Ausgabe 
12.3.1901 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

seine Amtstätigkeit würdig zu beginnen, hob er sofort den Belagerungszustand auf. Jedenfalls wird er demnächst die Cortes auflösen, um sich durch Neuwahlen eine gefügige Mehrheit in der Volksvertretung zu schaffen. Daß Sagasta den Klerikalen die Zähne zeigen wird, ist jedoch nach seiner ganzen Vergangenheit nicht anzunehmen. Große Bedeutung hat also der Ministerwechsel für das zerrüttete Land nicht. Es wird im großen und ganzen wohl alles beim alten bleiben.

Hessischer Landtag.

Zweite Kammer der Stände,

nn. Darmstadt, 9. März.

Die Verhandlungen beginnen unter dem Vorsitz des zweiten Präsidenten Dr. Schmitt-Mainz. Am Minister­tische: Staatsminister Rothe, Finanzminister Gnauth, Geh. Oberschulrat Nodnagel, Ministerialrat Eisenhuth und Geh. Finanzrat Best. Die Beratung des Finanzbudgets wird mit Kap. 39, Höhere Bürgerschulen, fortgesetzt und hierfür der Betrag von 60 000 Mk. in Ausgabe bewilligt. Bei Kap. 40, Sem inarien und Präparandenanstalten, erklärt

Ministerialrat Eisenhuth auf eine Anfrage des Abg. Köhler-Langsdorf wegen des Fortbestandes dieser An­stalten, daß die Regierung bis jetzt noch nicht übersehen könne, wie sie sich zur Frage stellen werde, da sich auch hier der in ganz Deutschland herrschende Lehrermangel Wohl in Hessen geltend machen werde. Aus Grund der Ver­besserung der Gehaltsverhältnisse der Lehrer habe sich der Mangel gehoben. In der nächsten Zeit beabsichtige die Regierung noch nicht, sich mit den Präparandenanstalten zu beschäftigen.

Abg. Weidner glaubt, daß bei Uebernahme der Kosten der Volksschulen auf den Staat von der Aufhebung der Präparandenanstalten die Rede sein müsse.

Abg. U l r i ch schließt sich dieser Ansicht an und glaubt, daß die Nützlichkeit der Präparandenanstalten eine Frage der Zeit sei, da dieselben schon lange von einem Teil der Lehrer als unentbehrlich bezeichnet würden.

Der angeforderte Betrag von 30059 Mk. wird bewilligt. Bei Kap. 40, Volksschulen, hat die Minorität bei Tit. 3, Fortbildungsschulen, beantragt, hier statt der vorgesehenen 15 000 Mk. den Betrag auf 145 000 Mk. zu erhöhen.

Finanzminister Gnauth ist bereit, den alten Streit wegen Uebernahme der Kosten der Fortbildungsschulen auf den Staat aus der Welt zu schaffen. In diesem Budget sei dies aber nicht möglich, umsoweniger, als aus den Be- kriebsrücklagen über 2 MiUionen zur Balanzierung des Budgets haben entnommen werden müssen. Es sei eine schöne Sache, bereit zu sein, die Gemeinden auf dem Ge­biete des Volksschulwesens zu entlasten, und er nehme keinen Anstand, zu erklären, daß in dem Moment, wo die Bi­lanzierung des Staatsbudgets möglich sei, ob mit oder ohne Steuerehöhung, die Regelung der Frage der Ueber­nahme der Volksschul.lasten auf den Staat inl die Wege geleitet werde.

Die Abgg. Wolff, Weidner, Schönberge r und Mvlthan besprechen die Nebenbeschäftigung der Lehrer als Weinhändler und Agenten von Versicherungen und als Kasserechner usw. und wünschen, daß die Regier­ung hiergegen ein generelles Verbot erlassen möge.

Abg. Koch glaubt, daß man dem Lehrer nicht verbieten fönne, sich seinen Wein zu bauen. Die Klagen über Agen­turen der Lehrer würden an geeigneter Stelle viel mehr Anklang finden als hier.

Ministerialrat Eisenhuth stellt fest, daß bei dem Ministerium für Schulangelegenheiten eine ganze Reihe von Klagen über die Nebenbeschäftigung der Lehrer aus Kreisen der Gewerbetreibenden eingebracht worden seien, um ein aenerelles Verbot hiergegen zu veranlassen. Das sei abep sehr schwer, weil damit der Schuldige mit dem Unschuldigen getroffen werde. Die Regierung bedauere sehr, wenn Lehrer und auch sonstige Beamten einen Nebenerwerb entfalten, der nicht mit ihrem Dienst im Zusammenhang steht; geradezu für verwerflich würde er es aber halten, wenn auch noch ein Lehrer als Weinfabrikant thätig wäre.

Abg. H a a s-Darmstadt betont, daß die gesamte Lehrer­schaft in Hessen sich um das Emporblühen oes hessischen Genossenschaftswesens außerordentliche Verdienste erworben habe. Ueberall waren die Lehrer bereit, aus Wunsch der! Gemeinden das Rechneramt bei landwirtschastlichen Kassen zu übernehmen, um dem öffentlichen Interesse zu dienen, und er würde es auf das tiefste bedauern, wenn die heutige Verhandlung dazu dienen würde, den Lehrern in dieser Richtung ihre Thätiakeit zu untersagen.

Abg. Ulrich bespricht die Verhältnisse der Spar­ta f s e von L a n g e n, bei der ein Lehrer verschiedene Unter­schlagungen und dadurch eine Reihe von Einwohner schwer geschädigt habe. Solche Thätigkeit hebe das Ansehen des Lehrerstandes keineswegs, und es durste hier doch Vorsicht geboten sein.

Titel 1, Kreisschulinspektoren mit 34 000 Mk. und Titel 2, Zuschüsse an bedürftige Gemeinden zur Aufbringung Per Lehreraehalte im Betrag von 1720000 Mk. wird ge­nehmigt. Zu Titel 3, Fortbildungsschulen, bean­tragt die Majorität des Ausschusses 15000 Mk., die Mino- vität des Ausschusses dagegen 145000 Mk. zu bewilligen.

Die Abgg. Dr. Heiden reich, Ulrich, Wolff und We ibn er treten für den Minoritätsantrag aus Gerechtig- teitsgründen in warmer Weise ein.

Finanzminister Gnauth und Ministerialrat Eisen­huth weisen die vorerstige Undurchführbarkeit eines dahin gefaßten Beschlusses nach.

Trotzdem beschließt die Kammer mit großer Ma­jorität dem Antrag der Minorität gemäß und bewilligt 145 000 Mk.

Titel 4 und 5 werden genehmigt. Zu Titel 6, Unter- Gemeinden bei SU)ulhausbauten, beantragt . " denreich, die geforderten 40000 Mk.

auf 60 000 Mk. zu erhöhen.

Ministerialrat Eisenhuth weist die Erhöhung von der Hand und hebt hervor, daß die Regierung nur wirklich bedürftigen Gemeinden eine Unterstützung hei Schulhaus­bauten zu Teil werden lasse. Seien große Mittel da, so dränge sich alles hinzu und der Zweck sei dann ein ver­fehlter. Die Volksschulkosten hätten in dem vorliegenden Budget eine Steigerung erfahren wie nie zuvor. Die Re­gierung könne daher dem Antrag Heidenreich nicht beitreten.

Die Position wird unter Ablehnung des Antrags

Heidenreich genehmigt. Die Kapitel 42 bis 46 werden ge­nehmigt. Bei Kap. 47, Landesmussum, rügt

Abg. Noack die langsame Bauweise. Es seien bereits vier Jahre verstrichen und das Gebäude noch nicht unter Dach

Staatsminister Rothe stellt fest, daß in diesem Jahr der Museumsbau vollendet werde und daß in. zwei Jahren dasselbe zugänglich sei.

Die Kap. 48 bis 52 werden genehmigt. Bei Kap. 53, Aerztlicher Dienst, bespricht

Abg. Weidner die oft sehr hohen Forderungen der aufs Land berufenen Aerzte. Hierdurch würden oft gut situierte Familien sehr stark mitgenommen, arme aber an den Bettelstab gebracht. Er wünscht, daß hierfür eine Taxe von der Regierung festgesetzt werde und daß die Kosten für mehr als 2 Kilometer von der Staatskasse zu tragen sind.

Das Kapitel wird genehmigt. Die Kap. 54 bis 69 werden nach dem Ausschußantrag angenommen. Damit wird die Verhandlung um halb 1 Uhr abgebrochen und die nächste Sitzung auf Dienstag den 12. März, vormittags 10 Uhr festgesetzt.

-ck- Darmstadt, den 9. März 1901.

Daß beim KapitelVolksschule" natürlich Wünsche laut werden mußten, war vorauSzusehen. Gerade dieser Gegenstand beschäftigt besonders intensiv schon seit Jahren Regierung und Volksvertretung.

Heute wurde von einigen Abgeordneten über die neben- dienstliche Beschäftigung der VolkSschullehrer geklagt und behauptet, einige Lehrer würden durch einen allzu stark betriebenen Weinhandel in der Ausübung ihres Berufes behindert. Jeder Eingeweihte weiß allerdings, daß durch eine sachgemäß betriebene Weinbereitung der Winzer das ganze Jahr in Anspruch genommen ist. Wenn aber als ein Teil der Besoldung dem Lehrer einSchulMck" überlaffen ist, dann muß ihm auch die Zeit gegönnt werden, um hieraus den Betrag herauszuwirtschaften, der bei der Anschaffung bezw. der Stiftung in Ansatz gebracht wurde.

Auch wurde der Regierung anempfohlen, den Lehrern die Uebernahme von Sparkassen, besonders größerer, ab­zuraten. Aber kommen nicht die Lehrer mancher Gemeinden so ziemlich als einzige bei der Uebernahme einer Rechnerstelle an derartigen Instituten in Betracht? Sie scheinen geradezu dazu berufen, im Jutereffe der landwirtschaftlichen Entwicklung eiuer Gemeinde, um die Gründung solcher Raiffeisenscher DarlehnSvereine zu ermöglichen, die Rechnung der Kassen zu übernehmen.

Es wurde erzählt, ein Kreisschulinspektor habe auf einer BisitationSreise zur gewöhnlichen Schulzeit vor dem Dorf den Lehrer Mist fahren angetroffen. So etwas wird wohl selbst der duldsamste Lehrer nicht für korrekt halten.

Es will uns bedüuken, daß jetzt nach der GehaltSei> Höhung der Lehrer nicht mehr so wie früher auf höhere Nebeneinnahmen angewiesen ist, und es ist anzunehmen, daß seine etwaigen Nebenbeschäftigungen soweit zurückgehen werden, daß sie nicht als den eigentlichen Beruf des Lehrers wider- sprechend angesehen werden wird.

In Gegensatz zur Negierung stellte sich die Kammer >urch Annahme des Antrags der Minorität des Ausschusses, die Kosten für die Fortbildungsschulen ganz auf die Staatskasse zu übernehmen, statt, wie geplant, der Regierung einen Dispositionsfonds von 15000 Mk. zur Interstützung bedürftiger Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Gegner des Minoritätsantrages waren hauptsächlich die der Zentrumspartei angehörigen Abgeordneten des Hauses. Sie glaubten, in der Uebernahme der Kosten für die Fortbildunge- chulen das kirchlicherseits verhaßte Schreckensgespenft der Verstaatlichung der Volksschule schon halb verwirklicht zu ehen. Ob die erste Kammer diesem Beschluß beitreten wird, ist fraglich.

Heute wurde in der Kammer auch die Frage erörtert, wie sich die Regierung zur Frage der Trennung der Volksschule von der Kirche stelle, und von der Re­gierung wurde eine zusagende Antwort erteilt.

Politische Tagesschau.

Der PariserTewpS" bringt folgenden Brief eines un­genannten Lavallerieobersten, der auf die Geschichte kenntnisse und die Revanche-Idem der Franzosen ein merk­würdiges Licht wirft:Meine Herren, Sie zitieren ein isoliertes Faktum, wie Sie glauben, das Sie aber dennoch Überrascht und beunruhigt. Was werden Sie zu folgender Wahrheit sagen: In der Schwadron, die ich kommandiere, stelle ich jedes Jahr eine kleine Untersuchung an über den allgemeinen Bildungsgrad der Rekruten. Ich lege ihnen zu diesem Behufe die drei Fragen vor: 1. Was war der Krieg von 1870? 2. Was ist Elsaß-Lothringen? 3. Was war Bismarck? Ich verlange eine schriftliche Antwort. Von den fünfzig Rekruten, die teils Normannen, teils Bretonen, teils auch Pariser sind, wissen dreißig durch­aus nichts. Zehn wißen ungefähr, daß Lothringen eine Provinz ist, daß Bismarck ein deutscher General ober Kais er war, daß der Krieg von 1870 nicht glücklich gewesen, aber ihrer allzu unbestimmten Kenntuiffe haben keinen tieferen Eindruck auf ihr Herz gemacht. Nur weitere zehn, und namentlich die Pariser, haben von unseren Niederlagen erfahren. Und seit fünf Jahren erhalte ich ungefähr das gleiche Resultat.Cest A faire frtmir! rufen die Empfänger des Briefes. Der Einsender spricht die pessimistische Meinung auS, es müffe anderSwo noch schlimmer stehen, da die Eltern der Bretonen und Normannen im Jahre 1870 die deutschen Truppen selbst noch im Lande ge­sehen haben, viele andere dagegen nicht. Dergroße" D6touI6be hatte in ber That nicht so nnrecht, in seiner letzten Rebe in San Sebastian zu sagen, die Revanche seivorherHand" in Frankreich unausführbar ge worben ?

Alls ZtaÄt im- §anS.

Gießen, den 11. März 1901.

Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 9. März dem Zahlmeister Spies im Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm I. (2. Ostpreuß.) Nr. 3, seither Zahlmeisteraspirant im Infanterie Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, das Silberne Kreuz des Ver­dienstordens Philipps des Großmütigen verliehen und den Rechtsanwalt Daniel Freund in Offenbach als Nachfolger des Notars Dr. Hoffmann in Offenbach zum Notar mit dem Amtssitze in Offenbach, ferner den Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Langen Karl B au er zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Darmstadt I, den Gerichtsschreiber bei dem Amts­gericht Beerfelden Wilhelm Stein zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Friedberg, den Gerichtsschreiber bei dem Amts­gericht Fürth Joseph Streuber zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Beerfelden, den HilfsgerichtSschreiber bei dem Amtsgericht Mainz Ludwig Haubach zum Gerichts­schreiber bei dem Amtsgericht Langen, den Hilfsgerichts- schreiber bei dem Amtsgericht Darmstadt II Johann Göbel zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Fürth ernannt.

Prüfungs-Konzerte. In jedem Jahre, wenn die Saison beendet ist, ruft die Schule für höheres Klavierspiel, die von der Pianistin Fräulein Minna Körner geleitet wird, ihre Schüler zu einer Prüfung. In diesem Jahre find die Tage Mittwoch, den 17. März und Don­nerstag, den 18. März dazu ausersehen. Am ersten Tage werden die Kleinen und Kleinsten, am zweiten die Fortgeschritteneren und die auf höherer Stufe stehenden Beweis ablegen, was sie im verflossenen Jahre ge­lernt haben. Fräulein Körner nimmt es sehr ernst mit ihrer Kunst, dem seichteren Geschmack macht sie unter keinen Umständen Koncesfionen, deshalb zeigt auch das Programm nur die Namen bedeutenderer Autoren, wie Bach, Bee­thoven, Brahms, Chopin, Field, Liszt, Mozart, Schubert, Wagner rc. Beide Konzerte finden im Saale des Hotel Großherzog von Hessen statt. Jedem, der sich dafür interessiert, stellt Fräulein Körner (Oswaldsgarten) bereitwilligst Karten zur Verfügung.

* Die Einziehung der Zeitungsgelder wird künftig durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis einschließlich 25. des letzten Monats im Vierteljahr ausgeführt werden. Die Briefträger werden die bisherigen Bezieher von Zeitungen unter Vorzeigung der Bestellzettel befragen, ob ber Weiter­bezug ihrer Zeitungen gewünscht wirb; bejahendenfalls haben sie bie bafür zu zahlenben Beträge zu erheben. Die Brief­träger sind zur vollgiltigen Quittungsleistung Über die er­hobenen Zeitungsgelder berechtigt und haben demnach auf den von den Bestellzetteln abzutrennenden, dm Beziehern zu behändigenden Quittungsabschnitten selbst zu quittieren. Zeitungen, die ber Bezieher nicht mehr bestellen will, können von ihm ober von bem Briefträger im Bestellzettel gestrichen, neue Zeitungen können im Bestellzettel nachgetragen werben. Bestellungen auf bis bahin noch nicht lezogene Zeitungen bürfen nur unter Vorbehalt ber nach­träglichen Prüfung burch bie Postanstalt von ben Brief­trägern angenommen werben. Dem Publikum ist auch ge« tattet, bic Einziehung von ZeitungSgelbern bei ber Post- austalt schriftlich zu beantragen. Für berartige Bestellschreiben ober Beftellkarten kommt eine Gebühr nicht zur Erhebung; sie können in bie Briefkasten gelegt ober ben Briefträgern mitgegeben werben. Außerhalb ber für die Einziehung vor­geschriebene Zeitdauer (vom 15 bis 25. des letzten Monats im Vierteljahr) ist die Entgegennahme von Zeitungsgeld )urch das Bestellpersonal im Orte nur nach vorheriger Anmeldung der Bestellungen bei ber Postanstalt zulässig. DieLanbbriefträger haben bagegen jeberzeit Bestellungen auf Zeitungen entgegenzunehmen.

Spitlphm btt «rrimgttu jraktaltr Stettijtnta.

Opernhaus.

Dienstag, den 12. März. .Jolanthe". Hierauf: . D i e Hand". Zum Schluß:Mendanika". Mittwoch, den 13. März: Geschloffen. Donnerstag den 14. März. .Die Hugenotten". Ur- bain: Fräulein Helene Hohenleitner «IS Gast. Freitag, den 15. März. Geschloffen. Samstag, den IS. März, abends 6V» Uhr:Tannhäuser und der Sängerkrieg aus Wartburg. Tannhäuser: Herr Friedrich Sarlän vom Stadttheater in Bremen, als Gast. Sonntag, den 17. März, nachmittag t<e Uhr:Die Geish a." Abends 7 Uhr: Die Afrikanerin." Montag den 18.März: Geschloffen. Dienstag den 19. März.Benvenuto Sei Uni."

Schauspielhaus.

Dienstag, den 12. März.M e i n e t d b a u e r". Mittwoch, den 13. März.Ostern". Donnerstag, den 14. März.Maria Stu­art". Maria Stuart: Frl. Rottmann vom Stabttheater in Cdln a. G. Freitag, den 15. März. .Der Saufmann von Venedig", Shy- lock: Herr Max Bayrhammer a. V. Samstag, 17. März. 3>/o Uhr. Flachsmann als Erzieher." 7 Uhr. .Rosenmontag". Montag, den 18..März.Die Räuber". Fran, Moor: Herr Max Bohrhammer a. G.

*) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Zur Frage der Getreidezölle.

-Der Unterzeichnete kann die Erwiderung das Herr» Handelskammersekretär Dr. Kehrn auf feine Ausführungen in Nr. 54 dieses Blattes nicht unbeantwortet lassen. Meine Vermutung, daß die Eingabe der Handelskammer selbst landwirtschaftliche Betriebe von 100 Quadratmeter bis zu; 10000 Quadratmeter mitgezählt habe, um dem gläubigen Publikum nachzuweisen, daß nur ein verhältnismäßig ge­ringer Prozentsatz aller Landwirte Vorteil von der (Ä- höhung der Getreidezölle habe, trifft nach der veröffent­lichten Eingabe zu. Wenn die Bewirtschafter solcher kleinen Flächen nach der Ansicht der Großherzoglicl>en Handels­kammer Landwirte sind, dann sind auch alle Landwirte Schneidermeister, weil sie sich gelegentlich selbst einen un­entbehrlichen Knopf an ihre Unaussprechlichen nähen. Das eine wie das andere ist widersinnig.