Ausgabe 
6.10.1901 Fünftes Blatt
 
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Nr. 235

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Die Giehener Familien, blätter werden dem An­zeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei­gelegt.

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Drittes Blatt.

151. Jahrgang.

Sonntag 6. Oktober 1901

GietzenerAiizeiger

** General-Anzeiger ö **

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Annahme von Anzeige« zu der für den folgenden Lag erscheinenden Nr, bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Dermitt« lungsstellcn des In-und Auslandes nehmen An­zeigen entgegen.

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Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wlttko; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

gebogen« lalteriche

Um 3 Uhr war großes Festmahl im Zoologischen Garten, an dem sich Wt üsbie-r 400 beteiligten, in der bis! auf den letzten Platz gefüllten Christuskirchie fand zum Ab- schluß der 54. Jahresversammlung ein Kirchenkonzert statt.

54, HlUl-tversammlung des Custav-Adolf-Smius. IV.

G. S. KSlttL Rh.> 3. Oktober.

Stimmen gegen 68, die für Erle abgegeb

Gemeinde Bentschen zu. (Beifall.) Erle _______,

und Barcelona6300 Mk. Generalsuperintendent Pfeisfer- Kassel überbringt die Einladung an den Zentralvorstäno, die nächstjährige Tagung in Kassel abzuhalten- die angenommen wurde.

Unter großer Spannung evgriff Pastjor Bourrier-z Paris das Wort, der Lis zu seinem 50. Jahre katholischer Priester war, vor 6 Jahren Konvertierte, in Paris evan­gelische Theologie studierte und nun eine Vorortsgemeinde von Paris pastpriert. Nachdem er sich in .französischer Sprache Vvrgestzellt, wurde seine von ihm verfaßte kurze Lebens­geschichte in deutscher Sprache vorgelesen, in der in hervor­ragend feiner Weise all die Gewissensnöte geschildert wer­den, in denen er gesteckt und aus denen zu kommen ihm endlich! nach schweren inneren Kämpfen gelungen ist. Bourries giebt eine Zeitschrift heraus,Le chretien ftancais^, die von 1000 katholischen Priestern in Frankreich gelesen wird. Weitere 500 katholische Priester sind aus ihrer Kirche aus­getreten, 6 Bischöfe stehen der Bewegung freundlich gegen­über. (Großer anhaltender Beifall.)

Professor Rietschel-Leipzig berichtet über die Ver­hältnisse und Bedürfnisse der drei von dem Zentralvorstand für die große Liebesgabe vorgeWagenen Gemeinden: Bar-

die sich bei dem dienenden weiblichen Berlin feftstellen laßt. Tie Spree-Ufer und draußen die stillen märkischen Seen wissen davon zu erzählen. Auch in den letzten September­tagen dieses Jahres sind an zuständiger Stelle solcher Ver­suche sehr viele gemeldet worden. Seit dem 15. v. M. nicht weniger als 25! Aber das wird an der Ueberschätzung des bunten Rockes, die nicht nur in den dienenden Regionen unserer Evatöchter zu beobachten ist, kaum eine Aenderung herbeiführen. Wenn sie auch alle nichts taugen, die flotten Kerle mit den zudringlichen Herzen der eine einzige wird schon einmal eine Ausnahme machen. Und so hat eben vorderhand jede den einzigen. Ganz besonders untreu sind in dieser Campagne die Luftschisfer gewesen, die sich heim­tückisch aus ihren Kasernements am Tempelhofer Felde ins Manöver begeben haben, um von dort überhaupt nicht wiederzukehren. Tie charakteristischen Ballons, die an krumme, dicke Leberwürste gemahnten, werden fortan nicht mehr über dem Kreuzberg, sondern in der Tegeler Heide aufstzeigen; denn nach Tegel in neuerbaute schöne Räume ist die gesamte Lustschiffer-Abteilung umquartiert wordem Aber wer will just von den windigsten Gesellen des ganzen Armee-Verbandes Treue verlangen? Tegel ist einer jener glücklichen Orte in der näheren Umgebung der Reichs­hauptstadt, der neben den Annehmlichkeiten großstädtischer Einrichtungen noch ein gut Teil schöner beschaulicher Natur aufweisen kann. Vor zehn Jahren noch ein von der modernen Kultur kaum belecktes märkisches Torf, zeigt es heute eine Reihe vornehm gebauter Häuser, reizender Villen und natür­lich auch ziemliche Komplexe der unvermeidlichen Miets­kasernen. Tie mächtigen Wasserwerke der Stadt Berlin mit ihrem Beamten- und Arbeiter-Heer, sowie verschiedene in­dustrielle Großbetriebe in der Nähe stellen das Haupt­kontingent der Bevölkerung und die lebhaft begehrten Wohnungen sind höher im Preise als in den Distrikten von Berlin-N-. Wald, Wiese uno Wasfer beleben weithin das landschaftliche Bild um Tegel, und der Schwßpark des netten bescheidenen Schlößchens, das den berühmten Brüdern Hum­boldt gehörte, ist in seinem jetzigen bunten und doch so wehmütigen Herbstschmuck von unendlichem Reiz. Wie ein Hort des Friedens liegt inmitten des alten grünen Reviers die Begräbnisstätte der Familie. Schlichte, liebevoll ge-

I celona in Spanien, Deutschen in Posen und Erle in West- schmal, sich allmählich verbreitert und dann wieder verengt. . 11? ,große Liebesgabe mit 19 830 Mk. sällt mit 13 Auch hat man nicht eine gerade, sondern eine < i Stimmen gegen 68, die für Erle abgegeben wurden, der Fluchtlinie gewählt. Man will dadürch das mittel.^ ***'*" n \ erhält 6269 Mk. Städtebild, das die Häuser bieten, vervollständigen. Das

.x--cc-" Auge des Beschauers kann auf diese Weise nicht das ganze Straßenbild auf einmal in sich aufnehmen; mit jedem weiteren Schritt soll sich ihm ein Neues bieten, auf dem sein Blick ruhen wird, an dessen Schönheit er sich erfreuen kann.

Heute vormittag wurde von D Pank die zweite öffent­liche Hauptversammlung im Evangelischen Vereinshaus er­öffnet. Pfarrer D. Hartung-Leipzig tragt den Jahresbericht vor, Superintendent Stürzbein berichtet über die Re- visüm der Jahresrechnung pw 1899/1900. Dem Rechner und der Prüfungskommission wird der Dank der Ver­sammlung ausgesprochen.

Pastor Meyer-Antwerpen betrat die Rednertribüne, um Bilder aus der belgischen Diaspora zu entwerfen. Nach einer längeren geschichtlichen Einleitung, durch die die reformatorische Bewegung im 16. Jahrhundert in den Niederlanden, aber auch die Zeit der Unterdrückung und Vernichtung des Protestantismus durch Alba, der 18000 Ketzerprozesse unterschrieben hat, eine klare Schilderung fand, ging der Redner auf die neuere und neueste Zell ein. Nach Gründung des Königreichs Belgien gab's nur 7 evan­gelische Gemeinden und, kam aus 655 Bewohner ein Protestant. Die Zahl der Protestanten ist jetzt aus 30000 gestiegen, und nun ist jeder 227. belgische Einwohner Bekenner des Evan­geliums. Tie Evangelischen Belgiens verfallen in zwei "T^Einationen, ungefähr ein Drittel gehört der belgischen Missionskirche, zwei Drittel der Synodalkirche an, die, wenn flaut), früher sich manchmal befehdend, jetzt Hand in Hand Miteinander arbeiten, die erstere mehr missionierend unter freu Katholiken, die letztere das Vorhandene mehr zu bauend und pflegend. Man zähle in Belgien 54 T-iasPvragemeinden mit 9551 Seelen. Zn drei Fünftel können diese Gemeinden für ihre kirchlichen Bedürfnisse von selbst aufkommen. Es ist nM nie bekannt geworden, daß an den vielen Unruhen

Landes sich je ein Protestjant beteiligt hätte. Zum Schlüsse legt der Redner einen Scheck von 10 000 Mk., von einem Ungenannten für die Los-von-Rom-Bewegung ge­stiftet, in die Hand des Vorsitzenden. (Großer anhaltender Beifall.) Der Vorsitzende giebt die Mitteilung, daß die gestern abend veranstaltete Kollekte von über 1500 Mk. nach Beschluß des Vorstandes der Gemeinde Troisdorf bei Bonn zugute komme, die morgen den Grundstein zu ihrer evan­gelischen Kirche legt. Inzwischen ist aus Wörrstadt in Rhein­hessen von der Hauptversammlung des evangelischen Bundes ein Begrüßungstelegramm eingelaufen, das sofort erwidert wurde.

Feuilleton.

Maudereien aus der Kaiserstadt.

(Nachdruck verboten.) Statistisches von der Soldatenliebe. Der Auszug der Lust- schiffer. Tegel einst und jetzt. Berliner Bahuhofsnamen.

Tas alte Lied von der Treue der Soldatenliebe hatte immer einen ironischen Beigeschmack, und die orientalischen Neigungen Onkel Bräsigs, der bekanntlichdrei Brauten" hatte, sind unter unseren Märkern und Pommern im bunten Rock recht verbreitet. Sie geraten vielfach auch darin nach dem alten schwereuöteriaeu Oekonomiker, daß sie schließlich von allen dreien keine heiraten. Ach und wie oft wird das holden Küchenfeen von sorglichen Hausfrauen gepredigt, um ein braves, nur zu vertrauensseeliges Mädchen vor den unausbleiblichen Enttäuschungen zu bewahren; die leicht­sinnigen Liebesschwüre der stattlichen Taugenichtse über­tönen jede gutgemeinte Warnung. Alljährlich aber, um die lustige Zeit der Reservisten-Entlassungen, wenn der endlich wieder in Freiheit schwelgende Gardist die Achselklappen auftollt, und sich, einen Jnterims-Marschallstab leistet, kann man in vielen herrschaftlichen Küchen sehr trüben Gesichtern und dickverweinten Augen begegnen; denn der Ungetreue hat feiner trefflichen Verpflegerin auf mehr oder minder verblümte Art den Laufpaß gegeben und verduftet alsbald, Gott allein weiß- wohin. Aber das bestimmt die betrogene Geliebte zunächst noch lange nicht, sich dem solideren Zivil Huzuwendeu, sie wechselt höchstens das Regiment, und wenn der schlechte Patron ein Alexandriner war, so versucht sie's diesmal vielleicht mit einem Gardedragoner oder Kaiser Franzer und kündigt der nichtsahnenden Herrschaft den Dienst- weil die Kaserne, die ihren neuen Liebsten birgt, denn doch etwas zu weit wegliegt von der Kaiser Wilhelm- stvaß^e. Herder läßt sich durch die Selbstmordstatistik diesen kleinen Halsromanen' keine ft heitere Seite abgewinnen; nrcht jede unserer Kochlöffel-Herscherinnen nimmt die Ge­schichte so unabänderliche hin und giebt sich mit einem Ersatz- mann zufrieden, das beweist die alljährlich um diese Zeit

grassierende Lust- freiwillig aus, dem'Leben zu gehen,

pflegte Gräber, überthront von einer Statue der Hoffnung, die von einer hohen Granitsäule auf die stille Saat des! Todes heruntergrüßt. Selten hat ein Friedhof in so reiner weihevoller Art auf meine Stimmung gewirkt. Wenige Schritte von diesem letzten Hafen eines großen Weltdurch­schweifenden führen an den Parkrand, der durch hohe, dichte Alleen von der märkischen Landschaft draußen ge­trennt ist Am Wasser entlang kommt man nach einer mäßigen Wanderung zu einer Dampfer-Haltestelle, und wenn man Glück hat, läßt sich auch bald einer der fahrenden; Schornsteine sehen, der uns nach Spandau befördert. Von dort gelangt man auf dem Schienenwege nach Berlin zurück und zwar nach demLehrter Bahnhof". Tegel selbst ist durch Vorortbahn vomStettiner Bahnhof" aus, sowie durch eine elektrische Straßenbahn mit Berlin verbunden. Nun hat Tegel eigentlich nichts mit Stettin zu thun, ebenso wenig wie Spandau mit Lehrte. Aber das ist das Verwunderliche in der Benamsung unserer Berliner Bahnhöfe, das manchen Fremden schon zur Verzweiflung gebracht hat. Sie sind ft unpraktisch, ja zum Teil so verkehrt wie möglich. Lehrte, dieses unbekannte Nest, hat Gevatter gestanden bei einem Verkehrs-Ausgangspunkte für ganz Nordwestdeutschland. Warum nicht Hamburger Bahnhof oder SLordwestbahnhof? Nicht weniger unpraktisch ist das Vorhandensein eines ^Gör- litzer" neben einemSchlesischen Bahnhof", und die Be-, nennung nach dem grün-weißen kleinenAnhalt" für den Bahnhof, der alle Strecken nach Süddeutschland beherrscht, ist zweifellos nicht mehr zeitgemäß.. Der NamePotsdamer Bahnhof" hat, nachdem die Wannfeebahn mit ihremWann- seebahnhof" (!) den Hauptverkehr bis Potsdam übernommen hat, auch nicht just etwas allzu Treffendes. Er könnte Magdeburger"! oder auch.Westbahnhof" beißen. Für Fremde wäre das Benennen nach den betreffenden Himmels­gegenden ohne Frage von sehr orientierendem Werte. Aber ich fürchte, es wird vorläufig beim alten bleiben. Vielleicht beschert uns Herr v. Thielen, der die Überraschungen ja liebt, statt der vielen einen großen, modernen Zentral- Bahnhof. Tas wäre freilich die beste Lösung. Aber ich glaube, ich glaube. . . .! A. R.

Aus Stadt und Fand.

(Der Abdruckderunter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist unr unter genauer Quellenangabe:Gieß. Anz." gestattet.)

Gießen, den 5. Oktober 1901.

** Neubauten in Gießen. Einer der schönsten Teile Gießens verspricht der Brandplatz und die an­grenzende Landgrafen st raße zu werden. Nirgends werden gegenwärtig in Gießen so viele Neubauten aus­geführt wie hier. Vor allem kommt das Ki: eis am 1s- gebäude in Betracht, das gegenwärtig um- resp. aus- gebaut wird und das nach seiner Fertigstellung dem ihm gegenüberliegenden schönen Kasernenbau sich an archi- tektonischer Schönheit gewiß ebenbürtig an die Seite stellen wird. Dem bisher nur zweistöckigen Gebäude wird jetzt ein dritter Stock aufgesetzt. Tie innere Einrichtung des dritten Stockwerks wird ungefähr dieselbe wie die des zweiten. In dem letzteren wird ein sehr geräumiger Saal herge­richtet. Ueber diesem werden Räume für die Bauinspektion hergestellt, die gleichzeitig als Zeugenräume benutzt wer­den können. In den Tacl)stuhl kommt die Dienerwohnung, die sich jetzt im Erdgeschoß befindet. Ursprünglich hatte man geplant, dem alten Bau nur einen dritten Stock in der Art des Unterbaues aufzusetzen und dann das alte Dach au benutzen. Aber in Darmstadt wurde dieser Plan in der Weise umgeändert- daß der dritte Stock aus Fachwerk mit den Giebeln und Erkervorbäuen errichtet wird, die jetzt schon zu sehen sind. Man hat dabei im Auge gehabt, den mittelalterlicbssn Stil, in dem der gegenüberliegende Kasernenbau ausgeftihrt ist, und der beispielsweise auch im Alten Schloß und dem Rathause sich wiederfindet, einzu­halten. Die Pläne sind von dem bautechnischen Bureau der Ministerialabteilung für Bauwesen in Darmstadt und dem Gvoßh. Hochhauamt in Gießen, unter der Leitung des Geh. Oberbaurats Hofmann und des Oberbaurats Klingel- höfer aus gearbeitet worden. Dazu kommen bann noch eine Reihe neuer Privatbauten; auch! diese sind im mittel­alterlichen Baustil gehalten. Auf der rechten Seite des Ein­gangs in die Landgrafensbraße führt die Firma Birken- stock & Schn eid er einen ihr gehörigen Bau und einen einen anderen für den Dackdeckermeister Müller aus. Da­hinter folgt ein dem Dachpeckermeifter Kro eck gehöriger, von Maurermeister Rinn in Heuchelheim errichteter Bau. Im Hintergründe stehen bereits zwei fertige der F. Stein & Meyer gehörige Neubauten. Auf der linken Seite wird em schöner Bau für Schreinermeister Weichel errichtet. Tahinter folgen zwei weitere Neubauten, von denen einer dem Maurermeister Rinn und der andere der Firma Stein & Meyer gehört. Auch die Anlegung der Straße' erfolgte nach einem gewissen Plan. Man kann beobachten, wie sie, zuerst

** Reichssteuern. Die Brutto- und Netto-Einnahme des Groß Herzogtums Hessen an Reichssteuern im Rechnungsjahre 1900/01 betrug für Zölle 10 049 807.90 Mark, Tabaksteuer 374 580.60 Mk., Zuckersteuer 1692 768.65 Mark, Salzsteuer 1086 930..55 Mk., Branntweinsteuer, Ver- brauchZabgabe von Branntwein und Brennsteuer 1376 299.25 Mark, Brausteuer 1349 806.30 Mark, Stempelabgabe von Spielkarten 183 537.80 Mk., andere Reichsstempelabgaben 225982.30 Mk.; zusammen 16339713.35 Mk.

** Ein e Lotteriereklame, die jetzt in allen Blättern zu lesen ist, trägt die UeberschriftOhne Los ge­winnt man nichts." So selbstverständlich diese Bemerkung ist, so ist sie bad) nicht unangebracht. Man braucht babei nicht an biejenigen zu benfen,. bie sich stillvergnügt aus­malen, was sie alles thun würben, wenn sie bas große Los erhielten, diese Möglichkeit aber in der That nicht haben, weil sie überhaupt nicht spielen. Wir haben viel­mehr diejenigen im Auge, die wirklich spielen oder die dies zu thun beabsichtigen. Demnächst, und zwar am 8. d. Mts. kommt nämlich die 2. Klasse unserer 4. Laubes­lotterie zur Ausspielung. Wer fidj| an bieser Lotterie zur 2. Klasse beteiligen will, muß vor ber Ziehung ein Los! zweiter Klasse kaufen. (Die letzte Frist zur Losrektamation bei ber Lotterie-Direktion für biejenigen, bie das Erneuer­ungslos zur 2. Klasse nicht erhalten haben, läuft am 4. d. Mts., nachmtttags 6 Uyr ab.)

** Obbornhofen, 3. Okt. Unter ber Amfierung bes wiedergewählten Bürgermeisters Leschhorn III. sind die Kommunalabgaben enorm in bie Höhe gegangen. Aber bie Arbeiten, bie so hohe Steuern nötig machten, waren sehr nötig, es braucht kein Frember mehr zu sagen, in Obborn­hofen hätten bie Gänse das Pflaster gefressen. Der neue Schulhausbau, bie Zierbe des Orts, mußte notgedrungen gebaut werden. Man hofft hier, daß dasSchreckgespenst", wie es die Dorsgiller neunen, bie Felbbereinigung, noch lange von unserem Orte fern gehalten werbe, bamit wir nicht in das Klagelied ber Torfgiller eiuzustzimmeu brauchen, und daß bei ber Beigeorbueteuwahl bieselbe Einigkeit herr- schen möge, wie bei ber Bürgermeisterwahl.

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Schon nächste Woche Freitag und Samstag den 11. und 12. Oktober findet die Ziehung der Badcn-Badeuer Geld-Lottcric statt. Es werden 2288 bare Geldgewinne mit Bit. 42000 verlost, wovon der Hauptgewinn Mk. 20 000 beträgt. Das Los kostet nur 1 Mk., 11 Lose 10 Mk., Porto und Listen 25 Psg. extra und sind m allen Losgeschäften, sowie beim General-Agenten I. Stürmer, Straßburg i. Els. zu haben. Da die Lose zur 1. u. 2. Lotterie be- reits ewige Tage vor Ziehung ausverkauft waren, so empfiehlt es sich, frühzeitig zu bestellen.