Ausgabe 
24.11.1901 Erstes Blatt
 
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opfern. Tenn d'ie Buren kämpften nicht für sich, sondern auch für uns: Wenn thatsächlich ganz Lüd-Afrika den Engländern in die Hände falle, dann sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch unsere südafrikanischen Kolonien in dem englischen Besitz aufgingen. So müßten wir uns eins fühlen mit den Buren, und darum gelte sein Hoch dem deutschen Volk und dem Burenvolk. Freudig stimmten die Versam­melten in den Hochruf ein.

Parlamentarisches aus Hessen.

Nach dem Berichte des Ersten Ausschusses soll der Vor­stellung des Rhein-Main-Gastwirte-Verbandes, betreffend die Revision des Gesetzes über den Urkundenstempcl vom 12. Aug. 1899, keine Folge gegeben werden.

Ein Antrag des Abg. Häusel lautet: Die Kammer wolle die Regierung ersuchen, in der Preußisch-Hessischen Gemcinschaftsverwaltung auf Einführung von Sonntags­fahrkarten für die Stationen Höchst, Neustadt und König der Odenwaldbahn hinzuwirken, und der Abg. Breimer wünscht, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, in der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschast auf Einführung von Sonntagsfahrkarten auch für die Station Hetzbach der Oden­waldbahn hinzuwirken.

Zu der Vorstellung der Hilfsgerichtsschreiber bei den Amtsgerichten, der 2. Staatsanwaltsgehilfen und Gerichtsschreiber-Aspiranten, betreffend anderweste Regelung ihrer Dienstverhältnisse, äußert sich die Majorität des 1. Ausschusses in ablehnendem Sinne. Die Minorität wünscht, daß die Kammer der Regierung die Vorlage zur Erwägung überweise. Von dem gesamten Ausschuß rotrb beantragt, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, den Beamten des Gerichtsschreiberdienstes andere Amtstiteb zu verleihen.

Dr. Wilhelm Raabe, Braunschweig, Prof. Tw. theol. Rade, Herausgeber der Christlichen Welt, Marburg, Peter Rosegger, Kriegslach bei Graz, Prof. Tr. Gustav Schmoll er, Berlin, Prinz Emil von Schönaich-Carolath, Prinz Heinrich zu Schönaich^Larolath, Prof. Dr. Aloys Schulte, Breslau, Geheimrat Prof. Dr. Schwenninger, Groß- Lichterfelde, Prof. R. Siemering, Berlin-Westend, Geheim­rat Prof. Dr. Rud. Svhm, Leipzig, Prof. Dr. Stintzing, Jena, Hofpred. a. D. Stoecker, Mitglied des Reichs­tages, Berlin, Geh. Justizrat Ernst Wichert, Berlin, Dr. Adolf W i l d b r a n d t, Rostock, Geh. Legat. Rat Dr. Ernst von Wildenbruch, Weimar, Prof. D. Leopold Witte, Halle a. S., Prof. Dr. Wrede, Breslau.

D-ie Satzungen des Bundes lauten: Der deutsche Buren­hilfsbund hat den Zweck, die Leiden der Opfer des Süd- Afrikanischen Krieges zu lindern. Zu diesem Zweck sollen in erster Linie Geldsammlungen veranstaltet werden. Der Sitz des Deutschen Burenhilfsbundes ist in Berlin. Orts­gruppen und Abteilungen können überall gebildet werden. Die Mitglieder des Gründungskomitees, welche den Aufru^ unterzeichnet haben, wählen einen verantwortlichen ge- schästsführenden Ausschuß mit dem Rechte der Zuwahl. Alle Aemter werden ehrenamtlich verwaltet. Jedermann kann gegen Zahlung eines von ihm selbst zu bestimmenden Beitrages Mitglied des Bundes werden. Die eingehenden Gelder werden entweder direkt den Hilfsbedürftigen über­wiesen oder den offiziellen nach Europa entsandten Ver-

für den Oranje-Freistaat, wohnhaft im Haag, A. Ti W. Wolmarans, Mitglied der Deputation für die Süd-Afrika­nische Republik, wohnhaft im Haag zur Verfügung gestellt. Aenderungen der Satzungen bleiben den,Mitgliedern des Gründungskomitees Vorbehalten. Briefe sind zu senden an den Deutschen Burenhilfsbund, Kurfürstendamm 23o, Ber­lin W. 50. Geldsendungen an den Deutschen Burenhilfs-, bund zu Händen der Kur- und Neumärkischen Ritterschaft!. Darlehnskasse, Wilhelmsptatz 6, Berlin W. 8. Der Bund quittiert öffentlich in demBurenfreund" (Red. Courbcere- traße 11, Berlin) und durch die Presse.

Dr. Leyds hat sich einem geschästsfuhrenden Mib- gliede des Ausschusses des neu eingerichteten deutschen Burenhilfsbundes gegenüber in interessanter Weise ge­äußert, worüber die neueste Nummer desBurenfreund" Ausführliches veröffentlicht. Er schloß mit den Worten:

Wenn der Deutsche Burenhilfsbund jetzt und in Zukunft unseren Uebriggebliebenen thatkräftig aushelftn will, so wird unser niederdeutscher Stamm in Afttka dem Brudervolke in Deutschland dauernd treuen Dank wis.en; und damit das Gefühl der Zusammengehörigkeit der beiden Völker immer inniger werde, wird es unsere eifrige Sorge sein, dahin zu wirken, daß die Unseren auch wissen, wo und in welchem Grade die deutschen Bruder ihnen geholfen haben.

Wir wünschen dem Bunde besten Erfolg.

Das Viehkursbuch.

Zu den von den preußischen Landwirtschaftskammern bezüglich der Tierbeförderung auf der Eisenbahn beim Reichs-Eisenbahnamt eingebrachten Anträgen teilt dre Nordd. Allg. Ztg." mit, daß die Verhandlungen wegen der Herausgabe eures Kursbuches für den Viehverkehr zu einem vorläufigen Abschluß gelangt sind. Das offiziöse Blatt bemerkt dazu: .

Es handelt sich jetzt nur noch darum, sestzustellen, ob ein solches Kursbuch rechtzeitig oder we.ligstens ohne größere Verspätung zum Beginn der Fahrplanperioden erscheinen kann. Zu diesem Zweck wird das Reichs-Eisen­bahnamt zum 1. Mai nächsten Jahres eine Probeausgabe veranstalten; fällt der Versuch günstig aus, dann soll das Kursbuch etwa im Format des Reichs-Kursbuches, aber '.n wesentlich geringerem Umfange, bis auf weiteres zum Beginn einer jeden Fahrplanperiode, erstmals zum 1. Oktober nächsten Jahres für den öffentlichen Gebrauch) herausgegeben werden. Zur Darstellung sollen gelangen die Fahrpläne aller Vieh, Eilgüter- und gemischten Züge der Haupteisenbahnen, der für den wichtigeren Verkehr in Betracht kommenden Güterzüge und der zur Vieh- befördcrung ohne oder mit Zuschlag freigegebcnen Per­sonenzüge. Tas Kursbuch soll ferner enthalten: ein Ver­zeichnis aller von den Eisenbahnverwaltungen, namentlich für den Zug- und Zuchtviehverkehr festgelegten Verbind­ungen zwischen den wichtigeren Bezugs- und Absatzorten, die einschlägigen Vorschriften der Verkehrsordnung nebst Zusatzbestimmungen, die allgemeinen Tarrfvorschriften, die Befördcrungspreise der Staatseisenbahneu, einen Aus­zug aus den vom Bundesrat beschlossenen Bestimmungen über die Verladung und Beförderung von lebenden Tieren auf Eisenbahnen, die Beförderungs-Vorschriften der Eisen- bahnen, eine Zusammenstellung der im Deutschen Reiche gegen das Ausland und im Ausland gegen das Reich auf Grund veterinärpolizeilicher Anordnung bestehenden Verkehrsbeschränkungen sowie ein alphabetis^es Stations­verzeichnis; auch wird dem Kursbuch, eine Uebcrsrchts- karte beigegeben werden.

Mit der Ausgabe eines svlck)en Kursbuches wird den Wünschen der beteiligten Kreise in weitestem Umfange entsproä)en werden. Erwähnt sei, daß für die österreichisck>- ungarische Monarchie ein Kursbuch für den Viehverkehr­schon für die gegenwärtige Fahrplanperiode vom Eisen­bahnministerium in Wien bearbeitet und herausgegeben worden ist."

zu Tage trat, und von der tiefen Rührung, die ein juttger französischer Offizier zeigte, angesichts des feierlichen Leichenbegängnisses und der allgemeinen Teilnahme, die ein hier gestorbener Waffengefährte von ihm fand. Zum Schluß schlug er vor, eine Resolution zu fassen, die ähnlich wie die von der Hallenser Studentenschaft beschlossene, mehr Geringschätzung als Entrüstung ausspreche.

uNnmehr sprach Pfarrassistcnt B a p st aus Darmstadt. Auch er wies auf den gewaltigen Aufruhr hin, den die Chamberlainsche Anmaßung hervorgerufen hat. Wie das Brausen eines Sturmes gehe es in diesen Wochen durch die deutschen Lande. Wieder werde man an das alte Sprich­wort erinnertvox populi, Vox Dei". Man habe in diesen Tagen neben manchem Wort, das einer schwächlichen Oppor- tunitätspolitit entsprungen sei, auch geltend gemacht, daß auf solche Worte, wie die Chamberlains, die sich selber richteten, Schweigen die rechte Antwort sei. Doch wisse man denn, wo die Verachtung aufhöre, und die Gleich­giltigkeit anfange? Tas schlichte Gefühl des deutschen Volkes lasse es nicht zu, daß man mit Schweigen an Cham­berlains Aeußerung vorübergehe. Und wenn er auch als Privatmann gesprochen, so bleibe er doch der Minister, der bis an die Grenzen des Landes und darüber hinaus gehört werde. Auch die gerechte Sache der Buren fordere es, daß man laut und energisch Protest einlege. Für die heute Versammelten sei entscheidend, daß ein Führer eines großen Volkes es gewagt habe, unsere nationale Ehre anzugreifen. Die Jüngeren, die auf den Schultern derer stünden, die uns das Reich erstritten, umschließe heute, was im Jahre 1870/71 mit Blut und Eisen zusammen­geschmiedet worden, auch die Art, wie sie es erstritten, die Ehre unseres guten Namens. Was uns 1870 geworden, sei das Größte, was uns hätte werden können, die Möglich­keit, die Kraft und Eigenart deutschen Geistes und Wesens in die Wagschale der-Geschichte zu werfen. Zu der Hoff­nung, daß unser Volk immer deutsch bleibe, sei damals der Grund gelegt worden. Unter solchen Gedanken sei der Krieg von 1870/71 für uns zum Kreuzzug geworden. Nicht zu frevelndem Beginnen hätten damals unsere Väter die Hände ausgestreckt. Tie anderen seien es gewesen, die den Krieg gewollt hätten. Und da wage man es in England, während es selbst, ein großes Volk, über eine Hand voll Menschen hergefallen sei, während ein Söldnerheer nach dem anderen in Afrika zerrieben werde, während es keine niederträchtigere Kriegführung gebe, da wage man es, dem unser Heer von 1870, die tapferen Söhne unseres Vater­landes entgegenzustellen! Könnten wir da etwas anderes als Verachtung haben? Es hieße die Bewegung, die von der deutschen Studentenschaft ausgegangen sei, sehr falsch verstehen, wenn man, wie die akademische Behörde unserer größten deutschen Universität, dahinter allerlei Politisches vermute. Die akademische Jugend dürfe für sich in An­spruch nehmen, zu wachen über dem, was nationale Ehre heiße. Es müsse immer mehr dahin kommen, daß auf den deutschen Hochschulen nicht nur Fachwissenschaft studiert werde, sondern daß auch die Herzen glühend gemacht würden für das Beste, den deutschen Geist in deutschen Landen. Es handle sich um die Pflicht der nationalen: Erziehung au. Den deutschen Universitäten. Darum dürfte die studierende Jugend auch für sich die Pflicht in Anspruch nehmen, die Gefühle, die das ganze Volk bewegten, zum rechten Ausdruck zu bringen. Wenn einmal die Zeit käme, in der die deutsche akademische Jugend nicht mehr im stände sei, die tiefsten, echtesten Gefühle des deutschen Volkes zu lebendigem Ausdruck zu bringen, dann seien bedenkliche Zeiten für das Vaterland gekommen. In einem allerdings könnte man Chamberlain für seine Frechheit danken, darin, daß er wieder einmal den Anstoß gegeben habe, daß in unserem Volk dieses tiefe, echte Gefühl deutschen Wesens lebendig geworden sei. Um so größer aber sei andererseits die Verachtung gegen den, der in seiner Verblendung dieses Gefühl gefördert, und um so größer das Mitleid mit einem Volk, das solchen Worten glaube und sich davon bethören lasse.

Unter Bezugnahme auf die Bemerkung des ersten Red­ners, daß der Vorstand des deutschen Kriegerbundes von Kundgebungen abmahne, machte das Präsidialmitglied der KriegerlameradschaftHassia", Meyer, darauf aufmerksam, daß dieHassia" vor kurzem einen scharfen Protest gegen die Chamberlainschen Beleidigungen beschlossen habe.

Sodann ergriff nochmals Amtsanwalt Mahr das Wort und schlug im Einklang mit der von Geheimrat Prof. Dr. Oncken geäußerten Ansicht folgende Resolution vor: Die Aeußerungen des Ministers Chamberlain über die Kriegführung der Deutschen in den Jahren 1870/71 sind nur erklärlich aus einer Unwissenheit, die eines Ministers nicht würdig ist, und deren sich jeder Halbwegs gebildete Engländer zu schämen hat".

Tie Resolution sand einstimmige Annahme. Nun ge­dachte der Redner noch des heldenhaften kleinen Buren­volkes in seinem Verzweiflungskampfe, insonderheit der armen Frauen und Kinder, die in den Flüchtlingslagern schmachten, und forderte die Anwesenden auf, nach Kräften ein Scherflein zur Linderung der Not in den Lagern zu

Uolitische Tagesschau.

Der deutsche Burenhiilfsbund.

von dessen Gründung wir unseren Lesern bereits vor einigen Tagen Mitteilung machten, erläßt folgenden Aufruf:

Deutsche Landsleute! Schwer ruht die Hand Gottes auf dem Burenvolke. Zwei Jahre schon wütet in ihrem Lande der Krieg, die Farmen sind zerstört, die Fluren verwüstet, in Trümmern liegt, was sie dem Boden in harter Arbeit, der Wildnis in heißem Kampfe abgerungen. Die Männer im Felde können solches Schicksal ertragen: In ihrem Arme ruht die Waffe, in dem Kampfe um Freiheit und Recht schweigt für sie der Anspruch aus ruhi­ges Glück. Aber der Greis, dem die Waffe entsank, das Weib, dem das keusche Reich des Hauses gehört, das Kind, das hofsnungssroh vom Leben goldene Früchte for­dert sie leiden und sterben heute in Elend und Not. Tenn erbarmungslos ist der Krieg, und er kennt keine Schonung. Doch in uns lebe das Erbarmen! Furchtbar sind die Qualen der Hilflosen, die zusammengetrieben in schnell geschassenen Lagern, kaum noch Haben, womit sie ihre Blöße bedecken, die nicht wissen, womit sie den zehrenden Hunger stillen, die auf dem kalten, durchnäßten Boden die Glieder ruhen, die wehrlos dahinsterben in Elend und Krankheit! Barmherzigkeit, werkthätige Liebe ist es, was wir fordern, Liebe, die sich nicht mit Worten begnügt, sondern freudig mitteilt von der eigenen Habe. Wir wollen hier nicht prüfen, wo Recht und Unrecht ist in diesem furchtbaren Kampfe, wir wollen nur Schmerzen lindern, Wunden heilen! In höchster Not wendet sich ein stammverwandtes Volk nicht an unsere Waffen, son­dern an unsere Herzen! Nicht die Vertreter einer Partei rufen Euch auf, sondern Männer aller Parteien. Denn die Barmherzigkeit wohnt nicht hier und nicht da, sie wohnt überall, wo deutsche Herzen schlagen. Ter Deutsche Burenhilfsbund will dieses Werk der Liebe und Barmherzigkeit in allen Teilen Deutschlands in um­fassendster Weise organisieren. Sendet ihm, der dafür die Bürgschaft tragen will, daß Eure Gaben den rechten Zweck erreichen, daß sie nur den Werken der Barm­herzigkeit dienen, der in engem Zusammenarbeiten mit den amtlichen Vertretern der beiden Republiken in Europa, die rechte Hilfe am rechten Orte bringen will, ivas Euch entbehrlich scheint ans tiefster Not schreien die Wehrlosen zu unseren Herzen! Vor allem Ihr, deutsche Frauen und Jungfrauen soll der Ruf an Euch ver­gebens ergehen? Helfet uns Die Leiden des tapferen Volkes lindern, helfet den Frauen der Buren und ihren Kindern! Aus den Reihen der Unterzeichneten hat sich ein Arbeitsausschuß gebildet, der Rechenschaft über die eingesandten Spenden und ihre Verwendung ablegen wird. Deutsche Landsleute, stehet uns bei, das Werk zu vollbringen, zeiget, daß Ihr, die Ihr die Tapferkeit ehrt, auch ein Herz habt für der Tapferen Not!

Unter den Unterzeichnern des Aufrufs finden wir folgende Namen: Adolph L'Arronge, Berlin, Victor Blüth- gen, Berlin, Pastor von Bodelschwingh, Bielefeld, Geh. Hofrat Prof. Dr. L. Brentano, München, Geheimrat Pros. Tr. Felix Dahn, Breslau, Professor Franz Ritter von Defregger, München, Geh. Reg. Rat Prof. Gr. G. Droysen, Halle a. S., Geh. Oberreg. Rat Prof. Dr. Ernst Dümmler, Berlin, Geh. Reg. Rat Prof. D. Ende, Berlin, Prof. Dr. R. Surfen, Jena, Wir kl. Geheimrat Prof. Dr. Kuno Fischer, Heidelberg, Prof. Tr. Furtwängler, München, Dagobert v. Gerhardt (v. Amyntor), Major z. D, Potsdam, Prof. Tr. Erwin $rlieber, München, Geheimrat Prof. Dr. Ernst Haeckel, Jena, Prof. Tr. Eduard Heyck, Halensee-Berlin, Prof. Dr. vant Hoff, Berlin, Dr. Hans Hoffmann, Werni­gerode a. H., Prof. Holtz, Greifswald, Dr. Hans Ritter von Hopfen, Gr.. Lichterfelde, Ministerialrat a. D. Dr. Wilh. Jordan, Frankfurt a. M., Geh. Med. Rat Prof. Dr. Fr. König, Berlin, Justizrat Tr. Krause, Vizepräs. d. Abg. Hauses, Berlin, Prof. Dr. Karl Lamprecht, Leipzig, Geheim­rat Prof. Tr. Landolt, Berlin, Dr. Otto von Leixner, Groß- Lichterfelde, Prof. Franz v. Lenb ach, München, Lieber­mann von Sonnenberg, Mitgl. d. Reichst., Gr. Lichterfelde, Prof. Dr. med. Liebermeister, Tübingen, Dr. Paul Lindau, Berlin, Prof. Dr. Theod. Lipps, München, Dr. Julius Lohmeyer, Charlottenburg, Graf von Mirbach-Sorquitten, Prof. Tr. Th. Mommsen, Charlottenburg, Dr. Ernst Müller-Meiningen, Mitgl. d. Reichst., Nürnberg, Prof. Dr. Conrad Oebbeke, Münck^n, Prof. Tr. Ferd. Petersen, Kiel,

»en Musik einzuführen. Gespielt vom Orchester und zwar risterschast wurde die V-Var-Symphonie von Beethoven, ein Marsch von Saint-Scwns, sowie die Ouverwre zurZauber- flöte*. Der Cello-Virtuose, Herr Johannes Hegar von Frankfurt, bot in klassischer Vollendung unter athemlosester Stille ein Konzert von Svendsen unter Orchesterbegleitung, wahrend Frl. Holzapfel- Gießen durch ihre trefflichen Darbietungen auf dem Flügel die Zu­hörer fesselte. Daß sämtliche Stücke brausenden, lang anhaltenoen Beifall ernteten, versteht sich von selbst, ebenso, Day derselbe in hohem Maße Herrn Musikdirektor Trautmann galt, der mit den beiden Solisten und den anderen mitwirkenden Künstlern sein reiches, künstlerisches Können in den Dienst unserer Sache stellte. Finanziell ermöglicht wurde das Konzert freilich nur dadurch, daß ein Gönner und Jölberer unserer Bestrebungen Herrn Pfarrer Grein einen namhaften Beitrag zur Verfügung stellte, der mit dem Ertrag der Eintrittskarten (a 20 Pfg.) die sehr erheblichen Kosten decken wird. Daß dem hochverdienten Vorsitzenden des Vereins für seine hingebende Mühe und Arbeit der wärmste Tank des Vereins sicher ist, brauchen wir eigentlich nicht weiter zu ermähnen. Möge sein Vorgehen auch für andere Vereine vorbildlich sein und gleiches Entgegenkommen sinden, wie seitens des Konzertvereins zu Gießen.

In einer Zuschrift aus unserem Leserkreise, unterzeichne H. K., wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß in diesem Winter möglichst noch ein solches Konzert ver­anstaltet werden möge, nachdem das erste die Begeisterung und das volle Verständnis der Minderbemittelten und Ar­beiter gefunden hat.

Ein Telegramm aus Wien meldet: Schönthans und K o p p e l° E l l f e l d sFlorio und Flavio" erfüllte in stiwollster Ausführung im Deutschen Volkstheater vollauf seinen Hauptzweck, da§ Publikum leicht zu amüsieren. Namentlich die fuftUjcn Schnurren und Schwänke des Mittelaktes wurden Herz-

Aus Stadt und Kand.

(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist^uur unter genauer Quellenangabe:Gieß. Auz." gestattet.)

Gießen, den 23. November 1901.

** I« dem BuffStrauß-Konzert (am 4. Dez.) wird, wie bekannt, eine junge Geigenkünstlerin, Fräulein Hedwig Str ach e aus Berlin, eine Schülerin Meister Jochims, Mit­wirken. Die junge talentvolle Dame kann heute freilich noch nicht mit einer Riesenauslese von lobenden Urteilen vortreten, aber das, was wir über sie gelesen haben, ist sehr erfreulich und berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. So schreibt z. B. dieBerl. Morgenztg.":

Fräulein Strache hat es sich nicht leicht gemacht. Die^kniff- liche Teufels-Sonate von Tartini, das Violin-Konzert injyorm einer Gesangsszene von Spohr und noch zwei kleinere etürfe eine respektable Leistung. Die junge Dame hat m der Technik einen hohen Grad künstlerischer Reife erreicht, sie verrat musikalisches Empfinden und poetische Gestaltungskraft. Manche feelenvollen Episoden auf der 6-Seire, wie die duftigen Plamsstmr wirkten be-

tretem Der beiden Suren floaten, Herren: Exzellenz Dr. W. I. Leyds, außerordentlicher Gesandter und bevollmäch­tigter Minister der Süd-Aftikanischen Republik, wohnhaft zu Brüssel, Abraham Fisrf>er, Mitglied der Deputation für die Süd-Afrikanische Republik und den Oranje-Freistaat und Vorsitzender Der Deputation, wohnhaft zu Brüssel,

sonders wohlthuend. , . . . , .

* Bons für Theaterbillets. Wir haben Die bedauerliche

______________ Beobachtung machen müssen, daß trotz der verhältmsm-ß.g

Cornelis ^ermanvK Mitglied der TeputE«A^ehr -chtüsr<L $£tftungen unserer Lhernergesell^