dre gebuhrwde Anerkennung für die ganz hervorragenden Leistungen Beh- rings. Die von ihm geschaffene Serum-Therapie und- weiter die experimentelle Tt)erapie, zu deren Begründern er nut Pasteur, Koch und Ghrtich zahlt, haben der Medizin M wissenschasllicher Hinsicht eine neue Richtung gegeben. Zw- aleich haben sie, wie das Herabgehen der Diphtherie-Sterb­lichkeit zeigt, großen praktischen Nutzen gebracht. Dabei ist chuf dem neu angebanten Gebiete erst alles noch im Werden. Was jetzt erreicht ist, b-rechllgt zn großen Hofs nungen. In so frühem Alter wie Behruig ist noch keimnr Mediziner in 'Preußen eine so hohe Auszeichnung zutell geworden. Bernhard v. Laugeubecl erhielt sie, als er nut 72 fahren sich vom Lehramte zuruckzag, läsmara) war <4 Mafire alt und Ernst v. Bergmann war tiv als er das I Prädikat ..Ercellenz" erhielt. Behring, fleht noch vor fernem

teren Zuschuß von jährlich 7500 ML erhalten, da die Stadt Düsseldorf ein begreifliches Interesse an der Hebung ihrer Knnstgewerb eschule hat. Pros. Behrens h at den ebenfalls von Darmstadt her bekannten Bildh auer R u d o l f B o s s e l t berufen. Als erste große Ausgabe wurde der Schule ine Ausführung eines' Lesesaales der Düsseldorfer Stadtbiblio- thek' zu teil Der Saal soll auf Anregung des weitsichllgen Oberbürgermeisters Marx, welcher darauf bedacht ist, die alten Traditionen Düsseldorfs als Kunststadt zu pflegen, als hervorragendes Prunkstück die Weltausstellung von St.

eingetroffen und begeistert empfangen worden. Wiens Straßen waren festlich geschmückt und von vielen Mew- schenreihen umsäumt. Um 3h2 Uhr nachmittags kündigten brausende Hochrufe an, daß der Kaiser Frauz Jo s e f die Hofburg verlassen habe, um sich nach dem Bahnhöfe zu begeben. Er trug die Oberstenuniform des englichsen Dra- goner-Garde-Regiments. Auf dem Bahnhofe war eine Ehren­kompanie aufgestellt. Die Erzherzöge sowie die Spitzen der Behörden sanden sich dort ein. Punkt fünf Uhr traf der Hofsonderzug ein. Unter den KlängenGod save the king" entstieg König Eduard in Oberstenuniform seines zwölften österr. Husarenregiments dem Salonwagen. Der Kaiser eilte auf den Wnig zu. Die Monarchen umarmten sich aufs herzlichste. Nach der Begrüßung der Erzherzoge und Würdenträger bestiegen die Monarchen einen ä la Dau- mont bespannten Wagen zur Fahrt nach der Hofburg. Die Menschenmenge empfing den König aus dem ganzen Wege mit Hochrusen. Der Wnig kaufte freundlich grüßend für die Huldigungen. Um' 5 Uhr 30 Min. langte der Zug in der Hofburg an, wo die Standarten beider Herrscher gehißt wurden. In der Hofburg waren zum Empfange versammelt die Erzherzoginnen, der Minister des Aeußern, beide Ministerpräsidenten und mehrere Hofwürdenffmger. Nachdem der König die Erzherzoginnen begrüßt und die Ver­stellung der übrigen Persönlichkeiten entgegengenommen hatte, zog sich der König in die für ihn bestimmten Ge­mächer zurück.

Beim Galadiner, wobei auf den Wunsch des Wisers dem König mit Rücksicht auf dessen Marienbader Kur ein eigenes Menu serviert wurde, brachte der Kai­ser folgenden Toast aus:

Es freut mich, Euere Majestät bei mir begrüßen zu können, und herzlichst willkommen zu heißen. Eurer Majestät Besuch ist ein neues Unterpfand für den Fort­bestand der so innigen und vertrauensvollen Bezieh­ungen, welche seit Alters her zwischen unseren Fa­milien gleichwie zwischen unseren Ländern bestehen, und auf einem 'um so festeren Boden fußen, als keiner­lei politische Interessengegensätze zwischen un^ vorhanden sind, welche dieses erfreuliche Verhältnis einer Trübung aussetzen Lunten. Ich, gebe der zuversicht­lichen Hoffnung Ausdruck, daß dies auch in Zukunft zu keiner Wandlung sichren wird, nitb danke für die oiel- fachen Beweise der Freundschaft, die Euere Majestät mir bei verschiedenen Anlässen boten. Ich erhebe mein Glas aus das Wohlergehen Sr. Majestät. Wnig Eduard lebe hoch!

Tie Musik spielte die englische Hymne. Hierauf er­widerte König Eduard ebenfalls in deutscher Sprache in freier Rede folgendes:

Gestatten Euere Majestät, daß ich Ihnen danke für Ihre Freundlichkeit. Ich kann nur sagen: Der Empfsang, den ich bekommen habe in dieser großen Weltstadt, hat mich tief gerührt. Euere Majestät wissen, daß ich immer den größten Anteil genommen habe an Ew. Majestät kaiserlichem Hause. Euere Majestät können gewiß sein, daß die Gefühle, die ich von meiner hochseligen Mutter für Euere Majestät und Ihr Haus überkommen habe, bleiben werden. Gestatten Euere Majestät, daß ich heute, da ich seit meiner Thronbesteigung das erstemal Gast Eurer Majestät bin. Euere Majestät zum Feld­marschall meines Heeres ernenne. Ich trinke auf das Wohl Sr. Majestät des Wisers. Er lebe hoch!

Es folgten dreimalige Hochrufe. Der Kaiser reichte dem Könige die Hand, verneigte sich dankend und trank dein Könige zu. Der König saß zwischen der Kaiserin und der Erzherzogin Maria Josefa. ~

Die Londoner TageszeitmrgDaily Telegraph" bespricht den Besuch des Königs Eduard in Wien und führt aus, es .gebe nur eine Frage von hervorragender Bedeutung, bei der England und Oesterreich-Ungarn in hohem Grade inter­essiert seien, das sei die orientalische. Anspielend auf die Fortschritte, die Bosnien, Herzegowina in österreichischer Verwaltunggemacht haben, schreibt das Blatt weiter, für die Bewohner der noch übrigen euro­päischen Provinzen der Türkei werde es gut fein,

Tie Statue n der eiden römischen Kaiser Hadrian und Alexa der Severus, deren vor­läufige, überlebensgroße Ddelle der Kaiser dieser Tage auf der Saalburg besitigte, sind vom Bildhauer Jo­hannes Götz in dem übereferten Charakter ^der Impera­toren anfgefaßt. Für den opf standen dem Künstler Austen aus den Kgl. Mufeen zu Lrlin in Gipsabgüssen zur Ver­fügung. Die Kaiser erseinen beide in reichverzierter, leicht mit der Toga umlngener Jmperatorentracht; sie find im Augenblick derllocution" dargestellt, und eine Bewegung der Hand begltet die Anrede an die Krieger oder an das Volk. Hadun, der den erhobenen rechten Ärm auf die bis zum Aden reichende Lanze stutzt, ist als Bild edler Manneskrft in der Blute fernes Lebens verkörpert; das Antlitz unahmt ein tarier Vollbart, und das Haar iftxntit dem Lcöeer geschmückt. Als Hängung tritt uns Alexander Severs entgegen, der schon rm Alter von 27 Jahren bei Mainz in jähes Ende fand. DieFrgur saßt mit der linken Handden Griff des .kU-MU Enschen Schwertes. Die 6cibeii Situen werden rm Auftra^, des Kultusministers hergestell und in Bronze aus geführt

50. Geburtstage. 1854 zir Hemsdorf bei Deutsch-Eylau in Ostpreußen geboren, machte Emil Behring seine medizini­schen Studien als Zögling der mllitürärzllichen Bildungs­anstalten in Berlin und> wurde 1878 Doktor und 1880 Arzt. Seine wissenschaftlichen Forschungen, bei denen er von vorn­herein eigene 2üege ging, begann er unter schwierigen äußeren Verhältnissen als Alllitärastistent in Posen. Als Stabsarzt in Bomi wurde er von Bii^ gefördert. 1889 kam Behring, als Stabsarzt der Hygieneanstalt in Berlin als Assistent zugeteilt, in den Bannkreis von Robert Wch. Von hier aus trat er zuerst Mit seinen grundlegenden Forsch­ungen über Serumtherapie an die Oeffenllichkeit. Die Ueber- siedelung an das damals begründete Institut für Infektions­krankheiten ermöglichte es Behring, seine Ideen mit besseren Hilfsmitteln und auf breiterer Grundlage auszuführen. Durch die Ernennung zum Professor der tz^ygiene an der Universität Halle erhielt Behring 1894 zuerst eine leitende Stellung. Im Jahre darauf wurde er an die Spitze der Hygieneanstalt in M ar bu r g gestellt. Hier errichtete Beh­ring teils aus eigenen Mitteln, teils ntit Unterstützung der Höchster Farbwerke, die groß angelegte Anstalt für experi­mentelle Therapie, worin er gemeinsam nfit einen aus­erlesenen Schar von Mitarbeitern seiner genialen Ur beit über ätiologische Behandlung der ansteckenden Krankchciten 011 Auie derRcichSanz." meldet, ist über die deutsche S ü d p o l a r - E x p e d i t i o n folgende weitere telegraphrschc diachricht eiugegangcit: Expedition glücklich ^>t. Helena angekommen, alles wohl. Drygalskr

Die tzvtsteyung und Kntwicklung der Kießeuer Haöakindustrie.

Gießen, 1. September.

Die so betitelte, von der hiesigen phllosophischen Fakultär genehmigte Dissertation des Ulmer Handelskammerfekretärs Otto Ke hm aus Hößlinswart in Württemberg enthält eine erschöpfende Darstellung der Entwicklung unserer heimischen Tabakindustrie von ihren ersten Anfängen bis zum Jahre 1900. Es ist dies ein Gebiet, das nicht nur für die an der Tabakindustrie näher beteiligten Weise, son­dern allgemein von Interesse ist. Handelt es fich^ doch um den Werdegang eines Gewerbes in unserer Stadt uno deren Umgebung, das für uns von ganz hervorragender Bedeutung geworden ist, indem es unserer Stadt ein gut Teil ihres Gepräges und einer großen Anzahl der Nn- wohner ihren Wohlstand giebt. Wir wollen aus der uns vorliegenden, 110 Druckseiten umfassenden und überaus an­regend geschriebenen Abhandlung einen Auszug geben.

Tie ersten Anfänge einer Gießener Rauchtabakindustrie gehen zurück auf das Jahr 1812, in welchem Philipp Gail in unserer Stadt, gelegen in einem tabakmonopolfreien Lande, deren es damals nur wenige in Deutschland gab, eine Rauchtabakfabrik gründete. Hier durfte er wegen des starken Tabakkonsums, insbesondere unter den Studenten und dem Militär, auf einen guten Absatz hoffen. Gail begann seine Fabrik mit nur acht geschulten Arbeitern; der Absatz wuchs jedoch im Laufe der nächsten Jahre in einem Maße, daß er schon 1822 ca. 40 Arbeiter beschäftigte und ca. 1500 Zentner Rauchtabak erzeugte. Diese Erfolge führten im Jabre 1825 zur'Gründung einer zweiten Fabrik in Gießen durch H. Schirmer. 'ZMrch die Bildung und allmähliche Erweiterung des Zollvereins 18251850 wurde die Gießener Tabakindustrie noch mehr gefördert, indem sich vor allem die Kaufkraft der Bevöllerung hob und auch der Tabakkonsum innerhalb des Groß Herzogtums fortwäh­rend zunahm, sodaß Gießen schon damals den ersten Platz in der hessischen Rauchtabanndustrie einnahm Daneben wurde in bescheidenem Umfange Schnupf- und Kautabak fabriziert.

Im Jahre 1839 erfolgte ein Ereignis von größter Be» deutung für die Entwickelung der Gießener Tabakindustrie: die Gründung der ersten Zigarrenfabrik durch die Fabri­kanten Bücking und Köpfer. Sie war eine der ersten im Zollverein und die erste im Großherzogtum Hessen Ihre Anfänge waren keineswegs leicht, vor allem, da es an einem geübten Personal fehlte; aber auch hier überwand der starke Absatz die Schwierigkeiten, sodaß Gießen im Jahre 1850 ca. 200 Zigarren arbe^ter beschäftigte, denen ca. 130140 Rauchtabakarbeiter gegenüberstanden. In den folgenden Jahren nahm sie sogar einen'Auf­schwung, wie sie ihn seither nie wieder er­lebt hat. Die bestehenden Betriebe wurden auf das Doppelte und Dreifache erweitert und eine Reihe Neu gründ­ungen vor genommen, sodaß im Jahre 1859 9 Fabriken in der Stadt und einige in der Umgebung, z. B in Wieseck, vorhanden waren. Dieser großartige Auffchwung erfiärt sich hauptsächlich aus dem Erschließen eines sehr günstigen 2lbsatzgebietes in Nordamerika, aus der Verbesserung der Verkehrsmittel durch Eisenbahnen, sowie aus der Ver­drängung der ausländischen Zigarren vom deutschen Markte durch eine Erhöhu ng des Tabakzolles im Jahre 1851. Nach vorübergehender Ebbe infolge des Verlustes des nord amerikanisch en Marktes durch den 1860 dort ausbrechen­den Bürgerkrieg und der Einführung eines Prohibitivzolles

wenn sieiünter dieselbe führende Hand gebracht werden könnten, und wenn Oesterreich und Rußland mit einer gewissen Vollmacht bedeutend erweitert werde, solange Oesterreich in der Sage sei, seine Rechte und Ansprüche zu wahren und einen gleichen Truck auszuüben, wie sein Wllege und Rivale.

Die österreichische Presse bringt zum größten Teil fympathische BegrüßungIartikel, nur die alldeutsche ,^Dftb. Rundschau" veröffentlicht ein Schmähgedicht auf den König Eduard.

EEes Matr. 153. Jahrgang Dienstag 1. September 1903

Ä VezrrgSpretSi

U W monatlich7öPf., viertel.

GehenerAmelgerW

" General-Anzeiger " SEK

v den poltt und allstem.

Amb und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

W " zetgentetl: Han« Beck.