bergaftet torrben. Sie erflärte bei itjxet Usetnetjmung,
hat den Landgerichtsrat beim Landgericht der Provinz Rheinhessen Emil Lai st zum Oberlandesgerichtsrat beim Oberlandesgericht ernannt, den Steuerkommissär des Steuerkommissariats Ober-Ingelheim Christian Braun in gleicher Diensteigenschaft in das Steuerkommissariat Offenbach versetzt, den Finanzaspiranten Philipp Schmidt aus Offenbach zum Registrator bei der Registratur des Ministeriums der Finanzen ernannt, den Bezirkskassierer der Bezirkskasse Ulrichstein Heinrich Zimmermann in gleicher Diensteigenschaft in die Bezirkskasse Dieburg versetzt und den Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Gießen Georg Hanstein zum Bezirkskassier der Bezirkskaffe Rieder-Olm ernannt.
8. Der Charakter als Profeffor wurde am 11. September vom Großherzog erteilt dem Oberlehrer an d em Realgym-
ebgeben. Er habe sie dann zum Bahnhof begleitet und nur einige Worte mit ihr ausgetauscht. Sie leugnete, daß
Das Attentat auf Mae Kinley.
In dem Heilungsprozeß der Wunde McKinleys ist eine kleine Verzögerung eingetreten. Wie uns in einem kurz vor Redaktionsschluß unserer letzten Nummer zugegangenen leider etwas verstümmelten Telegramm mitgeteilt wurde, bemerkte man, als am Freitag nach dem Anschlag die Ope-
dem Wahlrechte Gebrauch. Gewählt wurden 4 Gemeinderatsmitglieder, da ein Mitglied von hier verzogen ist. Wieder gewählt wurde Friedrich Kuhl, neugewählt die Landwirte Ludwig Fr. Reitz 2. und Friedrich Raab, sowie der Mühlenbesitzer Wilhelm Stoll.
hn. Bellersheim, 10. Sept. Unser neu gewählter Bürgermeister Georg Bopp 6. wurde dieser Tage verpflichtet und durch die kreisamtliche Behörde in sein Amt eingeführt.
fc, Büdesheim bei Bingen, 11. Sept. Heute fand die Beerdigung des Geh. Reg.-Rats Dr. Braden, Krcis- rats des Kreises Friedberg, auf dem hiesigen Friedhof statt. Die Beteiligung an beni Leichenbegängnisse war sehr groß.
— Ortenberg, 11. September. Bei der heute stattgehabten Synode des Dekanats Büdingen wurde der bisherige Dekanatsstellvertreter Pfarrer E l len berge r-Orten- berg mit 37 von 41 Stimmen zum Dekan gewählt.
Darmstadt, 11. Sept. Der Großherzog nahm heute ! Vormittag auf dem Griesheimer Schießplatz die Parade über I die im Barackenlager untergebrachten Infanterie-Regimenter Rr. 116, Rr. 168 und Rr. 115 ab, nachdem die Regimenter [ein Manöver durchgeführt hatten.
die Prinzessin Heinrich machten heute Nachmittag in der Stadt Einkäufe und unternahmen später eine Spazierfahrt durch Düsternbrook. — Die Yacht „Polarstern", mit der Kaiserin von Rußland und den kaiserlichen Kindern an Bord, passierte heute Vormittag unter dem Salut der Strandbatterie Friedrichsort. Der „Polarstern" führte im Großtopp den Breitwimpel der Kaiserin von Rußland und erwiderte den Salut, welchen bei seinem Herannahen die im Hafen liegenden Kriegsschiffe „Friedrich Karl" und „Blücher" feuerten. Um 10 Uhr 15 Min. machte der „Polarstern" gegenüber dem Schlosse auf der Stromlinie fest; hierauf fuhr Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Heinrich mit einer Pinasse an Bord des „Polarstern" zur Begrüßuog der Kaiserin. Nach kurzem Aufenthalt daselbst landete die Kaiserin mit den Kaiserlichen Kindern und Prinzessin Heinrich an der Barbarossa- 6rüde und begaben sich, von einer zahlreichen Menschenmenge begrüßt, ins Schloß.
— Das Kriegsministerium beauftragte die Bauftrma Löck, schleunigst zehn Eisenbahnwagen Bauhölzer für einen Jsolier- ;baracfcnbau in der Lüneburger Heide zur Unterbringung von Mannschaften des o',stasiatischen Expeditions- >korps zu liefern, da Seuchen aus?ebrochen seien.
ration ausgeführt wurde, daß die Kugel ein Stückchen von dem Rock des Präsidenten mit sich gerissen hatte, das gleich unter der Haut in der Schußöffnung saß. Es wurde zwar sofort entfernt, trotzdem wurde durch diesen Fremdkörper eine leichte Entzündung der Gewebe verursacht, wie sich erst am Dienstag abend zeigte. Es wurde infolge dieser unbedeutenden Störung notwendig, einige Stiche der Wundnaht zu entfernen, und die Haut über der Wunde teilweise! zu öffnen. Dieser Zwischenfall kann indessen keinerlei' weitere Komplikationen nach sich ziehen, wird aber der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht, da die Aerzte den Wunsch hegen, ihre Berichte ganz offen abzufassen. Durch diese Trennung der oberen Wundränder wirb der Heilungsproßeß etwas verzögert. Doch ist der Präsident jetzt schon stark genug, um mit der Aufnahme der Nahrung durch den Mund beginnen zu können. Er erhält zunächst reinen Fleischsaft." <.
»Nach der Meinung der Aerzte ist die Heilung der Wunde sogar bereits so weit fortgeschritten, daß die chirurgische Behandlung jetzt weniger wichtig ist, als die sorgfältige Pflege. Infolgedessen wurde die hervorragende Krankenpflegerin Miß Grace Mackenzie nach Buffalo zum Präsidenten berufen. Dieser hat bereits mehrmals gebeten, und auch gefragt, wann er auf- recht sitzen dürfe Die Aerzte gestatten ihm aber vorlänfig noch nicht, sich durch Lesen oder Sprechen zu ermüden. Seine Gattin i,t die emzige Person außer dem medizinischen Stabe, welche das Krankenzimmer betreten darf.
Are Anarchistin Emm a Goldmann ist nun endlich
Ausland.
Lemberg, 12. Sept. Bei den heutigen Landtag S- to aMen der Städtekurien wurden 11 Kandidaten der gemäßigten Linken, 9 Demokraten, 6 Konservative und em Kandidat der polnischen Bolkspartei gewählt. Eine Wahl ist noch ausstehend. Die Deutschen verloren zwei Mandate.
Triest, 11. Sept. Das S chlachtschiff „Arpad" ist heute vormittag in Gegenn ört des Erzherzogs Josef August, der Erzherzogin Auguste sowie der Prinzessin Ludwig Leopold von Bayern und dem Marinekommandanten Frei- herrn v. Spann glücklich vom Stapel gelaufen. Die Erzherzogin fungierte als Tauspathin.
Konstantinopel, 10. Sept. (Wiener Korr.-B.) Die Nachricht von der Nie der metzelun g von Armeniern in Musch scheint sich zu bestätigen. In türkischen Kreisen wird behauptet, ausstänbische Armenier hätten an das türkstche Viertel in Musch Feuer gelegt, wodurch es zu einem Zusammenstoß zwischen ihnen und den Truppen kam. Die Aufständischen flüchteten in der Richtung gegen den Distrikt Sasfun. Andere Nachrichten, gleichfalls aus türkischer Quelle, besagen, die Armenier hätten eine Kaserne samt den darin ^befindlichen Soldaten in die Luft gesprengt. — Die Ange- Ilegenheit der Forderung Tubinis wurde (wie bereits
„Raubzug" gebraucht hätte. Denn etwas anderes als eine! französische Kreuzer „Suchet" liegt hier vor Anker. Räuberei ist es doch nicht, wenn den unglücklichen Be-I Curacao, 12. Sept. (Reuter.) Die venezolanischen wohnern eines Landstreifens alles, was zum täglichen Leben Truppen stellten eine Verbindung mit den kolumbischen Re- gehört, weggenommen, und ihnen nichts als das nackte volutionären in der Nähe von Rio Hache her und auch auf Leben gelassen wird. — I dem Punkte die 6000 Mann starke reguläre kolnmbische Ar-
Wieder einmal ist ein Dampfer festgehalten worden, s mee anzugreifen.
Wie aus Kapstadt gemeldet wird, ist der Dampfer Limpopo ""---'■—- ' 1 '
in der Delagoa-Bai festgehalten worden unter dem Ver- Aus Stadt und Lund.
dacht, daß er Kriegskontrebande an Bord habe. Die Buren ® rf &
Men anbet Grenze bei Chnich-t (?) herumziehen, wohin »» «e -E—
der Dampfer unterwegs war. I „ io
Auch Lord Methueu hat wieder einmal eine Heldenthat ® n, ♦ P • .
ausgeführt. Wie Kitchener meldet, hatte er mit dem FeindeI Empfang. Der Großherzog empfing am 11. tiep» unter Vanconder und Delarey am 8. d. bei Grootmarcen (?) Itember den Professor Behrens; zum Vortrag den StaatS- , W1 Gefechte, und vertrieb ihn aus feiner starken Stellung. Minister Rothe, den Justizminister Dr. Dittmar, den
der iwch lebenden persönlichen und politischen Freunde »Der Feind ließ sechs Tote zurück, Methuen nahm 41 Buren Präsidenten des Ministerriums der Finanzen Gnauth, den Miquels gedachte er in beredten Worten des Verblichenen!gefangen, und erbeutete Wagen und Vorräte. Wieviel Kabinetsrat Römheld.
und würdigte feine Verdienste als Politiker, Staatsmann Tote und Verwundete der brave Lord hatte, wird klüglich •» ßniennunaen und Versekunaeu. Der Groß Herzog und Minister. Miquel habe niemals im Banne pol i ti s ch e r l verschwiegen. f ~ . — — ■
Dogmen «oder Formeln gestanden. Es sei ihm daraus (Sine merkwürdige Nachricht über ein Gefecht berichtet!
ost ein Vorwurf gemacht woroen. Aber ein Minister könneba3 Reutersche Bureau aus Matjessontein. Danach heute nicht mehr Partei mann fein. Miquel sei kein I hatte Major Kavanagh ein Gefecht mit Theron nördlich einseitig handelnder oder denkender Politiker gewesen. Was ber Moselbai. Der Feind zerstreute sich ohne den geringsten in früheren Jahrhunderten von Deutschland versäumt wor- Versuch zu machen, auf den Kamps sich einzulassen. Ein den fei, habe er erkannt, und erklärt, daß für diese P^r wurde getötet, eine Anzahl guter Pferde erfreutet, reiche Arbeit auf hem Gebiet des Wiedererrichtens alle I Theron wandte sich nordwärts, offenbar war es seine Afr- Kräfte thätig sein konnten. Ein genialer Redner, ein groß- sicht, Moselfray anzugreifen, wenn er nicht daran gehindert artiger Organisator, ein treuer Freund aller, die ihm nahe I morden wäre. Es ist eine Glanzleistung des Majors, ein standen, sei er gewesen. Was er geleistet im Aus gleich Gefecht zu gewinnen, das die Buren Nichtannahmen.— der Gegensätze, für die innere Kultur und EntwickelungI(Zch^bpers soll südlich von Ladysmith (Kapkolonie) stehen, des Staates, werde fortlefren in der deutschen Geschichte. Er I^herst Grabbe stieß mit Vaudermeer zusammen, wobei letz- schloß mit den Worten, das deutsche Volk werde seinem k^er und ein anderer Bur getötet, mehrere andere ver- großen Sohne ein bleibendes Andenken bewahren und Die lüunbet, und 37 gefangen genommen wurden.
deutsche Geschichte feine Thaten eingehend würdigen und ihm — ..,
einen dauernden Platz sichern. Dorrit nafium zu Gießen Dr. August Sturmfels und den Ober-
Der Vortrag des Chorals „Wie sie so sanft ruhen", I ArUlslyrS lehrern an der Realschule zu Butzbach Ludwig Stork und
schloß die erhebende Trnuerseier. Das Grab, in welchem Berlin, 11. Sept. Die an das Generalkommando des Wämser.
der Verstorbene ruht, rst dn^ Beschluß der Stadtveoord- ^^tsordre, in welcher der Kaiser E. Wiest», 12. Sept. Der hiesige Radfahrer-
wird"^auch^von^^r^unterhalwn"^werde>?^ Äuch^ ist die ErM>ch zum Ches des Grenadier-Regiments König Friedrich Verein feiert am Sonntag, den 15. Sept., sein 1. Süj- richwng^inez Monumentes, als sichtbares Zeechen der Er- Wilhelm I. (3. Ostpreußisches) Nr. 3 erklärt, hat folgenden tungsfest. Mit dem Feste ist eine Bannerweche, sowie em
innerung an den Ehrenbürger und einstiges Stadtober- Wortlaut: „In dem Wünschendem 1. Armeekorps gelegent- Preiskorso verbunden. Der Hauptfeier geht »ne Vorfeier am
Haupt Frankfurts geplant. — Ein eigener Zufall ist es, daßi lich Meiner Anwesenheit bei den diesjährigen Herbstmanövern Samstag voraus. Die Aufstellung des Korsos am Sonntag
Miquel an der Stelle des Friedhofes die letzte Ruhe fand, einen besonderen Beweis Meiner Anerkennung zu geben, I findet um 3 Uhr nachmittags statt, von 4 Uhr ab ist Tanz,
wodieerstenToten des Jahres 1848 Platz gefunden erkläre Ich mich hierdurch zum Chef des'Grenadier-Regi-1 um 7 Uhr Preisverteilung, um 8 Uhr Festball.
haben. IKönig Friedrich Wilhelm I. (3. Ostpreußisches) Nr. 3. e. Lollar, 12. Sept. Das Fest der silbernen Hoch-
Jch habe in Erinnerung an das 200jährige Bestehen des zeit feierten heute in voller Rüstigkctt Sanitätsrat Dr. Königreichs.Preußen gerade dieses Regiment dafür ausersehen, i Dickorß und Gemahlin.
welches den Namen Meines erlauchten Vorfahren, des Sol- -n- Reiskirchen, 11. Sept. Beider heutigen Wahl von datenkonigs, führt und seit langen Zeiten mit der alten fünf Gemeinderatsmitgliedern wurden Ludwig Damm 9. mit Königsstadt aus Meiner treuen Provinz Ostpreußen auf das 75 und Ludwig Launspach 9. mit 58 Stimmen wiederge- engste verbunden ist. Königsberg i. Pr., den 9. Sept. 1901. wählt. Von den neugewählten erhielten Ludwig Launspach 8. gez. Wilhelm R." 55, Ferdinand Balser 52 und Johannes Mengel 3. 47 St.
Danzig, 11. Sept. Bei der gestrigen Flotten-Ruder-! Die sämtlichen abgegebenen Stimmen verteilten sich auf nicht regatta gewann der Kutter der „Nymphe" den Kaiserpreis.Iweniger als 31 Kandidaten.
Kiel, 11. Sep. Die Kaiserin von Rußland unt>| 9. Inheiden, 10. Sept. Bei der hier stattgehafrten Gemeinderatswahl machten von 80 Wahlberechtigten 60 von
Miauels von Mar Scküler aemalt, in seiner lebensvollen I veryaftet worden. Sie ertlarte vei itjrer ^erneijmung, «sjsän#—«—-—KM rewÄBWÄi
Auße? Än^näcksten Familienangehörigen des Ver- wo Emma Goldmann sich damals befand, einen Besuch Mich en en haften fidi u. a. cinqefunben: Finanzminister machte. Er habe damals gewünscht, sie zu sprechen. Sie v Rbeinbaben als Vertreter des Kaisers, Minister Schönstedt sei aber gerade fortgegangen, um sich zur Eisenbahn zu ati tetreter iä Raatsministeriums, der kommandierende ebgeben. Er habe sie dann zum Bahnhof freglett und General des 18 Armeekorps, Generaladjutant v. Lindequist, nur einige Worte mit ihr ausgetauscht. Sie leugnete,, daß der Stadtkommandant v. Stülpnagel, Vertreter des Ober- sie irgend etwas gejagt habe, was daraus berechnet sei, Präsidenten von Hessen-Nassau, der Oberbürgermeister Adickes Czolgosz zu dem von ihm begangenen Verbrechen zu ver- nn der Sviüe des frankfurter Magistrats, der Bürgermeister leiten. c
Von Osnabrück eine Abordnung des Kolonialrates, viele Czolgosz soll vor dem Attentat gewisse Papiere Stadtverordnete, eine Deputation des Zentralvorstandes der weggeworfen haben. — Mr. Penny, der Staatsanwalt für nationalliberalen Fraktion, bestehend aus den Herren Ru- Buffalo, der das Pr ozeßverfahren gegen Czol- dolf v Bennigsen, Oechelhäuser und Hammacher, ferner gosz wegen versuchter Ermordung des Präsidenten der Devutattonen von städtischen Korporationen, Gesellschaften, Vereinigten Staaten letten wiro, äußerte, daß er wahr- Verein^ m f. w. scheinlich int Stande fein werde, die Anklage und Schuldig-
Nach dem Vortrag eines Chorals durch den Frankfurter erftärung auf sechs verschiedene Verbrechen zu erstrecken, Sängerbund hielt Konsistorialrat Dr. Ehlers eine tief- für die das höchste Strafmaß msgeiamt 30 ^ahre Gefängnis
emvttindene Gedächtnisrede, in welcher er den Heimge- sein würde, anstatt 10 Jahre für einen bloßen Mordversuch,
aanaenen als Mensch> und Vater schilderte und zum Schlüsse Die Anklagen betreffen im Einzelnen zwei geänderte Anden Angehörigen Trost spendete. Der Vortrag eines Chorals griffe auf den Präsidenten, jeber nut 10 Zähren Gefängnis
beendete die schlichte Trauerfeier im Hause. strafbar, ferner eme thatliche Bedrohung feder der drei
Um 3 Uhr fetzte sich der imposante Trauerzug in Be- Personen, die den Verbrecher packten, nachdem er aus Mac I erwähnt) direkt zwischen diesem und der Pforte erledigt,
wegung. Vorau schritt die Kriegerkameradschaft, der Schützen- Kinley geschossen hatte, und endlich das Tragen euier ^ Pforte wird ihm in zwei Jahren seine Forderung, die
verein, die Diener des Verstorbenen mit den Kränzen, die verborgenen Waffe. — Nach einer Meldung des „New-^orkkx üon 250000 auf 162 000 Pfund ermäßigt hat, in monat- Ordensträger. Dann kam der nut vier Pferden bespannte Herald" aus Buffalo, soll Czolgosz eingestanden haben, k^n Raten mittelst Anweisung auf die Zolleinkünfte be- Leichenwagen, welchen städtische Förster zu beiden Seiten daß das Attentat die Folge emes Komplotts sei, woran Gestern abend verständigte der Generalsekretär im
begleiteten. Hinter dem Sarge schritten die nächsten Fa- viele Personen beteiligt seien. Ministerium des Aeußeren, N u r y - B e y persönlich den krau-
mttienangehörigen mit dem Geistlichen, Minister v. Rhein- nt.s I zösisclfen Botschafter Bapst von dieser Lösung der Auge-
baben, Minister v. Schönstedt, Generale v. Lmdequift und Engländer NNV Buren. legenheit und lud denselben neuerlich em, dem Bankett im
v Stülpnagel, sonstige Vertreter von Staats- und Militär- Die Blätter geben allgemein zu, daß Kitcheners Kund- Yudizpalast beizuwohnen. Der Botschaftsrat lehnte ledoch behorden, der Magistrat von Frankfurt, Stadtverordnete, g eb un g bisher eine nennenswerte Wirkung nicht ge- Einladung ab. „ t
auswärtige Deputationen, städtische Beamte und andere Leid- habt habe, und auch wenig Wahrscheinlichkeit dafür vor- Paris, 11. Sept. Der heute unter dem Vorsitz des trauende. Den Schluß des Zuges bildeten Mannschaften der Händen sei, daß sie sich in den nächsten Tagen bis zum Präsidenten Loub et im Elysee abgehaltene Ministerrat Feuerwehr mit Musik. 15. ds. plötzlich wirksamer zeigen werde. Im Anschluß beschäftigte sich mit den letzten.für den Empfang des Kaisers
' ' Das Wetter war regnerisch. In den Straßen hatte sich hieran wird wieder mehr oder minder dringlich auf die 9tok bon Rußland zu treffenden Einzelheiten. Ferner machte bei auf dem langen Wege bis zum Friedhof ein tausendköpfiges wendigkeit hingewiesen, schärfere Maßregeln zu Minister des Auswärtigen, Delcasse, Mitteilung von der Publikum angesammelt, das in ehrfurchtsvollem Schweigen treffen. (!) Kitchener hatte in seinem letzten Wochenberichte Unterzeichnung des Friedensprotokolls in Peking. — Die den Leichenkondukt vorbeipassieren liest Um 4 Uhr langte über die Zahl der getöteten, verwundeten, gefangenen und Regierung hat bisher keine Mitteilung hinsichtlich der Mög- ber Trauerzug am Portale des Friedhofs an, der in den übergetretenen Buren, der erbeuteten Gewehre usw. ben eines Besuches des Kaisers von Rußlanb in Paris
Stunden vor und während des Traueraktes geschlossen war burschikosen Ausdruck Bag, Jagdbeute, gebraucht; dieser erhalten.
und zu dem der Zutritt nur gegen Karten erlaubt war. findet selbst bei Blättern der Scharsmacherpresse, wie die Curacao, 11. Sept. (Ag. Havas.) Präsident Castro
Unter den Klängen des Chorals „Jesus meine Zuver-ITimes eines ist, Tadel. Kitchener will damit jedenfallskst über Rio Hacha in Kolumbien e ingedrungen. Die sicht" wurde der Sarg zur Gruft getragen und dort nieder- ausdrücken, daß von einem Kriege keine Rede mehr fei. kolumbischen Revolutionäre machen gemeinsame Sach^ mit gelassen, worauf Konsistorialrat Ehlers Gebet und Segen Es wäre richtiger gewesen, wenn er einen Ausdruck wie thm. Eine Schlacht steht unmittelb ar bevor. Der sprach, Sodann trat Oberbürgermeister Adickes an das' —3 3 ~*3 1' * ~ J *• ***
offene Grab und widmete im Namen der Stadt Frankfurt dem hettngegangenen Ehrenbürger warme Worte des Ab- fchieds. In der Charakteristik, die er von dem großen Verstorbenen gab, wies er besonders hin auf die überquellende Phantasie, die unablässig schöpferisch thätig war, auf den scharfen Verstand, der das Erreichbare mit Weltklugheit au erzielen wußte, auf das immense Gedächtnis und der Rede Zaufrerflust der mit krafsicherem Ausdruck zu gestalten wußte, was er sagen wollte.
Es folgten kurze Ansprachen von Vertretern städtischer Korporationen, der Stabtvertretung von Osnabrück, der Gesellschaften und Vereine, denen der Verstorbene bei Lebzetten nayegestanden hatte.
Als Letzter sprach Rttidolf v. Bennigsen. Als der älteste lebenden persönlichen und politischen Freunde


