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151« Jahrgang
Donnerstag 23. Mai 1901
Nr. 11 «^Drittes Blatt
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger v **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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An -rsfeß Steroberg vor dem Kelchsgertcht.
9his Berlin, 20. Mai, wird uns geschrieben:
Ms Ende Dezember voriaen Jahres abends in Berlin Extrablätter ausgerufen wurden, welche die Verurteilung bc5 Bankiers August Sternberg zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an der Frieda Woyda und einer anderen Minderjährigen, meldeten, waren auf den Straßen sehr überwiegend Ausdrücke her Genugthuung zu hören. Tas große Publikum hatte mit wenigen Ausnahmen auf das schärfste Partei ergriffen Hegen den Millionär und dies Urteil auch nicht geändert, als im Verlauf des Riesenprozesses von sechs Wochen Dauer bekannt wurde, daß der Millionär mit dem Plane einer «roßen Stiftung für Arbeitslose sich trug. Die Antipathie gegen den Mann, der durch Gründungen und nicht minder verwegenen Spekulationen reich geworden, war zu tief eingewurzelt, als daß sie sich hätte korrigieren lassen. Tie Frage, ob der Beweis der Schuld an den dem Angeklagten zur Last gelegten Thaten erbracht sei, trat fast ganz zurück. Preßorgane, die sich von jeder Sympathie mit dem Angeklagten frei wußten, hatten es nicht als unumstößlich sicher betrachtet, daß der Gerichtshof zu einetti Schuldigspruch gelangen werde. Schon aus dem Grunde nicht, weil die jugendlichen Belastungszeuginnen, einschließlich der kleinen Woyda, die ihre im ersten Prozeß erhobenen Beschuldigungen zurücknahni, sowohl in Bezug auf Sittlichkeit, wie auf Wahrhaftigkeit, einen nicht einwandfreien Eindruck machten. Vielleicht hätte dies Moment Hiet)r JEBürbiguiig gefunden auch außerhalb der rechtskundige Kreise, wenn nicht die THatsache, daß eine ganze Ayzahl bis dahin unbescholtener Personen durch den Prozeß mit ins Verderben hineingezogen wurden, in hohem Grade erbitternd gewirkt haben würde. Ta war vor allem der unglückliche Polizeidirektor Frhr. v. Meerscheidt-Hüllessern, bey einen Mangel an Reserve dem Angeklagten gegenüber, on Korrektheit — denn dienstliche Vergehen wurden "nht nachgewiesen — mit der vorläufigen Enthebung vom Amte, und späterhin sogar mit dem Tode bezahlte. Ta war der Kriminalkommissarius Thiel, der für einige Tausende den Amtseid gebrochen, die ijkilizei verraten hatte und dafür mit Zuchthaus büßen muß. Da waren ferner der Jnseratenagent Wolff, sowie ein Fräulein Saul und eine Handelsfrau Stabs, die der Verleitung zum Meineide schuldig befunden wurden und ebenfalls Zuchthausstrafe erhielten. Endlich gerieten Mitglieder des Anwaltsstandes, Justizrat Dr. Sello und Rechtsanwalt Tr. Werthauer, in den, erst nach! langer Untersuchung als unbegründet erklärten Verdacht, ihrem Klienten durch unlautere Mittel Beistand geleistet zu haben. Diese Episoden im Prozeß empörten das Publikum: man machte den Angeklagten und seine Millionen dafür verantwortlich, obgleich der Staatsanwalt des ersten Prozesses, Romen, als Zeuge erklärt hatte, „er halte den Angeklagten für viel zu schlau, als daß er ihm zutraue, Zeugenbeeinflussungen veranlaßt zu haben". „Und d och sind die Millionen gerollt!" sagte die Oeffentlichkeit. Aber wenn jemand sich die Mühe nahm, schärfer hinzusehen, so entdeckte er, daß für einen zwanzig- fachen Millionär ein ziemlich sparsamer Gebrauch vom Gelde gemacht worden war. Die Verteidigung stellte bereits in den ersten Tagen des Prozesses ausdrücklich fest, das ihr gewährte Honorar überschreite keineswegs die üblichen Normen. Einzig der Tirektor eines Detektivinstituts konnte von einem Gesamthonorar von 14—15OOO Mk. für feine Bemühungen berichten und einer Zusicherung von 50 000 Mk. für den"Fall, daß feine Ermittelungen den Beweis der Nichtschuld des Angeklagten erbrächten. Sternbergs eifrigster Verfolger, der Kriminalschutzmann Stier st ädter — er wurde in eine böse Ehebruchsgeschichte mit Frauen verwickelt, gegen die er eine sittenpolizeiliche Untersuchung vorLunehmen hatte, — erzählte zwar, ihm sei von Kriminalkommissar Thiel eine Villa am Genfer See in Aussicht gestellt worden, falls er sich „auf die andere Seite schlüge"; aber bares Geld wurde Herrn Stierstädter, dessen Charakterfestigkeit immerhin Anerkennung verdient, nicht angeboten. Von dem „Rollen der Millionen" oder auch nur der Tausende blieb also nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme wenig übrig Dagegen bekundete mancher Belastungszeuge, er habe die Hoffnung auf spätere Erkenntlichkeit des reichen Mannes gehabt. — Das Rankenwerk von Zwischenfällen aller Art hat den zweiten Prozeß Sternberg fast überwuckiert. Die heute vor dem Reichsgericht unter Ausschluß der Öffentlichkeit begonnene Revis ionsver- ban dl ung,deren Beendigung morgen, Dienstag, zu erwarten ist, befaßt sich nicht mit der Schuldfrage, sondern nur damit, ob im Prozeß Verstöße gemacht worden sind, die eine neue Verhandlung rechtfertigen. Ter Angeklagte beteuert nach wie vor seine Nichtschuld, und die kleine Woyda bat neulich in dem Ehescheidungstermin der Frau Sternberg wiederum erklärt, Sternberg habe sich keine Verbrechen an ihr zu schulden kommen lassen. Verwirft das Reichsgericht die Revision, bann bleibt für Sternberg allenfalls noch das Wiederaufnahmeverfahren, ein Mittel, das, wie der „Fall Ziethen" lehrt, außerordentliche Schwierigkeiten bereitet. An eine Begnadigung ist wohl kaum zu -denken. Erkennt das Reichsgericht die Revision als begründet an, dann muß der ganze Prozeß mit seinem ungeheuren Llpparat nochmals verhandelt werden. Moralisch ist über den Angeklagten das Urteil gefällt; er selbst hat das anerkennen müssen in seinem Schlußwort, als er Don sich- sagte, er sei ein toter Mann, auch wenn er
freigesprochen würde. Aber für den Juristen und für den gebildeten Laien hat der „Fall Sternberg" nach der kriminalistischen wie nach der psychologischen Seite erhebliches Interesse, sodaß ein etwaiger neuer Prozeß, ganz abgesehen von der Person des Angeklagten, mit Spannung erwartet werden würde. Derartige Prozesse, so unerquicklich sie an sich sind, haben doch das Gute, daß sie sehr beachtenswerte Resultate bringen für die bessere Bewahrung der Jugend, zumal in den unteren Volksschichten, vor unheilvollen Einflüssen, sei es, daß diese unter den Kindern selbst sich geltend machen, oder von außen an sie herantreten.
Kolonialpost.
Rechtspflege in Kiaut schon, lieber die Rechtspflege im Kiautschougebiet erhält die „Deutsche Kolonial- Zeitung" folgende Nachrichten: Im Februar d. I. wurden beim Kaiserlichen Gericht anhängig 10 Zivilprozesse, 2 Arreste und einstweilige Verfügungen, 1 Mahnsache, 2 Rechtshilfesachen, 2 Sühnesachen, keine Privatklage, 23 Strafsachen und 1 Konkurssache — der erste chinesische Konkurs. Verhandelt wurde in drei öffentlichen Sitzungen ohne Beisitzer in 13 Sachen, und in 4 Sitzungen mit Beisitzern in 18 Sachen; im ganzen wurden 12 Urteile verkündet. In Strafsachen, fanden mit Ausschluß der chinesischen Sachen 3 Hauptverhandlungen statt. 17 Akte der freiwilligen Gerichtsbarkeit wurden ausgenommen; «tue Firmen wurden im Handelsregister nicht eingetragen, dagegen 6 neue Grundbuchblätter angelegt; ferner sanden vier Eigentumsübertragungen statt. Neu bearbeitet wurden je eine Testaments-, Nachlaß- und Bormundschaftssache. Insgesamt gingen nach dem Tagebuche 521 Anträge und Schriftstücke ein. Wie man sieht, ist der kaiserliche Richter in Kiautschou auch nicht auf Rosen gebettet.
Ans Stadt und Land.
Gießen, 22. Mai 1901.
** Das vorläufige Programm für die zehnte Hauptversammlung des Ve reins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts, die bekanntlich hier stattfindet, ist folgendes : Montag, 27. Mai, abends 8 Uhr. Gesellige Vereinigung in den Räumen des Gesellschaftsvereins. Dienstag, 28. Mai, vormittags 9 Uhr: 1. Allgemeine Sitzung in der Aula des Gymnasiums. Eröffnung und Begrüßung. Nachruf für Geheimrat Schwalbe von Pietzker. Vortrag von Poske-Berlin über Grundfragen des physikalischen Unterrichts. Abteilungssitzungen von 12—2 Uhr. In der mathematischen Abteilung (Aula des Gymnasiums) Vorträge von P a s ch - Gießen, Schotten- Halle, Schienemann- Dresden. In der physikalischen Abteilung (Physik. Lehrsaal des Gymnasiums) Noack - Gießen. Demonstration von Hansen- Gießen. Nachmittags: Besichtigungen, Chemisches Institut, Chemisch-physikalisches und Physikalisches Institut, Mineralogisches Institut, Botanischer Garten, Schulgarten des Realgymnasiums. Abends: noch Vorbehalten. Mittwoch, 29. Mai, vormittags 9 Uhr: 2. Allgemeine Sitzung in der Aula des Gymnasiums. Vortrag von Schmidt- Wiesbaden über Bestimmung von Lichtstufen in der darstellenden Geometrie. Abteilungssitzunßen von 12—2 Uhr. In der physikalischen Abteilung (Physik. Hörsaal der Universität). Experimentalvorträge von Drude- Gießen und Münch- Darmstadt. Nachmittags: Besichtigung des Braunsteinbergwerks und der Gail'schen Tampsziegelei. Abends 6 Uhr : Festmahl in Steins Saal. Donnerstag, 30. Mai, vormittags 9 Uhr: 3. Allgemeine Sitzung in der Aula des Gymnasiums. Vortrag von Kie nitz-Gerlofs- Weilburg über die Lehrbuchfrage auf den Gebieten der Zoologie und der Botanik. Geschäftliche Sitzung von 12—2 Uhr in der Aula des Gymnasiums. Nachmittags 2 Uhr 18 Min.. Ausflug nach Nauheim. Freitag, 31. Mai, ev. Ausflug nach Weilburg (Einladung von Matzat) und ins Lahnthal.
♦♦ Unberechtigter Abdruck von Ins ernten. Der Abdruck von Inseraten aus anderen Zeitungen geschieht wohl in der Mehrzahl von Fällen deshalb, um den Leser glauben zu machen, die Zeitung erfreue sich einer besonderen Aufmerksamkeit seitens des inserierenden Publikums, wohl anck), um anderweite Inserenten anzulocken. Nach einem Entscheide des Reichsgerichts kann -.gegen. einen »solchen Nachdrucker auf Grund des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs vorgegangen und dieser zur Unterlassung verurteilt werden. Und zwar kann die Klage nicht nur von dem interessierten Zeitungsverleger, sondern auch von jedem interessierten Gewerbetreibenden erhoben werden. Gewiß für manche Zeitung eine Warnung.
** Toastfreie Mittagessen. Auf dem gedruckten Programm eines Ausfluges, den kürzlich ein Frankfurter Verein unternahm, wurde von dem Führer, der, wie es scheint, schlimme Erfahrung gemacht hat, bei der Nummer „Gemeinschaftliches Mittagessen" folgender Zusatz gesetzt: „Im Interesse derjenigen Teilnehmer, welche das Mittagessen gern in warmem, unverdorbenem Zustande zu sich nehmen und dabei nicht unnötigerweise gestört sein wollen, werden vor dem Aufträgen des Nachtisches keine Toaste und dergleichen gehalten. Es sind alsdann auch nur humoristische das Dessert würzende, die Verdauung befördernde und die Unterhaltung ermunternde Reden gestattet. Lobhudeleien auf den Präsidenten, den Vorstand oder andere Mitglieder des Vereins sind strengstens verboten und werden Zuwider
handelnde durch Rufe „Schluß" auf das Unstatthafte ihres, die intelligenteren Teilnehmer sehr langweilenden Unternehmens aufmerksam gemacht und zur Ordnung verwiesen, sowie zur Zahlung einer Runde verurteilt." Das Beispiel kann zur Nachahmung aufs wärmste empfohlen werden.
-1- Nieder Ofleiden, 20. Mai. Nachdem seit dem vorigen Sommer auf dem Hochberg in der hiesigen Gemarkung eine Reihe von Bohr- und Probelöchern hergestellt wurde, um die Mächtigkeit der hier gefundenen Kieselgurschicht fest- zustelleu, hat man in letzter Zeit mit der eigentlichen Ausdeutung dieser Lager begonnen. Bergwerksdirektor Reinhardt aus Münster bei Laubach hat ein großes Gebiet angekauft und läßt nun unter Leitung eine- erfahrenen Bergmanne- auS einem großen Schacht diese wertvolle Erde zu Tage fördern. Die Schicht beginnt stellenweise etwa 5 Meter unter der Erdoberfläche und ist 2—4 Meter dick. In den nächsten Tagen soll bei dem Bergwerk eine große Trocken- halle errichtet werden und von hier aus die getrocknete Kieselgur in geschloffenen Wagen nach der Bahnstation Nieder-Ofleiden gebracht werden. DaS Lager dieser In- fusorienerde soll auch in die anstoßende Gemarkung Hom berg hinüberreichen. Ueber die Mächtigkeit dieses GebieteS ,st aber noch nichts bekannt.
Hemrifthtes.
* Prag, 20. Mai. Ein um Mitternacht auf dem Walzwerke der Prager Eisenindustriegesellschaft in Kladno aus gebrochenes Feuer konnte nach längeren Bemühungen lokalisiert werden. An den großen Betriebs- Maschinen ist kein wesentlicher Schaden an gerichtet. Eine längere Betriebsstörung ist nicht zu erwarten. Ter Schaden ist durch Versicherung vollkommen gedeckt.
* Das Schicksal Andrees ist noch immer in Dun lei gehüllt. Wann, wo und wie der letzte Akt des Trauerspiel* der kühnen Polarfahrt sich abgespielt hat, wird wohl nie mals vollständig aufgeklärt werden; nur können mit Hilfe ter bis jetzt gefundenen Gegenstände Vermutungen an gestellt werden. Große Sicherheit würde man unzweifelhaft erhalten, wenn mehrere Gegenstände, Ueberrefte vom Ballon usw. gefunden würden. Die schwedische Regierung hat durch' Professor Nathorst einen Aufruf erlassen und Belohnungen versprochen für diejenigen, welche Andreegeaenstände auffinden. Andree hatte bekanntlich eine Anzahl Brieftauben und Schwimmbojen mitgenommen, womit er hoffte, Nachricht- über ben Verlauf der Expedition senden zu können. Bisher ist es geglückt, eine Brieftaube aufzufangen und fünf Schwimmbojen zu finden, aber nur zwei derselben enthielten schriftliche Nachricht. Vielleicht wird es die Leser des „Gießener Anzeigers" interessieren, dieselben in Ordnung, wie sie vom Ballon ausgeworfen worden sind, anzuführen. 1. Die erste Schwimmboje, gefunden bei Lög- sletten in Finmarken 27. August 1900, wurde ausgeworfen 11. Juli 10 Uhr abends und teilt mit, daß die Fahrt gut von statten gehe in 250 Meter Höhe und im Anfang in nördlicher Richtung 10 Gr. östlich und später mit 45 Gr. östlich ging. 2. Die andere Schwimmboje, gefunden aut Island 1899, ist aus geworfen 11. Juli 10.55 abends, also fas» eine Stunde später, auf dem 827 Gr. nördlicher Breite und 25. Gr. östlicher Länge von Grw. Dieselbe enthält die Nachricht, daß die Fahrt gut gehe in 600 Meter Höhe. 3. Die Brieftaube, geschossen von einem Kapitän in Hamm er fest 15. Juli 1897 auf dem 80. Gr. 44 M. nördlicher Br. und 20. Gr. 20 M. östlicher L., brachte die schriftliche Nachricht, daß diese vom Ballon losgerissen worden sei den 13. Juli 12.30 mittags, ferner, daß der Ballon gute Fahrt hatte gegen Osten 10 Gr. südlich und alles wohl an Bord sei. Mehr schriftliche Nachricht von Andree ist bis jetzt nicht aufgefunden worden, die drei übrigen Schwimmboien enthielte» keine Mitteilung, waren nicht einmal verschlossen. 4. Die größte der mitgenommenen Bijen, die sogenannte Polarboje, welche auf dem nördlichen Punkte ausgeworfen werden sollte, ist am 11. September 1899 auf dem Strande von- König Karlsland gefunden worden. 5. u. 6. Zwei leere Schwimmbojen wurden am 6. und 28. Juli auf der südwestlichen Küste von Island gefunden. Bei einer sorgfältigen Untersuchung der Pflanzen- und Tierüberreste, die in der Polarboje sich befanden, und indem man Rücksicht nahm auf die bekannten Windrichtungen nach Andrees! Aufsteigen und die Meeresströmungen und deren Geschwindigkeit , hat man mit einem gewissen Grade von Wahrscheinlichkeit die Fahrt des Pallons und den Ort des Untergangs im allgemeinen bestimmt. Professor Nathorst, bet' sich viel damit beschäftigt hat, kommt zu folgendem Resultat: Der Ballon habe nach seinem Aufsteigen zuerst die Richtung nach Nordost genommen bis etwas über den 82. Gr. nördlicher Breite, darauf eine Biegung nach Westen und so wieder nach Osten, wo er etwas südlicher seine- frühere Bahn nach Norden gekreuzt hat, und darauf seinen Weg nach Osten fortgesetzt, bis er endlich zwischen No- waja Semljas Nordspitze und dem östlichen Teil von Franz Josephsland in das Meer gesunken ist. Hier also scheinß nach Ansicht das Professors das Drama sich abgespielt zn haben. Tie drei Bojen, welche keine Nachrichten enthielten, cheinen unter unglücklichen Verhältnissen ins Meer gekommen zu sein — entweder in Eile als Ballast ausgeworfen ober durch die Wogen vom untergehenden Ballon weggespült.


