Ausgabe 
24.6.1900 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Mktz

le

et

sw«g 86,

*»> LZZi° Sftft

W ft M

ÄWfe eit |fc. IM für halb ifc Meldungen mit t lntb «litprüchrn fetft weten.

Ruhurinfpettion Siei Wlßmann.

ttMM _. »«tltt, -ob Iknkdfintti «utsttt

UlgttHau-bmsr miM Sther?

^O (|MV hen füruchWÄ.-

D cti

rille rin W*' Logi-vngüMLp^ > Mark. _

AS» »a»»cn« bem Seball >n em^. Antreten. CffetttM

gäjJJ

e®** z-»>^

tote* Ä Sl«*^ --L-05^

(*f lunger, k' - Mm gesucht. m lk L Ssy».

trchk W

n bis 17 3<N itL 8

l fyiia, neue Jtiitn W Ä ) ota« h\

M. 145

Erstes Blatt.

Sonntag den 24 Juni

1900

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieszen

Alle Anzeigen-BermittkungSstelleu befl In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tHtgeya. ZeilenpreiS: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg.

leee^me Anzeigen zu der nachmittags für den fchrmd« leg «scheinenden Numm« bi- norm. 10 Uhr. AddesdeSungen spätestens abends »orher.

?3<)Mgspreto vicrteljährl. Mk. 2,A monatlich 75 Psg. mit Dringerlohnr durch die Abholeftellen vienelfährl. Mk. 1,« monatlich 65 Pfg.

Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteijähs. mit Bestellgeld.

W Gießener Anzeiger

W*«Äbe, Expedition und Druckerei:

Fch.rß,nt« Alr. 7.

Gratisbeüagra: Gießener FamilienblStter, Der heWhe Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde.

. ".........

Adreffe für Depesche«: Anzeiger chiehd».

Fernsprecher Nr. 5L

Hutenöerg.

Gießen, 23. Ium 1900.

»Der heute noch ob unfern Werken schwebt. In tnusendfachem Räderwerke lebt, Unsterblicher Gedanke fei gepriesen/

In allen zivilisierten Ländern, besonders natürlich im Deutschen Reiche, das stolz auf seinen großen Sohn ist, wird in diesen Tagen der fünfhundertste Geburtstag Guten- der^s festlich begangen. Wenn die Presse zur Verbrei- hniy und Verallgemeinerung des festlichen Gedenkens tiej*i3 Tages beiträgt, so ist dies erklärlich, denn sie sieht m ihm gewissermaßen ihren Vater. Die ungeheure Ver­tret tung, die ld'ie Zeitungen gefunden haben, wäre ohne das Werk des großen Meisters undenkbar.

Mau feiert Gutenberg heute in zahllosen feuille- tMstischeu Artikeln*). Wir bieten unseren Lesern eine Gutenberg-Sonderbeilage zu dieser Nummer unst res Blattes. Von berufener Seite wird jenes großen Der tschen Zeit, Leben und Werk in feuilletonistischer Form behandelt. Aber auch der Politiker hat Anlaß, seiner in Dainkbarkeit zu gedenken, weil Gutenbergs geniale That einen stillen, aber darum nicht minder bedeutsamen Anteil an der Schaffung des' deutschen Einigungswerkes hat.

Nicht Tag und nicht Jahr der Geburt des Mannes, der durch die Erfindung der Buchdruckerkunst eine unge- henve Umwälzung in dem Leben der Welt hervorgerufen hak sind von der Geschichte festgehalten worden.

Hier, wie so oft, wiederholt sich die seltsame Erschei- nurig, daß das Leben der größten Männer frühzeitig um- [poiiinen wird von dem Rankenwerk der Legende, und daß sie, deren Thaten die Zeitgenossen mit Eifer verfolgen, jchom in den folgenden Generationen geschmückt erscheinen mit phantastischen Zügen. So wie um die Heimatsstätte des »großen Epikers der Hellenen sieben Städte von Smyrna bis 'Salamis, von Kolophon bis Athen sich stritten, ohne das; die Forschung zu endgültigem Entscheid gelangte, so ist roie durch eine gegenseitige Vereinbarung das Jahr bei Jahrhundertwende als das Geburtsjahr Johann Guten- bcrgis anerkannt worden. In jener Zeit aber wars, da das Ten tsche Reich mehr und mehr verfiel. Der deutsche Kaiser trift terte nur noch dem Namen nach, die Städte schlugen (idr mit der Ritterschaft herum und die Ritterschaft mit ben Fürsten. Der Unfriede, der über dem Reiche waltete, svar wenig geeignet, Wohlstand und Kultur zu fördern. Tie Bildung war ein nur wenigen Auserwählten ver- lirifcmes Gut, während die große Masse des deutschen Volkes in stumpfer Resignation dahinlebte.

Der Mann aber, dessen Leben in jene Zeit des Verfalls deutscher Macht und Herrlichkeit fiel und dessen Werk revo­lutionär im besten Sinne war, hat, wie nur wenige, dazu beiatetragen, daß das Reich, nach Jahrhunderten schwerer Lidm zu neuer Herrlichkeit erstanden ist. In jenen Zeiten bet «iefsten Schmach Deutschlands wäre nur noch der Name deutsch" den Deutschen gemeinsam geblieben, ein bloßer wenn nicht die gemeinsame Geistesbildung der ?$orrn auch Inhalt verliehen hätte. Sonst war nichts, was Öie Deutschen an ihre Stammesgemleinschaft erinnert hätte. 1er wütendste Religionshader hatte zwei Jahrhunderte llmo-die Deutschen Stämme mit einander verfeindet, den M>er vom Bruder getrennt. Von einer gemeinsamen Lutschen Politik war nicht die Rede, da die oberste Spitze, Ls Kaisertum, völlig ohnmächtig war. Die Fürsten aber waten was ihnen beliebte, und sie dachten nicht an das Zeich sondern jeder von ihnen nur daran, wie er seine Lau.',macht vergrößern könnte. Dabei kam es einem Fürsten mch aar nicht darauf an, gelegentlich einmal mit dem Kinde des Reiches zu paktieren. So waren es nur Bildung md Kunst, die ein deutsches Gemeinsamkeitsgefühl er-

1 Es ist eine angenehme, güldene und selige Zeit, daß v!!e "Stände den Acker ihres Verstandes mögen pflanzen

*1 (»inert vortrefflicken Artikel überGutenberg und die Be- Mimg der 'Buckdruckerkunfi- >veröffentlicht Prof Dr. J Nover Mainz im Juniheft vonNord und Sud" (Sckles. Derlaos- ^und^Druckerei von S. Schottländer in Breslau). Einen anderen Ka- Novers bringt die Nr. 23 der .Gartenlaube" (Verlag von Sktenls Nachf. in Leipzig), lieber^ Gutenbergs Erfindung- spricht Z N Hahn in derUmschau (Verlag von H. Bechhold in MMurt a M.). Feodor v. Zobeltitz artikeltzu Ebren Guten- im Türmer" (Verlag von Greiner & Pfeiffer in Stuttgart) k. nn- W- °°n M°n°gr°M°n ist aus SlntaS bet Gu,-n. nuf de« Bückermark geworfen worden. Wir erwähnen Snur foigTnbi: s=r Mainzer Archivar Dr Fran, Falk bat ^7-vrzüglickeS, mit Abbildungen versehenes Schnftchen unterem m-i Wenbera seine Person und seine Erfindung" bei Joh. W Lll Söbne^'in Mainz erscheinen laffen. Ein in demselben KJiSSgelSiiÄntfiO Pfg.-H^chen Hatter für die bebe «Lmnd- versaßt Ein .Mainzer S chulmann hat em ebenfalls ÄMuftrationen geschmücktesGutenbergbüchlein" (Preis 20 Pfg ) mftihd Meyer in Hannover herausgegeben. .In I. Längs Ver- i 28bMckhandlung in Karlsruhe erschien eine kleine Tutenbergschrift » Äiiwf.Dr.W. Martens, in der wir auch zahlreiche Abbildungen f iettiu

und besäen mit so unzähligem, wunderbarem Samen, oder auch erleuchten ihren Verstand mit so manchen göttlichen Strahlen. Aber von denjenigen, welche die Kunst nicht lieb haben, noch ihre Seele, sage ich: wollen sie, sie können mit halber Arbeit soviel lernen in einer kurzen Zeit, als ^uvor einer konnte in vielen Jahren" so begrüßt an der Schwelle ihres Werdens ein Kölner Chronist die Kunst des Mainzer Erfinders. Aber er konnte noch lange nicht all die gewaltigen Umwälzungen erkennen oder nur ahnen, die aus der stillen Werkstatt des Henne Gensfleisch, den die Geschichte Johann Gutenberg nennt, ihren Weg nehmen würden weithin über die Welt.

Iw Laufe der Jahre, als das, was die Wissenschaft an Wahrem erkannt, was die Poesie an Schönem erdacht hatte, hinaus drang aus kleinem Kreise in das Volk, fing man an, die Bedeutung des großen Werkes Gutenbergs voll zu begreifen. Früher hatte der Kanal gefehlt, der die Geistesflucht dem- Geiste des andern zuführen konnte, und keine Möglichkeit bestand, in einem Volke eine einheitliche Lebensanschauung und Geistesrichtung zu erzeugen. Die Kunst der Buchdrucker übernahm die Lösung dieser Auf­gabe. Der Gedanke, der bisher mühselig am Stecken durch die Lande geschlichen war, empfing Schwingen, und mit Stolz nannten sich im' Zeitalter der Reformation die Buch­drucker selbstPriester, die nicht durch das Wort predigen, sondern durch die Schrift."

Und als dann nach Jahrhunderten Lessing in seiner Minna von Barnhelm" die Bravheit des preußischen Offi­ziers zu der Windigkeit des französischen Abenteurers in Gegensatz stellte, als Schiller schwungvoll mahnte:Ans Vaterland, ans teure, schließ Dich an, das halte fest mit Deinem ganzen Herzen", da empfand der Deutsche wieder, daß er ein Vaterland besaß. Daß aber Lessings Kunst und Schillers Mahnung! bis In' das ärmlichle Häuschen drangen, dafür sorgte jene unscheinbare Erfindung Gutenbergs, des besten Berges, den Deutschland besitzt", wie Herwcgh sagt. Noch heute haben Millionen von Menschen nicht Gelegen­heit,Minna von Barnhelm" oder denTell" von der Bühne her auf sich' wirken zu lassen, aber sie können für wenige Groschen die deutschen Meisterwerke in ihrem Kämmerlein lesen, und dann schlägt ihnen das Herz höher.

So führte die im letzten Sinne demokratische Buch­druckerkunst auf der Brücke der Bildung hohen und niederen Rang zusammen, so einigte sie auch Nord und Süd. Sie machte das Wissen und die Gedanken, die Bestrebungen und Hoffnungen der Besten des Volkes zum Gemeingut.

Die Verallgemeinerung und Verbilligung der Volks­bildung ist dem deutschen Volke zu gute gekommen, wie keinem anderen. Freilick) man darf über dem Lichte den Schatten nickst vergessen hat vielleicht die Gier, sich, zu belehren, und die durch die Erfindung der Buchdrucker­kunst so erleichterte Möglichkeit, sich auch das Fremde an­zueignen, den Deutschen zu dem Träumer und dem Anbeter flemder Sitte gemacht, der er allzulange Zeit gewesen ist. Dadurch hat Deutschland auch politisch schwer gelitten. Aber schließlich war es doch der deutsche Schulmeister, der die großen, die Einigung herbeiführenden Siege erfochtet hat. Es war die tüchtige Durchschnittsbildung, die bis zum letzten Mann im deutschen Heere vorwaltete, die dafür sorgte, daß die Manneszucht des deutschen Heeres nicht ganz ausschließlich etwas äußerlich Anerzogenes war, und daß die Kenntnis fremden Landes und fremder Sprache dem Heere zu gute kam.

So hat Gutenberg mit seiner Erfindung mehr zur Be­gründung des Deutschen Reiches beigetragen, als man gemeinhin annehmen mag. Die Geschicke der Welt setzen sick) nicht aus Schlachten, Friedensschlüssen und Thron­besteigungen zusammen, sondern tiefe, verborgene Quellen vereinigen sich zu dem breiten Strome, auf dem das Schiff einherfährt. Gutenbergs Leistung ist eine dieser Quellen. Darum gedenken nicht nur die Jünger der schwarzen Kunst, darum gedenkt das ganze deutsche Volk heute in Dank­barkeit des Mannes, von dessen (Äfindung die ganze zivi­lisierte Welt Vorteil gezogen hat, Deutschland aber am allermeisten.

Gott grüße, Gott schütze, Gott segne die Buchdruckerkunst!

Aus Stadt und Land.

(Unsere ständigen und gelegentlichen Herren Mitarbeiter werden ge­beten, bei Einsendungen stets nur eine Seite ihres Manuskripts zu beschreiben und die Mckseite frei zu laffen im Jntereffe der schnelleren Druckherstellung.)

Gießen, 23. Juni 1900,

Lollar, 22. Juni. Der Bau der Nebenbahn Lollar-Londorf schreitet rüstig vorwärts. Die Erd­arbeiten werden von beiden Seiten in Angriff genommen, sodaß man hofft, in etwa Jahresfrist die Bahn, die wenig Bauschwierigkeiten bietet, dem Verkehre übergeben zu können. An dem Bau arbeitet schon längere Zeit eine große Anzahl galizischer Arbeiter, lauter herkulische Ge­stalten mit wenig LebenHbedürfnissen.

-ö- Grebenhain, 20. Juni. Wenn auch der weise Ben Akiba sagte, alles schon dagewesen, so muß dock) hier das Gegenteil sicher bel)aup1et lverden. So lange unser Vogelsberg steht, ist dergleichen noch nicht vorgekommcn. Heute nachmittag gegen 7 Uhr hörte man plötzlick) heran­kommende Musik und Lärm im Ort. Der Bau-Unjternehmer der zlvei letzten Bauloose an der Bahnstrecke Lauterbach* Grebenhain, z. Z. in Ilbeshausen wohnend, kam mit einem mit fünf Pferden bespannten Schlitten auf blanker Straße trabend hier an gefahren mit klingendem Spiel. wobei die Funken von oen Pflastersteinen stoben. Auf dem Schlitten befanden sich noch zwei Forstwarte sowie der Lehrer von Ilbeshausen, ferner zwei Bahnarbeiter, die die Ziehharmonika spielten. Die drei vorderen Pferde wurden durch je einen Reiter gelenkt, während die zwei Hinteren Pferde, wie gewöhnlich, durch die Zügel von dem Fuhrmann gelenkt wurden. Sämtliche Pferde sollen ganz naß gewesen sein, kein Wunder, wenn man bedenkt, daß von Ilbeshausen aus die Straße stark ansteigt. Nach einem kurzen Aufenthalt in einer hiesigen Gastwirtschaft ging die Schlittenfahrt nach dem Forsthaus, wo dem scheidenden Oberförster W. ein Besuch abgestattet wurde. Dann ging's wieder zurück nach dem Gasthaus, später noch^ mals zum Forsthaus, und dann zurück nach Ilbeshausen. Die Insassen hatten sich auch zu der Schlittenpartie mit Pelz-Handschuhen, Winter-Mänteln, Fußsäcken usw. aus­gerüstet. Wie man hört, soll die Fahrt Gegenstand einep Wette zwischen dem Bauunternehmer S. und Oberförster W. gewesen sein. (Sollte sich unser Herr Berichterstattev etwa einen argen Baren haben aufbinden lassen? D. Red.),

- o- Bermuthshain, 22. Juni. Gestern fand in dem be­nachbarten Völzberg Bürgermeisterwahl statt. An Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Peter Jung wurde ein­stimmig der Landwirt Peter Schultheis XXIV. gewählt.

- ö- Altenschlirf, 21. Juni. Nächsten Sonntag und Montag findet hier das Bezirkskriegerfest des Bezirks Herb­stein verbunden mit der Fahnenweihe des Kriegervereins Altenschlirf statt. Gleichzeitig wird die Neuwahl eines neuen Bezirkspräsidenten an Stelle des seitherigen, Ober­försters Weber in Grebenhain, der nach Seligenstadt ver­setzt wurde, vorgenommen. Es ist ein schönes Programm ausgewählt, ebenso ein großer, prächtig gelegener Festplatz am Ausgang des Orts an der Straße nach Herbstein zu. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des Artillerie. Regiments Nr. 47.

O Burkhards, 22. Juni. Bor einigen Tagen besich. tigten OberregierungSrat Wilhelm Best, vortragender Rat im Ministerium, Abteilung für Schulangelegenheiten, aus Darmstadt, Geh. Regierungsrat Kreisrat Schönfeld und Kreisschulinspektor Backes die Wohnräume und den Saal des hiesigen Schulhauses. Sicherem Vernehmen nach han­delt es sich um einen Schulhausneubau, in dem zugleich auch ein weiterer Saal für eine zweite Lehrerstelle vorge­sehen werden soll.

- ö- Vom Vogelsberg, 22. Juni. Alle Jahre wieder­kehrend hört man bittere Klagen über den Massenmord der Schwalben bei ihrer Reise zum heißen Süden, aber auch bei anderen Vögeln, besonders bei unseren lieben Singvögeln gewahrt man seit einiger Zeit eine bedeu­tende Abnahme, denn es wird in der Hinsicht viel gesün­digt. Die Kinder streifen von Hecke zu Hecke, um die Nester der Sänger zu zerstören. Es ist deshalb den Eltern dringend die Mahnung an's Herz zu legen, daß sie ihre Kinder belehren dahin, daß sie dadurch auch großen Schaden verursachen; denn die Singvögel vertilgen eine Menge den Obstbäumen und den Feldflüchten schadenden Insekten, ab­gesehen davon, daß sie uns allen mit ihrem lieblichen Ge­sänge köstliche Freude bereiten. Dor allen Dingen aber sollten alle zum Forst- und Feldschutz verpflichteten Per­sonen ein wachsames Auge haben, damit diesem verwerflichen Treiben der Jugend Einhalt geboten wird.

-t- Bingen, 22. Juni. Die Teilnehmer an der G u -» tenberg-Feier in Mainz werden bekanntlich Dienstag den 26. Juni eine Rheinsahrt nach Bingen unter­nehmen. Die stattlichen RheindampferGutenberg", Overstolz" undChrimhilde", gefolgt von ca. 20 weiterem Schiffen, treffen gegen 3 Uhr nachmittags auf der hiesigen Rhede ein. Eine so große Rheinflotte dürfte einen wunder-, bar schönen Anblick gewähren. Die Gäste werden amt Rheinuser empfangen und mit verschiedenen Musikkapelleir nach den Anlagen bei unserein neuen Rathause, der alt­berühmten Burg Klopp, geleitet. Hier findet offizieller Empfang statt. Derselbe wird dem Rufe Bingens als! Weinort durch feuchtfröhliche Bewirtung der Gäste Rech­nung tragen. In den Anlagen am Rheinkai und auf Burg Klopp werden während des Aufenthaltes der Gäste Militärkapellen konzertieren. Ter hiesige Männergesang­verein hat sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, die Feier durch Vortrag einiger Lieder zu verherrlichen.