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dritte Weißbinder, der als hauptbeteiligt verdächtig erschien, wurde ins Polizeigefängnis gebracht, der schwerverletzte Ulan liegt im Lazarett.
•* Kleine Mitteilungen anl Hesse» und den Nachbarstaates Bei der Wahl der Beisitzer zum Gewerbegericht in Mainz siegte das Gewerkschaftskartell mit großer Mehrheit über die christliche Arbeiterschaft. — In Oberbreidenbach hat der Maurer Johannes Goß durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Goß war ein Trinker, der sich um seine Familie nicht kümmerte; er hat die That auch in angetrun kenem Zustande ausgeführt. — Der Kreistag zu Gelnhausen beschloß den Bau einer normalspurigen Kleinbahn von Gelnhausen über Meerholz, NeuseS, Somborn, Neuen haßlau, am Staatsbahnhof Langenselbold auslaufend. — Eine Wolfshatz spielte sich in Offenbach ab. Von den zurzeit im Reichshallcntheater befindlichen Wölfen war ein Eremplar entwischt und durchjagte eine Anzahl Straßen, bis es gelang, den offenbar nach Freiheit dürstenden Gesellen in einer Sackgasse zu fangen und ihn in die Gefangenschaft zurückzuführen. — Sonntag Nacht brannte es auf dem am Ende der Stadt Groß-Umstadt liegenden Felsenkeller. Ter angerichtete Schaden wird auf 5000 Mk. geschätzt. Als der That dringend verdächtig wurde der 19 Jahre alte Bierbrauer Wein and verhaftet und in Untersuchungshaft abgeführt.
Vermischtes.
* New York, 18. März. In dem Steuerraum des der American-Line gehörigen Dampfers „Newyork" explodierte am 14. ds. ein zur Kühlanlage gehöriger Ammoniakbehälter. Drei Personen wurden verletzt, wovon zwei starben. Der Raum füllte sich mit Dämpfen, die nach der zweiten Kajüte zogen. Mehrere Personen sind erkrankt.
S a XA1 L° \ °.r “ n b Krankheit. An der Heilkraft des Alkohols bei schweren Infektionen (Typhus, Diphthe- ritrs, Lungenentzündung, Kindbettfieber usw.) halten selbst Aerzte, die tm allgemeinen Alkoholgegner sind, noch vielfach fest. Tie klinische Erfahrung, auf welcher dieses gute Zutrauen beruht, ist aber insofern trügerisch, als in den Einzelbeobachtungen, auf welche sie sich stützt, die Gegenprobe fehlt. Nur der Wunsch kann hier entscheiden. In ausgedehntester und gewissenhaftester Weise ist ein solcher aus Anregung und unter Leitung Professor C. Fränkels in Halle von Tr. Laitinen, Dozent der Bakteriologie an der Universität Helsingfors unternommen worden. Seine 342 Versuchstiere (Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner und Tauben) wurden, soweit sie nicht als Kontrolltiere Ver- wendung fanden, teils vor, teils nach geschehener Infektion (mit Milzbrandbazillen, Tuberkelbazillen oder Tiphterie- toxin) einmalig stark (akute Vergiftung) alkoholisiert. Unter allen Umständen rief der Alkohol eine deutliche und meist recht erhebliche Steigerung der Empfänglichkeit des tierischen Körpers für diese künstlichen Infektionen hervor. Sw führten bei den alkoholisierten Tieren den Tod herbei, während sie die Versuchstiere entweder unberührt oder lbei Anwendung tötlicher Mengen Krankheitsgiftes) beträchtlich langsamer zu Grunde gehen ließen. Veröffentlicht sind diese einwandfreien, hochwichtigen und durch ausführliche Protokolle belegten Versuche im 34. Bande (S. 206) der Zeitschrift für Hygieine und Infektionskrankheiten.
Universttäts-Uachrichten.
— Der Kulturhistoriker der Universität Basel, Prof. Dr. Heinrich Wölffin, ist zum o. Profeffor der Universität Berlin ernannt worden. — Dem Privatdozenten an der Universität Berlin Dr. jur. et phil. Chr. Eckert wurde ab I. Oktober eine Profeffur für Nationalökonomie an der Handelshochschule zu Köln übertragen. — An der Universität Berlin hat jüngst ein in Berlin wohnender Major a. D., Oswald Körte, daS mündliche Doktor-Examen bei der philosophischen Fakultät in glänzender Weise bestanden; er erhielt das Prädikat magna cum laude. Der frühere Militär hat sich drei Jahre hindurch als immatrikulierter Student an der Berliner Universität dem Studium der Musikgeschichte gewidmet. — Der Lehrer der Physik an der Bergakademie in Freiberg i. S., Geh.-Rat Prof. Dr. Weisbach, ist gestorben.
Gerichtssaal.
Sch. T a r m st a d t, 9. März. Vor der hiesigen Strafkammer begann gestern vormittag, wie wir bereits in letzter Nummer' meldeten, der Prozeß gegen den wegen Kurpfuscherei und Heilmittelschwindel vielfach vorbestraften angeblichen Kaufmann F. Schumacher aus Bornheim, den praktischen Arzt Tr. med. Lang aus Schönbrunn und den Apotheker F. Kricbel aus Flöta (Sachsen). Die Staatsanwaltschaft hatte seinerzeit 51000 Mark hier mit Beschlag gelegt, ihm bei seiner Haftentlassung wieder 40 000 Mark ausgehändigt, sodaß diese heute noch eine Sicherheit von 11000 Mark hat. Sch. ist in Tübingen, Hannover, München und Köln wiederholt wegen Betrugs usw., zuletzt mit zweieinhalb Jahren Zuchthaus, bestraft. Er gab sich wiederholt als Toktor aus, obwohl er ursprünglich Fabrikarbeiter war, während seiner Militärdienstzeit als Lazarettgehilfe ausgebildet und später als Heilgehilfe konzessioniert wurde. Zur Gründung einer Heilanstalt für Nerven-, Haut-, Geschlechts- und Frauenkrankheiten, die sie „Iris" nannten, fand er auf eine Annonce den Tr. med. Lang, der gleichfalls eine bewegte Vergangenheit hat und wie er damals erklärte, auf niemanden Rücksicht zu nehmen habe. Dr. L. wurde gegen ein monatliches Gehalt von 200 Mark, vollständig freie Station und vier Prozent am Gewinn engagiert. Im Oktober 1896 ging der Schwindel in einem gemieteten Hause los. Zur Vorsorge waren einige Apparate vorhanden, die aber niemals gebraucht wurden, denn alles ging „schriftlich". Tie „Direktion" der Heilanstalt erließ in auswärtigen Blättern Annoncen, darin sie sich zur sicheren Heilung obenerwähnter Krankheiten empfahl. Dr. Lang war dabei als „Spezialarzt" empfohlen, und aus ganz Deutschland und dem Ausland fielen Tausende hinein. Den sich Meldenden wurde eine Broschüre verschickt, und ein Fragebogen mit Begleitschreiben in dem „sichere Heilung" in kurzer Zeit versprochen wurde. Nach Beantwortung der Fragebogen wurde dann meist unter Nachnahme den Heilungsuchenden geringwertige Medikamente, die sich manchmal in ihrer Wirkung gegenseitig aufhoben, gegen hohe Preise durch den Apotheker Kriebel in Flöta i. S. zugesandt. Die geschäftlichen Angelegenheiten, wie Briefempfang, Abrechnung mit Kriebel usw. besorgte lediglich Schumcuher, während die medizinischen Verordnungen nur durch Dr. Lang besorgt wurden; er will nicht gewußt haben,
daß Sch. meist den Leuten kostenfreie Behandlung versprach, sich aber doch die Medikamente gut bezahlen ließ, auch Apotheker Kriebel kannte das Vorleben und die Methode Schumachers nicht: er hat nur die Beträge der Sicherheit und Einfachheit halber mit den Medikamenten eingezogen. Die Abrechnung zwischen Kriebel und Sck)umacher erfolgte monatlich und hat u. a. für den Monat Dezember 1896 eingerechnet: Gesamt-Einnahme unter Nachnahme einge- gangen 715 Mark, ab für Arzneien 122.76 Mark, Porti 56.60 Mark, sodaß Schumacher 535.64 Mark erhielt. Manche ärztliche Verordnungen wurden auch direkt erledigt. Der Betrag dafür eingenommen. Eine Buchhalterin aus Berlin mit einem Monatsgehalt von 25 Mark und freier Station besorgte die schriftlichen Arbeiten, glaubte auch an die von Dr. Lang gemachten Versprechungen auf sichere Heilung, die sie niederschrieb, sie hat über die eigentümliche Heilmethode nicht nachgedacht, obwohl sie wiederholt an Patienten, die in der „Heilanstalt" ausgenommen sein wollten, schrieb, daß man mit dem Umzug begriffen sei und sie warten sollten, bis das neue „Sanatorium" eröffnet sei, thatsächlich hat Sch. wegen Erwerb verschiedener Grundstücke Verhandlungen gepflogen. Inzwischen hatte sich aber die Staatsanwaltschaft den sauberen Patron gesichert. Der einzige bis jetzt vernommene Zeuge Bourdy aus Idstein versichert, daß er auf eine Annonce sich an den Spezialarzt gewandt, und auf die gegen 14 Mark Nachnahme erhaltene Arznei anscheinend eine kleine Besserung verspürt, sich- bald darauf aber wieder in seinem alten Zustand befunden habe; eine zweite Nachnahmesendung von 32 Mark hat er nicht angenommen. Dr. Lang war, wie er angiebt, drei Jahre lang Mitglied der wissenschaftlichen psychologischen Gesellschaft in München, dabei hat er sich viel mit der suggestiven Heilmethode befaßt und angeblich an deren Wirkung geglaubt, sodaß persönliche Behandlung nur bei operativen Eingriffen nötig wäre. Morgen werden die Plaidoyers der acht Sachverständigen für oder wider Naturheilkunde oder Schulmedizin ihren Anfang nehmen. Der Sohn des Angeklagten Kriebel wurde heute noch telegraphisch als Zeuge geladen.
ko. Darmstadt, 18. März. Ist die Milchpantscherei ein Betrug? lieber diese Fruge wird in einigen tagen die hiesige Straikammer zu entscheiden haben. Bisher war eS üblich, das „taufen" der Milch nur als Vergeben gegen das Nahrungsmittelgesetz zu ahnden. So hat auch das Offenbacher Schöffengericht die Witwe Komo aus Hausen bei Groß-Steinheim wegen MilchpantschenS nur zu GO Mark Geldstrafe wegen Vergehens gegen daS Nahrungsmittelgesetz verurteilt, während der Staatsanwalt daneben noch 7 Tage Gefängnis wegen Betrugs beantragt hatte. Gegen daS Urteil hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.
Frankfurt a. M., 17. März Vor der Strafkammer stand ein weißbärtiger Mann von 65 Jahren, der sich als Mitglied einer Bande von ausländischen Scheckfälschern entpuppte. Am 28.Mai o. IS, wat er am Schalter der Bank für Handel und Industrie erschienen und halte fünf Stecks der jetzt in Liquidation befindlichen Londoner Scheckoank über je 20 L. zur Einlösung vorgelegt. Dem Schalterbeamten fiel eS auf, daß auf einem Scheck das Wort pound mit t geschrieben war, aber der Scheck schien echt zu sein, und der alte Mann, der sich mit Mark Mathieu unterschrieb und nur Englisch sprach, machte einen so vertrauenerweckenden Eindruck, daß die Bank die Schecks mit 2011 Mk. einlofte. Sie wurden dann sofort nach London geschickt, und von dort kam andern TageS die Nachricht, daß sie in recht geschickter Weise gefälscht waren. Noch am nämlichen Vormittag hatte der Betrüger auf zwei andern hiesigen Banken ebenfalls je fünf Schecks über 20 L. eingelöst, war dann am Nachmittag nach Homburg und am folgenden Tage nach Wiesbaden gefahren und hatte an drei weitern Stellen 15 derartige Schecks an den Mann gebracht, insgesamt also über 12400 Mk. erhalten. Am 39. Mai fuhr er nach Köln, versuchte dort bet einem Bankhause fünf Schecks ein: zulösen, wurde aber an ein anderes Bankhaus verwiesen und auf dessen Veranlaflung verhaftet. Er nannte sich jetzt William Spink und wollte aus New York gekommen sein. Durch Erkundigungen bei der Londoner Polizei stellte man aber fest, daß er Simon Weil heißt und in London wohnt. Er gehört offenbar zu einer größeren Fälscher- bande; denn ungefähr um dieselbe Zeit tauchten in Dresden ebenfalls solche gefälschte Schecks auf. Die Untersuchung nahm deshalb auch geraume Zeit in Anspruch. An der Herstellung der Fälschungen scheint er unbeteiligt und nur beauftragt gewesen zu sein, die Papiere zu Geld zu machen. Das Geld wurde sofort nach der Auszahlung fort- geschickt; denn bei seiner Verhaftung hatte Weil nur 98 Mk. und 5 L. in englischem Gelde bei sich. Aber in seiner Handtasche fand man eine größere Anzahl Briefumschläge für Geldsendungen. Vor Gericht stellte stch Well, der auch geläufig Deutsch spricht, als Opfer feiner Gutmütigkeit hin und erzählt- eine lange Geschichte von einem gewissen Mathieu, den er auf der Fahrt von Amerika kennen gelernt und der ihn mit den Schecks auf die verschiedenen Banken geschickt habe. Aber das Märchen von dem großen Unbekannten zieht in Deutsch'and schon längst nicht mehr. Der Gerichtshof ließ auch keine milbernbe Umstände gelten, obwohl dem Angeklagten Vorstrafen nicht nachgewiesen werden konnten, und verurteilte ihn wegen schwerer Urkundenfälschung und Betrugs zu 5 Jahren Zuchthaus und 4500 Mk. Geldstrafe.
Berlin, 18. März. Heute begann der zweite Prozeß gegen den Bankier August Sternberg meßen Sittlichkeitsvergehen vor der 7. Strafkammer de8 Landgerichts 1. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde der Prozeß wegen weiterer Zeugenladungen auf unbestimmte Zeit vertagt.
Arbeiterbewegung.
Mainz, 18. März. Zur Lohnbewegung der Schneider rst zu berichten, daß mit 24 Firmen eine Einigung zu Stande gekommen ist und eine Lohnerhöhung von 15 bis 20 Prozent erzielt wurde.
Eisenbahn Zeitung.
— Nach einer Verfügung des Ministers der öffentlichen Arbeiten sind die neuen Vorschriften über die Abfertigung von Personen, Reisegepäck und Hunden, die zunächst in einzelnen Dtrekttons- bezirken erprobt worden sind, jetzt im ganzen Bereiche der preußisch- hessischen Staatseisenbahnen einzuführen.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Johannlesgemeinde.
Den 9. März. Ludwig Judt, Wagner zu Gießen, und Luise Elise Katharina Schmidt, Tochter des verstorbenen Schweinehirten Christian Schmidt II. zu Freienseen.
Militärgemeinde.
Den 14. März. Heinrich Wurm, Sergeant zu Gießen und Marie Röder, Tochter des Taglöhners Heinrich Röder zu Gießen.
Getauft«.
Matthäusgemeind e.
Den 10. März. Dem Taglöhner Georg Prinz eine Tochter, Marie, geboren den 7. Januar.
Denselben. Dem Knecht Jakob Zimmermann ein Sohn, Otto, geboren den 7. März.
Markusgemeinde.
Den 10. März. Dem Weißbinder Philipp Horn eine Tochter Emilie Marce Margarethe, geboren b n 7. Dezember.
Denselben. Dem Taglöhner Philipp Lotz ein Sohn, Wilhelm Karl Heinrich, geboren den 5. Februar.
Denselben. Dem Fabrikarbeiter Adam Ohr eine Tochter, geboren den 9. Februar.
Lukasgemeinde.
Den 10. März. Dem Hilfsheizer Heinrich Albach ein Sohn, Wilhelm Konrad, geboren den 10. Februar.
Denselben. Dem Bier-Fuhrmann Konrad Schardt ein Sohn, Jo» Hann Hemrich, geboren den 3. Februar.
, Denselben. Dem Schlosser Johann Friedrich Urban ein Sohn, Karl Friedrich Paul, geboren den 16. Dezember 1900.
Denselben. Dem Telegraphist Karl Geitz eine Tochter, Elisabeth, geboren den 1. Januar.
Denselben. De n Schlaffer Wilhelm Kahn eine Tochter, Wilhelmine, geboren den 21. Dezember 1900.
Johannesgemeinde
Den 9. März. Dem Wagner Ludwig Judt eine Tochter, Joharna Marie Elisabeth, geboren den 24. November 1900.
Den 10. März. Dem Installateur Karl Bellos ein Sohn, Heinrich, geboren den 16. November 1900.
Denselben. Dem Taglöhner Carl Schneider eine Tochter, Anna Friederike Johanna, geboren den 13. Januar.
Den 11. März. Dem Bäckermeister Carlo Brühl ein Sohn, Karl, geboren den 9. März
Beerdigte.
Mat thäusgemeinde.
Den 13. März. Marie Löbev, geb. Busch, Wittwe des Delonomen Christian Löber, 90 Jahre alt, starb den 11. März.
Dcnselb-n. Maria Muslulus, ß;b. Zindel, Wittwe des Fuhrmanns Georg Muskulus, 68 Jahre alt, starb den 11. März.
Johannesgemeinde.
Den 11. März. Marie Rumpf, ledige Tochter des verstorbenen Orts- Einn bmers Johann Friedrich Rumpf, 62 Jahre alt. starb den 8. März.
Gingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 18. März 1901.
In Nr. 65 4. Blatt des »Gießener. Anz." ist die Bewegung von ca. 5000 Cbm. „Erd« und milden Felsmassen" auf Bahnhof Gießen von der Betriebsinspektion I ausgeschrieben Es handelt sich hier jedenfalls um die Herstellung des s. Zt. in diesem Blatt besprochenen Tunnels vom Bahnsteig der Main-Weserbohn nach dem der Oberheff. Bahn. Hiermit ist also die letzte Hoffnung auf die Befreiung der Frankfurter Straße von den Oberhessischen Linien geschwunden; denn die Inangriffnahme einer derartigen kostspieligen Anlage läßt auf ein Definitivum schließen, d. h. in diesem Falle, daß der Oberhessische Bahnhof in seiner jetzigen Gestalt erhalten bleibt. B.
Famitien-Uachrichlen.
Gestorbenr Stadtrat i. P. Otto Waslö in Darmstadt. — Valentin Schmidt, Kunst- und Handelsgärtner, in Darmstadt. — Heinrich Niet« Hammer, Schretnermeister, in Worms. — David Sattler, Ofensetzer, in Worms. — Altbürgermeister Philipp Schaffner in Blödesheim.
Krieskasten -er Redaktion.
H. -r. i i bedeutet leichte Krümmung des Nackens und geringe, im bekleideten Zustande nicht ausfallende Schiefheit deS HalseS, bei vollkommener Bewegungsfähigkeit desselben; geringe, im beikleidetm Zustande nicht auffallende Erhöhung der einen Schulter oder Hüfte. In Ihrem Falle also: geringe Erhöhung der rechten Hüfte.
Nach Butzbach. Ein kommandierender General bezieht 30000 Mk. Gehalt. Das Gehalt des Reichskanzlers beträgt 86000 Mk. und außerdem bezieht er 64 000 Mk. Nepräsentationskosten.
Junger Abonnent. Ja, Sie können Ihre Koustne heiraten.
R. 10. Sie können Ihr Testament in gesetzlicher Form ohne luristischen Beistand aufsetzen, indem Sie Ihren letzten Willen einfach auf. schreiben, unterschreiben und mit Ortsnamen und Datum versehen.
Monatliche Neberstcht der Todesfälle in Gießcu Monat Februar 1901.
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Herzens 2 (1) 2 (1) — -
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Altersschwäche 2 (1) 2(1) — —
Verunglückung 2 (1) 2 (1) — —
Selbstmord 1 1 —
Andere Kcankheiten 9 (4) 5 (3) 3 1 (1)
Summa: 41 (17) 28 (12) 7 6 (5)
. Die in Klammern gesetzten Ziffern ßeben an, wie viel
dec Todesfälle in der betreffender» Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Krank- kommen.
Schiffsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch Agent Carl Loos.
Bremen, 16. März. (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Postdampfer Barbarossa, Kapt. F. Mentz, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angenommen.
Neueste Meldungen.
G. Darmstadt, 19. März, 1 Uhr 45 Min. (Tel.-Meld. b. „Gieß. Anz.") Die Zweite Kammer setzte heute morgen IO1/* Uhr die Beratung deS Finanzbudgets fort und genehmigte fast ohne Debatte den Betrag von 383,300 M. für Uuiverfi- tätdbanten und Landerwerb für die medizinische Fakultät in Oietzeu. Ferner 9300 Mk. für den Aufbau eines dritten Stockes auf dem früheren Greiner'schen HauS in der Frank- firterstraße und 6800 Mk. Staatszuschuß für das physikalische Institut, 97 000 Mark für den Neubau einer Uni« versitäts Bibliothek in Gieße«. Die für die Erweite- rungSbauten der technischen Hochschule in Darmstadt geforderten 856 940 Mk. werden nach längerer Debatte genehmigt — Schluß der Sitzung 1 Uhr.
Berlin, 19. März. Den „Berl. Pol. Nachrichten" zufolge, ist die Vorlegung des Zolltarifentwurf cs an den Bundesrat um Ostern herum in sichere Aussicht zu nehmen. .. _ ...
London, 19. März. (Unterhaus.) Parlamentssekretar Forster teilt bei Beratung des Marinebudgets nun


