Ausgabe 
19.2.1901 Zweites Blatt
 
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151. Jahrgang

Nr. 4? Zweites Blatt

Dienstag 19. Februar 1901

16 W fft.

vor­

dem

Rauchen anfängt.'

Telegra«« deS Wietzener Anzeigers.

aus

Dollars ausgezahlt.

l

Rebaftion, Erpedikion und

Druden i Zchulftratze 7.

genug erhalten. Das chinesische Lochgeld dient uns gleich­falls zum Zahlen. Hin und wieder schlachten mir uns einen Ochsen; auch hat man wohl mal das Glück, von einem reichen Chinesen zu einem echt chinesischen Gastmahl ein-

Als der Transvaalgesandte Leyds von den Vermähl ungsfeierlichkeiten im .Haag in seine Wohnung zu B r ü s s e!

Südafrika wird im Gefolge des Krieges auch von allerlei Epidemien heimgesucht. In Kapstadt ist die Bu- bonenpest amtlich festgestcllt, in Lourenzo Marques wütet das Fieber, und in sämtlichen englischen Kolonien sterben allwöchentlich. Hunderte am Typhus. Was die Ereignisse auf dem Kriegsschauplätze betrifft, so kommt aus dem Norden Transvaals die noch unbestätigte Kunde von einem Aufstand der Eingeborenen. Oestlich von Pretoria eilt Ge- eerat French von einem angeblich siegreichen Gefechte zum andern, während bei Johannesburg sogar die Wasserwerke von den Buren angegriffen werden. Dewet kämpft bei

Dauer nicht aus, und thue daher am besten, auf einen leidlichen Frieden hinArsteuern. Vielleicht ist dieser Wunsch selbst Herrn Chamberlain nicht so ganz un­sympathisch.

Telegramme des Gießener Anzeigers.

De Aar, 17. Febr. Dewet und Steijn über­schritten gestern vormittag mit 2 bis 3000 Mann und zwei Geschützen die Eisenbahn nördlich von Houtkraal. Gra­naten der Engländer zerstreuten den Feind, welcher seine Geschütze nicht ins Gefecht brachte. Ein gepanzerter Zug eröffnete das Feuer mit Marinegeschützen. Es gelang den Engländern, den ganzen Convoi Dewets zu nehmen, ein­schließlich 100 000 Patronen, zahlreichen Schießvorrat und ein Schnellfeuergeschütz. Die Verluste auf englischer Seite betragen 3 Verwundete.

Colesburg, 16. Febr. General Knox überschritt den Orangefluß. Die Kolonne Plumers und der größte Teil der Buren befindet sich soweit westlich, daß sie keine Fühlung mit Colesberg haben. Es verlautet: in dem Gefecht vom 15. Februar sind 65 Buren gefallen und verwundet.

Kapstadt, 17. Febr. Heute wurden an der Pest ein Todesfall und zwei Erkrankungen gemeldet.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Eichen.

Fernsprechamchluß Ar. 51.

Engländer und Buren.

General Kitchener meldet aus De Aar von Sams­tag früh: Dewets Streit kräfte überschritten gestern vor Tagesanbruch die Eisenbahn bei Baart- manns Siding nördlich von De Aar; Oberst Plumer folgte dem Feinde auf den Fersen. Die von Oberst Crabbe geführten Panzerzüge suchten den Feind am Ueberschreiten der Eisenbahn zu verhindern, die Buren hatten jedoch die Schienen nördlich und südlich der Stelle, wo sie die Bahn passierten, aufgerissen. Die Engländer erbeuteten über 20 Wagen, viele davon mit Munition beladen, ein Maxim-Geschütz und über 100 Pferde; 20 Buren wurden gefangen genommen. Die britischen Truppen sind auf der Verfolgung der Buren begriffen.

Das ist nichts anderes, als eine unumwundene Be­stätigung des vollen Gelingens des Dewetschen kühnen Unternehmens.

DasReutersche Büreau" meldet vom Samstag ans De Aar: Die Brigade Bruce-Hamilton ist nach einer Reihe von Gewaltmärschen aus Kroonstad hier ein­getroffen. Wie dasselbe Bureau aus Carnavon berichtet, ist die Kolonne des Obersten Delisle aus dem Westen dort angelangt.

Aus Angst vor der P e st und infolge der übertriebenen Gerüchte haben in Kapstadt über 1000 eingeborene Dock­arbeiter ihre Werkstätten verlassen; man glaubt indessen, daß sie, wenn ihnen die thatsächliche Lage der Dinge auseinandergesetzt wird, zu ihrer Arbeit zurückkehern wer­den. Die Schiffe, die ihre Ladung löschen sollen, sind für den Augenblick in großer Verlegenheit.

geladen zu werden. Es ist eigentümlich, mau sitzt daun so allein zwischen einer Portion Bezopfter und läßt sich dann mit allen möglichen chinesischen Leckerbissen bedienen. Ms Getränk giebt es aber nur Thee ohne Milch und ohne Zucker. Ist die Geschichte dann zu Ende, so geht cs anS Opiumrauchen. Donnerwetter! Das habe ich einmal ge­macht, aber nicht wieder, das Zeug berauscht mehr denn 5 Flaschen guter Kognak. Es ist ein eigenartiges Rauchen. Die Pseifen sind so dick, daß man sie nur eben umspannt, das Mundstück beansprucht den ganzen Mund, und auf dem letzten Viertel des Rohres sitzt ein faustgroßen Knuppen, in den das Opium eingeführt wird. Der Raucher liegt auf einer Pritsche, neben sich ein Präsentierbrett, auf dem eine kleine Lampe steht. Das Opium ist dickflüssig und befindet sich in einer kleinen Schale auf dem Brett. Mit einer kleinen silbernen Gabel wird etwas Opium her­ausgeholt, erhitzt und in die Pfeife gethan. Von demi Dampf allein wird man schon verrückt, und deshalb abschiedet man sich lieber, wenn die Geschichte mit

zurückkehrte, war sein Gepäck einen Augenblick im Vestibül unbeaufsichtigt geblieben, während dieser Zeit stahlen Diebe ein, politische Dokumente enthaltendes Gepäckstück. Die Uebelthäter waren, wie sofort festgestellt wurde, mittels Nachschlüssels in das Haus eingedrungen. Die Polizei wurde unverzüglich von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Wh. 'MM

London, 18. Febr. DieMorningpost" meldet Brüssel vom 17. Febr.: Ein französisch-belgisches Syndikat habe den amerikanischen Inhabern der Hankau-Kantonbahu- Konzession für die Abtretung der Konzession 35 Millionen

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Die Gießener Kamillen» blätter werben bem An­zeiger im Wechsel mitHess. Banbrotrt" unbBlätter ffir Hess Volkskunde" vier­mal wöchentlich beigelrgt.

Annahme vonAnirigea (u der nachmittags füt den atzenden Tag erscheinenden

Stummer bl» norm 10 Uhr »bbrftettungen Ipättfitn« abends vorher.

Girtzener Anzeiger

** General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

sich zur weiteren Erholung nach dem Süden begeben.

DieNordd. Allg. Ztg." erklärt: Die Nachricht eines hiesigen Blattes, daß sich Generaladjutant v. Werder zur Beseitigung von Mißverständnissen nach Petersburg be­gebe, entbehrt jeder Begründung. Solche Mißverständnisse bestehen nicht.

DieNordd. Alla. Ztg." schreibt ferner: Ein in de« noes Blatt, das sich schon mehrfach :ß dev

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Febr. Der Kaiser unternahm gestern morgen in Homburg den gewohnten Spaziergang in Be­gleitung des Gesandten Grafen Wolff-Metternich, sowie der Generale v. Scholl und v. Kessel. Nach der Rückkehr in da« Schloß hörte Se. Majestät den Vortrag des Chefs des Civib- kabinetts v. Lucanus. Der Kaiser und Prinz Heinrich trafen heute nachmittag auf Schloß Friedrichshof ein und kehrten nach kurzem Aufenthalt nach Homburg zurück. Heute hat sich der Kaiser nicht nach Friedrichshof begeben. Dev König von Griechenland kam heute nachmittag auf der Durchreise auf dem hiesigen Bahnhof an und wurde von dem Prinzen Heinrich und der Kronprinzessin von Griechen­land empfangen. Die Herrschaften begaben sich im Schlitten nach Schloß Friedrichshof, von wo der König nach einstün­digem Aufenthalt sich nach Homburg zum Besuch bei den» Kaiser und der Kaiserin begab. Von Homburg wird bet König über Frankfurt a. M. seine Reise nach Kopenhagen fortsetzen. Das Befinden der Kaiserin Friedrich ist heute f ehrbefriedigend.

Dem gestern hier in der Kapelle der russischen Bot­schaft abgehaltenen Trauergottesdienst für König Milan wohnten außer dem serbischen Gesandten mit seinem Personal, dem serbischen Generalkonsul und Konsul dev russische Botschafter Gras Osten-Sacken, der österreichisch- ungLrische Botschafter v. Szögyenyi-Marich, der türkische Botschafter Tewfik Pascha, der griechische Gesandte Rangabe und einige andere Diplomaten, wie Mr. Jackson und Baron Siskra bei. Die einheimische offizielle Welt und die Hof­gesellschaft waren nicht vertreten.

Der Abg. Rickert, dem infolge eines Herzleidens vor einigen Tagen ärztlich absolute Ruhe geboten ist, wirk

Fannt sei.

Tie Kommission des Reichstags für das Schaum- weinsteuer-Gesetz und das Weingesetz nahm den Paragraphen eins der ersteren Gesetzes unter Einfügung des Verbots der Verwendung von Kun st wein bei der Herstellung von Schaumwein an. Die RegierungS- Dertreter hatten sich gegen dieses Verbot ausgesprochen.

DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt: Wie wir bereits mitgeteilt haben, ist der Band A der im Reichsamt deS Innern herausgegebenen systematischen Zusammen- "t e l l u n g d e r Zolltarif e des In- und Auslandes, die Textilindustrie umfassend, in neuer Auflage erschienen. ES ist in den jüngsten Reichstagsdebatten die Meinung aus­gesprochen worden, diese Zusammenstellungen würden^chnell veralten, weil die Zolltarife der zahlreichen darin berück­sichtigten Länder sich fortwährend ändern. Demgegenüber hat der Staatssekretär des Innern, Graf v. Posadowsky betont, es werde dafür gesorgt werden, daß die Zusammen­stellung, die ein praktisches Nachschlagebuch für den Indu­striellen, den Handelsmann und Exporteur sein sälle, ebenso kurrent gehalten werde, wie etwa das deutsche Reichs Kurs-

' flfh. svrtgeführt werden.

i v fcefln® jjtii Aussicht nicht gerc fiiYrtno AoK-ttSic

Politische Wochenschau.

Die deutsch-englischen Beziehungen sind in her letzten Woche sehr lebhaft und des öftern sogar sehr leidenschaftlich erörtert worden Die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an den ehemaligen Höchstkomman- tierenben in Südafrika hat auf die deutsche Volksseele un­gefähr denselben peinlichen Eindruck gemacht, wie seiner Z^t der Nichtempfang des Präsidenten Krüger. Leider hat sich jedoch ein großer Teil der Presse nicht damit begnügt, auf diese Thatsache hinzuweisen und die leitenden Staats­männer vor einem allzu großen Entegenkommen gegen eng­lische Wunsche zu warnen. Um jene Volksstimmung für Porter- oder Geschäftsinteressen zu fruktifizieren, wurde viel­mehr eine förmliche Hetze gegen England in Szene ge- setzt. Daß ein solches Beginnen den um ihre Freiheit kämpfenden Buren nichts nützen kann, liegt auf der Hand Nicht minder aber auch die Möglichkeit, daß dadurch die jenseits des Kanals neu entstandenen Sympathien für Deutschland in überflüssiger Weise wieder abgekühlt wer- cen. Unb bei ben vielfachen Hanbelsbeziehungen zwischen Den beiben Säubern erscheint dies immerhin nicht un- vebenklich. Ob anläßlich bes Aufenthalts unseres Kaisers in Englanb politische Abmachungen zu staube gekommen Jtnb, weiß man nicht. In ber britischen Throurebe steht davon kein Wort, auch ist es aus anbern Grünben ziemlich unwahrscheinlich. Sollten aber nüber Erwarten über eine lonfrete Frage Verabrebungen erfolgt ober sollte gar ein förmliches Bünbnis abgeschlossen worben sein, so liegt vorderhand trotzbem fein ausreichenber Grunb vor, barüber cnien Entrüstungssturm zu entfesseln. Um eine Maßnahme ber internationalen Politik zu beurteilen, muß man ihre Tragweite unb bie Konstellation, bie bazu veranlaßt hat, genau kennen. Da aber unsere Reichsregierung nicht immer in ber Sage ist, vor aller Welt ihre Karten offen zu legen, erfajeint es für besonnene Politiker angemessen, sich in ber Kritik solcher Abmachungen einer gewissen Zurück­haltung zu befleißigen. Man kann sie nicht ohne weiteres billigen; man kann sie aber auch nicht einfach mißbilligen unb verurteilen. Zubern ist es wohl beufbar, baß sich Deutschlaub unb Englanb über mancherlei Fragen ver­ständigen können, ohne daß dabei der eine Teil zu kurz 5U 'owmeu braucht. Sogar zu einem Bündnis könnten unter Umstanden gerade für Deutschland Gründe vorhanden sein. Jedenfalls sollten ernste Blätter davon Abstand nehmen, unser Volk in eine blinde Feindseligkeit gegen England hinein zu Hetzen. Bei der Behandlung auswärtiger Fragen sollten sich auch bie Organe ber öffentlichen Meinung nicht von unklaren Empfinbungen ober egoistischen Interessen, sonbern lebiglich von wohlerwogenen Verstanbesgrünben unb von ben Rücksichten auf bie Wohlfahrt bes Vaterlanbes bestimmen lassen.

Nach langen Verhanblungen ist es bem greisen Staats­mann Zanar belli gelungen, ein italienisches Mi­nisterium zusammen zu bringen. Es stützt sich hauptsächlich auf bie Sinke unb auf bie gemäßigten Konservativen. Die äußerste Sinke ist zwar im Kabinett nicht vertreten; boch soll sie für eine wohlwollenbe Behanblung besfelben ge­wonnen sein. Hinsichtlich ber auswärtigen Politik barf man von bem neuen Minister bes Auswärtigen, Prinetti, eine loyale Haltung gegenüber ben anberen Dreibunb- mächten mit Sicherheit erwarten. Das Kabinett scheint zu einer burdjgreifenben Steuerreform entschlossen zu sein. Es bürste jeboch babei so vielen Schwierigkeiten begegnen, daß es an ihnen möglicherweise sehr rasch zu Falle kommen wirb.

Bezugspreis ourklläW. Mk. 2.20, monatl. 75 Pso. mtt Bringcrlohn; durch bti Abholkstellen Vierteljahr!. Ml. 1.90, monatl. 65 PH.

Bei Postbezug Vierteljahr!. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld.

Alle Anjrtarn-Dermiiiluno»« stellen deS In» und «u6lan6t» nehmen Anzriarn für d (dies,euer Anzeiqer eiugtoen. ZrUenprel» lokal in Vlfl* auswärts 80 Plg.

Nieberlcmben erscheine ...

unzuverlässig erwiesen hat, bringt bie Nachricht, ba beutsche Generalkonsul in Kapstadt, v. Sinbequift, einen Konflikt mit bem borkigen englischenGouverneur gehabt unb darüber telegraphisch nach Berlin berichtet habe. TieNordd. Allg. Ztg." stellt fest, daß au zuständiger Stelle von einem solchen Vorfall nicht das Mindeste be-

M Mtta.

J0 Plg. find im M abends an der ienerarten k 20 M w imb bei Ä

1418 k Vorstand.

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China.

Ein aus Peking eingetroffenes Telegramm besagt: Die chinesischen Bevollmächtigten teilten dem Hofe mit, daß der letzte Beschluß der Gesandten unwiderruflich sei, doch könne die Vollstreckung des über Tungfuhsiang gefällten Urteils aufgeschoben werden.

Graf Waldersee läßt formell die Meldungen de­mentieren, daß die deutschen Truppen China verlassen. Er erklärt, er könne nicht einen Sol­daten fortsenden, ohne von Berlin ben Befehl bazu erhalten zu haben. Ein berartiger Befehl sei aber nicht eingetroffen. Walbersee melbet am 15. aus Peking: Nach bem heute unterzeichneten Abkommen wirb bie Bahn SchankhaikwanPeking in ber Zeit vom 21. vis 28. Februar an bi^Engländer übergeben werden.

Nach einer ber Direktion der Schantung-Eisenbahngesell- schaft brahtlich zugegangenen Mitteilung aus Tsingtau ist ist bie Gleisverbinbung zwischen Tsingtau und Ki au­tsch ou am 9. b. Mts. vollenbet worben.

Im ungarischen Abgeorbnetenhause inter- lellierte Franz Kossuth ben Ministerpräsibenten über bie Erwerbung bes chinesischen Gebi etsstreifens. Er fragte an, ob bie Erwerbung mit Zustimmung unb mit Berücksichtigung ber Interessen Ungarns geschehen sei, unb, älls bies nicht ber Fall gewesen fein sollte, warum ber Minister bes Aeußeren es unterlassen habe, ben gesetzlichen Einfluß ber ungarischen Regierung zu respektieren. Szell erteilte auf bie Interpellation vorläufig feine Antwort.

lieber das Solbatenleben in Paotingsu be­richtet ein deutscher Soldat in einem demHamb. Frem- benbl." zur Verfügung gestellten Briefe aus Paotingsu: Das Seben, bas wir als Polizeisolbaten hier führen, ist gewissermaßen großartig. Hier kann man Eier unb Hühner

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Sai^'! 6 ®1 Wilippstown mit ben Englänbem, bie ihn natürlich be- ® siegt zu haben behaupten. Nach ber englischen Thronrebe

soll ber, Krieg bis zur völligen Unterwerfung ber Buren * Den Uitlanbers erscheint aber biefe

D-ssicht nicht gerade rosig. Sogar Cecil Rhobes soll dieser Tage geäußert haben, Englanb halte es auf bie

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Im fernen Spanien gährt es gewaltig. Die Schwester bes Königs ist mit einem Sohne bes Grafen Caserta verheiratet woroen, obwohl man bem Setzteren nachsagt, baß er in ben Karli sten krieg en gegen Spanien gekämpft habe unb beswegen sogar in contumaciunt zum ; Tobe verurteilt worben sei. Im Volke betrachtet man biesen Ehebunb als ein Werk ber Jesuiten. Da überbies ein Zuströmen von Mönchen aus Frankreich unb von ben

w Philippinen befürchtet wirb, brachen in Mabrib, Barcelona, e ber Valencia unb anberen großen Stäbten Unruhen aus, bei

terin3'^ fo« denen Klöster angegriffen, zum Teil sogar geplünbert unb er WjJ in Branb gesteckt würben. Die Obrigkeit hat sich burch ,tritt R 18io aw zahlreiche Verhaftungen unb burch Verhängung bes Be- un Bl ' lagerungszustanbes zur Not aus ber Affaire gezogen. Enbe

dieser Woche hofft man bie Ruhe wieberhergestellt zu haben, gesukbi. worauf bann bas reaktionäre Ministerium ber Königin

JubwüJä ^ine Portefeuilles zur Verfügung stellen will.

Subafrika wirb im Gefolge bes Krieges auch von