Ausgabe 
1.7.1903 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt.

9?

153. Jahrgang

Mittwoch 1. Juli 1903

»** äglich außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt bte Giehener Kamillen» blätter viermal in der Woche bergelegt.

RolcUwnS druck u. Ver­tag bei Brühl 'scheu Unwech-Buch-u. Stein- bmdrun (Pietsch Arbeit) Redaktion. LrvedUioa uiib Druckerei:

vchnlstratze 7.

Adresse für Depeschen; Anzeiger Gießen.

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Gietzener Anzelger

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Amts- Md Anzelgeblatt für den Kreis Gietzen MOZ

_________________________________ U zetqentett: Han« Beck.

Aie Heutige Yummer umfaßt 10 Seiten.

Deutsches Keich.

Berlin, 30. Junr. Me der ,F!eichScnr^^ meldet, Nahm der Kaiser heute den Bor trug des StaQtssekretLrs des Aeichsmarineamtes entgegen.

Tas Marine-Amt zu Washington demen­tiert nach einer Deoesche aus Newyork die Meldung des Ncwyork Herald", der zufolge die Flotten o ssiziere die genaue Inspektion d e s Krie g s sch iffe sKear- sarge" durch den deutschen Kaiser unpa send sanden. Me Inspektion seieher" ein Höflichkeits- beweis.

Der Reichskanzler Graf Bülow ist ans Kiel hier eingetroffen.

Der Bundesrat ftnrrmfe in seiner heutigen Sitz­ung dem Ausschußberichte über den Entwurf einer Ver­ordnung, betreffend die Erstreckung der für die Kauffahrtei- K geltenden Vorschriften auf Gouvernementsfahrzeuge n Schutzgebieten und dem Ausfchußberichte über die Vorlage, betreffend den Entwurf abgeänderter Muster­statuten für Orts- und Betriebs- (Fabrik-) Krankenkassen zu.

Justizrat Staub meint in derDeutschen Juristen­zeitung", das Ergebnis der R e i ch s t a g s w a h l e n sei vom Standpunkt der Juristen insofern zu beklagen, als tat­sächlich wenigerJuristen in das neue Parlament ein­ziehen. Die Gesetzesmacherei könne dadurch in formeller Hinsicht, in Bezug auf Klarheit und Konsequenz, nur noch schlechter werden, und die sich an die Experimentaljuris­prudenz der Parlamente knüpfenden, immer wieder be­klagten Schwierigkeiten der Auslegung von so zu stände gekommenen Gesetzen würden sich rroch mehr häufen.

Der im Reichstagswahlkreise Celle-Gifhorn gewählte Welfe Freiherr v. Hodenberg wird sich derGerm." zufolge dem Zentrum als Hospitant anschließen. Die Zentrumsfraktion des neuen Reichstags wird daher 100 Mitglieder und 4 welfischeHospitanten zählen.

DerAvanti", ein römisches Blatt, bringt heute abend eine Unterredung mit dem soz. Reichstagsabg. (Ä. Bernstein, der die Siotwendigkeit betonte, daß die So­zialisten zu chrer Verteidigung in denReichstags- vorstand eintreten müßten, selbst wenn ein Gang zu Hofe damit verknüpft; dieser sei doch nur dem Eid auf die Verfassung vergleichbar, der in gewissen Parla­menten das Mandat bedinge. Zudem sei die Reichsver­fassung höchst denwkratisch und der Kaiser sei dem Reichs­tag gegenüber nitr der Bundespräsident. Er hoffe, daß die Fraktion dies einseheu und Singer in den Vor­stand entsenden werde. (In gleicher Weise spricht sich Bernstein in der Letzten Nummer derSozialistischen Aio- uatshefte" aus.)''"

Die zur Reichskasse gelangte Jüeinn ahme, abzüglich der Ausfuhrvergütungen usw. und der Verwalt- ungstosten, beträgt für die Zeit vom L April bis Ende Mai bei den nachbezeichneten Einnahmen: Zölle 74 642 951 Mark (plus 6 362 636 Mark), Tabaksteuer 1470 980 Atark ( 169 551 Mk.), Zuckersteuer und Zuschlag 20006 153 Mk. (plus 5 591558 Mark), Salzsteuer 8 317 175 Mark (plus 458 765 Mk.) Maischbottichsteuer 4 831638 ML ( 603 934 Mark), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag 20 760100 Mk. (plus 1103 965 Mk.), Brennsteuer 760 603 Mk. (plus 670 872 Mk.), Schaumwein st euer 501957 Mark, (plus 501957 Mk.), Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier 5128172 Mk. ( 113 746 Mk.), Summa 130 984157 Mark (plus 9 664 818 Mark. Spielkartenstempel 308549 Mark ( 18 381 Mark).

Wie derNat.-Ztg." zufolge verlautet, sind Be­festigungs-Anlagen aus der Insel Borkum in der Ausführung begriffen.

Kiel, 30. Juni. Gestern abend fänden auf dem ame­rikanischen Flaggschi ff Belustigungen für Un­teroffiziere und Mannlchasten der deutschen Flotte statt. ' lus dem Vorderdeck war eine Bühne eingerichtet für Box- lmd Ringtümpse, sowie andere Spiele. Am Nachmittag war an Bord des Schiffes eine Festlichkeit für die deutschen Offiziere mit ihren Damen, an der auch Prinz Heinrich tellnahm. Am Abend fand eine glänzende Illumination des amerikanischen Geschwaders statt. Das amerika­nisch e G e s ch w a d e r verließ abends den Hafen. Sämt­liche amerikanischen Schiffe feuerten einen Salut, der von allen im Hasen liegenden deutschen Kriegsschissen mit 21 Schüssen erwidert wurde. Die amerikanischen Schiffe führten im Großtop die deutsche, die deutschen Schisse dre amerikanische Flagge. Die Mannschaften der deutschen Schisse paradierten auf der Seite, aus der die amerikani­schen vorbeifuhren. Die Signalstation Düstrenbrook gab dem abreisenden Geschwader das FlaggensignalGlück-

d ln 30. Juni. Reichskanzler Graf Bülow richtete an den Karoinal Erzbischof Dr. Fischer folgendes Tele­gramm: Ew. Eminenz Ernennung zum r

ich mit aufrichtiger Freude vernonrmen. Ich spreche Ihnen meinen herztick/n Glückwunsch aus zu der neuen Wurde, deren Verleihung ich auch im vaterländischen n-

161 Ka r 1 miit1', 30. Ium. Der hier versammelte Landes- ausschuß der badischen N a t i o n a l s o z i a l e n, verstärkt durch weitere Vertreter der badischen Ortsvereme, hat aus Grund einer Besprechung des bekannten (auch von-uns aus­zugsweise wiedergegebenen- Naumannschen Artikels im Hillbtick aus den einzuberufenden nationalsozialen Ver- treterlag einstinlmig folgende Resolution gefaßt. 1. Di Organstaliori der NaLionaljozialen als ^lilisckw Partei­gruppe ist unter allen Umstünden bei a u & e 0 a 11 e n. L Dec Ausgang der letzten Reichstagswahlen kann die

Ausland.

Lon dv n, 30. Juni. Das Kriegsamt veröffentlicht eine Depesche des dem abessynischen Heere beigegebenen Obersten Rochefort aus Biyaado vom 6. Juni, welche be­sagt, daß das abcssynische Heer nach Gewaltmärschen am 31. Mai in der 9tähe von Jeyd Speerreller des Mullah überraschten. Die Speerreiter seien nach schwachem Wider­stande geflohen. Der Onkel des Mullah und 1000 Speerreiter sollen getötet und sein ganzer Viehvorrat einschließlich 1000 Kamele erbeutet sein. Infolge der Niederlage wandte sich der Mullah mit seinen Fußtruppen nach den Wasserstationen Gumburau. Die Abessynier be­wegen sich in südlicher Linie nach Dscherlgubi-Galadi.

Paris, 30. Juni. Die Kammer nimmt für 100 Kilo Lebendgewicht bei Kühen und Bullen einen Zoll von 30 Francs als Höchstzoll und 20 Francs als Mindestzoll an; ferner bei Kälbern und S ch a s e n 40 Francs Höchst­zoll und 25 Francs Mindestzoll, bei Schweinen 25 bezw. 15 Francs, bei frisch ausgeschlachteten Schafen 50 bezw. 35 Francs, bei ausgeschlachteten Schweinen 40 bezw. 25 25 Francs, bei Rindfleisch 50 bezw. 35 Francs, und bei gesalzenem Schweine- und Rindfleisch und anderen Fleischarten 50 bezw. 35 Francs. Der ganze Antrag wird sodann angenommen.

Die Vorlage betreffend die Bewilligung von 600 000 Francs für die Reise Loubets nach England und für den Empfang des Königs von Italien in Paris wurde von Kammer und Senat angenommen. Loubet ist übrigens von König Eduard von dem Gebrauche ent­bunden lvorden, der bei Hofe Kniehosen vorschreibt.

Wien, 30. Juni. Der Ministerrat beschloß am letzten Freitag, die Demission des gesamten Kabinetts An geben. Der Kaiser behielt sich die Entscheidung vor, die un Laufe dieser Woche erioartet wird. Die llrsache der Krise liegt in dem vom ungarischen Ministerpräsiden­ten Grafen Khuen ausgeüb.ten Druck wegen der raschen Erledigung der Ausgleichsvorlage durch den Reichsrat, welche durch die tschechische Obstruktion verhindert wird.

Budapest, 30. Juni. Die Sitzung des Abgeord­netenhauses , in der sich das neue Ministerium heute vor stellte und Graf Khuen Hedervary seine Pro­grammrede hielt, verlief äußerst stürmisch. Insbe­sondere der Passus in der Rede des Ministerpräsidenten, worin er erklärt, daß seine Politik auf der Basis des Aus­gleiches von 1867 stehe und daß die Vorlage über die Erhöhung des Rekruten-Kontingents nur vorläufig zurück­gezogen sei, entfesselten bei der Opposition einen solchen Sturm, daß der Ministerpräsident seine Rede zeitweise unterbrechen mußte. Man .rief:Betrug, Wortbruch, Hin­aus mit ihm!" usw. Nachdem wieder Ruhe eingetreten und der Ministerpräsident seine Rede beendet hatte, gab Kossuth die Erklärung ab, daß seine Partei auch gegen­über dieser Regierung die Opposition in entschiedener -ob ßnTuaiOdjß naiaquo aaqaj ojuaga qun ajiagx

genüber, welche auf der Basis des Ausgleiches von 1867 stehe.

Newyork, 30. Juni. Es verlautet, das europäische Geschwader der Vereinigten Staaten wurde zu einem Besuche in Kronstadt für 1904 ein geladen.

Parteiangehörigen nur zu entschiedener Weiterverbreitung deS nationalen Gedankens bestimmen. Professor Gold­schmidt ist von der hiesigen natioualliberalen Parteileitung zurückgetreten. Voraussichtlich werden nun die Jungliberalen oben an kommen und dem Zentrum gegenüber eine schärfere Tonart anschlagen.

Straßburg i. E., 30. Juni. Die Niederlage der klerikalen Partei im Wahlkreise Straßburg-Land führte zu Ausschreitungen gegen Protestanten und Juden. Mehrere hundert Männer rotteten sich zu­sammen, Revolverschüjse und Steinwürfe wurden aewechsell. Es wurde versuckch. Verhaftete zu be­freien, wobei die Fenster des Wacht Haus es zer­trümmert wurdem Von Straßburg aus wurde mili­tärische Hülse angeboten. Die Protestanten und Juden werden geschäftlich boykottiert.

München, 30. Juni. Der gestrige längere Vortrag des Finanzministers v. Riedel und der heutige Vortrag des Ministerpräsidenten v. Podewils beim Prinzregenten sollen daraus hindeuten, dag die Frage des Rücktritts des Ministerpräsidenten v. Riedel nunmehr akut geworden ift Derselbe tritt in den nächsten Tagen einen längeren Urlaub an. Als sein Nachfolger soll Ällnisterialrat Ritter von Psass in Frage kommen.

Aus Stadt und Knud.

Gießen, 1. Jull 1903.

* Persona lnach richten. Durch Entschließung des Großh. Ministeriums deS Innern wurde der Großh. Re­gierungsassessor August Heß in Gießen mit AuShckseleistung bei dem Großh. KreiSamt Mainz beauftragt. In den Ruhestand wurde versetzt der Bahnwärter in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschaft Martin Schmelzer zu Heideöheim mit Wirkung vom 1. Juli 1903 an.

** Das Militärkonzert, das gestern abend unter der Leitung deS Stabstrom'peters Karl Vitz und WUtwirkung deS Kammermusikers L. Kümmel im Garten des Reuen Saalbaues stattsand, war leider nicht so besucht, wie es die Leistungen der Kapelle verdient hätten. Der gute Ruf des Kammervirttiosen Kümmel, dec mit großer Leichtigkeit und glänzender Technik seine Pistonvorträge zu hören gab, hätte mehr Besucher anlocken müstm. f rr Kümmel bewies in

seinen VorträgenViola Air Vari6 Rr. 7* von Beriot und Fantasie Polka Virtuoso, einer eigenen Komposition, daß er ein ausgezeichneter Künstler im Spiel seines In­strumentes ist. Aber auch das Rtusikkorps des 1. Oberelst Feldartillerie-Regiments Rr. 15 bewährte sich als gut ge­schulte Kapelle, namentlich im Divertisiement aus ^Riebelungen^.

** Zur Generalmusterung weilte in diesen Tagen der Brigabekommandeur Generalmajor Graf K a u i tz hier.

**Landwehrübun g. Etwa 300 Landwehrleute sind zurzeit beim hiesigen Regiment zu einer Uebung eingezogen. Sie bilden ein Bataillon zu drei Kompa,gnien.

w. Großenlinden,30. Juni. Eine unserer Ncutz« bar-Gemeinden hat nunmehr, einem Vorbilde folgend, eine neue Friedhofskapelle erbauen lassen. In jener neuen Kapelle befindet sich auch ein Raum zur Aufbewahr­ung des neu bestellten Leichenwagens. Es erwies tich jedoch zu nicht geringem Schrecken aller Anwesenden, daß entweder das Tor zu niedrig oder der Leichenwagen zuhoch war. Nach Anhörung des bauleitenden Architekten blieb nun nichts anderes übrig, als das auf dem Wagen befind­liche Kreuz durchzusägen und mit einem Charnier- band zum Umklappen zu versehen.

R.-B. Darmstadt, 1. Juli. (Eigener Drahte bericht.) Aus Schwermut erschoß sich hier der 22jährige Schlossergeselle Buntschuh aus Besiungen, der ein Verhält­nis mit einem Mädchen hatte und Vater geworden war. Gestern haben hier starke Gewitter erheblichen Schaden angerichtet. In Eberstadt, Lengfeld und Griesheim, wo der Blitz in eine Hosraite schlug, die niederbrannte, und wo ein Pferd und ein Rind erschlagen worden, hat das Unwetter am ärgsten gehaust. Der Leiter des Instituts La Chatelaine in Gens, Karl Thudichum, aus Büdingen erhielt das Ritterkreuz 2. Klasse Philipps des Großmütigen.

Mainz, 30. Juni. Die Reichs tagswahl- geschichte von Mainz wird vom klerikalenM. Journ." wie folgt erzählt: 1871 hatten die Nationalliberalen mit Bamberger das Mandat Mainz-Oppenheim. 1874 ge­wann das Zentrum mit Moufang das Mandat Main^ Oppenheim, 1877 siegte der demo kr atistch-n atio n al- l i b e r a l e Dr. Oechsner, 1878 siegte wieder das Zentrum mit Monfang, 1881 siegte die Sozialdemokrat ie erst­mals mit Liebknecht, verlor jedoch 1881 bei dem Verzichts des doppelt gewählten Liebknechts den Wahlkreis an den Fortschrittler Philipps, 1884 eroberte das Zentrum mit Racke denselben, um 1890 wieder dem Sozialisten Jöst den Wahlkreis überlassem zu müssen, 1893 siegte noch­mals der Sozialist Jöst, jedoch bei der Nachwahl 1896 ging das Mandat an das Zentrum mit Dr. Schmitt zurück, welcher 1898 bei der regelmäßigen Erneuerung des Reichstages in dessen Besitz blieb, bis 1903 den Sozial­demokraten mit Dr. Davio die Vertretung des Wahl­kreises wieder zufiel.

Vermischtes.

* Berlin, 30. Juni. Wegen Erbschleicherei und Anstiftung zum Meineid werden von dem Unter­suchungsrichter des Landgerichts I Berlin die verwitwete Frau Geheime Kommerzienrat v. Zimmer­mann und deren Gesellschafterin, die unverehelichte Martha Schüler, beide aus Berlin, steckbrieflich verfolgt. In Beglellung der beiden Frauen, die sich wahrscheinlich in Amerika aufhalten, befindet sich, der Mag­netiseur Willy Reichel.

* Brü|) e1, 30. Juni. Ein Dynamit-Attentat wurde gegen das Haus der KohlengrubeGute Hoffnung in Lambufart verübt. Die Explosion wurde zwei Meilen im Umkreise vernommen. Das Haus wurde vollständig demoliert, ebenso das Nachbargebäude. Eine gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet.

* Paris, 30. Juni. Zum achten Male wurde gestern der Versuch gemacht, den Paris-Brüsseler Expreß- zug zur Entgleisung zu bringen, indem an verschie­denen Stellen die Schienen durch Lösung der Schrauben gelockert waren.

* Konstantinopel, 20. Juni. Der Konventionalzug traf heute nach sechsstündiger Verspätung, die durch eine Ueberschwemmung zwischen den Stationen Tschorlu und Muradlu verursacht war, hier ein. Rach rascher Ausbeflerung des auf der Strecke entstandenen Schadens wurde der regel­mäßige Verkehr wieder ausgenommen. Es ereignete sich kein Unfall.

* Der Kaiser sein eigener Matrose. Eine heitere Episode aus der Kieler Woche, bei der der Kaiser und der amerikanische Botschafter Tower die Hauptpersonen waren, macht jetzt die Runde in amerikanischen Kreisen. Es ist bekannt, daß der Kaiser bei Rennen seinenMeteor selbst segelt, das Ruder führt und fein schnelles Bot zum Siege steuert. Er ist dann ganz Sportsman; daß er bei solchen Gelegenheiten aber felbsl Hand anlegt, um die Segel eiuzuholen, dürfte weniger bekannt sein. Es wird nun von Augenzeugen erzählt : Am Samstag hatte der Kaiser während des Rennens den amerikanischen Botschafter Tower, Kommandeur Potts, den amerikanischen Marine- Attachee, Mr. Cornelius Vanderbilt, Mr. Summers, Ad­miral tzollmann, Grafen Tielc-Winckler, Grafen Redern und Marquis Camden als seine Gäste an Bord desMe­teor". Cs wehte eine stramme Brise,Meteor" flog nur so über das Wasser, und der Kaiser war vor Freude über den sicheren Sieg in ausgezeichneter Laune. Als die Jacht das Zielboot erreichte mib es hieß, beim Wenden die Segel umzulegen und straff zu zwhen, ergriff der Kaiser mit den Worten:Nun aber alle Hand angelegt!" ein Tau; sofort