Nr. 273 Erstes Blatt.
151. Jahrgang.
Mittwoch 20. November 1901
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Montags.
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
KeKanntmachung.
Die Faselmarkt-Kommission zu Butzbach beabsichtigt mit dem am 13. März k. I. dortselbst stattsindenden Faselmarkte eine Verlosung von Fasel, Rinder, Schweinen, Geflügel, landwirtschaftlichen Geräten u. s. f. zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 11000 Lose zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und abzüglich eines Betrags von 300 Mk. für die Prämiierung mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind.
Großh. Ministerium des Innern hat zugleich den Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet.
Gießen, den 15. November 1901.
.Großherzogliches Kreisamt Gießen, .v Bechtold.
Aus Koöurg
weiß ein gewöhnlich gut unterrichtetes Berliner Blatt u. a. folgendes zu erzählen:
.... In der Ehrenburg, einem uralten, im Laufe der Jahrhunderte vielfach modernisierten Monumentalbau von zwar würdig verwittertem, aber ungemütlichem Aussehen, residiert der Regierungs-Verweser, der Erbprinz Ernst au Hohenlohe-Langenburg. Der Prinz, dem das schwierige Mandat zufällt, die Regierung während der Minderjährigkeit des Landesherrn, des Herzogs Karl Eduard, zu führen und sie dann in die Hände des rechtmäßigen Besitzers zu legen, ist eine sympathische Erscheinung. „Könnten wir ihn behalten!" sagen die Koburger, die durch die häufig wechselnde Thronfolge der letzten Jahre ein wenig unsicher geworden" sind, wem sie denn eigentlich an gehören. Der älteste Sohn des Statthalters von Elsaß- Lothringen nimmt es ernst mit seiner Sache; er hält sich nicht nur „Regierens Halver" in Koburg auf, sondern er arbeitet wirklich vom Morgen bis zum späten Wend. Während der so früh verstorbene Herzog Alfred trotz seiner liebenswüroigen Formen niemals rechten Boden im Volke fassen konnte, das in ihm nur immer den englischen Admiral sah, genießt der Regierungsverweser den Kredit eines echt deutschen Mannes, dem unbedingtes Vertrauen entgegengebracht wird. Seine Lebenshaltung ist in der Hauptsache bürgerlich, wie er auch die Zivilkleidung nur bei besonders militärischen Anlässen imt der Uniform vertauscht. Aber auch dann läßt er nicht viel mit sich her. machen. Unlängst bei einem Kriegerverein zu Gaste, war ihm ein besonderer Ehrentisch reserviert worden. Er lehnte das entschieden ab und setzte sich, mit seinem Adjutanten mitten Unter die Versammlung, was ihm die leicht begeisterte Bevölkerung hoch anrechnet. Man sagt von dem
Regenten, daß er ein ebenso guter Jurist, wie feiner Diplomat sei. ... Er hat es auch gutem Vernehmen nach übel vermerkt, daß sein Besuch am Potsdamer Hof weiten Kreisen bekannt geworden ist. Seit dieser Zeit legen sich die Hofkreise eine doppelte Zurückhaltung auf. Auch das Herzogliche Hvfmarschallamt, das mit Anfragen aus aller Welt überschüttet wird, beobachtet diese Reserve. Man dementiert nicht, aber bestätigt auch nicht. Nur ein Achselzucken. . . .
Im Palais des verstorbenen Herzogs Alfred, der „Edin- burg", geht es zur Zeit recht still zu. Die rumänischen Herrschaften haben ihren Aufenthalt entgegen dem ursprünglichen Programm abgekürzt und sich nach Sigmaringen begeben. Prinzeß Marie, die älteste Tochter des herzoglichen Hauses, die seit acht Jahren an den Thronfolger Ferdinand von Rumänien vermählt ist, gilt als ein erklärter Liebling der Koburger. Die Prinzessin verfügt über die schöne Gabe des Hnrnors und war von jeher das lustige, belebende Element am Hofe. Die Sympathie für die Frau Erbprinzessin hat sich auf ihren Sohn, den kleinen Prinzen Karl, übertragen, den Die Mutter in erklärlichem Stolze überall auf Spaziergängen und Ausfahrten mitnimmt. Das drollige Prinzlein hat unlängst im Theater durch sein fröhliches Knabenlachen sogar einem Lustspiel zu gesteigertem Heiterkeitserfolge verhalfen. Im Ahnenschlosse weilt zur Zeit die Herzogin-Witwe Marie mit ihren Töchtern, der Großherzogin Viktoria von Hessen und der noch unvermählten Prinzeß Beatrice.
Die Tochter des Hauses, Großherzogin Viktoria von Hessen oder Melitta, wie sie mit ihrem Mädchennamen nach alter Gewohnheit hier genannt wird, . - » hat, wenn die Koburger Chronisten zuverlässig sind, eine besonders sorgfältige und strenge Erziehung gehabt, so daß der Posten ihrer Gouvernanten kein leichter war. Die Frau Großherzogin offenbarte während ihrer diesmaligen Anwesenheit in der Oeffentlichkeit, bei Bazaren, im Theater rc. stets eine gute Stimmung.
. . . . Die Trauer um Herzog Alfred ist erst! vor kurzem ab gelaufen, Festlichkeiten sind nach Lage der Sache vor der Hand ausgeschlossen. Eine eigentliche Hofsaison haben hie Koburger seit langer Zeit nicht gehabt. Der Landesverweser ist ohnehin kein Freund unnützer, Aufwendungen: er hält gehörig den Daumen auf .den Beutel und spart, wo 6r nur kann. So sind jetzt mehrere Hofämter in einer Hand bereinigt, und auch das des Hoftheater-Jntendanten wird durch das Oberhofmarschallamt verwaltet. Herzog Karl Eduard wird dank dieser planmäßig auf Einschränkung des Hofetats gerichteten Finanzwirtschaft dereinst wohlgeordnete Verhältnisse vorfinden. Der junge Herr, der häufig von Groß-Lichterfelde, wo er zu seiner militärischen Ausbildung weilt, nach Koburg kommt, hat sich schnell die Herzen erobert. Die Damen namentlich sind von dem Landesherrn, den die Husarenunisorm allerliebst kleidet, ganz entzückt. Herzog Karl Eduard repräsentiert bei Hofe die Jugend, ein glückliches Los, das er mit der unvermähl
ten Tochter Herzog Alfreds, seiner Altersgenossin, der 17 jährigen Prinzeß Beatrice, teilt — dem Prinzeßchen Baby, wie die Koburger in ihrer familiären Ungezwungenheit sagen. Die Prinzeß, die immer lustig und guter Dinge ist, beteiligt sich an allen Wohlthätigkeitsbestrebungen und hat erst vor einigen Tagen auf einem Baz^r mit großem Erfolge die Verkäuferin gespielt.
Als Seniorin des herzoglichen Hauses, fern vom Gc> räusch des Tages, doch alle Vorkommnisse genau verfolgend, lebt auf Schloß Kallenberg bei Koburg die Herzogin Alexandrine, die Witwe Herzogs Ernsi II. Die jetzt 81jährige Dame bringt allem, was in ihrer guten Stadt Koburg passiert, hohes Interesse entgegen, unterstützt alle Wohlthätigkeits- akte, erscheint aber selbst wegen ihrer zunehmenden Gebrechlichkeit nicht mehr in der Oeffentlichkeit. Vor einiger Zeit hatte die Frau Herzogin, eine geborene Markgräfin von Baden, die Freude, das großherzogliche Paar von Baden auf ihrem stillen Witwensitz als Gäste zu sehen. Die Herzogin-Witwe stellt mit dem herzoglichen Hose in Koburg in enger Verbindung.
Das Znsteröurger Duell vor dem Kriegsgericht.
Insterburg, 18. Nov.
Vor dem Kriegsgericht der zweiten Division wurde heute über die Jnsterburger Duellangelegenheit verhandelt. Oberleutnant Hildebrand, der den Leutnant Blas- kowitz erschossen hat, wurde wegen Zw eika mpfes mit tödlichem Ausgang zu zwei Jahren Festung und Leutnant v. Groddeck wegen Kartelltrageus zu fünf Tagen Festung verurteilt. Den Antrag des Verteidigers, ein Gnadengesuch an den Kaiser zu richten, lehnte das Gericht ab.
Nach der Verlesung des Eröffnungsbeschlusses, welcher auf Tötung im Zweikampf und Kartelltragen lautet, wird verkündet, daß die Oeffentlichkeit ausgeschlossen sei. Unter Strafandrohung wird den Journalisten zur Pflicht gemacht, über die Art der Thätlichkeiten und Beleidigungen zu schweigen.
Hildebrand sagt aus: Wir kamen mit fünf Kameraden am 31. Oktober früh vier Uhn aus dem Arttlftrie- lasino im Dcmfich.'u Hans und fanden /''-dee-Reitt' chw- htraHe in einer Thüröfinung hockend und schnarchend, einen Offizier, den wir anfänglich für einen eingeschlafenen Nachtwächter hielten, machten Witze, erkannten, aber Blaskowitz und beschlossen, ihn nach Hause zu bringen. Raßmussen gab die Junggesellenwohnung des Blaskowitz an; dieser war anfänglich äußerst schwer zu behandeln. Er war mehr schlaftrunken als betrunken, ermunterte sich bald, konnte in der Nähe der Post schon wieder allein gehen, suchte sich hier seiner Begleitung zu entziehen, wurde aber zurückgeholt und nach der Albrechtstraße 5 gebracht, und zwar von Oberleutnant Hildebrand, Splettstößer und Leutnant Raßimissen. Dort kam es £U Thätlichkeiten im Hausflur (auf Einzelheiten muß wegen Schweiggebvts verzichtet werden).
Aas Museum des Vberhesstscheo Gtschichtsvkrcivs.
Ein Rundgaug durch die neu hergerichteteu Räume im alten Rathause zu Gießen.
IL
Nach der Straßenseite des Saales sind die Münz- ammlungen ausgestellt, und zwar die vom Oberhessi- chen Geschi-chisverein angelegte, und die von den Erben >es verstorbenen Dr. med. Klewitz erworbene. Zu letzterer hat in dankenswerter Weise die Stadt Gießen seinerzeit einen namhaften Beitrag gespendet. Während die Vereinssammlung Münzen und Medaillen der verschiedensten Länder aufweist, birgt die Klewitz-Sammlung Sonderheiten von Hessen, Fulda, Frankfurt, Solms und verwandten Gebieten.
In Fortsetzung sehen wir die An si ch te n von Gießen und Umgebung vom 17. Jahrhundert an bis zur Neuzeit, sowie viele auf die Stadt Gießen sich beziehende Stücke. Bilder von Syndicis und Bürgermeistern sind mehrfach vertreten, desgleichen volkstümliche Persönlichkeiten, wie Kirchenrat Engel und der Mitbegründer und eifrige Förderer des Museums Prof. Dr. Otto Buchner. Auf die Münzen, die sich hauptsächlich auf Festlichkeiten in her Stadt Gießen beziehen, sei aufmerksam gemacht.
Es folgt nun ein Schrank mit altem Porzellan Bauerntellern, Glaswaren, Schnitzereien, >er in seiner Art hervorragende Stücke enthält. Haupt- ächlich hessische und nassauische Töpferware ist vertreten, mrunter Kelsterbach, Rüsselsheim, Marburg.
Eine sehr wertvolle von Troger-Nürnberg (18. Jahrhundert) geschnitzte Figur eines Bettlers fällt durch ihre Formvollendung auf. Für Gießen bieten die vier geschnitzten Figuren mit zugehöriger Bezeichnung, in der Tracht der Picardie besonderes Interesse. War es doch ein französischer Soldat, Schweizer von Geburt, der dieselben in her Behausung eines Gießener Bürgers, bei dem er in Quartier lag (1812 auf dem Durchzuge nach Rußland), schnitzte. Eine Uhr mit sinnreicher Mechanik verdient Be- C$tl<3er anschließende Schrank birgt außer den verschiedensten Beleuchtungsgegenständen aus alter Zeit, kunstvolle Stickereien und sonstige Textilerzeugnisse aus Urgroßvater- und Urgroßmutters Zeit. Eine kunstvolle Urkunde mit Siegel, Skizzenbuch eines Malers H. W. Wille 1783, eine Sammlung optischer Instrumente, alte Goldwagen, meist bergisch-märkischer Fabrikation, liegen aus. Das Gesimse des Schrankes zieren drei Uhren aus dem 18. Jahrhundert.
An der Wand befestigt sind verschiedene Wetterfahnen, von denen uns Die Zeughausfahne auf dem
Brand und die des sog. Heidenturms besonders auf fallt; auch der schmiedeeiserne Löwe aus dem 16. Jahrhundert, her das alte Rathaus schmückte, fand hier seinen Platz. Auf her Fensterbrüstung steht der Giebelknauf des jetzt abgebrochenen Lutherhauses in Grünberg, mit der Jahreszahl 1544. Der UeberUeferung nach soll Luther bei seiner Rückkunft von Worms hier übernachtet haben.
Der Zinnschrank dürfte mit seinen sehr schönen Geräten, die zum größten Teil aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, besonders anziehend sein. Ein sehr beachtenswertes Stück ist ein Zinnteller in der Mitte mit der Auferstehung Christt und am Rande mit den Wappen der sieben Kurfürsten, vom Nürnberger Zinngießer Caspar Endterlein (f 1633) angefertigt. Eine hübsche Auswahl von Siegburger und Nassauer Steingut, sowie reich verzierte Stücke Marburger Thvnware birgt das Innere.
Sogenannte holländische Dosen mit drastischen Eingravierungen, verschiedene Leuchter, sowie die jetzt so seltenen Glasernteflaschen mit ihren derben Figuren und Sinnsprüchen, meist aus Oberhessen stammend, sind schöne Erwerbungen.
Im Inneren des Saales sehen wir die Trägerbalken mit den verschiedensten Handarbeiten der Schmiedekunst verziert, denen sich wertvolle Schlösser und Schlüssel anschließen. Unter letzteren erwähnen wir die Riesenschlüssel von Gleiberg und Vetzberg u. a. Sehr schön sind die Beschläge, zumeist aus Gießen, und unter diesen wieder besonders fein gearbeitet die vom alten Schlosse am Brand herrühren.
Die Ofenuntersätze und Kacheln aus dem 16. Jahrhundert bis auf die neuere Zeit, zeigen die Kunstfertigkeit unserer Voreltern als Hafner. Eine Ofenkachel aus dem zerstörten Schlosse in Ulrichstein ist gerettet worden, und zeigt denselben Anfertiger wie eine Kachel aus Hungen. Der daneben stehende Schaukasten birgt eine Menge der eigenartigsten Dinge. Butzenscheiben, Klein- funde vom Gleiberg, Darunter das Holzszepter der Glei- berger Richter, Spinnwickel, kleinere religiöse Gegenstände, Amulette, Eheringe, Spielmarken und Würfel wechseln in bunter Reihenfolge.
Der anschließende Behälter enthält eine kleine aber hübsche Siegelsammlung nebst Stempel. Für uns besonders anziehend sind die Gießener Zunftstempel, sowie die Stempel des Amts Gleiberg; auch die alten Wachssiegel zu Urkunden pp. gehörend, beanspruchen unsere Aufmerksamkeit.
Der hufeisenförmige alte Rathaustisch zeigt in seinem Aufbau Waffentrophäen, Hirschfänger, Säbel, Gewehre, Pulverhörner mit Eingravierung, Sprüchen und Schnitzereien, alte hessische Käppis und Kopfbedeckungen
der Gießener Bürgerwehr, sowie Erinnerungen an den Feldzug 1870/71. Sehr hübsch ist ein kunstvoll gearbeitetes Modell eines Geschützes. Sporen von frühester Zeit bis zur Gegenwart, Pferdegebisse, Steigbügel und eine aus gewählte Sammlung von Hufeisen liegen aus. An der Außenseite des letzten Trägers nach der Straße zu, hängt ein unscheinbarer Roccocospiegel. Ein Ulrichsteiner Bürger, der als französischer Soldat den Brand von Moskau (September 1812) erlebte, hat ihn erbeutet, und im Tornister bei dem Rückzüge über die Beresina in hie Heimat geschleppt.
Eine sehr solide Arbeit zeigt ein Reiterstiefel mit Sporn aus dem dreißigjährigen Krieg.
Nun folgt noch ein Kasten mit Geschossen, Sprengstücken und ähnlichem Material, zum Teil von geschichtlicher Bedeutung, und vielfach aus den Befreiungskriegen, den Feldzügen 1864, 1866 unb 1870/71.
Friedlich schließt sich eine Sammlung von Wirtschaftsgegenständen aus alter Zeit, wie Fidibusbecher, Nähkästchen, Schmuckttuhen u. a. an.
Die oberen Wände des alten Rathaussaales nach bet Thüre zu schmücken die Bilder der Gießener Ratsschöffen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, ein Teil -derselben mußte wegen Raummangels auf dem Vorflur Platz finden.
Damit wäre unsere Wanderung durch Abteilung I beschossen, mit Ausnahme der im oberen Stocke jicfy befindenden Kapelle, welche uns von dem weltlichen in das geistliche Mittelalter führt.
Im Hintergründe sind die Flügel eines Altars auf- gebaut, hie Gemälde Christt Geburt und Anbetung darstellend, sind von wunderbarer Frische und schöner Auffassung, sie mögen wohl der zweiten .Hälfte des 15. Jahrhunderts und der Nürnberger Schule angehören. Derselben 8eit ist auch der unten angebrachte Lemwandstreifen, der anscheinend einst die Rückwand eines Chorgestühls be- > kleidet hat, ein sogen. Dorsale- Die Stifter sind in den Figuren rechts und links zu erkennen. Die Zeichnung soll aus der Wirnpfener Kirche stammen.
Tie beiden Figuren in Lebensgröße zu beiden Seiten des Tafelbildes, die heilige Walburga und heilige Constantia darstellend, sollen sich ehemals in dem Dome zu Wetzlar befunden haben.
Verschiedene Heiligenfiguren aus Holz ge,chnitzt, gehören dem 15. Jahrhundert an, mit Ausnahme der noch Spuren einer Bemalung zeigenden Maria und Johannes, welche dem 17. Jahrhundert ihren Ursprung verdanken-
Ein an der Wand rechts sich befindendes Schwarz- kunstblatt von Georg Philipp Rugendas, geb. 1666, zu Augsburg stellt den Sieg Gideons wider die Midianiter dar.


