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Damit ist die Vorlage an -
schrieben sein und Angaben über Schulbildung und Pro« 1 fession enthalten. Den Meldeschein stellt der Zivilvorsitzende I der Ersatzkommission des Aufenthaltsortes aus.
△ Burkhards, 20. Dezember. Jüngst fuhr ein Hau- I sierer mit einem hiesigen Bürger nach dem benachbarten I Gedern. Unterwegs stieg ein 15 jähriger Bursche von hier I auf den Wagen, um mitzufahren. Während sich der Fuhr- I mann mit dem Hausierer unterhielt, öffnete das Bürschchen I den Aasten des letzteren und entnahm daraus eine Anzahl I Messer, Uhrketten, Hosenträgern, dergl. In Gedern erst merkte I der Mann seinen Verlust. Bei der sofortigen Durchsuchung I der Taschen des Burschen fand man die vermißten Gegen- I stände vor. Die Sache wurde sofort zur Anzeige gebracht, j
Röhrmoo s(Spessart), 21. Dezember. Der Bauernbursche I Josef Schlummer aus Rettenbach wurde erdrosselt und I beraubt als Leiche auf einer Wiese zwischen Vierkirchen I und Rettenbach aufgefunden. Nach bisherigen Ermittelungen I ist der Raubmord am Sonntagabend zwischen 5 und 7 Uhr I ausgeführt worden.
FC. Darmstadt, 21. Dezember. Aufsehen erregt die I Mitteilung, daß die bekannte hiesige Bankfirma Marx I Söhne in Zahlungsschwierigken geraten sei. Ver- I wandte hoffen den Konkurs durch Herbeiführung eines I Arrangements abzuwenden. I
Worms, 21. Dezember. In einer von Frhrn. v. Heyl I zu Herrnsheim auf gestern Abend einberufenen Versammlung I wurde beschlossen, Pfingsten 1901 hier das 2. Hessisch- Pfälzische Musikfest abzuhalten. Das 1. fand 1893 ebenfalls hier statt. Wie damals, so übernimmt Frhr. v. Heyl auch diesmal die Kosten für das Aufschlagen des I Podiums in Höhe von 3000 Mk., so daß von Garantie- I Zeichnungen abgesehen werden kmmte. Ludwigshafen, Frankenthal und Neustadt haben ihre Beteiligung zugesagt, Speyer I hat abgelehnt. Als Orchester ist vor Allem an das Mainzer, I durch Kräfte aus Mannheim und Darmstadt verstärkte I Stadtorchester gedacht. Die entsprechenden Ausschüsse (6) I wurden sofort gebildet. Am 1. Tage soll das Oratorium I „Die Zerstörung von Jerusalem" von Klughardt I unter Leitung von Krebitz aufgeführt werden. Der 2. Tag I I soll Sachen von Wagner, Brahms, Mendelssohn, Proseffor : I Gernsheim usw. bringen.
Marburg, 21. Dezember. Ein neuer Tric wurde von I einem Gaunjerpaar in einigen hiesigen Geschäften in I Anwendung gebracht. Die gut gekleideten Leute baten im Auftrag einer Wohlthätigkeitsgesellschaft um zurückgesetzte I und ramponierte Maaren für eine Weihnachtsbescherung. I Sie wollten freilich bezahlen. Während nun in dem Ge- I dränge rasch nach dergleichen Sachen gesucht^ wurde, ver- I schwanden jedesmal einige Prachtstücke der Weihnachts- I ansstellungen in die Taschen der Gauner, resp. den Korb I der Frau. Die „Wohlthäter" verdufteten dann mit dem I Bemerken, später wiederkommen zu wollen. Sie sind nun- I mehr von hier verschwunden und werden wohl ihr Hand- I werk anderswo fortsetzen.
H. Hanau, 21. Dezember. Landgraf Alexander I von Hessen ist auf seinem Schloß PhilippSruhe zu kurzem I Aufenthalt angekommen. Aus diesem Anlaß fand gestern I große Hofjagd statt.
FC. Hanau, 21. Dezember. Die hiesige Hand eis - I kammer trat dem Handelsvertragsverein, der zur I Agitation gegen die Lebensmittelzölle gegründet wurde, mit I einem Jahresbeiträge von 300 Mk. bei.
FC. Wiesbaden, 21. Dezember. Der Oberlehrer I am hiesigen Realgymnasium August Schodtler wird seit I Mittwoch nachmittag 5 Uhr vermißt. Er wurde zuletzt I auf einem Spaziergange nach Biebrich in der Nähe der I Adolfshöhe gesehen. Man fürchtet, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist.
Kleine Mitteilungen aus Heffeu und >eu Nachbarstaaten. I Die Stadtverordneten von Offenbach beschlossen ein« I stimmig, bei der Regierung in Darmstadt dahin vorstellig I zu werden, sie möge im Bundesrat gegen jede Erhöhung I aller Lebensmittelzölle stimmen. — Der Obermüller der I Spatmühle bei Herborn ist ins Getriebe geraten und in I Stücke gerissen worden. — Bei der Handelskammerwahl in I Bingen wurde der langjährige Vorsitzende Kommerzienrat I Coblenz wiedergewählt Neugewählt wurden Tabakfabri- I kant Karl Gräff, Weinhändler Karl Geßner und Kolonial- I warenhändler Karl Pennrich. — Kommerzienrat Baruch I in Worms begeht heute (am 22. Dezember) das 25jährige I Jubiläum seiner Handelskammermitgliedschast.
fihfinmig bei getreten.
Geburten.
Dezember. 10. Dem Schubmacher Joseph Wtedmüller eine Tochter, Katharine Susanne. 11. Dem Vizefeldwebel Heinrich Becker zwei Töchter, Friederike und Margarethe. 12. Dem Büchsenmacher Otto Schönau eine Tochter, Marie Anna. 13. Dem Barbier Adolf Langsdorf eine Tochter, Anna Karoltne. 14. Dem Lokomotivheizer Georg Hartmarn ein Sohn, Albert. 16. Dem Kaufmann Ferdinand Baer ein Sohn, Theodor Ferdinand.
Gestorbene.
Dezember. 7. Heinrich Ferdinand Becker, 8 Jahre alt, Sobn von Schuldiener Friedrich Becker dahier. 15. Otto Heinrich Jakob Hahn, 4 Jahre alt, Sohn von Bierkutscher Georg Hahn dahier. 15. Albert Babel, 3Jahre alt, Sohn von Eisendreher Heinrich Babel dahier. 16. Anna Elisabethe Bayer, geb. Spiegel, 63 Jahre alt, Wittwe dahier. 16. Emm« Weiland, 2 Jabre alt, Tochter von Emil Weiland zu (unbekannt). 16. Peter Setffel, 8 Monat 15 Tage alt, Sohn von Zimmermann Christian Steffel dahier. 16. Gustav Kirsten, 3 Monate alt, Sohn von Ausläufer August Kersten dahier. 17. Martha Hahn, 7 Monate alt, Tochter von Bierkutscher Georg Hahn dahier. 17. Ottilie Bertha Marte Juliane Katharine Eisin- bach, 3 Jahre eit, Tochter von Dtenstmann Kaspar Etsenbach dahier. 17. Heinrich August Pitz, 9 Monate alt, Sohn von Omniduskutscher Karl Pitz dahier. 18. Kail Wilhelm Lemp, 3 Jahre alt, Sohn von Schlofier Wilhelm "Lemp dahier. 18. Richard Pi vschold, 63 Jahre alt, Privatier dahier. 18. Georg Delke, 1 Jahr 9 Monate alt, Sohn von Kutscher August V;lke dahier. 18. Marte Elisabethe Becker 3| Jahre alt, Tochter von Fabrikarbeiter Ludwig Becker dahier 18. Katharine Schäfer, 1 Jahr alt, Tochter von Erdarbeiter Johannes Schäfer dahier. 18. Johannette Schmidt, 8 Monate alt, Tochter von Straßenkehrer Ludwig Schmidt XII. dahier. 18. Karoltne Marte Pitz, 1 Jabr alt, Tochter von Taglöhner Heinrich Pitz dahier. 19. August Louis Schupp, 1 Jahr «lt, Sohn von Maurer Johann Georg Schupp dahier. 21. Katharine Becker, 1 Jahr alt, Tochter von Fabrikarbeiter Ludwig Becker dahier. 21. Elisabeth EtßfrUer, 14 Tage alt, Tochter von Schuhmacher Theodor Eißfehler dahier.
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?ibg. Ulrich bittet, des grausamen Spiels nun aber I ; eiifflSniDe zu machen und das Haus zu vertagen. — Gegen I Auffassung des alle Verantwortung ablehnenden Pra- I ft ■t-ü’cn Haas wird dies gegen 7 Stimmen beschlossen. I SWs; der Sitzung halb 1 Uhr. Der Wiederzusammmen- I tv ist der Kammer wird wohl Ende Januar 1901 statt- I friW I
Aus Stadl md Land.
Gießen, 21. Dezember. I
*« Den kürzesten Tag des Jahres haben wir nun hinter I uri?, endlich sind wir, Gott sei Dank, wieder so weit. Und I n uin machen wir'S alle, wie Till Eulenspiegel bei seinen I i JingVertien, und freuen uns, daß die ungemütliche, dunkle I i j,.ril ih ren tiefsten Stand erreicht hat, und daß es nun I mriibtr aufwärts geht, dem längsten Tage entgegen. „Mehr I f D!" rufen wir mit dem sterbenden Goethe in diesen I LGochco der Nebel und der Finsternisse, denn wir brauchen I
Licht, wir brauchen die Sonne, um uns wohl und be- I hjaM zu fühlen, und weder Petroleum noch Stearin, I tmititt Gas noch Elektrizität, nicht einmal Teslas Licht der I Stonft vermag uns die Strahlen zu ersetzen, die schimmernd I NM die alte Erde hinfluten, wenn droben „seinen goldenen I Sägen Helios in stiller Majestät", lenkt. Ja, die Menschen stfüib fomberbare Geschöpfe:
WaS man nicht hat, das eben brauchte man, Und was man hat, kann man nicht brauchen. I
Im Sommer, wenn die Sonne glühend auf unsere Scheitel I btetabbrennt, sind wir höchst unzufrieden über diesen embaras I diae ridnesBe und ziehen uns irgendwohin in einen schattigen I Wnfel zurück. Und im Winter, wo wir Schalten die Fülle I hieben, zeigen wir uns damit durchaus nicht einverstanden, I uite wiünschen uns Sonnenschein. Man kann es Sankt I ptlru^ dem himmlischen Wettermacher, nicht verdenken, I i xtnn er auf die Wünsche der Erdbewohner gar nicht mehr I r, Ürt, ii nd in der Ueberjeugung, daß er es ihnen doch nicht I t • fy machen kann, das Wetter nach seinem eigenen Gut- I Sillen einrichtet. Er muß sich dabei aber manchmal im I Kinder versehen. Der Angabe z. B., daß Winters Anfang I btenils vorüber ist, entspricht das Wetter nur sehr wenig, btejfen rwir uns jetzt erfreuen. Oder vielmehr, unter dem wir jeHl seu fzen. Winters Anfang! Die Worte rufen in uns die MsisteLung von einer in blinkenden Schnee gekleidetenLandschaft muih, i der die sich kalt und klar der Himmel spannt. Die Ferne u'Lgl im blauen Duft, ein frischer Wind streicht durch die klchen Bäume, Schlitten klingeln über die Wege Hin, und aiwf bem gefrorenen Wasserspiegel tummeln sich fröhliche r-Wtfschvhläufer. So stellt man sich den Winter vor. L M er in Wirklichkeit ausfieht, — „ersparen wir es uns, iimZeiitungSblatt zu melden, was lesend man und schau- bikitnb f elbst erlebt." Nebel und Schmutz, ein bischen Herbst- wM, löafl ist der Winter, der uns Heuer grämlich anschaut; nrneni nicht die hübschen Mädchen von Gießen ein wenig LZi«iineinschein in das düstere Straßenbild brächten, thäte n W arm besten, bei diesem Wetter aus seinen vier Pfählen Erhaupt nicht herauszukriechen. Weiße Weihnachten ist | erfrechte Weihnachten. Unseren Kleinen zwar ist es ziem- i li itsgleichgiltig, ob Schnee liegt ober nicht. Für sie ist die HMsjache, daß der Weihnachtsmann ihnen recht viele fitzm Sachen mitbringt. Und dafür sorgen ja auch die Mtrn nach besten Kräften, vorausgesetzt, daß die Weih- n iuDMsur nur einigermaßen befriedigend ausfällt. Prüfend uimwÄhlend ziehen sic an den Spielwarenauslagen vorüber uM:d suchen sich unter den dort auögebreiteten Schätzen aus, wtii ihrer Kinder Herz erfreuen kann. Freilich fällt die M»thl manchmal schwer genug. Auch auf diesem Gebiet unctl eine immer größere Reichhaltigkeit und zugleich ein LÄPus entfaltet, von dem unsere Väter noch keine Ahnung hüuM. Allerdings sind die kostbarsten Spielsachen nicht ituiitc die besten. Ein richtiges Spielzeug muß eben nicht mm zumi Ansehen, sondern auch zum gründlichen Aufaffen d ü sem. Und seltsam ist es eigentlich nicht, daß unsere Älinier mit einem einfachen Gegenstand, der einen kräftigen PW vertragen kann, lieber spielen, als mit einem Pracht- jtriü’d, bas ihnen nur mit dringender Ermahnung zu vor- si'Mger Behandlung in die Finger gegeben wird. Die kMe Hilde läßt alle ihre Paradepuppen in der Kommode liihggtn und verschwendet den ganzen Schatz ihrer Zärtlichkeit am einem alten Puppenbalg mit zerstoßenem Kopf. Und bitt! bide Hans straft seine herrlichen, fast künstlerich ge- fcfamien Menagerieinsaffen und Zinnsoldaten mit Verachtung u'tiipüelt mit seinen uralten Bauklötzen, die für seine kindisch Phantasie Golt weiß was alles bedeuten. Im Grunde gilt1 immen ist es gut, daß es so ist, daß wenigstens unsere #li:ibtr sich von der lähmenden Blasiertheit frei halten, blktttn ichleichendes Gift immer weitere Kreise verseucht.
Kuustvereiu. In der Gemälde-Ausstellung imiTmrrnhaus am Brand ist eine kleine Serie Aquarelle „^Wiizenen und Jagdtiere" von dem bekannten Zoologen, WÄ.ator und Maler Adolf Müller und von dem Wckc und Kupferstecher W. B ayrer, beide in Darmstadt, mW amdgefteöt.
•« Der verhaftete Postfchwiudler Zwirner von hrer hat, mra di« Ermittelungen ergeben haben, auch in Straßburg i.i 6, als „Studiosus Eberhard" Betrügereien verübt.
»• Die alten Frachtbriefformulare werden auch noch nach b,ttn U. Januar 1901 von den Güterabfertigungsstellen wAMEmen, wenn durch handschriftliche Aenderung der dormjenigen der neuen Formulare angepaßt ist.
•* Militärisches. Diejenigen jungen Leute, welche beab* siichiM, im Oktober 1901 als Zweijährig-Freiwillige bi^irelegraphen-Bataillon Nr. 3 in Coblenz euejülmeten, mögen bis zum 15. Februar 1901 einen Lebens- Mif mter Beifügung eines Meldescheines zum freiwilligen Ein- ttmüM „dasGeschäftszimmer des Telegraphen-BataillonS Nr 3 ite ÜoBHeni" einsenden. Der Lebenslauf muß persönlich ge-
Uermischtes.
* Budapest, 21. Dezember. Unbekannte Thäter setzten die hölzerne Eisenbahnbrücke zwischen Marst und Szu- zany in Brand. Der Zug konnte rechtzeitig zum Stehen gebracht werden, sodaß größeres Unglück verhütet wurde.
Handel und Uerkehr. Volkswirlschast.
H. «pielhagen-Banken. Man schretbt aus Berlin: Mit der Verhaftung ver Direktoren der Sptelhagen-Banken ist tm Grunde genommen bie ganze Angelegenbett in ein entschrtdendeS Rollen gekommen. Denn es wird dadurch doch daS Strafbare tn den Handlungen velschtedener bisher sehr angesehener Männer ohne wettere» zugegebe >. Die Aktien sowohl der Sptelhagen-Bank als der Deutschen Grunbschuld-Bank (letztere allerdings noch nicht 7 Proz.) find trotz dieser Nachricht etw-s besser gewesen. Andererseits kann es nicht gerade vertrauensvoll berühren, daß die Aktien der Pommerschen Hypotheken-Bank, sowie der mit dieser liierten Mecklenburg- Strelttzer Hypotheken-Lank gestrichen waren. Wir machen darauf aufmerksam, daß an sich der Berliner Kurszettel sehr streng gemacht wird, während z. B. bet Obligationen und Kommunai- Pap eren die Kurszettel anderer Börsen unter Umständen auch den letzten Kurs stehm lassen. Vielleicht wäre eS wichtig, zu erfahren, ob die Verhaftung jener Direktoren aus allgemeinen Gründen oder wegen eivzelner besonderer Thalsachen erfolgt ist.
H. Aktive oder passive Direktoren^ Eine Erklärung des Direktors Schmidt von der Spielhagen Bank und der Deutschen Grundschuld-Bank, sowie vom Aufstchtsrat der Pommerschen Hypo- theken Bank gehl dahin, daß man ihn, soweit die Sptelhagen-Banken
Arbeiterbewegung.
PittSburg, 20. Dezember. Das Syndikat der Glasarbeiter hat einen Beschluß gefaßt, wonach von jedem Mtgliede ein Beitrag erhoben wird, der auf 1'/, Prozent der Löhne festgesetzt ist. Die auf diese Weise gesammelte Summe soll den ausständigen Glasarbeitern Belgiens übersandt werden, weil der Sieg dieser Arbeiter einen günstigen Einfluß auf die Ausdehnung des amerikanischen Glashandels, namentlich auf den europäischen Märkten haben würde.
Auf der diesjährigen Weltausstellung zu Paris wurde der Groß- feldaer Kummet- unv Geschirrfabrik Inhaber Louis Volzing, für gan- hervorragende Leistungen die goldene Medaille zuerkannt. Das ausgestellte Patentkummet in verschiedensten Systemen und Ausarbeitungen muß in Bezug auf Neuerungen und sehr akkurater Arbeit als muster- giltig bezeichnet werden. Tausende von solchen Kummeten, welche sich bezüglich vorzüglicher Paßformen und Haltbarkeit stets eines guten Rufes zu erfreuen hatten, find im Gebrauch.
in Betracht kommen, von aller Einsicht in die grundlegenden Geschäftszweige „hermetisch abgeschlossen" gkhalten habe. Da der genannte Direktor weder unmündig noch geisteskranr M, id wird er wohl die genauen Folgen dieses Srldstbekenntnisses sich über- legt haben. ES trifft ihn damit eine so große Verantworllichkeit, daß wir kaum glauben, mit einer blos zivilrechtlichen Ahndung diese ganze Angelegenheit erledigt zu sehen. Handelt eS fick doch hierbei nicht um eine plötzliche FretheitSberaubung, sondern um ein lahre- langes Verhüllen der wirklichen Verhältnisse, bei dem ein Mann in dieser Stelle zum mindesten halte merken müssen, daß man hm diejenigen Dinge, die er durch NamenSunterschrtst 'n der Bilanz mit zu verantworten hat, überhaupt nickt mit teilt. Vielleicht ist di es fast naive Erklärung das Schlimmste überhaupt, waS in dieser ganzen so ungeheuren Komplikation an Ueberraschendem geleistet rottben kann. Denn die pekuniären Verluste, so groß sie auch fein mögen, sind nicht so sckädlich wie die moralischen Folgen, die stck alSbald geltend machen könnten. Wenn eS so weit kommt, daß ras Publikum Direktoren in den Gen.ralversammluneen «m Vor'lanvs- tische sitzen steht, von denen es überhaupt nicht weiß, ob diese nicht einfach Komödie spielen, wenn wir nachgerade gezwungen werben, bei j-der Bilanz zu fragen, ob deren U.-tersckriften auch wirklich von
! Männern herrühren, die nicht „hermetisch" aogeschlossen waren, so tritt eben das AllerSrgste ein: ein grenzenloses Mißtrauen-
ES notieren: Ruhr-Fetwuß^Körnung I und H WW. 240 bi» Mk. 250, Nußschmtedekoblen Mk. 220 bs Mk. 230 .Deutsche Anthracit-Nußkohlen Mk. 380 bis 390, englische Anthracit-Nußkohlen Mk. 430 bis Mk. 440, Ruhr-Flammnuß Körnung I und H Mk. 240 bis Mk. 250, Ruhr - Flammnußkodlen III Mk. 220 di» Mk. 230, Fettschrot Mk. 190 bis Mk. 200, Ruhr-BruchcokS Mk. 330
I bU Mk. 340. Alle« ver 10 Tonnen ab Mannheim. Durch bas I kältere W-lter ist di- Nachfrage nach Hausbrand-Kohlen und EokS I wieder stärker geworden.
Epiri tiiS.
Spiritus war an der Berliner Börse in dieser Woche 10 Pfg. I billiger, die Zufuhren waren hinlänglich, und fanden von den rrngsreren I Spritfabriken prompte Aufnahme. Der Ring hat, wie wer schon tn I unserem letzten Berichte bemerkten, Ende der letzten Woche seine General- I Versammlung abgehalten. Wir glauben kaum, daß dteselbe sehr ruhig I verlaufen ist. Es ist wohl anzunehmen, daß sich diejenigen Betriebe, I welche sich durch die Uebermacht des Großkapitals in ihren Interessen ge- I schädigt fühlen, widersetzten, und ist denselben nur zu raten, weiterhin I die Augen offen zu halten, und ist nicht anzunehmen, daß diese mittlere I Interessen auch fernerhin die Lückenbüßer für die Plusmacheret der I Großbetriebe bleiben werden. Auf die Bilanz selbst kommen wtr näch- I stens zurück, sobald die gegebenen, Zahlen eine exakte Besprechung er- I möglichen.
Tabak.
Im Laufe der Berichtswoche wurden einige hundert Zentner tn I Herxheim zu Mk. 27, in Ilvesheim eine Kleinigkeit zu Mk. 18 verkauft. I Die noch am Dach hängenden Tabake können wegen zu feuchter W,t- | terung nicht abgehängt werden und ruht auch deshalb das Einkaufs- I geschäft. In alten Tabaken wurden zirka 250 Zentner 1898er rhem« I bäurischer Tabake zu Mk. 26 und in Landau zu Mk. 25 an Händler verkauft. Sonst ist das Geschäft in Anbetracht der bevorstehenden
I Feiertage sehr mäßig. In losen pfälzer Rippen geschäftslos, lose seine I Mk. 8,50 bi« Mk. 9, gebündelte Mk. 11 bis 12.
— Rach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher I Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheismp?0di»tti0« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat
I November 1900 auf 710 018 Tonnen, darunter Puddelroheisen und I Spiegeleisen 134 742 Tonnen, Bessemerroheisen 44 294 Tonnen, I Thomasroheisen 399446 Tonnen und Gießereiroheisen 131536 Tonnen. I — Die Produktion im Oktober 1900 betrug 742 ?20 Tonnen, im I November 1899 664 388 Tonnen. — Vom 1. Januar bis 30. Novdr. I 1900 wurden produziert 7 630 952 Tonnen gegen 7 384 231 Tom en I im gleichen Zeiträume des Vorjahres.
AilSMg aus de» Standesamtsregistern der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Dezember. 17. Maximilian Josef Schröter, Küchenchef in I Frankfurt a. M., mit Elisabethe Gliger zu Rödelheim.
EhefchlieLuugeu.
Dezember. 18. Ludwig Müller, Bäcker zu Gießen, mit Karoltne I Müller daselbst.


