Ausgabe 
17.12.1901 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 296

Dienstag 17. Dezember 1901

Erstes Blatt

»ij M

"uditorei

bulstrasseJL

ü"-»

der

UV- jlpli?

1 ooi lalerialiar?!. arben und Lacke.

151. Jahrgang

das hier in schlichter, aber fesselnder Weise dargesbellt wird.

Emil ischbach Giessen.

IW

Fw b« d,

b,®'9e W?

Valiiische Tagesschau.

Die angebliche Duellrede des Kaisers.

D. B. Hd. meldet: Die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens gegen den Urheber der falschen Meldung über eine Duellrede des Kaisers in Potsdam ist seibens der Militärbehörde beantragt worden.

Es scheint also ein Gericl-tsvcrfahren wegen B e l e i d i g * ung der betreffenden Offiziere gegen den Verbreiter der aus der Luft gegriffenen Kaiserrede in Aussicht zu stehen. Der Monarch hat sich verschiedentlich darüber Bericht ein­gefordert und hin und wieder auch selbst die ihm zugestellten Zeitungsausschnitte durchgelesen. Das diesmal sehr schnell durch denReichsanzeiger" veröffentlichte Dementi soll durch den Kaiser selbst veranlaßt worden sein. Der Monarch hat leider bisher noch in keiner Weise seine Duellbestimmungen in abgeänderter Form dem Offizierkorps bekannt geben lassen, vielleicht aber wird der Kaiser am Neuiahrstage vor versammelter Generalität in dieser Angelegenheit das Wort nehmen.

DieDeutsche Volkswtl. Korr." glaubt in der Thatsache, daß solche Gerüchte entstehen und verbreitet werden, An­zeichen einer gewissen Nervosität in der Armee er­blicken zu sollen. Gegen diese Nervosität wendet sie sich mit folgenden Sätzen:

. . . Ist aber jetzt, wie auch in politischen Dingen, in Angelegenheiten der Armee manchmal eine große Nervosität, ein Hasten nach schnellreifen Früchten, noch, äbändernden Anordnungen bemerkbar, die manchmal schon morgen wieder eine Abänderung erfahren, so kann es kaum Wunder nehmen, wenn die überall auf das Ni­vellieren gerichtete demokratische Zeitströmung sich der­artige nervöse Symptome zu nutzte macht. Die preußische Armee ist in ihren Traditionen und Institutionen ein Tell des Volkskörpers allerdings, aber ein Glied dieses Körpers, welches nur gedeihen kann, wenn ihm eine ge­wisse Selbständigkeit der inneren Fortentwickelung feiner besonderen Kräfte garantiert ist. Das bedingt aller­dings eine Sonderstellung der Armee und des Offizier- lorps im Staatsorganismus. Gegen diese notwendige Sonderstellung richtet sich das deinokratische Nivellement. Gestützt auf das parlamentarische Geldbewilligungsrecht will man, was man gegen König Wilhelm, Bismarck,Moltke und Roon in der Konfliktszeit nicht durchsetzen konnte, jetzt erzwingen, die Armee soll die Eigenschaft eines selb­ständigen Gliedes am Volksheer verlieren. Wird man aber in der Armee selbst unsicher, glaubt man nicht in vollster Klarheit darüber zu sein, welche Absichten in den maßgebenden Stellen obwalten, hat man das Em­pfinden, daß an Stelle der Kontinuität der Entwickelung ein Zustand getreten sei, der alles, Dinge, Anschauungen und Menschen, im Flusse befindlich erscheinen läßt, dann freilich darf man sich nicht wundern, wenn aus solchen Ungewißheiten sich ergebende Nervositäten auch nach außen reflektieren, und man im Publikum Dinge glaubt, die jeder für einfach unmöglich erklärt haben wurde, wenn sie ihm unter anderen Umständen berichtet wären. Wir glauben, daß darin ein sehr ernstes Sy mp to m unserer inneren Zustände sich andeutet, dessen Ursachen von den dazu Berufenen schleunigst aufgedeckt und aogestellt werden sollten. Nervosität ist überall bedenklich; in Angelegen-, heilen unseres Heerwesens wäre sie unerträglich, weil sie dessen Kern in kurzer Zeit zerstören müßte."

termärchen in einem sehr hübsch illustrierten Quart­bande, für den Karl Röhling künstlerisch schönen Buch­schmuck und außerordentlich anschauliche und anmutige Textillustrationen gezeichnet hat. SeidelsWinter­märchen" zeichnen sich aus durch die Frische, die Spann­ung, die anschauliche Sckilderung, mit der Seidel zu er­zählen versteht. Seine Dichterische Erfindungsgabe findet immer neue Stoffe, seine Gestaltungskunst weiß sie zu beleben, und meist weiß er noch mit feinem Humor einen tieferen Sinn hineinzulegen, wie das beispielsweise bei dem köstlichen Vlärchcn vomTolpatsch" der Fall ist, ohne dabei irgendwie ausdringlich zu werden. Besonders schön an Seidels Märchen ist es, daß sein Wunderland mit der Wirklichkeit sehr nahe zusammenliegt, daß die kleinen Leser überall eigen Erlebtes oder doch Erlebbares wieder­finden, das in das Uebernatürliche, das Märchenhafte sich mischt. Dabei sind die Märchen, so schön und poetisch er­zählt, erfreuen sich einer so anmutigen dichterischen Sprache, daß auch Erwachsene mit Vergnügen sie lesen werden. Seien diese Märchen für den Weihnachtstisch bestens empfohlen. (Preis geb- 5 Mark) Fenier seien aus dem nämlichen Verlage erwähnt: Der Jugend­garten Band 26, eine Festgabe für Mädchen, gebunden Mark 6,75; H a u s f s M a r ch e n, in vortrefflicher, reich' und sehr fein künstlerisch ausgestatteter Ausgabe, gebunden Mart 5,; Schuster, Mathematik für jeder­mann, geb. Mk. 4,50; Kam er a d -Bib lio th e k, Bd. 6, geb. Mk- 3, ; Kränzchen-Bibliothek, Bd. 5, Cle­ment, Libelle, geb. Mk. 3, ; Godin, Weihnachts­grüße, geb. Mk. 2, ; Lohmeyer, Junges Blut, geb Mk- 2, ; Ludwig, Aus goldner Zeit, geb. Mark 2, ; Universal-Bibliothek für die Jugend, Bändchen 381/82 Mk.,80; 387/88 Mk-,80; 386 Mk.,60 gebunden; Jllustrie-rte Taschen­bücher für die Jugend, Bändchen 1318, jedes Bändchen gebunden Makr 1.

Erscheint täglich Ausnahme des Montags.

Die (Siebener Famttien- witer werden dem An­leger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bet- gelegt.

ötedaktion, Expedition und Druckerei:

Schulst raße 7.

lldresfe für Depeschen: Anzeiger Gießen.

ssnnsprechanschlußNr.51. i-IM

werden, sondern es verdient die wärmste Empfehlung und wird sich sicher immer mehr in die weitesten Kreise ein­bürgern.

Der Bestrebung, die Kunst in das Leben des Kindes zu tragen, folgt mit größtem Feinsinne ein allerliebstes BuchDornröschen", ein scherzhaft Märlein für große und lleine Kinder, aufs neue erzählt von Friedrich Wegener", mit Bilderschmuck von Wilhelm Jordan, einem jungen Ber­liner Künstler der Nibelungen-Wilhelm Jordan isst in seinem 82. Lebensjahre nicht unter die Zeichner gegangen, wie wir unseren Lesern zur Beruhigung mitteilen können Dornröschen" ist im Verlag von Dr. Max Sklarek u- Co., Berlin W. 62, erschienen- Auf holzfreiem Büttenpapier mit zweifarbigem Umschlag und echt tunstlerischem Buchschmuck, kostetDornröschen" nur 1.50 Mk. Es wird sich daher durch seine doppelten Vorzüge bei Alt und Jung bald sehr be­liebt machen.

Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste seien ferner ein paar Bücher aus dem Verlag der Union, deutsche Verlags­gesellschaft, Stuttgart, genannt. Wir finden darunter alte Bekannte, die alljährlich in neuer Ausgabe erscheinen. Es ist zunächst dasNeue Universum" (Preis 6.75 Mk-), das bereits im 22. Jahrgang vorliegt. Es giebt neben längeren und kürzeren Erzählungen eine Ueberficht über die wichtigsten Entdeckungen und Erfindungen des letzten Jahres aus technischem und wissenschaftlichem Gebiet; neue Maschinen, neue technische und gewerbliche Anlagen werden eingehend beschrieben, die Fortschritte un Heerwesen und in der Marine, in Physik und Chemie und auf anderen Gebieten werden besprochen und zum Schlüsse giebt eine Rubrikhäusliche Werkstatt" Anleitung für geschickte Knaben­hände. Das Buch hat sich bereits so gut eingebürgert, daß eine weitere Empfehlung kaum nötig ist. Von einem der liebenswürdigsten Erzähler, dem Verfasser der köstlichen, idyllischen und humorvollen Geschichten vonLebrecht Hühn­chen", Heinrich Seidel, dem Meister der Klcinmalerei, bietet dieUnion, Deutsche Verlagsgesellschaft zu Stutt­gart", diesmal für den Weihnachtstisch prächtige Win--

«en

Weihnachtslitteratur.

N. Jungbrunnen. Schon einmal ist an dieser Stelle tiuf ein sehr verdienstvolles buchhänhlerisches Unternehmen des Verlags von Fischer u. FrankeinBerlin,Jung­brunnen" betitelt, hingewiesen worden. Wir wollen nicht verfehlen, beim Herannahen des Weihnachtsfestes, wo an uns die Frage nach passender Geschenklitteratur herantritt, iwch einmal darauf hinzuweisen. Man muß dem Ver- lege dankbar sein, daß er sich bestrebt, unserem Volke u.mseren herrlichen Scha»A an Atärchen, Erzählungen und Liedern zu erhalten und sie uns in einer Ausstattung zu !>-eten, die diese Merkchen zu Zierden jeder Bibliothek Zachen, während doch zugleich der billige Preis (jedes Ländchen kostet im Abonnement 1 Mk., einzeln 1.25 bis 1,50 M5) jeoem die Anschaffung ermöglicht. Akit vollem 'Z-.echte sind wir stolz auf die deutschen Märchen. Mögen Ech die orientalischen bunte Farbenpracht zeigen, an Innig­keit der Empfindung, an wahrhaft poetischem Gehalt sind iwsere Märchen unerreicht. Darum sollte auch dieserSchatz- vLhälter deutscher Kunst und Dichtung", wie die Verlags­buchhandlung nicht ohne Grund ihr Unternehmen nennt, sich in jeder Hausvibliothek finden. Unsere tüchtigsten Künst­ler haben sich mit Freuden bereit erllärt, den Buchschmuck der einzelnen Bändchen zu übernehmen. So hat Franz SitaUen das alte Volksbuch vomF o r t u n a t u n d s e i n e n Löhnen", F. Mueller-MünchenMarienkind und andere Märchen der Gebrüder Grimm" mit reichem Bildschmuck ausgestattet. Ein reizendes Bändchen M auchDie Jahreszeiten in Liedern" mit Bil- dsrn von Horst-Schulze. Jede Seite dieser Bändchen ist mit Machtvollen Randleisten verziert, fast auf jeder Seite finden sich wahrhaft künstlerische Bilder von plastischer Wirkung. 5l!ur die gewaltigen Fortschritte unserer Technik haben es er­möglicht, solche Prachtwerke zu einem so geringen Preise zu liirfern. Das Unternehmen gehört nicht zu denen, welchen vorn der Kritik nur mit kühlem Wohlwollen ein paar kon- vümtionelle Anerkennnngsphrasen mit auf den Weg gegeben

Volitische Wochenschau.

deutschen Reichstage floß während der oo ngen Woche in Sachen des Z o l l t a r i f s der Redestrom unaufhörlich weiter; für und ander die Wirtschaftspolitik, oiL regierungsseitig augenblicklich verfolgt wird, traten die Volksvertreter in die Schranken, aber es wird beim besten rvcklen wohl kaum jemand sein, der ernstlich glauben wollte, daß die eine oder andere Meinung auf die Freunde oder Gegner des Tarifs bekehrend eingewirkt haben könnte. Auch dl^ Zolltarifdebatte hat eben wieder bewiesen, Paß die Te- oatten im Reichsparlament der Verflachung anheimgefallen fuud, wie sie denn längst schon unter dem Niveau stehen, das sie erreichten, als die Lasker, Bennigsen, Bamberger u. a. Parlamentarier von Ruf den Ton angaben. Konnte mein damals mit Goethe sagen, daß ein geistreich aufge- scklofsenes Wort seine Ewigkeit wirkt, so muß man sich heute leioer zu der Ansicht bekennen, daß in der deutschen Volks­vertretung häufiger denn gut ist, Leute zu reden sich unter- jarigen, die durchaus nicht in der Lage sind, das, worüber ju vortragen, richtig zu beurteilen.Die Worte fliegen arf, der Sinn hat keine Schwingen." Deshalb und aus umnchem anderen Grunde noch braucht man sich eben nicht zu wundern, wenn so wenig Positives mit den vielen und langen Reden erreicht lvird. Ob es in der Kommission, an die der Tarif nun gegangen ist, anders sein wird? Wir wollen Leisen, daß dort mit unanfechtbaren Zahlen Schaden und Stützen der Zölle in allen ihren Einzelheiten nachgewiesen tvi cd. An Material dazu fehlt es ja nicht, man muß es nur rüisi.ig zu gebrauchen wissen. Dann wird auch der Erfolg ui ht ausbleiben. Inmitten des Zentrums und der National- llleralen kriselt es viel zu sehr, als daß sich die Mannen schon mit einiger Bestimmtheit schätzen ließen, welche die Entscheidung nach der einen oder anderen Richtung hin brangen werden.

Der Ernst und Eifer, mit dem man in Rußland ««aerdiwgs daran gegangen ist, den handelspolitischen löc,ziehungen zu England die Wege etwas zu ebnen, verdient immerhin Beachtung, und den Engländern ist das Slliiit doch nicht so sehr verdickt, als daß sie nicht jede Ei legenheit gierig aufgreifen sollten, die ihnen einige Aus- ficht auf Zurlickdrängung Deutschlands vom Weltmärkte er- ofi net Wo das eigene Interesse in Frage kommt, da schweigt Stimme des Blutes, und wenn man sie auch noch so ost anruft; ist der deutschen Ausfuhr aber einmal der Kkben entzogen, dann wird es angesichts des gegenwärtig bis zum Höhepunkt gestiegenen Wettbewerbs der Völker urtereinander Opfer an Zeit und Geld und Arbeit erfordern, die Wunden auszuheilen. Die Klugen nur erringen überall dem Sieg. Graf Bülow könnte in dieser Beziehung an Ruß- lamd lernen, das sich diese Spruchweisheit zur Richtschnur Mi-ommen hat und, wie die fortgesetzten Erfolge der in ^tersburg betriebenen Politik beweisen, daraus reichen Erfolg erzielt. Der Staatenkvloß im Osten verfolgt sein 3pei, den ganzen Osten sich und seinen Zwecken dienstbar zu machen, mit einer Zähigkeit, welcher der Erfolg nicht amsbleiben kann. Der Slavismus ist ohnehin augenblicklich in starker Erregung gegen Deutschland, wie die lebhaft nind sogar parlamentarisch erörterten deutschfeindlichen llmsschreitungen in Galizien beweisen. Schon aus diesem Gründe sollte eine vorsichtige, aber entschiedene und vor allem ihres Zieles bewußte Polittk getrieben werden, denn miser Interesse liegt nun einmal im Osten, heute noch wie schon zur Zeit Bismarcks, und der Osten wird es sein, der ui der künftigen Auseinandersetzung der Völker den Aus­schlag geben wird. Die am Samstag erfolgte Ankunft des

ff als **

tjll ll

pWMotih ff"° houlglllch^

lBe Auswahl in * klELoubovt rjpitTt?? phten

FW ducken ^-enLebkuchnmik VoekMrnbm )u ben billigst.^, da Adami Zuöbnrg 14,

GiehenerAnzeigers

w General-Anzeiger v LMLL

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MZZ

V s kr zeigenteil: Hans Beck.

russischen Thronfolgers Großfürsten Michael in Berlin zur Teilnahmeia n den Hofjagden Kaiser Wilhelms ist angesichts der in der russischen Presse und im Publikum neuerdings infolge der preußischen Polenpolitik sich geltend machenden wenig deutschfreundlichen Gesinnung als ein sehr erfreu­liches politisches Ereignis zu betrachten. Man wird daraus entnehmen müssen, daß die guten freundnachbarlichen Be­ziehungen in den leitenden Kreisen, sowie die intimen Fa- milienbeziehungen zwischen dem russischen und deutschen Kaiserhof nach wie vor in alter Herzlichkeit fortbestehen und von der allgemeinen Mißsttmmung gegen Deutschland, die in Rußland herrscht, nicht berührt werden.

Die innerpolitische Lage in Oesterreich, die heute wieder schlechter ist, als sie Jeit langem war, beweist nach dieser Richtung hin auch etwas. Der Uebermut und Terroris­mus der Tschechen konnte schon so weit steigen, daß die Regierung kein anderes Mittel sah, als mit der Aus­hebung derVerfassung zu drohen. Der österreichische Ministerpräsident Dr. v. Körber hat davon ziemlich unver­hüllt im Parlamente gesprochen, und der österreichische Kaiser hat in Privatgesprächen mit Abgeordneten ähnliche Andeut­ungen gemacht, sodaß sich der Abg. Bayreuther bereits ver­anlaßt gesehen hat, wegen dieses Kaiserwortes im Wiener Parlament zu interpellieren. Man weiß sich eben in Oester­reich heute nicht mehr zu helfen, und es ist gar nicht so ganz ausgeschlossen, daß eines schönen Tages er mag immerhin noch sehr fern liegen das ganze Slaven tum Preußens, Oesterreichs und Rußlands vereint einen Vorstoß gegen die germanischen Völker zunächst unternimmt, und wenn sich das offizielle Rußland bann berufen fühlt, als Schutzherr der Slaven auszutreten, dann würde sich daraus eine Situation ergeben, die dem europäischen Frieden kaum dienlich sein könnte. Das sind im Augenblick zwar noch Zukunftsbilder, aber die Gegenwart ist dazu angethan, sie herauf^ubeschwören, und die ganze weltpolittsche Situation sieht sich ohnehin nicht sonderlich vertrauenerweckend an.

Vor fast drei Jahren hat auch kaum jemand daran ge­dacht, daß im ©üben Afrikas ein mörberischcr Krieg entbrennen würbe, und doch hat sich längst schon zum zweiten Male der Tag gejährt, au dem die Buren den englischen Fehdehandschuh mit blutigem Ernst aufnahmen. Und noch immer stehen sie im Felde gegen den übermächtig'en Feind, und kaum ein Tag vergeht, der nicht neue Kunde von Zusammenstößen bringt. Da ist es an sich wohl zu verstehen, wenn die Engländer Den Wunsch haben, den Ausrottungs­feldzug bis zum äußersten fortzusetzen, und wer weiß, ob sie nicht schon längst die ohnehin nur dürftige Maste ge­regelter Kriegführung hätten fallen lassen, wenn nicht Die Augen der ganzen eivilisierten Welt fortgesetzt auf den einst so blü!)enden Gefilden Transvaals ruhten. Wie das Kriegsspiel schließlich enden wird, wer kann es wissen; ginge es nach Recht und Gerechtigleit, wäre Südafrika längst schon das Grab des englischen Ruhmes geworden, wo aber ist das Völkerrecht in Diesem Falle geblieben, wo Die Gerechtig­keit? Was Karl Emil Franzis einst sagte, trifft leider auch heute noch zu: Gerecht ist auf Erden immer jene Sache, die mehr Arme hat und bessere Gewehre. Sehr lesens­wert ist übrigens das soeben in Reclams Univ.-Bibl. er­schienene Burenbuch Dr. Heinrich v. Lenks,Tie Wander­ungen der Buren bis zur Gründung ihrer Staaten 1652 bis 1854" (Preis 20 Pfg.), der erste Teil einer kurzgefaßten allgemeinen Geschichte der südafrikanischen Republiken, der Kampfes- und Leidensgeschichte der Buren. Es ist vor­nehmlich das Heldenzeitalter desgroßen Treks" der Buren in den Jahren 1836 und 1837 und der darauf­folgenden erschütternden Ereignisse in Natal 1838 bis 1843,

nder, öianbtln, Mo««, ü,stiuftt«ewcht M- uni ÄniWlf en, Chololade nm »o, Batoblaten, heo, Rofneu M Lnttauinen, »nium, Potlaiche, lver, Bauillr

zur DÄM kannten allechüE

naogeln lascbinen jiackmascliinen >. und Gabel* maschinen [schinen naschinen «swaage« nüjIrfiW Dählen laschen