denken sind, den Tabak dem Abendlande verdanken, vom Tabak ist in Tausend und eine Nacht noch nirgends die Rede. Den Tabak brachte erst 1559 ein Spanier nach Europa, und er wurde zuerst in Spanien angebaut. Schon 1561 rühmte der französische Gesandte am Hofe von Portugal, Jean Nicot, das neue Gewächs seiner Herrin, Katharina von Medici, so sehr, daß es auch in Frankreich als nicotiane cingeführt wurde. Erst mehrere Jahre später lernte England den Tabak direkt von Amerika her kennen, und er fand in der goldenen Zeit Englands so gewaltige Verbreitung, daß ein volles Zehntel der Staatseinnahmen von ihm herrührte. Um 1650 war die Sitte des Tabakrauchens auf ihrem Höhepunkt angelangt. Man rauchte in der Kirche, im Parlament, überall. Frauen rauchten ohne jedes Bedenken, Mütter schickten ihre Kinder mit Pfeife und Tabak in die Schule, denn die Kunst des Rauchens gehörte damals ganz ernsthaft zum Unterrichtspensum. Im achtzehnten Jahrhundert ließ das Rauchen gewaltig nach, es gab Zeiten, wo es verächtlich war, zu rauchen. Man tröstete sich bekanntlich mit der Schnupftabaksdose und Penn erzählt, daß der englische Staatsmann Lord Petersham eine besondere Dose für jeden Tag des Jahres besaß und sehr böse werden konnte, wenn sein Kmnmer- diener chm nicht jeden Tag die richtige brachte. Die heutzutage sehr verbreitete Sitte des Cigarettenrauchens ist zu uns erst durch den Krimkrieg gekommen, in dem die französischen und englischen Offiziere diese bequeme Art des Rauchens von ihren türkischen Bundesgenossen erlernten und mit in die Heimat nahmen.
Universttäts Nachrichten.
Berlin, 11. Dez. Durch die Zulassung der Realgym-- /lasialabrturienten zum Studium der Medizin ist es möglich geworden, daß vormalige Realgymnasiasten, die zuvor nur bet der philosophischenFakulät eingeschrieben werden konnten, ohne weiteres sich in die medizinische Fakultät übertragen lassen. Es kommt nun m Frage, ob und inwieweit ihnen bei der Zulassung zu den medizinischen Prüfungen die in der philosophischen Fakultät zurückgelegten Semester anzurechnen sind. Ter Kultusminister hat bestimmt, daß gemäß der ärztlichen Prüfungsordnung von 1883 die in der philosophischen Fakultät zttrückgelegten Semester aus die medizinische Studienzeit teilweise oder ganz anzurechnen sind. Die Entscheidung hat der Reichskanzler in ikebereinftimmung mit der zuständigen Landes-Zerttralbebörde zu treffen.
Braunschweig, LL Dez. Bei der heutigen Preisverteilung am Polytechnikum teilte der Rektor mit, Rektor und Senat hätten im Interesse der Disziplin beschlossen, konfessionelle und fremdnationaleÄereiuigungen an der Hochschule nicht mehr zu gestatten.
Petersburg, 10. Dez. Bei einem Ball der Studenten der Militär-medizinischen Akademie hielt der Kriegsminister Ruropotfin eine Ansprache und teilte mit, öajä der Zar ein Kapital von 30,000 Rubeln, dessen Prozente armen Studierenden der Akademie zu gute kommen solle, gestiftet habe. — Wie der „Regierungs- bote* meldet, ist der Kurator des Warschauer Lehrbeztrks, aDr. ©enger »um 2. Gehilfen des Ministers für Volksaufklärung ernannt woroen.
Washington, 10. Dez. Das Robinet beriet über die Mit- tellung Carnegies, welcher dem Präsidenten vorschlug, er wolle 10 Millionen Dollars zur Förderung des Unterrichtswesens aussehen. Die Einzelhetten des Stiftunasplanes werden nicht veröffentlicht, bis die Angelegenheit geregelt ist. Es verlautet, Carnegie beabsichtige, Fonds zu errichten, um verdienstvolle Studenten in die Lage zu setzen, Originalforschungen in der Heimat ober auswärts obzuliegen.
— Dem Privatdozenten in der juristtschen Fakultät der Universität zu Berlin, öiegierungsrat und ständigen Mitgliede am Reichsversicherungsamt Dr. Ludwig Laß ist das Prädikat »Pro- sessor" beigelegt worden. — Nachfolger des Professors Lieber- meister in Tübingen wird der Vorstand der Greifswalder Medizinischen Klinik, Professor Dr. Krell werden.
— Zur Erlangung der philosophischen Doktorwürde legte Herr Christoph Knipper aus Niederweisel (Kreis Friedberg L H.) der philosophischen Fakultät der vereinigten Friedrichs- Universität Halle-Wittenberg seine Jnaugural-Dissertatton: »Der Berliner Effektenhandel unter dem Einflüsse des Börsengesetzes" vor.
— An der Technischen Hochschule zu Dresden unterzogen sich 29 Studierende der Hauptprüfung für den technischen Staatsdienst im Baufache. Sämtliche Kandioaten bestanden das Examen und zwar 3 für das Hochbau-, 14 für das Jngenieurbau- und 12 für das Maschinenbaufach. — Zum Direktor der neu begründeten Kaiser Wilhelms-Bibliothek in Posen wurde der bisherige Oberbibliochekar an der Universitätsbibliothek zu Greifswald Dr. Rudolf Focke ernannt — Man schreibt aus Zurich: Tas eidgenössische Politechnikum verzeichnet für dieses Wintersemester 1054 Studierende, wovon 702 Schweizer und 352 Ausländer; unter letzteren nehmen die Oesterreicher mit 97 die erste Stelle ein, ihnen folgen die Deutschen mit 37. Studentinnen sind am Polytechnikum nicht immatrikuliert Die Gesamtzahl des Lehrpersonals, worunter 65 ordentliche Professoren, beläuft sich auf 150. — Am 29. November ist in Philadelphia Dr. E. Schmidt gestorben, der feit 40 Jahren Lehrer des Deutschen, Lateinischen und der Naturgeschichte in St Marys Hall, einem protestantischen Seminar für Mädchen in Burlington, N. A, gewesen war. Dr. Schmidt war 1819 in Soldau geboren.
Gerichtssaat
e. Gießen, N. Dez. (Gewerbegericht) Den Vorsitz führt Beigeordneter Wolff. Als Beisitzer fungieren Metzgermeister Ludwig Pirr uni» Bierbrauer Gustav Holtberg von hier. Es stehen nur zwei Klagen zur Verhandlung und zwar beide gegen den Unternehmer Ludwig Weimer zu Waldgirmes. Der Erdarbeiter Heinrich Lemberger hier verlangt wegen kündigungsloser ©ntlaffung Entschädigung. Da beide Parteien nicht erschienen sind, bleibt die Sache beruhen. — In der eadje des Erdarbeiters Stefan Kreiling von Wieseck, über welche wir bereits berichtet haben, wurde ein Zeuge oemommen. Der Beklagte und ein von diesem zum heutigen Termin zu sistierender Zeuge sind dagegen ausgeblieben. Da das Streitverhältnis noch nicht hinreichend geklärt ist, mußte auf Grund des § 41 des Gesetzes betr. die Gewerbegerichte ein weiterer Termin zur Verhandlung anberaumt werden. — Es sei hier bemerkt, daß nach der 9looelle zum Gewerbegerichts-Gesetz vom 30. Juni 1901 der § 41 des cit. Gesetzes gestrichen worden ist und daß mit Wirkung vom 1. Janur 1902 im Fall des Nichterscheinen einer Partei im zweiten oder folgenden Termin ebenfalls Versäumnisurteil erlaffen werden kann.
Darmstadt, 11. Dez. Heute stand der seitherige Stationsvorsteher Seitz, des Lokalbahnhofs Offenbach vor dem Schwurgericht unter der Anklage der Urkundenfälfchung und Unterschlagung. Seitz wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt; er war in jeder Hinsicht geständig.
Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berlin, 11. Dez. An der heuttgen Versammlung der Pfandbriefbesitzer der Pommerschen Hypothekenbank nahmen von der Aufsichtshehörde Regierungsrat Hoppe und Bauinspektor Hartmann teil. Von den heute im Umlauf befindlichen 168 475 300 Mk. Pfandbriefen sind etwa 118 Millionen vertreten. Zum Vorsitzenden wurde Justizrat Kempner gewählt. Direktor Dernburg erläutert die Reorganisationsvorschläge, und weist nach, daß thatsächlich 29,600,000 Mark uneinbringlich verloren seien. Hierbei waren bei den Deckungshypotheken die Schätzungen der Banken- kommission in keinem Falle niedriger als diejenigen der staattichen
Kommission, deren Aufgabe mit der Prüfung der Deckungshypotheken beendigt war. Schneider, von der dculschen Treuhand-Gesellschaft, erklärt seine volle Zustimmung $u dem Reorgamjattonsplan und entpfiehlt Annahme desselben. Für den in der Versammlung vom 28. September gewählten Ausschuß der Psandbriesinhaber legt Juslizrat Kempner dar, daß der Reorganisationsplau der Tarrn- ftäbter Bank sich als der einzig gangbare Weg erweist, um den Besitz der Baitk den Pfandbriesbesitzen» zu erhalten. Auf eine Anfrage über die Einleitung von Regreßansprüchen gegen die frühere Verwaltung teilt Juslizrat Kempner mit, daß die Tirektoren Schultz und Romerck jeben Vergleich ablehnten. Schultze steht auf dem Standpunkte, daß überhaupt nichts verloren sei. Unter diesen Umständen blieb nichts anderes übrig, als Klage gegen Schultz und Romeick einzrileiten. Im weiteren Verlauf macht Rechtsanwalt Josephsohn Gegenvorschläge, die darin gipfeln, daß feine Obligationszinsen erlassen, sondern nur gestundet werden, und daß die Bank verpflichtet bleibt, die gestundeten Zinsen mit Zinseszins zu- rürfmerftatten, und ein Klageanspruch von Obligationären ausgeschlossen wird. Justizrat Rießer weist die gegen die Großbanken wegen ihrer Sanirungsthätigkeit gerichteten Angriffe zurück. Außer der ausbedungenen mäßigen Provision erwachse ihnen kein materieller Vorteil. Tem Wunsch der Mttglieder der Versammlung entsprechend erklärt Justizrat Rießer, daß für das aus dem Obligationenbesitz nach dem Neuorganisationsplan heroorgehende Aktienkapital die Vertretung im Aussichisrat der Pommerschen Hypothekenbank gesichert werden soll. Es folgen längere Erörterungen meist persönlicher Art. Zum Schluß kritisiert Juslizrat Kempner die Josephson'schen Anträge. Diese enthielten nichts darüber, auf welche Weise oas Verlorene wieder eingebracht und die Unterbilanz beseitigt werden soll. Hierauf wird die Debatte geschlossen. Die An- iragc A. B. und C. des Reorganisattonsplanes werden von allen Serien der Obligationen einstimmig angenommen, ausgenommen gegen 3 Stimmen für die Serie 11 und 12, welche vom Rechtsanwalt Josephsohn vertreten werden. Die Annahme erfolgt mit dem Zusatz, daß der Beschluß nur zwecks Vermeidung des Konkurses gefaßt wird, und mit dem Amendement, daß, wenn sich die Möglichkeit tm Lause der Zett Herausstellen sollte, die Zinszahlung ein Vierteljahr früher als im Reorganüationsplane in Aussicht genommen ist, ausgenommen werden soll. Auch die Anträge D. und 8. werden angenommen. Die Treuhand-Gesellschaft erklärt sich zur Annahme der Vertretung bereit. Der bisherigen Vertretung und dem Ausschuß der Obligationäre wird Entlastung erteilt
Berlin, 11. Dez, Die gestern hier tagende Versammlung der Berliner und Stettiner Eisengroßhändler beschloß die Herabsetzung des Preises von Stabeisen um 50 Pfg., von Grobbleche um 2.50 Mk. (von 16.50 auf 14), von Feinbleche um 1 Mk. (von 15 auf 14) per 100 Kgr.
Märtte.
Gießen, 12. Dez. Viehmarktbericht Auf dem gestrigen O ch s e n m a r f t waren etwa 10 Paar junge angelernte 2'/,jähr, stiere anaesahren, die ein Reflektant aus dem Siegerlande zu 500 bis 550 Alk. das Paar abnahm. Tie sonst noch vorhandenen wenigen Fahrochsen sanden wegen der allzuhohen Preisforderung keine Liebhaber und verließen unverkauft den Mattt. — Der Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 500 Stück. Ter Handel war überaus schleppend, weil die geforderten Preise höher waren als auf dem letzten Markt. Erst als die Verkäufer mit den Preisen herunteraingen, kam mäßiges Lehen in das Geschäft. Trotzdem blieb der Markt bei dem verhältnismäßig geringen Austrieb um */s überständig. Gezahlt rourbeu für Springer, 8—10 Wochen alt, 40—50 All., 12—14 Wochen alt, 60—70 Mk., 18—20 Wochen alt 100—120 Mk., für '/,jährige Einlegschweine 170—180 Mk. pr. Paar.
Limburg a. d. L., 11. Dez. Frachtmarkt Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.04—00.00 Mk., Weißer Weizen 00.00—00.00 Mk., Korn 10.22—00.00 2JIL, Gerste 9.32 bis 0.00 Mk., Haser 7.51—0.00 Mk., Erbsen 00.00-00.00 Mk., Kartoffeln 0.00—0.00 All.
Literarische Neuerscheinungen.
(Besprechung vorbehatten).
Ar am, Kurt, »Die vornehme Tochter". Geschichten und Skizzen. (224 S.) Berlin W., F. Fontane & Co. 3 All.
Grad, Max, »Die Overbecks Mädchen". Roman. 2 Bdel (310 — 276 S.) Ebda. 8 Mk.
Krauß, Nttolaus, *Die Stadt". Roman. (187 S.) Ebda. 2 Mk.
Martens, Kurt, »Die Vollendung". Roman (316 S.) Qbba. 3,50 Mk.
Polenz, Wilhelm v., „Junker und Fröhner". Torftragödie in drei Aufzügen. (173 S.) Ebda. 3 Mk.
Ritt land, Klaus, »Ein Moderner". Roman (257 S.) Ebda. 3 Mk.
Schlaf, Johannes, »Die Suchenden". Roman (322 S.) Ebda. 5 Mk.
Zobeltitz, Fedor v., „Die Freibeuter". Ein Roman vor hundert Jahren 2 Bde. (271 — 368 SJ Ebda, 8 Mk.
Lange, Sven, „HerthaJuncker". Roman Einzig berechtigte Uebersetzung von Mathttde Mann (373 S.) Ebenda. 3.50 M.
Kirchliche Nachrichten.
Gottesdienst m der Synagoge, Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde.
Samstag, den 14. Dezember 1901.
Vorabend: 480 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbachairsgang: 516 Uhr.
tzottrsdirnk ter israelitischen Keligionsgesellschast.
Sabbctthfeier am 14. Dezember 1901.
Freitag abend 4°°. Samstag vormittag 8". Nachmittag 3*°.
Sabbathausgang 516.
Wochengottesdienst: morgens 7 Uhr, abends 400 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
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92
SSW.
Wetter
Bed. Himmel
»öchste Temperatur am 10. bis 11. Dez. + 3,6® C.
ttedrigste , „ 10. „ 11. „ + 0,6° C.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmcldungen des Gießener Anzeigers.
Wiesbaden, 12. Dez^ Rach dem bisher vorliegenden Ergebnis der Reichstags-Stichwahl erhielt Dr. Crüger 15 3 62, Dr. Quark 11 242 Stimmen. Einige kleine Ortschaften fehlen noch.
Leipzig, 12. Dez. Zm Prozeß gegen die Direktoren und Aufffchtsratsmitglieder der Wollkämmerei ist das Sach- verständigenverhör geschloffen worden. Tie Aussagen stellen sich für die Angeklagten im Allgemeinen günstig. Morgen beginnen die Plaidoyers.
Hamburg, 12. Dez. Der Schausteller-Kongreß nahm den Antrag der Sektion Berlin au, beim Ministerin» vorstellig zu werden, um eine Ermäßigung der Steuer für Lustbarkeiten zu erlangen.
Paris, 12. Dez. Tas Budget der Stadt für 1902 6e- betragt 334 Millionen, 8 Millionen mehr als in 190L Die Ausgaben für öffentliche Anstalten belaufen sich auf 25'/, Mill.
Madrid, 11. Tez. Eine gestern hier stattgehabte Versammlung von Weinbauern beschloß die Aufhebung des Oktrois auf Wem, sowie eine Abänderung der Weingesetzgebung in dem Siune zu verlangen, daß die Herstellung von Kuustweiu verboten, Ausfuhrprämien für Weinzolle gewährt, die Herstellung von nicht aus Wein gewonnenem Alkohol verboten und die Steuer auf Wemalkohol aufgehoben, sowie die Transporttarife herabgesetzt werden.
Zürich, 12. Dez. Gestern kam der Prozeß gegen die hl dem vor 6 Monaten aufgedeckteu Billetschwiudel Beteiligten zum Austrage. 15 Personen wurden verurteilt, darunter fünf Beamte der Nordostbahn zu Gefängnisstrafen von 2 Wochen bis zu 5 Monaten.
Newyork, 12. Dez. Der Staat Nicaragua erhielt ffi» die Gebietscesfiou, die er anläßlich des Kanalweges den Vn> einigten Staaten machte, die amerikanische Garantie seiner eigene» Integrität und Souveränität.
Berlin, 12. Dez. Bor Vertretern der r u rn ä n i scheel und holländischen Regierung finden zur Zeit auf bentl bei Dieppen gelegenen Schießplätze der Firma Friedrich! Krupp umfangreiche Schießübungen statt. Dem Vernehmen nach handelt es sich um besonders große und schnell« Lieferungen.
London, 12. Dez- Nach einer Depesche aus Sidney hat die englische Regierung die australische abermals ersucht, neue Verstärkungen nach Südafrika zu sendert — Aus Washington wird gemeldet: Im Kongreß wurde ein Gesetzentwurf eingebracht betreffend Anweisung batt 20000 Dollars für die Befreiung der Miß Stone. —» Wie aus Vryheit telegraphiert wird, befindet sich Bothck an der Spitze eines bedeutenden Kommandos nordöstliche von der Stadt. — Ein Telegramm aus Atville berichtete die Frau des Präsidenten Steijn habe erklärt, ihr Gatte werde erst Südafrika verlassen, luenn die Engländer vorn dort vertrieben sind.
Cherbourg, 12. D^- Infolge des herrschendem Sturmes können zahlreiche Dampfer nicht auslaufen. Der Dampfer „Morbitan" ein gelaufen, dessen Kapitän durchs einen um stürz en den Mast schwer verletzt wurdet. Auch vom Mittelmeer werden zahlreiche Schiss-^ Unfälle gemeldet.
Triest, 12. Dez- Wie verlautet, wird die Kaiserin^ Augusta Viktoria gegen den 12. Januar in Abbazim zu längerem Aufenthatt eintreffen. Zur Verfügung derj Kaiserin stehen dort zwei Villen des Grafen Henckä von: Donnersmarck. Tas deutsche Kriegsschiff „Charlotta wird! mit dem Prinzen Adalbert im Laufe des Januar ausVenedig in Triest eintreffeu gleichzeitig mit dem österreichisch-uni g arisch en Geschwader. Es werden große Feftlichkeipen ge-> plant
Lemberg, 12. Dez. In den Warschauer Blätter« wird lebhaft dafür eingetteten, die Handelsbeziehungen mit Deutschland zu lösen und den Bedarf in Oesterreich zu decken. In Krakau fand bei dem Universitäts-Professor Jordan eine Beratung angesehener Kaufleute zur Lösung der Handelsbeziehungen mit Deutsch»-, land statt.
Moskau, 12. Dez. Anläßlich der letzten Stnden-l ten-Unruhen wurden 21 Studenten zu 3 bis 14 Tage« Polizei-Arrest verurteilt
New-York, 12. Dez. Heute werden im ganzen eine! Million Dollars Gold zur Verschiffung gelangen. Wie verlautet, ist eine halbe MillionfürDeutschlandi besttmmt Außerdem geht für 550000 Franks Gold uachs Havre.
Cassat, 12. Dez. Der Präsident der Pennsylvania^ Bahn erklärte gestern, es werde zwischen Pennsylvania! und Long-Jslaud eine Verbindung durch eine« Tunnel hergestellt, und beide Bahnen würden eine gp meinsame Untergrundendstation in New-York erhalten.
Telephonischer Kursbericht,
Frankfurt a. M., 12. Dezember.
37e®/o Reichsanleihe . . 100.65 3°/o do. ... 90.10
8V,*/o Konsole .... 100.70
3»/0 do......90.25
3*/»% Hessen .... 98.50 8<>/o Italien. Rente . . . 100.10 4 /q Griech. Monopol-Anl. 42.70 5% Portugiesen .... 27.60 3% Mexikaner .... 28.50 tVaVo Chinesen .... 87.60
Kreditaktien..... 206.30
Diskonto-Kommandit . . 179.00
Darmstädter Bank . . . 126.50 Dresd< ner Bank .... 126.20 Berliner Handelsges. . . 138.40 Oesterr. Staatobahn . . . 143 00 Gotthard bahn ..... 165.00 Laurabütte..... 182.70
Bochum ....... 170.25 Harpener ...... 161.00
: fest.
Die Erfahrung lehrt’» tagtäglich, daß ein Geschenk um so wertvoller ift je prak» tischer es für uns ist, je größere Dienste es uns leistet. Tie eleganten Weihnachts-Kartons mit je 3 Stück Doerlng’s Eulenseife sind daher eine doppelt wertvolle Beigabe zu Weihnachts-Geschenken, denn 1. sind sie oas Beste, was die ^eifen-Brairche bietet, 2. sind die Kartons sehr schön ausgestattet, 3. sind dieselben in Damen- wie in Herrenkreisen als Geschenk sehr beliebt und 4. ist chr Nutzwert in Folge ihrer günstigen Wirkung aus Zartheit der Haut und Klarheit des Teints, ein anerkannt aroger. Doering'S Weihnachts-Kartorrs sind überall ohne Preisaufschlag zu haben.
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Das war immer mein Wunsch, diesen Ausspruch des Horaz sich am Weihnachtsabend als Anerkennung aus holdem Vcunde zu verdienen, ist das höchste Bestreben jeden Familienvaters, der seinen weiblichen Angehörigen zum Feste eine große Freude zu bereiten gedenkt. Um die richtige Wahl in dieser Beziehung zu treffen, braucht er seine Schritte nur in das hiesige Geschäft der Singer Co Nähma, chinen-Akü-Ges., Bahnhofstraße Nr. 4, tif lenken und eine jener dort ausgestellten Original-Singer- Familien-Nähmaschinen zu erstehen, und er hat ein gleich elegantes wie praktisches Weihnachtsangebinde.


