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Frauen—zim—mer" und, damit sie vor Vergessenheit bewahrt bleibe: „Die Holzauktion"! Milde Lüfte, wie sie um diese Jahreszeit nur im fernen Süden heimisch sind, wehten am Sonntag. Noch graute der Morgen kaum, als die lustigen Klänge der Reveille die Schlafenden erinnerte, daß Gott Jokus seine Herrschaft angetreten habe. Die „Garden" durchzogen die Stadt. Nach und nach waren auch die Teilnehmer au dem „Blocksberg-Schützenfest" ein- getroffen, die nachmittags kurz nach 2 Uhr gemeinsam nach dem Festplatz (Stadthalle) marschierten. Der Zug, der seinen Weg durch die Hauptstraßen der Stadt nahm, bestand aus ungefähr 25 Gruppen. Vertreten waren darin u. a. „chinesische Schützen aus Kiautschou", — „Dotzemer Schützenbund", — „Uniformierter Schützenbund aus Hinterpommern", — Burengeneral", — „Schützensieger aus Prätoria", — „Gesangverein London" mit der Devise: „O, weh gewunne". — „Schützenliesl", — „Schützenverein Blocksberg". Eröffnet und beschlossen wurde der Zug durch die „Garden". Stadthalle und Garten, das Ziel des Zuges, waren in einen „Blocksberg-Schützenfestplatz" umgewandelt: Gabentempel, Tombola, Jungfrauen mit Schießständen, die gar verlockend zu animieren wußten, Irrgarten, photographische Ateliers u. s. w. fehlten nicht. Dremmel, der Unermüdliche — für seine Verdienste erhielt er schon vor Jahren ein Denkmal — verteilte die Preise. Neben goldenen Pokalen von riesigen Dimensionen erhielten die Meisterschützen Champagner und — Kamillenthee.
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I für L°ge, Sperrsitz und 1. Parquet und 30 Pfq. für 2. Parquet Giltigkeit. V g
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 1. März 19 00, nach- Sllta9\3,/2 Uhr pünktlich: 1. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1898/99. 2. Vorlage der ' bes Realgymnasiums und der Realschule pro
1898/99. 3. Vorlage des Voranschlags des Realgymnasiums und der Realschule pro 1900/01. 4. Erläuterung der Revisionsbemerkungen zur Rechnung der Stadt Gießen: hier: Bemerkung 47, Herstellung der Decke im Sitzungssaal betr. 5. Baugesuch des Otto Kindt für die JohanneS- straße; hier: Dispens. 6. Desgleichen der Burschenschaft Alemannia für den Schiffenbergerweg; hier: Dispens. 7. Desgleichen des Johann Georg Pfaff für den Schiffen- bergerweg. 8. Benennung der Straßen; hier: derjenigen vom Ludwigsplatz nach dem Schiffenbergerweg und vom Brand nach der Ostanlage. 9. Gesuch von Bewohnern der oberen Frankfurterstraße wegen Anlage eines Rohrkanals. 10. Herstellung erhöhter Bürgersteige in der Plockstraße. 11. Die Unterhaltung der Feldwege; hier: des Grenzwegs an der alten Marburgerstraße. 12. Teilung verschiedener »laffen der Stadtknaben- und Stadtmädchenschule; hier' Voranschlag und Arbeitsvergebung für Beschaffung weiterer Unterrichtsräume. 13. Gesuch des Georg Treiber zu Gießen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Kaplans- gaffe 19.
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1 vr. 3. Hann- \w r oersität Sra».
- Habilitiei IDr. med. Wendel, Iflmif, mit einer Slnl Symptome und Folg Professor 5. StreinH Fakultät der Univers föie Entwicklunzsstufen DDr. Richard Meyer a - verschttdtp Mr deutsche sseyte iß ■ »us Nagasaki,- er -at fi t liebtrgeiaßen uni ftniei
•• Sanitätsverein. Die gestern abend im „Gambrinus" I abgehaltene Generalversammlung des „Sanitäts- I ^r^ins" beschäftigte sich u. a. mit Erstattung des Ge- ^afts- und Kaffenberichts, Wahl des Vorstandes und der I Rechnungsprüfungskommission. Der Mitgliederstand stieg I im Laufe des Geschäftsjahres von 654 auf 704. Die I Einnahme betrugen 4613,88 Mk., die Ausgaben 4514,86 Mk., mithin Kassenbestand 99,02 Mk., das Guthaben bei der Spar- und Leihkasse Gießen 286,71 Mk., der Vorrat an I Badekarten 110 Mk., sonach Gesamtsumme des Vereins- I vermögens 495,73 Mk. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Herren Bräutigam, Velten, Fischer und L00S wurden wiedergewählt. In die Rechnungsprüfungskommission wurden die Herren Lepper, Baum und Orbig, als Ersatzmänner die Herren Allendörfer und Loth gewählt.
** Turnverein Gießen. Das am vergangenen Sonntag m den festlich geschmückten Räumen der Turnhalle abae- haltene karnevalistische Konzert des Turnvereins verlief m der schönsten Weise. Geraume Zeit vor der EroffnungSstunde waren bereits alle Plätze besetzt, und viele mußten wegen Platzmangel umkehren. Sämtliche Vorführungen kamen zur vollen Geltung und boten eine
Unterhaltung. Neben den zu Gehör gebrachten Konzertstücken echt karnevalistischen Inhalts und der gemeinsam gesungenen^Liedern, letztere bedeutende Ereignisse des letzten I Jahres verherrlichend, waren namentlich Couplets und Terzetts in großer Auswahl vertreten. Aber auch das Programm verhalf dem Turner zu seinem Recht; die Leistungen am Trapez und der römische Ringen können als I geradezu großartig bezeichnet werden. Bei dieser Gelegenheit hat sich abermals herausgestellt, daß der geplante Umbau und die Vergrößerung der Turnhalle eine Not- I Wendigkeit ist. Wie nicht verkannt werden kann, ist der I Turnverein auf die Abhaltung von Festlichkeiten in seinen I eigenen Räumen aus ganz naheliegenden Gründen an- I gewiesen, aber stets erweisen sich solche als viel zu klein. I Schon längere Zeit schwebt ein diesbezügliches Projekt, und I ohne neugierig zu sein, möchten wir doch die Frage auf- I werfen, wieweit diese Angelegenheit gediehen ist. Unseres I Erinnerns nach, wurde die Deckungsfrage in einer General- I Versammlung festgelegt, seitdem scheint Ruhe eingekehrt zu I fern. Vielleicht nimmt der Vorstand jetzt Anlaß, das Pro- I jekt der Turnhallen-Vergrößerung ernstlich in Angriff zu nehmen, und bietet sich wohl, jetzt schon die beste Gelegenheit, durch Wiederholung des jüngsten Konzerts eine erkleckliche I Summe zu diesem Zwecke aufzubringen. Der gute Zweck, I nicht minder aber auch das schöne Programm wird aber- I mals ein gefülltes Haus bringen.
blättern sehr erregt besprochen. „Daily Telegraph" bezeichnet die Hartnäckigkeit Cronjes als eine unnütze Opferung von Menschenleben. „Morning Poft" erklärt, Cronje sei vollständig in den Händen Roberts. „Daily Mail" veröffentlicht ein Telegramm aus Paardeberg, nach welchem die Zahl der Buren unter Cronje auf 4000 zusammengeschmolzen seien. Aus dem Telegramm geht hervor, daß Cronjes Truppen am Modder River vollständig in die Enge getrieben sind. Die Lage sei hoffnungslos.
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Lokales und Krovüyieürs.
(A«o«yme Einfendunge«, gleichviel welche« Inhalte-, werde« grundsätzlich nicht aufgerromme«.)
Gießen, den 27. Februar 1900.
•* Theaterverein. Die siebente Vorstellung am letzten Freitag, in welcher das A. von Robert'sche Schauspiel „Satisfaktion" zur Aufführung gelangte, verlief bei sehr stark besetztem Hause äußerst gelungen, und erntete den reichsten Beifall. Herr Hubert Dietzsch vom Stadttheater in Nürnberg, welcher die große Rolle des Werner Voltz übernommen hatte, wurde gleich bei seinem Erscheinen sehr warm bewillkommnet, und im Laufe des Abends durch mehrfache Kranz- und Blumenspenden ausgezeichnet Das Publikum war begeistert von der Frische seines Spieles, und gab seinem Beifall durch so zahlreichen Hervorruf Aus- druck, wie wrr ihn in diesem Winter nur gelegentlich des Gastspieles von Fräulein Triesch erlebten. An dem @7folge des Abends hatten aber auch die Mitglieder unseres Stadttheaters redlichen Anteil. Vor allem möchten wir Fräulein Hammer und Herrn Walther nennen, sodann noch Frau Helm und Frau Kruse. Die Wiedergabe der Partie des Affeffors von Mock durch Herrn Direktor Helm schien da- durch beeinträchtigt, daß Herr Helm erst Tags zuvor diese Rolle von Herrn Paren übernommen hatte. Wenigstens schien uns Herr Helm d« Wortlaut der Rolle sehr wenig sich zu eigen gemacht zu haben.
** Stadttheater. Das morgige Gastspiel des Herrn Hubert Dietzsch, 1. Held und Liebhaber vom Nürnberger Stadttheater, findet bei mittleren Eintrittspreisen statt. Abonnementbillets haben mit Zuzahlung von
Begriff Luxuswagen aufkammt. Wie man anflnati* k- Sache aufzufaffcn vermein«, daß jeder Federwaaen a>?» b Luxuswagen sei, da würden die sogen, einfachen wag-lchen einfach von der Siraße verschwunden fein - ’ manche Heißsporne halten schon die Federn von' ik'ia" Wägelchen abnehmen lassen. Jetzt können sie sich dieielb^ wieder anschrauben lassen, ohne zu befürchten/ daß j ' B-hikel unter den Begriff Luxuswagen füllt, und inf0[7, dessen versteuert werden müsse. Damit wird aber auch 5» Ä^X^iweig erhalten, der gewiß nicht von zu mtn schäd-nder Bedeutung ist. Gerade auf dem Lande man gerne die leichten billigen Federwägelchen und M nur ausnahmsweise zur Chaise. Waren aber B F-derwag-lchen unter den Begriff Luxuswagen gefj,' bann ^alte die Herstellung solcher Fuhrwerke bald gehört. . uur
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Deutsches Keich. •
Berlin, 26. Februar. Der Kaiser hörte heute vormittag von 10 Uhr ab die Vorträge des Chefs des Civil- kabinets von Lukanus, des Staatssekretärs Tirpitz und des Chefs des Marmekabinetts Frhr. v. Senden-Bibran.
_ “ Der Reichskanzler, Fürst Hohenlohe, gab am Samstagabend em parlamentarisches Essen, zu dem außer höheren Beamten Mitglieder des Abgeordnetenhauses Einladungen erhalten hatten.
rr, ~''Bost" meldet aus Petersburg: Ein in ena- Uschen Flnanzkreisen verbreitetes Gerücht, wonach an der für Persien auch deutsches
Geld beteiligt fern soll, entbehrt jeder Begründung.
r befinden der Kaiserin Friedrich, das in
letzter Zett zu wünschen übrig ließ, hat sich, der „Voss. Sta." ä«Mge, merklich gebessert. Die Kaiserin gedenkt Anfang April nach Kronberg rni Taunus überzusiedeln.
. , ~ D°r „Germania" zufolge schreitet die Besserung stetig fort ^IC^Cr'’ ÖOn ^tinen Störungen abgesehen, des Herrenhauses von Knebel- Do beritz ist gestern gestorben.
~ Wie der „Reichsbote" hört, ist her berühmte sto^rbB"" $t' 8ßlCfe 9eftcrn im 94- Lebensjahre ge-
Lloyd" melbet, kam cs in b-r n-, H^'°"chwang. ungefähr 100 Li von Tsinaufu, . H^^tstabt von Schantung, zwischen eingeborenen ebnften unb Anhängern ber „Großen Messer"-Gesellschaft aeföktmtouTb bem btei Mitglieder ber letzten
kn«. . S “; ®m »weiter Ueberfall, ber drei Tage chsimmer aus ' f t b'° Meffergesellschas. noch
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Der «ufenthal' tz Hrtz i» taxban^d) Dchx wb Dtn von 80- Hrivegt werden. Di1 Senkt sich eine to vjotten nut Pitsiagier
I " d o r f 25. Februar. Der Verschönerungsverein I nach einem in seiner heutigen, gut h-
^ralversammlung gefaßten Beschluß im An lchluß an die durch den deutsch-österreichischeii Alpenvere^ von Greßen urch Marburg aus bis in unsere Gegend herein I ^n Wegmarkierungen nunmehr weitere Toure»
I Zeichnen, ^m kommenden Monat werden zunM I Aschen Allendorf, Hachborn, Londorf, Nordeck, Winn?» I Roßberg und Horngen solche Markierungen vorgenommen I hi» oberen Vogelsberge, 25. Februar. Nicht allein
I ?tc ^^eften Linden m den Dörfern des höheren Voaels
f°faC? °°n '^lt in Zeit gemessen und nachgesehen werden, sondern auch an alten Buchen in den Distrikten einzelner Forstwarteien geschieht dasselbe. Um diese Bäum I c£n?^°VU ma$.cn' ^halten sie einen Namen, der auf einer I ~afcI' ?lc am Baume befestigt, verzeichnet steht. So er I lie L em .a£ter Buchbaum im Distrikte „Rothebach" der ForstwarterBermuthshain (Großh. Oberförsterei Grebenhain) den Namen „SchmalbachSruhe". Unter dem Baume sollen I «uch Bänke angebracht werden.
Darmstadt, 26. Februar. Die heute mittag um I lT? Großherzoglichen Hoftheater
I hnt r a s e V ««9 aufgeführte Märchenkomödie I L^Gower, ,,Der gestiefelte Kater", zu welcher je zwei I A"der obe* CrUI€ erwachsene Person mit einem Kinde einen I ? V gemeinsam benützen konnten, rvar vollständig aus- I verkauft. Die Aufführung war glänzend, der Erfolg groß. I ortrg. — ^m Hoftheater Sr. Närrischen Hoheit des Prinzen kh-ute abcnb 8 Uhr im städtischen LH I d^e Erst-Aufführung der preisgekrönten Lokal-Posse ,D a s I ? eie Jahrhundert oder Geld r e g i ert die Welt" I ^ Darmstädter Mundart von Thomas Dielmann bei voll besätem Hause statt. Adolf Kugler hat eine sehr beifällige I ^"sik_.bazu zusammengestellt, während die Einstudierung I Aoslehvuspieler Wagner übernommen hatte. Die I iify&cteii dem flott und gefällig geschriebenen
Stuck vollen Erfolg und sind hierbei besontiers erwähnens- §<vt die Damen Felmer und Reichard', und die Herren Klotz (bekannt als Darsteller des Datterich), Rupp unb Doofer. Die von den Herren Klotz und Rupp gesungenen Couplets fanden besonderen Beifall. Auch der Verfasser wurde am Schlüsse wiederholt gerufen. In aller Kürze soll eine Wiederholung stattfinden. Auch Se. Närrische Hoheit Prrnz Karneval nebst Hoher Gemahlin und Gefolge hatten sich zur Vorstellung eingefunden.
Mamz, 25. Februar. Für den ersten Karneval im neuen Jahrhundert standen in Mainz die Aussichten eine Zeitlang nicht sonderlich günstig. Als jedoch die närrischen Sitzungen der großen und kleinen Vereine erfolgreich gegen das Philisterium zu Feld zogen, Umzüge, wenn auch in bescheidener Form, geplant wurden, war die Teilnahme eine allgemeine geworden. Ein Gang durch die Straßen in den letzten Tagen zeigte in den Schaufenstern alles, was ein karnevalistisch gestimmtes Herz an äußeren Schönheitsbehelfen begehren konnte: rote Schuhe mit himmelblauen Schnüren, etgelbe Zylinder- und fleischfarbene Schlapphüte, spinatgrüne Fracks, Nasen, die hochmütig sich emporwölbten, andere, die sich neugierig seitwärts bogen. In jenen VerkaufSstätten. die sich sonst keiner besonderen Beachtung erfreuen, da sie nur „Abgelegtes" veräußern, prangte jetzt Glanz und Herrlichkeit: der ganze Hofstaat eines Philipp II. war zu veräußern, und wer Lust hatte, konnte sich auch hier zu einem deutschen Edelmann erheben lassen. Der SamStag brachte den Einzug der Rekruten, deren Vereidigung und eine Serenade. Restaurants und Kafös ivaren stark besucht. Zahlreiche Musikbanden bemühten sich um die Gunst und die Nickel des Publikums. Mit tiefgehender Empfindung, die reichlichen Ersatz bot für die nicht sehr hochtönenden Stimmen, erklangen das schöne Lied: „Sabine war ein
Ausland.
Wien, 26. Februar. „Narodni Listy" zufolge soll der T ? ” o t a g am 22. Februar einberufen werden; die Session durfte bxs Mitte Mai dauern.
W i e n,26. Februar. Wie die „Narodni Listy" melden, werden sich dre C z e ch e n durch die Haltung des Polenklubs nicht von der Obstruktion abhalten lassen, um so weniger als auch die anderen slavischen Parteien und der konser- vative Großgrundbesitz fest zu den Czechen halten.
Wien, 26. Februar. Die amtliche „Wiener Abendpost' dementiert im Namen des Ministers Dr. Pietack die Behauptung des Abgeordneten Hofrats Kareis, daß der Minister gesagt habe, an der Pforte des Klosters höre dre Staatsgewalt auf. '
. Haag, 26. Februar Es bestätigt sich, daß Holland dem Beispiele Dänemarks zu folgen und die Kleinen ?"/?^n -ain die Vereinigten Staaten zu verkaufen qe- denkt. Diese Besitzungen kosten den Holländern angeblich mehr, als sie ihnen ernbringen.
- t. ? i s, 26. Februar, Bei dem Brande der Sprit- sabrik Depmay in St. Quentin sind 130 Personen einer Explosion von Alkoholfässern verletzt.
wehrleute^ einer Mauer verunglückten acht Feuer- s. ^n'don, 26. Februar. Die „Times" dementieren ' dre Meldung der „Calcutta-Times", wonach englische! Truppen an die afghanische Grenze beordert worden jinö.
Lourenco-Marquez, 26. Februar. Reisende welche mit dem Dampfer „Gironde" hier eingetroffen sind daß auf dem Dampfer z a h l r e i ch e D i e b - verübt worden seren, wodurch es zwischen den Passagieren täglich zu Streitigkeiten gekommen sei.
* Der Maskenball des Gesangvereins Heiterkeit hat den schönsten Verlauf genommen. Die Gruppenaufführungen, die Herr Tanzlehrer Schmidt ein- ftudiert hatte, klappten vortrefflich und fanden allgemeinen Beifall. Von den beiden theatralischen Aufführungen ist namentlich der Kaffeeklatsch lobend zu erwähnen. Der Gesangverein Heiterkeit darf mit dem unterhaltenden wie mit dem finanziellen Erfolg seines diesjährigen Maskenballes zufrieden sein.
Polizeibericht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in einem hiesigen Brauerkeller von ruchloser Hand ein großes Quantum Bierabgelasfen, wodurch dem Besitzr ein erheblicher Schaden zugefügt wurde. — Gestern trafen zwei von Wetzlar kommende Arbeiter in hiesiger Stadt zusammen und kehrten in verschie- deneii Wirtschaften ein. Nachdem dieselben des Gitten zu viel gethan, ließ einer derselben seinen Begleiter in betrunkenem Zustande in der Moltkestraße zurück; dem letzteren kam hort feine Barschaft und Reisetasche mit Effekten abhanden. — Gestern abend wurde ein siebenjähriges hiesiges Mädchen von einem Fuhrmann aus Wieseck in der Ludwigsstraße überfahren, zum Glück jedoch nur unerheblich verletzt. Den Fuhrmann soll keine Schuld treffen.
•* Das Husaren Regiment Landgraf Friedrich H. von Hessen Homburg (2. Hessisches) Nr. 14 zu Kassel nimmt bis zum 15. März d. Js. Freiwillige an. Die Meldung derselben kann wochentäglich bis 10 Uhr vormittags unter Vorzeigung eines Meldescheines zum freiwilligen Eintritt auf dem Regiments-Geschäftszimmer erfolgen.
§ Vom Laude, 26. Februar. In ländlichen Kreisen hat es allgemeine Befriedigung erregt, daß die Auffassung von Luxuswagen jetzt auf zufriedenstellende Weise geklärt worden ist. Niemand ist oder kann darüber ungehalten sein, daß erst mit einem Wert von 1000 Mk. der


