Ausgabe 
31.8.1900 Zweites Blatt
 
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des Volkes und sein eigenes zu rächen.

Er

am Halse. Ter Zeuge seine Freunde drei T

* Die Prüfung im Fiuavzfach, die wir in Nr. 195, 2. Blatt, eingehend behandelten, wird am 15. November in Darmstadt abgehalten. Nähere Angabe von Stunde und Ort werden wir demnächst veröffentlichen.

Schwindel. Durch die deutsche Fachpresse für Forftbeamte gingen kürzlich Anzeigen und Notizen, laut weichen für d>e Kolonie Neu Südwales Förster unter be-

für Armenpflege und Wohlthätigkeit findet auch an einem Tage in der Stadthalle eine gesellige Zusammen­kunft mit den Vertretern der Mainzer städtischen und Privat- Armenpflege statt, zu welcher sämtliche städtischen Armen.

I Pfleger eine Einladung erhalten haben. Gestern Abend I wurden nun von den Armenpflegern Versammlungen ab« I gehalten, in welchen sie gegen die von dem Armenamt er. lassene Einladung Protest erhoben haben. Die Armen. Pfleger erklärten, daß man sie zu allen Festlichkeiten, welche die Stadt Mainz zu Ehren der fremden Gäste veranstaltet, I hätte einladen sollen und nicht nur zu einer Zusammenkunft in der Stadthalle. Die Armenpfleger seien im Intcreffe der Stadt Mainz das ganze Jahr thätig, und deshalb I typten sie es für eine Pflicht, sie auch zu den übrigen Fest- lichkeiten, u. a. zu der von der Stadt Mainz den Gästen I gegebenen Rheinfahrt nach RüdeShcim, einzuladen. Diese I Proteste werden dem städtischen Armenamte zur Kenntnis. | nähme unterbreitet.

I Singen, 28. August. Im benachbarten Gilb eh au S haben zwei Menschen durch elektrische Schläge in der Vollkraft ihrer Jahre einen plötzlichen Tod ge- I funden. Ein Weber wollte die elektrische Lampe in seiner Wohnung entzünden, aber kaum hatte er dieselbe berührt, als er, den Leitungsdraht mit sich reißend, tot zu Boden

I stützte. Der Buchhalter Emil Herms, welcher sich znrzeit des Unfalles in der Wohnung des Webers befand, wollte später in seiner eigenen Wohnung seinen Wirtsleuten den traurigen Vorfall näher erläutern; er ergriff den um« sponnenen Leitungsdraht, um im nächsten Augenblick mit der Lampe in der Hand ebenfalls als Leiche niederzustürzen. Wie das Unglück entstand, ist noch nicht bekannt geworden; es ist anzunehmen, daß durch das Gewitter am Nachmittag ein stärkerer Strom in die Hausleitung getreten ist, ge­nügend, ein Menschenleben zu töten.

Dietersheim, 28. August. Nach der vorjährigen Kirch­weihe fand man am AuSgange unseres Dorfes einen jungen Menschen aus dem nahen Büdesheim ermordet auf der Chauffee liegend. Die grausige That ist bis zur Stunde noch ungesühnt. Die am letzten Sonntag abgehaltene Kirch- weihe endete zwar nicht mit einem Morde, wohl aber mit einer schweren Körperverletzung und einem Straßen- raub. Am Montag in der Frühe fand man nämlich in nächster Nähe des Dorfes einen Herrn und cineEame, beide aus Bingen, besinnungslos und blutüberströmt im Chauffeegraben liegen. Der Dame fehlten goldene Uhr nebst Kette und die Geldbörse. Die Thäter sollen Dieters­heimer Burschen sein. Zwei Schulbuben von hier im Alter von 10 und 13 Jahren stahlen einem Bingener Gendarmen, der in seinem in der Nähe der Stadt gelegenen Garten arbeitete, ein Paar Stiefel.

Worms, 29. August. Kürzlich hielt hier, wie die D. Volkswirtschaft!. Korresp." berichtet, der Stadtbaumeister Hoffmann dem Oberbürgermeister Vortrag anläßlich einer städtischen Submission und erklärte eS für ganz unmög­lich, daß die Stadt diese Schundpreise annehmen könnte, welche die Submittenten gefordert hätten, da bei ihnen von Verdienst gar keine Rede mehr wäre und die Auslagen kaum gedeckt würden. Nachdem der Oberbürgermeister die Sache im Magistrat zur Sprache gebracht, wurden alle Handwerker der Stadt Worms aufs Rathaus beschieden. Der Ober­bürgermeister setzte ihnen in längerer Rede auseinander, daß die bisherige Submissionswirtschaft so nicht weiter gehen könne. Die Stadt müsse Wert auf die Erhaltung eines kräftigen Handwerkerstandes legen; bei Angeboten aber, welche die eigenen Kosten nicht einmal deckten, müßten die Handwerker zugrunde gehen. Wegzu- werfen hätte die Stadt natürlicherweise auch nichts, aber sie müßte sich einen gesunden und steuerfähigen Mittelstand erhalten. Der Magistrat wolle sich der Sache ernstlich an­nehmen. Jedes Handwerk solle innerhalb drei Tagen seine Preise richtig aufmachen und einen Obmann wählen, der die Preisliste dem Stadtbaumeister zu übergeben hätte. Nach diesen Devisen sollten dann die städtischen Arbeiten vergeben und bei Submissionen verfahren werden.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der frühere Polizeiamtmann Ortwein in Bad-Nauheim ist aus dem hessischen Staatsdienst ausgeschieden und in die Verwaltung des Norddeutschen Lloyd in Bremen über- getreten.

Wir wissen, daß wir in diesem Augenblick, wo wir diese Urkunde dein Grundstein des Denkmals anvertrauen, keinen Grund für ein Werk ewiger Dauer gelegt haben. Nur Gott allein ist ewig. Aber wir hoffen wenigstens, daß unser Werk noch Kindern und Kindeskindern predigen möge von einer Zett, wo Vaterlandsliebe und Treue zum angestammten Fürstcnhause, zu Kaiser und Reich das Höchste vermochten, und daß e« ihnen ein stummer und doch so beredter Zeuge sei von der heiligen Pflicht jedes Deutschen, etnzustehen mit Gut und Blut für seines Volkes und Vaterlandes Ehre und Größe.

Möge dies Denkmal unter dem Schirm des Höchsten auch h fernen Zeiten, wo wir alle nicht mehr sein werden und der Wind über das dürre Gras unserer vergeffenen Gräber streicht, nur glorreiche Tage unseres Vaterlandes, glücklich, Zeiten für unser Hessenvolk, gesegnete Tage für unser liebes Heimatsdorf Steinbach schauen. Das walte Gottl"

Außer einigen Münzen und Zeitungen wurden auch die Bilder des Kaisers und des Großherzogs sowie Kaiser Wilhelms des Großen und unseres verewigten GroßherzoaS Ludwig IV. der Urkunde beigefügt.

Darmstadt, 28. August. Im Auftrage der Regierung hat sich der Präsident der Großh. Zentralstelle für das Gewerbe, Regierungsrat Noack, zur Besichtigung der Weltausstellung nach Paris begeben.

Darmstadt, 29. August. Der Groß her zog ist auf Jagdschloß Oberhof, wie von dort gemeldet wird, am Montag mittag 4 Uhr 25 Min. bei strömendem Regen angekommen. Gestern morgen herrschte dichter Nebel. Nm 10 Uhr wurde zur Jagd abgefahren, wobei der Großherzog einen guten Hirsch erlegte. Nachmittags herrschte oben tu den Bergen wieder prachtvolles Wetter. Am Freitag begiebt sich, wie gemeldet, der Großherzog zum Be­suche des Kaisers auf ergangene Einladung nach Berlin.

Mainz, 29. August. Bei Gelegenheit der hier statt­findenden Jahresversammlung des deutschen Vereins

Urkunde über dte Errichtung de» Kriegerdenkmals _ au rteiubnch.

Der Gedanke, auch hier in Steinbach bei Gießen für kommende Geschlechter ein Denkmal der glorreichen Zeiten zu errichten, m denen das Eisen, welches das Reich zusammenhalten sollte, zuerst im Feun der Trübsal geglüht, und alsdann im gewaltigen Bölkerringen aus fremder Erde zu einem unzerreißbar alle deutschen Stämme zu- sammenhaltenden Bande ausgeschmiedet wurde, ist schon seit länaeren Jahren aufgetaucht. Sowohl der hiesige K r i e g e r - und Militär­verein als auch der hiesige Sparkassenverein haben Gelder dazu gesammelt und zur Verfügung gestellt. Auf Veranlassung des ersteren nahm im Sommer dieses Jahres die G e m e i n d e s e l b st vertreten durch ihren Bürgermeister und Gemeinderat, die Sache in die Hand. Den Plan zu dem Denkmal hatte inzwischen Architekt Karl Roth, em geborener Steinbacher, entworfen, und nach feinen Angaben und Zeichnungen übernahm die Steinmetz- und Bildhauerei-Werkstatt von I. A tz b a ch zu G i e ß e n die Ausführung. Die Arbeiten wurden so rasch gefordert, daß wir heute, am 29. August 1900, diese Bau-Ur- kunde dem Grundstein des Denkmals einfügen können, und wir hoffen letzteres am künftigen Sonntage, dem 2. September, als am dreißia- lährigen Gedenktage der Schlacht von Sedan der Oeffentlichkeit übergeben und einweihen zu können.

Viele Krieges- und Kriegerdenkmale sind in den feit 1870/71 ver­stossenen 30 Jahren errichtet worden. Was aber unser hiesiges Denkmal vor allem auszeichnet, ist, daß es als vielleicht einziges im großen deutschen Baterlande der OessentUchkeit in einer Zeit übergeben wird in welcher Deutschland nach 30 Friedensjahren zum ersten Male wieder eine größere Zahl seiner Söhne hinausgesandt hat, um im fernen China i für die Ermordung unseres Gesandten Sühne zu heischen und unsere I deutsche Ehre zu wahren.

9. Windecker, Ernst, Bierbrauer, Friedberg. 10. Momberger, Hch. VIII., Landwirt, Unterseibertenrod. 11. Eichen­auer, Hch., Fabrikant, Gießen. 12. Kröck, Johann Philipp, Landwirt, Heuchelheim b. Gießen. 13. Holler, Wilhelm, Landwirt, Ober-Hörgern. 14. Robert, Otto, Buchdrucker, Grünberg. 15. Rullmann, Otto, Gutspachter, Mittel- Gründau. 16. Leonhardt, Heinrich, Pachter, Wiffelsheim. 17. Foucar, Johann Daniel August, Postmeister a. D., Bad Nauheim. 18. v. Leonhardi, Moritz, Freiherr, Groß- Karben. 19. Helfrich, Friedrich, Rentner, Gießen. 20. Reuter, Heinrich V., Landwirt, Wiefeck. 21. Volk- mann, Heinrich II., Landwirt, Heuchelheim b. Gießen. 22. Kötter, Heinrich Philipp Wilhelm, Landwirt, Altenstadt. 23. Korell, Georg, Bürgermeister, Schwabenrod. 24. Völzing, Wilhelm IV., Landwirt, Groß Felda. 25. Wagner, Hein­rich IV., Landwirt, Ober-Breidenbach. 26. Philippi, Hein- rich, Landwirt, Wohnbach. 27. Ohly, Moritz, Landwirt, Holzheim. 28. Leopard, Georg, Rentner, Melbach. 29. Reuther, Heinrich III., Landwirt, Nieder-Mockstadt. 30. Schmidt, Hermann Karl, Landwirt, Romrod.

Ardriterde»eKMA.

h,n Eine kleinere Anzahl der stretken-

nennmm^ d" Lederwerke bat die Arbeit wieder auf- m.< ^SwLrts war thatfächlich Zuzug vor. Arbeitern

h iS "doch von den Streikposten abgefaßt, er- b^*fnb "«tz zur Wtederabreife bestimmen.

r i < K Vl!1 die Streikenden ein Zirkular erlassen, worin Wieheraufnahme der Arbeit empfiehlt. Ein biftnb tnnh^ 619?u dem dies geschehen müsse, ist nicht angegeben,

«Ägegenkomwendster Weise ist dies den Streikenden auch r J1? bic Ochsten Tage freigestellt. Dtejmtgen Ar- ettertnnen der Fabrik, dte nicht in den Ausstand emgetreten sind und weiterarbetteten, erhalten von der Direktion « em AU>öhnltchen Lohne eine Gratifikation, dte bet den tn Beschäftigten 2 Mk., und für die in den übrigen Werrflatten 1 Mk. pro Tag beträgt. Aus dem oben anaezogenev ist übrigens zu entnehmen, daß dte Lederwerke bisher geneu dieselben Löhne zahlten, wie fie von anderen Fabriken der Leder- oranche auch gezahlt werden. Man hofft, daß heute und morgen wieder eine größere Zahl Ausständiger die Arbeit zu den bisherigen Löhnen eufntmmt.

Marseille. Die Zuckerrafftnerteen entließen beut« infolge des Ausstandes der Rollkutscher 800 Arbeiter, da dte Wagen nicht

Gerichtssaat.

atm. ®natW Lange wurde wegen

Widerstandes gegen bte Staatsgewalt zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Vom Reichsgericht wurde das Todesurteil gegen den Glstmörder Jaenrcke, der bekannllich am Teufelsfee im Grünewald unter Sauber« eme Näherin vergiftete, aufgehoben und der Prozeß an bte erste Instanz zurückverwiesen. Die Aufhebung wurde da- hii Antrag des Angeklagten, eine Schrift über

dte Heilkraft des Strychnins zu verlesen, vom Gerichtshof abgelehnt

Gießen, 30. August 1900.

Personalnachrichten. Dem Pfarrer Philipp Mar­quardt zu Ober-Gleen wurde die evangelische Pfarrstelle zu Hahnheim, Dekanat Oppenheim, übertragen.

*" Verzeichnis der Geschworenen für die am 24. Sep­tember 1900 beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts pro 3. Quartal. 1. Görnert, Ludwig VIII., Landwirt, Queckborn. 2. Kübel, Dr. Franz, Jnstitutsvorsteher, Gießen. 3. Pröscher, Wilhelm IV., Rentner, Schotten.

Repp, Karl, Fabrikant, Grünberg. 5. Scheid, Jakob, Buchhalter, Gießen. 6. Henzerling, Friedrich Karl, Kaufmann, Gießen. 7. HaaS, Karl VI., Schuhmacher, --tembach. 8. Helm, Friedrich, Weinhandler, Gießen.

gedenkt der edlen Eigenschaften König Humberts und giebt ein Bild des Thatbeftandes. Er zeigt, daß der Angeklagte sich der Strafbarkeit der That bewußt war und mit Ueber- legung handelte, und betont, daß Breszi Mitschuldige hatte. Er verurteilte die anarchistischen Lehren, die so abscheu­liche Verbrechen zur Folge haben. Breszi könne sich nicht mit seiner elenden Lage entschuldigen. Er sei kein impul­siver Fanatiker, sondern ruhig, zynisch und hartnäckig. Sein Ziel sei ein verdammungswertes gewesen. Ter Generalprokurator beantragt, der Gerichtshof möge Breszi für schuldig erklären ohne Zubilligung mildernder Um­stände .

Der Verteidiger M e r l i n o nimmt in seinem Plai- doyer die Anarchie gegen den Vorwurf in Schutz, daß sie die treibende Kraft des Verbrechens gewesen sei. Alle Parteien hätten, wie die Geschichte zeige, Königsmörder gehabt. Als der Redner sich darüber verbreiten will, welche Gründe die Anarchisten zu Verbrechen veranlaßten, wird er von dem Präsidenten unterbrochen. Merlino bittet Geschworenen, Gerechtigkeit, aber nicht .-rame zu üben, und dem Angeklagten mildernde Umstände ftMartelli bittet die Geschworenen um Ractfiicht für den Angeklagten, der sich der ganzen Schwere seiner That nicht bewußt fei. Breszis Verbrechen sei zu verurteilen, feine Exaltation aber zu verstehen. Tie sonstige gute Führung dles Angeklagten heische Mitleid.

Rach einigen kurzen Worten Breszis, der sagte: , Verurteilen Sie mich, es ist mir glei chgiltiq, ! I* ^e nahende Rev olution", verlies

der Präsident die einzige ^chuldfrage und läßt die Ge­schworenen zur Beratung ,ich zurückziehen. Das Urteil lautet, wie oben gesagt, auf lebenslänglichen Kerker.

wurde geweckt als ich kaum eingeschlafen war, und fühle mick) zu schwach". Der Präsident schreitet trotzdem zur Bildung der Geschworenenbank. Ter Verteidiger Mer­lino erhebt einige formale Einwendungen, die aber zu­rückgewiesen wurden. B r e s c i antwortet mit leiser Stimme auf die Fragen über seine persönlichen Verhält nisse. Merlino verlangt Vertagung, weil ihm die Zeil zur Vorbereitung gefehlt habe, die Trennung des Prozesses Bresci von deni gegen feine mutmaßlichen Mit­schuldigen unzulässig und die Ladung amerikanischer Zeugen notwendig sei. Rach lebhafter Debatte zwischen dem Verteidiger und dem Staatsanwalt und nachdem Bresci fein Verlangen nach Aufschub wiederholt hat, wird auch dies ab gelehnt. Während der Beratung des Ge­richtshofes liest der Angeklagte aufmerksam ein Schrift stück, vermutlich seine Selbstverteidigung ober die Anklage­schrift. Der Präsident läßt sodann die Anklageschrift verlesen, was längere Zeit in Anspruch nimmt. Sie führt die bekannten Thatfachen an. Ferner geht auS ihr hervor, daß Bresci sich fortwährend im Scheibenschießen übte, um sein Opfer nicht zu fehlen, und daß er die Kugeln seines Revolvers in besonderer Weise bearbeitete, um sie noch gefährlicher zu machen. Aus anderen Thatfachen geht her vor, daß Bresci mit lleberlegung handelt. Hierauf werden die 16 Zeugen in den Saal geführt, 11 sind von der Anklagebehörde, fünf von der Verteidigung vorgeladen. Sodann beginnt das Verhör Br es cis. Tiefer erklärt, er habe nach den Vorgängen in Sizilien und Mailand be­schlossen, den König zu ermorden, um das Elend

RffÄ smää«» eg? »»t. äü st'*"-" - und die Kugeln seines Revolvers in besonderer Weise be- I welche man sich zu wenden hatte, war em ge­

arbeitet zu haben. Er spricht mit leiser Stimme und ruhig. I .Sor.fle ® V101 bezeichnet, der sich als Sekretär er erklärt, er habe drei Schüsse in einer Entfernung von I Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft in Sidney zwei oder drei Metern abgegeben. Man zeigt ihm hierauf I auSgab. Eckundigupgen an Ort und Stelle haben ergeben, die Waffe und zwei Bretter, gegen die er Scheibe geschossen I daß diese Person überhaupt nicht existiert, und daß die hatte. Rach Verlesung der Schriftstücke wird die Sitzung I Regierung von Neu-Südwales den Notizen völlig fernsteht. llm erbrochen. Es liegt daher der Verdacht nahe, daß eS sich hier um ein

d^^ertel zwer Uhr wird die Sitzung wieder er- I Schw indelrnanöver handelt. Die deutschen Forst- fixier Mnd «ensbarni9S a (or'i tS^bie^^ren ^7"'" ftie" d°h" °°r Mr. George Ellim unlP den Umstande bei der Verhaftung Breszis, der von der Menge Zungen mit angeblich staatlichen Positionen in Australien halb tot fgeschlagen worden sei und blutüberströmt mit gewarnt.

zerrissenen Kleidern im Gefängnis anlangte. General- I . "k* Lembach, 29. August. Eine kleine, aber erhebende adjulant Avogadro, der sich mit dem König im Wagen I öfter versammelte heute den hiesigen Gemeinderat und befand, sagt ebenfalls über die Thatumstände aus. Er I Kirchenvolstand zusammen mit dem Vorstände des Krieger- fragte als die Sckiüsse gefallen waren, den König, ob er I Vereins und des Sparkassenvereins vor dem Portal unserer

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Der Reitknecht des Königs, Lupi, macht gleiche Aus I k 2 CT .njpradje und den üblichen Hammerschlagen sagen. Er erklärt, er stürzte sich auf Breszi und packte ihn I bc8 Bürgermeisters Krämer, des Präsidenten des Krieger- am Halse. Ter Zeuge Ramel la, bei dem Breszi und I ö^rcIn6 Schüfe r, des Pfarrers Haacke namens des seine Freunde drei Tage vor dem Verbrechen wohnten, Kirchenvorstandes und des Verfertigers deS Denkmals, sagt, jener habe ein ruhiges Wesen zur Schau getragen. I Bildhauers Jac. Atzbach-Gießen, wurde folgende von Die Wirtin Eam giaghi und die Milchhändlerin I Pfarrer Haacke verfaßte Urkunde in einer verlöteten Blech- hnUM baJi breszi wahrend seines Aufent- kapsel dem ca. 25 Ccntncr schweren Grundstein -ingesügt

haltes in Monza vor dem Verbrechen eine große Ruhe I und vermauert: M B

an ben Tag legte. Andere Belastungszeugen bringen nichts neues zur Sache vor. Teresa B r u g n o l i aus Bologna, Breszis Geliebte, erklärt, Breszi erhielt am 21. Juli ein Lelegramm, dessen Inhalt sie nicht kenne. Er sei darauf nach Mailand abgereist. Tie von der Verteidigung ge­ladenen Zeugen geben Breszi für die Zeit seines Aufent­haltes in Prato ein gutes Leumundszeugnis. Seine Familie besaß dort ein kleines Grundstück.

Rach der Beendigung der Zeugenvernehmungen be­ginnt der Generalprokurator das Plaidoyer. Er