Ausgabe 
14.11.1901 Erstes Blatt
 
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Für diesen wollen wir bei der Wahl eintreten.

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viele Wähler

Zur Stadtverordneten-Wahl!

Aus verschiedenen Kreisen unserer Bürgerschaft ist der Wunsch laut geworden, eine Persönlichkeit auf dem Stadt- verordneten-Wahlzettel zu finden, welche einen selbstständigen Beruf hat, auch selbstständig denkt und, wenn es notwendig erscheint, thätig und selbstlos eingreift. Diese dabei vollständig unabhängige und erprobte Persönlichkeit ist unser Mitbürger Hm OltsstliiitsmiW uni) FckMmmm Karl Steinberger.

Arbeiter! Bürger! Die Kandidaten der sozialdemokratischen Partei sind:

x sozraloemorranjchen Partei find:

Adam Volz, Schneider.

Heinrich Baum, Aaser.

Wähler!

Georg Beckmann, Kontrolleur. Heinrich Fourier, Geschäftsführer. Michael Kessler, Buchdrucker. Carl Orbig, Stadtverordneter.

Chr. Petersen, Schneider.

Ferner enthält unser Stimmzettel die Namen folgender Herren:

Hermann Elle, Werksührer.

Lonis Flett, Stadtverordneter. Professor Dr.Gaflky, Stadtverordneter.

Karl Jann, Reallehrer.

ImIMmMetemM!

Memme WlkmchMlillig

Heute Mittwoch den 13. November, »b«mds sv2 w, im Saute des Lonys Bierkeller, Schanzeustratze.

Tagesordnung:

Die bevorstehenden SladlverordneLenwahten.

Referenten: Stadtverordnete E. Krumm und C. Orbig.

Wir ersuchen alle unsere Freunde, unsere Stimmzettel unverändert abzugeben. Wähler! Die Thätigkeit unserer bisher in der Gemeindevertretung thätigen Genossen, sowie der Charakter der von uns aufgestellten Kandidaten bietet uns Gewähr dafür, daß sie als Stadtverordnete stets die Interessen der Gesamtheit im Auge behalten werden. Niemals werden sie dulden, daß dem Kapitalismus uni) gewissen Cliquen Vorteile auf Kosten der Steuerzahler zugeführt werden.

Minderbemittelte und Besitzlose haben Anspruch aus mehr Vertreter im Stadtparlament als bisher! 04607

Darum gebe jeder zur Wahl und gebe den Zettel der sozialdemokratischen Partei ab!

Jeder Wahlberechtigte muß das 3. Ziel Gemeilrdesteuern fällig im August bezahlt haben. Wer das 3. Ziel erst nach dem 10. November bezahlt hat, muß den quittierten Steuer» äe«ei mubTtuac». Aas sozialdemokratische Wahtkomitee.

Die Wahlen zum Stadtvorstande stehen vor der Dhüre. Es liegt nun m Eurer Hand zu entscheiden, wer in den nächsten Jahren Eure Interessen im Stadtvorstande vertreten soll. Da gilt es vor allem Männer zu wählen, die jederzeit für das Wohl aller schaffenden Stände eintreten und die nicht blos Vertreter einer einseitigen Parteipolitik sind. Von der Ansicht ausgehend, daß nur ein ersprießliches Wirken für das Gesamtwohl der Stadt erzielt werden kann, wenn sämtliche Berufsstände ohne Unterschied der Partei im Stadt­vorstande vertreten sind, gestatten sich viele Wähler aus allen Teilen der Stadt nach stattgefundenem Meinungsaustausch Euch nachstehende Herren in Vorschlag zu bringen. Es sind dies:

Carl Brück, MImMckr.

Martin Dörr, SchlojsnMißer.

Louis Mett, Mlmorimt».

Professor Dr. Gaffky, Mioerorimter.

Friedrich Helfrich, Äntrotimrtcr.

Louis Huhn, Mtorrordirter.

Carl Jann, Stallefirtt.

Emil Heinrich Müller, Sifjmtitrnitinrr.

Carl Orbig, Mloem-urler.

Ludwig Pirr, Mrtzemeisser.

Emil Schmall, StaMntmiinttrr.

7$M Mehrere Bürger.

Bezirksverein

Nord-Ost.

In der gestrigen Generalversammlung wurden folgende Herren zur bevorstehenden Stadtverordnetenwahl bestimmt, die wir unseren Mitbürgern angelegentlichst empfehlen; Karl Brück, Stadtverordneter.

Martin Dorr, Schtoffcrmeister. Lottis Flett, Stadtverordneter. Pros. Dr. Gasfky, Stadtverordneter. Friedrich Helfrich, Stadlverordneter. Louis Huhn, Stadtverordneter. Karl Jann, Reatgymnafiattehrer.

Emil Heinrich Müller, Schreinermstr.

Carl Orbig, Stadtverordneter. Ludwig Pirr, Mchgermeistcr. Emil Schmall, Stadtverordneter. 7428 Der Vorstand.

Im MtomrimtenW schlagen wir unseren schlichten Bürgersmann, den iwa Kaufmann Carl Eichmann

Ederstratze 1

vor. Er ist der Mann, der die Interessen aller Kaufleute vertritt.

_____________________Mehrere Wähler des IlmM.

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von den billigsten bis zu den feinsten. 7333

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HeschäftsKröffnung.

Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgebung, sowie Freunden und Bekannten die ergebene Mitteilung, daß ich am 6. November

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ein zweites Geschäft eröffnet habe. In Schirmen und Stöcken, Weiss* wasche und Trikotagen, Handschuhen und Krawatten, Hosenträgern u, S. W. halte ich mich bestens empfohlen. Mein Geschäft

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führe ich unverändert fort.

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Hochachtungsvoll

S. Abraham.