Ausgabe 
19.7.1900 Zweites Blatt
 
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für SamStag ihre Giltigkeit. Der Vorverkauf findet wieder­um in der Musikalienhandlung von Challier statt.

** Schützenfest. Wie wir schon mitteilten, findet am kommenden Sonntag, Montan und Dienstag auf unserem Schützenplatz ein großes Preisschießen, verbunden mit einem Volksfest statt. Da unser Schützenplatz mit seinen schattigen Bäumen und seiner herrlichen Lage sonst schon eine gern aufgesuchte Stätte der Erholung bildet, so darf wohl um so mehr die vom Schützenverein getroffene Ver­anstaltung aus zahlreichen Besuch rechnen. Außer Konzert und Volksbelustigung ist für jeden Tag ein Tänzchen vor­gesehen. Alles nähere besagen die Inserate.

** Orpheum Ensemble. Gestern abend begann das Or- pheum-Ensemble H'aberfelder seine Vorstellungen in den «Vier Jahreszeiten" vor zahlreichem Publikum mit dem günstigsten Erfolge. Von den einzelnen Pieren seien nur die Borträge der Spezial-Jodlerin sowie der Soubrette Gon della hervorgehoben. Beide wurden durch beifällige Ausnahme ihrer Darbietungen zu bereitwilligst gewährten Zugaben veranlaßt. Besonderen Beifalls erfreute sich der Humorist Haberfelder, sowie das Duett der Geschwister Camentia. Ferner fand das neue Programm der musi­kalischen Vorträge des Damen-Orchesters Hellas un­geteilten Beifall. Wie aus dem Annoncenteil ersichtlich, finden die Vorstellungen allabendlich statt.

** Fußballspiel. Der aus der Gambachwiese am Sonn- tagnachmittag angesetzte Fußball-Wettkampf zwischen Gießener und Laubacher Gymnasiasten mußte, da die Verhandlungen mit der Besitzerin sich zerschlugen, in der Nähe der Freienseener Brücke stattfinden, wo Bürgermeister Jochem in entgegenkommenster Weise für den Wettkampf eine größere Wiese dem Klub unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. Zahlreiche Zuschauer folgten den Wettspielen mit sichtlichem Interesse. Die Zahl der Spieler betrug 11 gegen 11, Spiele wurden zwei von je 40 Minuten Zeit­dauer unternommen. Beide Spiele blieben unentschieden.

* Postalisches. Im Oberpostdirektionsbezirk Darm­stadt ertrug die Wechselstempelsteuer im Juni d. I. 15465,30 Mk., zusammen mit den Vormonaten des ab 1. April lausenden Etatsjahres 49 720,90 Mk. oder 3381,30 Mk. mehr als im gleichen Zeitraum des Etats- jahrS 1899.

* * Laudeslolterie. Die Ziehungsweise der 5. Klaffe der Hess. Landeslotterie ist wie folgt festgesetzt: Es werden am 7., 8., 9., 10., 13. und 14. August je 1000, am 16. 600 und am 17. und 20. August je 400 Gewinne gezogen.

* Die Gewinnliste der bei Gelegegenheit der 2. Ver- bandsausftellung der Herdbuchgesellschasten für das Vogels­berger Rind zu Marburg stattgesundenen Verlosung liegt in der Expedition desGießener Anzeigers" aus.

* Zugverspätung. Im Schnellzug 44 Berlin-Frank­furt mußte gestern aus Station Marburg der Postwagen ausgesetzt werden, dessen Achsen sich heißgelaufen hatten. Dadurch erlitt ein Teil der Berliner Post verspätete Bestellung.

+ sich, 17. Juli. In der Jhring'schen Brauerei er­eignete sich heute ein bedauerlicher Unfall. Der Maschinenschloffer Friedrich Walz sollte ein schweres Ventil in der Decke anbringen. Er stieg mit der ca. 60 Pfund schweren Last zur Leiter hinauf, verlor das Gleichgewicht und stürzte ab. Das schwere Ventil fiel ihm nach und spaltete ihm die Hirnschale. Hofrat Dr. Stamm legte dem Verunglückten den ersten Verband an, dann wurde der Arme nach Gießen in die Klinik gebracht. Der Verun­glückte ist erst 18 Jahre alt, ein ruhiger strebsamer Ar­beiter und die Stütze seiner alternden Eltern.

Rieder-Ohmen, 17. Juli. SamStagnachmittag 4 Uhr brach in der Hofraithe des JohS. Grün Feuer aus. Da sich die Scheune in unmittelbarer Nähe der Eisenbahn be­findet und noch mit einem Strohdach gedeckt ist, so darf man wohl mit Recht annehmen, daß das Feuer durch Funken aus der Maschine des Schnellzuges, der kurze Zeit vor Ausbruch des Brandes die Stelle passierte, verursacht wurde. Durch rasches und umsichtiges Eingreifen der Nachbarschaft, sowie der Feuerwehr, wurde das Feuer auf seinen Herd beschränkt.

Nieder Weisel, 17. Juli. Wie sehr die Gründung eines Turnvereins der großen Mehrheit der Ein­wohnerschaft unserer Gemeinde allgemeiner Wunsch war, Leigt die zahlreiche Beitrittserklärung. Nicht weniger als bv Mitglieder trugen sich als aktive Turner in die Vereins­liste ein. Lehrer Hildebrand legte in der am Samstag ftattgehabten Versammlung in einer mit großem Beifall ausgenommenen Ansprache die Bestrebungen des Turnvereins dar. Der Grundgedanke seiner Rede war: jede Turnanstalt ioD auch Erziehungsanstalt sein, indem die Turnerei Er­ziehung des Geistes, Pflege des Körpers und Pflege des -rutschen nationalen Sinnes erstrebt. Mit einem kräftigen Gut Heil" auf den neugegründeten Turnverein schloß der Vorsitzende die Versammlung.

Laubach, 17. Juli. Am Sonntag unternahm der hiesige Kirchengesangverein auf 6 Wagen einen Ausflug nach dem Lehrerheim bei Schotten. Eine zahlreiche Ver­sammlung hatte sich dort eiugefunden; außer den dortigen Kurgästen waren viele Besucher aus Schotten und Gedern erschienen, um unter grünen Bäumen den Borträgen des gemischten Chors zu lauschen, die ebenso wie die Lieder- quartette von vier Gederner Herren,Vogelsberger Männer­quartett" genannt, sich eines lebhaften Beifalls erfreuten. Der heiße Sommertag veranlaßte noch eine Rast im Gast hause zur Traube in Schotten, und erst am späten Abend kehrte man von dem Ausfluge zurück.

Sch. Darmstadt, 17. Juli. Ein Zehntel des 5) aupt g e w i n n es der 4. Klasse der Hessischen Klassen Lotterie, der bekanntlich 60 000 Mark betrug, das von zwei befreundeten L a n d l e n t e n in O b e r h e s s en gemein sain gespielt worden war, dürfte demnächst zu einem inter­essanten Rechtsstreit führen. Die Freunde hatten die vor­hergehenden drei Klassen gemeinsam gespielt und bezahlt; der eine besaß das Los und bat am Tage der 4. Ziehung den Anderen um Begleichung seines Anteils; was dieser auch bis zum Abend zu ordnen versprach. Spät Abends erhielt der Besitzer des Loses Mitteilung von dem auf das Los gefallenen Hauptgewinn und weigerte sich am nächsten Morgen, den ihm von dem anderen Losteilhaber ange­botenen Geldbetrag anzunehmen, mit dem Bemerken, daß er nun alleiniger Besitzer des Loses sei, da der Andere ja nichts dafür bezahlt have. Mau darf auf Auslegung des Gerichtshofes gespannt sein. Die hiesigen Zimmer­meister waren in der letzten Woche hier im Gasthaus zum Schwanen versammelt, um in verschiedenen wichtigen wirtschaftlichen Fragen re. Stellung zu nehmen. Wie wir Hören, ist in erster Linie beabsichtigt, Schritte anzubahneih um einen Gesamtverband der hessischen Zim­mer m e i st e r ins Leben zu rufen. Zu dem Zwecke sollen zunächst in den hessischen Kreisstädten Vereine gebildet werden.

Mainz, 17. Juli. Vom vierten Stock herab st ü r z t e gestern nachmittag in dem Hause Hintere Bleiche 29 der 5jährige Sohn des Schreiners Heinrich Schuck in den Hof hinab. In demselben Momente, als der unglückliche Knabe herabstürzte, war die Schwiegermutter des im Hause wohnenden Wirtes Ohl im Hofe beschäftigt. Das Kind fiel direkt auf die alte Frau. Durch die Wucht stürzte die alte Frau besinnungslos zusammen, der Sturz des Kindes war aber dadurch gemildert. Durch das Aufschlagen des Knaben mit seinem Kopfe auf das Pflaster erlitt er eine schwere Verletzung. Das Kind wurde ins Rochus­hospital verbracht. Die alte Frau war inzwischen wieder zur Besinnung gekommen und erholte sich alsbald von ihrem Schrecken. Außer einigen unbedeutenden Verletz­ungen hatte sie keinen Schaden genommen.

bm. Mainz, 17. Juli. Vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wird am 26. September das große 18 Menschenleben fordernde Bootsunglück, das sich am Abend des dritten Ostertages zwischen Rüdesheim und Bingen zutrug, sein gerichtliches Nachspiel finden, und zwar mit einer Anklage gegen den überlebenden Fährmann Franz Hauck von Bingen wegen fahrlässiger Tötung.

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die wegen der Mordthat am 13. Mai in Hechtsheim Inhaftierten Borstel, Orth und Löb wurden am SamStag aus der Untersuchungshaft in Mainz entlassen. Bekanntlich wurde der Knecht Kloos im Streite durch einen Messerstich getötet. In der Untersuchungshaft befinden sich noch Strößinger, die zwei Brüder Sippe! und Kaltenbach. Die Inhaber der bankerotten Bankfirma Gustav Vogel u. Comp., Gustav und Max Vogel, in Offenbach, die beide flüchtig sind, werden nunmehr steckbrieflich verfolgt. Zur Last gelegt werden ihnen Vergehen der Untreue, Unter­schlagung und des Betrugs. Dem KreiS-Spat kaffen. Direktor Schlabach zu Wetzlar ist der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden.

Vermischtes.

* Dortmund, 17. Juli. Auf dem Wittener Gußstahl­werke stürzte ein Schmelzofen zusammen. Der glühende Inhalt ergoß sich über vier am Ofen beschäftigte Arbeiter. Dieselben erlitten schwere Brandwunden und mußten ins Hospital gebracht werden.

* Berlin, 16. Juli. Ihr Kind und sich selb st zu ermorden versuchte heute früh um zweieinhalb Uhr die 36 Jahre alte Frau des Reisenden Rekowsky, Minna. Die Leute sind erst seit zwei Jahren verheiratet und haben eine Tochter. Gestern mackchen sie einen Ausflug nach Schildhorn. Gegen Abend wurde getanzt. Da forderte eine dem Ehepaare bekannte Frau den Rekowsky auf, mit ihr einmal zu tanzen. Er entsprach der Aufforderung eben­so arglos, wie sie gestellt war. Frau Rekowsky geriet in maßlose Eifersucht. Vor einigen Tagen war ihr Mann einmal eine Nacht wegge^blieben; er hatte einen Skat gespielt und dann durchgekneipt. Sofort stand es nun bei ihr fest, daß er den Skat und die Kneiperei nur vorgeschützt habe, und daß er in Wirklichkeit bei der Frau gewesen stei, die jetzt mit ihm tanzte. Tas sagte sie ihrem Manne, als sie vom Ausfluge zurückgekehrt und um elfein­

halb Uhr vor ihrer Wohnung angekommen waren. Wenn er nicht niad^e, so schrie sie ihn auf der Straße an, daß er in die Wohnung hinaufkomme, so werde sie ihm auf der Stelle eine Flasche an den Kopf schlagen. Um nicht weiter Aufsehen zu erregen und in der Erwartung, daß seine Frau ihm folgen werde, schloß Rekowsky die Hausthür auf und ging hinein. Die Frau aber folgte ihm nicht, sondern lief mit dem Kinde weg, irrte einige Stunden nmher und kam schließlich um halb drei Uhr an den Nord­hafen. Sofort stieg sie über das Geländer, um sich mit dem Kinde auf dem Arme in das Wasser zu stürzen. Ein Schutz­mann jedock) sprang in diesem Augenblick hinzu, riß die Frau zurück und brachte sie, da sie sich augenscheinlich in krankhafter Auftegung befand, mit dem Kinde nach der Charitee. Die Frau wird wegen versuchten Kindesmordes als Polizeigefangene gehalten.

* Harburg, 17. Juli. Ein schweres Unwetter ist über Harburg und Umgegend in der verflossenen Nacht niedergegangen. Die Moorburg' und Neulandhäuser sind infolge Blitzschlages eingeäschert. lieber eine unglück­lich verlaufene Ballonfahrt wir aus Albano tele- grapiert: Der Ballon der Hygiene-Ausstellung in Neapel, der bei seiner gestrigen vierten Auffahrt vier Personen in der Gondel hatte, fiel bei Capri ins Meer. Graf Alfons Montecapo, einer der Insassen, wurde bewußtlos im Meere treibend aufgefunden, von den anderen drei Herren fehlt jede Spur. Die Dampfer der Laguna durchsuchten das Meer bei Ischia und Procsta, konnten aber die Verun­glückten nicht finden.

* Kopenhagen, 17. Juli. Ritzaus Bureau erhielt heute aus Oerebak (Island) über Leith folgende am 11. ds. auf­gegebene Depesche: Eine unbeschädigte Korkboje mit der Marke:Andrees Polar-Expedition 1896 No. 3" wurde ohne Deckel und ohne Inhalt am 7. Juli irn Meer bei Lopstoedum unter dem 63/42 Grad nördlicher Breite und 20/43 Grad westlicher Länge aufgesunden. Die Boje geht mit dem dänischen DampferBvlnia" an das königl. meterologische Institut in Kopenhagen ab. Auch daS hiesige Meteorologische Institut erhielt heute aus Oerebak eine Depesche, ähnlich der an RitzauS Bureau, nur wird als Fundort der 20,53 Grad westlicher Länge bezeichnet. Die Ankunst des DampfersBotnia" mit der Boje wird hier am Freitag erwartet. Das Meteorologische Institut beabsichtigt, die Boje gleich dem hiesigen schwedisch-norwegi­schen Gesandten zu Übergeben.

* Bern, 17. Juli. Am Stanserhorn (Kanton Nid­walden) ist Christoph Hahn auS Preußen abgestürzt und an den erhaltenen Verletzungen alsbald gestorben. In Saviöge (Wallis) ist der 30jährige verheiratete Walliser Luzet abgestürzt; er war sofort tot.

Sport, Spiel, Jagd.

Radrennen zu Gießen. Im Anschluß an den gestrigen Be­richt werden wir von sportkundiger Seite darauf aufmerksam ge­macht, daß man auf den AuSgang deS Fahrens um den Gauwandcr- preiS am nächsten Sonntag nicht minder gespannt ist, wie aus das Ergebnis deS RmnenS um den Stadtpreis. Der von dem Gau 9 deS Deutschen Radfahrerbundes gestiftete massiv silberne Humpen von hohem Werte ist nämlich zum dritten Mal in ununterbrochener Reihenfolge von unserem Gießener Amateur Carl Duill zu ver­teidigen; und wenn eS ihm gelingt, auch dieses Mal wieder Sieger zu bleiben, so geht dieser hervorragende Preis endgültig in seinen Besitz über. ES wäre dieS eine um so bedeutendere Auszeichnung für den sympathischen Gießener Fahrn, der vor wenigen Tagen auch in Darmstadt daS Rennen um den Wanderpreis deS verewigten Prinzen Wilhelm glatt gewinn, als gerade dieser Gau-Humpen vor ihm nur je einmal von den Meisterfahrern der Welt Paul Albert und Ludwig Opel erobert worden war, wie die Gravierungen zeigen. All Heil dem wackeren Gießener Verteidiger deS Gaupreises! Sämtliche zur Verteilung gelangenden Preise werden in dem Schau­fenster der Firma August Oßmann, SelterSweg, zur Ausstellung gelangen.

Berlin, 17. Juli. Pferderennen zu Hoppegarten. Großer Preis von Berlin. 50 000 Mk. 2200 Meter. 1. Fürst Hohenlohe.OehringenS Lamete", 2. BeltsOrdonnanz", 3. Kgl. Hauptgestüt Graditz'Pomp". Ferner liefen:Kismet",Minnesänger",Cannae",Belisar". Tot. 52 :10. Pl. 44, 36:20.

Arbeiterdewrgunz.

bm. Mainz, 17. Juli. In dem hiesigen Spenglergewerbe ist eine Lohnbewegung im Anzug. Die Gesellen behaupten, feiten- der Meister würden die vereinbarten Lohnsätze nicht eingehalten und durch allerlei Mittel die Löhne gedrückt. Eine heute abend stattsindende Versammlung wird darüber entscheiden, ob man in den Ausstand treten will.

Prag, 18. Jali. Der Verein für die Bergbau-Interessen Nord-Böhmen8 beschloß, zwecks Verh tnderung eines neuen Berg­arbeiter streike und im Hinblick auf die andauernd schlechte Lage deS KohlenmarkteS seinen Mitgliedern vorzuschlagen, weitere Lohn-Erhöhungen zu gewähren.

Ärmste Meldungen.

Loudon, 18. Juli.Daily Expreß" meldet auS Baira: Der britische Konsul ist durch einen jungen Mann überfallen und durch einen Dolchstich lebens­gefährlich verletzt worden. Der Thäter ist verhaftet.

Städtischer Arbeitsnachweis Gieße« Garteuftratze ft.

«»gebot der Arbeitnehmer r 1 Heizer, 1 Lauffrau, 1 Schreibgehilfe.

. Nachfrage der Arbeitgeber r 3 Bauschiofser, i Schuhmacher, 3 Bau- ßchremer, mehrere Taglohner, mehrere Dienstmädchen, 1 Kindermädchen 2 Lauf« trauen, 1 Schreibgehilfe.____________________________________________ '________

Bekanntmachung

Die fälligen Pachtgelder von Triebvierteln und anderen städtischen Grundstücken pro 1900 können bis Ende dieses Monats noch ohne Kosten bezahlt werden.

Zahltage: Dienrtag, Donnerstag und Samstag.

Gießen, den 17. Juni 1900.

Stadtkaffe Gießen: Doepfer. 4938

Die Lieferung von Steinkohlen Nußkohlen I oder II, oder doppel: ge­siebten Stückkohlen, oder melierten Fett- steinkohlen mit 60% Stückgehalt soll am Mittwoch den 25. Juli d. IS., vormittags 10 Uhr, in 3 Losen ä 240000 bezw. 200000 kg für 1800 verdungen werden

Die Lieferungsbedingungen liegen im Geschäftszimmer 92, Kaserne I, zur Ein­sicht aus, können auch von der Garnison­verwaltung gegen Erstattung der Selbst­kosten bezogen werden.

Schriftliche und versiegelte Angebote sind'an der vorbezeichneten Stelle vor Beginn des Termins mit der Aufschrift Angebot auf Lieferung von Steinkohlen" versehen abzugeben. 4617

Garnisonverwaltung Gießen.

Bekanntmachung.

Donnerstag den 19. d. M., nach­mittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 65 Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie zwei schwere Wagen zwangsweise gegen bar versteigert werden.

Gießen, den 18. Juli 1900.

02986 Seipel, Gerichtsvollzieher.

(ihnpffhlimoi'u

Restaurant " Pr,mlB,er

zum Kronprinz.

Aktien-Brauerei Giessen. Bier über die Strasse nur in eigenen Gläsern.

Wdt. Mlachthaus.

Freibask. 4923

Heute und morgen:

Zchmiuesteisch 25 Nlg.

Schellfische Kabeljau in la. feinster, blutfrischer Ware so­eben eingetroffen bei 528

A. & G. Wallenfels.

Markt 21. Fernsprech-Nr. 46.