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21.6.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 143

Zweites Blatt

Freitag 21. Juni 1901

151. Jahrgang

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des englischen Volkes sich gegen die des grausamen Systems auflehnt, das die Alten, Schwachen und Kinder drückt, lichen Zeiten je eine ganze Nation gemacht worden?

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Telegra»» deS Gietzeuer AuzeigerS.

London, 20. Juni. Gestern abend wurde eine öffent­liche Versammlung abgehalten, in der die früheren Kap- minister Marriman und Jauer sprachen. Mit großer Be­geisterung wurde eine Resolution gefaßt, in der die süd­afrikanische Politik der Regierung, insbesondere bezüglich der Behandlung der Frauen und Kinder verurteilt und die Regierung aufgefordert wird, den Buren die völlige Un­abhängigkeit zu gewähren. -

täglich mit kJ Montags.

$awilien- wa<t dem An. mitHess. Blätter 7-, Drttttunde" »Hr« RMK beigekgt.

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in der sengenden Sonne, und besteht nur aus leinenen Zelten ohne eine Spur von Möbeln. Nicht einmal Ma­tratzen sind darin. Tie Sonne brannte durch die Leinwand. Tie Rationen wären für solche, die angehörige Kom­battanten haben, noch kürzlich halbe. Sie sind auch jetzt noch elendiglich. Zuweilen reichen sie nicht aus. Tas Ft ei sch ist bisweilen madig, das Wasser ungekochtes Modder- Flußwasser. Die Kinder liegen keuchend, wie abgerissene Blumen verwelkend. Tie Sterbeziffer ist enorm. Noch chlimmer war das Kimberleyer Lager, das ein acht Fuß hoher Stahldraht umgiebt, und das von Schildwachen ab patroulliert wird. Miß Hobhouse sagt zum Schluß: Ter Ruin der meisten ist jetzt vollständig. Zu hoffen bleibt nur, daß der gesunde Verstand, wenn nicht das Erbarmen,

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Deutsches Reich.

Berlin, 29. Juni. Aus Kiel wird von heute ge­meldet: Ter Kaiser traf hrer am Abend an Bord der Hohenzollern" ein. Admiral Thomson und Viceadmiral v. Tirpitz sind am Nachmittag hier eingetroffen.

Ten Ka iserbesuch im Kloster Maria Laach schildert das Juniheft derSt. Benedictusstimme", das Organ der deutschen Benedictiner, in einem von offen­bar berufener Seite stammenden Bericht, der verschiedene, unseres Wissens noch nicht Veröffentlichte Einzelheiten über jenen Besuch enthält. So erwiderte zum Beispiel der Kaiser, als Abt Benzler Veranlassung nahm, ihm zu versichern, daß sich die Klostergemeinde an dem offenen Bekenntnis des christlichen Glaubens Sr. Majestät überaus erbaut habe, wörtlich folgendes:Ja, das thue ich, ich habe das schon gestern in Bonn auf dem Kommers der Studenten gesagt und habe ihnen die christlicher: Grundsätze einzuschärfen gesucht. Ich halte es für nötig, daß ihnen dies von oben gesagt wird." Charakteristisch ist auch folgende Aeußer- ung des Kaisers. Als er aufmerksam die auf der Kapitel­wand verzeichnetenStufen der Temut" las, machte er bei der viertenin duris et asperis patientiam amplecti" (in schwierigen Verhältnissen s ich der Ge­duld befleißige n") die Bemerkung:das ist auch etwas für mich", und machte dabei eine Geste, als ob er sagen wollte, St. Benedict hat recht, aber es gehört viel Selbst­überwindung dazu. Bei dem Rund gang äußerte der Kaiser u. a. auch, daß er dem Abte von Monte Cassino kürzlich eine ganze Bibliothek deutscher Geschichtslitteratur geschenkt habe. Beim Anblick der kräftigen, ernst gehaltenen Zeichnungen des P. Andreas sagte der Kaiser:Das ist recht, daß man wieder zurückgeht auf die alten Meister, so habe ich es gern, das ist viel schöner, als so manches moderne Zeug."

Von bewährter Seite wird derRh.-W. Ztg" mit­geteilt, das preußische Staatsministerium habe beschlossen, fortan VerlautbarungenhalbamtlicherArtnur durch dieBerliner Kor r." u n d d i eN o r d d. A l l g. Z t g." erfolgen zu lassen, außerdem soll keinerlei offiziöse Instruktion von Journalisten durch Minister erfolgen. Eine analoge Anweisung hat der Reichskanzler den Chefs der Reichsämter zu gehen lassen. Ter Zweck dieses vom Grafen Bülow inspirierten Ministerbeschlusses kann nur der sein, die Minister von solchen Beeinflussungen der öffentlichen Meinung durch die Presse abzuhalten, die sich in einer anderen Richtung bewegen, als die Politik des Gesamt­ministeriums, bezw. die des Ministerpräsidenten. Der Mi­nisterpräsident kann, sollten derartige Kundgebungen doch gegen seinen Willen erfolgen, sie dann auf Grund dieses Beschlusses öffentlich als für die Politik^ des Gesamtmini­steriums unmaßgebend desavouieren. Daß gelegentlich Mi­nister doch mit Redaktionen oder Mitarbeitern anderer als der beiden genannten Blätter verkehren, kann der Minister­präsident natürlich nicht verhindern um so weniger, als kein Ressort von jeher indirekt eine so weitgehende Be­einflussung der übrigen Presse versucht hat, wie das Preß­bureau des vom Grafen Bülow geleiteten Auswärtigen Amtes selbst.

Tie Versetzung des Konsistorialrates Reicke (vgl. den Leitartikel in Nr. 139) genügt demReichs­boten" nicht. Tas Blatt schreibt:Was hat das nun für einen Sinn? Wenn der Mann wegen, seiner in seinem Schauspiel und anderweit dokumentierten Gesinnung nicht in das Konsistorium zu Berlin paßte, wie soll er dann in das Konsistorium zu Königsberg passen? Tas sieht fast wie eine Beleidigung für das Königsberger Konsistorium aus. Ter Osten sollte es sich ernstlich verbitten, daß ihm Beamte, welche man im Westen nicht brauchen kann, zuge­schoben werden. Unter dieser Praxis hat der Osten früher allzu viel gelitten." (Was wird das eingeschüchterte preu­ßische Ministerium jetzt in seiner Angst thun? T. Red.)

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Tie Kommission zur R e o r m der Lehrerbild­ung in Preußen, die Unter dem Vorsitz des Kultus­ministers und unter der Teilnahme mehrerer Provinzial­schulräte und bekannten Schulmänner tagte, hat ihre Be­ratungen beendet. Es sollen für die FalkschenAllgemeinen Bestimmungen" vom 15. Oktober 1872 neue Gesichtspunkte zu erwarten sein. Ter vom Minister schon in mehreren Fällen praktisch durchgeführte Plan, die Lehrerseminare in Verbindung mit den Präparandenanstalten sechsklassig zu gestalten, wird fortgesührt werden. Statt des bisherigen wahlfreien Unterrichts im Französischen wird eine fremde Sprache obligatorisch gefordert werden, ob Latein, Fran­zösisch oder Englisch bleibt den einzelnen Staaten über­lassen. Tie Prüfung der Mittelschullehrer und Rektoren soll sich wissenschaftlicher als bisher gestalten.

Zum Gesetz über di e Versorgung von Kriegsinvaliden veröffentlicht das Armee-Verord­nungsblatt Ausführungsbestimmungen. Tie Zahlung der gewährten dauernden Gnaden- und sonstigen fortlaufenden Unterstützungenwird bis zur Höhe der Zuschüsse einge­stellt werden". Öffentliche Bekanntmachungen sollen dem­nächst erlassen werden, in denen die Kriegsinvaliden auf die neuen Bestimmungen hingewiesen und aufgefordert wer­den, baldigst ihren Militärpaß dem Bezirkskommando ein­zureichen. Eines besonderen Antrages auf Gewährung der Pensionszuschüfse bedarf es nicht. Die Bewilligung der Zuschüsse für Hinterbliebene der Miegsinvaliden erfolgt bei Hinterbliebenen von Offizieren usw. durch die Versorgungs­abteilung des Kriegsministeriums, bei solchen von Mann­schaften durch die Generalkommandos. Ist bis zum 1. Sep­tember 1901 noch nicht Entscheidung getroffen, so können sich die Beteiligten mit Gesuchen an die nach, vorstehendem zuständigen Stellen wenden.

Im Interesse der Volksgesundheit ist Aerzten in der Ausübung ihrer Praxis auch die Benutzung der Güterzüge lediglich gegen Lösung einer Fahrkarte dritter Klasse neuerdings gestattet worden.

Rostock, 19. Juni. Ter Großherzog hielt heute seinen feierlichen Einzug in Rostock. Im Anschluß daran sand die Enthüllung des Tenkmals des Großherzogs Fried­rich Franz III. statt, welches das Land dem verewigten Fürsten in den Wallanlagen vor dem Steinthor errichtet hat. Beim Frühstück gedachte der Groß Herzog in einer An­sprache der Stadt Rostock. Später begab sich der Groß­herzog zur Universität und nahm in der Aula die Vor­stellung des Lehrkörpers entgegen.

Stuttgart, 19. Juni. Die Zweite Kammer nahm heute nach längerer Debatte den Antrag Gröber und Gen. an, dahin gehend, die Regierung möge mit der Errichtung von Landwirtschaftskammern vorgehen.

Ausland.

London, 19. Juni. Im Unterhause erwiderte gestern auf eine Anfrage betr. die Frage der Konzessionserteilung zum Bau einer Eisenbahn von K o n i a nach dem per­l' i s ch e n Meerbusen an ein deutsches Syndikat Cranborne, wie man glaube, sei 1899 ein vorläufiges Abkommen zwischen der Pforte und einem deutschen Syn­dikate in Bezug auf die Konzession abgeschlossen, es sei jedoch keine Mitteilung eingegangen, daß die Konzession: definitiv erteilt sei, oder die Einzelheiten derselben sesd, gestellt seien. Tie kilometerweise Garantierung werde, wie: verlautet, als eine der Bedingungen geplant, aber es sei nicht bekannt geworden, ob irgend ein Fortschritt in der Regelung der Punkte gemacht worden sei. Es sei der Regierung nicht bekannt, daß die Pforte die Absicht: hege, den Jmporttarif zu erhöhen, auch habe sie keine Mitteilung darüber, daß diese Maßregel jene Garantie aufzubringen bestimmt sei. Tie Verwaltung der Dette Publique ' habe jedoch den ersten Anspruch auf alle er­höhten Einkünfte, die auf diese Weise zu stände kommen. (Mso mit der Konzessionserteilung zum Bau der Bagdadbahn um diese handelt es sich, scheint cs noch gute Wege zu haben. Man wußte bisher hier nur, daß am Hofe zu Konstantinopel seit geraumer Zeit sich Einflüsse geltend machen, zum Zwecke einer Verschleppung der Konzessionsangegelegenheit. Ter angeblich nicht in­formierte Lord Cranborne zeigt sich also unterrichteter als die Teutschen. Vielleicht stehen seine Landsleute den Quer­treibereien im Wdiz-Palast nicht ganz fern. W läßt sich wohl denken, daß die Engländer große Lust haben, den Schienenweg von Kleinasien zum Persischen Meerbusen selbst zu bauen, um mit den Russen möglichst Schritt zn halten, die die Konzession zum Bau einer Bahn vom Kaspischen zum Persischen Meer bereits in der Tasche haben, und den Beginn der Arbeiten lediglich wegen Geld­mangel bisher zurückstellten. Worte des Aergers über das Sichvordrüngen" der Teutschen im Orient sind ja an der Themse mehr als einmal gefallen. D. Red.)

Bern 19. J,uni. Die Konferenz im Haag hatte den Wunsch ausgedrückt, der Schweizer Bundesrat möchte eine Revision der Genfer Konvention betr. den Schutz ber Verwundeten im Kriege in die Wege leiten. Der Bundesrat fragte bei den Konventionsstaaten an, ob sia bereit wären, eine solche Konferenz zu beschicken. Bis­her haben Frankreich, England, Italien und die Vereinig­ten Staaten von Nordamerika bejahende Antworten erteilt. Tie Antwort Rußlands steht noch aus. England machte den Vorbehalt, es halte dafür, die Konferenz sollte vor Be­endigung des südafrikanischen Feldzugs nicht stattfinden.

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Engländer und Buren.

Aus Kapstadt: Die unter dem Befehl Kruitzingers stehenden Burenkommandos wurden am 17. d. M. bei Tar- kastad von der Truppe des e n g l i sche n O b er ste n M v n - roe angegriffen, diese zog sich aber zurück, nachdem sie unbedeutende Verluste erlitten hatte.

Aus Durban wird gemeldet: Steijn und Dewet haben in den letzten Tagen vergeblich den Versuch gemacht, die Linie StandertonHeidelberg zu überschreiten.

Laut amtlicher Bekanntmachung ist auf einer Farm im Distrikt Greytown die Rinderpest ausgebrochen und der Distrikt daher für verseucht erklärt worden.

In Kapstadt wurde amtlich bekannt gemacht, daß Ersatzansprüche wegen der nach dem 31. März 1901 erfolgten Requisition und Eigentumsbeschädigungen durch englische Truppen bis zum 31. Juli d. Js. bei dem für den Wohnort des Reklamanten zuständigen Distrikts-Kom­mandanten (General Ofsicer Commanding) unter Einreich­ung von Empfangsbescheinigungen und sonstigem Beweis­material geltend zu machen find.

TieRh.-W. Ztg." erhält aus Kapstadt folgenden Be­richt- Wir wissen positiv, und zwar aus dem Munde der Frau Botha, die vorige Woche hier fortging, daß General French zweimal gefangen war, ehr enwortbruchrg imftbc und erschossen werden sollte, woraus Kltchener dazwischen trat, und French gegen 1000 uii Simonen gefangene Buren ausgeliefert wurde. French mußte aber nach: Hause gehen. Ties ist positive Thatsache. Ferner denkt Frau Botha garnicht daran, in Kitcheners Interesse ober Auftrag nach Europa zu gehen, sondern geht zu Präsident Krüger. Sie erklärt uns, ihr Mann fechte bis aum letzten Mann und zur letzten Patrone W unt^hegt für uns keinem Zweifel, daß die Buren überhaupt ^ahre lang weiter kämpfen, wenn dies nötig ist; doch werde England fch-on in einigen Monaten friedensbednrftig sein. Tie aan^en Zustände find unhaltbar geworden.

Tiefe Angaben mögen vieles Wahre enthalten. Nur daß General Frenchnach Hause" gegangen fei, trifft nicht zu. Sollte das etwa einen dritten Wortbruch dieses ^ctben^ebeutert^ ^bhouse, hat als Delegierte,

des NMtfonds für südafrikanische Frauen die Freistaaten bereist, und jetzt einen Bericht erstattet, ^schreckliche Einrel beiten enthält über das brutale Verhalt e n b e r & ä n b E 7 Innerhalb sechs Wochen starben 62 Personen im Bloemfonteiner Lager Miß H. sagt. ,,-5ch nenne dies Lagersystem Mafsengrausamkeit: eskann nie aus dem Gedächtnis gelöscht werden. Dre Kinder sinken in der schrecklichen Hitze dahin. Mles, was geschehen kann ist nur elendes Flickwerk. Tausende, die physisch unfähig dazu sind, werden in Verhältnisse versetzt, die sie nicht ertragen können. Vor ihnen liegt der Ruin, ganze M- mUien werden getrennt und zersprengt; ste wissen nicht iuotiin. Diese Lager beizubehalten ist Mord für die Kinder. Sie könnten verbessert werden; doch), was man auch thun möge, das Geschehe ne kann nicht ungeschehen gemacht wer­den Tas Bloemfonteiner Lager liegt auf dem nackten §eld

:blich, daß er die englische Kohle auf dem Kontinent besonders fühlbarem Maße verteuerte. Es ist jedoch! die Möglichkeit einer Erhöhung des Ausfuhrzolles nicht ausgeschlossen. Daß die Bäume auch dann nicht in den Himmel wachsen, daß die Steigerung der Kohlenpreise in Deutschland nicht ins Ungemessene geht, dafür dürfte die amerikanische Konkurrenz sorgen. Tas mitleidige Lächeln, mit dem man hie und da die Meldung von den ersten Lieferungen amerikanischer Kohle nach Europa

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Valilische Tagesschau.

Es ist als eine Wirkung des Ausfuhrzolles auf en g - lische Kohle anzusehen, daß der Verbrauch deutscher Kohle an den deutschen Küstenbezirken sich allgemach steigert. Wenn gleichwohl der Gesamtverbrauch deutscher Kohle im Jnlande keine Zunahme erfährt, so ist das hauptsächlich der Lage ber Industrie zuzuschreiben. Ob hierin zum Herbst ober Winter eine Aenberung eintreten wird, läßt sch gegenwärtig nicht fugen. Es ist jedoch mit ziemlicher Bestimmtheit anzu­nehmen, daß die Kohlenwerke gegebenen Falles die För­derung noch mehr einschränken werden, um ein Sinken des Preises möglichst zu verhindern. Für die Preisbewegung auf dem deutschen Kohlenmarkt wird freilich die englische Konkurrenz nach, wie vor mitbestimmend sein. Tenn der Ausfuhrzoll von 1 Schilling auf die Tonne ist nicht so erheblich, daß er bie en ' Ä "

anfnahm, mag wohl ersteren Erwägungen gewichen fein. Tenn es ist eine andauernde Steigerung der über den Atlantic verschifften Mengen pensylvanischer Kohlen zu konstatieren. Bis nach, den baltischen Häfen Rußlands sind solche Lieferungen bereits erfolgt. Tie Ozeanfracht ist freilich, noch teuer, aber die vor keiner Schwierigkeit zurück schreckende Energie der Amerikaner wird auch um dieses Hindernis herumkommen. TerVoss. Ztg." zufolge haben die amerikanischen Kohlen-Jndustriellen sich zu einem mit 250 Millionen Mark arbeitenden Export-Syndikat zusam- mengethan; sie beabsichtigen, eine Flotte von Riesen-Frucht- dumpfern eigens für die Kohlenbeförderung in Betrieb zu setzen. Ta es hierbei aus Schnelligkeit der Fahrt nicht ankommt, würden die Kosten der Jnoiensthaltung verhält­nismäßig gering fein. Man hofft, den Frachtsatz für Kohlen weiterhin dadurch ermäßigen zu können, daß man für Amerika geeignete Waren in Rückfracht nimmt.

GießenerAnzeiger

** General-Anzeiger w ***

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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