Zweites Blatt
Nr.S73
Mittwoch AO. November 1901
151. Jahrgang.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
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_____ V 1 VJ zeigenteil: Hans Beck.
Eine neue Rede Kaiser Wilhelms.
Berlin, 18. November-
In der Geschichte des Deutschen Reiches und auch tvohl des preußischen Staates ist es bisher kaum vorgekommen, daß in einer Privatgesellschaft, in der ein Vortrag gehalten und dieser Vortrag zur Diskussion gestellt wird, der Monarch wie jeder andere Diskussionsredner um das Wort bittet, die Rednertribüne betritt und seiner Meinung Ausdruck giebt. Das geschah heute in der dritten ordentlichen Hauptversammlung der schiffbautechnischen Gesellschaft, die in der Aula der Technischen Hochschule abgehalten wurde. Der Kaiser war pünktlich zur Stelle, in seiner Begleitung befand sich Staatssekretär v. Tirpitz. Das Thema des Vortragenden, Geh. Marine-Baurats G. Brinkmann, lautete: „Entwickelung der Geschützaufstellung an Bord der Linienschiffe und die dadurch bedingte Einwirkung auf deren Form und Bauart". In der Diskussion, die der Rede folgte, sprach zunächst der Marine-Oberbaurat Tjard Schwarz, der einige Ergänzungen beibrachte, und dann der Marinebaurat Rudloff, der Einzelheiten in den Ausführungen bemängelte. Man glaubte hiermit die Diskussion geschlossen,- und als der Vorsitzende fragte, ob noch jemand das Wort wünsche, erhob der Kaiser die Hand und betrat zu allgemeinem Erstaunen die Rednertribüne. Die Versammlung wollte die kaiserlichen Worte zunächst stehend anhören, der Kaiser lud jedoch durch eine verbindliche Handbewegung zum Sitzen ein. — Der Kaiser sagte ungefähr folgendes:
„Ich glaube, daß in dieser Versammlung die Frage hauptsächlich vom technischen Standpunkte aus betrachtet worden ist. Vielleicht ist ein kleiner Hinweis auch für die andere Seite nicht ohne Interesse; Ich meine nämlich den Einfluß der militärischen Forderungen auf diese Entwickelung des Schiffbaues und die Aufstellung der Artillerie. Es ist seilens des Vortragenden zurückgegangen worden auf die Linienschiffe unter dem Hinweis, daß Heck- und Bugfeuer sehr unbedeutend ausgebildet gewesen sei. Die Linienschiffe entsprechen nun ganz bestimmten militärischen und technischen Anforderungen. Ich glaube, man hatte aber vielleicht etwas weiter zurückgehen können. Wenn man nämlich bis auf die Zeit der Galeeren zurückgegriffen hätte, so würde der Vortragende gefunden haben, daß dort bereits eine sehr energische Ausbildung des Bug stattgefunden hat. Wenn man die Galeeren mit den späteren Linienschiffen schlechthin vergleicht, so kann Ich wohl sagen, daß Dieselben gegenüber den Linienschiffen einen höheren Standpunkt einnehmen, denn die Galeere war auch bei stillem Wetter auf die eigene Bewegung angewiesen. Infolgedessen hatte die Galeerenflotte auch eine andere Taktik als Die Linienschiffsflotte; sie mußte ihre Artillerie mehr zur Verwendung bringen. Daher wurden die Galeeren in weiter Front entwickelt, wie das die größte Seeschlacht der damaligen Zeit, die Schlacht von Lepanto, zeigt. Dort schmetterte der Admiral Don Juan d'Auslria den Gegner durch die lleberlegenheit seiner Geschütze des Bugfeuers nieder. Diese Anforderungen entspringen der Taktik, wie Ich schön anführte, und die Taktik entspringt wiederum unserer Art und Weise der Anwendung der Fortbewegung des Schiffes vor der Zeit der Dampfer, unter Ausnutzung des Windes, und dies wieder entspringt der militärischen Veranlagung der betr. Völker, bezw- ihrer mehr oder minder fortgeschrittenen Entwickelung in den militärischen Fragen, sowie ihrer Veranlagung in Bezug auf Offensive und Defensive. Wir sehen in der Art und Weise, wie England seine Linienschiffe verwendet, wie man dort am liebsten durch den Ausoau der Kiellinie die Breitformation zu
Kirchenkonzert.
B. Gießen, 18. Nov.
Wie sehr die Kirchenkonzerte sich in unserer Stadt eingebürgert haben, zeigt der immer stärkere Andrang an den Thüren und die wachsende Schwierigkeit, einen Platz zu erringen. Sie stehen draußen, in der Vorhalle, auf den Treppen, und bleiben stehen, auch wenn's drin schon längst voll ist. Der Anblick solcher, bis auf den letzten Platz angesüllten Kirche wirkt schon vor Beginn der Musik erhäend auf die Stimmung der Anwesenden. Man kann nur wünschen, daß unsere geistlichen Mufikaufführungen stets diesen Charakter von Gemeinde-iVersamm- lungen, in welchen alle, ohne Unterschied der Person und des Standes sich, einmütig zusammenfinden, beibehalten mögen. Das ist es gerade, was dieselben von allen anderen musikalischen Veranstaltungen unterscheiden soll. Daß übrigens vor solcher Zuhörerschaft das Dargebotene keineswegs geringeren künstlerischen Wert haben muß, hat in erfieulicher Weise auch das gestrige Konzert wieder gezeigt. Schon die Zusammenstellung des Programms bot eine reiche Abwechselung vom tief Ernsten bis zum freudig Bewegten. Aber auch die Ausführung machte im allgemeinen guten Eindruck. Die Ehorpartien ließen einen Fortschritt erkennen, der auf die sachverständige und strenge Schulung von Seiten des Dirigenten zuruckzuführen ist. Namentlich haben wir mit Freuden wahrgenommen, daß einige Ansätze, die auf tonlose und piano zu singende Silben zu fallen kamen, trotzdem nicht, wie üblich, — in der Tiefe des Kehlkopfes versanken, sondern bei allen vier Stimmen deullich zum Gehör fönten. Freilich könnten die Stimmen immer noch eine stärkere Besetzung vertragen und vornehmlich bedürfte das rein gesangliche Element der Verschönerung und Veredelung. Nebenbei sei die Bemerkung gestattet, daß die Stimmausgabe nicht so beeinträchtigt würde, wenn Sänger und Sängerinnen etwas weniger in ihre Nolen- hefte und etwas mehr in den Kirchenraum hiueinsängen.
.Es liegt nicht in unserer Absicht, aus die einzelnen;
durchbrechen versucht und die Avant- und Arrieregarde zersprengt. Jjür diese Taktik waren die englischen Linienschiffe gebaut. Man sieht hieraus, daß die außerordentliche Notwendigkeit des Bug- und Heckfeuers nicht genug betont worden ist. Die englische und französische Fregatte stellte bei der Verfolgung des überlegenen Gegners, wenn ihr dieser nicht vom Halle ging, 5—6 schwere Geschütze aus; also immerhin ein Beweis, wie man sich schon damals mit der selbständigen Aufstellung von Geschützen beschäftigte. Was den Punkt über die Entwickelung des Schiffbaues in England und Frankreich anlaugt, der hauptsächlich maßgebend gewesen sei, so trete Ich den Ausführungen der späteren Redner tolltemmen bei. Ich möchte nur noch darauf Hinweisen, weshalb sich der deutsche Schiffsbau eine selbstständige Bahn vindizierert darf. Diese besteht darin, daß man von vornherein dahin stxebte, daß der Einfluß der Seeoffiziere, der Schiffsführer, immer möglichst maßgebend aus den Schifsskonstruktcur und Schisfbauer zur Anwendung gebracht wurde. Aus diesem Grunde ergab sich die Konsequenz, daß unsere Schisfstypen sich lediglich; unter dem Einfluß der militärischen Anforderungen entwickelt haben, im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo der Techniker einfach ein Schiff konstruierte und die Marine damit fuhr. Diese Grundsätze sind veraltet. Allerdings muß der Schiffsbauer den vorher angedeuteten Kompromiß mit dem Artillerie- feuer und den Maschinenkräften und den Anforderungen oer Front zu vereinigen suchen. Ich glaube deshalb, daß die Schisfstypen, wie wir sie augenblicklich besitzen, sich weiter ausgiebig entwickeln werden und an Kampffähigkeit das leisten werden, was man vom militärischen Stand- vunkte aus verlangen kann; ferner glaube Ich, daß aus dem Zusammenwirken unserer Schifssbauingenieure mit unseren altbewährten Schiffsbauwerften etwas Gutes hervorgehen werde. Nachdem Ich Mick)« vor dieser illustren Gesellschaft in Bezug auf das Gebiet der militärischen Anforderungen aussprechen durfte, möchte Ich noch eine kleine Anekdote zum besten geben, die Mir vor 15 bis 20 Jahren zugestoßet: ist, wo Ich bei Meinem Interesse und in Meinem Eifer für Marinefragen Mich an einen älteren Offizier Dandte, von dem Ich Mir Aufklärung über das Meta-Zentrum erbat, und die Erklärung erhielt, daß er das selbst auch nicht genau wisse, das sei ein Geheimnis. Nur soviel könne er sagen, daß, wenn das.Meta-Zentrum im Flaggenkrropf läge, das Schiff umfallen würde."
Das Organ des Kaisers i,st bekanntlich voll und kräftig; er spricht, ohne sich jemals zu unterbrechen, oder nach dem Ausdruck zu suchest, eindringlich und mit Schwung; erst am Schluß seiner Rede, als er Die kleine launige Anekdote erzählte, wurde er freundlicher, und man muß sagen, daß der Schluß der Rede für die technischen, historischen und militärischen Ausführungen des Monarchen äußerst geschickt uno sympathisch gewählt war. — Mit leichter Verbeugung verließ der Kaiser das Rednerpult; man wußte zuerst nicht, ob man applaudieren sollte oder nicht, dann aber brach elementar Der Beifall durch. Der Vorsitzende, Geh. Rat Busley, sprach dem Kaiser den Dank der Versammlung aus, der Monarch blickte auf die Uhr, er schien dem Admiral v. Tirpitz einige bedauernde Worte zu sagen, daß seine Zeit bereits abgelaufen war, und mit kurzer Verbeugung verließ der Kaiser den Saal. — Draußen in den Hallen der Hochschule härte man die stürmischen Hurras der Studenten, die alle Emporen dicht besetzt hatten. Sie brachten dem Kaiser dieselbe Huldigung dar, mit der sie ihn bereits bei seinem Eintreffen begrüßt hatten.
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Der Vortrag des Kaisers läßt erkennen, daß das Interesse des Herrschers für die Marine getragen wird von
Nummern des Programms einzugehen, um so weniger alD einige derselben uns unbekannt waren und wir nach nur einmaligem Anhören uns kein Urteil erlauben möchten. Die Refvrmations-Eantate bildete den Höhepunkt des Konzertes, toeim auch die Ausführung hier nicht den Grad von Vollendung erreichte, wie bei einzelnen der vorangehenden Nummern. Es ist das übrigens nicht verwunderlich: erfordert doch die Cantate ein tadelloses Zusammenwirken von so vielen Elementen, Chor, Orgel, Soli und Orchester, deren häufige Vereinigung nicht leicht zu bewirken ist. Wenn einmal das Orchester mehr Proben abhalten kann, wird es auch zweifellos seine Sache besser machen. Aber trotz einiger Unvollkommenheiten hat doch die großartige Tonschöpfung Bachs mit ihrer glänzenden Orchestration (besonders in der Strophe „Und wenn die Welt voll Teufel wär"), mit ihrem melodisch ergreifenden Duett: Wie selig sind sie doch. . . und so vielen anderen Schönheiten ihre Wirkung aus die Anwesenden nicht verfehlt. Es ist immer wieder überraschend, zu konstatieren, mit welchen relativ einfachen Mitteln der Altmeister der Kirchenmusik zu wirken versteht. Die Solisten, Fräulein Dorothea Schmidt aus Frankfurt a. M., Fräulein Lina Klein aus Darmstadt, Herr Oskar Noe aus Frankfurt und Herr Rudolf Hellmrich, welcher den leider erkrankten Bassisten Hern: A. Leimer bereit- willigst in letzter Stunde ersetzte, haben sich alle vier mit Erfolg bemüht, ihre Eigenart, wie es diese musikalische Gattung verlangt, dem Gesamtcharakter der Cantate zu unterordnen und gleichsam in dem Ganzen aufzugehen. Vielleicht haben die Solistinnen dieses Prinzip des Aufgehens sogar etwas zu weit getrieben. Wie groß aber ihre künstlerische Begabung und wie charakteristisch ihre Eigenart ist, hatten fast alle diese geschätzten Künstler schon zuvor in speziellen Nummern zu Gehör gebracht. Eineri Hauptschmuck des ganzen Konzerts bildeten die vier von Herrn Johannes Hegar in gleichvollendeter Weise vorgetragenen Solostücke für Violoncell. Wir sind diesem Künstler besonders dankbar, daß er uns mit dem seinen Namen wohlverdienenden „Canttrbile" des russischen Kom-
durchdringender Kenntnis der Einzelheiten des See- und besonders des Kriegsschiffwesens. Bemerkenswert ist zunächst, daß der Kaiser konstatierte, wir seien eine mit Offensivkraft begabte Nation, weshalb bei uns stets der Ar- tlllerie die erste Stelle im Schiffsbau eingeräumt werden müsse. Hier scheinen die Grunozüge eines Programms an- gedeutet, dahingehend, daß Deutschland, um im Vollbesitz dieser Offensivkraft zu bleiben, eine dauernd erstklassige Schlachtflotte nicht entbehren könne. Bei den Beratungen über oas letzte Flottengesetz ist seitens des Vertreters bet Marineverwaltung stets hervorgehoben worden, die Linien- schifssgeschwader seien zum Schutz, zur Verteidigung der Deutschen Küsten bestimmt; von einer Verwendung in offensivem Sinne sprach Herr v. Tirpitz nicht- Interessant ist ferner die Bemerkung des Kaisers, de,»; Die jetzt vom Stapel gelassenen Linienschiffe den für unsere Zwecke geeignetsten Typ repräsentierten. Die Wahl eines noch größeren Deplacements darf also für ausgeschlossen gelten. Der Kaiser urteilt in dieser Hinsicht übereinstimmend mit denjenigen Fachleuten, die von den steigenden Dimensionen des modernen Schlaclftschiffs eine Beeinträchtigung seiner Aktions- und Gefechtsfähigkeit befürchten.
Deutsches Keich.
Berlin, 18. Nov. Der Kaiser sagte sich beim Reichskanzler für heute zum Diner an. Im Gefolge des Kaisers befanden sich Generalmajor von Löwenfeld mid Flügeladjutant Prinz Schönburg. Zu den Gästen zähllen: Donna Laura Minghetti, Chef des Eivilkabinetts Dr. v. Lukanus, Generaladjutant v. Kessel, der Rektor der Universität Kekule von Stradonitz, die Professoren Harnack und Schmoller, Korvettenkapitän Gramme, der Generaldirektor der Staatsarchive Dr. Koser, der Chef der Reichskanzlei Conrad, der wirkliche Legationsrat Rücker-Jenisch und Prinz Emanuel zu Salm-Salm.
— Der Kaiser wird nächstes Jahr anläßlich der 200- jährigen Jubelfeier der Zugehörigkeit zur Krone Preußens Krefeld besuchen.
— Der Kaiser hat besttmmt, daß der ehemaligen Besatzung des bei Malaga gestrandeten Schulschiffes „Gneisen au" die Zeit vom 21. September bis Ende Dezember 1899 als Auslandreisen bei der Pensionierung doppelt in Anrechnung zu bringen ist.
— Wie die „Rat. Ztg." bestätigt, hat der Reichskanzler die Absicht, eine sich im Reichstage etwa ergebende Gelegenheit zu benutzen, um sich über die viel besprochene Aeußerungen des englischen Ministers Chamberlain und die in der deutschen Presse laut gewordene Ansicht, daß die deutsche Regierung hier einen „kalten Wasserstrahl" gegen die Chamberlain'schen 23emerf ungen hätte richten müßen, auszusprechen.
— Ter Gesandte der Südaftikanischen Republik, Dr. Ley ds hat gestern Abend Berlin verlassen, und sich zunächst nach Utrecht begeben, wo er sich zwei Tage aufhalten roirb, um am Mittwoch nach Brussel zurückzukehren.
— Heute fanden in verschiedenen Stadtteilen acht Versammlungen von Arbeitslosen statt mit der Tagesordnung: „Die gegenwärttge Krise, die Arbeitslosigkeit und wie ist Abhilfe möglich?" Es sprachen die sozialistischen Abgg. Auer, Fischer, Pfannkuch, Schippel, Stadthagen, Wurm, Zubeil und Stadtv. Glocke. Die Gesamtzahl der Besucher wird auf rund 10,000 Personen geschätzt, unter denen sich
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ponisten Cesar Cui bekannt gemocht Hot. Der seelisch ergreifende Vortrog, wobei auch die diskrete, fein sich anschmiegende Orgelbegleitung hervorgehoben zu werden verdient, war ein Hochgenuß.
Daß solche Darbietungen nicht ohne große Unkosten möglich sind, wollen wir hier gern noch zum Ausdruck bringen, wenn es dazu beitragen kann, daß bei künftigen Aufführungen die freiwilligen Gaben reichlicher fließen. Denn wenn wir es auch oben als einen Vorzug unserer Kirchenkonzerte priesen, daß in denselben keinerlei Standes- unterschiede zum Vorschein kommen, so sollte damit natürlich nicht gesagt sein, daß die Vermögenderen sich beim Ausgange nicht durch größere Spenden auszeichnen dürften.
Folkskonzert.
Pr. Gießen, 19. November.
Das gestrige in den Räumen der hiesigen Turnhalle abgehaltene, vielleicht von 900 Personen besuchte zweite Volkskonzert war für das Musikleben unserer Stadt in mehrfacher Beziehung von großer Bedeutung. Einmal wurde den Mitgliedern und Freunden des evangelischen Arbeitervereins für ein geringes Eintrittsgeld zum ersten Mal der Genuß eines Symphonie-Konzerts im vornehmsten Stil geboten, andererseits bildete dieses Konzert gewissermaßen den Prüfstein für die Akustik der Turnhalle, Die,, wie man sagt, Der Konzertverein eventuell für die Zukunft zur Abhaltung seiner Orchesterkonzerte zu benutzen geneigt ist. Daß angesichts dieser in Aussicht stehenden hochwichtigen Veränderung der Konzertsaal bis auf den letzten Platz gefüllt war — es waren wohl gegen 800 Sitzplätze geschaffen — ist nicht äu verwundern. Das Programm enthielt zum größten Teil dieselben Werke, Die am 10. November im Clubsaal aufgeführt wurden, und nur in Bezug auf solistische Darbietungen waren einige Aenderungen nötig geworden. An die Stelle von Frau Basserrnann waren Fräulein Amalie Holzapfel von hier und der Cellist Herr Johannes Hegar aus Frankfurt getreten, von denen die erspare Solo-


