Mittwoch I.NPrttlyog
153. Jahrgang
Erstes Blatt
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vom 1. Aprü au.
(früfjtt Nr. 8). [W
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Kejstjcher Landtag.
R. B. Darmstadt, 1. April.
Am Ministertischc: Staatsmiwister Rothe, Ministerialrat B e ck e r.
Manu. o uuf preuB. t'ütfltnneifiet» such! aiibenueu ät)n- e, wenH auch pnuai 3unt euil Küher. «Lest. Nr. 2722 an die Tryed.
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Agrikulturchemie bedürfe eS noch eines EinoernchincnS mit dem Senat der Technischen Hochschule, aber eS sei zu erwarten, daß sich derselbe im zustimmenden Sinne entscheiden werde. BIS zur definitiven Erledigung der Angelegenheit seien aber noch einaehende Prüfungen und Vorarbeiten erforderlich; der Ueberweisung des Antrages an den Ausschuß Lünne die Regierung vollständig zustunmen. TaS HauS beschließt einflimmig die Ueberweisung. CS folgt Besprechung der Anfrage der Abgg. Dr.
Schmitt und Genossen, die Sicherheit beiZoll-und Steuerkrediten betreffend.
Abg. Dr. Schmitt bemerkt, nach der von der Re- AiVruna erteilten Antwort auf die Anfrage fei es h ule
Präsident HaaS eröffnet die Sitzung um 10y< Uhr. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist der Antrag M öl- li n ger u. Gen., die Angltederung der landwirtschaft- ichen Versuchs st ation an die TechnischeHoch- ch u l c, in Verbindung mit der Errichtung eines Lehrstuhls ür Agrikulturchcmie. Ter Antragsteller beantragt die lebcrweisung desselben an hcn Ausschuß.
Slaatsminisier Rothe aiebt die Erklärung ab, daß die Regierung dem Antrag Mötlinger sympaiblsch aegen- überstehe. Bezüglich der Angliederung des Lehrstuhls für
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Nr. 77
Erscheint täglich außer Sonntag«.
tem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mH dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamilien. bläntr viermal tn der Woche de,gelegt.
Rotationsdruck u. Verlag bet Brüh loschen ld>io«r1.-V>ich- u Stein- brudt trHiiittld) Erden) Redaktion, Erveduw» und Druckerei:
alle- andere als dies Vertrauen überflüssig erschien. In der Mutter vereinigte sich kalte Verstandesklath.it mii einer gewissen Schwärmerei, die in dec Verehrung Swedenborgs, der Seherin von Preoorst, Jusiinus Kerners u,w. zu tage trat; ZschokleS „Stunden der Andacht" waren ein Lieblingsbuch von ihr. ES war, kann man sagen, die Ltmospl-are gemäßigter AufNärung und durchaus individueller Gefühls- (ntcht Dogmen-) Re- ligion, die im Hause Bismarck herrschte, und eine im strengen Sinne christlicl-e Erziehung erhielt Jung-Otto nicht." Der Sohn ging aber, von Kind auf zu „ganzer Arbeit" neigend, sehr bald in diesem Punkte über die Ideen der Eltern weit hinauS; er schlug eine pantheistische Richtung ein und stand der Bibel und dem Ehristeiltum seinem eigenen Bekenntnis nach mit gänzlichem Unglauben gegenüber, worüber die Mutter oft erschrocken und zornig war. In dieser Richtung ging seine geistige Entwicklung auch in den Jahren des Studcnl.n- uub des beginnenden Beamtenledens weiter. Selbst im Strudel der Studenten- jahre, im Taumel der gesellschaftliche Unterhaltungen traten ihm die Gedanken an den Sinn de- Lebens und an die Ewigkeit nahe: dann waren es die Philosophen, bei denen er Antwort auf die anstücmciiden Fragen suchte, die Philosophen des Altertums, Hegel und vor aliem Spinoza, dessen „anscheinend machematis--e Klarheit" ihn bescledigie. Cs folgten die Jahre in stnicphof, schwere Jahre der Me- lancholle, der Unbcsriediglheit, des Irrens, Suchens, Verzweifelns. TamalS entfernte er sich noch weiter von der Religion. Strauß, Feuerbach, Bruno Bauer bildeten seine Lektüre, und es stellte sich bei ihm fest, ,chaß Gott dem Menschen die Möglichkeit der Erkenntn.s versagt hab-". Tas ist der negative Pol in DiSmarcks religiöser Entwirre- lung und er gesteht, in dieser Periode mana-e Stunde trostloser Niedergeschlagenheit mit dem Gedank.n zugebcacht zu habe», b*6 sein uns linderer Menschen Verein zweckll)- und unersprießlich sei. .
Awei Pcrfönlichtciten h»iöen dann in brfer ernsten Zeit auf Bismarck einen bedeutsamen Einfluß in religiösen
Dingen ausgeübt. Die eine war jein Freund Moritz von Blankenburg. In ihm trat Bismarck ein Mann entgegen, der sich das ganz und rein bewahrt hatte, was er verloren hotte: den Glauben, und der diesen Glauben mit Kraft und Liebe vertrat. Durch Blankenburg wurde er ferner mit einem ganzen Kreise von Menschen bekannt, die in diesem Geiste schlichter Gläubigkeit lebten; und es ist bezeichnend, daß es diesem Manne der Tat vor allem in- Äuge fiel, daß die Angehörigen dieses Kreise- in ihren äußeren Werken fa^t durchgehends Vorbilder dessen waren, was er zu sein wünschte. Jetzt begann in Bismarck Zweifel mit Zweifel zu ringen; der Zweifel an der Macht deS Verstandes in Dingen deS Glaubens mit dem religiösen Zweifel; er lieh sich dazu bestimmen, „konsequenter und mit ent* schiedener Gcsangenhaltuiig einstweilen des eigenen Urteils in der Schrift zu lesen", und es geschah unter dem Trucke schwerer innerer Erlebnisse, daß er in diesen Tagen zum ersten Male wieder persönliche lebendiae Fühlung mit Gott und damit zugleich ein Vertrauen und cuien Lebensmut fand, wie er ihn lange nicht mehr empfunden hatte.
Lrenige Monate später trat durch Bismaras Verlobung mit Johanna v. Puttkamer die Persönlichkeit in sein Leben, die auf seine religiöse Entwicklung den tiefsten Einfluß geübt hat. Johanna v. Puttkamer war in einem tiefen religiösen und ;ircng choijllichcn Geiste ausgewachsen, und die Tif ercnz der rel.giosen eci-schauungen, bie zwischen ihr -und L-smarck bcs.ano, hat eS ihr eine zeitlang selbst zweifelhaft gcmaa-t, ob sie feine Werbung annehmen solle (Brief Bismarck- vom 7. Februar 47). AlS sich die beiden aber zum Bunde fürs Leben miteinander versprochen hatten, da gingen sie Daran, ihre Ge sanken über die Religion mündlill) und schriftlich auszutauschen und auszugleichen; und bei diesem Austausche haben beide gewonnen. Tie reine, stille und starte Giäubigleit seiner Staut hat auf Bv-marck beruh.g. id und festigend gewirkt und den Vorgang feiner religwsen Genesung beschleunigt. Aber so zart- linnig er es Dt^nueö, j.e zu Siauoensregungen, wie sie gerade in ihm arbeiteten, -inüberzuziehen, so machte er
notwendig sei. Es luge nicht die geringste Gefahr vor, wenn die Kammer den Antrag einfach fallen lasle.
Abg. Weidner bringt noch einige Bedenken vor, worauf nach weiteren kurzen Bemerkungen der Abgg. Braun, Haas-Tarmstadt und Köhler daS Hous dem Beschluß der ersten Kammer auf Ablehnung deS Antrags Köhler beitritt.
ES folgen nunnnhc Wahlprüfungen. Auf Antrag des Ausichupberichter,.atters Abg. Pennrich wird zunächst über die Wohl des Abg. U l r i ch-Lfjenbach verhandelt, da es sich hier nm bie Grundsätze für Die prinzipielle Frage hinsichtlich des doppelten «Ltaalsbürgerrechts handelt, bie auch bei ben übrigen Wahlen wiede i kehrt.
Die Wohl bes Abg. Ulrich ivirb barauf ohne Debatte einstimmig für giltig erNärt.
lieber bie Wahl bet Abgg. Säng unb Langenbach in Darm stabt berietet Abg. Pennrich; er gibt bie Ausfchuß- anträge bekannt unb macht Mitteilung von noch weiteren Durch bie Behörde festgepellten ungiltigen Abstimmungen. Tie Wohl wird daraus den Ausschußoiiträgen entsprechend e i n ft i in m i fl für ungiltig erklärt. (Die beiden Abgeordneten hatten bei Beginn der Besprechung über bie Wahl bas Haus verlassen."
Tas Haus erlla.t jubann nach ben AuSschußonträgen die Wahl der Abgg. Dr. David und HaaS-Mainz in der Provinzialhuuptstadt Mainz einstimmig für giltig, ebenso die Wahl deS Abg. Tamm-Friedberg.
Bei der Wahl des Abg. Tr. Heiden reich (2Batt>- Michelbach-Fürth) beantragt Abg. Bähr namens der AnS- Ichußmehrhcit Ungiltigkeitserklucung, wahrend Abg. Erk namens der Minderheit beantragt, die Wohl für giltig zu erklären, do die vorgekommenen Unregelmäßigkeiten in Birkenau das Wahlergebnis selber nicht altcrieten könnten. Die Kammer lehnt den Antrag der AusschußmehrheU ab und genehmigt mit erheblicher Mehrheit den Antrag der Ausschußminderheit auf Giltigkeitserkläcung der Wahl. Für die Giltigkeit stimmten die Nationalliberalen, das Zentrum und ein Teil der obechejsischen Abgeordneten, dagegen bie Sozialbemokcaten, bie Feeisinniaen, Abg. Pennrich unb mehrere Oberhefsen unb Parteilose.
Weiter wird ohne Debatte bie Wahl bes Abg. Rau (Dieburg-Gr oß-Umsiadt) unb bes Abg. Sen ßselder ^Darmsiaoi-Geoß-Gerau) für giltig erklärt.
Bei ber Wohl bes Abg. C r b (Esfenbach-Seligenstadt) kam es zu einer sehr lebhaften Debatte.
Abg. Erk beantragt namens ber Ausfchußmehrheit bie Giltigkeitserkläcung ber Wahl, Abg. Pennrich namens der Minderheit die Ungiltigieitserttärung. Nachdem Abg. Erk bie Glünbe, welche bie Mehrheit zu ihrem Antrag bewogen haben, bes näheren bargelegt, wendet sich
Abg. Ulrich in ziemlicher Erregung gegen bie AuS- schußmmderheit. Er betont dabei, dag unter den Parteien bezüglich der Wahl des Abg. Dr. Heidenreich und des Aba. Orb ein „bircliec Kuhhandel" getrieben worden sei. AIS Redner das Wort „Kuhhandel" bann noch in verschiedenen Variationen wieberholt halte, würbe er vom Präsidenten auf das Ungehörige dieses Ausdrucks hingewiesen, worauf er entgegnete: „Nun gut, dann werbe ich nicht mehr von Kuhhandel, sonbern von Pferbehanbel sprechen"." Der Präsident bezeichnet bie,e Antwort als zum minbesten ^unhöflich". Ter LEdner führt bann weiter aus, baß ein .Hanbel" stattgefundcn habe, sei burch ben ganzen Verlauf Der Sache im Ausschuß erwiesen. Bei ber Wahl des Abg. Dr. Heidenreich feien direkte Gesetzesverletzungen borge- kommen, und doch habe man sie für giltig erttärt. Dasei ein geradezu unerhörtes Vorkommen, daS er öffentlich jeslnagcln wolle. Werde die Wahl des Abg. Orb für un-
gierung erteilten Antwort auf die Anfrage fei es h nicht angängig, in eine eiugeh-.ndere Erörterung der Si tinAuiccicn, da sich dieselbe üi einem gewissen Uebergangs- stadium besinde. Er behalte sich deshalb vor, im nächsten Winter näher auf bie Angelegenheit zurücktzukommen.
Abg. Langenbach bemerkt, daß er sich im Auftrag 6er Darmstädter Haiidelrlammer ebenfalls mit ber Sache beschäftigt habe. Rebner rügt bann bie mangelhafte Sick)er- heitsvorrichtungen für bie von ben Interessenten hinter- Icßtcn TepotS m Darmstabt. Im hiesigen Zollamt sei bie Aufbewahrung ber Depots so unzulänglich, baß es für einen geiviegten Eiiibrecher eine Leichtigkeit sein würbe, sich in ben Besitz derselben zu bringen. Tie Regierung möge doch dafür Sorge tragen, daß diese Depots an einem sicheren Cne ausbewahrt werden, vielleicht bei der Dank für Handel
rnort der Regierung auf bie Anfrage erscheine ihm etwas kühl, sie beruhe auch aus ungünstigen Voraussetzungen. Tie jetzigen Lehrkräfte hätten vielfach eine ganz ungenügende Vorbildung. Man verlange keineswegs, daß für den Fortbildungsunterricht ganz besondere Kräfte herangezogen werden sollen, es seien auch akademisch gebildete Kräfte bei den Realschulen genug vorhanden. Die Regieruilg möge nicht nur die Wünsche der Handelskammern, sondern auch die des Hauses in dieser Frage berücksichtigen.
Staatsminister Rothe giebt kurz die Eiklärung ab. die Regierung werde bie hier gegebenen Anregungen in nähere Erwägung ziehen.
Abg. Reinhart fuhrt aus: Die weitere Entivickclung der kaufmännischen Fortbildungsschulen in Hessen unb ben anberen beutschen Bundesstaaten sei nid)l in dem Maße fortgeschritten, als es vom Kansmannsstande im allgemeinen hätte erwartet werden können. Die Schuld daran liege wohl auch mit an der nicht genügenden Organisation des deutschen Koufmannsstandes. In den deutscl>enPariamenten sei dieser wichtige Berufsstand seither nicht seiner Bedeut- ung entsprechend vertreten gewesen, er h^ibe deshalb auch nicht den »hm gebührenden Ein,luß aus die Gesetzgebung nehmen können. ES gebe wohl kausmännische Organisationen, aber keine Zentralisation. Der preußische Handelsminister Möller habe kürzlich mit Recht auf biejen Mangel hingewiesen. Erft seit 2 Jahren habe man in Hessen bk kaufmännischen tzortbilbungsschulen mit 12000 Mk. Zuschuß unterstützt, während für die landwirtschaftlichen schulen so große Summen ausgegeben würden. Er h-'sse, daß sich die Regierung ben in ber Anfrage gegebenen Anregungen sympathisch gegenüber stellen werde.
Abg. Wolf (Hess. Sp.) legt [eine Erfahrungen bar, die er mit der mangctbasten Berufsausbildung von Kaufleuten aemacht k^ibe. Er Halle eine Verböserung derselben ebenfalls für sehr iwtwenbig.
Damit ist bie Desprechuna der Anfrage erlediat. Cs kommt nun die Rückäußerung der ersten Kammer über den Art. 6 des Schlachtvieh- und Fleischbesck-augesetzes zur Be- ratung. Tie erste Kammer hat den hierzu vom Abg. Köhler gestellten Antrag (wonach in erster Lime statt des Kreis- rates der Kreisausschuß darüber entscheiden solle, ob in Landgemeinden Einrichtungen in betreff der Taugllchmari)- ukig von bedingt für tauglich erklärtes Fleisch zu treffen seien) einstimmig übgelehiit.
Ter Ausschußberichterstatter Abg. Seelinger empfiehlt jetzt die Zustimmung zu diesem Beschluß der ersten Krunmer.
Abg. Köhler führt Beschwerde darüber, dag nach dem Bericht des „Gießener Anzeigers" die Miiiisterialiäte Weber und Braun seinen Antraa als der Landwirtschaft schädlich bezeichnet und versucht hätten, ihn ,^.nzuschwärzen". Es sei ihm auch vorgcworfen worden, daß er den Artikel nlcht gelesen oder ihn mißverstmiden habe. Er habe das Ge-setz sehr wohl gelesen un> vielleicht mehr daraus entnommen, als den Herren lieb sei.
Ministerialrat Weber rechtfertigt seine Aeuß?rungen in der ersten Kammer und weist nach, daß Herr Kobler den Ausschußbericht falsch verstanden habe. Redner bespricht dann nochmals die Folgen, die der Antrag ^böhler für die Landgemeiuden zeitigen würde. Tie Regierung sei gewillt, in der Frage nur das rein örtliche Beoücfnis maßgebend sein zu lassen. Sie habe deshalb auch bereits Vorsorge ge- trossen, daß die kreisämtrr von der Bcstimmung, zwangsweise keinen Gebrauch machen sollten, solidem nur, wenn von der Gemeinde selber der Antrag dazu gestellt werde.
Abg. Haas-Tarmstadt ist der Meinung, daß der Schutz, ben ber Antrag Köhler einsühren wolle, gar nicht
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Zum 1. April.
Bon Robert Berndt.
Man kennt einen arvßen Mann nicht, so lange man nicht über sein Derhülmis zur Religion im Klaren tfL
Stellung er auch zu ihr einnehmen mag, s foieX sich darin nicht aNrin seine Larsteilungen aber die letzten Fragen des M-nschenda,-^. sondern -ach bie Art, wie er biefe Vorstellungen jur bas nutzbar macht unh sie darauf überträgt. Blsniarck war im höchsten Grade praktischer Mensch nicht un
Zinne eines amerilautschen „man of bu)iiUB , sondern in der eigentlid)en Bedeutung deS snechi,d-en Wortes Praxis", insofern eS ihn stets drängte, ,eme Per,önlich^ leit in der Tat und durch sie darzustellen. Dennach ist and) ihm nicht der peinvolle und dustere Dag durch das Labyrinth des Zweifels und der Spekulation er,part ge- blieben und erst im Mannesalter ^it er em gc>ichcrtrS und klares Verhältnis zur Religion gefunden, ^.ann aber ist es besonders interessant und für BiSmarcks Perfon- l dckeit bezeichnend, wie er die |O gewonnenen religiOjcn Anschauungen mit feinem sich schnell verbreiternden und vertiefenden öffentlichen Dirken in lebendige Dezich- ungen zu fetzen weih, wie sein Geist, vor allem die reli- aiöien ^bcen weiter ausbaut, die feine polttische Tatig- keit zu ^stutzen und zu nähren geeignet sind, und wie „ Leben und Religion vecemt cnUvickelnd und sie an- -inand-r prüfend, zu immer reiferen und ein faseren Ausfassungen g.langt Diese Seite semeS GeisteslebrnS ist eÄ neuerdings in helleres Licht getreten, seitdem der Briefwechsel mit seiner Braut und Gattm bekannt ge- toX>C®kberP Bi>m«iÄ «ater noch Jeine «uttet Äatten, nach der Darst-lluna de» Sohnes den ^istlichen Äauben "firettacn Sinne des Wortes. Der Vater, sagt Bismarck, so auf ©otteS Siebe und Barmherzigkeit, daß ihm
unb Jnbustrie. ,,
Ministerialrat Becker führt au», daß eine nähere Re- aelung ber Angelegenheit bis zum nächsten Herbst zu erwarten fei. Taß bie Räume für bie Aufbewahrung ber Depots in Darmstadt ungenügenbe seien, gebe er zu, ba- aeucn habe die Bürgernieisterei in Mainz auf regierungs- fcüifle Anfrage ecwibert, daß die für die AufbewahruiigS- räume getrossenen SicheiheitSmaßnahmen allenBorjchrif.en auf Schutz gegen Feuer unb Tiebstabl entsprächen. Tie Regierung habe sich übrigens vor vier Wod)cn an bie Stadt- Verwaltungen von Tarmsladt und DormS gewandt, wo die Berhällnisie ebenfalls sehr ungünstig lagen, und dieselben ersucht, daß sie daraus bebadyt sein möck-ien bauliche Ver- änberungen zu treffen, burch welche bre Sid-erh.it der Hinterlegungen mehr als bisher gewahrleisttt wird.
Bei Besprechung der Ansrage der Abgg. Langend ach u. Gen., ben kaufmännischen Fv r t b i l b u n g s- unterricht betr., macht Abg. Langenbach längere Aus- führungen im Sinne seiner Anfrage, bie vom Abg. Sang ^^AbgOÄ meint, eL sei für den KüufmannSstaud
büchst widitig, daß an den kaufmänmsd-en Fortbildungs-- chulen nur solche Lehrkräfte angcfUllt wurden, bie auck Le Grwälir bafur böten, daß der junge Mann wirklich zum prak.ischen Kaufmann herangebildet werde. Die Ant-
i gesunde (Immen iradjt suchen Stellung. >ei sfrauMierShauser, ^liinbfililirüEe. jzili)
ÄjWMki ’ann u. qutt jrufliufie 1)1 balbifiit KieUuna.
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______ _ _ _ Bezugspreis:
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GletzenerAnzeigerW
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