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17.1.1901 Erstes Blatt
 
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sich qm nicht betreten, denn es wird ohne Motiv bei der

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die Lehren des Christentums bis zum äußersten festhalten, vom Offiziersstande ausgeschlossen. Durch diesen Aus­schluß kann die Armee und namentlich das Reserveoffizier- korvs selbst geschädigt werden. Ein solcher Standpunkt kann nicht derjenige der Militärbehörde sein. Zahlreiche Mit­glieder solcher studentischen Korporationen, die das Duell verwerfen, sind ja thatsächlich Reserveoffiziere. Tie Frage nach dem Duellstandpunkt war also überhaupt auszuscheiden. Eine, erfreuliche Seite zeigt der Vorgang indes:* das Verhalten der betroffenen jungen Männer. Als qualizifierte Soldaten haben sie sich zur Offizierwahl ge­meldet, aber sie haben einen noch höheren Mut bewiesen, den Mut der christlichen Ueberzeugung. (Lebhafter Beifall.) Sie haben sich würdig erwiesen ihrer Eltern, sie werden für alle, die in ähnliche Lagen kommen werden, ein leuchten-

haben.Deutsche Chansons!" Das Ohr will sich- nicht i recht an die fremde oder ungewohnte Verbindung ge- rvöhnen. Aber einen vollgiltigen Ersatz vermag unsere : Sprache nicht zu bieten. Denn der UntertitelBrettl- Lieder" ist nur ein Notbehelf, kein gleichwertiger Begriff. Tie Gattung hat uns bisher gefehlt, und darum mußten wir auch den fremdländischen Warnen importieren. Anderer­seits haben wir ja den Franzosen unser WortLied" über­lassen, so daß wir mit dem internationalen Tausch zufrieden sein können.

Im Gegensatz zu denBrettern, die die Welt bedeuten", spricht man in Süddeutschland vom Brettl, das nach dem Ausspruch eines Witzboldes die Halbwelt bedeutet, und bezeichnet damit neben der Kunst die Variete-Kunst, ein Bastardkind Apolls. Aber gerade dieser lockere Sprößling erfreut sich der Gunst der Menge. So sehr man auch über ihn zetern mag, er ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen, ja, er wird seinem Stiefbruder, dem Theater, ein immer gefährlicherer Nebenbuhler und hat ihn in England schon aus dem Sattel gehoben. Nun soll dieses ungezügelte Straßenkind salonfähig gemacht, für den litterarischen Salon wenigstens herangebildet werden. Ernst von Wolzogen, der Verfasser mehrerer ausgezeichneter humoristischer Ro­mane, zweifellos einer der witzigsten Köpfe, die wir augen­blicklich besitzen, hat sich die Aufgabe gestellt, diesen Um­wandlungsprozeß vorzunehmen. Tie Idee stammt keines­wegs von ihm. Der dänische Dichter Holger Drachmann hat den Gedanken in ihm angeregt, wie er neulich in einem Vortrag, den er über sein Unternehmen hielt, bekannte. Tann haben ihn Bierbaum in seinem RomanStilpe" und der Wiener Jacob Wassermann in derGeschichte der jungen Renate Fuchs" aufgegriffen und ausgeführt. Als praktisches Vorbild konnten ihnen allen die sogenannten Cabarets in Paris auf dem Montmartre gelten. Ein der­artiges Tingeltangel, die Roulotte (fo genannt nach dem Karren, mit dem sie herumziehen), hat sich vor zwei Jahren bei uns produziert und reichen Beifall geerntet. Warum

hoffe von den Verbandlungen eine aufklärende Wirkung. Die Duellgegner sind im Kriege ebenso tapfer gewesen, als die Duellanhänger. Es müsse Klarheit in dieser Frage ge­schaffen werden im Sinne des Gesetzes und der christlichen

Moral.

Abg. Dr. v. Levetzow (kons.) giebt zu, daß das 23e> fahren im Kölner Fall tadelnswert und unzulässig wa^. Es sei aber doch auch Remedur erfolgt. Gewissen Tradi-

die grundsätzliche Duellfrage gehe er nach den früheren Reichstagsbeschlüssen nicht ein.

Abg. v. V o l l m a r (Soz.) bezeichnet es als einen Widers sinn, daß die Nichtachtung des Gesetzes beim Duell förmlich für die im Staatsdienst Stehenden zur Pflicht gemacht wird und verurteilt jede Art von Duell, für das auch keine ehren­gerichtliche Ausnahme gemacht werden dürfe. Hier kommt ferner der grundsätzliche Standpunkt in Betracht, daß a l 1 e Staatsstellen jedem dazu Geeigneten offen stehen müssen, ohne Rücksicht auf religiöse, auf wirtschaftliche und politische Unterschiede. Also darf man auch Sozialdemokraten nicht zurückweisen. Die gegenwärtigen Ordnungen des Duel^ wesens seien unzureichend, da im kaiserlichen Erlasse bap Duell nicht grundsätzlich verworfen werde.

Abg. v. Kardorff (Reichspartei) bedauert auch den

sein scheint:

Ich sing auch Deutsch, wenn's d'es verlanget. Denn mein Französisch g'langt nur oh jeh!

Zum Hausgebrauch fürs Variete?"

In dem dritten dieser Gedichte hat Wolzogen tragische Töne angeschlagen oder vielmehr die Ausgelassenheit durch einen schrillen tragischen Schluss beendet:

.Bald ein End hat alle Not

Frühling wird's dann kommt der Tod."

Ten grimmsten Humor nennt Frank Wedekind sein

lassen eine Beschwerde nicht begründen. Gewundert habe ich mich über die kühle A r t, mit der der K r i e g s m i n i st e r

die Bohnfrachen erheblich höher stellen als die Schiffsfrachten, so müsse eben durch entsprechende Tarifmaßregeln ein Aus- gleich geschaffen werbe«. lüed in Allem erscheinen solche Elsenbahntinie* rentabler als die SanLie. In der Begrün düng zur Giamtvoilage w<rbc ausdrücklich anerkannt, daß die Eisenbahn«« anfavz« infolge der Konkurrenz oer neuen WasseroerkehrSstrsße« eine starke Einbuße erleiden würden. Diese Einbuße ad« soi fir eine Reihe von Jahren, vielleicht dauernd sogar, z« de« rn«b 10 Millionen jährlich Zinsen unb Unterhaltungskosten für die Kanäle hinzu zurechnen.

Wir haben in Vorstehendem im Wesentlichen die Aeuße rangen wiedergegeben, die uns von beachtenswerter und an gesehener Seite zu Teil geworden sind. Sehnliche Urteilt hört man übrigens auch von Zentrumsabgeordneten. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß diesmal bei der Behänd lung bet Vorlage Zentrum und Rechte enge Fühlung halten werd n.

nicht ganzüberbrettlreif" befunden wurde. Dafür wird München demnächst mit denelf Scharfrichtern" an die Öffentlichkeit treten; und in Berlin ist Herr v. Wolzogen gerade dabei, seinb u n't e s T h e a t e r" (keine sehr schlag­kräftige Bezeichnung!) einzurichten.

Was diese Kunstvarietes im einzelnen bieten werden, davon kann hier nicht die Rede sein. Schließlich kann jede Nummer des Spezialitätentheaters geadelt werden. Aber am ärgsten ist es doch mit den Liedertexten bestellt, die dort die Chansonette und der Komiker zum Gaudium des Haufens zum Besten geben. Diesem Uebelstand suchen zehn deutsche Dichter zu begegnen, indem sie litterarischeBau­beiträge" herzutragen. Es ist also eine Spezialität der Lyrik, die hier bewußt gepflegt wird, immer mit dem Ge­danken, daß diese Brettllieder auch wirklich zum Vortrag gelangen und nicht nur wie das rein lyrische Gedicht, etwa eines Goethe, Storm, Mörike, den stillen Leser ergötzen. Bekanntlich ist es in den Pariser Künstlerkneipen Sitte, daß der Dichter selbst auf das Podium hinaufsteigt und seine eigene Schöpfung vorträgt. Tas. Beispiel soll nach­geahmt werden. Mer die Zukunft hat zweierlei zu er­weisen: erstens ob sich die Dichter als Vortragskünstler bewähren (wer bedenkt, wie sehr die Vortragskunst bei uns vernachlässigt wird, hat allen Grund, daran zu zweifeln) und zweitens, ob die Gedichte ihre Wirkungsfähigkeit vor einem gemischten Publikum bestehen.

Unbedingt am besten hat Ernst von Wolzogen seine Aus­gabe gelöst. Er steuert nur drei Gedichte bei, aber was ind echte Chansons. Zwei davon,A fescher Domino" und Madame Adele" sind aus dem Simplicissimus bekannt. Eine nnbändige Lustigkeit erfüllt sie. Dem einen giebt der Münchener Dialekt, dem andern der französische Jargon das spezifische Gepräge. Die Diva Madame Adele hebt mit gallischem Uebermut an:Je suis Adele, la reine blonde On ne connait, messieurs, parbleu!" um gleich darauf ihr geliebtes Deutsch votzubringen, das ihr doch vertreten zu

Kölner Fall. , . ,, . .

Abg. Dr. Müller-Sagan (freist Volksp.) wirft die

sollten wir den Franzosen nachstchen? Mit einem Male regte es sich, und gleich drei Städte wurden als Vororte des litterarischenVariete genannt. Ursprünglich war Darmstadt ausersehen, wo wie Otto Julius Bierbaum mit feiner Verbeugung sagt der zielbewußteste Kunstmäcen unserer Zeit, der deutsche Fürst, der wie kein anderer unsere Kunst und ihre Ziele ver­steht, regiert. Inzwischen hat man jedoch Darmstadt wieder falleii lassen, vielleicht weil die hessische Residenzstadt noch

eigen. Nur fehlt seinen Liedern die Sangbarkeit, und es ist nicht recht einzusehen, wie diese Gedichte vorgetragen wirken sollen. Von einer neuen Gattung der Lyrik kann man bei Fränk Wedekinds Beiträgen unmöglich sprechen. Auch Otto Julius Bierbaum hat formell nichts neues zu chaffen vermocht. Abgesehen von der häufigeren Anwend­ung tonmalender Silben wüßte ich nichts, was diese Ge­dichte irgendwie auszeichnet. Sie sind nicht im Hinblick aus Pariser Muster geschaffen, sondern gewiß Eingebungen glücklicher Augenblicke ohne alle Hintergedanken, z. B. die entzückenden Jeanette-Lieder:

Was ist mein Schatz? Eine Plättmamsell.

Wo wohnt sie? Unten am Gries.

Wo die Isar rauscht, wo die Brücke steht, Wo die Wiese von flatternden Hemden weht: Da liegt mein Paradies".

lieber die Kunst eines Richard Dehrn el und Detlev v. Liliencron braucht nichts gesagt zu werden. Aus ihrer reichen Lyrik hat man einige brauchbare Nummern zusammengestellt, die zeigen, daß man in Deutschland, auch schon ehe der Gedanke an Kunstvarietes existierte, derartige kleine Nettigkeiten" schuf. Unter Liliencrons Gedichten findet sich das- sprühendeDie Musik kommt", das der verstorbene Jacobowski mit Fug und Recht in seine Samm­lung fürs Volk ausgenommen hat. Gustav Fal ke und Arno Holz bedürfen ebenfalls nicht der Empfehlung. Mit diesen Rittern der Lyrik zusammen sprengen drei Knappen in die Schranken, von denen Ludwig Finckh noch den günstigsten Eindruck hinterläßt. Die beiden Herausgeber derInsel", die jugendlichen Herren Alfred Walter Hey- m e l" und Rudolf Alexander Schröder, quälen sich mit allerhand Larifari ab, womit sie den Leser noch mehr quäle«. Etwa Heymel'sKater" ist doch kaum mehr als Gestammel, undEislauf" ist so banal wie möglich. Mit einigem for­mellen Schnickschnack täuscht man nicht über die Hohlheit

des Inhalts hinweg.

Mer als Ganzes macht die Sammlung deutscher Cham sons einen höchst vortrefflichen Eindruck. Ob sich davon das Programm eines Kunstvarietes bestreiten läßt, wird die Zukunft lehren. Auch der Leser, der gar nichts vonan­gewandter Lyrik" weiß und zu wissen braucht, kann an diesen Gaben seine Freude haben. Der billige Preis von einer Mark (auch die Porträts von zehn deutschen Dichtem sind beigegeben möge dem Bändchen eine weite Verbreitung verschaffen. kh-

>es Vorbild lein Und das Bewußtsein dessen mag ihnen | den Offizier der Reserve au f d e r V i s i t e n k a r t e b"bSffi Difani UnbÜI febL bie fiefaI,Ien blVd)'^DfY^r^I^lbet/biren

6 SrieShdfto v Goßler teilt in Beantwortung ber fragt, wie er sich zum Duell stelle. (Hort, W ®er Interpellation mit, baß bie zustänbigen Militärbehörden schwerbeweg, auf den der »riegsmnnster verwiesen^ lagt des Generalkommandos des 8. Armeekorps die Beschwerde sr^ -..... --

für begründet erachten und auf Entfernung aller auf Offizierswahl abgestrmmst und auch psV^ogifche Gmrn^ die Befragung bezüglichen Aktenstücke aus den Akten er- lasten. eine J8ef$tD'erbe! m$t begründen.

kannten Es sei selbstverständlich, daß auch beim Wah l - mich über die k u h l e Ar t, Mit der der Kr ie g s i s äkt die ftraae nach dem Duellstandpunkte nicht gestellt die Frage behandelt hat. (L>ehr richtig? un 3entruTn.) ^ch werden dürfe^ da sich ja die Aspiranten ohne weiteres'-»- V^bandlunaen eine autflarenbe Wirkung,

der Verordnung über die Ehrengerichte unterwerfen. D ie Bestimmungen darüber seien klar und wenn dagegen ver­stoßen werde, gäbe es Mittel und Wege, sie zur Geltung zu bringen, wie es auch im vorgebrachten Falle die Minder­heit der Offiziere das Mittel der Beschwerde hätte. Es liegt also keine Veranlassung vor, weitereMaß -

befürworten!" Was^d?/Ärhalten" des ^BeMskommandos I Honen bes^ Offizier^orps müsse man Hagem Auf

betrifft, so wird die Sache im ordentlichen Instanzenwege ^upHtrnn? ne he ei nach den trüberen

aufgeklärt werden. (Unruhe im Zentrum und Bewegung.)

Abg. Büsing (natl.): Meine Partei verurteilt es ganz entschieden, wenn ein solches Jnquisitorium stattgesunden hat. Mit der Erklärung des Kriegsministers kann ich die Sache n i ch t als e r l e b i g t ansehen (Lebhafte Zustimmung), denn er hat keine Zusicherung abgegeben, daß dergleichen Fälle nicht wieder vorkommen sollen und daß man das von oben her einschärfen wird. Andererseits weih ich aller­dings nicht, wie man uns noch weitere Garantien geben soll^ als den allerhöchsten Befehl, der solche Jnquisitorien verbietet. Wir können nur hoffen, daß der allerhöchste Be- ehl in Zukunft bessere Nachachtung finden möge als bisher. (Lachen.) In der prinzipiellen Duellfrage stehen meine Freunde auf dem Standpunkte der Resolution von 1896, die entschiedenste Bekämpfung des Duellwesens forderte. Der z n M q e^? e tret en e n^B ef e h P ber h Ä st en ^Stelle" bem Miell des I Frage auf, warum überhaupt eine Offizierswahl notwenbig Offizierskorps entgegenzutreten, verspreche er sich von einer ist unb erwähnt den Fall der

nochmaligen prinzipiellen Erörterung der Duellfrage keinen Bürgermeisters m Kreuznach für die eine frühere xuell- nrottiffhen Eriola weiter I ablehnung die mittelbare Ursache war

Aha Dr. Pachnicke (frs. Vgg.): Der vorgetragene Fall Abg. Tr. Lieber (Zentr.) äußert sein Bedauern, daß liegt schwer genug, um eine Interpellation zu rechtfertigen, man vom Regierungstisch aus a1 eine°^?bcr' Es handelt sich um bestrafte Gesetzestreue, um erzwungene unzureichend geantwortet habe. liege doch eine T.ider- Gesetzwidrigkeit. Die Armee ist der Sitz des Uebels; was m setzlichkeit gegen einen höchsten ^hl, eine Rebel ion der Armee verherrscht, wird anderswo, bei den Stu- vor. Ter Kriegsniinister habe s ch öwar ^ttla'tet aber deuten usw, n a ch g e a h m t. (Widerspruch rechts.) Der damit andere hohen Stellen belastet. Berechtigt sei auch kaiserliche Duellerlaß reiche nicht aus, man müsse schärfer die Frage, ob die Ofstzierswahl. nicht durch Ha»> zugreifen. Die Duellstrafe sei zu gering und werde in der habung zu einem unertrglichen Privilegium des Dffiuert Ausführung kaum als solche empfunden. Dazu kommen standes geworden sei. ^cr Duellunfug m ben ~fft die bäufiaen Duellbegnadigungen- Das Duell zierkorps werde -gerade von den s^."h e^.e n Korp_- wirkt ungünstig auf dasRechtsempfinden d e S st n d e n t e n gepflegt. Einen Unterschied

Volkes. Es ist eine durchaus undeutsche Unsitte, ge- kicher und Offiziersehre werde er nicht anerkennen. s kommen aus Frankreich und Spanien; so undeutsch, daß noch ist ein unläßlicher Widerspruch wenn

das allgemeine Landrecht in Preußen die Strafe des Ver- liche. Religion und Gesetzlichkeit betont, uud underers^ts Instes des Adels daraus setzte. Das Duell ist immer unt) tnejemgen glimpflich behandelt, ^lche Religion und ausnahmslos zu verwerfen.Schießt der Ehebrecher den setzlichkeit mit Fußen treten. (Beifall ^^rum.) beleidigten Ehemann im Duell nieder, was fehlt da noch Kriegsminister v. G o ß l e r: bin in der glücklichen

an Mord?" hat ein berühmter Rechtslehrer gefragt. Geht Lage, in vielen Fragen nut dem Vorredner einberftanben man der Unsitte in der Armee zu Leibe, so wird sie auch zu sein. Ein großer Teil feiner Ausführungen, namenr- in deü übrigen Kreisen der Bevölkerung schwinden. (Beifall Iiich in Bezug aus das Universita tSle ben, begegnet!

, meiner vollen Sympathie, ich erkenne auch durchaus an,

'Abg. Dr. Bache in (Ztr.): Wir haben den Weg der daß sehr viele Uebelstände im

Interpellation nur gewählt, weil es sich um eine ganz ver- können and namentlich bei der^Wahl zu Tage treten aus breitete Erscheinung handelt. Erst nachdem sich alle übrigen Differenzen, die von der Univerlitat stammem Wir haben Versuche der Abhilfe als fruchtlos erwiesen haben, auch die kein Jnteresfe daran^.derartige Gegensätze, )ne >rch n, oen Wege, die wir auf den Rat des Kriegsministers gegangen Studienjahren herausgebildet haben, auf bie.Ofnzcerkorps -iittb, wenben wir uns an ben Reichstag unb an bas ganze übertragen zu sehen. Es wäre .d?ugenb erwünscht, buie deutsche Reich. Es ist auch eine Flucht in bie Oeffentlich'- Zustände zu bessern resp. zu beseitigen. Was ich aber nid}t feit. Diejenigen, die auf dem Boden des Gesetzes stehen, verstanden habe, ist der Vorwurf des Vorredners, ich deckte werden vom Offiziersstande ausgeschlossen. Wir wollen aber mich persönlich und belaste die höchste Kommandogewalt, dem Könige und dem Vaterlande nicht nur als Unteroffiziere, Tas wäre der diametralste Gegensatz von dem, was ich sondern auch als Offiziere dienen. Das ist uns Ehrensache, beabsichtigt habe und erstrebe, ^ch darf nicht der !höchsten Herzenssache und Pflicht, nicht etwa treibt uns die Eitelkeit,, Kommandogewalt vorgreifen, ich konnte nicht Erklärungen

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Abg. Möller (nl.) Ichen Handelsverträge" -und ganz obseltiv gehd habe nur die sachlicher habe Tiaten erhalten, t (6000 Mark) seien aus beirafy aus Handel un inan die Kosten trug, iozialpolitischen Progra,

Deutscher Reichstag.

Berlin, 15. Januar.

Auf ber Tagesordnung steht zunächst die Tuell- Jnterpellation des Zentrums über die Befrag­ung von Offizier-Aspiranten über ihre Stellung zum Duell. Der Kriegs Minister erklärt sich zur Be­antwortung bereit.

Abg. T r i m b o r n begründet die Interpellation unter Erwähnung der bekannten Kölner Vorgänge, wo mehrere Aspiranten über ihre Stellung zum Duell befragt wurden und einer zu einer schriftlichen Erklärung aufgefordert wurde. Tie Aspiranten fielen bann bei ber Offizierswahl durch. Niemand zweifelt, daß beim Wahlakt die vorhergegangene Befragung besprochen worden sei. Gegen die Betreffenden lag sonst nichts vor, sodaß nur der T ue l l st a n d p u n k t für die Entscheidung maßgebend gewesen sein kann. Bei dem Wahlverfahren wurde gegen die früheren Erklärungen des Kriegsministers verstoßen, daß Fraget über die Stell­ung zum Duell nicht gestellt werden dürfen, womit auch ausdrückliche Befehle des obersten Kriegsherrn verletzt wer­den. Von Anfang an sei so gehandelt worden, als ob königliche Befehle . des allerhöchsten Kriegsherrn nie existierten. Jedenfalls war es geboten, daß der Vorsitzende des Ehrenrats, der sich durch seine Anzeige persönlich bloßgestellt hatte, der Wahlhandlung fernblieb. (Sehr richtig! im Zentrum.) Wenn die Akten auf Brigadebefeh' verschwinden mußten, dann mußten auch die Ergebnisse dieses Jnquisitvriums verschwinden. Sie sind aber augen­scheinlich zur Sprache gebracht worden, und zwar von dem Bezirkskommanbeur, der offenbar in der ganzen Ange­legenheit nicht auf ber Höhe feiner Aufgabe geftanben hat. Ter Königliche Befehl ist seinem Buchstaben unb seinem Geiste nach verletzt worben. Das besonbers Charakteristische der Vorgänge ist die Auffassung, daß nur der prinzi­pielle Anhänger des Duells Reserveoffizier werden kann. Damit werden alle die Kreise, welche