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3.9.1901 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt.^

Nr. 306

Dienstag 3. September 1901

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151. Jahrgang

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Verkäufe, auch die verwegenste, abenteuerlichste Begründung findet Gläubige. In der Meinung, daß feiten wieder eine olche Gelegenheit zum günstigen Kauf sich finde, läßt der Ladenbesucher sich Ramsch- und Konkurswaren aufschmatzen, dre unter anderen Verhältnissen kein Verkäufer auszu- bieten wagen würde. Ter Plunder wird nach kurzer Zeit als solcher erkannt; aber auf Beschwerden läßt sich der wilde Ausverkäufer nicht ein, und ein allenfalls bewilligter Umtausch beschert neuen Plunder und neue Enttäuschung.

Es wäre eine arge Verkennung der Interessen ehren­hafter, sich sauer mühender Gewerbetreibender, wollte man diese Mißstände ruhig mit ansehen und von demKlug­werden "des Publikums durch Schaden die Besserung er­warten. Bei solcher Duldung tritt der Schwindel immer dreister auf. Die Handelskammern erwerben sich ein Ver­dienst, daß sie der Frage ihre Aufmerksamkeit zuwenben und Vorschläge zur Mhilfe machen.

und die Reichsregierung dringend gebeten wird, festzu- halten am bewährten Alten, den (Sntrourf des Zolltarifs und des Zolltarifgesetzes seiner einseitigen agrarischen und hochschutzzöllnerischen Tendenzen zu entkleiden, und vor allen Dingen den Doppeltarif für Getreide daraus zu be­seitigen. Die Handelskammer in M a gdebuvg hat eine Resolution angenommen, in welcher die Handels­kammer erklärt, daß sie den Abschluß langfristiger Handels­verträge im Jahre 1903 im Anschluß an die ablaufenden oder für diesen Termin zu kündigenden Verträge jur so dringlich hält, daß andere Interessen dieser Grundforder­ung gegenüber keinen Vorrang beanspruchen dürfen. Ins­besondere tritt die Handelskammer nach wie vor ein: für die Anwendung eines Generaltarifs und die Bindung oder Ermäßigung der Sätze dieses Tarifs durch Handelsverträge und wendet sich aufs Schärfste dagegen, daß dies System zu Gunsten eines einzelnen Erwerbszweiges durch Auf­stellung von Minimalsätzen für die Verhandlungen durch­brochen werde. Der Gesamtvorstand des Vorstandes deut­scher Schuhwarenhäudler richtet eine Eingabe an Bundesrat und Reichstag gegen die Erhöhung der Zölle auf Schuhwaren. Der Zentralverein der deutschen Leder­industrie hält am 14. September zu Berlin eine erweiterte Ausschußsitzung ab, um zum neuen Zolltarifentwurf und dabei vornehmlich gegen die vorgeschlagenen Gerbmateria­lien-Zölle Stellung zu nehmenDie Hutfabrikenten, Hutmach er und Huthändler erklären in einer Reso­lution ben mit einer Mark pro Stuck angesetzten Zollsatz für Haarfilzhüte für zu hoch und werden eine Deputation; an den Handelsminister Moeller senden, um ihre Bedenken diesem vorzutragen. Im Königreich Sachsen fangen auch die Klein b au e rn an, gegen die Getreidezollerhöhungen sich zu rühren. In einem Dorfe bei Zittau haben sämt­liche Feldwirtschaftsbesitzer mit Ausnahme von zweien eine Petition gegen die Lebensmittelzölle unterschrieben. Diese Grundstücksbesitzer bebauen bis nt 15'Hektar Land, es sind solche mit einem halben Hektar Landbesitz bis zu 15 Hektar darunter. Die Petition weist namentlich darauf hin, daß es eine Ungerechtigkeit wäre, für höhere Getreidezölle ein­zutreten, namentlich allen Verwandten, Geschwistern und Angehörigen der Bauern gegenüber, da diese zumeist in der Industrie beschäftigt sind und nur Schädigungen zu er­warten hätten.

DieKorresp. des Verbandes der Aerzte" empfiehlt den Medizinern dringend, den Beruf des Militärarztes zu er­greifen. Sie schreibt u. a. : Denen, die bei der heutigen) Lage der Dinge noch Luft verspüren, Medizin zu studieren, oder den dornenbesäten Pfad eines Kassenarztes nicht gehen, sich der Gefahr, ein sauer und mühsam erworbenes Brod unverschuldet zu verlieren, nicht aussetzen wollen, steht eine Karriere offen, die immer eine ehrenvolle sein wird: die des Militärarztes. Wohl hat er mit Formelkram, mit umständlichen Dienstvorschriften manch langweilende Stunde hinzubringen, seiner Stellung fehlt die Gleichberechtigung mit dem aktiven Offizier. Aber vielfach werden diese Mängel durch Vorteile mancher Art ausgewogen. Ein jeder kann sich den Krankendienst wissenschaftlich und interessant machen, die freie ungestörte Zeit zu Privatstudien ver­werten. Wie kein anderer ist er berechtigt zu Kommandos an Universitätskliniken, an denen er ohne die Aufwendung eigener Mittel ein Spezialfacy erlernen, eventuell die Uni­versitäts-Karriere einschlagen kann. Ist es der rechte Mann mit gesellschaftlichem Geschicr, so wird auch sein Zusammen-

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Feuilleton.

Darmstädter Künstlerkolonie.

XVI.

Das Ueber Dokument.

Dr. M Darmstadt, 1. September.

Ein Stückchen Karneval mitten im Sommer!" Das war der Eindruck, den man von dem bunten Leben und Treiben empfing, das um 3 Uhr nachmittags vor dem nach- gcäfftcnFestspielhause" einsetzte und bis in den späten Abend hmein, bestrahlt von unzählichen feuerfarbenen Lampions immer größere und bewegtere Kreise zog. Wenn schon gelacht und gespottet werden soll, bann wollen wir das nicht nur unsere griesgrämigen Gegner besorgen lassen, sondern die Sache selbst in die Hand nehmen und jedenfalls Feind und Freund zeigen, daß uns die gute Laune keineswegs verlassen hat! Aus diesen und ähnlichen Erwägungen ist die Scherzaus­stellung hervorgegangen. Und das Werk in Pappe, welches zu seiner Entstehung nur weniger Wochen bedurfte, bringt dem Beschauer die muntere Ironie zum Bewußtsein, mit der die Künstlerschar auf der Mathildenhöhe die Stichel- und Stachelreden ausgenommen hat. Wer dieseStimmen der Presse" eingehend verfolgt hat, weiß natürlich sofort, worauf sich diese oder jene Anspielung bezieht.

Der in der Kunstdruckerei von H. Hohmann hergestellte lleberdokuments-Katalog sorgt in launiger Weise für das weitere Verständnis. Dieser Führer ist nach Wort und Bild äußerst geschickt zusammengestellt, indem er Wendungen und Bilder aus dem eigentlichen Katalog in farrificrenbcr Weise cis Schlag- und Merkwort benutzt? Vom Ernst Ludwigs- büufc heißt es:die Haupt-Aufgabe des Arbeitshauses be- fi'teht in der Ausnutzung des großen Fest- und Vergnügungs­saals." DasHaus Olbrich", welches als Zuckerbäcker- laben dient, wird vorgestellt mit den Worten:die Lage für das Haus ergab sich aus dem vollständigen Mangel an guten

Bäckereien in der Umgegend." (Das zielt auf den Vergleich mit einer Waffelbude, der seinerzeit einmal gemacht worden ist!) Höchst gelungen wirkt beimHause Habich" im Katalog der Satz:die strenge Grundform dieses Hauses findet ihr Gegengewicht in dem Schornstein als künstlerisch bearbeitetes Architekturglied." Aus derVilla in Rosen" ist eineVila in Hosen" geworden, wobei das Wort Christiansens:Und doch jetzt, wo sie fertig sind, gefällt mir wieder manches nicht ..." die lustige Erweiterung findet: einiges hätte ruhiger wirken sollen, z. B. die Knöpfe, anderes reicher, lebhafter, wie die Räthe und Applikationen." Beim Hause Behrens" wird die etwas verzwickte Erklärung im Hauptkatalog entsprechend Überboten:Architektur heiK Baukunst und vereinigt in ihrem Namen zwei Begriffe:den Neigungswinkel der Hausmauern gegen die stützenden Balken und den Neigungswinkel der stützenden Balken gegen die Hausmauern." Die viel diskutierten Portalfiguren haben folgende Umbildung erhalten:Göttinnen bekleiden das arme bedauernswerte Menschengeschlecht mit Badehosen, das sich noch ' nicht genügend vor nackten Blicken geschützt, hinter ein Feigenblatt verschanzt! Und vornPlatanenhain" heißt es: Um Platz für das Orchester zu schaffen, wurde der Platanen­hain gepflanzt. Rastlose Bemühungen haben ermöglicht, daß die Bäume ihre Rinde verlieren, sodaß sich geeignete Stellen zum Anbringen von Plakaten ergaben. Diese Plakate haben mit den Platanen nur ganz äußerlichen, mit dem Orchester gar keinen Zusammenhang. Dagegen existieren gewisse Be­rührungspunkte zwischen dem Orchester und Musik."

Daß gutmütiger Scherz die Stimmung ist, die auf Darm­städter Boden am besten aufkommen und weitertreiben kann, besagte auch dasFestspiel", das in Darrnstädter Mundart abgefaßt, und von den .Mitgliedern derSängerluft" flott vorgetragen, nach Form und Inhalt die Verwandtschaft mit derDatterich-Poefie" keinesfalls verleugnen wollte.

Der Aufforderung, die Besucher möchten so viel als an­gängig inUeberbrettlkostümen" erscheinen, um so die beab-

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Schwindel Auktionen und Ausverkäufe.

Man schreibt uns aus Berlin:

TieKreuzzig. "konstatiert in einer Erörterung ber Mißstände int Ausverkaufs -und Auktionswesen, daß die von der Handelskammer in Hannover gemachten Vorschläge zur Abhilfe u. a. Konzessionierung des Ge­schäftsbetriebes der Auktionatoren und Einführung eines Geschästsregisters - durchaus in der von den Konservativen innegehaltenen Richtung sich bewegen. Es sei zu erwarten, daß eine entsprechende Abänd e r u n g der Gewerbe­ordnung eine Mehrheit im Reichstag finden werde.

Thatsächlich wird man, von der Parteipolitik ganz ab- zesehen, nicht bestreiten können, daß es sich hier um Miß- iände und unlautere Manöver handelt, die nicht nur von »er Geschäftswelt als nachteilig empfunden werden, sondern denen auch ein nicht geringer Teil des Publikums zum Opfer fällt. Schon der Umstand, daß eine Handelskammer unter Zustimmung vieler anderen Handelskammern ein energisches Einschreiten der Gesetzgebung für notwendig hält, muß dem Mißtrauen vorbeugen, daßreaktionäre" Pläne zur Einschränkung der Gewerbefteiheit in Frage kommen. Ein Gang durch die Straßen der Reichshauptstadt und anderer Großstädte gewährt in das Treiben derwilden" Auktionen Einblick. In Berlin sieht man an den Schau­fenstern einer ganzen Anzahl kleiner Läden ein in möglichst amtlichen" Formen gehaltenes Plakatügeute Auktion". Diese Läden sind gefüllt von Personen verschiedener Stände, männlichen und weiblichen, die anscheinend einen außer­ordentlich starken Kaufeifer entfalten und munter darauf los hieten. Die Stimmen der Bieter hatten durch die geöffnete Thür bis auf die Straße und locken den einen und anderen harmlosen, in diese Tricks nicht Eingeweihten, sich bei dieser Minsttgen Gelegenheit zu beteiligen. Ehe der Neuling es sich versieht, sitzt er fest auf seinem An­gebot und erhält einen Gegenstand (Uhren, Teppiche, Möbel u. s. W-), der in der Regel weit über den Wert bezahlt ist. Die Mitbieter sind einfach die Leute des Auktions-Unter­nehmers und, um die Täuschung vollständig zu machen, erstehen sie von Zeit zu Zeit auch ein Objekt, gewichtig und mit hochbefriedigter Miene den Preis ertegenb. Dies Bei­spiel thut ein übriges zur Aneiferung. Ist eine Stadtgegend abgegraft", fallen nicht genug mehr hinein auf den Schwindel, so mietet der Auktions-Unternehmer irgendwo für kurze Zeit einen anderen leerstehenden Laden. Die Polizei kann gegen diese geschickt betriebenen Auktionen eine drastische Schilderung des Hergangs gab kürzlich die BerlinerMorgenpost" selten etwas ausrichten. Außer­dem sind die Veranstalter häufigStrohmänner"; hinter ihnen stehen gewisse skrupellose Gewerbetreibende, die auf diese Weise zweifelhafte Waren an den Mann bringen. Die Konzessionierung des Geschäftsbetriebs der Auktiona­toren und andere Maßregeln würden es ermöglichen, den dunklen Ehrenmännern, die der Nachbarschaft reeller Laden­inhaber natürlich viele Kunden entziel^en, mit mehr Erfolg das Handwerk zu legen. Daß das Publikum sich selbst schützen solle, ist ja ein gerne zitierter Satz. Aber die zur Anwendung gelangenden Kunstgriffe sind mitunter so raffiniert, daß auch nicht unverständige Personen dadurch düpiert werden.

Ebenso verhält es sich mit den Ausverkäufenohne Ende", d. h. den Ausverkäufen mit fortgesetztem Waren- nachschub, während der wirkliche Ausverkauf den Zweck hat, mit den vorhandenen Beständen zu räumen. Alle möglichen Gründe müssen herhalten für die Schein-Aus-

fichtigte Physiognomie des Ganzen auch in allen Details durchschimmern zu lassen, waren in liebenswürdigster Weise hauptsächlich unsere Damen vom Hoftheater nachgekommen, ohne deren Mitwirkung das Fest, wenigstens was die Be­teiligung des Publikums betrifft etwas Frostig-Philiströses behalten hätte.

Frl. Eichelsheim trug ein Phantasiekostüm, das, eine Kombination von hell Rosa und tiefschwarzen Tönen, wozu eine Koiffure mit dem Motiv des stumpfen Olbrich-Dreiecks, die Trägerin als eine ins Moderne übersetzte Maria Stuart, natürlich vor der englischen Gefangenschaft, _ vom glänzenden Hof der Mediceer kommend, erscheinen ließ. Frl. Grohe erinnerte uns in den goldbrokatenen Tönen an diegoldene Eva" des Koppel-Ellfeld'schen Kostumstückes.

Auch in goldgelben Tönen, aber nur einige Nuancen tiefer, leuchtete Frl. Albrechts Toilettevon der fist» das ausgesprochene Blond des reichen Haares" graziös abhob. Frau Kaschowska und Frl. Saccur ine beliebten Mit­glieder unserer Oper, hatten Stoffe und Slppli atwnen ge- wählt die bereits den Uebergaug vom Bretterkostum zum feinen Promenadenanzug bildeten. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß der feine Spazierstock, das schwarze Röhrchen mit Silberknauf wieder, wie einst zur Rokokozest, m den Händen der Damen eine Rolle zu spielen beginnt.

Phantastische Herrenkostume konnte man hie und da, allerdings nur sporadisch wahrnehmen. Die Typen des Ita­lieners machten sich mit einer gewißen Verve geltend. Die Künstler hatten sich durch Schnitt und Farbe der Westen ein vom Alltag abstechendes Ansehen gegeben, und Herr Christi­ansen trug sogar einen Frack, der etwas an die Werther­zeit erinnerte.

Die meisten Herren trugen decorcttive Abzeichen, bestehend in riesengroßen Chrysanthemumbüscheln oder Distelblüten, die ans Zeugstoffen gefertigt waren.

(Schluß folgt.)

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Politische Tagesschau.

Born 15. bis 17. September findet in Hann ober die 10. ordentliche Hauptversammlung des Ver­bandes deutscher Gewerbevereine statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a.: Gewerbliche Schiedsgerichte (Abg. Bassermann), Die Bedeutung der Handelsverträge für den Hanowerkerstand (Pros. Gothein), Gegen das Ausver­kaufsunwesen (Rechtsanwalt Fuld-Mainz), lieber die Lie­ferung von Baubedarfsartikeln durch Bauleiter (Lehrer Lohr-Baden), Gründung einer Verbands-Sterbekasse (Di­rektor Schwanck-Köln), Meisterkurse (Direktor Romberg- Köln) usw. _______

Das WienerFremdenblatt" schreibt an leiten­der Stelle:

Wir erblicken in der Danziger Kaiser-Entre- v u e ein Ereignis, welches geeignet ist, den Völkern Euro­pas das kostbarste Gut des Friedens weiter zu erhalten, und begrüßen mit Freuden dieses Zeichen ungestörter guter Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland. Vielleicht wird nun die Harmonie der Politik, welche zwischen diesen beiden Reichen waltet, den Einklang in den wirtschaftlichen Fragen Herstellen. Vielleicht wird die Kaiserzusammenkunft nicht nur für den politischen, sondern auch für den wirtschaft­lichen Frieden Früchte tragen. Tas Problem der Handels­verträge beschäftigt heute die ganze Welt, und es wäre zu wünschen, daß die Gefahren, welche dem handelspolitt- schen System drohen, verschwinden. Auch die wirtschaft­lichen Gegensätze sind, wenn nur guter Wille vorhanden ist, nicht unüberbrückbar. So mag denn vielleicht auch für die Frage der Handelsverträge die Kaiser-Zusammenkunft bei Danzig nicht ohne Wichtigkeit sein; jedenfalls aber bietet diese Entrevue den Völkern die Gewähr, daß die Bezieh­ungen zwischen Deutschland und Rußland gute sind, das Verhältnis dieser beiden Mächte zu einander ein freund­schaftliches ist und daß diese kostbare Garantie für die Auf­rechterhaltung des europäischen Friedens unvermindert ge­blieben ist. ________

Gegen den neuen Zolltarif liegen eine ganze Anzahl weiterer Kundgebungen vor:

Nachdem das Vorsteheramt der Kaufmann­schaft in Königsberg sich, wie gemeldet, in mehreren Eingaben gegen verschiedene Einzelbeftimmungen des neuen Zolltarifs gewandt hat, hat es jetzt eine neue Eingabe an den Reichskanzler gerichtet, in welcher der ganze Zoll­tarif und das Zolltarifgesetz als verfehlt bezeichnet werden

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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