37s% Reichsanleihe
30/o
do.
Tendenz: fest
e-
196.20 170.70
117.00 . 118.70 129.30
135.70 154.80 176.28 159.00 151.90
.100.40
90.10
100.50
90.10
98.40
99.10
42.30
25.75
25.85
83.70
Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Gotthardbahn . , . Laura hätte . . . . Bochum . . . ’ . -. Harpener . . . .
für die Unteroffizier-- und Mannschaftsküche des 1. Bataillons Jnfanterce-Regts. Kaiser Wilhelm (Nr. 116) soll für die Zeit 00m 1. November 1901 bis Ende Oktober 1902 im Wege öffentlichen Ausgebots vergeben werden.
boten) so muffen diese Bastarde Ersatz bieten; in ihrem Aeußern ähneln sie sehr der gemeinen Ziege (besonders die Weibchen), in ihren Gewohnheiten haben sie viel vom Steinbock.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Darmstadt feierte am 7. d. M. die Reinecksche Schule ihr 50jähriges Bestehen. Die Festrede hielt Prof. Weckerling aus Offenbach. Der Begründer der Schule, Heinrich Reineck, hat s. Z. in Friedberg seine Studien gemacht. Er starb 1883. Seitdem leitet feine Tochter, Frl. Marie Reineck, die Schule. — Ein schwerer Unglücksfall hat sich in Hammelbach zugetragen. Der 19jährige Sohn des Zim^ner- meisters Fendrich hantierte - mit einer Feile so unvorsichtig an einer Patrone, daß sie explodierte und dein jungen Mann die Ladung ins Herz ging. Er war sofort tot. — In Frankfurt ist der König von Griechenland eingetroffen und im Hotel „Englischer Hof" abgestiegen. — Eine eigenartige Zahlungsweise wandte ein junger Kaufmann in Höchst an. Er war von der Polizei mit einer Geldstrafe von 10 Mk. belegt worden. Um nun der Polizeiverwaltung ein Schnippchen zu schlagen, sandte er das Strafgeld nachts 11 Uhr von Frankfurt aus auf telegraphischem Wege ein, sodaß der zur Empfangnahme berechtigte erst aus seiner Wohnung herausgetrommelt werden mußte. Wenn der Betreffende nun -auch viele Lacher auf seiner Seite gehabt haben mag, so foürfte diesem Späßchen doch ein gerichtliches Nachspiel folgen.
Kirchliche Nachrichten.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesrllschaft.
Sabbathfeier am 12. Oktober 1901.
Freitag abend 51S. Samstag vormittag 830. Nachmittag 330.
Sabbathausgang, 630.
, Wochengottesdienst: morgens 700 Uhr, abends 5°° Uhr.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 10. Okt. Major Wuttge, der Kommandeur des Feld'Artillerie-Neg'.ments Nr. 58 in München, der bei seinen hiesigen Verwandten zum Besuch weilte, ist heute früh in seinem Schlafzimmer durch Leuchtgas erstickt aufgesunden worden. Es liegt ein Uuglücksfall vor.
Berlin, 10. Okt. Bundesratskrcise glauben, daß die Beratung über den Zolltarif im letzten Drittel des Oktober stattfinden wird. Die rumänische Regierung benachrichtigte den
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
3V,o/c> Konsole . .'■'.v
30/0 do. .....
3'ZgO/i) Hessen . . .
50/0 Italien. Rente . .
4'/q Griech. Monopol-Anl.
3Vo Portugiesen . . .
80/q Mexikaner . . .
4V2V0 Chinesen . . .
Die Lieferungsbedingungen können auf dem Zahlmeffter-Gl
Telephonischer Kursbericht, Frankfurt a. M., 10. Oktober.
Grrichtssaal.
S. Darmstadt, 10. Okt. (Telephonmeldung des „Gießener ^Anzeigers".) Das Schwurgericht verurteilte heute vormittag den Dienstknecht Peter Meyer, der im September iin dem Wald bei Dieburg eine von der Wallfahrt zurückkehrende -verheiratete Frau vergewaltigt hat, zu 10 Jahren Zuchthaus 'imd 10 Jahren Ehrverlust. Mildernde Umstände werden ldem Verurteilten nicht zugebilligt. Die Verhandlung wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft öffentlich geführt.
Darmstadt, 9. Okt. Gestern abend hat das Schwurgericht 'ben 19 Jahre alten Johann Pfeiffer aus Unter-Ostern, der in 'Wahlen den Steuerausseher Adler von Birkenau thätlich angegriffen und durch einen Schlag mit einem Hischhorngriffe getötet hatte, unter Anrechnung mlldenrder Umstände (Trunkenheit) zu einer Gefängnisstrafe von 4 Jahren verurteilt. — Heute wurde der 19 Jahre alte Metzger Fischer von Eßlingen, der in einer Wirtschaft in Hofheim den Jäkob Lösch beim Kartenspiel durch einen Messerstich getötet hatte, zu 2 Jahren -6 Monaten Gefängnis verurteile
schäftszimmer des 1. Bataillons eingesehen werden.
Angebote, ganz oder teilweise, mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Kartoffeln, Erbsen, Linsen, Bohnen usw." find uer schlossen und portofrei bis spätestens den 18. Oktober d. Js. an die unterzeichnete Kuchen- Verwaltung emzureichen. 6739
Küchen-Verwaltung
des 1. Bataillons Jnstr.-Regts.
Lkaiser Wichelm (Nr. 116).
Ansgebot.
Die Lieferung des Bedarfs an: Kartoffeln, co. 140000 Kg., Erbsen, Linsen, Bohnen, Reis, Nudeln, Graupen, Weizenmehl, getr. Pflaumen, gebr. Kaffee, Zucker, Sah, Pfeffer, Essig, Calaiöl, .vandkäse, Limburger Käse, Heringe und sonstige kleinen Küchenbedürfnisse und frische Gemüse
Arbeiterbewegung.
— Auf der Bndcrus'scherr Grube „Schöne rlussicht," bei Laubuseschbach wurde 25 Bergleuten gekündigt.
Hanau, 9. Okt. Die gestern in einen Streik eingetretenen Etuisarbeiter der Firma Zeh u. Schien haben heute Morgen, dem „Han. Anz." zufolge, die Arbeit wieder ausgenommen, nachdem die Firma einige Zugeständnisse hinsichtlich der von den Arbeitern gestellten Forderungen gemacht hat.
— Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert u. Co. Wie die „Fränk. Tagesp." meldet, wurde in den Werkstättenversammlungen durch den Arbeiterausschuß mitgeteilt, daß die Direktion erklärt habe, es ' würden noch weitere Arbeiterentlassungen stattfinden; auf eine Verkürzung der Arbeitszeit könne nicht eingeganaen werden. Tie Versammlung beschloß, an die Direktion das Ersuchen zu richten, doch lieber eine Verkürzung der Arbeitszeit eintreten zn lassen, um weitere Entlassungen nicht vor- nehmen zu müssen.
Eingesandt.
((Für Form und Jnbalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
G i eß en, den 9. Oktober 1901.
Daß die Rohheit unserer Straßenjugend in bedauerlicher Weise zunimmt, ist eine oft gemachte Erfahrung. Heute nachmittag nach 5 Uhr wurde mein 9jähriger Sohn auf dem Heim- iroeg von der Klavierstunde, als er die Auslagen der Frees'schen Buchhandlung betrachtete, von einem herantretenden Jungen auf- mefordert, ihm den Inhalt seiner Musikmappe zu zeigen. Auf die begreifliche Weigerung meines Sohnes rief der Fremde 3 bis 4 -andere Bengel herbei und mit veremten Kräften prügelte die Ge- jsellschaft meinen Sohn, der sich gegen die Uebermacht nicht wehren ckonnte, durch, wobei ihn ein Faustschlag ins offene Auge traf. Es jift in den letzten Jahren schon einigemal voraekommen, daß meine durchaus friedfertigen Kinder von stets in der Ueberzahl befindlichen iRotten roher Lümmel ohne jede Veranlassung angesallen ^wurden. Auch andere Eltern haben dies an ihren Kindern erfahren müh'eiL Angesichts solcher Verrohung und bodenlosen Ge- imemheit erscheint der dringende Wunsch gerechtfertigt, daß seitens ’ber Polizei bester dafür gesorgt werde, daß anständig ge = 'kleidete Kinder d i e Straßen der Stadt passieren Sonnen, offne von s chamlosen Gassenbuben ver- \olgt und mißhandelt zu werden. Dr. R.
Berliner Gesandten, daß die Erneneruug des Handelsvertrags mit Deutschland ausgeschlossen sei, falls der deutsche Zolltarif wie er vorliegt, Gesetz wird. Der Gesandte soll dem Reichskanzler dies milgeteilt haben.
Berlin, 10. Okt. Der italienische Minister Baccelli ist heute vormittag 8.15 Uhr hier an gekommen und von dem Virchow-Komitee, Prof. Hans v. Virchow und den Mitgliedern der italienischen Botschaft empfangen worden.
Petersburg, 10. Okt. Ter Kriegsminister Kuropatkin i onzentriert an der Grenze von Afghanistan 40 000 Manu.
London, 10. Okt. Bei der Generalversammlung der Aktionäre der Birminghamer Waffenfabrik wurde beschlossen, emc Dividende von 20 Prozent zu verteilen. Ernst Chamberlain wies darauf hin, daß seit der Gründung der Gesellschaft noch (eine so hohe Dividende verteilt wurde.
London, 10.Okt. Die tägliche Verlustliste der englischen Truppen in Südafrika bezifferte sich vorgestern auf 7 Tote, 19 Verwundete und 7 durch Krankheit Gestorbene.
London, 10. Okt. Die „Times" melden aus Dundee vom 7. Oktober: Obgleich General Botha sich durchaus nicht in Sicherheit befindet, scheint es doch, daß er aus der engen Truppenkette, die sofort gebildet wurde, um seinen Rückzug ab- zuschneiden. entkommen wird. Botha bewegt sich längs der Grenze des Zululandes nach dem Norden zu. Am Sonntag gelang es ihm, die Linie der englischen Truppen mit ungefähr der Hälfte seiner Mannschaften zu passiereu.
Amsterdam, 10. Okt. Das „Handelsblatt" berichtet: Baissevin hat einen offenen Brief an den Präsidenten Roosevelt gerichtet, indem er um die Jntervention des Präsidenten zur Beilegung des südafrikanischen Krieges nachsucht.
Brüssel, 10. Okt. Hiesige Blätter berichten, der Kongostaat habe beschlossen, eine Eisenbahn von 1400 Kilometer Länge durch den Staat zu leiten. Diese Linie würde den oberen Kongo mit dem Victoria Njansa und dem Tanganjika-See verbinden.
Paris, 10. Okt. Nach Meldungen aus Petersburg ist man dort überzeugt, daß die Thronbesteigung des Emirs von Afghanistan einen Bürgerkrieg Hervorrufen werde, da der neue Emir beim Volke wie beim Adel unbeliebt ist.
Peking, 10. Okt. Die Lage ist sehr befriedigend. Die Chinesen halten ihr Versprechen. Wie es heißt, hat sich Rußland entschlossen, den Hasen von Niutschwang oen Chinesen wieder abzutreten.
Peking, 10. Okt. (Reuter). Prinz Tschun g richtete an alle fremden Gesandten das Ansuchen, daß alle fremden Geschäftsniederlassungen aus Peking entfernt würden, werk Peking kein Vertragshafen sei.
Köln, 10. Okt. Bei Nippes wurde ein Mann durch Messerstiche getötet, beraubt und an einem Bretterzaun aufgeknüpft gefunden. Von dem ^Raubmörder fehlt jede Spur. Die Person des Ermordeten wurde bisher nicht festgestellt.
Hamburg, 10. Okt. Ter Sturm auf der Nv-rd- s e e ist erneut ausgebrochen. Bisher sind etwa 40 Schliffsunfälle festgestellt worden, wobei 13 Personen umkam e n.
Haag, 10. Oktober. Gestern fand in der hiesigen großen Kirche ein Bittgotte s'dä e n st anläßlich des Iah restages des Ausbruches des Krieges statt. Sämtliche Burenbehörden, sowie eine große Volksmenge wohnten dem Gottesdienst bei. Drei Pfarrer hielten Ansprachen, in denen sie die verhängnisvolle Lage, die den Buren durch die englische Politik geworden, darstellten. Sie hielten Gebete ab für die Präsidenten Krüger und Steijn, sowie alle Burenyelden und auch für das englische Volk, damit es von seiner Blindheit befreit werde". Nach dem Gottesdienst sang die Menge die Transvaalhymne. — „Daily Mail" berichtet aus Lissabon, daß ein Gefecht zwischen Buren und Aigländern bei KomatiPoort stattgefunden habe. Die englischeu Soldaten mußten aus portugiesisches Gebiet flüchten.
Rom, 10. Okt. 'Der am 5. ds. Mts. verhaftete Däl- matier Glavin 0 witsch wurde heute wegen unerlaubten Waffentragens zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe wird er nach Dalmatien abgeschoben.i Glavinowitsch erklärte, er sei Sozialist
Tanger- 10. Okt. In allen Moscheen werden für die Befreiung der Spanier Gebete abgehalten werden.
New-Vork, 10. Okt. Mehrere Erdstöße sind an verschiedenen Punkten der süd- und mittel-amerikanischen Küste verspürt" worden. In Nicaragua entstanden große Erdrisse. Die Erde senkte sich und an verschiedenen Stellen steht nunmehr acht Fuß hoch, Wasser.
Kapstadt, 10. Okt. Der über die Kap-Kolonie verhängte Belagerungszustand bezweckt ganz besonders die Ueberwachung von Personen, von Informationen, von Kriegs-Material und Proviant, welche in den verschiedenen Häfen ein- und ausgeführt werden.
Vermischtes.
* Neapel, 9. Ott. Alle Kranken im Lazarett von Nisida, ausgenommen zwei, sind auf dem Wege der Besserung. Alle isolierten Personen befinden sich ganz wohl. In Neapel und Umgegend ist kein neuer Pestfall vor- gekommen.
* Unfälle aufSee. Die norwegische Bark „Phyllis" aus Christiania ging am 3. ds. int Schlepptau des Hamburger Seeschleppers „Ajax" vom Trun bei Falmouth int Ballast nach, Hamburg, passierte am 4. ds. Saint Chaterine Point ,und kenterte am 7. ds. bei der Insel Ameland an der holländischen Küste bei schwerem Sturm infolgeUeber- gehens des Ballastes. Die aus 7 Personen bestehende Mannschaft wollte sich int Rettungsboote an Bord des „Ajax" .retten. Dicht vor dem „Ajax" kenterte jedoch das Boot. sUnter größter Anstrengung gelang es der Mannschaft des „Ajax", den Kapitän Broerresen, den Steuermann und einen Altat rosen zu retten, während 4 von der Mannschaft erkranken. Der Kapitän, der anscheinend leblos war, kam durch, die Wiederbelebungsversuche wieder zum Bewußtsein. „Ajax" landete die Geretteten in Cuxhaven. — Der dänische Schooner „Anna" ist südlich der Greifswalder Oie ,gef unken. Die Mannschaft wurde gerettet. — Eine Depesche aus Portsmouth meldet: Der Torpedobootsjäger „Crane" war mit einer Torpedobootsflotille auf der Fahrt von Portsmouth nach Portland, als im Majchinenraum bemerkt wurde, daß die Deckbalkenlage mittschiffs gebogen war. Das Schiff kehrte nach Portsmouth zurück, wo die vovgenommene Untersuchung ergab, daß die Hauptbalken, wenn nicht gebrochen, so doch ernstlich beschädigt waren.
* Essen a. d. 9t, 9. Okt. Auf einem Anbau des ihiesigen Krankenhauses stürzten heute infolge Leiter- pruches 6 Arbeiter ab. Sie wurden sämtlich verletzt, drei von ihnen schwer.
* Artern, 9. Okt .Nach amtlicher Meldung fuhr in Haltestelle Reinsdorf heute mittag zwischen 1 und 2 Uhr der Schn ellzug Erfurt—Magdeburg auf einen durch den Sturm auf das Hauptgeleis getriebenen Güterwagen, iLetzterer wurde zertrümmert, die Lokomotive des Schnell- izuges stark beschädigt. Personen sind nicht verletzt worden, i<Luch ist die Betriebsstörung bereits beseitigt
* P apenstnr g, 9. Okt Wie die „Emszeitung" beachtet, entstand nachmittags in der elektrometallurgischen Fabrik in dem Trockenraum durch Unvorsichtigkeit eines Arbeiters Feuer, das sich sofort über den gesamten Raum ausdehnte. Von den 14 in dem Trockenraum beschäftigten iArbeitern wurde einer als Leiche und völlig verkohlt auf- , gefunden, ein zweiter erlag seinen Verletzungen bereits. -Die anderen 12 Arbeiter sind schwer, aber nicht lebensgefähr- «lich verletzt Ter Brand ist gelöscht.
' * Madrid, 9. Ott. In der Provinz Lerida wurde seine geh eime GeseNsch aft von achst Personen, die fid) „ber Tod" oder „die Gerechtigkeit" nennt und feit acht Jahren ihr Unwesen trieb, festgenommen. Die Mitglieder der Gesellschaft sollen eine Menge Mord- thaten begangen haben. Die gerichtliche Untersuchung ist 'eingeleitet
Landwirtschaft.
Deutsche Laudwirtschaftsgesellschast. Berlin, 9. Okt. In der Herbsttagung der Deutschen Landwirtschaftsaesellfchast Hal sich Geh. Rat Professor Dr. Dammann-Hannover über bte K 0 ch - schen Mitteilungen zur R i n d e r tu b e rk u l 0 s e sehr skeptisch ans= gesprochen. Ter Soirderausschuß zur Bekämpfung der Tierkrankheiten hat denn auch eine allen deutschen Bundesregierungen zu unterbreitende Erklärung angenommen, in der er die Angelegenheit noch nicht sür fpramretf anerkennt unö empfiehlt, die bisherigen Ataßnahmcrr aus dem Gebiete der Fleisch- und .Milchhygiene einstweilen noch beizubehalten. Im Soirderausschuß sür Pferdezucht wurde Mitteilung gemacht über die auf Anregung der Gesellschaft durch das Auswärtige Amt erfolgte Entsendung des Generalsekretärs Oithen-Hannover nach Frankreich. Der Genannte soll dort drei Monate die besonderen Verhältnisse studieren, unter denen die Förderung der französischen Pferdezucht durch öffentliche Einrichtungen erreicht wird. Im übrigen beschästiaten sich die fünf Sonderausschüsse für die verschiedenen Gebiete der Tierzucht, vor allein mit der Frage der allgemeineren Einführung des Punktveriahrens beim Prcisrichten und mit der Schauordnung der nächstjährigen Aus- stellung in Mannheim.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Märkte.
Limburg a. d. Lahn, 9. Oktober. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro Malter.) Rother Weizen 13,70 Mk., weißer Weizen —Mk., Korn 10,09 Mk., Gerste 0,00 Mk., Hafer 6,50 Mk., Erbsen —Mk.
Leipzig, 9. Okt. Tie Abendblätter enthalten eine Mitteilung des Aufsichtsrats der „Leipziger Bank", in der es heißt, der Aufsichtsrat sei, seitdem er an die Stelle des früheren Aufsichtsrates getreten sei, im Interesse vorteilhafter Verwertung der Vermögensobjekte der Bank und im Interesse der möglichen Berücksichtigung der Aktionäre bemüht gewesen. Dieses Bemühen müsse jetzt als gescheitert angesehen werden. Auch den Weg, sich direkt an die Aktionäre um Hülselcistung zu wenden, habe der Aussichtsrat nicht gehen wollen. Abgesehen von der Zweifelhaftigkeit eines nennenswerten Erfolges bei den erforderlichen großen Summen stehe jede Mtion auf diesem Wege unter dem Risiko großer Schmierigkeiten, die sich aus der besonderen Natur des Geschäftsbetriebes, der erschwerten Kontrolle und namentlich bei den Treberwerten aus der größtenteils heillosen Verwirrung der einzelnen Geschäftszweige zu einander ergaben. Solchen Schwierigkeiten würde man auch mit einem von den Aktionären aufgebrachten Kapital ratlos gegenüberstehen, so lange nicht die Anlehnung an ein großes erprobtes Finanzinstitut gesichert sei, wozu aber keinerlei Aussicht bestehe. Der Aussichtsrat halte sich für verpflichtet, die Aktionäre von dieser Sachlage zu unterrichten.
LltterarisLye Nenerscheinungeu.
(Besprechung vorbehalten.)
Hübners, Otto, Geogr.-statist. Tabellen aller Lander der Erde. Hersg. von Prof. Fr. v. Juraschek. Ausg. 1901. (VH, 94 S.) Franks., Heinr. Keller, geb. 1.50.
Münchener Kalender 1901, Verlagsanstalt vorm G. I. Manz. Regensburg, 1 Mk.
Kleiner M ü n ch e ner Kalender 1901. Ebda. 50 Pfg.
Schlicht, Frhr. v., Exzellenz Seifert. Humoristischer Roman. 4. Aust. (304 S.) Dresden, Heinr. Minden. 4 Mk.
Telmann, Konrad, und Hermione v. Preus ch en, Von Ihm und von Ihr. Bilder aus dem Leben. (253 S.) Berlin W. 35, Karl Duncker. 3 Mk.
Zukunft X 1. 50 Pfg. — Das freie Wort I, 13. 40 Pfg. — Kunstwort XV, 1JJ60 Pfg. — Berl. ill. Ztg. X, 40. 10 Pfg.
gitteratur, Wissenschaft und Kunst.
— Agnes Sorma hat zum erstenmale vor dem Frankfurter Publikum gastiert, und in dem Stücke „Die Zwillingsschwestern" enthusiastische Aufnahme gefunden.
— Die Kammersängerin Frau Schröder-Hanfstängl in Frankfurt a. M. ist als Lehrerin für Sologesang an die kgl. Akademie der Tonkunst in München berufen worden.
Aachen, 6. Okt. Bei der heutigen Versteigerung der Innenausstattung des berühmten v. Wespien'schen Patrizierhauses erwarb das Germanische Museum in Nürnberg das mit kostbaren Gobelins ausgestattete Empfangszimmer für 57 000 Mk. Die übrige Ausstattung geht in Prioatbesitz über.
Krieskasten der Redaktion.
Stammtisch Central. Gießen chatte nach der Volkszählung vom Jahre 1875 13 980 Einwohner und nach der Volkszählung vom Jahre 1880 17 003.
Oktober
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