Ausgabe 
22.9.1901 Drittes Blatt
 
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Nr. S23

Drittes Blatt

151. Jahrgang

Sonntag 22. September 1901

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Redaktion, Expedüion Vzvllvl-Ul* *111'ivlllvl' lag der Brühl'schen

und Druckerei: v UniversitätS - Druckerei

ZM Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen sSs

Der Nebel sinkt, die Gegend wird klar. Bald sieht man Reiterscharen den Gleiberg Heraufziehen, Fahnen wehen, Trompeten erschallen. Unter dem Schutze des Nebels hatte man unbemerkt von dem Turmwächter Wurfmaschinen vor der Burg auffahren lassen, die einen Hagel von Steinen gegen die Zinnen des Turmes schleuderten. Auf angelegten Leitern erklimmt die feindliche Mannschaft die Mauern, und ehe sich der Graf von seinem Schrecken erholen konnte und nachdachte, wessen Banner die feindliche Schar folge, hatte der Fähnrich die Reichsfahne auf der Burgmauer aufgepflanzt. Den gewaltigen Wurfmaschinen können die schweren Burgthore nicht stand halten. Vergebens ist der Widerstand der schwachen Burgbesatzung, und bald strömt zum Burgthor herein eine Schar Ritter und Reisige, voran der junge König, über dessen Jugend Graf Hermann stets gespottet. Staunend und sprachlos steht der Burgherr da vor dem vermeintlichen Knaben.Herr Gras", so redet der junge König den Erstaunten spöttisch an,ich habe mich nur von Eurem Groll überzeugen wollen, den Ihr gegen mich hegt, weil man mich zum König gewählt. Euer Leben will ich Euch schenken, streckt die Waffen und folgt mir in die Acht!" Was half da Widerstand? Schwei­gend folgte Graf Hermann in die Haft, in der er Zeit hatte, nachzudenken, daß Thatkraft oft auch der Jugend innewohnt.

Gleiberg blieb von dem Gegner besetzt. Als Hermann sich ver^bnlich zeigte, und versprach, aus Seite des jungen

Königs zu treten, wurde er aus der Haft entlassen und die Burg ihm wieder zurückgegeben.

* * Von einem Leser unseres Blattes wird uns folgendes nette, im oberhessischen Dialekt geschriebene Gedichtchen freund­lichst zur Verfügung gesiebt!

D's nau Schulhaus.

E Schulhaus hun mr, doaß eas wuhr, Deas; eas bewuruenswirdia.

Goar lang schund hott m'rsch ohgefange, Etzt eas aach beinah firdig.

Zwa naue Schulsäl wurnerschie,

M'r ärwed joah noach druff ean druff, Die Leut bleiwe uff de Gasse stieh, Ean schbearn do Maul ean Aage uff. E Drebb meat Gelender huch ean bräht, Täi fihrt bis ean dreatte Stoack, Daß do sich aach goaut jed Keand droh läht Wann morsens reust die Gloack.

Eam zwäte Stoock, doa eas e Stubb, Ihr gläbt. doas »ihr e klee, To solle Bicher ean Koarte enean, Fir die Schul oawer fir die Gcmee.

Eam dreatte Stoack seih aach zwo Stuwwe,

Vo do kamm'r sehe die Nonn,

Toach gläw eich, d's eene inner d'm Dach, Toas kräit bei Noacht kah Sonn.

mag, daß in den Kreisen der französischen Exportkaufleute verhältnismäßig geringe Begeisterung für das Russenbünd­nis anzutreffen ist. . Die russische Regierung zeigt sich indessen letzt bereit, einem langgehegten und oft geäußerten Wunsch der französischen Weinproduzenten nach Zollerleich­terung zu entsprechen, worüber die Staatsleiter in Parrs so entzückt sind, daß sie eine Gegenleistung in Gestalt von Zollvergünstigungen auf russisches Petroleum anbieten ein für Rußland höchst gewinnbringender Handel. Der Leidtragende bei der Sache wird die nordamerikaniM Union resp. der dortige Petroleumring sein, dessen Dampfer in erster Reihe und zumeist von Havre aus, Frankreich bisher mit dem Brennstoff versorgten. Bei dieser Ge­legenheit sei daran erinnert, daß in der letzten Reichs­tagssession von dem konservativen Führer Abg. Graf Kauitz der.Bevorzugung des russischen Petroleums vor dem ameri­kanischen gleichfalls lebhaft das Wort geredet wurde.

Feuilleton.

(Nachdruck verboten.)

Erstürmmg -es Gleibergs durch Heinrich V. (1103).

Auf seiner Burg zu Gleiberg stand an eine Fenster­nische gelehnt, sinnend ins Lahnthal schauend, Graf Her­mann. Gedanken voll Unmut durchziehen seine Seele. Im deutschen Reiche siehts gar übel aus, überall Aufruhr und Erhebung gegen des Reiches Oberhaupt von Fürst und Volk. Ter alte Kaiser Heinrich IV., auf dessen Seite er in der Schlacht an der Unstrut (1075) siegreich gekämpft, steht heute von den Großen des Reiches verlassen da. Nur ivenige Getreue sind ihm geblieben; treu halten zu ihm nur die Städte. Man hat des Kaisers Sohn zum römi­schen König gewählt.Nimmer soll es geschehen", stößt zornig der Graf aus,daß, das Reich von einem Jüng­ling, einem Knaben, regiert wird. Morgen entbiete ich den Heerbann; die Fehde ist bereits angesagt. Der Hilfe der G-rafen des Lahngaus bin ich sicher; Nassau-Äeilburg, Kassau-Dillenburg hat bereits zugesagt. Wir werden des Men Kaisers Glück versuchen; nein, einem Knaben, einem Empörer, gehorchen wir nicht!"

Die Sonne brach durch den dichten, grauen Nebel, bet sich über das Lahnthal gelegt, und allmählich erschien tos Bild der Gegend.Doch, halt! was ist das? Mich lfünkt", so rief der Graf,ich sehe dort ein Zeltlager".!

Danzig und Dünkirchen.

Kaiser Nikolaus ist eine vielumworbene Persön­lichkeit. Es mag in seinem Leben Momente geben, in denen er sich, wenn auch nicht als Herrn der Welt, so doch als den obersten Schiedsrichter in allen internationalen Fragen betrachtet, und er hat das Recht zu solchem Selbstbewußtsein nicht erlangt, weil etwa die militärischen und wirtschaft­lichen Hilbsmittel seines ausgedehnten Reiches ihm die Ueberlegenheit über die anderen Mächte sichern, sondern weil eine kluge und geschickte Ausnutzung der bestehenden Gegensätze ihm die Möglichkeit bietet, stets das entscheidende Gewicht in die Wagschale zu legen. Die Eroberung der Mandschurei kann als das klassische Beispiel für eine Politik gelten, die ruhig den Raub heim trägt, während die andern erbittert sich streiten.

Zar Nikolaus ist von Danzig nach Dünkirchen gegangen. Gr hat damit der Welt den Beweis erbracht, daß die enthusiastische Einseitigkeit des Galliertums im kühlenNorden keine Stätte findet, daß man sich hier nicht von heißen Empfindungen, sondern lediglich von kühlen Erwägungen leiten läßt, und daß man das eigene Interesse höher stellt, als alle Sentimentalitäten. Trifft überdies die Mitteilung zu, die in glaubwürdiger Form verbreitet wird, daß ur­sprünglich nur ein Besuch in Danzig geplant war, daß man sich zu der Fahrt nach Dünkirchen eust auf die dringenden Vorstellungen hin entschloß, die seitens der ftanzösischen Regierung beim Zaren erhoben wurden, so muh sich oer Eindruck immer mehr befestigen, daß dieser Besuch eher einer innerpolitischen Notwendigkeit Frankreichs, als einem internationalen Bedürfnis Rußlands entspricht. Waldeck- Rousseau und feine Leute wären von dem Sturm der Natio­nalisten hinweggefegt, und selbst die Stellung des ^Präsidenten Loubet wäre schwer erschüttert worden, wenn Zar Nikolaus ungerührt dem Lande Ludwigs 'des Heiligen ferngeblieben wäre. Und es kann gerade jetzt -ivo sich im Südosten Europas allerlei neue Dinge vorbe- ceiten ,wo überdies in Asien noch immer die letzten Ent­scheidungen ausstehen, den Russen nicht daran gelegen sein, >ie Kraft und die Autorität des offiziellen Frankreichs s)U schwächen. Man will überdies in Petersburg vermeiden, daß die so überaus bequeme, an Verehrung grenzende Freundschaft der Franzosen sich in allzu hohem Maße ab- kiihlt. Ist doch Frankreich das Land, in dem die Milliarden blühen, ist es doch außerdem bescheiden genug, keine Gegen­forderungen zu stellen und selbst die Schmach von Faschoda solange geduldig zu ertragen, als e$. dem heißgeliebten Väterchen gut dünkt.

Es wird in Frankreich, auch wenn ein Reif auf die Mitten fiel, an überschwenglichen Kundgebungen nicht fehlen .Die Stimme der nationalen Würde, wie sie doch noch immer in Deutschland zur Geltung kam, dringt durch den Lärm nicht hindurch Eine kleine Dämpfung würde der Jubel nur erfahren, wenn der junge Zar tatsächlich dem ^iebeswerben der Pariser sein Ohr verschlösse und kalt- ßerzig an derLeuchte der Welt" vorüberzöge. Denn Paris vst ja nun einmal Frankreich!, und wer nicht in Paris war, her war auch nicht in Frankreich. Aber Zar Nikolaus scheint zu befürchten, daß gerpde das lebhafte Temperament der Bewohner der Hauptstadt sie zu Kundgebungen hinreißen könnte, die nicht in Uebereinstimmung zu bringen wären mit dem abwiegelnden Charakter der Politik, die man jetzt an der Newa zu befolgen für gut befindet. Schon bei dem ersten Besuch war die Herzlichkeit, die man dem Gast bezeigte, so groß, war das Liebeswerben so zudringlich, daß das so lange keusch im Busen bewahrte Wort von der Alliance" in letzter Stunde doch noch dem wider- roilligen Zaren entrissen wurde. Und noch ein anderes Mo­ment kommt hinzu, um heute die Stimmung zu verändern. Damals, als Zar Nikolaus zuerst den Boden Frankreichs betrat, hat die römische Kurie mit heißen Wünschen den Bund gesegnet, der ihr die neue Erstarkung ihrer Lieblings­tochter verhieß, jener Tochter,. der man selbst die republi­kanische Staatsform willig verzieh, weil sie den vornehmsten Hort gegen das protestantische Germanentum bildete; jetzt haben die herrschenden Männer durch dieVerfolgung" der Kongregationen das Herz des Unfehlbaren auf bas Tiefste gekränkt, und schwerlich wird heute der Erzbischof

Vermischtes.

* Sayn bei Engers (Rhein), 18. Sept. In der Nacht vom 14. zum 15. d. M. sind dem Arzt Dr. Brosius hier mittelst Einbruchs 10 000 Dollars in Obligationen der North Pazifie-Railway, 10 000 Mk. preußische Bodenkredit- Aktienbank und ein Stück Lstr. 200 5proz. Mexikanische Anleihe gestohlen worden. Auf die Wiedererlangung der Wertpapiere ist eine Belohnung von 1000 Mk. ausgesetzt.

* Toulon, 18. Sept. Während der letzten Nacht wurde bei den an der Küste von Korsika vorgenommenen Ueb- ungen das Torpedoboot 124 von einem anderen Torpedo­boot angerannt und sank eine Stunde später. Die Mann­schaft wurde gerettet.

* Der Kaiser und die Norweger. Zwei Dinge aiebt es, so plaudert ein englischer Reisender, in einem Londoner Blatte, die der Norweger von ganzem Herzen liebt den deutschen Kaiser und fein Pony. Man gehe jetzt in Norwegen, wohin man wolle, überall wird man den Kaiser rühmen hören. In dem lieblichen Stalheim, wo die Größe des Naerodal (des engen Thals) sogar den Ad­jektiven des Mannes trotzt, der Führer für denentzückten Touristen" schreibt, sprechen die Gastwirte nicht von der Aussicht, sondern von Wilhelm von Deutschland und von den Wegen, die er zu seinem eigenen Behagen und Nor­wegens Vorteil baut. 100 000 Mark sind seine letzte Gabe für diesen Zweck, und nicht zufrieden mit dem dafür ge­bauten Wege nach Stalheim, plant er jetzt einen Umweg, um den Lawinen zu entgehen. Uebrigens ist diese Groß- mut keine Ueberraschung für diejenigen, die den ersten aller Deutschen und seine erstaunliche Voraussicht richtig verstehen. Dieses so einsame Königreich, voller Einöden, dieses Land des zögernden Tages und der langdauernden Nacht, ist glücklich über einen solchen Freund, wie es der deutsche Kaiser ist. Nicht immer wird es den Schweden und seine Verachtung ertragen. Gebt dem Knaben am Wege eine kleine Silbermünze, wozu wird er sie brauchen? Fragt ihn, und er wird sagen:Ich stecke sie in die Büchse, um ein gezogenes Gewehr zu kaufen; eines Tages werde ich einen Schweden erschießen." Ein merkwürdiger Ehrgeiz! Aber er liegt tief in den Herzen des Volkes. Der Kaiser aber ist ihr Freund. Man zeigt in Stalheim viele Er­innerungen an den Kaiser Wilhelm: seinen eingerahmten Namenszug, zahllose Porträts, den Felsen, auf dem er gern steht, die Zimmer, die er bewohnt, (daß das Hotel kürzlich abbrannte, und der Kaiser die jetzigen Räume noch nie benutzt hat, macht nichts aus), und dann sprechen sie von der Gegend.Ja, ja, das Thal ist sehr schön; der Kaiser sagt es."Und die Berge sind hoch!"Ganz richtig; das ist des Kaisers Meinung".Das Wasser ist blau".Cs ist die Farbe, die der Kaiser haben möchte." Ein lieblicher Ort!"Wie könnte es anders fein der Kaiser ist hier gewesen."

* Die Zweihundertjahrfeier Petersburgs. Petersburg bereitet sich vor, die Zweihundertjahrfeier seiner Gründung glänzend zu begehen. Zu diesem Zweck rst von dem Stadtrat der russischen Hauptstadt eine sehr bedeutende Summe ausgesetzt worden. Prächtige Feste, zu denen auch die französische Regierung und der Pariser Ge-

von Paris, wie einft> die Ankunft des Zaren mit einem Tedeurn begrüßen.

So sind jetzt in Frankreich sogar Stimmen laut geworden, die kühl und rechnerisch die Bilanz aus dem einst so laut begrüßten Bündnis von Kronstadt ziehen und die, wenn ihr Blick auf die mit Anleihezahlen gefüllte Rubrik S o l l" und die noch immer greulich leere RubrikHabe n" fällß, die Bilanz ziehen mit den Worten:Das ganze Bündnis nützt uns nichts." Bei dem Nationalcharakter des französischen Volkes müßte allerdings noch vielerlei ge­schehen, ehe diese Auffassung zum Allgemeingut würde; es müßte noch manche Demütigung und manche Enttäuschung ertragen werden, ehe die Auffassung Cassagnaes durch­dringt:Ich habe den Mut, es zu jagen, das Russen­bündnis nützt uns nichts, kommt uns nicht nur furchtbar teuer zu stehen, sondern drückt und verurteilt uns zu ewigem Verzicht; dieses Bündnis sollte uns die verlorenen Pro­vinzen wiedergeben, seine Wirkung ist im Gegenteil, daß es uns verbietet, jemals wieder an sie zu denken" aber wenn sogar ungestraft die Frage gestellt werden kann, ob denn nicht ein Bündnis mit Deutschland vorteilhafter sei, als alle Händedrücke des Zaren, so scheinen doch Die realen Thatsachen eine gewisse Wirkung selbst auf Den blinden Enthusiasmus der Franzosen geübt und ihrem Auge wenigstens einen Lichtschimmer gebracht zu haben.

Heute herrscht allerdings in Frankreich trotz allem noch lauter Jubel; aber wenn die Festtage vorüber sind und der graue Tag ünd die nüchterne Erwägung ihre Rechte fordern, dann wird auch ein gewisser Katzenjammer nicht ausbleiben, und von neuem wird man zu dem Resultat kommen:Das ganze Bündnis nützt uns nichts." Und es kann in der That im allgemeinen Interesse nur erwünscht sein, daß man in Frankreich zur Besonnenheit zurückkehrt. Dann wird man vielleicht auch zu der Erkenntnis kommen, daß mit dem ewigen Grollen ob der Vergangenheit es nicht gethan ist, daß dem Auge, das nur starr auf die Vogesen gerichtet ist, all die Vorteile entgehen müssen, die der Tag bietet, und daß man thatsächlich nur die Dritten fördert, wenn man sich selbst sestlegt auf eine Politik des Gefühls, statt verständig mit den Faktoren des realen Lebens zu rechnen. Die deutsche Politik aber scheint auf einem guten Wege zu sein.

Politische Tagesschau.

Zu dem Kapitel der Reichstags diät en schreibt uns unser parlamentarischer Mitarbeiter unterm 20. Sep­tember:

Bezüglich der Frage der Gewährung von Tagegeldern an die Mitglieder des Reichstags äußerte kürzlich ein den Bundesratskreisen nahestehender Herr, daß bei den Ver­handlungen der Bundesratsbevollmächtigten über den in der letzten Session vom Reichstag angenommenen Antrag (Anwesenheitsgelder) u. a. das Moment berücksichtigt wer­den würde, ob es rätlich sei, kurz vor Ablauf der Legislatur­periode diese Neuerung einzuführen. Dieses Bedenken soll besonders bei denjenigen Mitgliedern des preußischen Staatsministeriums obwalten, die ohnehin nicht geneigt sind, die Wirkung der Diätenzahlung auf die Beschlußfähig­keitsziffer sonderlich hoch zu veranschlagen. Doch man glaubt, daß die Auffassung des Reichskanzlers int Bundes­rat schließlich durchdringen werde. Graf Bülow stand be­kanntlich^ der Frage von jeher wohlwollend gegenüber, und er ist, wie es heißt, der Ueberzeugung, daß nur durch Gewährung von Tagegeldern ein beschlußfähiges Parla­ment auf die monatelange Dauer der Zolltarif-Beratungen zusammenzuhalten sein wird. Tie Diätenzahlung dürste aber schwerlich vor dem nächsten Jahre praktisch werden.

Französischer Wein Russisches Petro­leum. Das in Dünkirchen von neuem besiegelte Bündnis zwischen Frankreich und Rußland ist von ersterem be­kanntlich stets als rein politisches Gebilde bewertet worden, während Rußland durch wiederholte Inanspruchnahme des französischen Kredits die Allianz sich wirtschaftlich nutzbar zu machen verstand. Ter Ausftthrhandel Frankreichs nach Rußland hat seit dem Bestehen des Bündnisvertrages keine wesentliche Steigerung erfahren, woraus es sich erklären