Ausgabe 
1.8.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Matt.

153. Jahrgang

zelqentetl: Han- Beck.

Die Erhaltung des Getreidebaues.

mraoRsea

tatamüöt zu fernen Ungunsten besiegelt, ehe die Muffen die letzte 'Entscheidung gebracht Hütten. Die Erhaltung des Getreidebaues ist eine nationale Forderung ersten Ranges."

Aeichstagswaylkreis Feffau-Zrröst.

Betrachtet man die Ergebnisse der bisherigen 11 Wahlen tn diesem Kreise, so wird ohne weiteres klar, wo der Kandidat aesucht werden muß, der ein Anheimfallen des Kreises an die Sozialdemokratie allein verhindern kann. Es macht sich ein stetiger Zug nach links dort bemerkbar. Bis 1893 schien der Kreis zum eisernen Bestände der nationalliberalen Partei zu gehören. Aber schon einmal war er 1881 bis 1884 anders vertreten, als Sello aus Berlin als Art- gehöriger der liberalen Vereinigung aus dem Wahlkampfe als Sieaer hervorging, indem er in der Stichwahl seinen nationalliberalen Gegner mit 10174 Stimmen gegen 7257 schlug. Von 1884 bis 1890 gelang es den Nationallibe­ralen, den Kreis gleich in der ersten Wahl zu behaupten. 1893 war schon eine Stichwahl, diesmal mit dem Sozial- beinokraten erforderlich, der mit 8719 Stimmen den da­mals noch wildnationalliberalen Rösicke mit 8517 Stim­men überflügelt hatte. Seitdem ist es dann immer erst m der Stichwahl gelungen, den von Anfang an numerisch stärkeren Sozialdemokraten zu schlagen. Die konservativen Elemente des Kreises versuchteii in den Jahren 1890, 1893 und 1898 ihr Heil durch Sonderkaridibaturen und brachten es auf 2602, 5063 und 3897 Stimmen, ohne jedoch auch nur in die Sttchwahl zu gelangen. Eine ernsthafte Kon­kurrenz machten eigenttich den Nationalliberalen nur die Teutschfreisinnigen in den Jahren 1884 und 1887 mit 6863 und 7309 Stimmen. Diese vereinigten sich jedoch später mit beu anderen liberalen Schattierungen auf die Kandidatur Rösicke, um dem Wachstum der Sozialdemokratie einen Tamm entgegenzusetzen, ein Vorgang, der die schon oben erwähnten konservativen Sondertandidaturen zur Folge hatte. Ter Beittitt Rösickes zur Freisinnigen Vereinigung sprengte dann 1903 nocy den rechten nationalliberalen Flügel von der liberalen Masse ab und vereinigte chn mit den Konservativen aus die Kandidatur des Dr. Rhode. Jetzt jedoch zeigte sich, daß der Kreis eine entschieden liberale Vertretung haben will; Dr. Rhode brachte es nur auf 5704 Stimmen, während Rösicke 11416 und der Sozial­demokrat Kappler 12 268 erhielt. Auch das Zentrum hatte in diesem zu 98 pCt. evangelischen Kreise zweimal kandi- diert, so im Jahre 1893, wo es 89 und 1903, wo Dr. Bachem 84 Stimmen erhielt. Die Sozialdemokratie ist von 579

Die Zukunft Chinas.

In Shanghai herrschen nicht nur in europäischen, son­dern auch in solchen chinesischen Kreisen, die für gut unter­richtet gelten können, zurzeit recht pessimistische Auffassungen über die Zukunft des Reiches der Mitte. Das beweist u a. ein Brief eines Pekinger Mandarinen an einen Freund in Shanghai, den dieser derNorth China Daily News" zur Verfügung stellt. Tarin heißt es:Die Lage in der Hauptstadt ist hoffnungsloser als je. Tie Mandarinen in den leitenden Stellungen sprechen zwar genug über Re- sormen, aber dabei sind sie innerlich allen Aenderungen durchaus abgeneigt. Personen, die im kaiserlichen Palaste Bescheid wissen, versichern, die Kaiserin-Witwe sei noch immer mit Haß gegen die Ausländer erfüllt, und wenn sie jetzt zu den Gesandtschaftsdamen die freundschaftlichsten Bezieh­ungen zu unterhalten strebe, so geschehe das nur, um ihre wahren Absichten zu verbergen. Die wiederholten Einlad­ungen der Damen und die Geschenke für sie sind nur Män­telchen, die dem Hasse vorgehängt werden. Ihr Verhalten erinnert lebhaft an den Sommer 1900, wo sie den belagerten Fremden mit der eigenen Hand Wassermelonen und andere erfrischende Früchte schickte, während sie mit der anderen Hand den Flinten- und Kanonenkugeln die Richtung nach den Gesandtschaften wies. Ich sürchte sehr, daß sich die Vertteter der fremden Mächte über die wahre Lage" der Dinge täuschen. Nach meiner Ansicht kann es im Norden bei dem geringsten Anlaß einen neuen Ausbruch geben. Die Kaiserm-Witwe bekümmert sich augenblicklich blutwenig um Staatsangelegenheiten und um das Wotzlergehen ihrer Untertanen. Wenn sie hohen Mandarinen Audienz gewährt, so spricht sie dabei fast nur über unbedeutende Sachen. Sobald einer sich unterfängt, unaufgefordert über so wich­tige Dinge wie die Regierung der Provinzen oder inter­nationale Beziehungen des Reiches zu reden, so kann er sich aus einen strengen Blick und auf scharfe Worte seiner Herrin gefaßt machen. Schwerlich wird ihm dann eine zweite Audienz bewilligt werden. 'Das Vorstehende ist nicht das Ergebnis einer vorschnellen Denkweise, sonders es be­ruht aus sorgsülttgen Beobachtungen. Die Ausländer sollten auf ihrer Hut sein."

Bom türkischen Marmemimster.

1 DieZeitschrift für Sozialwisseuschaft" bringt aus der Feder von Dr. Brößling-Breslan eine ausführliche Be­sprechung des kürzlich erschienenen WerkesSozialismus und Landwirtschaft" von dem sozialdemokratischen ALg. Dv. David. Für die Allgemeinheit beachtenswert ist der Hinweis auf die Erhaltung des Getreidebaues als nationale Forderung:

Den Getreidebau im Interesse lohnender Pflanzen­arten aufzugeben, könnte zur Zeit richtig erscheinen. In gleicher Weise hat vom wirtschaftlichen Standpunkt aus der Brentanismus recht, der in seinen letzten Konsequen­zen darauf ausläuft, daß der Staat am besten fährt, wenn seine Bürger sich dem jeweils gewinnbringendsten Berufe zuwenden. Wohlgemerkt, weltwirtschaftlich bettachtet, nicht aber rratto unwirtschaftlich; nicht größtmöglicher Reichtum nicht größte Fülle an billigem Brot sind die erstrebens­wertesten Ziele. Reichtum ist nichts ohne die Sicherheit des Genusses. Was nützt es> wenn man noch so billiges Bpot zu verzehren hat, und dabei der Gefahr ausgesetzt ist, daß die Herrlichkeit eines Tages zu Ende geht. In dieser Lage würde sich Deutschland befinden, wollte es dem Rate Davids im,t> der Brentanisten folgen und seinen augenblicklich in der Lat unrentablen Getteidebau opfern. Der Hinweis auf England und Dänemark, die bekanntlich von fremdem Brote leben, ist durchaus verfehlt. England hat die größte Kriegsmarine der Welt und kann damit die Getteidezusuhr selbst im Kriegsfall vielleicht einigermaßen sicherstellen. Schiffe zu bauen und zu unterhalten, kostet aber, wie männiglich bekannt, Geld; in Wirklichkeit kommt also den Engländern das billige Brot recht teuer zu stehen. Aber wehe dem englischen Volke an dein Lage, an dem eine stolze, bisher unbesiegte Flotte entscheidend ge^- schlagen wird! Hinfällig ist auch das Beispiel Dänemarks, aus das Davio besonders hiruveist; denn der kleine Staat dürste bei seiner zunchmenden Bedeutungslosigkeit gegeu- über den aufstrebenden Großmächten kaum einen Kriegs- Lanz wagen. Anoers Deutschland mit seiner Weltpolitik, das trotz allen Entgegenkommens leicht einmal in ernst­liche kriegerische Verwickelungen verstrickt werden kann. Was dmm, wenn der einheimische Getteidebau zu existieren auf­gehört hat? Deutschlands Flotte ist nicht stark genug zur ungestörten Aufrechterhaltung des Getreideimportes. Die . exportierenden Hinterländler, besonders das hier in Be- tracht kommende Ungarn selbst in Mitleidenschaft ge­zogen würden woyl kaum geneigt sein, etwas von der eigenen Produktton herzugebcn. So wäre möglicherweise Deutschlands Geschick infolge der rasch ausbrechenden Brot- !

Stimmen im Jahre 1871 auf 12919 im Jahre 1903 ge­wachsen.

Von den bisher genannten Kandidaten hat, nachdem Dr. Barth verzichtet hat, eigentlich nur Herr Büsing einige Aussichten, gegen den Sozialoemokraten sieg­reich zu bleiben, falls nicht noch ein geeigneterer, rein liberaler Bewerber auftaucht. Büsing steyt den politischen Ansichten Rösickes nicht allzu fern. Aus jeden Fall wird es einen harten Kanrpf der Meinungen noch geben,' ehe eine Klärung eintritt. Wer aber auch der bürgerliche Kandidat ist, der Aussichten aus Erfolg haben soll, er muß einwand- srei liberal und mit einer gehörigen Dosis sozialen Oeles gesalbt sein.

DoMischr Toges schau.

Ein zollfeindlicher Bauernsiihrer.

Ter Präsident des dänischen Agrar-Vereins Gutsbesitzer R. A Westenholz, hat einen bemerkenswerten Aufruf an seine Gesinnungsgenossen öffentlich erlassen. Nachdem der Präsident vor aus geschickt hat, daß er seine Wahl als Ausdruck der f r e i h a n d e l s f r e u n d l i ch e n Gesinnung des Vereins betrachte, nennt er als jein Pro­gramm die Mattup-Resolutiori der dänischen Laudleute, in der es heißt: Dänemarks Bauern wünschen 11----

Die fast fahrige Amtsführung des jüngst ver­storbenen türkischen Mariueministers Hassaw-Pascha läßt sich, wie dieN. Fr. Pr." schreibt, in einem Satze kennzeichnen:

Hassan war redlich und mit Erfolg für die Krieas- u-n fähig tert der türkischen Flotte bemüht. Bei dieser Arätt wurde er reich und blieb ein Günstling im Bildiz, im Volke freilich gut gehaßt. Je mehr die türkische Wehrkraft zur See abnahm, desto voller wurden die Laschen des geschickten ausdauernden Ministers. Sein Hareni wuchs, und jedes Jahr baute er sich am Bosporus ein neues Haus. Man behauptet, der kleine wohlbeleibte Mann habe wahrend seiner Amtszett Lein Schiff bestiegen. Vom Fach verstand er Nichts und schlug daher auch die Gutachten Kalau vom Hofe Paschas, des ausgezeichneten deutschen Seeoffiziers in den Wind. Beim Aalsbruch des russisch- türkischen Krieges war die türkische Panzerflotte die dritt- tärtste, und heute? Hinten im Goldenen Horn, im Eyub- winkel und in den Dardanellen ankern die veralteten Kriegsschiffe, die Millionen gekostet haben, in anerkannter

kernen Zoll auf Getrei de und Futterstoffe. Wrr suchen keinen Schutz auf Kosten anderer und wünschen Nicht unserm Volk feine Lebensbedürfnisse zu verteuern ^st en holz fährt dann dem ,^amb. Fremdenbl." zufolge

Der breiten Masse des Volkes wird die höchst­mögliche Produktion die meiste Arbeit und damit den höchsten Arbeitslohn schaffen. Um eine große Produk­tion abzusetzen, müssen wtt billig verkaufen, und das können wir nur, wenn wir alle Rohmaterialien billig! erstehen. Wunen wir alle Erzeugnisse der fremden Län­der zollfrei einführen, so vermögen wir jedem Wett­bewerb zu ttotzen. Jedes einzelne Mttglied des Agrar- Vereins solle dahin wirken, daß Regierung und Reichs­tag das Band, welches unseren Verkehr mit dem Aus­lande jetzt noch behindert, lösen, und die Zölle au: alle Waren mit Ausschluß der Luxusgegenstände und der Getränke aufheben."

_ - Samstag 1. August 1903

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Nr. 178

Vrschetrrt täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit ^Lettischen Landwirt d e Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.

FiotationSdruck u. Ver­lag der vrüh.l'scheu Uutvers^Buch- u. Stein­druckerei (Pietsch Erden) Kedatttou. ÖrpeMtton und Druckerei;

Schnlstratze V.

Adresir für Depeschenr «uzetger Gießen.

Kernjprechanlchluß Nr. 6L

FeuMeton.

Aus Anlaß des gestrigen 60. Geburtstages von Pbter Rosegger erschien soeben im Verlage von L. ^taamnann rn LeipzigPeter Rosegger und die st e i r i s cb e Volksseele" von Ernest Seilliöre Autori­sierte Übersetzung von I. B. Semmig. 9 Bogen in bester Ausstattung: Preis Mk. 2.50. Diese kritische Studie, die zuerst in der angesehensten Monatsschrift Frankreichs, der Revue des deux Mondes, erschien, hat in literarischen Streifen Aussehen erregt. Sie beschäftigt sich mit dec Person uiw veii Werken des Dichters in eingehender und liebe- OE.Mse, und zwar nicht bloß vom poetischen und moralischen, sondern besonoers vom religiösen Stand- vuntte aus. In Deutschland wird diese Schrift umsomehr mierestieren, weil es.gerade ein Franzose ist, der Rosegger mit solcher Eingebung studiert hat. Noch mehr, Seillwre ist Überzeugter Katholik, und ttotzdem liebt er den Dichter, von dem er selbst bekennen muß, daß er in vieler Hin- r m axU emem andern Standpunkt steht, als er. Seilliöre I ucht dies aber zu erklären, und in viesem Zwiespalt die versöhnenden Niomente hervorzukehren.

ker und Cook. Tie Jahreszeit steht unter Kern Zeichen desBädeker". Der rote Reiseonkel ist in 7^11 der unentbehrliche Freund und Führer voll Zausenden, die sich von ihm die Wege zu den Sehens- njJUL'uigreiten unbekannter Städte, den Natursch>önheiten suemder Gegenden weisen und über diese selbst unterrichten Msten looilen. Die Rolle, welche der alte ehrliche Bädeker m unserm Verkehrs- und Reiseteberl spielt, bedarf eigentlich, liier Beleuchtung mehr. Aber andere Namen sind auf v j.m Gimero aufgetaucht und haben in kurzer Zeit eine lUjin ulua/e Bedeutung gewonnen, Die noch nicht in ihrem jcAiigen um lange, in dem, was sie für die Eutivickeliulg rees vleisevertehrs in der nahen Zukunst verheißt, richtig tcrannt und gewürdigt worden ist. Umso beachtenswerter stt deshalb bk Parallele, welche Hermann Frank in seinem

im August-Hefte vonN o r d u n d S ü d" (Breslau, Schle­sische Verlagsanstall v. S. Schottlaender) veröffentlichten Aufsätze zwischen Carl Bädeker und Thomas Cook, deren Unterschied zunächst darin besteht, daß wir mit dem ersteren reisen, während der letztere mit uns reist zieht und die in dem Endresultate gipfelt: Bädeker eine deutsche Jwtzpflanze; Cook ein amerikanischer Parasit. Eine feine, ironisch gewürzte Psychologie des Reisepublikums macht die Lektüre dieses Aufsatzes, dessen praktischer Kern ernsthafte Beherzigung verdient, besonders anziehend. In demselben Hefte vonNord und Süd" beleuchtet ein kom­petenter Beurteiler, Kurd von Sttantz,Die Stellmig der Albanesen in der Balkanfrage"; Ty. Achelis hat einen gehaltvollen Essay über Ralph Waldo Emerson beigesteuert; yand Schmidkunz weist in seinem AufsatzDer Unter­richt in der Musik" nach^ wie schlecht es derzeit mit dem Riusikunterricht bestellt ist, sowohl was seine Praxis, als auch was seine Kritik und Theorie, als auch was seine historische Erforschung und Darstellung bettisft, und macht beachtenswerte Resormvorschläge. Sigmund Münz kenn­zeichnet in seinem ArtikelGraf Bülows Reden" knapp und ttefsend die Eigenart und die Vorzüge der Rede­kunst des gegenwärttgen öieichskanzlers. Eine feinfühlige und liebevolle Würdigung des Erzählers Karl Hauptmann, dessen Bild in trefflicher dlabienmg von Joh. Lindner das Heft schmückt, hat Arthur Konrad Müller geliefert. Eine wundervolle poetische Gabe hat uns der alte schlesische Dichter Theobald Nöthig in seinem DoppelgedichtWandrers Abendlied" beschert, in dem sich pantheistisches Sinnen und Sehnen in rein lyrische Stimmung umgejetzt hat. An­dere wertvolle poettsche Schöpfungen hat unter dem be­zeichnenden und berechtigten TitelErlebnisse" Heinrich Brömse veröffentlicht. An erzählenden Beiträgen enthält das Heft den Schluß vonRotkäppchen" von Henrik Pou- tvppidan und die NovelleNur der Irrtum ist das Leben" von Carl Biberfeld, die ein interessantes Problem mit o-sychologiscyer Kraft und in eigenartiger Auffassung be­handelt. Eine reiche, illustrierte Bibliographie, in welcher

üisbesondere die eingehende, von Bilderproben 6egleitete Besprechung des Cook'scheu Werkes über die belgische Süd- pol-Expeditton der Beachtung empfohlen sei, schließt das reichhaltige Heft ab.

Aus Frankfurt a. M. schreibt man uns: In der August-Ausstellung der Galerie Hermes hat Professor Karl Heffner eine Sonder-Ausstellung von 20 Gemälden veranstaltet. Neben größeren Kollektionen von Franz von Lenbach, und Hans Thoma, sind mit neuen Werken ver­treten Jos. Wenglein, F. A. von Kaulbach- Fritz von Uhde, Walther Urle, F. von Defregger, Jos. von Brandt, G. Schönleber, und viele andere mdjr. Bon Gabriel Max ist ein soeben serttggestellles GemäldeMaria auf der Heide", und von Arnold Böcklin der Cimbernkampf aus dem Jahre 1889 ausgestellt.

Folgenden Stoßseufzer aus der Schweiz ver* öffentlicht ein Frankfutter Blatt:

Legt mir ins Bett en große, warme Deckel, Und macht mer aach die Wärmflasch p'rat, Genau wie ich friert mancher alte Deckel Bei siwwe Grad!

Da hock' ich jetzt schon in der fünften Woche, G'rad wie Diogenes in seinem Faß, Und kriech' ich wirklich mal aus meinem Loche Da werd' ich naß!

Dabei fällt Schnee in endlos großen Massen, Lammen find fast täglich hier zu seh'n, Dadrunter kann man sich begraben lassen Ist das nicht schön?

Hat sich dem: Petrtls gegen uns verschworen? git denn der Himmel gänzlich liebeleer?

Die vor'ge Woche sind hier zwei erfroren Erst sie, dann er!

o fallt mer net ei, noch länger hier zu hocke

Ick) hab' 'n satt, den feuchte, kalte Kram;

Ich schnür' mei' Bündel, mach' mich uff die Socke Und reise haam!