«tif Grund der Verhandlungen und Beschlüsse deS Kongresses. Diese Denkschrift soll an dad Bureau der Bernec Konvention in Bern zur Wiedergabe in dessen Organ „2)roit b’eutcur*, sowie an dte R gie- rungen der Konoentionsstaaten und anbei er Staaten gesandt werden. Dte nationalen Vereine sollen Schritte thun, um die Zollpflichtigkeit von Büchern aufzuheben, bezw. zu verhindern. Der Kongreß spricht ferner verschiedene Wünsche auS zur Nnstrrbung gemeinsamer Normen für den internationalen Musikalienhundel, insbesondere im Hinblick aus den Ladenp.-eiS und das Rsbaltsystem. Der Kongreß wünscht, durch Landesgesetze und internationale Verträge den U> Heberrechtsschutz auszudehnen aus dte Inhaber des Vervielfätttgungsrrchts gegen die Fabrikanten auswechselbarer Cylinder, Blätter u. s. w., welche geschützte Musikwerke zur Verwendung auf mechanischen Musikinstrumenten wiedergebe«.
—. Im Berlage von Fontane & Co. in Berlin erscheint demnächst, wie uns aus Berlin mitgeteilt wird, „®bet Alurschütz", Roman von Alfred Bock. Der Verfasser ist, so schreibt die Verlagshandlung, der erste, der als echter Heimatkünstler, das hessische Volksleben in den Kreis seiner Darstellung gezogen hat, und er hat dieses Stoffgebiet, wie von der Kritik anerkannt wurde, mit Meisterschaft behandelt. Eine hervorragende Stelle in seinen Werken nimmt der vorliegende Roman ein, der ein überaus anschauliches Bild des dörflichen Lebens seiner Heimat giebt, aus dem heraus die Leldenschaftstragödie erwächst, die er erzählt. Die Liebe des alternden Flurschützen zu der Geliebten seines Sohnes ist mit psychologischer Feinheit erklärt und der tragische Kern, der in diesem Motiv liegt, mit dramatischer Kraft und unerbittlicher Konsequenz herausaearbeitet.
Krieskasten der Redaktion.
Anonymus. Wir haben uns über Ihren liebenswürdigen Brief sehr amüsiert. Er zeugt von außerordentlich nobler Gesinnung, die sich vor allem in dem mutigen Verschweigen Ihres werten Namens dokumentiert. Wir ersehen weiter aus ihm, daß Sie unser Blatt stets mit größter Aufmerksamkeit lesen, und namentlich daß „Schundzeug" so reges Interesse in Ihnen hervorruft. Unter dem Siegel strengster Verschwiegenheit teilen wir Ihnen mit, daß jene Nachricht der „Köln. Volksztg." entstammte, einem vorzüglich redigierten Blatte, von dem ja wohl selbst Sie wiffen werden, daß es das führende Zentrumsorgan Deutschlands ist. Ihre Bemerkungen über Kunst und Sittlichkeit zeugen von einer so niedrigen Stufe der Bildung, daß sie schlechterdings indiskutabel sind und jeder Einsichtsvolle Ihrer Konfession würde sich ihrer schämen. Werden jetzt gute Heppenheimer nicht erst recht nach Darmstadt pilgern?
Uebrigens beweisen Sie uns aufs schönste, daß wir auf dem rechten Wege sind. Nur ein Lob von Seiten eines Mannes Ihres Schlages wäre als schwerer Tadel ernsthaft zu nehmen.
Neueste Meldungen.
Berlin, 12. Juni. Zu Ehren des internationalen Preisrichterkollegiums für die Entwürfe zum Richard Wagner- Denkmal fand heute abend im Künstlerhause ein Festmahl statt. Von auswärtigen Künstlern waren anwesend Maison- München, Hellmer-Wien, Merciö-PariS und Vanderstappen Brüssel. Merciö toastete auf die Kunst und auf Deutschland, Vanderstappen auf die Berliner Kunst.
Berlin, 13. Juni. Der „Vorwärts" erklärt, daß auf dem bevorstehenden sozialdemokratischen Parteitag in Lübeck geschlossene Sitzungen nur zur Behandlung rein geschäftlicher Angelegenheiten, denen jeder politische Charakter fern liegt, in Aussicht genommen seien. — Als Mörder des in Posen am Sonntag am Eichwaldthore ermordeten Soldaten wurden zwei polnische Arbeiter verhaftet.
Heidelberg, 13. Juni. Ein 18jähriges Mädchen versuchte sich gestern au8 Liebeskummer das Leben zu nehmen. Im Zusammenhang damit steht der Selbstmordversuch eines ledigen 25jährigen Kaufmanns, der sich in selbstmörderischer Absicht zwei Revolverschüsse in die Brust beibrachte und außerdem sich die Pulsader zu öffnen versuchte. ES bestand, wie es heißt, zwischen Beiden ein Liebesverhältnis, daS die Angehörigen nicht dulden wollten. Das Mädchen ist noch nicht zum Bewußtsein gekommen.
Madrid, 12. Juni Gerüchtweise verlautet, der Finanz Minister beabsichtige, nach der Konvertierung der nicht ab« gestempelten Stücke der auswärtigen Schuld das Affidavit abzuschaffen, damit Spanier die abgestempelten auswärtigen Schuldtitres mit denselben Vergünstigungen besitzen können, wie die Inhaber dieser Titres im Auslande.
Refchitza, 12. Juni. Auf Grund einer Verfügung bei Handelsministers versprach der Oberverwalter die Einführung einer halbstündigen Mittagspause, womit die Forderung des Zehnstundentages seitens der Ausständigen erfüllt erscheint. Ueber den Zeitpunkt der Einführung der Pause schweben noch Differenzen. Die Blättermeldungen Über Unruhen und Verwundungen sind unbegründet.
Meteorologische Beobachtungen
Höchste Temperatur am 11.—12. Juni + 18.1° C.
Niedrigste „ , , , + 5.6° 0.
Juni
5?
der Station Gieften.
Wetter
12.
13.
13.
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733,4
733,1
+ 11,5
+ 11,2
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Telephonischer Kursbericht.
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81/t c/o Konsole . ... 9915
RO/c do .... 88.20
SVe °/j Hesse» .... 95.70
5 Italien. Rente . . . 96.60
4 9/c Griech. Monop.-Anl. 44.10
8 O/o Portugiesen . . . 25.80
8 °/o Mexikaner .... 26.20
41/l c/o Chinesen .... 82 50
Tendenz
Frankfurt, den 13. Juni.
Kreditaktien .... 211.50
Diskonto-Kommanc.it . . 179 00
Darmstädter Bank . . . 180.80
Dresdener Bank . . . 141.20
Berliner Handelsgeo. . .145 40
Oesterr. Staatsbahn . 143 70
Gotthard bahn .... 156.00
Laurahütte . . 197 56
Bochum......180 00
Harpener . ..... 178.00 cshwach.
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Ifandöriefverlosung am 7. Juni 1901
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Vergebung von Kauarbeiten.
Die zur Erbauung eines Schnlhaufes für die Gemeinde Liudenftrnth er- forderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen, und zwar:
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Ebendaselbst wird auf Wunsch der Umtausch der verlosten Stücke 81/s %tge Pfandbriefe der Serie 19 oder neue 40/0igc Pfandbriefe der Serien zum Tageskurs besorgt.
Die Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe übernehmen wir auf Antrag kostenfrei; Antragsformulare, aus welchen die Bedingungen ersichtlich find, rönnen an unserer Kaffe, sowie bei unseren Einlösungsstellm bezogen werden.
ZsranLfnrt a. M, den 7. Juni 1901.
Todes-Anzeige.
Es hat Gott drm Allmächtigen gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Großmutter, Schwiegermutter und Schwägerin nach langem, schwerem Leiden zu sich zu nehmen.
Die trauernde Familie
Justus Müller, Wicsemiirter.
Alten-Buseck, den 13. Juni 1901.
Die Beerdigung findet Samstag den 15. Juni,
100183, 100329, 100527, 100761, 101199, 101771, 101802, 101877, 101884, 102005, 102025, 102094, 102595, 102625, 102761, 102854, 102932. _____
Die Rückzahlung dieser heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom 1. Oktober 1901 <b. Auf solche Stücke, welche erst nach dem 31. Oktober 1901 zur Einlösung gelangen, wird für die Zeit vom 1. Oktober 1901 ab bis auf Weiteres ein 2*/giger Depofitalzins vergütet.
Aus früheren Verlosungen find noch rückständig:
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Gießen, den 11. Juni 1901. Der Großh. Kreirbauinspektor
Stahl. 4179
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Bei der am 7. Juni 1901 vor Notar stattgehabten Verlosung find von unseren
3y|o Pfandbriefen der Serien XU und XIII
die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1901, mit welchem Tage die Verzinsung endigt, gekündigt worden. Es beziehen sich diese Nummern auf sämtliche Literae, also auf affe Stücke, welche eine der Wummern trage«.
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22894,
23229,
23792,
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24072,
24310,
24717,
24828,
24939,
25034,
26216,
26237,
26565,
26686,
26718,
27307,
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27899,
27925,
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28220,
28406,
28491,
28552,
29326,
29329,
29667,
29695,
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30226,
30397,
60171,
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60373,
60563,
60595,
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61113,
62705,
62899,
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64015,
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66974,
67070,
67254,
68414,
69292,
69392,
70453,
70539,
70720,
70817,
71700,
72585,
72613,
72773,
72869,
73407,
73511,
73591,
73717,
75115,
75456,
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20261, 21015, 22809, 28677, 29399, 65324, 75892,
Die Einlösung erfolgt in Frankfurt a. M. an unserer Kaffe, auswärts bei


