sie hätten keine Ermächtigung, die militärischen Operationen zu beeinflussen.
Der japanische Gesandte richtete au die chinesischen Ber tretet Borstellungen wegen der übelberatenen Unterzeichnung des SonderabkommenS mit Nußland über die Mandschurei, während die Friedens« Unterhandlungen schwebten. Der russische Minister v. Wi'te teilte dem chinesischen Gesandten in Petersburg eine Reihe von Vorschlägen mit, die die Grundlage einer Zusatzabmachung zu dem von Admiral Alexejew abgeschlossenen Abkommen bilden sollen. Darunter find folgende Punkte: Die Zahl der chinesischen Truppen in der Mandschurei soll der Genehmigung Rußlands unterworfen sein; ferner soll Rußland die Ernennung der Tatarengenerale zuftehen. Von dem letzteren Rechte machte Rußland bereits zweimal Gebrauch. In jeder Provinz sollen zwei hohe russische Beamte zur Befehlführung über die chinesische Polizei und zur Oberleitung der Bahn ernannt werden. In der Mandschurei soll keiner andern Macht eine Handels konzession zugestanden werden. Die chinesische Regierung soll sich auch verpflichten, keine Bahn in der Mandschurei zu bauen. Die Zinsen der russischen verbürgten Anleihe von 1895 sind monatlich zu zahlen. Alle Zölle in der Mandschurei werden in russische Verwaltung genommen. Hiervon sind vermutlich die Seezölle ausgenommen.
Ein Telegramm des russischen Generals Grodekow aus Charbin meldet, daß in den Bezirken Nertschinsk und Troitz kosawSki in Transbaikalien der Kriegszustand aufgehoben ist.
Deutsches Reich.
Berlin, 20. Febr. Heute vormittag nahm der Kaiser in Homburg die Abmeldung des französischen Marineattaches, Fregattenkapitän Buch ar d entgegen und hörte darauf den Vortrag des Chefs des Marinekabinetts v. Senden-Bibran und des Ministers der öffentlichen Arbeiten v. Thielen.
— Der König von England trifft am kommenden Samstag in Cronberg ein. — In einem Artikel über den bevorstehenden Besuch des Königs von England schreibt die antisemitische „Staatsbürger-Zeitung" folgendes:
„Aus der Qualen Angst, der Liebe, aus der schreckenden Sorge der Treue preßt sich der Ruf des deutschen Volkes hervor: Kaiser kehr' um, kehr' um von englischen Schmeichelreden, von britischen Lobgesängen zu der heimischen Sprache Deines Volkes. Am Krankenlager in Cronberg wird König Edward die respektvolle Zurückhaltung des deutschen Volkes erfahren. Weiterem Eindringen ins deutsche Land steht aber das unbeugsame Gefühl der Neutralität entgegen, zu der sich das Deutsche Reich verpflichtet, steht das untrügliche Gefühl der Antipathie entgegen, von dem das deutsche Volk gegen den ehemaligen Prinzen von Wales erfüllt ist. Dem englischen König wird das mahnende und warnende Wort nicht unbekannt fein: „Wer Ohren hat, zu hören, der höre."
— Der Herzog Karl Eduard von Sachsen- Ao b u r g^ln d Gotha bestand in Potsdam das Fähnrich-Examen, wie mitgeteilt wird, mit dem Prädikat „Gut".
— Der Oberleutnant z. S. Max P e tz e l, der kiirzlich als Führer des Ablösungstransportes mit dem Lloyddampfer „Köln" wegen eines Blinddarmleidens von Ostasien zurückgekehrt war, ist an den Folgen einer Operation in Wilhelmshaven gestorben. Petzel, der seit 1891 der Marine angehört, war zuletzt Wach-Offizier auf dem Kreuzer „Gefion".
— Zur Stellungnahme gegen die bekannte Aeußerung Les Justizministers Schönstedt über die Anstellung jüdischer Notare in Preußen zirkuliert gegenwärtig «uter den Rechtsanwälten der Reichshauptstadt eine Liste, um Unterschriften zum Zwecke der Einberufung einer Anwaltskammer-Sitzung zu erlangen. Es sind statutarisch 250 Unterschriften erforderlich, um den Vorstand zu veranlassen, eine derartige Sitzung einzuberufen. Die Anwaltskammer foll dann beauftragt werden, gegen die in den Reden des Ministers zutage getretenen Anschauungen Stellung zu nehmen.
— Einem Postschaffner N. war ein Paket abhanden gekommen, er meldet es vorschriftsmäßig bei dem zuständigen Beamten, dieser nimmt die Meldung zu Protokoll, sendet letzteres dem Vorsteher des Postamtes, erhält es aber wegen eines Formfehlers zurück. Der Formfehler bestand darin, daß in seinem Protokoll von dem „Herrn" Postschaffner N. gesprochen wurde. Der Vorsteher hatte die Bezeichnung „Herr" ausgestrichen und dazu bemerkt, Postschaffnern käme der Titel „Herr" nicht zu. („Ob Herr o. Podbielski einen Mann mit solchen Anschauungen pir geeignet hält, das Amt eines Vorstehers den Untergebenen gegenüber zu versehen?" fragt nicht ohne Berechtigung der „Vorwärts".)
— In einer Versammlung des Rheinischen Bauernvereins zu Villip führte der Referent aus, daß es sehr gefährlich für die Bauern werden könnte, wenn sie sich durch Versprechungen von wohlwollenden Freunden, welche immer von mäßigen Zöllen redeten, ein» schläfern und beruhigen ließen. Es kommt alles darauf an, fuhr er fort, was man unter dem Wort „mäßig" versteht:
„Wir wollen ja auch nur mäßige Zölle, aber sie müssen vor allem genügend sein. Wenn sich aber der Abg. Schmitz im Abgeordnetenhause dagegen verwahrte, daß das Zentrum einen Zollsatz von 8 Mark für das Getreide verlange, dann steht zu befürchten, daß diese Partei unter „mäßig" einen Zollsatz versteht, der für uns nicht genügend ist; denn acht Markt st der geringste Zoll, den wir für unser Getreide haben müssen. Besser leinen Zoll, als einen ungenügenden. Für uns Bauern erwächst darum die Pflicht, an den maßgebenden Stellen energisch vorstellig zu werden, damit unsere gerechte Forderung mit Erfolg vertreten wird. Heute werden in Berlin Millionen Flugblätter von unfern Gegnern verbreitet und zu einem Entrüstungssturm gegen die Brotwucherer aufgereizt, und nur mit Mühe und Not sind die Bauern in ihrer großen Mehrheit soweit aufzurütteln, daß sie begreifen lernen, welche hohe Interessen für sie auf dem Spiele stehen. . ."
— Ein Artikel der „Nordd. Allgem. Ztg." erläutert an der Hand aller einschlägigen Zahlen die Frage des Aus »alles an der Eisenbahneinnahme infolge des Rhein-Elbe-Kanals. Der Artikel kommt zu dem
Schlüsse, im Gesamkgebiete der preußischen Staatsbahnen werde sich voraussichtlich ein Ausfall an Eisenbahneinnahmen kaum bemerkbar machen, denn die letzteren steigen nach dem Durchschnitt der Verkehrsentwickelung in der Vergangenheit während eines Jahres fast soviel wie der Kanal- Gesämtverkehr, selbst wenn er sofort im ersten Umfange ent» tehen sollte, an Verlust verursachen würde. Die Erfahrungen an allen neueren Kanälen zeigen aber, daß der Wasserverkehr sich erst allmählich entwickelt und demgemäß den Eisenbahnen nur so allmählich Einnahmen entzieht, daß zu gleicher Zeit eine natürliche und durch den Kanal indirekt ogar geförderte Verkehrssteigerung sich geltend machen kann und entweder einen Rückgang der Eisenbahneinnahmen gänzlich verhindert oder auf ein Bruchteil bei vorübergehender Tuner herabsetzt. Würde der Rhein-Elbe-Kanal sich ähnlich entwickeln, wie der Oder-Spree-Kanal, so dürfte der theoretisch berechnete Einnahmeausfall in Wirklichkeit sich auf etwa ein Drittel des rechnungsmäßig ermittelten be- chränken; dagegen wird aber eine überwiegende Vermin- rerung der unfruchtbaren Transportkosten um Hebung der gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse eintreten, von der sowohl der Main-Kanal wie der Oder-Spree-Kanal überzeugend Kenntnis geben.
Ausland.
London, 20. Febr. „Truth" zufolge werden der König und die Königin Ende März Kopenhagen besuchen und ich wahrscheinlich an.Bord der „Victoria and Albert- durch den Kaiser.Wilhelm-Kanal dahin begeben. Der König werde während seines Aufenthalts in Kopenhagen einen Zrivatbesuch beim Prinzenpaar Heinrich von Preußen in Ziel machen. Wahrscheinlich werden der König und die Königin über Deutschland nach Hause zurückkehren.
Madrid, 20. Febr. Die hiesigen Zeitungen berichten von Havanna auf Kuba: Die gegen die Vereinigten Staaten errichtete Bewegung im Innern der Insel hat durch das Auftreten einer „geheimnisvollen Jungfrau" neue Nahrung erhalten. Mau erzählt von einem noch fast im AindeSalter stehenden Mädchen, das ähnlich wie Johanna d'Arc auf der Insel umherziehe und den Krieg gegen die Nordamerikaner predige. Sie erzählt von himmlischen Erscheinungen, die ihr zu Teil würden, und wodurch sie die Gewißheit erlangt habe, daß sie berufen sei, die „Kaiserin von Kuba" zu werden. Mehrere Führer der Unabhängig keitspartei haben das Mädchen unter ihren Schutz genommen und ziehen mit ihm durch das Land, indem sie überall iur offenen Auflehnung gegen die Nordamerikaner aufordern.
Rom, 20. Febr. Der Papst nahm heute anläßlich des Jahrestages seiner Wahl die Glückwünsche des Kardinals Rampolla und verschiedener Würdenträger des päpstlichen Hofes entgegen.
Wien, 20. Febr. Unter großer Erregung begann die jcutige Sitzung des Abgeordnetenhauses. Die Alldeutschen erhoben einen großen Lärm, als Anträge auf Protokollierung der czechischen Petitionen gestellt wurden und riefen: Czechische Mogelei! Wolf: Ich würde nächstens »ebräische Resolutionen einbringen. Der Präsident erklärte odann, er sei gesonnen, das Zensurrecht über die Jnter- rellationen in liberalster Weise auszuüben. Er werde die letrrffende Interpellation in geheimer Sitzung vollinhaltlich vorlesen und das HauS beschließen lassen, ob die Inter lellation vollinhaltlich in der öffentlichen Sitzung vorgelesen werden soll. Abg. Ellenbogen beantragt die Eröffnung der Debatte. Der Antrag wird abgelehnt. Dafür stimmen die Czechen, Alldeutschen und Sozialdemokraten, die großen Lärm erheben. Die Alldeutschen schreien: Unterstehen Sie sich nicht zu zensurieren. Der Jungczeche Brzora fragt, warum der Präsident die czechischen Interpellationen nicht vorlesen ließ. Der Präsident erklärt, er werde diese Frage im Laufe der Sitzung beantworten. Die Czechen schreien: Warum nicht sofort? und machen Lärm. Die Czechen warfen die Vorlagen in die Luft und zwischen Klofatsch und Baron Wassilko entsteht ein Zusammenstoß; sie müssen getrennt werden. Wolf beantragt in längerer Rede, während deren die Czechen und Alldeutschen aneinandergeraten, Schluß der Sitzung. Der Antrag wird abgelehnt. Der Präsident erklärt, er habe sich entschlossen, provisorisch folgenden Weg einzuhalten: Er werde Interpellationen in nichtdeutscher Sprache annehmen und dem Mmister sofort mitteilen, sich dann in Besitz des authentischen deutschen Textes setzen, diesen verlesen und dem stenographischen Protokolle einverleiben. Diese Erklärung wurde fortwährend durch stürmische Zwischenrufe seitens der Czechen und der Alldeutschen unterbrochen. Am Schluffe schrieen die Alldeutschen und die Czechen; die Czechen stürmten die Präsidentenbühne, ballten die Fäuste gegen den Präsidenten und bewarfen ihn mit grünen Ge- schästSordnungSbüchelchen. Der Präsident schloß unter anhaltendem Sturm die Sitzung.
— Nach neueren authentischen Mitteilungen hat Wien innerhalb der drei letzten Jahre, etwa 3100 Uebertritte (davon 1100 im Vorjahr) zur evangelischen Kirche gehabt. In Innsbruck ist u. a. ein Neffe des Bischofs von Budweis evangelisch geworden.
Budapest, 20. Febr. Großes Aufsehen macht im Abgeordnetenhause eine Rede des Unterrichts-Ministers Dr. Wlassics, der erklärte, daß er seine Hand niemals zu einer Einschränkung des Unterrichts in der deutschen Sprache bieten werde. Diese Erklärung wurde von der großen Majorität des Hauses lebhaft akklamiert. Wlassics verwies auf die ungeheuere Gedankenarbeit der deutschen Gelehrten, speziell auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft; er könne daher nichts einwenden und erblicke keinen Nachteil darin, wenn Professoren der juristischen Fakultät der Budapester Universität sich diesen Geist der vrosnndpn deutschen Wissenschaft assimilieren.
Politische Tagesschau.
Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt aus dem Reichstag untern: 20. Februar:
Die Theaterzensur hat es den Reichsboten an-, gethan. Schon der Dritte Schwerinstag ist dein freisinnigen
Antrag auf Abschaffung dieser Zensur gewidmet. Heute unterzog zunächst der in den letzten Jahren recht schweigsam geworbene Freisinnsbarde, Abg. Träger, die Thätigkeit des Zensors einer sorgfältig vorbereiteten, stellenweise humoristischen Kritik. Der reichsparteiliche Konsistorialpräsident Abg. Dr. Stockmann bemühte sich alsdann darzuthun, daß der Goethebund, nach seinen bisherigen Kundgebungen zu schließen, unter falscher Flagge segele. Da nunmehr ein Antrag auf Schluß der Diskussion Annahme fand, blieb nur noch das übliche Schlußwort seitens der antragstellenden Fraktion. Man hatte den freiwilligen Anwalt des Goethebundes, Abg. Dr. Müller-Meiningen, da- ür ausersehen. Er richtete seine Pfeile besonders aegen )ie preußischen Minister des Innern Frhrn. v. Rheinbaben und den Zentrumsmann Roeren. Etwa vier Dutzend Kollegen und doppelt soviel Tribünenbesucher hörten ihm anfänglich mit Interesse zu. Je länger aber Dr. Müller prach, desto leerer wurde es im weiten Saale. Als um die vierte Stunde ein Trupp Konservativer vom preußischen Landtag herüberkam und eine geräuschvolle Privatunterhaltung begann, wurde der freisinnige Redner höchst un» l emütlich: „Sie sind hier im Reichstag, und nicht im weußischen Abgeordnetenhaus, wo Sie machen können, was Sie wollen!" rief er mit erhobener Stimme zur Rechten hinüber. Man antwortete ihm mit Gelächter und ironi» chen Bravos. Zu retten war der freisinnige Antrag nicht. Aber die Debatte nahm insofern einen eigenartigen Ausgang, als die Abstimmung über den Antrag Bassermann (nl.) auf Verweisung der Materie an eine Kommission von 14 Mitgliedern durch „Hammelsprung" erfolgen mußte. Dieser ergab die Anwesenheit von nur 147 Mitgliedern (74 ja, 73 nein), also die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Präsident Graf Ballestrem beraumte die nächste Sitzung auf 30 Minuten später an. Tagesordnung: Diätenautrag des Zentrums.
In der That konnte die Forderung der ausschlaggeben- )en Partei, den Reichsboten „An w e s e n l; ei t s g e l d er" in Höhe von 20 Mark für den Tag — Landtagsdiäten sind in Abzug zu bringen — zu bewilligen, nicht schlagender und zugleich unmittelbarer nachgewiewn werben, als durch die oeben konstatierte Beschlußunfähigkeit der gesetzgebenden Versammlung. Die Abg. Gröber, Dr. Spahn u. Gen. heischen durch ihren Antrag weiterhin freie Fahrt aus ) e n Eisenbahnen für die Reichsboten. Jetzt geschieht die Beförderung bekanntlich nur kostenfrei auf der Strecke zwischen dem jeweiligen Wohnort und Berlin. Mit gewohnter Präzision und glücklichem Humor begründete Gröber )ie Diätenforderung, die so alt sei wie der Reichstag selbst. Auf „diesen" Reichstag ob des schlechten Besuches zu schelten, liege kein Anlaß vor; früher sei nicht minder gesündigt worden. Dies stellte der Redner aktenmäßig fest. Namens der Nationalliberalen erklärte sich Abg. Bassermann irinzipiell für den Antrag Gröber, den er einer Kommission )on 14 Mitgliedern zu überweisen empfahh' Diesem Vor- chlage stimmten zu die Abgg. v. Tiedemann (Rp.), Dr. P a ch n i ck e (frs. Vg.), Rettich (kons.). Abg. B e bei (Soz.) befürchtet, daß dieses „Wenn" die Abänderung des Neichswahlrech-ts betreffe. Doch man rief auf der Rechten flugs und nachdrücklich: „Nein! Nein!" Die Bemerkung des Abg. Dr. Müller-Sagau (frs. Volksp.), die verbündeten Regierungen möchten Vernunft haben, glossierte Präsident Graf B a l l e st r e m witzig mit den Worten: „D i e verbündeten Regierungen haben immer Vernunft !" (Stürmische Heiterkeit.) Abg. Haußmann- Böblingen (d. Volksp.) appellierte unverzüglich an diese „stets vorhandene" Vernunft, und als Freund der Tagegelder bekannte sich schließlich auch der wohlbeleibte Abg. RöllinaeZ aus dem Elsaß. Der Antrag Gröber konnte also nahezu einstimmig an die Kommission verwiesen werden. Nun hat die Negierung das Wort.
Aus Stadt uud Saud.
Gießen, den 21. Februar 1901.
** Militärisches. Lt. Frhr. v. Hoiningengen. Huene im 5. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168, wurde zum Oberleutnant, Loos, Vizefeldw. im Landw. Bezirk Gießen, zum Lt. der Res. des 3. Großh. Hess. Jnf.-RegtS. (Leib- RegtS.) Nr. 117, befördert. v. Meien, Fähnrich im 5. Großh. Hess. Ins.-Regt. Nr. 168, zur Res. beurlaubt. Unterarzt der Res. Dr. Fischer in Gießen zum Assistenzarzt befördert.
ko. Laut bischöflicher Verfügung beginnt für die Diözese Mainz daS allgemeine Jubiläum (hl. Jahr) mit dem 1. Fastensonntage und schließt am 25. August.
** Der Evaug. Kirchengesangvereiu beabsichtigt am Sonntag )en 3. Mälz in der Stadtkirche die „Historta des Leidens und Sterbens unseres Herrn undHeilands Jesu Christi" nach dem Evangelisten Johannes, von Heinrich Schütz in der Bearbeitung des Professors A. Mendelssohn in Darmstadt aufzuführen. Bei vielen werden die Aufführungen der MatthäuSpassion des großen Meisters noch in guter Erinnerung sein. Die erst seit wenigen Jahren der Vergessenheit entrissene JohanneSpassion wird hier zum ersten- male zu Gehör gebracht werden. Sie bringt, wie auch die übrigen Passionen des Meisters einfach die Geschichte deS Leidens Jesu nach den Worten der Schrift ohne jeden Zusatz zur Darstellung. Die Erzählung des Evangelisten, die Worte. Jesu, des Hohenpriesters, deS Pilatus werden von Solisten (Tenor und Baß) gesungen, die deS Volkes vom Chor. Tie* Musik trägt dem entsprechend einen epischen, teils, so in reu ernsten Chören, einen ausgesprochen dramatischen Charakter.
•• Eisbahn. Der Eisverein macht bekannt, daß von heute ab die Eisbahn sich wieder in tadellosem Zustande besindet und vom Publikum benutzt werden kann.
•• Buren-Versammlung. Am Montag, den 25. Februar 1901 veranstaltet die Ortsgruppe Gießen des Alldeutschem Verbandes eine öffentliche Burenversammlung in StcrnS Garten, zu der alle Freunde der Buren mit ihren Damen eingeladen sind. Es werden u. a. sprechen der Burenkommandant Jooste sowie der zur Zeit noch im Frankfurter Krankenhause sich befindende Kommandant de Wet. (Näheres buch Plakate und im Anzeigenteil)
P. Unser Freund Lattemaun schreibt nnS in arger Entrüstung über die städtische Straßenverfassung in Gießen in einem längeren Briefe u a. folgendes: Die Bürgersteige in ihrer gegenwärtigen Gleischerformation auS
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