Ausgabe 
31.3.1901 Erstes Blatt
 
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Landwirtschaft

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darüber noch: Bon den beiden absoluten Monarchen, dem russischen Zaren und dem Sultan abgesehen, deren Ein­kommen, da sie freie Verfügung über einen großen Teil der Itaatseinnahmen haben, sich nicht genau feststellen läßt, steht der Kaiser von Oesterreich und König von Ungarn Franz Josef mit 18 600000 Kronen (= 16/2 Mill. Mk.) an der Spitze. Die kleinste Apanage sämtlicher europäischer Fürsten bezieht der Herr der schwarzen Berge, der Fürst von Montenegro, der nur über ein Staatseinkommen von 9000 Dukats oder 82 000 Mk. verfügt. Bon den deutschen

beschloß, dem betreffenden Abgeordneten eine Frist von drei Tagen zu gewähren, damit er sich in dieser Zeit frei­willig nenne. Nunmehr hat der Abgeordnete der Regier­ungspartei Györffy zugegeben, daß er die Tarifpolitik des Handelsministers in der Adriafrage mißbilligt habe, zu­gleich aber erklärt, daß er den Handelsminister nicht ver dächtigte. Ergab in. .der heutigen Sitzung des Abgeordneten­hauses eine dahingehende Erklärung ab. Das Vorgehen Rakowszkys, so führte er dabei aus, sei illoyal, meuchlerisch und nichtswürdig gewesen. Die Erklärung Györfsys wurde sympathisch ausgenommen. Abg. Rakowszky betonte sodann wiederholt von Hohngelächter unterbrochen, daß er alle Verdächtigungen zurückziehe, da es sich in der ganzen Sache nur um einen Racheakt der Volkspartei gegen Hege- dues handelte. Den anderen Abgeordneten, der ihm Ein­flüsterungen machte, werde er nicht nennen. Györffy wird sich noch heute mit Rakowszky unter schwersten Bedingungen duellieren. Nach der Sitzung fand ein Zweikampf zwischen Györffy und Rakowszky statt. Abg. Györffy wurde am Daumen leicht verletzt. Die Gegner versöhnten sich nicht. Rakowszky hatte so vehement angegriffen, daß sein Säbel brach. Tie Stellung des Handelsministers Hegedues, dessen ganzes Verhalten in der Affaire von der liberalen Partei mißbilligt wird, gilt als ernstlich erschüttert.

Kon sta n t i n o p el, 29. März. Die V e r ha f t u n g en verdächtiger Bulgaren und die Haussuch­ungen dauern fort. Im Vilajet Monastir wurde um ein­zelne, von Bulgaren bewohnte -Ortschaften, welche nachts von Patrouillen durchstreift werden, ein Militärkordon ge­zogen; in der Nähe der Eisenbahn liegende Ortschaften werden von Gendarmen bewacht. Zur Ermittelung jener Bandenführer, welche die Bevölkerung zu Waffenkäufen auf- sorderten, sind Nachforschungen im Gange.

dürfte.

ko. Frankfurt a. M., 29. März.

Mostobst, Schüttelobst unverpackt, 3 Mk. für Brechobst unverpackt oder in einfacher Umschließung, mindestens 4 Mk. für Tafelobst in anderer Verpackung u. i. w. pro 100 Kilogramm) beantragt, desgl. die Einführ­ung von Zeitzöllen für eine größere Anzahl von Gemüsearten. In die Preisnotierungsmitteilungen des Lanbwirtichaftsrats sollen in Zukunft auch die Getreivepretse deS Mainzer Marktes ausgenommen werden. Im weiteren wird die Veranstaltung von gemeinsamen landwtrtschafllichen Studienreisen unter Führung deS LandwutschaftSrats und die Einführung einer einheitlichen landwirtschaftlichen Buchführung unter den Landwirten und ländlichen bezw. landwirtschaftlichen Schulen deS Landes beschlossen. Zur wirksamen Bekämpfung der Maul' und Klauenseuche soll die stündige Anordnung und Durchführung der siebentägigen Ernfuhrquarantüne sowie der Erhitzung der Magermilch, Buttermilch rc. auf mindestens 85 Grad in den Sammelmolkereten bei der Großh. Regierung beantragt werden.

Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft. Unter diesem Titel ist soeben int Verlag von Paß u. Garleb, Berlin (Preis 60 Pfg.) eine Broschüre erschienen, die den Kommezienrat Heinrich Albert- Biebrich zum Berfaffer hat. Die Landwirtschaft steht wegen der be­absichtigten Erhöhung der Getreidezölle im Mittelpunkt des politischen Lebens. Der Verfasser schildert in kurzer, anschaulicher Weise die Land­wirtschaft, ihr Verhältnis zur Industrie, er erklärt an Hand von aus­führlichem statistischen Material Kosten und Gewinn einer tmensiven Wirt- chatt und geht dann zur Darstellung der extensiven Wirtschaft über.

hiehe. Die meinigt Breitjam wert schohn kuhrirrt, las man erscht kobmt, sohn dehrnlich Kubba. Griß auch den Michan. Wodlt mir ja auch. Biehlleicht nem auch dem Michan. Griß Ale Ale un schreif Du bahlt an mir. Deini Freindin. I. L."

* Karlsruhe, 29. März. Fünfzehn Jahre lang Unterschlagungen begangen hat der Geistliche Rat Lud in in Karlsruhe, der im vorigen Herbst gestorben ist. Der Jahresbericht des Vereins zur Rettung sittlich ver­wahrloster Kinder enthält eine eingehende Darstellung dieser Betrügereien. Im Jahr 1883 hat Ludin die Stellung an­getreten mit einem Gehalt von 1200 Mk., das sich später

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Vermischtes.

Ein Bewohuer Masurens stellt derOstpr. Ztg." nachstehenden ergötzlichen Brief eines liebe­vollen Dienstmädchens zur Verfügung:Meini Liehbe Freindin. Bin ich schon von Marrtin hir un gefahle mir vvrleuftigt gut. Wen sich meinigt Breitjahn aus die Gina (China) zurick körnt, auch kom zurick. DaS dahrnlich Jung schreist an mir, das wohlt überhaupt nich zurick körnt nach Dütschlant. Hatt in die Gina ein Mättchen zum Brauht gehabbt. Alls aber hat beseht gutt die Fiß un die Munt, hat sich vergruht un vereitelt. Die Fiß find verschrumpelt un an die Mnnt hat sich bitt Lipen wie Worscht. Na fon Kehrl, wert ihm zeicht, wen komt. Lahß liehber GineS tot schiest. Wen mir nich abbit, Heurat ihm nich. Hier hab auch Breitjan, wo mit mich all AbentS spazirt get un mir schon parrnal wohlt Heurath. Ich sag zu em, Franz las mit man noch, vor immer will sich noch nich henrath. Un die Dinst iS hier in die E nich besser als bei Herrschaft in die Heumat. Un sir die Esen band scheu. Mann blohS immer Gemähs (Gemüse). Ne Liebe Karlin. Kom man blohS nich

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Gerichtssaal.

ssln, 29. März. Bei der Untersuchung in Sachen deS Elberfelder Militärbefreiungsprozesses ergab sich, daß ein 72jähriger Mann Leichlinger gleichfalls lukrative Geschäfte in Militärbefreiung machte. Die Düffeldorfer Kriminalpolizei ließ durch einen Spitzel einem Mann namens Jansen eine Falle stellen, und verhaftete ihn in Köln, alS er den Sp tzel dem Arzte zuführte. Vor dem Düffeldorfer Gericht soll am 15 April gleichfalls ein Militärbefreiungsprozeß stattfinden. Än Dr. Sch. ist bereits seit Monaten in Untersuchungshaft.

Leipzig, 29. März. Die Revisionen v. KayserS und v. Schacht- meyers wurden zurückgenommen; der Prozeß der Harmlosen ist da­mit erledigt.

Metz, 9. März. Die Verhandlung gegen den Oberleutnant Rüger hat heute früh vor dem Oberkriegsgericht begonnen. Ungefähr 30 Zeugen und 2 medizinische Sachverständige sind geladen. Die Ver­nehmung der Zeugen ergab nichts wesentlich neues. Bei drei Zeugen wurde die Oeffentlichkeit ausgeschloffen. Die von der B eeidigung ge­ladenen Sachverständigen erklärten, daß sie nicht in der Lage seien, infolge des reichen Materials chr Gutachten sofort abzugeben. Sie baten, die Verhandlung mindestens zwei Stunden auszusetzen. Der Ge­richtshof vertagte die Sitzung bis morgen. Auf Antrag der Verteidig­ung wohnen als Sachverständige der Vorsteher einer badischen Anstalt für Abstinenzler und der Vorstand der psychiatrischen Klinik tn Zürich bei. Unter den Zeugen befand sich auch der Direktor der Metzer Kriegsschule Generalmajor Wolf. Oberleutnant Rüger erschien in Uniform mit Mütze, ohne Degen. Er ist eine stattliche hochgewachsene Erscheinung mit tief­ernstem Antlitz, auf dem sich die Spuren der Untersuchungshaft und der anhaltenden schweren Aufregungen deutlich bemerkbar machen. Rüger ist 1869 in Deutz geboren und kam 1889 in die Kriegsschule in Metz. Seine Vorgesetzten schildern ihn als einen tüchttgen Offizier, der aber zu Gewalt- thätigkeiten neige. Im Laufe des Vormittags wurden sieben Zeugen ver­nommen, darunter Oberstabsarzt Mger, der Bruder des Angeklagten, und die beiden Hauptleute, die dem Hauptmann AdamS die Duellforder­ung des Oberstabsarzt- Rüger überbringen sollten.

8. Dännstadt, 29. März. Die Erste

lebigte heute nachmittag eine Anzahl Rückäußerungen beS anderen Hauses unb vertagte sich bann auf unbestimmte Zeit. In bet Zweiten Sammer beginnt morgen die Eisen-

Arbeiterbewegung.

Marseille, 29. März. Die Ausständigen beschlossm zw.r aber­mals die Fortsetzung deS AusstandeS, doch S^bt uttm sicher, daß der AuSst-nd demnächst betgelegt werde. Der Bargirmeifter n klärte einem Berichterstatter, er rechne bestimmt dareuf, daß die Arbeu

Aus Stadt und Kand.

Gießen, den 30. März 1901.

* Der Verein für Armen- und Krankenpflege hielt am

H.L. Darmstadt, 27. März. Am 25. März fand hier eine Sitzung des Hessischen Landwirtschaftsrats unter dem Vorsitz des Präfix deuten Geh. Regierungsrat Haas und in Anwesenheit vom Ministerialrat Braun als Vertreter der Großh. Regierung statt. Die Voranschläge des Landwirtschaftsrats pro 1901/1902 wurden mit je 55 304,76 Mk. in Ein­nahme und Ausgabe abgeschlossen. Die vorläufige Abrechnung über die , - - o - . , landwirtschaftliche Landesausstellung ergab nach Einsetzung eines Reserve-

bahnbebatte, bte mehrere Sitzungen in Anspruch nehmen! fonds für noch nicht übersehbare und ausstehende Ausgaben in Höhe von - I 3000 Mk ein Defizit von 2 999,16 Mk bei einem Gesamtaufwand von

Geaenwärtia finket "2 535,93 Mk. Für die Beschickung der Wanderausstellung in Halle ,. M ftntt ,'<n I (Juni 190i) wurden 5000 Mk. vorgesehen. Bei Beratung des Zolltarifs

hier bie Aushebung statt. Auch ein junger ©c^mabebatteI^urbe beschlossen, eine Erhöhung des Zolles für Wein in Fäffern von fich zu stellen. Statt seiner kam von seinem hier ansässigen I 20 Mk. auf 24 Mk, von Verschnittweinen und frischen Weintrauben auf Later fblaenber Brief: »Werther SchtabSarzt! Siellb Mk. per 100 Kilogramm bei der Regierung zu befürworten und an cntfAulbiae bafi mei Bua nicht zur Mutschterunal^e Eiufuhr von roten Berschnittweinen die Bedmgung zu knüpfen daß VerDe enijajuio g , p I solche nur zum Verschnitt mit Rotwein verwendet werden und Verschnitte

ksmmt, beUU es Hot gar tot Wert. 3 hau ihn g messe, büf} I DOn Weihwetoe als Rotwein nicht in Verkehr gebracht werden

er mit beu Stiefle 1 Meter 54 mischt, unb wenn er sei f dürfen. Ferner wird die Einführung Mäßiger Obstzölle (1,50 Mk. für

Freitag im neuen Schwesternhaus in ber JohanneSstraße feine Generalversammlung ab. In seiner einleitenben Ansprache wies ber Vorfitzeube, Pfarrer Schlosser, auf bie völlige Umwanbluug hin, bte sich in ber Auffassung unb im Betrieb ber Armenpflege vollzogen habe. Aus bem gebautem losen Almoseugeben sei mehr unb wehr eine wohlerwogene unb sorgfältig geübte Pflege ber Armen geworben. Mehr unb wehr seien bie Veranstaltungen ber vorbeugenbeu Armenpflege in beu Vorbergruub getreten, bie, von sozialem Geist burch , . - ..

hnmnfn es als ihre fSantotaufaabe anfebe möalickst viele ba^ auf 1500 Mk. erhöhte. Nach den Feststellungen haben die Unterschlagungen im Jahre 1885 begonnen, indem Ludin £P.r v.°" ^^^Hungeu leben miiffen. einzelne der von den Bezirksämtern und den Vertrauens-

Die Entwicklung eS Deretus sei durchai^ biefem * Zuge | m^nneTn eingesendeten Kollektesummen, nachdem deren gefolgt. CS könne unb müsse aber auf biefem Gebiete noch I Empfang bescheinigt worden war, für sich behielt, sie nicht viel mehr geschehen. Aus bem von bem Vorfitzenbeu er- in das Kassenbuch eintrug, so daß sie auch nicht in der statteten Jahresbericht sei, da er gedruckt werden wirb unb! Rechnung unter den Einnahmen erscheinen konnten und als Beilage desGieß. Anz." allen Lesern zugeht, nur kurz die Belege über die erfolgte Einsendung mit den Sammel- folgendes erwähnt: Die Jahresbeiträge sind von listen nebst der vom Vorstand ausgestellten Weisung zum 4639 Mk. auf 5788 Mk. gestiegen. Immerhin kommt bei L/Süitrag in die Rechnung" vernichtete. Die Gesamtsumme Q-cr w' hurrfifrhnitHtA ans der in den 15 Jahren dem Verein veruntreuten Kollekten-

» Ä 2 9?/ m beträgt rstnd 78 400 Mk. Daß die Veruntreuung lange

den Kopf emeS MitgliedeS nur 2 /r Mk., was dem bedeutenden I ^^ntdeckt bleiben konnte, erklärt der Jahresbericht aus Umfang ber VeremSthätigkeit Nicht völlig entspricht. Die von Ludin vorgenommenen Fälschungen. Der Ver- regelmäßigen Ausgaben sind auf ca. 27 000 Mk. gestiegen, waltungsrat wird jetztselbstverständlich", wie es im Jahres- benen höchstens 23000 Mk. an einigermaßen sicheren Ein »bericht heißt, im Rechnungswesen Einrichtungen treffen, die »ahmen gegenüberstehen. Der weitaus größte Teil ber Aus geeignet sind, ähnlicheii Vorkommnissen vorzubeugen. Ein gaben, nämlich ca. 20000 Mk., fällt auf bas Schwesternhaus bischen spät! ,

mit ben betriebenen Zweigen seiner Arbeit unb bie in Paris, 28. März. Der LanbschaftSmaler Cazin ist rn demselben und in ber Stabt geübte Krankenpflege. Durch Sübfrankreich gestorben.

die Einnahmen aus ber Krankenstation im Schwestern I Heber bie Zivrllisten ber europäischen hau« konnte wenigsten« ein Teil der Darlehnszinsen gedecki Monarchen berichteten wir schon IN Nr. 67. Wir erfahren werden. 133 Kranke mit 1676 Verpflegungltagen wurden'^-""----*

HAch. Heute morgen Herstellung Elnauth gjx hessischen Mger träte, Wte von Tarmstadt gie bchnpolitik H Zreußisch-Hessi hervor. !ßenr in

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Stiefle ausch hat mischt er nur noch 1 Meter 51. Vielleicht ischt nächst Jahr bescher. Achtungsvoll Chr. B." Der 52 Jahre alte Fabrikbirektor Zimmermann erhängte sich im Weinkeller seiner Wohnung in ber Schubertstraße. Der Grunb zur That ist unbekannt.

* Kleine Mitteilungeu eu8 Heffe» unb ben Nachdarfllutten. Eine in Mainz abgehalteue Konferenz von Vertretern bei bayerischen unb hessischen Strombauverwaltung hat sich babin ausgesprochen, daß auf Grund der Schifffahrtsakte von 1868 Preußen im Schiersteiuer Hafen höchstens soviel an Ufer« ober Liegegelder erheben darf, als zur Deckung ber Anlage' unb VerwaltuugSkosten erforberlich ist.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

fc. Frankfurt <u M., 29. März. (Dividenden.) Landgräflich Hessische konzefstonterte LandrSdank Homburg v. d. H 7'/, Prozmr (9 Proz. im Vorjahr). Frank'urter Maschinenfabrik Aktiengesemchast 12 Pro, (t. D. 25 Proz.). Süddeutsche Bank Man.-ihetm 6 Pro-.

Fälschungen hei -er Preutz. Hypotheken «kttenbank. In der außerordentlichen Generalversammlung der Preuß. Hypotheken» Aktienbank wurde über einen Bericht diskutiert, dem im wesentlichen das dem Untersuchungsrichter in Sachen Sanden u. Gen. vorliegende Akten- material zu Grunds lag. Dieser Bericht, der sich nur mit der R'chttg- tellung einzelner Positionen befaßt, reicht bereits aus, um fefizustellen, daß in den drei letzten Geschäftsjahren 1897, 1898 und 1899, entgegen den buchmäßigen Fixierungen, kein Reingewinn vorhanden war, und daß ferner alle Dividenden und Tantiemen aus dem Kapital gezahlt wurden. Vertreten waren in der Gmeralversammlung 6126000 Mk. an Aktienkapital mit 10210 Stimmen, davon entfielen allein auf die Deutsche Bank 4 563 600 Mk. mit 7606 Stimmen.

Sohle«.

ES notieren: Ruhr-Fettnutz Körnung I und II Mk. 215 biv Mk. 220, Nutzschmtedekohten Mk. 190 bi« Mk. 200, Deutsche Anthr.cit-Nußkohlen Mk. 325 bis 335, englische Anthracit-Nußkohlm Mk. 365 bis Mk. 375, Ruhr-Flammnuß Körnung I und II Mk. 210 viS Mk. 220, Ruhr-Flammnußkohlen III Mk. 200 bi« ML 210, Fettschrot Mk. 170 bis Mk. 175, Ruhr-Bruchcok« Mk. 815 bi« Mk. 325. Ausstebgi ieS Mk. 150 bis Mk. 160. Alles per 10 Sonnen ad Mann­heim. Durch die andauirnde Kälte bleibt die Nachfrage rege.

Tabak.

Im Laufe der BerichtSwoche ging e« in Mannheim sehr ruhig u und ist von nennenswerten Abschläffen nichts zu dnichten. Die Tabake der neuen Ernte entwickeln sich täglich besser und liefern ein Material wie solche« schon lange nicht mehr vorhanden war. Nach unserer Ansicht wtro dagegen in Blatttadaken für Umblatt sehr bald Mangel eintreten, da diese durch ibr lrichteS und dünnes Blatt an Halt verlieren werden. In alten Tabaken fanden zu Anfang diS Mitte Mk. 39 einige Umsätze statt. Lose fetnschmeckende entrippte Einlage ist sehr gesucht und wurde bi« Mk. 85 bezahlt. Lose Pfälzer Rippm geschäftSlos, lose feine Mk. 8 diS 9, gebündelte Mk. 11 dis 12.

S*

Spiritus ging an der Berliner Börse bei überreicher Zufuhr und chleppendem Geschäftsgang um 30 Pfg. in der Berichtswoche in die Höhe, um gestern wieder 20 Pfg. zu verlieren und schließt heute mit Mk. 44,80. Der Ring wird ab 1. April seinen Preis um 50 Pfg. erhöhen. Bei dem übergroßen Lager, das er zu halten gezwungen ist und bei dem schwachen Absatz wird die Position desselben keinesfalls gesicherter.

Biehmarkt.

Die einschlägigen.kle warm tn der Vorwoche etwas leb­hafter frequentiert und daS Geschäft mtwickeltc sich an den meinen Plätzen sehr gut. Prima Großvieh war sehr lebhaft gehandett und blitb nur geringer Ueberstanb. Mittlere Qualitäten et freuten sich guter Beachtung, sodaß hierin daS Geschäft alS gut mittelmäßig zu bezeichnen war. Kälber warm sehr gefragt und eS wurde säst überall zu etwas anziehendm Preisen auSverkauft; an einigen Plätzen blieb nur ganz minimaler Uederstand. Fette Schweine sowohl, al« auch Läufer und Melchschwetne warm sehr geftagt, an «lnzelnm Plätzm wurde der Zutrieb sogar vollständig geräumt, währmd im Allgemeinen nur ganz geringer UebeifUnb blieb.

Oietzerr, 80. März. Marktbericht. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. * 1.00-1.20, Hühnereier per St 60 e) 2 St. 0000 4, Enteneier 2 St. 0016 *, Gänse» eier per St. 0000 4, Käse 1 St. 58 4, Käsematte 2 St. 58 4, Erbsen per Ltter 22 Linsen per Liter 84 Tauben per Paar u 1.001.20, Hühner per St. JC 1.502 20, Hahnen per Stück jH 1.802.00, Enten per St. M 2.002.80, Gänse per Pfd. 0.00 bis 0.00, Ochsenfleisch per Psd. 6874 Kuh. und Rindfleisch per Pfund 60-64 4 Schweinefleisch per Pfd. 6474 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Psd. 78 4, Kalbfleisch per Psd, 6066 <3, Hamm-ljletsch per Pfd. 5066 A, Kartoffeln per 100 Kilo 6.507.50 JC, Weißkraut per St.

darin ausgenommen. Die meisten davon waren in Behänd lang beS Professors Dr. Walther, eine kleinere Zahl in ber auberer Herren, nämlich Geh.-Rat Dr. Riegel, Proseffor Dr. Poppert, Proseffor Dr. Sticker, Dr. Zinßer, Dr. Schliep- hake, Dr. Köppe, Dr. Reinewalb. In ber Gemeinbe pflegten bie Schwestern in 628 Familien mit 17 571 Pflege­besuchen, 102 ganzen Tagpflegen unb 669 Nachtwachen. Im Hospiz herbergten 55 Personen mit 277 Verpflegungstagen. Ju ber Krippe würben 55 Kinder mit 4984 Tagen verpflegt... Leider mußten in diesem Winter bie Nähabenbe aus ISunbessürsteu erhält «ach dem König von Preußen fallen, weil trotz aller Bemühungen «ein Ersatz für da« seit- der König von Bayern mit 5403 160 Mk. die höchste Zwil. herige Lokal, den alten Rathaussaal, zu erlangen war. - list-; ihm folgt der König von S a chs - n mit 3 142 MO Mk , Die von Rendant Döring geprüfte Rechnung wurde mit]bem sich der König von Württemberg mtt 2 608 769 Mk. «4095,86 Mk. in Einnahme und 62929,27 Mk. in AuSgabr anschließt. Ein- Zivtlliste in Höh- von 1331857 Mark genehmigt und dem Rechner A. Witter mit herzlichem Dank steht unserem LandeSsürsten, dem Großherzog von für seine Mühewaltung Entlastung erteilt. - Die satzung»- Hessen zu. Der Sroßherzog von Sachsen-Weimar aemäß au-,ch-idenden Mitglieder des Vorstandes, nämlich: bezieht 960 000 Mark der Großherzog von Baden die Herren Dr. Baur, Pfarrer Euler, Rentner C. Schwan, 1 833 413 Mk. Es folgen der Herzog von Anhalt «.Witter, Frau Medtzinalrat Folleniu«, Frau Professor 600 000 Mk. und der Großherzog von Oldenburg Döhlbaum, Frau Geh.-Rat Pasch, Frau L. Schlatter, Frau der verhältnismäßig geringen Summe von 255000 Mk. G-h.-.Rat Siebeck, wurden sämtlich wiedergewählt. F»rst-n von Schwarzburg. S°,d-rshaus-n

X Leihgestern, 29. März. Der hiesige Gesang Schwarzburg.Rudolstadt b-zt-h-n 500000 Mk. Verein .Eintracht» feiert am 7., 8. und 9. Juli sein 297 012 Mk. Apanage. Schließlich haben die Herzöge

40jährige« Stiftungsfest, zu dem eine stattliche An- Sachsen» Meiningen und Sachlen-Ko bürg Zivil- zahl Gesang-Bercine der benachbarten Ottschasten eingeladen I listen von 394 286 Mk. und 300 000 Mk. Verschiedene find und mehrere auch schon ihr Erscheinen zngesagt haben, deutsch- Bund-Ssürst-n beziehen ihre Staatseinnahmen an« Nicht allein der Verein selbst, der über 100 Mitglieder bestimmten Fonds oder aus den Erträgen von Ländereien, zählt, sondern anch die ganze Gemeinde zeigt ein großes j sodaß deren Höbe sich nicht immer gl-ichbleibt. _____

Interesse für das Fest. Ein Feftplatz ist an der Kreisstraße »ach Gießen gewählt toorben. Es fiub noch einige Grüuder des Vereins aktive MitgUeber, bie befonberfl geehrt werben sollen.

HS

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