schäften Üb7r ih7e Organisation.. und Taktik Stellung
Nach den bisherigen Kundgebungen ist
Es gelangt sodann folgende Resolution zu Ver-
Schutzzölle wollen unsere Großindustriellen den deutschen sertigkeitsunterricht erteilt werden.
Kommen.
Die Verhandlungen wurden erst nachj8 Uhr auf morgen vormittag vertagt,
— Handfertigkeitsunterricht. Wie alljährlich, so wird auch, wie wir schon mitteilten, in diesem Winter in Gießen Hand- . Der Besuch desselben ist
erlangen. Von dem Gesichtspunkte aus erschemt es unve- greiflich, wie der jetzt vorliegende Zolltarif aufgestellt werden konnte. Die Zukunft Deutschlands liegt auf dem Wasser, ist von einer Seite gesagt worden; der den Ausspruch gethan hat, war kein Sozialdemokrat. (Rufe: Sehr richtig! und Heiterkeit.) Damit ist aber gesagt, daß wir den Verkehr auf dem großen Wasser brauchen. Wenn ich diese Ansicht hätte, wenn ich die Macht besäße, wißt Ihr, was ich thäte? Ich würde den Verfasser des Zolltarifes mit einem Fußtritt zur Thür hinausbefördern. (Stürmischer Beifall.) So lange das
In der letzten Sitzung wurde zunächst über den Gegenstand Zolltarif und Handelsverträge beraten.
Bebel führte u. a. folgendes aus: Der großartige Aufschwung unserer Industrie ist ein Beweis gegen die Erhöhung industrieller Schutzzölle, spricht eher für eine Herabsetzung derselben. Aber gerade mit der Erhöhung der
ist die ganze Partei damit wohl einverstanden."
Die Antragsteller ziehen darauf den Antrag zurück, da der Zweck nunmehr erfüllt sei.
Sodann wurden die W a h l e n vorgenommen. Dieselben ergaben, daß der bisherige Parteivorstand, bestehend aus Bebel, Singer, Auer, Pfannkuch und Gerisch, sowie die neun Parteicontroleure wiedergewählt wurden. Als Ort füi den nächsten Parteitag wurde München bestimmt.
Nach einem Schlußwort Singers wurde sodann unter Absingung der Arbeiter-Marseillaise der Parteitag geschlossen.
Aus Stadt und Sand.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) Gießen, den 30. September 1901.
qmncn. . or
** Dem 2 2. Bericht des Vorstandes der Anwalts kämm er für das Geschäftsjahr 1900/01 entnehmen wir folgendes: Tas Berichtsjahr 1899/1900 schloß mit einem Personalbestand von 143 Anwälten am Schlüsse dieses Geschäftsjahres sind zugelafien 148 Anwälte (Darmstadt 37, Offenbach 11, Gr eß en2i Mainz. 42, Worms 8). In Starkenburg ftnd 54, in Ober t)ef f ien!3 5, in Rheinhessen 59 Anwälte zugelassen. (nnthn mehr 5); Das Ehrengericht ist in diesem Jahre nicht thatig gewesen. - Das Vermögen der Kammer belauft sich auf 3144.10 Mk. — Die Zahl der Armensachen betrug rn 1900/1901. Berm Oberlandesgericht 42, beim Landgericht Darmstadt (mtt Offenbach) 188, beim Landgerrcht Gießen 59, berm LanvH
allen Knaben vom 10., refp. 11. Lebensjahre an gestattet. Wir möchten besonders die Schüler höherer Lehranstalten auf die Kurse aufmerksam machen, da ihnen erfahrungsgemäß tm späteren Leben selten Gelegenheit geboten ist, ihre Hände zu praktischer Thätigkeit auszubilden, obwohl das Leben eine solche Ausbildung in vielen BerusSarten geradezu verlangt. Anmeldungen zur Teilnahme an dem Unterricht, der sich aus Papparbeiten und Kerbschnitzerei erstreckt, werden DUt^-och, 2 Oktober, nachm. von 3 Uhr an, tm Schulhause am Aster- weg - Sandwerkerschule - entgegengenommen.
— Versetzung. Herr Hermann Hopfner, Großh. Steuer- kornrnissariatSgehülse siedelt heute nach Alsseld über, wohin er in gleicher Eigenschaft versetzt worden ist. Vor 3 Jahren hatten wir anläßlich seines Lbjähngen Diensftub.laums Ge- legenheft zu erwähnen, welches Ansehen Herr Hopfner all. gemein genießt. Er hat in Gießen 28 Jahre lang gewirkt.
•• Aus dem Theaterbureau. Es sei nochmals darauf hm- gewiesen, daß am morgigen Dienstag, den 1. Oktober, die Vorstellungen im hiesigen Stadttheater mit dem vieraltigen Schönthan'schen Lustspiel „Cornelius Voß be-
** Geflügelzuchtverein. In der gestern tm Cafe Ebel stattgehabten General-Versammlung des Geflügel- und Vogelzuchtvereins für Gießen und Umgegend wurde vom Vorstand über die Entstehung der Geflugel-Cho- lera in der benachbarten Gemeinde Krofdorf dass Folgende berichtet: Nach der Auskunft der dortigen Bürgermeisterei hat der Handelsmann Henkel tn Krofdorf aus Ungarn Geflügel bezogen, das ftch als mit der Seuche behaftet erwies. Henkel will die kranken Tiere getötet und gerupft haben, um diese als Futter für die Schweine zu vnwenden. Tie Federn hat er auf die Dungstgtte geworfen, von wo die Seuche in die benachbarte Hoftatte der Witwe Schieferstein zuerst verschleppt wurde. In dankenswerter Weise ist die Bürgermeisterei in Krofdorf mit äußerster Strenge gegen die Weiterverbreitung dev Geflügel-Cholera vorgegangen. Ter Vorstand des GesMgel-. zucht-Vereins Gießen hat sich heute an das Großh. Kreisamt mit der Bitte gewendet, daß die Gießener Wachen- Märkte für Geflügel aus der Gemeinde Krofdorf, und besonders für den Handelsmann Henkel und dessen Ware vorerst gesperrt werden. Es wird uns übrigens von darf aus mitgeteilt, daß der dortige Bürgermeister dem Handelsmann Henkel verboten hat, öffentliche Markte mtt Geflügel vorerst zu besuchen. Eine scharfe Kontrolle seitens! unserer Marktpvlizei scheint am Platz zu sein.
Darmstadt, 29. Sept. Der Großherzog empfing am 28. September u. a. eine Deputation der Turngemeinde Darmstadt, bestehend aus Professor Friedrich und Kaufmann Anspach, den Leutnant Kreisch mar vom Jnfantene- Negiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, den Kunstmaler Ernst Kretschmar, sowie den russischen Minister- residenten Fürsten Koudascheff. — Das Ehrenkreuz deS Ver- dienstordens Philipps des Großmütigen wurde dem Generalarzt Dr. Rochs, Korpsarzt des 17. Armeekorps, seither General-Oberarzt der Großh. (25.) Division, verliehen.
Darmstadt, 28. Sept. Gestern nachmittag besuchten dev Großherzog und die Großherzogin mit dem Prinzen Nikolaus von Griechenland die Ausstellung der Künstler- Kolonie und nahmen später im Hauptrestaurant den Thee ein. Die Herrschaften begaben sich heute vormittag zur Jagd in den Großh. Wildpark. — Von den heute vom Groß Herzog, empfangenen Personen überbrachten Oberkonststorialprästdent Buchner und Militäroberpfarrer a. D. Strack das Ersuchen um gnädige Uebernahme de8 Protektorats deS Hessischen LandeSvereinS vom Roten Kreuz, Professor Friedrich und Kaufmann Anspach eine Einladung zu der bevorstehenden^ Einweihung des neuen TurnhauseS der Turngemeinde Darm-, stadt. Leutnant Kretschmar vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 hatte die Ehre, in Gemeinschaft mit seinem Bruder, Porträtmaler in Weimar, ein von letzterem gemaltes Bild des Großherzogs, das für das Offiziers-Kasino des genannten Regiments bestimmt ist, vorzuzeigen.
-t- Heuchelheim, 30. Sept. Ter gestern abend fron; Rodheim hier einlaufende Zug der Bieberkhalbahn, dev gleich nach 8 Uhr in Gießen eintrifft, stand in Gefahv- zu entgleisen. Zum Glück sah der Lokomotivführer^ daß auf den Schienen ein großer und schwerer Stein lag,» und konnte den Zug noch zum Stehen bringen um dass Hindernis erst entfernen zu lassen. Passagiere im Zuge; wollen den Thäter, als der Zug anhielt, ins Feld haben, kaufen sehen. — Es ist nicht das erste Mal, daß der. Versuch gemacht wird, in der Nähe unseres Torfes bie; Bieberthalbahn in Gefahr zu bringen; der Thäter wurhL auch damals gefaßt und empfindlich bestraft.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Die Königin Margherita von Italien, welche seit Freitag abend intj strengsten Inkognito hier weilt, reist morgen vormittag von hier wieder ab.
r. Bad Nauheim, 30. Sept. Vom 1. Oktober hören die Konzerte auf, und der Betrieb irn Kurhaus wird teilweise eingestellt. Konversattonszimmer und Billardzimmer find bis auf Weiteres von 10 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends geöffnet; letzteres wird gleichzeitig zum Lesezimmer hergerichtet. Der Wirtschaftsbetrieb des Kurhauses bleibt m beschranktem Maße vor der Hand im Gang. In den Badehäusern 3, 5 und 7 werden auch nach dem 1. Oktober — soweit e§ erforderlich ist, bis in den Monat November hinein — Bäder abgegeben. Der Badebetrieb regelt sich dann bis auf Weiteres folgendermaßen: Soolbäder von Quelle 14 im Badehaus 3, Thermalbäder von Quelle 14 im BadehauS 3, Konitzkystraße, von Quell- 12 im BadehauS 6, Sprudelbader von Quelle 12 im Badehaus 6, von Quelle 14 im Badehaus 7, Douchebäuder von Quelle 14 im BadehauS 3, Strombäder von Quelle 12 und 14 im BadehauS 6 und 3, särnt lich in der Zeit von 8—12 vorrn. und 2—5 nachm.; Sprudel- er strombäd von Quelle 12 im BadehauS 6, von Ouelle 14
Handlung.
„Der Parteitag erklärt, daß er das vom Oberkriegsge- richt in Gumbinnen gefällte Todesurteil wider den Unteroffizier Marten für einen der schwersten Iuftt-Irrtümer hält, welche die Geschichte kennt. Der Parteitag lieht auch nicht annähernd einen Beweis dafür erbracht, daß der Verurteilte sich des ihm zur Last gelegten Mordes schuldig gemacht hat. Der Parteitag erwartet von der sozialdemokratischen Reichstagssraktwn, daß dieselbe unter ausdrücklicher Bezugnahme auf das Gumbmner Urteil in geeigneter Form im Reichstage für die Abschaffung der Todesstrafe und die Beseitigung der Militärjustiz — außer fur Dis- ziplinarfälle — eintreten wird. .
Es nahm hierzu Singer das Wort: Bevor der Parteitag über den Antrag seine Entscheidung fällt, hält der Par- teivörstand es für notwendig, zu erklären: „Wir sind einig in der Entrüstung, daß eS in Deutschland möglich ist, daß in der Militärjustiz derartige Urteile gefällt werden können. (Stürmischer Beifall.) Der Schrei der Entrüstung, der durch ganz Deutschland hallte, als das Todesurteil bekannt wurde, und der durch alle Blätter aller politischen Parteien ging, sei ein deutliches Zeichen, daß durch den Urteilsspruch das Rechtsgefühl des deutschen Volkes auf das Gröblichste verletzt ist. (Beifall.) Soweit der Antrag dazu bestimmt ist, Protest gegen die Justiz auszusprechen und festzustellen, daß wir die Heimlichkeit der Militärjustiz verurteilen,
wurde darauf mit ->30 gegen 3 Stimmen ein Antrag Fischer- Markt abschließen, um mit ihren Syndikaten und Trusts die Berlin der rückhaltlos den Streikbruch verurteilt und die inländische Preisbildung zu beeinflussen, und zu bewuken, dag Aufgabe der Gewerkschasten anerkennt, den Streikbruch mit fie jm Jnlande riesenhafte Profite emheimsen, mit deren Hilft aller Energie zu bekämpfen, es ^ber ablehnt, daß die ße ^ann mit Schleuderpreisen den Marktpreis unterbieten Partei in jedem Streitfall zu den Beschlüssen der Gewerk- jönnen> Wir haben das ja bei dem Schutzzölle auf Eisen-
schäften über ihre Organisation unu schienen gesehen. Nach den bisherigen nunogeoungen i|i
nehmen oder von solchen Beschlüssen oder dem Ver-L» anrunehmen, daß die russische Regierung nie» halten der gewerkschaftlich organisierten Parteigenossen! $ Erböbuna der Roggenzöl le zu stimmen Lazu die Zugehörigkeit zur Gesamtheit abhängig m-al
Parteitag spricht die Ueberzeugung aus, daß die auf den Standpunkt stellen, daß Deutschland sem Getreide schiedsrichterlichen Instanzen bei ihrem Votum sich von trotzdem von auswärts beziehen muß, so wird die russische der ehrlichen Arbeit haben leiten lassen, Recht zu finden Regierung sicherlich die bisherigen Konzessionen in Beziig auf und Recht zu sprechen. Es wird rücksichtlich der Neuheit ^usttie aufheben, welche unseren Absatz unterbinden. Genau des Falles anerkannt, daß diesen Instanzen aus ihrem L t e§ bei einer Reihe anderer Staaten. Wir werden Votum ein Vorwurf nicht zu machen ist. Der Parteitag, , einen Seite eine allgemeine Verteuerung der
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Schließlich wurde noch der Antrag Bernstein mit H71anderen Staaten sich verschlechtert und zu einerJsolirung gegen 110 Stimmen angenommen, wonach zur Ausübung rghren muß. Es wird unausbleiblich sein, daß der Dreibund strenger Disziplin jeder, der der Partei oder seiner Berufs-1 aufßört und daß unabsehbare Folgen cintreten. Die scham- organisation in einem von ihnen geführten Kampf durch ^sen Fordernnaen des Bundes der Landwirte, die ohne Rün- Thalen entgegenwirkt, oderSonderbündeler trecht, gegen . » ■ aufgestellt sind, können viel-
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In der Nachmittagssitzung wurde nach Erledigung des rückgegangen fet feit Bestehen der HandEvMrage , fehlt sogenannten Banter Falles zum Bericht über die parlamen- der Beweis. Die^ Bodenwerte sind überall gestiegen, tarische Thätigkeit übergegangen. Die Angelegenheit wird ! Die jetzige Krisis läßt es für die Industrie doppelt not- vom R'eichstaHabg. Wurm (Berlin) vertreten. wendig erscheinen, Handelsverttäge, und zwar langftistige, zu
Gegen die Thätigkeit der Fraktion im Reichstage haben | erlangen. Von dem Gesichtspunkte aus. erscheint^eS unbe- sichi keine Einwendungen geltend gemacht. Nur in den letzten Tagen habe Genosse Parvus gegen den Antrag der Fraktion aus Einführung des zehnstündigen Ätaximal- arbeitstages den Vorwurf der Prinzipienwidrigteit erhoben. GeMsse Parvus irrt, wenn er annimmt, der Antrag sei gestellt, um bürgerlichen Parteien eine goldene Brücke au schlagen, und damit ihre Arbeiterfreundlichkeit zu beweisen. Wir wollen gerade die Heuchelei der bürgerlichen Partei durch unseren Antrag aufdecken. Die Fraktion hat, ebenso, wie sie es stets im Reichstage gethan hat, gegen _ .......... , .....
Las ganze Budget gestimmt. Leider ist dieser Standpunkt Reich besteht, ist kein gesetzgeberischer Akt vorgekommen, welcher nicht von allen Fraktionen in den Einzellandtagen ange- Klassen der Bevölkerung so gegen einander aufregt und nommen worden. Es ist tieftraurig, muß hier aber auf6ringt, wie der Tarif. Der Zolltarif kann, — und ich
gesprochen werden: Wieder waren es dieec wird es — der Sprengtopf fein für das Zentrum. Monatshefte", tue tmmet meljr ;um ®Zauferung!,Wte n me.r mit bcr atten <SpiegeIfe<f)terei, dem
Landtages, hat Eiertanz durchkommen Wir haben unsere g°n-°^rast auf. hierin diese Mmiserungstheorie der Budgetbewilligung ent- zubieten m der Agitatton, in der Aufregung und ich sage wickelt Darin wird alles auf den Kopf gestellt, nicht nur es offen — m der Aufhetzung der Massen. Das verdient die Grundsätze der Sozialdemokratie, sondern auch das dieses ungeheuere Attentat auf die Lebenshaltung des Volkes. A-B-C der politischen Demokratie. (Beifall.) Wir im Reichs ^Stürmischer Beifall.) Die Dinge liegen nicht so, daß unsere tag bewilligen fein Budget und erzwingen uns dennoch Stimme nicht in's Gewicht fällt. Wenn wir alle unsere Zugeständnisse. Glaubt Genosse Fendrich, wir wurden mehr 1 ist Aussicht vorhanden, daß das Attentat
ÄiteTbe*^^ ab3emiefen ,Cirb- ^-mische-, an.
nicht ein ^7Je4^tti<ontfe^fn^rFtä^bHd:“be^San I Von einer Debatte wurde Abstand genommen und die
Bebel beantragte, irn Wortlaut bereits m.tgeteilte Re so- aeaen das Militärwesen nehmen werde. (Beifall.) lution einstimmig angenommen.
U Landtagsäbg. Fendrich bestritt, daß er eine neue Rach einem kurzen Referat wurde zur Maifeier die
Theorie aufgestellt habe. Unter den viel schwierigeren Ver- ^te Resolution wieder angenommen, welche den Genossen die bältnissen unter dem Sozialistenkongreß, habe Liebknecht ber Maifeier nach den örtlichen Verhältnssfen überläßt,
im sächsischen Landtage einen ähnlichen Standpunkt em- Der nächste Punkt betrifft die Wohnungsfrage,
genommen. . . Dr. Lüdekum (Dresden) begründete einen diesbezüglichen
Bebel kritisiert unter Bezugnahme auf seme bevetts Antrag, der nach kurzer Debatte zur Annahme
mitgeteilte Resolution, betr. die Budgetverweigerung, die
Budgetbewilligungen in Baden, Weimar und aufÄderen • Nachmittagssitzung blieben nur noch Anträge und Sanb9tagen J X al t (Berlin) beanLgi, bei der
Se^ne Resolutivn wolle, dafi kein Zweifel Ausstellung von Kandidaten zur Reichstagswahl sornel wie
me6OeftcTe 9teie bie Gmvsftn zu stimmen haben. Wenn möglich Männer auS Arbeiterkreisen zu nehmen Der Antrag
in einem Sanbe Grund vorhanben wäre, bas Budget zu wird von Adolf Hoffmann (Berlin) verteidigt und sodann
nerweiaern, so ist es Baben, wo man eine SBafjlretoim bc(ä)[ofien, den Antrag den Wahlkreisen zur Berücksichtigung
stets abgelehnt habe. Was Fendrich zu seiner Verteidigung überweisen, veschrieben, sei das Kläglichst, was er von einem - ... .
^o^atdemokraten gehört habe. Unter den deutschen Fürsten Ä tote dem deutschen Kaiser der Großherzog von Baden, der bei jeder Geleaenheit seiner Gegnerschaft gegen b“ Sozialdemokratie Ausdruck giebt. Wenn der Landes- fürst nnd damit sein Ministerium diese Stellung einn>mmt, dann ist es nicht blos Pflicht, sondern auch Anstandspslicht von Sozialdemokraten, togterung bie Wlittel zum Regieren zu verweigern. (Lebhafter Beifall.)
'«m Singer wendet sich gegen den zweiten Teil der Resolution Bebel, die allen von Bebel so beredt ge« rimten Uebelftänben Thür und Thor offne. In Deutschland bedeute die Gesamtbewillignng des Budgets em Ver- T?mmnzvotum .für die Regierung. Mr haben lerne Ursache, auch nu^ einer Regierung in Deutschland ein Vertrauen entaeaenzubringen. Sollten zwingende Grunde sich er- aeben so haben wir immer Zeit zur Stellungnahme ^Ulrich (Osfenbach) ist mit der Resolution Bebel etm verltanden? Er mochte bitten, das, was er verlange, auch mH feinen Genossen in der Berliner Stadtverordnete- S^fnLniiijna äu befolgen. Verwerfen Sie dach auch da k.a^aet (Wurm ruft dazwischen: Wir haben keine Abdas Budget l-^urm ruit - i i Abstimmung für
di^GchäWr der Herren Achtgroschenjungen (Heiterkeiii Zu- Unterredung mit dem Großherz-og!). Ulrrchr
Ä" daraus (auf die Unterredung) konnne ich vielleicht auch^ irgend ein Vertrauen ausgesprochen haben. (Widerspruch, Lachen und Zurufe.) Le»* ,ä KLW wurde ver Antrag Beb.el mit großer Mehrheit ang


