Ausgabe 
11.12.1901 Zweites Blatt
 
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i,roßherzogvv°

Hessen und Prinzessin Heinrich von Preußen machten heute wieder Einkäufe in unserer Stadt.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In einem Hause der Humboldtstraße in Worms ist in der Sonntagnacht ein Einbruchsdiebstahl verübt worden, wobei etwa 2000 Mk. in barem (Selbe gestohlen wurden. Bezüg­lich der Thäter ist noch nichts bekannt. In Mainz hat sich ein Hausbesitzer gestern früh im Keller seines Hauses er­hängt. Die traurige That ist geschehen, nachdem der Haus­wirt versucht hatte, die in seinem Hause im Parterre gelegene Weinwirtschaft mit Hilfe einer Maurerklammer gewaltsam zu öffnen. Hierbei wurde er ertappt, flüchtete in den Keller und beging den Selbstmord. Im Stadtwalde bei Frank­furt a. M. erschoß sich ein unbekannter, anscheinend den besseren Ständen angehörender junger Mann.

Vermischtes.

* Berlin, 8. Dez. In Anwesenheit der Familien­angehörigen und der nächsten Freunde wurde heule nach­mittag das von Thierbach entworfene gemeinsame Grab­denkmal Ludwig Bambergers und Eduard Las­kers übergeben. Abg. Schrader hielt die Gedächtnisrede.

* Gelnhausen, 9. Dez. Prinz Leopold von Jsenburg-Birstein, ältester Sohn des verstorbenen Fürsten Karl von Jsenburg-Birstein, der zu Gunsten seines jüngeren Bruders Verzicht auf die Succession leistete, hat sich mit der Prinzessin Olga von Sachsen-Weimar, der Tochter des verstorbenen Prinzen Hermann, verlobt.

Bochum, 9. Dez. Infolge heftiger Regengüsse sind die Ruhr und die Lenne nebst Nebenflüssen rapid gestiegen und überschwemmen weite Flächen. Die Hammerwerke und Mühlen im Volmethal mußten des Hochwassers wegen den Betrieb einstellen. Eine Brücke bei Dahl wurde durch die Fluten fortgerissen. Im Jndustriebezirk ist heute abend ein Gewitter mit heftigem Sturm niedergegangen.

* Hamburg, 8. Dez. In der großen Tabakfabrik I. W. v. Eicken entstand heute nacht ein großesFeuer. Der Brand wurde gegen morgen gelöscht. Menschen wurden nicht verletzt. Die verbrannten Tabakvorräte sind sehr be­deutend. Der Schaden soll mehrere hunderttausend Mark betragen.

* Mitau, 8. Dez. Eine Feuersbrunst zerstörte das 50 Werft von hier gelegene prächtige Schloß des Staats­sekretärs Grafen Pahlen.

* Muß man sich photographieren lassen? Ein komischer Konflikt ist zwischen der Direktion des Lessing- Theaters und dem beliebten Bonvivant dieser Bühne, Franz Schönfeld, der bei uns in Gießen jüngst ein erfolgreiches Gastspiel absolvierte entstanden. Der Künstler hatte sich ge­weigert, einer Berliner Wochenschrift, die m weitesten Kreisen unbeliebt ist, sich photographieren zu lassen und war deshalb vom Direktor in eine Ordnungsstrafe von 20 Mk. genommen worden. Gegen diesen Eingriff in sein Selbstbestimmungs­recht reagierte der Schauspieler durch eine Klage auf Rücker­stattung der 20 Mk. und Anerkennung des Rechtes, sich nicht photographieren lassen zu brauchen.

UnioerstMsDachrichten.

Aus Straßburg schreibt man: In hiesigen Universi­tätskreisen verlautet mit Bestimmtheit, daß der bekannte Chemiker Prosessor Dr. F i t t i g , der hier seil über 25 Jahren als Professor und Direktor des chemischen Instituts thatig ist, sich mit Ablauf dieses Semesters von der Lehrthätigkeil zurückziehen will. In Professorenkreisen der Universität Jena wird angeregt, den Führer der Nationalsozialen Pfarrer Naumann als Lehrer für die oor- tige Universität zu gewinnen.

Kunst und Wissenschaft.

Adolf von Menzel, der Allmeister deutscher Malerei, beging in Berlin am Sonntag seinen 86. Geburtstag in voller Gesundheit im Kreise seiner Familie und seiner nächsten Freunde. Seme 80jährige Schwester, Frau Musikdirektor Krüger-Menzel wal­tete, unterstützt von ihrer Tochter und Schwiegertochter ihres Amtes als Hausfrau. Die Kaiserin sandte ein Blumen-Arranaement und m Glückwünsche durch Frau Gräfin Keller; im Auftrage des erschien General-Adjutant von Mackensen.

Gerichtssaat.

Darmstadt, 9. Dez. Das von uns jüngst mitgeteilte Urteil der Kammer für Handelssachen hiesigen Land­gerichts, das die Einrede desSpieldarlehens seitens des Wechselaceeptanten als unbegründet verwarf, ist im anschließenden ordentlichen Verfahren aufrecht erhalten worden. Beklagter hatte hier seine Ver­teidigung dahin geändert, daß behauptet wurde, Näger, er und ein Dritter hätten eine Spielgesellschaft mit gemein­samen Einsätzen gebildet. Der Einwand, so besagen die Urteils grün de, sei sachlich unbegründet. Selbst toerm die neuerliche Behauptung des Beklagten richtig wäre, so folge doch daraus nicht, daß die VerbinÄichkeit, wegen welcher der Wechsel ausgestellt und aceeptiert sei, ungillig, und deshalb dieser Wechsel, weil zur Erfüllung einer Spielschuld gegeben, nicht einklagbar sei. Denn aus der Vorschrift des § 762 B.-^.-B., wonach zwar durch Spiel eine Verbindlichkeit nicht begründet werde, gleichwohl aber Erfüllung einer Spiel­schuld möglich sei, folge, daß das Spiel nicht unsittlich und daß es erlaubt sei, sei es auch der Gesellschaftsvertrag zu Spielzwecken (folgt Hinweis auf Planck, B. G. B. zu § ,762, Stau ding er Eomm. zu §.762 B. G. B.). Von einer Ungiltig­keit solchen Gesellschastsvertrages könne überall nur da ge­sprochen werden, wenn es sich um verbotene oder un­sittliche Spiele oder Zwecke handle, welche der Gesell­schaftsvertrag verfolge. Das sei hier nicht der Fall, da das Spielen in Spaa erlaubt sei. Das Gericht habe um so weniger Anlaß, von dieser Rechtsauftassung abzuweichen, als sie in Uebereinstimmung mit der einer Anzahl bewährter Rechtslehrer stebt (Kipp-Win dscheid, Neumann, Staub, Dern- burg und Staudinger). Ueberdies habe man sich in den Kommissionsverhandlungen des Reichstags gegen eine Vor­schrift im Bürgerlichen Gesetzbuch ausgesprochen, wonach aus Vereinigungen zu Spielzwecken Rechtspflichten nicht entstehen sollten. Hiernach habe nichts im Wege gestanden, daß Beklagter für eine chm aus dem Gesellschaftsvertrag dem Kläger gegenüber obliegende Schuld dem Mager ein Wechselaccept gegeben habe.

Frankfurt a. M., 9. Dez. Die Straffammer verurteilte den SO Jahre allen früheren Krankenwärter und späteren Häusermakler Otto G e i b e l aus Hanau, der sich im Oktober auf 14 Tage in der Wohnung des mit seiner Familie verreisten Kaufmanns e n a r i o in der Bleidenstraße einquartiert und die Wohnung gänzlich auSgecäumi hatte, indem er nach und nach Gold, Silber,

Mobiliarusw. im Wert von 15000Mk. sortschleppte, zulOJa hren Zuchthaus. Tie gestohlenen Sachen wurden größtenteils bei Trödlern wiedergefunden.

Berlin, 9. Dez. Tie Strafkammer des Landgerichts I ocr- handelle heule gegen den Rechtsanwalt Hugo S o n n e n f e l d in Berlin, der angeklagt ist, den Konitzer Ersten Staats­anwalt, Schweigger, durch den in einer Berliner Versammlung erhobenen Borwurf der Illoyalität öffentlich beleidigt zu haben. Sonnenfeld sagte, die Illoyalität liege in einer von Schweigger bei Moritz Lewy's Meineidsprozeß abgegebenen Erklärung, er besitze zur Zeil" kein ausreichendes Material, um gegen Lewy den Vor- wurs der Beteiligung an der Ermordung Winters zu erbeben. Tie Erklärung habe die Geschworenen gegen Lewy beeinflußt. Das Urteil lautete aus 3 00 'Dl t. Geldstrafe (cvent. 20 Tage Gefängnis) und Publikationsbesugnis. Ter Staatsanwalt hatte 1000 'DU. be­antragt.

Halle a. S., 6. Tez. Frau Ida Frank, geb. Buschmann, eine trotz ihrer Jahre noch ansehnliche Tarne, war im Juli d. I. kaum aus dem Zuchthaus, das sie wegen zahlreicher Schwindeleien bezogen, entlassen worden, als sie sich em neues Feld für chre Thätigkeil suchte. Durch einen Agenten ließ sie sich einem nicht unvermögenden Landwirt in Grießen i. Anhalt alsreiche Partie" anbieten. Sie sei die Gutsbesitzerswitwe Elsa Sachse, habe in Selben (Anhalt) ein 200 Morgen großes Gut, dazu 50 Morgen Pacht-Acker, 8 Pferde, 50000 'DU. auf Hypotheken in Halle und 50000 DU. teils baar, teils in Wertpapieren im Geldschrank. Ter Bräutigam war entzückt; er fuhr mit seiner reichen Braut nach Dessau, machte einen Abstecher nach Wörlitz, und man lebte auf seine Kosten herrlich und in Freuden. Als er aber das Gut seiner Braut besichtigen wollte, war diese plötzlich verschwunden. Vor der Straskammer meinte er:Das verlorene Geld ist noch das Wenigste, aber der Spott, den ich ertragen es war mehr als fürne Million." Die Schöne, die in ähnlicher Weise einen Zimmermann in Halle genarrt und um Beköstigung und Garderobe beschwindelt hatte, erhielt in Rücksicht auf ihre Vorstrafen unddas unglaub­lich freche Treiben" 6 Jahre Zuchthaus zudiktiert.

Leipzig, 9. Dez. Vor der 2. Strafkammer begann heute der Prozeß gegen die Direktoren und Aufsichtsräte der Leipziger Wo llkämmerei -Aktiengesellschaft wegen Verschleierung des Vermögens ft an des der Gesell­schaft. Angeklagt sind Geh. Kommerzienrat Offcrmann (Leipzig), Erich Corsica (Leipzig), Fritz Hergersberg (Berlin), Geh. Kommerzien­rat Thieme (Leipzig), Fuhrmann (AMwerpen). Heute wurden die Angeklagten Offermami, Corsica und Thieme vernommen, die jede Schiild bestreiten. Tie Verhandlung wurde sodann auf morgen vertagt.

Paris, 9. Dez. Das Zuchtpolizeigericht in Havre verurteilte den Pariser nationalistischen Stadtv. Barillier, der in Versammlungen gegen den Präsidenten Loubet grobe Beschimpfungen ausgestoßen hatte, zu 6 Monaten Gefängnis.

Wien, 9. Dez. Tas Bezicksgericht verhandelte heute über die Ehrende le idigungsklage des Advokaten Dr. Ritter v. O f e n h e i m gegen den Vizebürgermeister Dr. N e u m a y e r wegen dessen Aeuye'rung, daß Ofenheim Jude sei und er ihn da­her nie für satisfaktionsfähig betrachte. Neumayer wurde zu 1000 Kronen Geldstrafe eoent 10 Tagen Arrest verurteilt

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Breslau, 9. Tez. Nach einer Meldung aus Kattowitz, hat mit Rücksicht auf die herrschende Arbeitslosigkeit dieBerg- oerroal.tung zu Laurahütte ihren teilweise seit längeren Jahren beschäftigten ausländischen vornehmlich galizischen, Grubenarbeitern für Neujahr gekündigt. Mit dem gleichen Termin sollen dafür unbeschäftigte deutsche Arbeiter in Dienst gestellt werden, angeblich 800 Mann.

Bo» der Reichsbank. Wie uns mitgeteilt wird, kaust die Reichsbank von jetzt an Wechsel, welche aufSaar bei Ruhr­ort" ausgestellt sind, an. Diese Wechsel sind an die Reichsbank­nebenstelle in Rrchrort zu girieren.

Märkte.

Gießen, 10. Dezember. Marktbericht Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 1,101,30 Mk., Hühner­eier pr. Stück 710 Pf., 2 Stück 00.00 Pf., Käse pr. Stück 58 Pft Käsematte 2 Stück 00 Pfg., Erbsen pr. Siter 20 Psg., Linsen per Liter 30 Pfa., Tauben pr. Paar 0,701,00 Mk., Hühner pr. Stück 1,001,30 Mk., Hahnen pr. Stück 0,701,30 All., Enten pr. Stück 1,802,40 Mk., Gänse pr. Pfd. 5266 Psg., Ochsenfleisch pr. Pfund 6676 Pfa., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6064 Psg., Schweine­fleisch pr. Pfund 7080 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6066 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kar. 3,203,50 All., Weißkraut per Stück 0000 Pfa., Zwiebeln pr. Zentner 4,005,00 Mk., Milch per Siter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 915 Psg., in Körben 1215 Pfg. Trauben 3550 Pfg., Tomaten per Pfd. 1820 Psg.

Dauer der Marktzeit von morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nicht im Umherziehen feilgeboten werden.

Gingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 9. Dezember 1901.

ImEingesandt" der Nr. 289, 2. Blatt, muß es auf Seite 2 genannten Blattes (wie im Manuskript) heißen: in Zelle 10 von unten stattein" der Grundsatz zc. und in Zelle 2 und 1 von unten stattnichts" nicht enthalten ist.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gieße«.

Neueste Meldungen.

10.

Dezember

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0,5° C.

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Bew. Himmel Schnee.

Bew. Himmel

9. Dez.

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Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

London, 10. Dez. Große Sch nee stürme werden aus Schottland und Nord-England gemeldet.

London, 10. Dez. Ter Unterstaatssekretär im Ko­lonialamt, Earl Onslow, führte in einer Rede in Crewe aus, die Uebernahme der Konzentrationslager von der militärischen Verwaltung auf das Kolonialamt führte zu keinen Mißhelligkeiten. Es solle kein Geld gespart werden, um die Lager so gesund als möglich zu machen. Alle, welche sich naich den günstiger ge­legenen Lagern an der Küste begeben wollten, wür­den vollständige Freiheit haben, das zu thun. Uebrigens sollten die großen Lager abgebrochen und durch kleinere ersetzt werden, worin 2000 bis 3000 Flüchtlinge ein Unterkommen fänden. Viele der in den Lagern Unter gebrachten sind in dieselben gekommen auf Kftcheuers Zusicherung, daß sie nicht aus der Heimat fort­

geschafft würden. An diese wurde die Frage gerichtet, ob sie willens seien, sich nach der Küste zu begeben. Was die von den Buren den Kindern gegebenen Hausmittel betreffe, werde die Regierung, wenn sich dies in Zukunft nicht ändere, nicht zögern, die in Indien bei der Bekämpfung der Pest gemachten Erfahrungen mit den entsprechenden Maßnahmen auch hier anzuwenden.

Paris, 10. Dez. Aus Chriftiania wird gemeldet: Eine Anleihe von 20 Millionen, welche vom Staats­rat vorgeschlagen wurde, soll zum Bau von Eisenbahnen und zur Ausdehnung des Telephonnetzes verwendet werden.

Toulon, 10. Dez, Der frühere Adjutant Bothas, Schauberg, hielt gestern abend einen Vortrag, der großen Erfolg erzielte. Eine Tagesordnung wurde angenommen, worin die Haltung Englands stark getadelt wird. Etwa 600 Personen, welche keinen Zutritt zu dem über­füllten Saale erhalten konnten, durchzogen die Straßen und versuchten vor dem englischen Konsulat zu demon­strieren. Dieser Versuch scheiterte jedoch Tank der ge­troffenen Polizeimaßregeln.

New-'Jork, 9. Tez. Ein Telegramm aus Managua berichtet: Der Minister des Auswärtigen von Nicaraaua und der amerikanische Gesandte unterzeichneten einen Ver­trag, wonach Nicaragua für immer den Ver­einigten Staaten einen sechs Meilen breiten Landstreifen für den Nicaragua-Kanal ver­pachtet hat.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. Hl.. 10. Dezember.

3'/8% Reichs anleihe . . 100.90 30/ j do. « . . 90.50

37,% Konsole .... 101.00 3% do. ..... 90.50 37i% Hessen .... 98.25 80/j Italien. Rente . . . 100.40 4 /o Grieoh. Monopo 1-Anl. 42.60 5% Portugiesen .... 27.10 8% Mexikaner .... 25.50 47r% Chinesen .... 87.70 Tendenz:

Kreditaktien..... 205.50

Diskonto-Kommandit . . 179.30 Darmstädter Bank . . . 125.10 Dresd- ner Bank .... 125.20 Berliner Handelsges. . . 137.90 Oesterr. Staatabahn . . . 140.40 Gotthardbahn.....164.70

Laurahütte ...... 183.00 Bochum ....... 169.80 Harpener ...... 160.50 befestigt.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Stockhausen für das Jahr 1902/03 liegt vom 13. l. Mts an auf hiesigem Bürgermeisterei - Büreau acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten offen.

Stockhausen, den 9. Dezember 1901.

Großherzogliche Bürgermeisterei Stockhausen.

Faust. 8058

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Oppenrod für das Jahr 1902/03 liegt vom 13. Dezember 1901 an auf Großh. Bürgermeistereibüreau acht Tage lang zur Einsicht offen.

Oppenrod, den 9. Dezember 1901. 8060

Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod.

Balser.

Hypothekenbank in Hamburg.

Die Einlösung der am 2. Januar 1902 fallieren Zinsscheine unserer Hypothekenpfandbriefe erfolgt vom 16. De­zember 1901 ab äusser 8061

an unserer Kasse, Hamborg, Hohe Bleichen 18, bei den sonstigen bekannten Zahlstellen und allen Pfandbrief- Vei kaufs- stellen. Die Direktion.

kemrkschast Gießener BrnnnsteinbeWerke

vormals Fernie in Gießen.

Wir geben hierdurch bekannt, daß unser Vorstand aus folgenden Personen besteht:

Rechtsamvalt W. Grünewald, in Gießen,

Heinrich Res in Frankfurt a. 9JL,

Landesrat Schmidt in Düsseldorf,

Albert Zobel in Gießen,

S. Pascoe daselbst (gewählt als Delegierter des Hauses Sal. Oppenheim ft. L Co. in Eöln a. Rh. als Pfandhalter der Parttal-Obligationen).

Vorsitzender des Grubenvorstandes ist Herr Rechtsamvalt W. Grünewald in Gießen, Stellvertreter des Vorsitzenden Herr A. Zobel m Gießen.

Zum Zuftellungsbevollmächttgten ist der Vorsitzende bestellt; derselbe führt auch das Gewerkenbuch.

Technischer und geschäfllicher Letter der Gewerkschaft ist Herr Direktor Dr. Ernst Esch in Gießen. Derselbe ist mit der Voll­macht versehen, innerhalb des Geschäftsbetriebs Verträge für die Gewerkschaft abzuschließen, sowie rechtsverbindliche Erklärungen abzuaeben und entgegen zu nehmen. 8067

Gießen, den 3. Dezember 1901. Der Grubendorstand.

Gesellschaft sük Erd- n. WkerkMe Gießen

III. Vortrag

Mittwoch de« 11. Dezember 1901, abeuds 8*/» Uhr: in der großen Aula der Universität.

Herr Hoftat E. V. Hesse-Wartegg (Luzern):

Ueber Samoa (mit Ausstellung).

Karten für Nichtmttglieder sind zu Mk. 1.50, für Studierende und Schüler zu Mk. 0.50 in der Ricker'schen und Krebs'schen Buchhandlung zu haben. 8068

tat

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Brenn-Apparate Phonographen

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Grammophone

empfiehlt

7225

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Emil Schmidt,

Neuenweg 16.

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