Ausgabe 
27.2.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 49 Zweites Blatt

Mittwoch 27. Februar 1901

Redaktion, Expedition und

Druckerei Zchulpratze 7.

Schiffskanäle; 12. Umwandlung der ein wirkliches Reichsinstitut mit dem der Notenausgabe und Annahme von Diesen 12 Geboten fügen sie noch den nicht nur Freihändler, Manchestermäuner

11. keine großen Reichsbank in alleinigen Rechte Depositengeldern. Wunsch an, daß

151. Jahrgang

und Kathedersozialisten wie Brentano, Lotz, Conrad u. a., welche die studierendeJugendmitihrenverkehrten Doktrinen" erfüllten, sondern auch Vertreter einer dem Praktischen Leben angepaßten Richtung auf die Lehrstühle der Universitäten berufen werden.

Adresse für Depesche«:

Anzeiger Stehe».

FernsprechanschlußNr.bl.

Politische Tagesschau.

Der bayerische und der hessische Bauernbund legen in einem Aufruf an die deutschen Fürsten, den Bundesrat und den Reichstag ihre Wünsche für den Abschluß der Handels­verträge nieder. Sie verlangen, daß dieeinseitige Be güuftiguug von Handel und Industrie" aufhöre und das begangene schwere Unrecht an der Landwirtschaft" gutgemacht werde. Sie wünschen: 1. einen autonomen Zolltarif oder Handelsverträge mit kurzen Sichten auf Grund eines Maximal, und Minimaltarifs; 2. Ausreichenden Schutz für die gesamte landwirtschaftliche Produktion (die Zölle müßten so hoch sein, daß nicht nur die ErzeugungSkostcn gedeckt würden, sondern auch ein angemessener Gewinn übrig bleibe); 3. einen gleich, mäßigen Zoll von mindestens 7 Mark auf alle Haupt­getreidearten; 4. für Mehl einen doppelt so hohen Zoll wie für Getreide; 5. für Ma iS nur die Hälfte wie für Getreide; 6. höhere Viehzölle, Grenzsperre für Schlacht oieh, Ursprungszeugnis für Magervieh; 7. höhere Zölle auf Bau-, Nutz- und Schnittholz; 8. Eisenbahn Frachttarife, die für die Ein- und Durchfuhr land- und forstwirtschaftlicher Produkte nicht billiger sein dürfen als für die heimischen, ohne Staffeltarife; 9. Beseitigung der Meistbegüvftignngsvertrage; 10. Beseitigung der Transitlager, Zollkredite und Mühlenkonti;

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-.

Die Gießener Zamilten- blätter werden dem An­zeiger im Wechsel mitHess. Landwirt" und ^Blätter für Hess Volkskunde" vier, mal wöchentlich beigelegt. Annahme Bon Hnieigtn der nachmittags für »en folgenden Tag rrichrinenden Nummer bi» vorm 10 Uhr Abbestellungen spätesten» abend» vorher.

GichenerAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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vezugrpreir vierteljährt. Mk. 2.20, monatl. 75 tßfg. mit Bringerlohn; durch btc Abholestcllen vierteljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 P^.

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entgegen und betrachtet es als ausgeschlossen, daß die russi­sche Regierung wirklich dazu übergehen könnte, Zölle zu erhöhen, die durch Vertrag in bestimmter Höhe festgesetzt sind. DieVoss. Ztg." und dieNationalttg." betonen die Unzulässigkeit einer solchen Maßregel. Beide Blätter weisen auf die gereizte und agressive Stimmung in den leitenden russischen Kreisen hin,Zollsätze, welche durch Handels­verträge gebunden sind", schreibt dieNationalztg.", können während der Dauer derselben von keinem Staate unter Berufung auf lediglich private Mittel der Preis-Nor­mierung, die man irgendwo anwendet, abgeändert werden." Herr Witte, der sich so viel auf Recht und Gerechtigkeit beruft in seinen Auslassungen, dürfte das selbst wissen. Dann waren aber die Drohungen gegen Deutschland über­flüssig. Für den Staatsmann gilt weit mehr noch als für den Privatmann das Wort: Zorn ist ein Gericht, das kalt genossen werden muß. . . .

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Berlin, 25. Februar.

Fortsetzung der zweiten Beratung deS Etats der Eisenbahn» verwaltuna.

Abg. Macco (natl.) bemerkt, eine Reform der Personen­tarife fet jetzt mehr als je angebracht, denn die günstige Finanzlage ermögliche es, Verluste, die sich etwa dadurch ergeben sollten, zu ertragen.

Abg. Sieg (natl.) führt auS, gestern ist der V-Zug, der von Eydtkuhnen kommt, eine Stunde von Berlin entgleist. Uns passirete nichts; das verdanken wir vor allem der großen Sicherheit der D Wagen.

Abg. v. Mendel-SteinfelS (kons.) erklärt, der Eisenbahn- mtnister habe die Aufgabe, die Ausfuhr nach den Seehäfen möglichst billig zu gestalten, der Einfuhr aber etwas höhere Tarife auszueilegen. DteS Prinzip habe der Minister auch bet der Detarifirung deS Zuckers durchgeführt.

Abg. Goldschmidt: Bei dem Wohlwollen, mit dem der Minister der Großen Berliner Straßenbahn begegnet, bedarf eS gewiß nur -tneS Wortes, um dem Mißstand abzuhelfen, der in der unzu reichenden Ausbildung der Wagenführer liegt. Bei der Umwandlung deS Betriebes find dtePferd«kutscher" inElektrische Kutscher" um­gewandelt worden. (Stürmische Heiterkeit.)

Präsident unterbricht, bittet, nicht Sachen zu besprechen, die doch nicht hierher gehören

Abg. Goldschmidt (srs. Dp) bittet, ihn aussprechen zu lassen, er wolle sich kurz fassen, wisse aber sonst nicht, wo er diese Beschwerden Vorbringen solle.

Präsident entgegnet, er wolle einmal heute weich fein, aber Redner mögen fich kurz fassen.

Abg. Goldschmidt (srs. Vp.) fährt fort, er rate dazu, die Führung der Wagen der Straßenbahn von Maschinenschlossern aus­führen zu lassen. Die Frauenarbeit in der Eisenbahnverwaltung gebe zu Bedenken Anlaß.

Präsident unterbricht und macht darauf aufmerksam, daß Per- sonalfragrn hier nicht besprochen werden sollten.

Abg. Goldschmidt (frs.Vp.): Er habe geglaubt, eS werde dem Minister angenehm sein, wenn er die Sachen gleich hier zur Sprache dringe.

Präsident entgegnet: ES komme hier nicht darauf an, waS dem Minister angenehm ist, sondern was dem Hause genehm ist. (Stürmische Heiter kett.)

Abg. Goldschmidt (frs. Vp):Ja, meine Herren! Dann will ich fortfahren und versuchen, waS ich hier noch anbringen kann. Dte Wahlrechtsausübung der Babvbeamten.

Präsident unterbricht wiederum und macht darauf aufmerksam, daß dieser Punkt bet Titel 1 der Ausgaben etnzubrtngen sei. (Heiterkeit.)

Avg. Goldschmidt (frs Vp.): Ich ziehe eS denn doch vor, morgen früh als erster meine Rede fortzusetzen, in der Hoffnung, daß mich der Präsident da nicht so oft stören wird.

Präsident: Aber ich störe Sie je garnicht, gebe aber keine Verficherungen für morgen. (Heiterkeit)

Abg. Wetekamp (frs. Vp.) wünscht Abschaffung der Zuschläge für Schnellzüge und rügt dann Uedelstände in der Behandlung der Passagiere 4. Klasse. Wenn ein Minister so etwas dulde, sei er kein Minister für Verkehrswesen, sondern für verkehrtes Wesen.

Präsident: Etnrn Minister für verkehrtes Wesen giebt eS in Preußen nicht, Herr Abgeordneter, ein solcher Ausdruck entspricht auch nicht dem Sprachgebrauch deS Hause«.

König Eduard in Deutschland.

Der König von England weilt nun auf deutschem Boden, uni seiner schwer leidenden Schwester, der Kaiserin Fried­rich, in Cronberg einen Besuch zu machen. Sowohl von deutscher wie von englischer offiziöser Seite wird der Besuch als rein privat bezeichnet, und damit werden auch die politischen Betrachtungen hinfällig, die im voraus daran geknüpft wurden. Der König hat in Schloß Friedrichshof Wohnung genommen. Arn Portal des Schlosses Friedrichs- thof verließ am Montag, wie uns gestern ein Telegramm meldete, der Kaiser den König von England und kehrte sofort nach Homburg zurück. Um 1 Uhr traf der Kaiser wieder in Cronberg ein, um am Frühstück teilzunehmen. ;3m Gefolge des Königs befanden sich der Leibarzt Laning, der Adjutant Kapitän Ponsonby, der englische Botschafter <3ir Francis Lascelles und ein Sekretär.

Bei der Tafel im Schloß Friedrichshof saß der König von England zur Rechten Seiner Ma­jestät des Kaisers, zur Linken Seiner Majestät saß die Prinzessin Margarethe von Hessen, neben dem König von England die Kronprinzessin von Griechenland und Prinz Friedrich Karl von Lessen. Nach der Tafel fuhr der Kaiser, der noch der .Kaiserin Friedrich einen kurzen Besuch abgestattet hatte, um 3 dreiviertel Uhr mit dem General-Adjutanten, Ge­neralleutnant von Kessel nach Homburg zurück; 20 Minuten später begab sich der König von England mit der Kronprinzessin von Griechenland und seinem Gefolge, eben­falls nach Homburg, um dem Kaiser einen Gegenbesuch «bzustatten. Er kehrte kurz vor 6 Uhr nach Cronberg zurück. An der Abendtafel zu 11 Gedecken nahm der König mit seinem Gefolge und der Hofstaat der Kaiserin Friedrich Seil. Heute (Dienstag) frühstückte König Eduard, wie uns ein Telegramm meldet, bei dem Kaiser in Homburg.

Wie man hört, wird König Eduard bis Samstag in Cronberg bleiben.

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Zur neuen russischen Kundgebung

wird uns aus Berlin, 25. Febr., geschrieben:

Rußland wird ungemütlich. Eine Zolldrohung reiht fich an die andere, und es macht die Situation nidjt weniger ernst, daß in den verschiedenen amtlichen und halbamtlichen" Auslassungen, die natürlich sämtlich aus dem russischen Finanzministerium stammen, zunächst nur von Möglichkeiten, von eventuellen Schritten, gesprochen wird. Auch im Leben der Völker hängt man Drohungen gern ein Mäntelchen um. Aber was ist es anders als eine Drohung, wenn der neueste Artikel im offiziösen PetersburgerFinanzboten" noch vor dem Ablauf der Handelsverträge Amerika und den westeuropäischen Staaten in erster Reihe gilt dies für Deutschland Zoll­zuschläge ankündigtgegen solche Produkte, welche eine Syndikatsorganisation erhalten haben und im Auslande wohlfeiler verkauft werden als zu Haufe?" Also würde hauptsächlich die deutsche Eisen- und Kohlenausfuhr, worauf jene Voraussetzungen zutreffen, von dem Zuschlagszoll be­troffen werden. Und weshalb? Weil Die Vereinigten Staaten einen Zufchlagszoll auf den russischen Zucker ein- führen, und weil man in Petersburg den dringenden Arg- lvohn hegt, andere Zuckerausfuhrländer, namentlich Deutsch­land, hätten bei der Vereinigten Staaten-Regierung, zur Einschränkung der Konkurrenz Rußlands, diesen Zuschlags­zoll angeregt!9hir einer solchen aus Europa herstammen- ten Idee" (daß Rußland geheime Zuckerausfuhrprämien gewähre)verdankt Rußland diesen ungerechten Akt der freundschaftlichen amerikanischen Staaten". So heißt es - in der russischen Kundgebung. Mit anderen Worten: Von selbst wären die Vereinigten Staaten nicht darauf ge­kommen ; sie sind aufgehetzt worden von anderen Ländern. Dafür sollen nun die anderen Länderbestraft" werden.

Das ist denn doch ein etwas starkes Stück! Schon die persönlichen Spitzen des ersten russischen Artikels, in der PetersburgerHandels- und Jndustrie-Ztg.", gegen den Reichskanzler Graf Bülow bewiesen unverkennbar die Ge­reiztheit des russischen Finanzministers Witte über angeb­liche Machenschaften von deutscher Seite. Mit Würde und Ruhe läßt Graf Bülow soeben in derNordd. Allg. Ztg." diese Spitzen parieren. Er bezeichnet die Angriffe mit feinem Sarkasmus alsungewöhnlich",bei der Herkunft des Artikels". In den letzten Worten liegt deutlich ausgedrückt das Erstaunen, von einem Staatsmann eine solche Sprache zu vernehmen. Tas Auswärtige Amt hat, wie dieNordd. Alla. Ztg." feststellt, keine jener persönlichen Bemerkungen in Dem vom Wolff'schen Bureau uns übermittelten Auszuge gestrichen. Graf Bülow lehnt es ab,dem Verfasser des Artikels auf diesem Wege zu folgen, und die im Handels­verkehr zwischen Deutschland und Rußland obwaltenden beiderseitigen wichtigen Interessen einer persönlich zuge- spitzten Behandlung zu unterwerfen." Das ist eine bittere Pille für Herrn Witte.

Tatsächlich trägt die deutsche Regierung, wie uns mon informierter Seite versichert wird, nicht die mindeste Schuld an dem Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen Rußland. Es ist der deutschen Regierung, die sehr genau d ie Empfindlichkeit Rußlands kennt, garnicht in den Sinn gekommen, Amerika zu einem Zuschlagszoll auf russischen Jucker anzuregen. Vielmehr liegt es nahe genug, daß die a merikanischen Zuckerinteressenten dafür ihren Einfluß ein» gesetzt haben. Man sieht in unseren maßgebenden Kreisen wher mit voller Ruhe den weiteren Schritten Rußlands

Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 25. Februar:

Immer neue Wünsche zum Zolltarif werden laut. So fordert jetzt der Vorstand des Deutschen Handels­tags die Handelskammern auf, hei den Einzelregicrungen vorstellig zu werden, sie möchten den Gesetzentwurf, sobald ^r an den Bundesrat gelangt ist, den Kammern zur Begutachtung vorlegen. Es ist Har, daß diese Prüfung sehr gründlich ausfallen, also geraume Zeit in Anspruch nehmen würde. Auch könnten dann die Vertretungen der Landwirtschaft und Jndusttie mit Recht die gleiche For­derung erheben, wodurch die Fertigstellung des Entwurfs immer wieder verzögert würde. Die Regierungen der Bun desstaaten werden dem Wunsch der Handelskammern kaum entsprechen. Denn einmal ist bereits die Ausarbeitung des neuen Tarifs im Wirtschaftlichen Ausschuß unter Beteilig ung von Vertretungen aller Erwerbsgruppen von statten gegangen, und dann bietet sich noch hinreichend Gelegenheit, in der Presse und auf dem Wege der Petition an das Parlament Sonderwünsche zum Ausdruck zu bringen. Die vom Reichstag zu wählende Zolltarifskommission wird nicht ermangeln, die Spezialforderungen zu prüfen.____________

Das Schicksal der Buren.

Wir find uns heute darüber kaum mehr im Unklaren, daß die letzten englischen Operationen gegen De Wet und Botha, wenn nicht zu einer Entscheidung, so doch ~ zu schwerer Schädigung der Burensache geführt haben. Vor allem wird es immer wahrscheinlicher, daß. De Wets Ein fall" tatsächlich die Spitze abge­brochen ist, denn obwohl weder er noch das Gros seiner Leute den Briten in die Hände gefallen und in den Freistaat zurückgedrängt worden ist, so ist doch seine Streit­macht durch die Strapazen der letzten Wochen und die Verluste jeder Art dermaßen geschwächt, daß sie vor ber völligen Auflösung zu stehen scheint. Noch vertieft wird dieser Eindruck durch eine Meldung derDaily Mail" aus Hopetown vom 24. ds. über den Verlauf des Kampfes in der Nähe dieses Ortes. Diese Meldung lautet:Nach­dem De Wet am Freitag (22.) erfolglos den Versuch gemacht hatte, den Brak bei der Klip drift und den Oranje bei der Readsdr if t und der Marks drift zu überschreiten, zog er den Oranje mit einem Feldgeschütz und einem Pompomgeschütz herauf und lagerte gegenüber der Kameeldrift. Bei Tagesanbruch brach Oberst Plumer von Welgevonden, 35 Kilometer östlich von dem Lager der Buren, auf und griff sie bei Zuurgat au. Er nahm dabei 40 Mflnn gefangen. Die Verfolgung der Buren dauerte bis zum Nachmittag. Die Buren marschierten auf Hopetown. Am Abend bekamen die Spitzen der eng­lischen Truppen den Feind in Sicht, der sich außer Schuß- weite gelagert hatte. Oberst Owen griff die Stelle au, wo er Die Artillerie der Buren vermutete und erbe u t e t c ihre beiden Geschütze, nämlich einen Fünfzehnpfündec und ein Pompomgeschütz. Die Buren flüchteten und ließen sämtliche Pferde, fertig gesattelt, im Stich, ebenso ihre Kochgeschirre. Nach den letzten Berichten haben 400 Buren den Oranje wieder überschritten. Der Fluß ist sehr ange­schwollen". Die Nachricht bedarf im einzelnen der Korrek­tur, denn daß De Wet an einem Tage den Brakslutz bei der Klipdrift und den Oranje bei der Marksdrift, dw rund 100 Kilometer von einander entfernt liegen, zu überschreiten versucht haben soll, ist einfach unmöglich. Vielmehr muffen fich die drei Uebergangsversuche auf mindestens Drei ver­schiedene Tage verteilen. Aber von dieser Zeitbestimmung abgesehen, dürfte der Verlauf der Dinge so gewefen sein, wie ihn der Berichterstatter wiedergiebt. De Wet hat also offenbar bei Strydenburg die Straße De Aar-Hopetowir verlassen, um querfeldein marschierend, die Straße von Hopetown zu erreichen, die sich bei Leeuwberg gabelt in den nordwestlichen Arm, der durch die Readsdrift über den Oranje nach Griquatown führt, und in den südwest­lichen, stark nach Norden ausbiegenden Arm, der den Brak­fluß kurz vor feiner Mündung in den Oranje in der Nähe der Klipdrift überschreitend nach Prieska geht. Prieska war zunächst das Ziel De Wets, weil er hoffte, sich dort mit Hertzog bereinigen zu können. Der hohe Wasserstand scheint indessen den Uebergang über den Brakfluß vereitelt zu haben, wenigstens ist ein anderes Hindernis nicht erficht - lich. De Wet wandte fich nun wieder zurück und folgte Furten suchend der Straße, die den Oranje aufwärts laust. Der Oranje bildet hier einen rechten Winkel, dessen in der Nähe der Marksdrift liegt. Aber an der Readsdrif wie an der Marksdrift scheiterte ein Uebergangsversua an dem Hochwasser. Zudem lief er hier den Engländer' wieder in die tone, deren Spitze unter Jmer Welgevonden halbwegs zwischen dem vorgenannte berg und ber Readsdrift auj einem Hohenzuge ftanoen.