überhaupt nicht kommen, worauf ersterer nach Insterburg hinübersuhr und hier von seinem inzwischen vom Dienste suspendierten Sohn alles erfuhr. Die Sache war bereits in Verhandlung und auch die Bestimmung zum Duell bereits getroffen. Leutnant Blaskowitz hatte bei seiner Vernehmung von sinnloser Betrunkenheit nichts gefaxt, sei es, daß er sich dessen schämte und eine ernste Strafe, wohl gar seine Entlassung infolge seines Benehmens fürchtete, oder sei es, daß ihm während der Aussagen oer anderen beiden Beteiligten die Erinnerung an die Einzelheiten so .sehr wiederkam, daß er selbst sie nicht aufrecht erhalten konnte. Die Abbitte bei Hildebrandt wird er wohl einfach verschlafen oder „verduselt" haben. Der Vater Blaskowitz' that nun Schritth, um seinen Sohn wenigstens zur Hochzeit los zu bekommen. Es wurde jedoch bedeutet, die Hochzeit könne unter solckPn Umständen überhaupt nicht mehr stattfinden, sein Sohn müsse erst wieder rein dastehen, sein Leben gehöre nicht mehr ihm, da er vor zwei Duellen stehe. Es soll die ursprüngliche Bestimmung „bis zur Kampfunfähig reit" von Exz. v- Alten auf je einmaligen Kugelwechsel ermäßigt worden sein. Auch tröstete man den Vater, man wolle die Sache möglichst beschleunigen, so daß in vier Wochen alles beendet sein werde, und dann die Hochzeit gefeiert werden könne. So fuhr der Pfr- Blaskowitz mit dieser Botschaft zurück nach Deutschi-Eylau, und die Hochzeit wurde abgesagt.
Am 2. November, dem Hochzeitstage, fuhr er mit der Braut nochmals nach Insterburg; dort sah sie ihren Bräutigam zum letzten Mal. Sie wußte vom Duell, aber nicht von dem Termin desselben, den ihr der Vater nicht mitgeteilt hatte. Da sie Waise ist, so nahm sie Pfarrer Blaskowitz mit sich nach Walterkeymen in sein Haus.
Am Montagvormittag bekam er dann die telegraphische Aufforderung, sogleich herüber zu kommen, sand aber seinen Sohn nicht mehr bei Besinnung. Die erste Kugel war zwischen Lunge und Leber eingedrungen, hatte das Bild der Braut in der Brieftasche durchbohrt und seinen Sohn niedergestreckt. Von bösen Ahnungen getrieben, fuhr auch die Braut am Nachmittage ihrem Schwiegervater nach, fand aber ihren Bräutigam schon tot. Derselbe hatte in einem Abschiedsbrief an den Vater und an die Braut (letzterer eine Einlage mit oer Aufschrift „nach meinem Tode zu eröffnen") beide um Vergebung gebeten.
Auch die Rede, welche Superintendent Gemmel in Gumbinnen am Grabe des im Duell gefallenen Oberleutnants Kurt Blaskowitz gehalten hat, kommt jetzt zur Veröffent-- lichung. Wir geben daraus die markantesten Stellen wieder:
. es ist uns, als sähen wir eine Hand, die über diesem Sarge in Flammenschrift das alte, schauerliche Gottesurteil schriebe: „Die Sünde ist der Leute Verderben!" Und deshalb erarimmen wir in Jesu Geist in heiligem Zorn, und unsere Klage wird zur Anklage.
Anklage erheben wir alle und würden nicht wert sein, des heiligen Gottes Kinder und Jesu Jünger zu heißen, wenn wir's nicht thäten; Anklage erhebe ich als Diener des Herrn aller Herren an seinem heiligen Wort. Und wen denn klagen wir an? Diesen unseren armen Freund? oder seinen Kameraden, den sein Gewissen in der Ferne hält? Nein, gewißlich beide nicht; solche Gedanken liegen uns vielmehr ganz fern; es steht der eine schon vor einem höheren Richter, der andere wird vor ihm einst stehen. Uns aber sagt der Heiland: „Richtet nicht, verdammet nicht." Er hat das Gericht sich selber Vorbehalten. Nicht einzelne Menschen klagen wir an; aber die Sünde als solche, die klagen wir an. Den Geist d er Zügellosig keit, der alle Stände ergriffen hat und auch den, der durch den Ruhm
der strengen Manneszucht — zunächst doch an der eigenen Person — allen anderen voranleuchten sollte, den klagen wir an. Den Geist der Knechtschaft klagen wir an, der sich nicht losmachen kann, weil er es nicht will, von den unwürdigen Banden längst veralteter, mittelalterlicher Vorurteile und ganz falscher Rechtsanschauungen. Oder wäre das Recht und Gerechtigkeit, wovon dieser Sarg hier redet? Ein jeder gerechte Richtspruch, auch selbst ein Todesurteil, wirkt befreiend: wie die Sünde, so die Sühne. Aber hatte, was hier nicht recht gethan war, diesen Jammer verdient?
Deshalb fragen wir an diesem Grabe unsere christliche Obrigkeit, wie viel Blut noch weiter unnütz vergossen, wie viel Elend noch weiter erst angerichtet werden soll, bis sie des inne wird, daß sie als des wahrhaften Gotteis Dienerin ein und dieselbe That nicht vorher für geboten erachten und nachher bestrafen darf. Oder wäre vor dem Richter dort droben, der die Person nicht ansieht, nicht gleiches Recht für alle, sodaß seine heiligen Gebote etwa für die verschiedenen Menschen und Stände auch ihre verschiedene Giltigkeit hätten, und also ein jeder ihnen gehorchen dürfte, so weit es ihm eben gerade nach seinen Lebensansichten und Standesgcwohnheiten beliebt? O, wo sind die Männer, die mutig genug sind, das Schwert zu ziehen gegen den bösen Geist der Lüge, der unter dem gleißenden Gewände einer Ehrenpflicht das bekleidet, was ganz offenbar wider Gottes klares Wort und seinen heiligen Willen ist. Darüber ergrimmen wir in Jesu Christ in heiligem Zorn und können ihm nicht wehren; denn die Liebe zu unserem Vaterlande und das Erbarmen mit so viel zerknicktem Menschenglück zwingen uns dazu. Was aber, meine lieben Leidtragenden, soll ich euch nun sagen? Was dir, du bis ins Herz getroffene, unglückselige Braut? Was euch, ihr armen Eltern und Geschwister ? Was insonderheit dir, mein lieber, teurer Bruder, dessen Freude und Stolz hier dahingestreckt liegt in jähem Tode? Ich will euch nichts sagen und kann euch nichts sagen von menschlichem Tröste; denn alles, was ich sagen würde, erscheint mir unter all den entsetzlichen Einzelheiten dieses schrecklichen Trauerfalles viel eher als ein grausames Zerren an eurer Wunde, als ein Verbinden derselben. . . ."
Superintendent Gemmel schreibt zu dieser seiner Rede: „Ich hatte die Empfindung, recht scharf gesprochen zu haben und war eines vielleicht erzürnten Widerspruches gewärtig. Statt dessen habe ich aus allen Kreisen, auch von höheren Offizieren, deren einer besonders sogleich nach der Beendigung der Feier zu mir kam, die lauteste Anerkennung gefunden. Es ist mir das Persönliche dabei gleichgiltig, es hätte mich auch das Gegenteil kalt gelassen, höchst erfreulich aber ist mir dies alles als ein schlagender Beweis, daß das Duell in unserem Volke auch im Offizierstande keinen Boden mehr hat, vielmehr ein einziger Schrei der Entrüstung bei jedem einzelnen Falle dawider laut wird."
Gerichtssaal.
Tilsit, 14. Nov- Wegen Empörun g und Aufreizung hatte sich vor dem hiesigen Kriegsgericht Unteroffizier Reuter von der 2. Eskadron des hiesigen Dragoner-Regiments zu verantworten. Im Manöverquartier zu Poppelsdorf gebot ein Wachtmeister den beim Gerstensaft fröhliche Lieder singenden Unteroffizieren Einhalt. Diesen Befehl befolgte Reuter nicht und machte noch entgegnende Bemerkungen. Der Gerichtshof erkannte auf ein Jahr Gefängnis, während der Staatsanwalt sieben Jahre beantragte.
altern lassen. Wer die Blätter der soeben erschienenen ersten Lieferung der neuen Ausgabe betrachtet, dem mag der Gedanke an den aus der Asche emporgestiegenen Phönix kommen. Jugendfrische Schönheit, deren Reiz durch, die Fortschritte der Technik gegen die früheren Ausgaben noch ganz erheblich gesteigert ist, meisterliche Darstellung, gründlichste Ausnutzung aller nur irgenb erreichbaren Quellen, sorgsamste Berücksichtigung der Ansprüche der Wissenschaft und der Interessen des praktischen Lebens, trotz der reichen Fülle einzigartige Klarheit und Lesbarkeit — alle diese Eigenschaften zusammengenommen, sie drücken der neuen Lieferungsausgabe von Stielers Handatlas den Stempel auf. Der durch die Technik ermöglichte billige Preis befähigt den „Großen Stieler", von seiner bisherigen kostspieligen Höhe herabzusteigen und sich an die weitesten Kreise zu wenden. Die beiden Blätter, welche die erste Lieferung bilden: Ostalpen und China verkörpern die gerühmten Vorzüge in überzeugender Weise; sie werden den strengsten Ansprüchen gerecht und lassen von der neuen Stieler-Aus- gabe das denkbar beste erhoffen.
Ein sehr verdienstvolles buchhändlerisches Unternehmen des Verlages von Fischer und Franke in Berlin, „Jungbrunnen" betitelt, ist des lebhaften Interesses weitester Kreise wert. Es ist in erster Linie bestimmt, -den goldenen Schatz unserer schönen deutschen Volksmärchen, Erzählungen und Lieder in silberner Schale zu reichen. Uns liegen drei Bändchen dieser außerordentlich wertvollen Sammlung vor, und wir möchten nachdrücklich die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die künstlerischen Veröffentlichungen des Verlags von Fischer und Franke lenken, der in idealer Auffassung des buchhandlerischen Berufs dem deutschen Volke die Schätze seiner Volkslitteratur in künstlerischer Gewandung zu einem Preise bietet, der auch dem minder Bemittelten es erlaubt, sich eine ebenso inhaltlich gediegene wie äußerlich! vornehme .Hausbücherei nach und nach anzusammeln. Der echte vaterländische Geist, der im „Jugendbrunnen" wie im „Th euer dank", einer meisterhaften „zwanglosen Bilder
folge lebender Künstler" vom Range Hans v. Volkmanns (Preis im Jahresabonnement 1.50 pro Heft, Einzelheft 2—2.50 Mk.), lebt und wirkt, sollte nicht vergebens sich an den Thüren von Deutschen anbieten; es wird überall da nicht der Fall sein, wo man noch ein deutsches Empfinden sich bewahrt hat, wo man Schlichtheit, Gedankentiefe, kraftvolle Form und naiven Humor zu schätzen weiß. Ueber- sättigt von dem vielen Bizarren und Problemhaften in Litte- ratur und Malerei wird man die Hefte der „Theuerdank" genießen als kräftigende Kost und wohlig aus dem „Jungbrunnen" steigen. Sind uns auch die Märlein und Geschichten alle bekannt, viele klingen doch an das Ohr der Erwachsenen wie ein fremder Ton; lauscht man ihm aber nur eine kurze Zeit, so wird auch dem verwöhnten modernen Ohre das einfache alte Lied wieder vertraut und lieb. Und sollten auch die Erwachsenen selbst nicht mehr den langen Weg in das Herz ihrer Jugend machen wollen oder können, unserer Heranwachsenden Jugend sollte aber dieser „Schatz- behälter deutscher Kunst und Dichtung", wie ihn die Verlagsbuchhandlung mit Recht nennt, nicht vorenthalten werden. Wir wüßten keine bessere Lektüre für sie als diese schalkhaften und dabei philosophierenden Geschichten voll himmelstürmender Phantasie, Drang nach Abenteuern und Lust zum Treinschlagen. Alt und jung wird aber seine Freude haben an den träftigen, charakteristischen Holzschnitten, womit unsere besten BUchschmücker die Bändchen ausstatten. Einer der bedeutendsten von ihnen ist Franz Stassen. Seine künstlerische Hand hat das alte Volksbuch vom „Fortunat und seinen Söhnen" mit einem ebenso reichen als kostbaren Bildschmucke ausgestattet. Zu einem zweiten Bändchen: „Marien kind und andere Märchen der Gebrüder Grimm" hat F. Mueller-Münster anmutige, traute Zeichnungen geliefert. Ein drittes Bändchen endlich bringt „Die Jahreszeiten in Liedern" mit Bildern von Horst-Schulze. Die Lieder sind sehr geschmackvoll zu- sammengesucht, unter den Bildern sind die meisten recht schon und stimmungsvoll. Jedes Bändchen kostet im Abonnement 1 Mk., einzeln 1.25—1.50 Mk.
Nr. »71
Viertes Blatt.
151. Jahrgang
Sonntag 17. November 1901
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Die Eichener Familien, blätter werden demAn- »etger im Wechsel mit bem ^Hess. Landwirt" und den ^Blättern für hessische Volkskunde" dermal wöchentlich beigelegt.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schul st ratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
Frrnsprechanschluß Nr.51.
Mteratur.
Waldmeisters Brautfahrt. Ein Rhein-, Wein- imd Wandermärchen. Von Otto Roquette. Miniatur- äusgabe. Fünfnndsiebzigste Auflage. Preis elegant gebunden mit Goldschnitt 3 Mark. Stuttgart, Verlag der I. G. üotta'schen Buchhandlung Nachfolger G. m. b. H. — Diesem schönen Sang, an dessen Duft und Schmelz sich nun schon Generationen erfreut haben, ist in diesem Jahre das fünfzig- jlihrige Jubiläum beschieden. Die erste Auflage des Buches «cschien im Jahre 1851 im Verlage der Cotta'schen Buchf- handlung, und noch immer strömt aus dieser Dichtung die üte erfrischende Kraft, noch immer üben oie lieben, irecki- schen Klänge ihren alten Zauber von Jugendlust und Wanderfreude. So ist denn fünfzig Jahre lang Auflage uni Auflage gefolgt, und soeben ist die fünfundsiebzigste nötig geworden. Das Buch ist, die Zeiten mögen sein luie sie wollen, stets willkommen, und der vor fünf Jahren Heimgegangene liebenswürdige Dichter, der bekanntlich als Professor der deutschen Litteratur an der technischen Hochf- schule zu Darmstadt bis zu seinem Tode wirkte, bleibt unvergessen.
Neue, neunte Lieferungs-Ausgabe von Ltielers Hand-Atlas, 100 Karten in Kupferstich, herausgegeben von Justus Perthes' Geographischer Anstalt in Gotha. (Erscheint in 50 Lieferungen, jede mit 2 Karten, iU je 60 Pfg.) 1. Lieferung: Nr. 15, Ostalpen in 1:925 000, WA C. Scherrer und H. Habenicht; Nr. 64, China in 1-7 500000, von C. Barich. — Fast auf allen Gebieten der Wissenschaft giebt es Werke, deren Name allein ein Programm bedeutet: der „Große Stieler" ist em solches. Seck nahezu hundert Jahren steht er unbestritten an der Spitze alber Handatlanten der Welt, dank )einer wissenschaftlichen (.Ländlichkeit, seiner Zuverlässigkeit, seiner praktischen Be- arLeitung und der plastischen Schönheit ferner Kartenbckder. Die Zahl der Jahre hat dieses anerkannte Meisterwerk kartographischer Kunst und geographischer Wissenschaft nicht
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Das Justerburger Duell.
Immer neue Variationen über die Vorgeschichte des Duells, dem der Leutnant Blaskowitz zum Opfer gefallen ist, werben bekannt. Wir gaben erst in unserer Nr. 269 eine Darstellung wieder. Dabei erlaubte sich wieder einmal der Druckfehlerkobold einen schlechten Scherz. Wir hatten geschrieben: „Es liegt auf der Hand, daß diese Feststellungen ebenso wenig wie die von uns gestern miedergegebene Darstellung genügen." Das sehr wichtige Törtchen „wenig" aber hatte jener böse Kobold im Setzer- kalten stecken gelassen! Wenn wir im folgenden noch eine Variante bringen, dann thun wir das nur zum Beweise dafür, daß trotz diesenr und jenem immer noch nichts dazu angethan ist, die Unbegreiflichkeit des ehrenrätlichen Ent- scheides aus der Welt zu schaffen. — Die neue Darstellung tautet:
Am Mittwoch, 30. Oktober, hat Leutnant Blaskowitz ferne sogenannte Junggesellen-Abschiedsbowle im Offizierin fino gegeben, und ist dann mit Herren vom Zivil noch in ein anderes Hotel gegangen, von wo aus er allein oen Heimweg in seine Wohnung — und zwar seine von ihm schon bewohnte Familienwohnung — angetreten hat. Unterwegs trafen ihn die Leutnants Hildebrandt und Rasmussen, und wollten den augenscheinlich Angetrunkenen nach Hause bringen. Da er sich aber dies nicht gefallen tojjen wollte, gingen sie Wecker, und erst, als Blaskowitz iiicht nachkam, kehrten sie noch einmal zu ihm zurück und fanden ihn nun in hockender Stellung auf der Straße. »te nahmen ihn jetzt trotz seines Widerstrebens mit sich iah zwar in seine in der Nähe liegende Junggesellen- iwhnung. Er wollte aber in die andere und versuchte sich seinen Kameraden, die ihn in jener festhalten und M Bett bringen wollten, mit Gewalt zu entziehen. Da verwies Leutnant Hildebrandt ihn zur Ruhe mit der Äeußerung . . . „Du bist ga besoffen wie ein „Schwein"!" Älaskowitz sprang sofort auf und gab Hildebrandt eine Ohrfeige, und ebenso auch dem Leutnant Rasmussen, der, empört über diesen Vorfall, dem Leutnant Hildebrandt Ivohl auch mck einer beleioigenden Aeußerung zu Hilfe kommen wollte. Dann trennten sich die drei, wobei Leutnant Hildebrandt geäußert haben soll, er wolle die Sache für beigelegt halten, wenn Blaskowitz ihm am nächsten Morgen ab bitt en würde.
Dies geschah aber nicht; sondern Blaskowitz stieg Donnerstag, 31. Oktober, vormittags 11 Uhr zu seinem Later, einem Geistlichen meiner Diöcese, ins Coupee, um mit ihm nach Deutsch-Eylan zur Hochzeit zu reisen. Von diesem gefragt, woher er seinen „Kater" habe und wo er am Abend vorher gewesen fei, sagte er, er wisse sich auf die letzten Vorgänge nicht mehr zu besinnen, nur sei ihm so, als üb er mit zwei Artilleristen zusammen gewesen (ei. Kaum in Deutsch-Eylau angenommen, empfing er eine Depesche vom Regiment mit dem Befehl, mit dem nächsten Zuge nach Insterburg zurückzukehren. Auch jetzt noch wußte Blaskowitz anscheinend nicht, um was es sich handeln sollte, sondern fragte den Adjutanten danach, in der Meinung, es handle sich um eine andere dienstliche Angelegen Heck, von deren Erledigung er — weil beurlaubt — frei zu fein glaubte. Nach einem aufklärenden Telegramm, das ihm mckteilte, es handle sich um eine persönliche Angelegenheit, kehrte er dann noch am Donnerstag nach Insterburg zurück.
Am Freitag, 1. d- M, sollte der Polterabend statt- sinden. Vormittags erhielt der Vater Blaskowitz' in Dt.-Eylau auf seine telegraphische Anfrage, wann sein Lohn bestimmt zurückkommen werde, die Antwort, er könne
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MVZ
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