Ausgabe 
2.8.1901 Zweites Blatt
 
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Theater, Kunst und Wissenschaft.

Zur Schächtfrage

! Paket mit einer großen Anzahl silberner Eßlöffel, Meffer und Gabeln im Gesamtwerte von über 300 Mk. Nach den von der Polizei angestellten Ermittelungen hat sich ergeben, daß diese Gegenstände vor wenigen Tagen aus einem Privat- Hause in Mannheim gestohlen worden sind. Beim Kirch. Neubau in Wenigumstadt ereignete sich ein erschütternder Unglücksfall. Aus einer Höh- von etwa 10 Meter stürzte auf unerklärliche Weise ein 7 Pfund schwerer Stein herab und traf den unter einem Aufzuge stehenden 18 Jahre alten Maurergesellen Heinrich Herrschaft aus Eisenbach direkt auf den Kopf. Der Unglückliche brach sofort bewußtlos zu­sammen und verschied nach einigen Stunden, ohne daß das Bewußtsein zurückgekehrt wäre. Der jäh Dahingeraffte war ein braver und fleißiger Bursche, der seine Eltern redlich unterstützte.

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daß das noch schlafende zweijährige Töchterchen der dort wohnenden Familie von den Flammen ergriffen wurde

o. Sanitäre Hilfe war sogleich zur Stelle, jedoch wird an dem Aufkommen , des Kindes gezweifelt. Ein heiteres Vorkommnis er- Feruer sei schon eignete sich dieser Tage in einer Gemeinde des Rod g au es.

Unter diesem Titel erhielten wir vorgestern ein längeres, Eingesandt", das wir, ohne selbst irgend welche Stellung in dieser Angelegenheit einzunehmen, zu seinem größeren Teile veröffentlichten. Heute geht uns von Herrn Rabbiner Dr. Sander ein Zirkular des Rabbinerverbandes in Deutschland zu, das an alle jüdischen Gemeinden verschickt worden ist, und dessen wesentliche Stellen also lauten:

Seitens der Geschäftsleiter desBerliner Tierschutz­vereins" werden an unsere Glaubensgenossen zahlreiche Flugblätter versandt, welche in gehässiger Weise das Schächten" verunglimpfen und gegen dasselbe die öffent­liche Meinung und Stimmung durch allerlei Entstellungen des wahren Sachverhalts aufzureizen suchen. Die ver­breiteten Flugblätter enthalten Angaben, die zum Zwecke haben, diejenigen irre zu führen, welche dasSchächten" ,n seiner religiösen und humanitären Bedeutung aus eigener Kenntnis zu beurteilen nicht in der Lage sind; es mögen daher diese Angaben hier in Kürze ihre Be­leuchtung finden. In den seit sechs Jahren gedruckt vor­liegenden Gutachten haben die hervorragendsten Vertreter der Physiologie und der Veterinär künde, Leuchten der Wissenschaft und Männer der praktischen Erfahrung, ihr Votum zu Gunsten dps Schächtens abgegeben. Die Anzahl der Gutachter, welche sich zu Gunsten des Schachtens ge­äußert haben, beträgt 253, und kaum ein Zehntel so viel haben ihnen widersprochen. Die ersteren bestreiten nicht nur, daß das Schächten eine tierquälerische Handlung sei, sie erklären vielmehr mit Entschiedenheit, daß dasselbe eine durchaus humane und zrveckmäßige, sehr viele, dar­unter Autoritäten ersten Ranges, sogar, daß es die weitaus humanste und zweckmäßigste Tötungsart sei, welche all­gemeine Einführung verdiene. Für dasselbe sprechen sich u. a. aus: 14 Direktoren und 24 Professoren von Tier­arzneischulen, 150 praktische, zumeist beamtete Tierärzte, 14 Großschlächter und Metzgerinnungen, also im eminenten SinneFachleute und Fachkorporationen". Hinzugefügt sei, daß auch die oberste Medizinalbehörde in Preußen, die Königliche wissenschaftliche Deputation für das Medizinal­wesen, wie Abg. D. Lieber in der Reichstagssitzung vom

Mainz, 31. Juli. Die Zahl der auswärtigen Vereine, welche Deputationen mit Fahnen zur Jubiläumsfeier des katholischen Gesellenvereins hierher entsenden, betrug bis zum letzten Sonntag 58; wettere Anmeldungen stehen noch aus. Aus Frankfurt werden 100, aus Wiesbaden 130 Ge­sellen am Festzuge teilnehmeu.

Mainz, 31. Juli. Ueber die Verhandlungen mit der Eiseubahudirektiou Mainz wegen der Bahnumführung hat der Oberbürgermeister den Mitgliedern der Stadtverord­neten-Versammlung einen ausführlichen Bericht unter- breitet. Danach kosten die Fußsteige über die neue Eisen­bahnbrücke, welche ursprünglich weder von der Eisenbahn- direktion, noch von der Reichsmilitärverwaltung vorgesehen waren, 281,000 Mk. und werden nun auSgeführt. Eine Haltestelle ist an dem dieSseittgeu Ufer, und zwar beim sogen.Siebten Bruch", vorgesehen. Sie wird errichtet, so- bald der planmäßige Ausbau der angrenzenden Straßen er­folgt ist. Den wichtigsten Punkt der Verhandlungen bildete die Beseitigung des festen Dammes über den Floßhafen. Nach den getroffenen Abmachungen wird jetzt der Damm auf eine meite von 20 Meter durchstochen, sodaß Raddampfer durch, fahren können. Die DurchschneidungSkosteu sind von der 82?'OOO Mk. veranschlagt. Auch die Höherlegung der Binger Bahn und eine Reihe von Wünschen der Stadt Mainz bezüglich der Durchläffe und BSrflutanlagen wurde In gegenseitigem Interesse habe die Stadt Mainz schließlch in einen Geländeaustausch eingewilligt. Gestern Abend hat eine sehr zahlreich besuchte Bürger-Ver- sammlung eine Resolution angenommen, durch welche die Bürgermeisterei ersucht wird, für die Aufhebung der Rayonbesti^mungeu vor dem sogen. Binger Thor, bis zu« Rheine, au maßgebeuder Stelle die nötigen Schritte eiuzaleiten.

** SMe*e Mitteilungen onl Hessen und den Nachdarstaate». In Arhe^lgen brach am 29. Juli in dem oberen Stock-

Maschinerie nach Plänen Lautenschlägers versehen. Die Wandel- Dekorationen werden automatisch bewegt; es ist nur das Einschalten eines Motors und ein Mann Bedienung nötig! Gehetzt wird mit Niederdruckdampfluft tot Zuschauerraum, im übrigen Gebäude mit Ntederbruckbampf. Die Beleuchtung ist durchweg elektrisch, auf der Bühne allein mittelst Glühlampen. Für Sicherheit gegen Feuersgefahr ist in weitestem Maße gesorgt.

Die Tagesordnung zu der 78. »ersamnelung Deutscher Naturforscher und «erzte tu chamdurg ist folgendermaßen fest­gestellt: Nachdem am Sonntag» den 22. September, vormittags, Sitzungen des Vorstandes der Gesellschaft und de» wifsenschafiltchen Ausschußes, sowie deS Borstande- der naturwiflenschaftlichen Haupt­gruppe, der medizinischen Hauptgruppe :c. stattgefunden haben, ver­einigen fich die Mttglieder im Uhlenhorster Fährhause zu einem gemein­samen Mtttageffen. Nachmittags 3 Uhr findet ein Blumen-Korso deS Allgemeinen Alster-Klub» auf der Autzenalster zu Ehren der Versamm­lung statt. Abend» 8'/, Uhr folgt die Begrüßung der Gäste im Äon» zerthau»Hamburg". Am Montag dem 23. September beginnt um 10 Uhr die 1. Allgemeine Versammlung im großen Saale de» KonzerthauseSHamburg". Den Begrüßungsansprachen folgt der erste Vortrag von Prof. E. Lecher-Prag überDie Herrsche Entdeckung elektrischer Wellen und deren weitere Ausgestaltung", woran fich ein Vortrag von Prof. Hofmeister-Straßburg über denchemischen Hausrat der Zelle" und von Prof. Booeri-Würzburg überDas Problem der Beftuchtung" schließt. Am DtenStag, dem 24. Sep- tembu:, finden morgens und nachmittags Abteilungs-Sitzungen statt. Abends 7Va Uhr empfängt der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg die Teilnehmer der Versammlung in den Festsälen betz Rat­hauses. Auf Mittwoch, den 25. September, ist morgen» 812 Uhr eine Geschäftisitzung der Gesellschaftsmitglieder im Therlersack de» KonzerthausesHamburg" angesetzt. Um 10 Uhr folgt eine Gesamt- itzung beider Hauptgruppen im großen Saale des Konzertbause» Hamburg". DaS Berbandlung»thema istDie neuere Entwickelung der Atomistik (Jonen, GaS-Jonen und Elektronen)". Referieren wird W. Kaufmann Göttingen überDie Entwickelung des Elekcronen- begriffS", H. Geitel-WolfmbüttelUeber die Anwendung der Lehre von den GaS-Jonen auf die Erscheinungen der atmosphärischen Elek- trizüät", Th. Pa ul-Tübingen überDie Bedeutung der Jonevtheorie

DaS nette Prinzregenteza Theater in München. Aus München, 29. Juli, wird geschrieben: Drei Wochen nur trennen unS noch von der Eröffnung deS Prinzregenten-TheaterS. DaS Theater- gebaude ist kein sogenannter monumentaler Bau, der äußere Eindruck durch die Architektonik ist kein hinreißender, kein fesselnder; alles ist einfach gehalten. DaS Gebäude ist ähnlich dem Bayreuther, nur mit dem Hauptunter chied, daß eS durchweg massiv ist. Im Innern aber findet man um so mehr, waS man bewundern und rühmen muß und kann: den reizend ausgest.tteten seitlich liegenden Restaurationssaal, den um daS Amphitheater herumführenden Wandelgang, den innerhalb desselben, mit ihm unmittelbar verbundenen Garderobegang, wo jede Abteilung und Nummer mit den Abteilungen und Nummern im Zuschauerraum korrespondiert; vor allem aber da» imposante »mphi^ theater für die Zuschauer mit den haushoch ansteigenden, von allen Seiten bequem zu passtereuden Sitzreihen, hinter denen, an der Rück­wand, die einzige Reihe Logen angebracht ist. Man sieht, der Grundriß ist in seinen Hauptzügen bayreuthtsch; die Verbefferungen aber find münchenerisch und die findet man in der interessanten Lösung einer Hauptaufgabe, der Gestaltung der konvergierenden Seitevwanve und deren Unterbrechung aus akustischen Gründen durch Säulm und Nischm mit Statum und durch tiefe Thüreingänge links und rechts. Die Treppen zu den Eingängen des Amphitheaters liegen aus Sicherheitsgründen außen im Gang. Die Decke ist ganz horizontal. Bei der Anlage der Theatereingänge wurde auf Dezmttalisatiou ge- ehm. DaS Orchester ist ganz verdeckt; die Zuschauer werdm nur seine Klänge hörm, aber keinen Musiker, nicht einmal den Dirigmten, eben. DaS Bühnenhau» ist so groß, daß z. B. da» ganz neue Münchener Schauspielhaus" Alles in Allem darin untergebracht werden könnte. Die Bühne ist mit der modernsten kunstoollm

Universitäts-Nachrichten.

Marburg, 30. Juli. An der hiesigen Universität haben nach der Rektorwahl auch die Wahlen der einzelnen Fakultäten stattgefunden, au» denen die Dekane für das kommende Studienjahr hervorgehen. Als Dekan der luristischm Fakultät wurde Prof. Dr. Oetker, der medizinischm Prof. Dr. Ribbert, Direktor des pathologisch-anatomischen Instituts, »Fakultät Prof. Dr. Natorp, der theologischen Fakultät Prof. v. Budde gewählt. Prorektor wird der derzeittge Rektor Prof. Dr. Niese.

. schreibt aus Heidelberg: In der medizinischen Fakultät

der hiesigen Hochschule wird fich am 1. August der Assistenzarzt an der Jrrenkltmk Dr. R. Gaupp aus Tübingen auf Grund einer Probe- vorlesung überDie Paranoiafrage" al» Privatdozent für Psychiatrie habilmeren. Wie aus Würzburg berichtet wird, wurde an der dor- trgen Hochschule die Engländerin Miß Beatrice Edgall aus Tewiesbury zum Doktor der Philosophie promoviert. Es ist dies der erste Fall de» Promotion einer Dame an der Universität Würzburg. Geh. Hofrat Prof. Dr. Schell an der Technischen Hochschule zu Karlsruhe wird Mit Schluß dieses Semesters, deS 102. seiner akademischen Lehrtätigkeit, in den Ruhestand treten. Schell wirkte in Karlsruhe seit 1861, nachdem er vorher 10 Jahre in Marburg doziert hatte. Der Geh. Regierungs­rat Prof. Dr. G. Meyer von der Technffchen Hochschule in Berlin tritt aus Gesundheitsrücksichten am 1. Oktober in den Ruhestand. Der belgische Fünf-Jahrespreis für medizinische Forschungen ist in der Höhe vyn 5000 FrkS. dem Professor A. van Gebuchten in Loew en für feine Untersuchungen über das Gehirn und das Rückenmarck zugesprochen worden. Wie aus Wi en berichtet wird, ist in Maria.EnzerSdorf der pensionierte Direktor der niederösterreichffchen Landes-Findel- und Gebär- anstalt, Regierungsrat Dr. Ernst Braun, im 65. Lebensjahre gestorben.

9. Mai 1899 mitteilte, sich in einem Gutachten vom Jahre 1894 dahin ausgesprochen hat, daß die Schächtmethode. vom technischen, hygienischen und Humanitären Stand­punkte, also unter jedem Gesichtspunkte, den Vorzug vor allen anderen Schlachtarten verdient. Auf Grund dieses Gutachtens ist bekanntlich diese Methode in den Militär- Konservenfabriken obligatorisch eingeführt worden. (5ein gegen das Schächten abgegebenes Gutachten hat L. .Hoff­mann, Professor an der tierärztlichen Hochschule zu Stutt­gart in der Reichstagssitzung vom 9. Mai 1899 in aller Form öffentlich zurückgezogen. Hinsichtlich der religiösen Verbindlichkeit ist darauf hinzuweisen, daß in einer vor mehreren Jahren durch den Truck bekannt gewordenen Erklärung ausnahmslos alle Rabbiner Deutschlands ohne Unterschied der religiösen Richtung die unverbrüchliche Verbindlichkeit jener Vorschriften betont haben. Dieser ein­mütigen Kundgebung steht die völlig vereinzelte Ansicht des verstorbenen Rabbiners Leopold Stein gegenüber, die erst lange nach dessen Tode zu AgitatMnszwecken gegen das Schächten, d. h. zur beabsichtigtem schweren Gewissens­bedrückung vieler Tausende von Glaubensbriidern aus­gebeutet wurde. Sicherlich würde Leopold Stein, der übri­gens diese Ansicht erst äußerte, nachdem er sein rabbini- sches Amt niedergelegt hatte, einen solchen Mißbrauche mit seiner Aeußerung niemals zugegeben haben. Wie es sich aber auch damit verhalten möge, wir erachten uns ver­pflichtet, namens sämtlicher Rabbiner Deutschlands hiermit die Erklärung abzugeben, daß das Gutachten von Levpold Stein mit dem jüdischen Religionsgesetz unvereinbar ist, daß vielmehr die rituelle Schlachtart eine fikr die Juden unbedingt verbindliche religiöse Satzung ist, die in der Bibel ihre Begründung hat, und von deren Befolgung für die nach befh Religionsgesetze lebenden Juden der Fleisch­genuß abhängig ist. Der Vorstand des Rabbiner-Verbandes in "Deutschland. Dr. Maybaum-Berlin. Dr. Horovitz-Frank- fur t a. M. Dr- Werner-München. Dr. Guttmann-Breslau. Dr. Auerbach-Halberstadt.

Verkehr zu schaffen. Aus diesem Grunde und um überhaupt | werk der Turnhalle Feuer aus. Es griff so rasch um sich eine einheitliche Gestaltung der Wänyemefsungen herbei-Id *" " ------ '

zuführen, hat die Behörde bestimmt, daß bei Neuanschaffungen, I ivuymmut« yumme uun uen ymn sowie beim Ersatz unbrauchbar gewordener Instrumente stets und viele Brandwunden davontrng. lOOteiltge Thermometer augeschafft werden sollen. Thermo- r ' " ' ' "

Meter mit doppelter Skala find ebenfalls nach und nach durch lOOteilige Instrumente zu ersetzen. C ? ~ _o. _

jetzt dahiu zu wirken, daß Wärmeangaben in öffentlichen I Zog da 'im vollen Brand der Juliglut in letzter Woche"'ein

Blattern und Schriften nur nach Graden des 100teiligen Bauer mit Sichel und Sense hinaus auf» Feld, die reife

Thermometers veröffentlicht werden sollen. Frucht zu schneiden. Dem launischen Juliwetter nicht trauend,

. ** Merkmale der Hundswut. Aus Anlaß der band er auch sofort die Halme in Garben und fuhr fie ge-

E ^rrfÄcn der Tollwutkrankhecken bei Hunden tröst zur Scheune. In derHitze des Gefechtes- jedoch hatte

rfts^aebrackt^^Tar>ack^ ttnd ^als"berv^$FennJ |er einen fremden, neben dem seinigen liegenden Acker abge-

her Hundwut-.^ankhcto 'zu betrachten: S Hunte ®i8cnümcr. ,beSJ£lb=nOmmnn W°hlg--°t

zuerst eine Veränderung in ihrem gewohnten Benehmen, heran, die Ernte an dem betreffenden Grundstück vorzunehmen. Viele wutkranke Hunde verlassen in den ersten Tagen der I doch »leergebrannt ist die Stätte", und schnurstracks gehtö Krankheit das Haus ihres Herrn und laufen mehr ober I äur Feldpolizei und Gendarmerie, nach demVerwegenen" weniger weit davon. Die meisten dieser Hunde verlieren zu fahnden. Dieser aber hatte mittlerweile die MhängniS- schon in den ersten zwei Tagen der Krankheit den Appetit! volle Verwechselung entdeckt und beeilte sich nun, den atatus 3U oeru gewöhnlichen Futter aber sie verschlucken von Zeit guo wieder herzustellen. Sin 53jährigeS Frauenzimmer «n<^c2txxün^)<xice welche nicht als Nahrung dienen.!auS Homburg v. d. H., daS seit Avril in Darmstadt

fc'LVÄÄkS und -ud fich als 7u-g°b ist «°g-° B°!

Alle tollen Igunk- untere AN des^Belto^und '^ugs «u U-ter,llchungShast genommen worden. Sie ist wegen

kommen trübe Augen und struppige Haare: spätestens nach I ®e*tu9e nb schwerer llrknnde-fälschnng mehrmals vorbestraft, acht bis neun Tagen erfolgt der Tod. | Offenbar hat fie hier unter dem Deckmantel der Frömmig-

M. Beuern, 31. Julr. Gestern geriet hier ein Mädchen *eit noch mehr Betrügereien verübt. Bürgermeister Fendt be,m Mähen in die Sense und durchschnitt sich die Flechsen, in Babenhausen ist in der Nacht vom 28. zum 29. Juli Sie mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden. und unerwartet infolge eines Herzschlages im besten

ist dies feit wenigen Tagen der zweite Unfall, der beim Mähen I Manuesalter verschieden. Mit kundiger Hand lenkte er geschah. 118 Jahre laug auch unter schwierigen Berhältniffen die Der-

[§] Flensungen, 31. Juli. Seit etwa 14 Tagen ging l^^ung des Städtchens, das sich unter seiner Leitung in hier das Gerücht, die unverehelichte Tochter eines hiesigen I jeglicher Beziehung aufs beste entwickelte. Erst kürzlich wurde Bewohners habe ein Kind geboren und nach der Geburt Icr fflr weitere 9 Jahre zum Bürgermeister gewählt. Neben beiseite geschafft. Zur Feststellung des Thatbestande» er» per Bürgermeisterei, dem Ortsgerichte und dem Standes- schienen heute der Kreisarzt und ein Untersuchungsrichter aus I aI?te verwaltete er noch mancherlei andere Ehrenstellungen. Ließen in Begleitung eines Gendarmen aus Grünberg. So-1 Einem eigenartigen Reklameschwindel ist man am letzte» viel bekannt geworden ist, hat die Betreffende ein Kind ged®amfita9 in Dietzenbach auf die Spur gekommen. Seit borev. Das Kind soll auch gefunden worden fein. Sie I einiger Zeit trieb sich in den Orten des RodganeS eine etwa wurde sofort festgenommen und in das Arresthaus in Grün-P Ihrige Frauensperson mit einem Pack Leinwand unterm berg abgeführt. «rm umher und bot Schnittwaren feil mit der gleichzeitigen

Offenbach, 31. Juli. Bon der Vertretung des Mittel- I Anfrage bei Gastwirten, Kaufleuten u. a., ob sie bei den rheinkreiseS ist vor einigen Tagen bei der Bürgermeisterei betreffenden in Dienst treten könnte. Vater und Mutter, ein Schreiben eingegangen, in dem von dem Sreisvertreter die das Schnittwarengeschäft seither betrieben, seien plötzlich für die wohlgetroffenen Vorbereitungen zu dem 25. Mittel- gestorben. Sie wolle nun diesen letzten Rest Waren schnel rheinischen JubiläumSkreiSturnfest, die rege Anteil-1fortschaffen, um dann sofort die Stelle anzutreten. In nähme und die gastliche Aufnahme der Turner seitens der sehr viel Fällen ging man auch auf den Schwindel ein, ganzen Einwohnerschaft aufrichtiger Dank ausgesprochen wird, kaufte die Waren ab und wartete tagtäglich auf den sogar Klein-Krotzenburg, 30. Juli. Inder hiesigen Gemarkung durch Kontrakt gesicherten Dienstantritt der Siebzehnjährigen, machte man Heuer einen Versuch mit dem Tabak-Anbau Diese aber verkaufte unterdeffen anderorts immer neue und erzielte damit bis jetzt recht erfreuliche Resultate. Der »Reste" und fertigte Dienstkontrakte aus, bis ihr dieser Tage Tabakbau erfreute fich in früheren Jahren, namentlich in den I das Handwerk endgiltig gelegt wurde. In Dietzenbach wurde Nachbargemeinden Seligenstadt, Zellhausen und Klein-Welz- Rc in dem Augenblicke erwischt, als fie mit dem Zuge gegen heim, großer Verbreitung. Der mühevolle und damals weniger Offenbach weiter wollte. Die Person stammt aus Karlsbach lohnende Anbau verschwand aber allmählich infolge der lästigen in der Rheinpfalz und unterhielt in der Umgegend ein Steuerkontrolle. Nachdem aber die empfindliche Kontrollierung größeres Warenlager. Die bei der Staatseisenbahn­wesentlich gemildert wurde und sich auch der Tabakbau be Verwaltung als Mitglieder von Eisenbahndirektionen ange< Irüchckich rentabler erweist, scheint er neuerdings wieder auf-1stellten Regierungsafsefforen Michels in Frankfurt a. SR. leben zu wollen. und Pape in Mainz sind zu RegierungSräteu ernannt

Mainz, 30. Juli. Wie dasM. T." erfährt, wirdIworden. Ueber das Vermögen des SägewerkbefitzerS der Großherzig im September einen 14tägigen Auf-1Heinrich Geißler in Staufenberg ist der Konkurs enthalt in Mainz nehmen. Ob auch die Großherzogin hier «eröffnet worden. Vor einigen Tagen fand ein Aufseher Aufenthalt nehmen werde sei noch nicht bestimmt, doch in der städtischen Anlage am Bahnhof in Darmstadt ein sehr wahrscheinlich. Viele der Landwehrleute aus ben1 w - - - -------- -

verschiedenen Orten des Kreises Mainz, die wegen Nicht­einklebens der Zkriegsbeorderungen in ihren Militärpaß zu je einem Tag Arrest verurteilt wurden, sind deshalb aus den Kriegervereinen ausgetreten. Weitere Aus­tritte sollen in nächster Zeit rioch erfolgen.

Mainz, 30. Juli. Ter Gemeinderat unserer'Nach­bar-Gemeinde Ebersheim hat jüngst eine neue Fried­hofs-Ordnung ausgearbeitet; in derselben war fest­gelegt worden, daß Katholiken, welche einen Selbstmord verüben und welche nicht zum heiligen Abendmahl gehen, nicht in der Reihenfolge der Grabstätten beerdigt, son­dern auf einer besonderen Stelle auf dem Friedhof bei­gesetzt werden sollen. Diese Friedhofsdrdnung mußte aber, um Rechtskraft zu erlangen, auch die Genehmigung frex, oberen Verwaltungsbehörde erhalten. Diese sah sich ver­anlaßt, oben näher bezeickMeten Besttmmungen in der Fried­hofsordnung als völlig ungesetzmäßig und selbst der

heutigen christlichen Anschauung zuwiderhandelnd, zu streichen.