in 1898 und 80 Prozent in 1897). Zu bedauern ist, daß das Gewerbegericht in seiner Eigenschaft als Einigungsamt nicht angerufen wurde. Bekanntlich ist diese Thätigkeit nicht offiziell, d. h. bei Streiks hat das Gewerbegericht nicht ganz von selbst zu vermitteln. Zwar sind Ausstände von Bedeutung in 1899 nicht vorgekommen, nur 2 kleinere, einer von den Glasergehilfen und einer von den T i s ch l e r g e h i.l f e n zu Gießen sind zu verzeichnen. Wir vertreten die Ansicht, auch bei Streiks soll das Gewerbegericht -sein entscheidendes Wort sprechen müssen. Hoffentlich kommts bald noch so weit, wie wir überhaupt wünschen, die Gewerbegerichte möchten obliga torisch überall da errichtet werden, wo sich ein Bedürfnis hierfür herausstellt. Das wäre ein weiterer Fortschritt, der von vielen Seiten mit Genugthuung begrüßt würde, namentlich von solchen, die wissen, wie Ausstände vielfach nur auf Hetzereien zurückzuführen sind, bei denen eine große Zahl der Arbeiter nur gezwungen mitmacht.
Der Erfolg ber Thätigkeit im Arbeitsnachweis ist auch dieses Jahr gegen die Vorjahre zurückgeblieben. Arbeitsstellen wurden 138 vermittelt bei einem Angebot von 728 und einer Nachfrage von 528 Stellen. Der geringe Erfolg ist vielleicht dadurch zu erklären, daß dem Arbeitsamt wahrscheinlich nicht alle vermittelten Stellen mitgeteilt wurden. Gern schließen wir uns auch an dieser Stelle der Empfehlung des Arbeitsnachweises in weite Kreise an.
Von den 242 gemeldeten Unfällen verliefen 8 mit tätlichem Ausgang. Verhältnismäßig viele U «fülle wurden aus den beiden Eisenbahnwerkstätten zu Gießen berichtet, freilich fast sämtlich leichterer Art, 34 bei einer Arbeiterzahl von 193. Hier fallen auf 1000 Arbeiter 176 Unfälle.
In den Feld Ziegeleien lassen die Wohnungsverhältnisse meist viehzu wünschen übrig. Die Arbeiterinnen sollen getrennt von den männlichen Arbeitern in einem von innen verschließbaren Raume von entsprechender Größe nächtigen können. In einer Ziegelei schliefen 2 Arbeiterinnen in einem Raum, der 1,50 Meter hoch, war und in den gerade ein Bett hineingestellt werden konnte! Man denke in einem Raum von 3,5 Kubikmeter Inhalt mußten 2 Personen die ganze Nacht zubringen! Ein gewöhnliches Zimmer hat ca. 40 bis 50 Kubikmeter Inhalt. Erfreulich dagegen ist, nachdem Gießen und Friedberg mit dem Bau von Arbeiterwohnungen vorangegangen, daß sich auch! in anderen Kreisen des Bezirkes, besonders in B ü d i n g e n, gemeinnützige Gesellschaften gründen, die den Arbeitern billige und entsprechende Wohnhäuser zu bauen bezwecken. Wünschen wir das beste und einen immer größeren Eifer, mit derartigen wohlthätigen Unternehmungen fortzufahren !
Von anderen Wohlfahrtseinrichtungen sei noch das Gießener Volksbad erwähnt, das sich steigender Beliebtheit erfreut. In! 1899 wurden 83 914 Bäder verschiedener Art verabfolgt. Auch die Lesehalle wirkt in stillem Segen weiter. 18 094 mal wurden Bücher ausgeliehen, was einen Monatsdurchschnitt von 1500 Exemplaren bedeutet.
Eines für unsere Stadljugend wohlthätigen Beschlusses der Gießen er Stadtverordnetenversammlung ist noch zu erwähnen. Durch Beschluß vom 14. Juli 1898 wurde nämlich dem Assistenzärzte am Großh. Kreisgesundheitsamte zu Gießen das Amr eines Schularztes für die städtischen Volksschulen übertragen. Sämtliche 1800 Schulkinder wurden im Jahre zweimal körperlich untersucht und dabei mehrfach schleichende Krankheiten rechtzeitig erkannt. Die Brause - Bäder - Einrichtungen, in der Knabenschule 8, in der Mädchenschule 5, stehen den Kindern zur Benutzung. Unbemittelte Kinder werden mit Lebensmitteln und Schulbedarf unterstützt und es wurden innerhalb eines Jahres zu djiesem! Zwecke 2272.30 Mk. aufgebracht.
Wir sehen, die Gießener Stadtväter zeigen Sinn für gesunde soziale Einrichtungen und scheuen einige hundert Mark nicht. Jedoch möchten wir noch auf ein Unternehmen Hinweisen, das sich bis jetzt leider nur in Offenbach findet, es ist die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Die Stadt Offenbachi hatte früher 30000Mk. zur Beschäftigung erwerbsbeschränkter Personen vorgesehen, die von der Armenverwaltung verrechnet wurden, die aber jetzt dem Bauamt zugewiesen sind und zur Beschäftigung erwerbsbeschränkter und arbeitsfähiger, aber zeitweise arbeitsloser Personen verwandt werden sollen. Wie das geschieht, darüber giebt ein aufgestelltes Statut nähere Auskunft. Diese Einrichtung halten wir für durchaus segensreich für die Arbeiter und die Kommune. Es hatten sichj nur wenige Arbeitslose zur Beschäftigung gemeldet, aber wie leicht kanns anders kommen! Die! Wirre ninChina können unserem Bergbau und der Eisenindustrie einen Schlag versetzen, von dem sie sich nur schwer erholen werden. Ein Versuch wäre auch in Gießen unschwer zu machen und der Inspektor dürfte seine Mitarbeit gewiß freudig zur Verfügung stellen.________________§__
Aus Stadt und Kand.
Gießen, den 18. Juli 1900.
•• Persoualuachrichten. Ernannt wurden: Pfarrvikar Fuchs zu Brauerschwend zum Pfarrassistenten in Lampertheim, Dekanat Zwingenberg; Psarrverwalter Linck zu Dudenhofen zum Pfarrvikar in Brauerschwend, Dekanat Alsfeld; Pfarrverwalter Körbel zu Rumpenheim zum Psarrverwalter in Höchst a. d. N., Dekanat Rodheim; Psarrverwalter Willmann zu Trais-Horloff zum Psarrverwalter in Bönstadt, Dekanat Friedberg.
Dem Eiseubahnverein Gießen sind seitens der Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. zu einem Ausflug nach Frankfurt zwei Sonderzüge bewilligt worden, von denen der erste heute abging, der zweite Mittwoch den 25. Juli fahren wird. Allen Bereinsmitgliedern und deren Familienangehörigen ist freie Hin- und Rückfahrt bewilligt. Auch der Butzbacher Eisenbahnverein, der ein Zweigverein des Gießener ist, nimmt an diesen Ausflügen teil. Zum Be- suche des Zoologischen Garten« ist ermäßigter Eintrittspreis bewilligt, ebenso ist zu einer Anzahl von Kunstinstituten u. s. w. freier Zutritt gestattet worden. Heute nachmittag findet aus dem Aepfelweinhügel bei Sachsenhausen gemeinschaftlich mit den Mitgliedern des Frankfurter Vereins großes Waldsest statt.
** Dr. Louis Areularius 4% Der in weiten Kreisen New Dorks wohlbekannte Arzt Dr. Louis Areularius ist ürzlich, wie wir bereits milteilten, Plötzlich einem Herz- chlage erlegen. Einen schweren Verlust erlitt er vor zwei Zähren durch den unter tragischen Umstanden erfolgten Tod einer ältesten Tochter, die in blühendem Alter dahingerafft wurde. Nie hat er diesen Schmerz ganz überwinden können, und seine Gesundheit hatte dadurch einen empfindlichen Stoß erlitten. Dr. Areularius wurde am 10. Mai 1838 in Schotten geboren. Er studierte in Gießen und Nürnberg Medizin und kam im Jahre 1866 nach New-Aork, wo er sich als Arzt niederließ. Im Jahre 1872 verheiratete er sich mit Fanny Van Noys, die ihm nach achtjähriger Ehe entrissen wurde. Der Ehe sind drei Töchter entsprossen, von denen zwei trauernd an der Bahre des Vaters stehen.
** Deutsche Bau-Ausstellung. Eine Ausstellung, die das deutsche Bauwesen veranschaulichen soll, ist am 1. Juli in Dresden feierlich eröffnet worden, und da sie bis zum 15. Oktober geöffnet bleiben wird, so ist hier eine gute Ge- egenheit zum Studium der Baukunst und der Bauwiffen- chaft gegeben. Wir lesen in den verschiedensten unabhängigen ind unbeeinflußten Blättern, daß der Besuch dieser Aus- tellung jedem denkenden Menschen Anregung und Vermehrung eines Wissens bringen muß, namentlich aber für Fachmänner lohnend ist. Mehrere Städte, wie z. B. Darm- tadt, haben daher Beamte ihres Bauamtes nach Dresden entsandt, damit sie sich dort vor allem in der mehrere Säle umfassenden hochinteressanten großen Abteilung „Staats- ;auwesen" mit allein 663 Nummern umsehen. Pläne, Photographien, Modelle, Materialien 2c. aus den meisten deutschen Ländern sind hier von den Staatsbehörden ausgestellt worden. Der Besuch dieser Abteilung wird als be- onders anregend geschildert. Bei den großen und viel- eitigen Ausgaben, die die Bauverwaltung unserer auf- trebenden Stadt in den nächsten Jahren zu erfüllen haben wird, dürfte es sich wohl empfehlen, daß auch von unseren tädtischen Behörden ein Beamter des Stadtbauamtes nach Dresden zum Studium der dortigen Bauausstellung deputiert werde.
Großenliuden, 16. Juli. Die Ortseinwohner von Roden- iach bei Frankenberg chikanieren den vor drei Jahren aus Großen linden bei Gießen nach Rodenbach verzogenen Landwirt Heuser auf alle mögliche Weise, weil er die Landwirtschaft mittels maschineller Hilfsmittel in zweckmäßigerer Weise betreibt als sie. Man hatte ihm im März ds. IS. wieder eine Katzenmusik gebracht, wobei sich der Taglöhner Schulze besonders hervorthat. Als Heuser diesen als den „Kapellmeister Uller" bezeichnete, beschimpfte ihn Schulze, drohte ihm, das Haus anzuzünden, ihm den Kops zu spalten, warf ihm die Fenster ein, zerstörte ihm einen Treppenvorbau und wiederholte die Zerstörungen auch an einem Drahtzaun. Deswegen wurde Schulze von der Strafkammer zu Marburg zu 8 Wochen Gefängnis verurteilt. Unter der großen Zahl )er vernommenen Zeugen hatten sich zwei in der Verhandlung des Meineids verdächtig gemacht, weil sie zugunsten Schulzes aussagten. Der Staatsanwalt stellte den Antrag, einen der Zeugen sofort zu verhaften. Doch lehnte das Gericht den Antrag ab.
-t- Hungen, 17. Juli. Die evangelische Psarrstelle zu Södel, Dekanat Hungen, wird zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Dem Grafen von Alt-Leiningen-Westerburg steht das Präsentationsrecht zu.
Schotten, 16. Juli. Samstag, 21. Juli, nachmittags 31/2 Uhr, wird der Obmann des Landeslehrer-Vereins, Oberlehrer Backes, im Lehrerheim einen Vortrag halten über „Bilder aus dem Lehrerleben des abgelausenen Jahrhunderts." Mehrere Landtagsabgeordnete werden anwesend sein, um ihren Standpunkt bezüglich der Lehrergehaltsvorlage zu präzisieren.
•tz- Blitzenrod, 16. Juli. Vorige Woche gerieten in der Wirtschaft des Johannes Reining drei bei dem Bahnbau Lauterbach — Grebenhain beschästigte Arbeiter in Wortwechsel, der bald in eine Schlägerei ausartete. Diese zog sich aus der Wirtschaft auf die Ortsstraße, wo sich noch ein seither nicht beteiligter Arbeiter Heßler den Streitenden zugesellte. Heßler zog sofort ein in einer Scheide steckendes Dolchmesser hervor, stach willkürlich aus die drei anderen Personen ein und versetzte dem einen drei Stiche in den Kops, dem zweiten einen Stich in das Genick und dem dritten einen solchen in den Kops. Glücklicherweise brach dabei dem Wüterich die Klinge des Messers ab. Die Verletzungen der drei Bedauernswerten sind lebenSgesährlich, und sofort mußte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Der Messerheld wurde verhaftet und dem Amtsgericht Lauterbach zugesührt.
bm. Mainz, 17. Juli. Wegen Erbauung eines weiteren Gymnasiums findet heute in Anwesenheit des Ministerialrats Dr. Eisen Huth eine erweiterte Sitzung der Bürgermeisterei, des Finanzausschusses uud des Schulvorstandes statt. Heber die Notwendigkeit der Errichtung eines zweiten Gymnasiums ist man allseitig einig, nur herrscht darüber noch Meinungsverschiedenheit, wer die Kosten des Baues und der Unterhaltung bestreiten soll. Diese Frage tritt um so mehr in den Vordergrund als der Universitätsfonds, aus dem bisher das Mainzer Gymnasium dotiert wurde, jetzt für das Gymnasium schon nicht mehr ausreichend ist und anderweitige Zuschüsse erforderlich sind.
Wetzlar, 16. Juli. Der Kreissparkaffendirektor Schlabach, stellvertretender Vorsitzender des landwirtschaftlichen Vereins, ist von dem Ausschuß des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen zum Preisrichter bei den von genanntem Verein abzuhaltenden Tierschauen für die Zeitperiode 1900—1902 gewählt worden._________
Universität und Hochschule^
— Aus Königsberg i. Pr. wird geschrieben: Die juristische Fakultät unserer Universität hat beschlossen, den deutschen Delegierten auf der Haager Konferenz, den Generalmajor von Gro.ß gen. von
Schwarzhoff, bisherigen Kommandeur der 33. Jnfanteriebrigade, jetzigen Kommandeur der 1 Ostasiatischen Jnfanteriebrigade, zum Dr. jaris honoris causa zu ernennen wegen seiner Verdienste um die Weiterbildung des Völkerrechts durch seine hervorragende Teilnahme an den Arbeiten über die „Convention sur les lois et contumes de guerre“, sowie wegen seines entschiedenen Eintretens für die Grundlagen der deutschen heeresorganisation gegenüber den Abrüstungsideen. — Man teilt aus Halle mit: In der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität hat sich Dr phil. Karl Steinbrück als Privatdozent für Landwirtschaftslehre habilitiert. — Aus Zürich wird ge- chrieben: Der eidgen. Schulrat hat beschloßen, bei dem Bundesrat zu beantragen, daß das eidgen. Polytechnikum in Zürich mit dem Rechte der Promotion von technischen Doktoren ausgestattet werden solle. Wie der offizielle Titel der am Polytechnikum Promovierten lauten wird, hängt von der Entscheidung des Bundesrats ab. Daß dieser grundsätzlich seine Zustimmung zu dem Anträge des eidgen. Schulrates geben wird, unterliegt kaum einem Zweifel. — In Berlin ver- tarb der Geh. Sanitätsrat Dr. Samuel Kristeller im Alter von 80 Jahren. — Aus Budapest wird das Ableben des Profeffors der Pädagogik August Lubrich gemeldet. Er erreichte ein Alter von 75 Jahren.
Meratur.
— Stahls großes illustr. Kräuterbuch mit nach der Natur kolor. Abbildungen von Dr. C. Anton, Regensburg, Stahl'sche Buchhandlung. Vollständig in 10 Lieferungen A 50 Pfg. Die beiden ersten Lieferungen des in seiner Art großartig angelegten Werkes belehren uns, daß wir es hier mit einem Buche zu thun haben, desien Verfafler es versteht, in gelungener Darstellung eine gründliche Kenntnis über alle ene Pflanzen und Früchte zu geben, die der Gesundheit des Menschen dienlich und für den praktischen Haushalt überaus nützlich sind. Dieses Kräuterbuch ist mit großem Fleiß und vieler Fachkenntnis zusammen- gefiellt und die beigegebenen malerisch gruppierten farbigen Tafeln zeigen uns die Pflanzen und Früchte in größter Naturtreue.
Gerichtssaal.
TUstt, 17. Juli. Adolf Brand, der durch sein Attentat auf den Abg. Dr. Lieber von sich reden machte, stand dieser Tage wegen Beleidigung durch die Preffe vor der htefigm Strafkammer. Brand halte in einer hiesigen Zeitung kürzlich im Anschluß an die Affatre des Stabsarztes Dr. Sternberg über die Entmündigung detz hiesigen A'ztes Dr. Brozett, eines littauischen Agitators und wunderlichen Querkopfs, der Littauen für die „Wiege der Welt" erklärt, einen Aufsatz veröffentlicht. Durch den Artikel fühlten sich die Sachverständigen des letztgenannten Entmündigungsverfahrens beleidigt und stellten gegen den Verfasser Brand, den Verleger und den verantwortlichen Redakteur der Zeitung, Strafantrag. Das Urteil der Strafkammer lautete auf zwei Monate Gefängnis gegen Brand; die Mitangeklagten erhielten 500 und 200 Mk. Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte gegen Brand vier Monate Gefängnis beantragt.
Arbeiterbewegung.
Offenbach, 17. Juli. Die Glasergehilfen sind am Montag in eine Lohnbewegung eingetreten. Die den Meistern unterbreiteten Forderungen, auf die in 14 Tagen Bescheid erwartet wird, sind: Geregelte 9^/,stündige Arbeitszeit von 7 Ühr früh bis 7 Uhr abends mit je % Stunde Frühstücks- und Vesperpause, sowie 1>/,stündiger Mittagspause. An gewöhnlichen Samstagen tritt der Arbestsschluß eine Stunde früher ein, an den Samstagen vor hohen Festtagen jedoch bereits um 4 Uhr nachmittags. Ein Lohnabzug darf dafür nicht gemacht werden. Sodann wird eine 15prozentige Lohnerhöhung sowie ein Aufschlag von 15 Prozent für Überstunden und 20 Pfg. für Sonntagsarbeit pro Stunde gefordert. Für Arbeit außerhalb des Stadtkreises fordert man einen Stundenzuschlag von 15 Pfg. und außerdem, falls übernachtet werden muß, einen Zuschlag von 3 Mk. Die Löhne schwanken zwischen 18 und 24 Mk., letzteren Satz erhalten jedoch meistens nur verheiratete Arbeiter. Eine Forderung, auf die noch besonderes Gewicht gelegt wird, ist die Anerkennung des Gehllfen-Arbeitsnachweises durch die Unternehmer; auch soll die noch in einigen Geschäften herrschende Akkordarbeit gänzlich beseitigt werden. Bei ca. 140 in Betracht kommenden Gehilfen sind etwa 100 Gehilfen organisiert.
Almbet und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter Börse vom 17. Juli.
Wechsel auf New-York zu 0.00-00.
Prämien auf Kredit per ult. Juli 1.40%» do. per ult. Äug. 2.80%, Diskonto-Kommandit per ult. Juli 1.85%, do. per ult Attg. 2.70%, Lombarden per ult Juli 0.65%, do. per ult. Aug. 1.00%. Deutsche Bank per ult. Juli 0.00 %.
Notierungen: Kreditaktien 209.10-40-00-00, Diskonto- Kommandit 175.20-176.30-0, Staatsbahn 140.80-141, Lombarden 25.60 Italiener 93.00, Spanier 71.70-00, Sproz. Mexikaner 25.40, Bochumer 193 70-194 bz., Laura 211.20-211.80 bz., Harpener 184-185 10 bz., Gelsenkirchen 189.40-190.50 bz., Ungar. Goldrente 00.00, Oesterr. Coupons 00.00, Amerik. Coupons 0.00, Privat-Diskont 4%-4%.
1 ii. bis 2% Uhr: Kreditaktien 209.30-208-0 bz., Diskonto- Kommandit 176.30-175.60 bz., Staatsbahn 141-140 60 bz., Lombarden 25.60 bz., Bochumer 000-00 bz., Aerliner Handelsges. 000.00 bz.
Kriefkasten öer Redaktion.
Alter Ahorment D. Sie scheinen uns für Gedankenleser zu halten. Sprechen <5te von Wohnungskündigung2 Wir bitten Sie, Ihre Frage deutlicher zu wiederholen und uns dann vor allem Ihren Namen mitzuteilen. Wir wiederholen, daß anonyme Anfragen aus triftigen Gründen stets unbeantwortet bleiben müssen. ,
Anonymus. Besten Dank für Zusendung der Ausschnitt- aus der amerikanischen Zeitung. Wir haben die politischen Artikel mit Interesse gelesen, jedoch wenig Thatsächliches darin gefunden. Der Artckel „Der Chinese als Soldat", der viel Erdachtes bringt, stammt übrigens aus einem Berliner Blatte._______________
Gut zur Suppen- und Samen-Verdickung!
Der feine Geschmack von Saucen und Suppen, läßt oft wegen nicht richtiger Verdickung, trotz der besten Zuthaten, mel M wünschen übrig. Spielend leicht läßt sich eine .tadellose Verdeckung bereiten durch Brown und Polsons Mondamin. Es ist Velatme und ähnlichen Bindemitteln vorzuziehen, weil 9)Zoiibamtn tret üon jedem Nebengeschmack ist und die Farbe der Saucen klar latzti Obgleich Mondamin eine kleine Ausgabe erfordert, fit es ledoch so ergiebig, daß zu den Suppen und, Saucen schon.em wem« genügt; daher kann sich Mondamin ein 1Aer gestatten. C« ig überall käuflich in Packeten a 30 und Io Pf- Brown u. Polsons neue Rezepte sind als Büchlein bei deutlicher Adresse Berlin C. 2, kostenlos zu haben.
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