Ausgabe 
13.10.1901 Drittes Blatt
 
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Nr. 241 Drittes Blatt.

151. Jahrgang.

Sonntag 13. Oktober 1901

Erscheint täglich mit Ausnahme des

Montags.

Ä>te Siebener Zamilien. blätter werden dem An­zeiger im Wechsel mit Dem »Hess. Landwirt" «nd den .Blättern für hessische Volkskunde"

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GietzenerAnmgM 1

U General-Anzeiger '**'

Heldenfrauen.

Don A. Falkner v. Sonnenburg (in den M. 9L Nachr.).

Für den, der die südafrikanischen Verhältnisse vom Beginn des Krieges an verfolgt hat, ist es unmöglich, .«bi einer Erscheinung teilnahmslos und schweifend vorüber­zugehen, die in ihrer wahrhaft antiken Größe für unsere ideallvse Zeit vorbildlich sein könnte, ich. meine dre wunoer- volle Hanltung der Burenfrauen.

Was diese, vielfach ans den angenehmsten Lebens- derhältnissen herausgerissenen Frauen an Jammer und Elend in diesem letzten Jahre erduldet haben, ist in der neueren Geschichte wohl unerhört. Man muh bis zu den Greueln der Völkerwanderung zurückblättern, um ähnliche Erzählungen zu hören, wie Nur sie heute in den Spalten der südafrikanischen Presse fast täglich zu lesen finden. Aufrichtige Bewunderung aber muh dabei jeden erfüllen, denn diese Berichte sprechen von einer Vaterlandsliebe und Seelengröhe der Frauen aller Stände des unglücklichen Burenvolkes, die in Wahrheit nur heldenhaft genannt wer­den kann.

Um diese Dinge recht zu verstehen, wollen wir uns Vvrstellen, dah etwa .in einem Kriege Deutschlands, in welchem der Widerstand der Deutschen durch die gegnerische Militärmacht nicht gebrochen werden kann, und jeder zum Waffentragen noch fähige Mann bei den Resten, des deutschen Heeres auf dem platten Lande steht, der feindliche Ober­befehlshaber angeordnet hätte, daß jedeFrau und jedes Kind aus ihren Wohnungen gewaltsam uno ohne die Erlaubnis, sich nur die notdürftigsten Hilfs­mittel des Lebens mitzunehmen, herausgerissen worden wäre. Im November waren dann alle diese Tau­fende von Frauen und Kindern in Zeltlagern vereinigt worden, wo sie dann ohne Decken, ohne zureichende Nahr- !ung, ja selbst ohne genügendes Holz zur Speiseberatung, auf bcnt kalten, nackten Boden Monate und Monate hin- Lmrch zu kampieren hätten. Man stelle sich vor, dah Damen plötzlich aus ihren behaglich eingerichteten Wohnungen durch die fremden Soldaten mit gäadenen Gewehren und aufgepslanztem Bajonet mit Gewalt herausgehvlt, vielfach von ihren Kindern und Artverwandten getrennt und ohne hie notwendigen Bekleidungsstücke in ein kaltes Biwak als Gefangene abgeführt werden, um dort auf Schritt und Tritt von Wachen bewacht und beobachtet zu sein. Damen «aus den vornehmsten Kreisen und Bauersftauen; einzeln stzehende Mädchen und die Inhaberinnen und Leiterinnen von Geschäften; Greisinnen, die dem Tode nahe stehen, und Frauen, die krank und gebrochen oder in äußerster Hilfsbedürftiakeit von allen Seiten zusammengetrieben wor­den sind: ohne Geld, ohne genügende Wäsche, ohne Seife und Toilette-Artikel. Den Wohlhabenden wird es verboten, sich Geld aus ihren Heimstätten zu beschaffen; den Armen ist es nicht gestattet, sich ein warmes Bekleidungsstück oder das nötige Bettzeug für den Transport mitzunehmen; Alles wird kunterbunt in die großen Lager gesteckt, und für die Kranken wird ebenso wenig Sorge getragen, wie für die Gefunden. Und'die Tagesration, ohnehin schon kaum ge- inügend für den Lebensunterhalt, wird dann für diejenigen Frauen und deren Kinder auf die Hälfte her­abgesetzt, deren Männer, Brüder oder sonstige Angehörige Voch bei der Armee stehen, als Strafe, daß sie dort gegen den Feind weiterkämpfen! Jede Bitte, in Verbindung zu treten mit der Mutter oder der Tochter oder der Schwester, die int andern Lager! lebt, um so wenigstens den Tvoft -zu haben, zu wissen, wie es den nächsten eigenen Angehörigen geht, wird abgelehnt, und der Versuch, aus den Lagern sich zu entfernen, mit aufgepflanztenr Bajonet zurückge­wiesen. Dazu auf Tausende kaum ein Arzt, nicht ge­nügende Milch und entsprechender Nahrungsbedarf für Srie kleinen im zartesten Alter, und als Folge davon eine ungeheure Sterblichkeit. Von 105 000 Frauen und Kindern

starben in drei Monaten 4067, davon allein 3245 Kinder! Ein volles Viertel muß in den Härten und Strapazen eines Feld- und Lagerlebens, das selbst dem abgehärtetsten Sol­daten auf die Tauer verderblich wäre, binnen Jahresfrist zu Grunde gehen!

Aber das ist bei weitem noch nicht alles! Ehe etwa die Frau ihre elegante Villa auf Befehl einer feindlichen Patrouille verlassen hat, war sie Zeuge davon, wie Stück für Stück ihrer Hauseinrichtung zum Fenster hinaus- gewvrfen wurde; sie hat mitangesehen, wie ihr Flügel auf Befehl des feindlichen Offiziers zerschlagen wurde; sie hat die Teppiche und Kunstgegenstände rücksichtslos auf einen Haufen zusammenwerfen, ihr Porzellan und ihr Silber- geräte teils zertrümmern, teils als gute Beute von den fremden Soldaten mitnchmen sehen, und am Ende wird ihr auch der Anblick nicht erspart, wie an das Haus auf Befehl des fremden Offiziers Feuer angelegt wird. Und während sie mit ihren Kleinen auf einem elenden Bauern­karren, nur mit dem bekleidet, wie sie im Hause ging und stand, zur Eisenbahnstation transportiert wird, allwo sie dann mit Dutzenden von Leidensgefährtinnen auf unge­deckten Viehwagen bei schneidender Kälte weitergeschafft wird, sieht sie dann in der Ferne ihre Heimstätte, den Platz froher und glücklicher Tage, in Flammen aufgehen.

Aber selbst das ist noch nicht das Schlimmste: Einer anderen Frau ist es noch schlimmer ergangen: die Pa­trouille, die sie gefangen nahm, bestand nicht aus den Soldaten des feindlichen Heeres, sondern aus den Wilden, den Bundesgenossen des Feindes. Ihnen war es auf­getragen worden, die Befehle des feindlichen Befehlshabers auszuführen! Unbeaufsichtigt haben die farbigen Alliierten des Landesfeindes die Gefangennahme und Eintreibung der Damen des Gutes und ihres weiblichen Hauspersonals und ebenso der Bauernftauen des nächstgelegenen Hofes in einer Weise vollzogen, die nur anzudeuten dem guten Geschmack widersprechen würde. Und der Frau Oberst, deren Mann ein Regiment vor dem Feinde führt, ist es ebenso ergangen; und der Frau N., die einen Kramladen inne­hatte, nicht anders; und die Bäuerin hat ihren Hof ebenso abbrennen sehen.

Nun, geehrte Leserinnen, was sagen Sie zu einer solchen Kriegführung? Was sagen Sie aber auch zu dem Helden­mut aller dieser Burenfrauen der verschiedensten Stände, die jede Zumutung des Feindes, in direkter oder indirekter Art auf ihre Männer, Brüder und Freunde ein- zuTwirken, auf daß diese den ferneren Kamps aus­geben und die Waffen strecken sollen, mit stummer Verachtung ablehnten? Was sagen Sie zu der Vater­landsliebe dieser Frauen jeden Alters, die lieber ein Jahr hindurch die schwersten Demütigungen und Entbehrungen erdulden, und dem sicheren Tode ihrer Kinder in die Augen sehen, als sich in ihrem Patriotismus und in dem zähen Festhalten an der großen Sache ihres Volkes erschüttern lassen?

Ich denke. Sie werden mit mir diese Heldinnen be­wundern, die alle jene wenigen Männer, die vor dem Feinde freiwillig kapituliert haben, und nun als Gefangene in die Flüchtlingslager gebrachst werden, mit höhnenden Zurufen und schmähenden Beinamen ob ihrer Feigheit begrüßen. So aber ist es in den Flüchtlingslagern von Bloemfontein und Kimberley, von Pietermaritzburg und Port Äizabeth, von Norvalspont und Johannesburg, von Heidelberg und Springfontein und in allen den vielen anderen, in denen jetzt über 100 000 Frauen und Kinder einer weißen Rasse als Gefangene zusammengetrieben sind, um binnen Jahresfrist zu einem vollen Viertel unter der Erde zu ruhen. Und doch nirgends eine laute Klage; stumme Ergebenheit in ein unverdientes, entsetz­liches Schicksal; Verachtung des barbarischen Feindes und Hohn für die Männer des eigenen Volkes, die den Kampf aufgegeben haben. Mit dem SpottnamenHands upper"

werden sie begrüßt, als Anspielung aus die Bewegung der emporgel)obenen Hände in dem Augenblick, in welchem sie sich unterworfen haben.

Man wird vielleicht sagen, daß ich hier übertrieben habe, aber dem ist leider nicht so! Die Tinge in Südafrika! spielen sich seit einem Jahre genau in der hier geschilderten Weise ab, und diejenige Leserin, die vielleicht die Berichte der Miß Hobhouse, einer vornehmen englischen Dame mit goldenem Herzen, welche einige der Flüchtlingslager be­reiste, gelesen hat, wird keinen Zweifel mehr haben übev die thatsächliche Richtigkeit dieser Schilderung. Wer noch Hunderte voir anderen Zeugnissen bestehen in dem gleichen Sinne, und jede Nummer der südafrikanischen Zeitungen bringt einwandfreie Erzählungen über das unsagbare Elend des weiblichen Teiles des Burenvolkes. Aber zugleich auch über dessen unbezwingbare Tapferkeit, Seelengröße und! Vaterlandsliebe, über ihr Gottve'rtrauen und ihre un­erschütterliche Ausdauer in dem Glauben an den endlichen Sieg ihrer gerechten Sqche.

Vor diesemempörenoenKrrege tst das Buren« Volk sowohl in der südafrikanischen Republik, als wie im Oranje-Freistaat durchaus nach unserer europäischen Art und Gesellschaftsgliederung regiert worden. Es hatte seine Gerichte mit Anwälten und Richtern, seine reichen Leute mit großem Grundbesitz, die in den glänzendsten Verhält­nissen lebten, ebenso, wie seine wohlhabenden Hofbesitzer und kleinen Bauern und Geschäftstreibenden; allerdings: Arme und Bettler besaß es fast gar keine! Und alle diese Familien lebten, wie wir in Europa, in behag­lichen Heims und umgeben von dem Luxus und dem Komfort, den sich auch)« die europäischen Damen, eben je nach ihren Mitteln, zu gestatten vermögen. Und nicht' Wenige jener Unglücklichen in den Flüchtlingslagern sind in den besten Pensionaten erzogen, sprechen mehrere Sprachen und spielen Piano. Auch die gleichen Toiletten und Moden, die unsere Frauenwelt schmücken, pflegten vor dem Kriege die Damen der Burenrepubliken zu tragen; freilich: die englischen Farben als Hutbänder aus­genommen!!

Dem hohen moralischen Mute dieser Frauen aber, glaube ich, sind wir es schuldig, in aufrichtig bewundernden Worten hier gerecht zu werden. Ein Volk, dessen Frauen von einem solchen Heldengeiste beseelt sind, dessen weibliche Hälfte lieber das Entsetzlichste erduldet, ihre Kinder und Männer hinsterben sieht, und fteudigen Herzens selbst zu Grunde geht für die große Sache ihrer Freiheit, ein solches Volk kann nicht unterworfen werden!

Welch' ein infernalischer Haß aber in allen diesen still und geduldig leidenden Frauenherzen aufkeimt, und welch' ein Geist einst die kommende Generation des Buren­volkes beherrschen wird, das wird wohl jede Frau, gleich­viel, welchem Volke sie angehört, nachempfinden können. Soll doch niemand nachhaltiger und glühender zu hassen verstehen, als eine Frau!

Ans Stadt und Zand.

(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe:Gieß. Anz." gestattet.)

Gießen, den 12. Oktober 1901.

**VorsichtbeimEinkaufderKartoffelnfür den Winterbedarf. Die Witterungsverhältnisse waren für die Entwickelung der Kartoffeln äußerst günstig, und der niedrige Preis von 3 bis 4 Mk. pro Malter (2 Zentner) beweist, daß die Ernte gut ausgefallen ist. Indes hat der anhaltende Regen in den letzten Wochen und die daraus folgende für die Jahreszeit außergewöhnlich hohe Tem­peratur auf die Güte mancher Sorten nicht günstig gewirkt. Namentlich zeigen in gewissen Lagen gewachsene dicke Knollen schwarze Ringe und schwarze Kerne. Es ist das -ein Zeichen dafür, daß sie nicht gesund sind. Man sehe beim

Feuilleton.

(Nachdruck verboten.)

apfaitbcretctt aus der Kaiserstadt.

Wer lügt? Brauer in Berlin. Der Märchenbrunneu und der Berliner Volkswitz. Hochbahn-Eindrücke.

2er Kampf tobt, die Milch fließt in Strömen und jeder siegt! England mft seinen Transvaal-Erfolgen hat entschieden Schale gemacht. Der Ring der vereinigten Pro- -duzenten verkündet mit Fanfarenstößen, daß der Umsatz tagtäglich größer wird, die Ueberläufer sich mehren, und selbst die gegnerischen Kleinhändler ihren Bedarf bei ihnen decken. Tie trutziglichen Berliner Lieferanten blasen nicht minder kräftig in die Siegestrvmpeten. Ihr Kundenkreis jei nicht kleiner geworden; ihre Milchmengen wären nach «einer kurzen Kalamität vollständig ausreichend. Der Sttrrm des Ringes sei abgeschlagen. Die Wahrheit wird Mie gewöhnlich in der Mitte liegen. So viel steht schon -jetzt fest: eine Erhöhung der Preise tritt auf absehbare Zeit nicht ein. Daß übrigens der 23miner Kleinhändler sehr vft in falschem Verdacht als sogenannter Brunnenmelker steht bewies unlängst eine Gerichtsverhandlung, in der durch Sack-verständige festgestellt werden konnte, woher der Wasserzufatz in einer getauften und polizeilich beMag- Mahmten Milch stammte. Der vorhandene Salpeter-Gehalt wies auf die dörflichen Brunnen. Unsere lieben Brüder auf dem Lande verstehen eben das Geschäft auch Oder sollten die Kühe selbst so gewissenlas sein? Seitdem ich weiß, daß neun Zehntel aller märkischen Hühner ftech ga­lizische Kisteneier legt, die die arglosen Bäuerinnen als frische Trinkeier verkaufen, seitdem traue ich auch dem Rindvieh nicht mehr!

Wie haben sich statt dessen die Leute gebessert, die uns die Männermilch, den edlen Gerstensaft liefern! Zwei­fellos ist es der Einfluß Süddeutschlands gewesen, der uns auch für den Norden ein gutes Eigengebräu geschaffen hat. Es tft interessant, festzustellen, wie viele Brauereien kleiner Städte auch für Berlin Bier liefern und einen ganz guten Wsatz finden. Ter leidige Preis des echten Müncheners 30 Pfg. für fünf Zehntel, in den Cafes gar für drei Zehntel! sichert den norddeutschen Bieren noch immer den Hauptumsatz. Die Brauer aus Süden und Norden haben sich heuer bei uns zusammengefunden, um große Beratungen abzuhalten; wahrscheinlich! darüber, wie man das abscheuliche Schneiden beim Einschänken aus der Welt schaffen kann. Es sind wohlgenährte Gestalten mit stattlichen Bäuchen und kräftigem Teint. Und wenn sie die überflüssigen Kilogramm alle vom eigenen Ge­bräu haben, so kanns nicht schlecht sein. Freilich, es soll welche geben, die dem Genuß ängstlich aus dem Wege gehn. Das sind die Salpeterkühe unter dem ehrenwerten Stande. Und Beelzebub wird ihnen dereinst das Bad heizen!

Ter vielumstrittene Märchenbrunnen, der nach dem Ent­wurf .des Stadtbaurats .Hofsmann den Friedrichshain schmücken soll, vom Kaiser aber in Einzelheiten bemängelt worden ist, hat natürlich die Spottluft des allezeit ulk- bedürftigen Berliners erregt. So ein mit Spreewasser getaufter Taugenichts führte unlängst seinen Vetter aus Posemuckel oder Ritzebüttel auf den Schloßplatz, wo das Forkenbecken", der Neptunsbrunnen Meister Begas', steht, und erklärte: Siehst^, Heinrich, dies hier is der berühmte Märchenbrunnen! Oben sitzt bet tapfere Schneiderlein; der Bengel, der da runter rutscht, is Däumling; uff'm Rande aber erblickst^ Aschenbrödel, Schneewittchen, Torn-

röschen und die Goldmarie! Tie Pechmarie hat nich mit her gedurft. Die steht uff'm Alexanderplatz und mault! (Auf dem Alexanderplatz steht bekanntlich die Hundriestr'sche Berolina") Es wird hoffentlich nicht lange dauern, und das wirklich graziöse Werk ersteht an der ihm bestimmten Stelle. Zweifellos wird auch dann daran der Sprec- athener seinen kalauernden Witz üben.

Die Berliner Hochbahn, auch unter Hoffmanns Begut­achtung in ihrer nunmehr beinahe vollendeten Gestalt entstanden, läßt leider die Grazie in auffälligem Maße vermissen. Freilich, die starken Eisenkonstruktionen mit ihrer ungeheuren Tragkraft, die massigen Träger, die großen Uebersührungen, erschweren dem Architekten die Entwickelung gefälliger und reizvoller Linien. Trotzdem wird nian das Gefühl nicht los, daß doch manches anders hätte sein können. Was für ein herrliches Bild bot die Bülow-Straße, ehe dieser abscheuliche Bahnbau darin auf- gerichtet wurde! Es ist wirklich jammerschade darum!

A. R.

Universitäts-Nachrichten.

Die Ausländerfrage an der Technischen Hochschule in E h a r l o t t e n b u r g hat jetzt eine Regelung gefunden, melche eine weitere Ucberfüllung verhüten dürfte. Rach ministerieller Verfügung dürfen Angehörige des russischen Reiches nur dann in die Hochschule als Studierende ausgenommen werden, wenn sie den Nachweis erbringen, in der Heimat bereits eine technische Hoch­schule besucht oder bei einer solchen Ausirahnre gesunden haben.

Konstantinopel, 7. Okt. Von den beiden' deutschen Medizin- Reformern wurde Professor Rieder zum Pascha ernannt, im Range eines Divisionsgenerals, Prof. D e y ck e erhielt den Rang eines Oberstem ____