Ausgabe 
19.4.1900 Drittes Blatt
 
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Donnerstag den 19 April

DtttteS Blatt

90

1

im

Zv Beanstandungen

H-nt-

3

Summe 91

Die beanstandeten Proben verteilen sich auf die einzelnen

Summe 91

83

92

242 319

116

106

2

5

1

1

1

Mein Wurst Zmnwaren

Anzahl

1

2

3

1

Behörden 5

14

29

24

10

BVm xoxvaW ;

öuutt. N in

qm die hpMn l. 91.

Srgenstand kr Untersuchung

Apfelgelee 8i<c -»nservesalz Gewürze

Hackfleisch

Gesamtzahl

6

14

31

29

11

auS:

von Privaten 13

1 7

4338 11

Kinch wie folgt:

Kreis

Alsfeld Büdingen Friedberg

Gießen Lauterbach Schotten

Die Anzahl der

"na Krae

W und Koch ber-ratztU, j--

Ärtil Alsfeld

, Badingen

, Friedberg

Gießen

,, Lauterbach

Schotten

»ui Orten u. s. w. außerhalb der ?rn>in>

Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«.

Fernsprecher Nr. 51.

jyfammen 958

i gaben 91

inerten etbrtto man ; n die tzxpMvn d. 8

Grund der Beanstandung | mit Stärkesyrup versetzt hefetrüb barsäurehalttg zu hoher Asche- und Sandgehalt borsäurehalttg schwefligefäurehaltig verdorben gewässert^

bleihaltig zu hoher Bleigehalt entrahmt gewässert hoher Schmutzgehalt aus verunreinigt. Wasser hergestellt borsäurehaltig besaßen gesundheitsschäd­lichen Arsenalgehalt

gaben Blei ab an 4» prozentigen lochenden Essig ,

ungeeignet für den

menschlichen Genuß ungeeignet für Ver­

wendung in der Bier­brauerei salicylsäurehaltig mehlhaltig zu hoher Bleigehalt

Löpfergeschirre (zum Teil Spiel- ivaren) 11

ssfeSftl* ** ' ____

8-Tnil fltta hem Bericht über die Thätigteit ft»

Von diesen Gegenständen gingen ein von Behörden

deS Montags.

frv Gießener ^a,»ikie«vlätter werd!» bem Anzeiger an SOMItl mitHest.

Schiffsnschrichtev

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertteten durch die Agenten: Carl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 14. April. (Per ttansatlanttschen Telegraph.) Der SchnellpostdampferLahn", Kapt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 12. April 9 Uhr vormittags wohlbehalten in New- Nork angekommen. ~

Bremen, 14. April. (Per transatlantischen Telegraph ) Der Doppelschrauben-Salondampser Rhein, Capt. H. Gathemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr morgns wohl­behalten in Newyorl angekommen. _

Bremen, 14. April. s(Per ttansatlanttschen Telegraph). Der PostdampserHalle," Kapt. H. Thom er, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr vormittags wohlbehalten in Baltimore an­gekommen.

1900

Bezugspreis vierleljährl. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholcftcllen vierleljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg.

Bei Postbezug M. 2,40 vierleljährl. mit Bestellgeld.

Gut,

MgendenH^Ul' ßes Gut zu to*' Offerten bMwM

1 an He Wh* \ dir Pefkaoratic 'ijs Wl

MM . p Pächter 1 ^Hofmauustch "Gut. e ein ®»t * ' Wen zu \5SZ-

nnb s*** t«5ss. Eingang "

Verurtellungen fanden u. a. statt wegen Milchfälschung, wegen Herstellung und Verkaufes von Metallpfeifen mit gesundheitsschädlichem Bleigehalte, sowie wegen Verkaufes von bleihaltigem und daher gefundheitsschadlichen Kautschuk- muudstücken für Saugfiascheu. .

Wie in früheren Jahren, fand auch in diesem eine chemische und bakteriologische Untersuchung des Masters der älteren und neueren Wasieranleitungsanlageu für die Stadt Gießen statt. r

Die chemische Untersuchung ergab, daß beide Anlagen, gleich wie im vorigen Jahre Waffer liefern, welches w bezug auf seine chemische Zusammensetzung als vorzüglich für Genuß- und Hausgebrauchszwecke zu bezeichnen ist.

I Die bakteriologischen Untersuchungen ergaben bei der neuen (Queckborner) Anlage annähernd gleich günstige Resultate wie im Vorjahre, während das Wasser der älteren Anlage (gespeist durch die Quellen bei Großen-Buseck und im Licher Walde) in dieser Beziehung zum Teil etwas weniger günstige Resultate, als im Vorjahre lieferte. Behufs Aufklärung der Ursachen dieser Erscheinung wurde eine Untersuchung der Anlage und event. Berbefferung der-

I selben als wünschenswert bezeichnet.

Die Einnahme aus den ausgeführten Untersuchungen I ergab den Gesamtbetrag von 5302.05 Mk, im Vorjahre I 3714.22 Mk. ____________________

eine Einverleibung genannter Stoffe der Wurst längere Zett I hindurch das Aussehen frischer Ware zu erteilen und dadurch I den Käufer derselben zu täuschen, ferner der Wurstfabrikant I unter gleichzeitiger Benutzung vo» Borsäure oder deren Salzen geringwertiges Fleisch verwenden kann, so wurden I die in Rede stehenden Würste beanstandet. Die infolge- I besten angestellteu gerichtlichen Ermittelungen ergaben daß der Borsäuregehalt in den betreffenden Würste» dadurch veranlaßt war, daß eine Anzahl von Metzgern borsäure- haltiges, von verschiedenen Fabriken hergestelltes sogenanntes Konservesalz bei Fabrikation der beanstandeten Wurste ver­wandt hatte. In der nachfolgenden Verhandlung gegen

i mehrere der Metzger vor dem Schöffengerichte entschied I letzteres dahin, daß ein vorsätzliches Vergehen gegen das | Nahrungsmittelgesetz seitens der betreffenden Metzger im vorliegendem Falle nicht anzunehmen sei, da denselben die Bestandteile des Konservesalzes angeblich nicht bekannt ge-

I wesen seien, andererseits aber auch eine Fahrlässigkeit nicht vorliege, da die angeklagten Metzger das Konserve^ z von

I angesehenen, gut beleumundeten Firma im guten Glauben I an dessen, den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Be- I schaffenheit bezogen hätten. Es erfolgte daher Freisprechung I der Angeklagten, dieselben wurden jedoch bedeutet, daß sie I sich bei wiederholter Verwendung des fraglichen Konserve- I salzes eines vorsätzlichen Vergehens gegen das Nahrungs- I Mittelgesetz schuldig machen würden, und sie daher tn künftigen I Fällen eine Bestrafung zu gewärtigen hätten.

I G Bei den im Laufe des letzten Jahres untersuchten I 75 Wurstproben wurden borsäurehallige nicht mehr vorge-

Trinkwaffer 24

Wasser für technische Zwecke 2

Grätisdeitaqen: Gießener Zamüienblätter, Der hessische Landwirt DUitter für hessische Volkskunde.

»nz.is.n ju »tt «.«mittags für b« Zag «14-in.nbtu Rumm« bi« bartn. 10 K6r. Ubbestrllungen spätestens abends vorher. .

Amts- und Anzeigeblatt für dcn Ureis Gissten

regelmäßig- Sontrolt von N°h»ngS-G°nußmitt-ln und GebrauchSgcgenstäliden sand m der mit den ver slhrd-n-n Behörden vereinbarten Weise rote tn früheren

Saufe Geschiistsjahres 1897/98 wurden 152 Mi verschiedenen Orten der Previn, stammend-. W«>rst- mtettn seitens des Amtes untersucht und Bon diesen 8, Proben borsäurehaltig befunden. Da Borsäure und ditm Salz- in gesundheitlicher Beziehung '--u-Sw-gS m- diifne it find, andererseits aber auch em derartiger Zusatz 5!, W«rft als eine Versal,chung im Sinne d-- NahrungS. uEIiIgesetzeS erscheint, insosern als cS möglich ist durch

Eingesandt von Privaten

8Ne

Kunst und Wissenschaft.

u n i ä9» n"chin°K"?°°m "2rc st°»

Sie ist mit reichen Mtteln ausgestattet und d,e bayerische Reglung hat als Leiter dieser Anstalt zum Direktor Dr. B e r t e n früh r rtabnarrt in Würzburg, als wettere Lehrer Dr. P o r t Zahnarzt m München und 8Walkhosf, Zahnarzt m Braunschweig, berühr. Als Vertreter des Vereins Hessischer Zahnärzte werden Zahnarzt Dr. Schirmer- Basel und Rotenberg - München der Feier anwohnen

_ Länae eine« Beuustages. Nach einer Drahtmeldung des Direktors der Nikolai-Hauptstemwarte Pulkowa bei Petersburg vom 10. April an die Zentralstelle für astronomische Telegramme in Kiel bat der Astronom der pulkowaer Sternwarte Belopolsky die langum- strittme Frage, ob der gegenwärtig so Hellscheinende Abendstern,. der Planet Venus, eine Umdrehungsdauer von 225 Tagen oder 'eine solche von nur nahe 24 Stunden hat, in letzterem «Sinne entschieden. Nach der kurzen Drahtmeldung ist die Entdeckung durch vier photographische Ausnahmen des Spektrums der Venus gelungen; es wird sich dabei um die Verschiebung der Spektrallinien an zwei gegenüberliegenden Nand- stellen der Aequatorialgegend der Venus handelu. Aus einer solchen Verschiebung der Spettrallinien, wenn sie scharf gemessen werden kann, läßt sich die Geschwindigkeit der Bewegung des einen Randes auf uns zu, der anderen von uns weg in Kilometern für die Sekunde angeben, und damit ist dann auch die Umdrehungsdauer bestimmt. Zu emem ähnlichen Ergebnis war schon der römische Astronom de Vico im Jahre 1842 durch die Fleckenbeobachtung der Venus gelangt; in neuerer Zeit bis heute wurde aber die längerer Umdrehungsdauer von 225 Tagen eifrig verteidigt.

Kandwirtschaftliches.

Ans dem «r-is- Kirchhain, 17. April. Die regnerisch- Witterung deS verfloffenen September hatte die Aussaat der Winterfrüchte ungünstig beeinflußt, und vielfach waren

8

4378

Objekte gegen 74

eaniueut" u.'-Blätter

..für M Volkskunde" . wücttkllmai beigelegt.

Mte...

Kautschuk-Mundstücke für Saug- flaschen 1

«etallpf eisen 28

Milch 3

* 1

Mineralwasser, künstliches 1

PLckelfieisch (amerikanisches) 1

Tupetm und Buntpapiere 2

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Seranlaffusg.

m ober llmqetzmd

einem ^brttaüon6y,4 iagenft ober gebient.

im letzten Jahre im Auftrage von Wchrden untersuchten Gegenstände ist etwas "iedri^r als ira Vorjahre. Es erklärt sich dieser Umstand dadurch, daß im letzten Jahre eine Anzahl von kostspieligeren Unter« si chngen, wie Prüfung von Butter auf etwa zugesetzte Kio chrvierungsmittel, von Obstkonserven auf^künstliche Süß- W-sik 2C ausqeführt wurde, und infolgedeffen die Anzahl dl« zur'Kontrole heranzuziehenden Gegenstände nach Maß- q-itk des verschiedenen Behörden zur Verfügung stehenden Käitditrs beschränkt werden mußte.

Die Anzahl der im Auftrage von Privaten ausge- fiWen Untersuchungen ist dagegen um em Bedeutendes

die Körner in der Bestockung zurückgeblieben. Da nun zu dieser ungünstigen Entwickelung der Früchte sich noch ein Feind des LandmauneS, die Mäuseplage, hmzugesellte, so fürchtete man, viele Aecker mit Roggen wieder umpflugen zu müssen. Auch infolge des Märzschnecs und des trockenen Frostes der letzten Wochen ist der Roggen vielfach so schlecht, daß viele Landwirte die Roggensaat teilweise umpflugen müssen. Einem Gutspächter in unserem Kreise sollen durch Mäuseplage an hundert Acker Roggen verdorben sein. Auch die wichtigste Futterpflanze des LandmauneS, der^Klee, hat viel bind) bie Mäuseplage gelitten unb schlecht überwintert. Dagegen ist ber Weizen bester durch den Winter gekommen und man sieht hier unb ba recht schone Weizenacker, ^etzt find unsere Landwirte daran, die Felder für die Sommer­früchte zu bestellen. Möge ein warmer Lenz die keimende Saat zur schönsten Entfaltung bringen und die zum Teil ( recht mangelhaften Aussichten des Landmannes neu beleben.

Sjridplto der vereini-teu frankfurter Stsdttheatrr.

VpernharrS.

Donnerstag, 19. April. 7 Uhr.Frgaros H o4)-U . Im Ab »reitaa, 20. April. Geschloffen. Samstag, 21» »pru..

,Tristan und Jsold>. Jm Ab gew Pr^ Sonn- tag, 22 April. «/,7 Uhr.Margarethe . Im^Ab !große Pr.

I Montag, 28 April. */,7 Uhr. Vorstellung bei ermäß. Preisen,»r i, I Helm Tell" (Schauspiel.) Außer Abonn.

Schauspielhaus.

Donnerstag, 19. April. 7 Uhr. Borst, bei ermäß. Pressen. I c,vhigeni/ ,uf Tauris". Außer Ab. Frettag, 20. ^nl. 1 7 Uhr. ^Wenn wir Toten erwachen." Zm Ab. gew. SamStag, I 21. April. 7 Uhr Neu einstudiert:Cyprienne . Vorher^ Zum I ersten male: .Flügellahm-. Plauderei in 1 Akt au» dem I Italienischen des Guiseppo Dafstco. Im Ab. ge«. Pr. Sonntag, I 22 April 7 Uhr:Cyprienne", vorher: Zum ersten male wiederholt

Flügellahm". Im Ab^gew. Pr. Montag. 23. April. 7 Uhr. Neu einss .Eh-mann vor der Thür«, hieraufPension. Im I Ab. gew. Presse. __________

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^ Mädchen für bcm Geschäftsjahre 1898/99 wurden im Unter»

im Auftrage von Behörden 958 (im Bor- 10^4 1002), von Privatpersonen 43781 (im Vorjahre 620), ^CtW(|JpUflinn,en 5336 Unterju^uitflen ausgeführt, b erlernen tooüen, noninien.