Ausgabe 
23.9.1900 Viertes Blatt
 
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Sonntag den 23. September 150. Jahrgang 1QQQ

Markus Bauer,

Giemen, Kirohenplati 11.

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KchsfOraKe Nr. 7.

§ Bingen, 18. September. Die Entwickelung un­serer schönen Rheinstadt ist im erfreulichen Fort­schreiten begriffen. So hat stch die private Bauthätig- keit in den letzten Jahren ganz außerordentlich vermehrt. Grund und Boden in hiesiger Gemarkung und speziell

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Schul-Anzüge

in grosser Auswahl!

Gießen, 22. September 1900. I

Bom hessischen Goethebunde. Herr Prof. Dr. Harnack tu Darmstadt schreibt uns, daß dort am 8. Oktober me I erste Generalversammlung des Bundes stattfinden soll. ES | wäre sehr erfreulich, wenn auch von Gießen auS die I Sektion zählt zurzeit 50 Mitglieder die General-Ber- I sammlung besucht würde.

* Lehrerinnen' Verein. AuS dem unS zugesandten I

Jahresbericht der Stellenvermittelung des | Allgemeinen deutschen Lehrerinnen - Vereins i entnehmen wir, daß diese zeitgemäße, von sachverständigen I Lehrerinnen geleitete Veranstaltung im verfloffenen Jahre I wiederum 801 Lehrerinnln in Familien und Schulen plaziert I hat. 199 Stellen sind durch den mit dem Allgemeinen I deutschen Lehrerinnen-Verein verbundenen Lehrerinnen-Ver- I ein in England, 115 durch den Verein deutscher Lehrerinnen I in Frankreich und 28 durch den Verein deutscher Lehrerinnen I in Italien besetzt worden. Jntereffant ist es, daß trotz der I jetzigen politischen Verhältnisse die Angebote für die deutsche I Lehrerin und Erzieherin in England sich außerordentlich gemehrt, statt, wie man vielleicht annehmen könnte, gemindert haben. Vor Rumänien warnt der Verein aufs dringendste nach allen Richtungen hin. Diese Stellenvermittelung em­pfiehlt sich Schulen, Familien und Pensionären bestens. Meldungen können in der Provinz Oberheffen gemacht werden bei Fräulein Bork-Gießen, Bahnhofstraße 40, die das Ehrenamt einer Vertreterin für diesen Teil Deutschlands übernommen hat.

** R echt h ab er!ei. Das Bewußtsein, Recht zu haben, ist eine schöne Sache, unb die Wahrheit ist eine! Tugend, doch kann aus diesen beiden Eigenschaften gewiß» eine reicht unerquickliche Lage entstehen. In der festen! Ueberzeugung, Recht zu haben, tritt mancher Mensch dem andern schroff entgegen, der seine Ansicht in der Werse nicht teilt, und sagt dem Andern harte Dinge, die ihn kränken und im tiefsten erbittern. Leichtfertige Menschen sagen oft, tugendhafte Menschen sind nicht liebenswürdig, wer aber Nachsicht, Duldung und Güte besitzt, ist gewiß nicht unliebenswürdig, denn er versetzt sich in des Andern Sinnen und Denken und versteht ihn. Leider grebt es viele rechtschaffene Leute, die freilich sehr unduldsam find, viele geordnete, brave Charaktere, die kein Verständnis für Wesen besitzen, die nicht ganz, genau sind, wie sre, sie dulden keine andere Ansicht, sind taub für jeden Wrder- spnrch Sie haben ebenrecht". Schon in der Kinder­stube erregt die Rechthaberei Streit und Zorn, und wenn der Frieden auch bald wieder hergestellt ist, so sollten dre Erzieher doch nicht leicht über die Sache hinwegsehen. Gewiß darf das Rechtsbewußtsein im Kinde nicht unter­drückt werden, das Kind. soll nicht, um andern zu schmeicheln, die Wahrheit etwa verhehlen, allein es soll jauch gewarnt werden, nicht immer Recht haben zu wollen und das letzte Wort zu sprechen. Bescheiden und still soll es sich, üben, zu warten, bis ihm von anderen sein Recht wird, um so leichter wird eZ ihm später werden, sich in anderer Urteil zu fügen. Wenn die Streitenden öfters daran dächten, daß ihr letztes Wort im Ernste ihr letztes könnte sein, so würden sie sich doch besinnen! und danach^ streben, daß in jeder Meinungsverschiedenheit ihr letztes Wort dennoch ein gutes Wort fein möchte.

Butzbach, 21. September. Wie derButzb. Ztg." mitgeteilt wird, hat sich der seitherige Bürgermeister unserer Stadt, Herr iJ o u tz, nicht, um« die Oberbürger­meister stelle zu Gießen beworben. Mit der vor­übergehenden Verwaltung der Distrikts-Einnehmerei Butz­bach während der Krankheit des Distrikts-Einnehmers Kreuder ist Finanzaspiran5 Grüll aus Gernsheim be­auftragt warben.

Vilbel, 20. September. Die Großherzogin hat, wie bereits mitgeteilt, genehmigt, daß dem hiesigen Sprudel der NameViktoria-Melita-Sprudel" verliehen wird. Es verlautet, daß auswärtige Gesellschaften mit hohen An­geboten als Kaufliebhaber aufgetreten sind, während anderseits auch die Gemeinde Vilbel die Quelle zu er­werben beabsichtigen soll. In der letzten Zeit hat sich die'he des Sprudels auf 12 bis 14 Meter gestellt, ivährend sie früher nur 10 Meter betrug. Der Besitzer, Herr Brod, hat im Erdgeschoß seines Hauses Badezimmer eingerichtet: die Zuleitung in die Badewanne erfolgt direkt aus' dem Sprudel. Der Zudrang zu den Bädern ist ein sehr starker, sodaß Vorausbestellungen erforderlich sind. Es sind jetzt die einleitenden Schritte unternommen worden, um für den Sprudel den gesetzlichen Schütz, wie er für heilkräftige Quellen vorgesehen ist, zu erwirken. Wie stark kohlensäurehaltig das Wasser ist, erhellt daraus, daß das aus jenem beim Austritt entströmende Gas in dem teilweise überdeckten Hofraum des Herrn Brod bet

längerem> >> , <: v

Kohlensäure führt bekanntlich Erstickung herberg i

() Burkhards, 21. September. Uns-"- neubau ist nunmehr beschlossene Sache, uni werden im nächsten Frühjahr ihren Anfang nehmen. In dem Gebäude soll zugleich ein werterer unb

Lehrerwohnung vorgesehen werden. Zum Bau kapital er- I hält die Gemeinde vom Staate einen namhaften Zuschüße I Nachdem man eine Telephonverbindung zwischen Gedern und Grebenhain hergestellt hat, würde man einen fa chen Anschluß nach Gedern seitens der hiesigen, sowie der Bur- I gerschaft der Nachbargemeinden Kaulstoß und Sichenhausen I ebenfalls freudig begrüßen, zumal die Telephonleitung I ^edern-Ä'otten, die nur 20 Minuten von unserm Dorfe entfernt ist, einen Anschluß leicht ermöglicht und die Anlage I dadurch nur geringere Kosten verursacht. [

() Vom Vogelsberg, 20. September. Ueber den | Bahnbau Lauterbach»-Gedern schreibt man uns | das folgende: Nach» dem ursprünglichen Projekt für die I Nebenbahn Lauterbachs-Gedern, das der Beratung imLand- i tag und dem Eisenbahngesetz vom 15. November 1890 zu | Gninde liegt, ist ein Terrain vorgesehen, welches außer Gedern die Orte Wenings, Nieder-Seemen, Mitel^eemen, Ober-Seemen, Volkartshain, das preußische Dors Völzberg dann Bermuthshain, Crainfeld und Grebenham berührt. Diese Richtung kommt aber nicht allein den genannten Orten, sondern auch den oberen Orten des Kreises Geln- | Hausen, sowie den südlichen Dörfern E Preise Lauter­back)., insbesondere Freiensteinau, Holzmühl, Flaschenbach Salz, Ober-Moos, Nieder-Moos, Gunzenau und Reichlov zu gute, die die Bahn von den Stationen Völsburg und Be^ I muthshain benutzen könnten. Abweichend von diesen durch I das Gesetz festgelegten Bestimmungen soll nun die Bahn I von Gedern über das sehr hoch gelegene Hartmannshain I nach Grebenhain geführt werden, nämlich durch em ®e* I länoe, wo sehr bedeutende Steigungen die Betriebskosten I erhöhen und wo höchst wahrscheinlich im Winter gewaltige I Schneemassen den Betrieb stören und zur Einstellung I nötigen werden. Der Landstrich durch den die nun ge- I plante Bahn gehen soll, ist sehr dünn bevölkert, und es I würde nur Hartmannshain und Herchenhain die Bahn zu I gute kommen; zudem soll doch letzterer Ort na chden schon! I zu verschedenen Malen gepflogenen Unterhandlungen ver- I kauft werden. Ob den Orten Sichenhausen, Kaulstoß und

Burkhards durch däe neu protektierte Bahnlinie gedient I würde, isy ffehr zu bezweifeln; denn die von den aenann- I ten Orten nach Herchenhain führende Landstraße hat eine solche Steigung, daß sie mit Lastfuhrwerken kaum zu be- I fahren ist. Personen werden von da aus die Bahn kaum I benutzen, da die Entfernung von Gedern nicht größer ist, I als die von Hartmannshain. Alle zu Anfang erwähnten I Dörfer würden von der Bahn über Hartmannshain keinen

Gebrauch machen können. Für diese ist also das neue I Projekt eine entschiedene Benachteiligung, insbesondere auch weil eine in dieser Gegend geplante Verbindungs- I bahn der Frankfurt-Bebraer Bahn mit der Nebenbahn I Gedern-Hartmannshain-Grebeiihain vollständig ansge- I schlossen ist. Von Güterbeförderung nach Hartmannshain I und Herchenhain wird wohl kaum die Rede sein können, I während u. a. nach Bermukshain allein alljährlich mehr I als 30 Waggontadungen Ziegel, Schlackensteine usw. ex­pediert werden. In der ganzen Bevölkerung macht sich I deshalb ein gewisser llnwille und Unzufriedenheit I bemerkbar. Man hielt es eigentlich gar nicht für denkbar I und bezeichnete es gerade als einen Unsinn, die Bahn I uach dem über 500 Meter hoch gelegenen Hartmannshain I zu führen Sucht man doch bei Straßenbauten die Stei­gung soviel als möglich zu vermeiden. Warum verfolgt man ein solches Prinzip nicht bei diesem Bahnbau? Alle I Bewohner der durch das neue Projekt benachteiligten!

Dörfer hoffen zuversichtlich, daß unsere Regierung voN I diesem Projekt abkommt, und erwarten von den Land­ständen, daß diese nach vorhergegangener genauer und ge- I toiffenbafter Prüfung beider Strecken dem neuen ProM, I das! ja dgln Nebenbahn-Gesetz durchaus nicht entspricht, die I G?"Ä0uug^versag x g e, 21. September. In diesem

I ^abre tritt wieder die Kohlweißlingsraupe recht I massenhaft auf. Nickst nur in den Gärten, sondern auch I auf dem Felde sind ganze Krautpflanzungen von diesem I unaeziefer ganz entblättert. Tagtäglich sieht man Leute I mit Ablesen dieses Schädlings beschäftigt. Als gutes Ver- I nickstungsmittel erweist sich Viehsalz, das, vom Tau I oder Regen aufgelöst, d.ie Raupe tötet.

Darmstadt, 21. September. Der Großherzog I hat sich gestern nachmittag zur Teilnahme an den Ma- I uövern des 18. Armeekorps nach Limburg begeben.

Kunst und Wissenschaft.

Lebendige» Licht. In den letzten Tagen !a-n dt- -rst°nu!>ch- Nachricht aus Paris, daß es nach einer Mitteilung die dortige Aka­demie der Wissenschaften dem Physiologen Raphael Dubois gelungm wäre, phosphoreszierende Bakterien in solcher Menge und auf solche Art iu züchten, daß sie zu Beleuchtungszwecken benutzt werden konnten. DieAllg Wifi. Ber.« sind jetzt in der Lage, Näheres über dicke­wunderbare Verfahren mitzuteilen. Dubois ging von der Ueberlegung aus, daß das beste Licht zum Zwecke der Beleuchtung ein solches wäre, das die größte Menge von Strahlen mittlerer Wellenlänge, sagen wir. von eigentlichen Lichtstrahlen, und möglichst wenig Wärme oder Strahlen enthielte. Letztere gehen doch nur verlorm, da man eben mn das Licht, nicht aber die auS derselben Quelle entstehende Warme oder die chemisch wirksame Kraft verlangt und benutzt. Dieser Forderung eines reinen und deshalb idealen Lichtes nähern sich gewiß am meisten die Strahlen, die von lebenden Körpern abgegeben werden und die man daher wohl kur, als Lebendiges Licht" bezeichnen könnte. Jeder hat solches lebendiges Licht schon gesehen, sei es in dem winzigen Glühen des im Grase kauernden Johanniswürmchens, sei es im geheimnisvollen Leuchten des tropischen Meeres oder in noch anderen Offenbarungen der Nanw. Trotzdem ist vielleicht noch Niemand auf den Gedanken verfallen, ob sich ein solches lebendiges Licht zur Beleuchtung verwenden ließe, abgesehen etwa oavon, daß sich eine Dame ihr Haar ober Kleid gelegentlich einmal zur Er­zielung eines besonderen Zaubers mit Glühwürmchen ausgeziert hat. Leicht konnte die Ausführung einer solchen Idee auch jedenfalls sein, denn es würde doch darauf ankommen, das lebendige Licht in genügender Leucht­kraft, Billigkeit und praktischen Verwendbarkeit zu gewinnen. Ueber die Beschaffenheit des Lichtes selbst dagegen könnte man sich beruhigen, denn es ist sicher dem Auge sehr angenehm und überhaupt in jeder Beziehung vollkommen. Dubois hat sich nun mit unermüdlicher Geduld der Aufgabe unterzogen, lebendiges Licht so herzustellen, daß eS allen Ansprüchen an einen Beleuchtungskörper genügen könnte, und er konnte schon vor einigen Monaten tn ben Sälen deS Op­tischen Palastes auf der Weltausstellung wenigstens eine Probe seiner bisherigen Ergebnisse vorsühren. Um das lebendige Licht in seiner stärksten Leuchtkraft auf schnellem und praktischem sWege in hin­reichender Menge zu gewinnen, züchtete er gewisse phoSphorescierende Kleinwesen (Photobakterten) in flüssiger Brühe von besonderer Zu­sammensetzung. Darin mußten enthalten sein: Wasser, Seesalz, Glycerin oder Manntt, Pepton oder Asparagin, Nuclein oder Lecithin oder phoSphorsaures Kalt. Die Anwendung von Pepton hat sich aus dem Grunde als unzweckmäßig erwiesen, als eS ohne völlige Sterilisation rasch von Verwesungskeimen durchwuchert wird und dann einen starken Fäulntsgernch verbreitet, überdies die leuchten­den Bakterien zum Tode und somit das Licht zum Verlöschen kommen

I läßt. Viel besser eignet sich daS Asparagin, die bekannte im Spargel i enthaltene chemische Substanz, weil es der faulenden Gärung wider­steht, daher auch geruchfrei bleibt und in freier Luft leuchtet. Dafür hat eS den Fehler, etwas thcuer zu sein. Nach tausendfachen Ver­suchen kam Dubois schließlich dazu, durch Benutzung gewißer Del« kuchen eine billige Brühe nur aus Pflanzenstoffen herzustellm, die dm Anforderungen im Wckentlichen genügte. Dennoch war es oft­mals nötig, die Maße zu steriltsierm und auch mit ketmfteier Lust zu durchlüften, um die Entwickelung gewißer nur unter Ausschluß der Luft gedeihender Mikroben zu verhüten, die Schweselwafferstoff und andere Schwefeloerbindungen erzeugen. Wenn diese Unvoll­kommenheiten noch beseitigt oder wenigstens durch ein recht praktisches Verfahren vermindert werden, so würde daS .lebendige Licht" wirk­lich eine fast ideale Errungenschaft bedeuten, denn waS könnte, ab­gesehen von der mondscheinähnltchen Milde und Annehmlichkeit de« LichteS bequemer sein, alS eine leuchtende Flüssigkeit zu haben, die man einfach nur in Glasbehälter zu füllen braucht, um einen weiten Raum damit zu erleuchten d Eine wichtige Frage wäre noch, wie lange benn daS Licht vorhalten würde. Die Dauer deS Leuchtens hängt ab von dem Nahrungsgehalt der Brühe, von der Reinheit der Bakierienkulturen, der äußeren Temperatur und einigen anderen Umständen. Jedenfalls ist eS Dubois bereits gelungen, eine Probe seiner Leuchtmaße 6 Monate lang in dem dunkelen Raum eines Erdgeschoßes leuchtend zu erhalten. Den weiteren Nachrichten über diese intereßanten Versuche darf man wohl mit Spannung entgegm- sehm.

Verweilen Atembeschwerdcn verursacht (reine I in der Stadt haben eine ganz auffällige W-rtst-ig-ruug Verwerten erfahren. Tinen mächtigen Ausschwung haben unsere Lehr-

ler Schulhaus- I an ft al ten genommen. Das im Jahre 1897 gegründete :b die Arbeiten I Technikum wird jetzt von ca. 600Schülern besucht. BiS ----- .um Wintersemester wird der zweite Anbau an das ansehn­liche, von unserer Stadt der Lehranstalt zur Verfügung ge- stellte Gebäude fertig gestellt fein. Der den Bewohnern unserer Stadt hierdurch erwachsene, doch sehr beträcht­liche Nutzen ist mit unserer städtischen Verwaltung zu ver­danken, die es verstanden hat, der Anstalt trotz Wider­spruchs von Bielen in hiesiger Stadt ein Heim zu bereiten. Die hiesige Baugewerk- und Gewerbeschule wurde im Jahre 18969 von 181, jetzt wird sie von 467 Schülern besucht. Erwähnenswert ist noch, daß die hiesige Realschule mit dem im Jahre 1896 gegründeten Progymnafium z. Z. von 406 Schülern besucht wird, während die Zahl der Schüler zu Ostern 1896 245 betrug.

Meßmer Anzeiger

General-^Heiger

ttnb AnzNgeblatt für den Ureis Gießen.