Ausgabe 
16.2.1900 Erstes Blatt
 
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Manke kämpften die westaustralischen, sowie die Wiltshire- und Bcrkshire-Regimenter aufs heißeste. Sie hielten sich gegen große Ueberinacht. In der Nacht zogen sie sich jedoch ebenfalls auf Rensburg zurück. DerVoss. Ztg." wird aus London berichtet: 'Der militärische Mitarbeiter desMorning Leader" erfährt, daß in wenigen Tagen eine neue Bewegung Bullers zum Entsätze von Ladysmith erwartet werden dürfte, möglicherweise östlich von Colenso.

London, 14. Februar. General Buller sandte foU gendes Telegramm aus dem Lager von Chieveley vom 13. Februar: Der General Dundonald mit 700 Mann .Infanterie, einem Bataillon Jäger und einer Batterie -unternahm gestern eine Rekognoszierung. Die Buren zeigten sich mehrere Male, um gleich darauf wieder zu ver­schwinden. Wir töteten zwei Buren. Einige Stunden später kehrte der Feind zurück, und zwar in bedeutender Anzahl. Dann begann der Feind zu schießen, wodurch einige Leute von uns verwundet wurden. Einige Jäger werden vermißt. Unter den Verwundeten befinden sich fünf Offiziere.

Brüssel, 14. Februar.Petit bleu" veröffentlicht einen Privatbrief aus Pretoria, worin mitgeteilt wird, daß der Kriegskorrespondent Lord Churchill durch Ver­mittelung zweier den besten Kreisen Pretorias angehören­den Damen geflohen ist. Tie Untersuchung ist bereits erngeleitet worden. Derselbe Brief bringt eine Mit­teilung, wonach 2000 Mann britischer Truppen in portu­giesischem Gebiet am Maruta-Flusse an der Grenze des Swazilandes eingetroffen sind. Dieselben kamen aus Dun­dee und befinden sich auf der Flucht.

Telegramme desOietzeuer Anzeiger".

Berlin, 15. Februar. DasBerliner Tagebl." meldet aus Brüssel: Die Niederlage der Engländer bei Rensburg gilt hier für ebenso schwer, wie die Niederlage Bullers am Tugela. Das Vordringen der Buren gegen Rensbnrg verhinderte den Plan Roberts, mit seiner ganzen Streitmacht in den Oranjestaat einznfallen, weil durch die Niederlage des Generals Clements seine Rückzugs- liuie, sowie die Proviantznfuhr bedroht ist. Ein Tele- gramm desselben Blattes aus London giebt die Trag­weite der englischen Niederlage zu. Die Konzentration der englischen Truppen am Modderriver soll die Pofitiou der Engländer bei Colesberg geschwächt haben, fodah die Engländer nicht im stände wären, den Angriffen der Buren Widerstand zu leisten. Augenblicklich stehen keinerlei englische Truppen westlich vor Ladysmith. Die Buren bedrohen die eng- lischt Kommunikation zwischen Kapstadt und dem Modderflnsse. Mafekiug wird nach einer Londoner Meldung »»regelmäßig beschoffen

London, 15 Februar. Das Kriegsamt veröffentlicht folgendes Telegramm Lord Roberts vom 14. ds. General Fr e nch ist gestern um 12 Uhr 30 Min. von der Derictfurt aufgebrochen. Seine Kolonne bestand aus drei Brigaden Kavallerie, berittener Artillerie und berittener leichter In­fanterie, sowie einigen Abteilungen Kolonialtruppen. Sein Zweck war die Besetzung der M o d d e r f u r t, welckie 25 Meilen von der Derietfurt entfernt ist. Er teilte mir o Uhr 35 Min. nachmittags mit, daß er sich der Klipfurt bemächtigt, und sich an den Höhen des Klipflusses fest­gesetzt habe, nachdem er drei Burenlager mit ihrem Pro­viant erobert hatte. Gleichzeitig führte General Gordon einen Scheinangriff gegen die Furt von Rondervaal aus, welche sich vier Meilen östlich befindet, nachdem er sich zuvor noch einer anderen Furt zwischen Rondervaal und Klip bemächtigt hatte. General Gordon bemächtigte sich ebenfalls dreier Bureulager. Ich betrachte diese Aus­führungen als glänzende Waffenthaten. General French Hat infolge der Schnelligkeit seiner Bewegung nur geringen Wider st and gefunden. Seine Verluste sind unbedeutend. Ein Offizier ist schwer verwundet.

Amsterdam, 15. Februar. Der Gesandte des Oranje-Freistaates im Haag, Dr. Heinrich Müller dementiert alle englischen tendenziösen Gerüchte über einen angeblichen Zwiespalt zwischen den Oranje-Buren und denen der Transvaal- Republik. Dr. Müller erklärte, die beiden Regierungen werden bis zum Ende des Krieges und noch darüber hinaus vereint bleiben.

Deutsches Reich.

Berlin, 14. Februar. Der Kaiser hörte heute vor­mittag den Vortrag des Chefs des Civilkabinetts von Lucanus und empfing später den bisherigen General­gouverneur von Niederländisch-Jndien Jongheer van der Wick.

Prinz Heinrich empfing gestern vormittag im Schlöffe den Oberbürgermeister Kirschner, und sprach demselben seine Freude aus, über den ihm in Berlin be­reiteten Empfang. Er beauftragte den Oberbürgermeister, der Bevölkerung Berlins dafür seinen Dank auszu­zusprechen.

Der frühere Minister des Innern, Herr- furth ist heute vormittag gestorben.

Nach derGermania" ist die Blättermeldung, Dr. Lieber sei gestern abend von heftigen Fieberfrösten befallen gewesen, durchaus unrichtig. Derselbe sei sowohl gestern abend, wie während der Nacht und am heutigen Vormittag, vollkommen fieberfrei, auch sei die Nahrungsaufnahme bis jetzt durchaus be­friedigend.

r DiePost" schreibt zu der Meldung derDaily Mail" aus Hongkong, wonach das deutsche Kanonen­bootIltis" im Hafen von Macao Peilungen vorgenommen, und hierdurch große Aufregung hervor­gerufen habe. Eine Bestätigung dieser Nachricht liege nicht vor; jedenfalls dürfte jedoch der Versuch, aus dieser Mel­dung politisches Kapital zu schlagen, indem man Deutsch­land Absichten auf Macao unterschiebt, gründlich mißlingen. Die britische Regierung wiffe ganz genau, daß Deutschland derartige Tendenzen fern lägen.

Wie man demBerl. Tgbl." mitteilt, ist seitens der preußischen Regierung gegen den Landrat Oster-

roht zu Criewen bereits am 4. Januar das Dis­ziplinarverfahren auf Entfernung aus dem Amte eingeleitet, und derselbe am gleichen Tage vom Amte suspendiert worden.

In der Wahlprüfungskommission des Reichstages wurde die Wahl des Abg. Freiherrn v. Stumm beanstandet.

Berlin, 14.Februar. Auf das von der VII. General­versammlung des Bundes der Landwirte an den Gesandten der Transvaal-Nepuplik Dr. Leyds in Brüssel gesandte Sympathie-Telegramm erging heute zu Händen des Freiherrn von Loen ein Dank­telegramm des Dr. Leyds, in welchem es u. a. heißt, daß diese warme und große Teilnahme der Landwirtschaftlichen Kreise Deutschlands unter den Bürgern Transvaals einen tiefen Eindruck machen werde. Wenn eine Sache, wie die der Transvaal-Republik, sich einer solchen allgemeinen Volkssympathie erfreuen dürfe, könne es nicht schlecht um sie bestellt sein; denn eben diese Sympathieen ehrten sie in hohem Grade und gewährten ihnen moralischen Rückhalt.

Ausland.

Prag, 14. Februar. DieNarodni Lisch" sprechen die Befürchtung aus, daß infolge der vorzeitigen Ein­berufung des Reichsrates die Verständigungskon­ferenz resultatlos verlaufen, der Reichsrat wieder nach Hause geschickt und mit § 14 weiter regiert werde.

Petersburg, 14. Februar. Der Zar stellte dem Schah von Persien anläßlich seiner Hierherreise das Winter­palais zur Verfügung. Außer Petersburg wird der Schah noch Berlin, Paris, London und Wien besuchen.

Paris, 14. Februar. Infolge von Stürmen sind die Telegraphen-Verbindungen fast überall gestört, insbesondere mit dem Süden Frankreichs, mit Deutschland, der Schweiz, Italien, Belgien, England und Spanien. 107 französische Städte sind ohne Verbindung mit Paris.

Kukates.

** Theater. Um vielfachen an die Direktion gelangten Wünschen entgegenzukommen, findet morgen Freitag eine Wiederholung des deutschen MärchendramasDie ver­sunkene Glocke" als Volksvorstellnng statt. _

Die nächste Benefiz-Vorstellung wird am Dienstag, dem 20. er. sein und zwar für den hier allgemein beliebten Herrn Carl Walter. Derselbe hat sich dafür den ,,G'wissenswurm" von Anzengruber ausersehen.

** Polizeiberichl. Zur Anzeige kommen: Ein hiesiger Maurermeister und ein Bahnwärter, weil sie gestern nach­mittag in trunkenem Zustande in einen Geschäftsladen in )er Bleichftraße eindrangen, den zufällig abwesenden Ge­schäftsinhaber suchten und Drohungen und Beleidigungen gegen denselben ausstießen und dabei die allein anwesende Ehefrau in einer Weise ängstigten und belästigten, daß dieselbe polizeiliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Als der Schutzmann in die Nähe fraglichen Hauses kam, sah er die Beiden sich entfernend über die Wieseckbrücke wanken. Strafantrag wurde gestellt.

Vermischtes.

* Berlin, 12. Febeuar. Der Antrag des wegen Sitt- ichkeitSvergehenS in Untersuchungshaft genommenen Bankiers Sternberg, ihn gegen eine Kaution in der Höhe von einer Million Mark auf freien Fuß zu setzen, wurde vom Untersuchungsrichter abgelehnt.

* Berlin, 13. Februar. In Schöneberg brachte die Frau des Tischlermeisters Wessel sich und ihre zwei Minder durch Kohlendunst ums Leben.

Gerichtssaat.

Leininger, Prozeß.

Am letzten Samstag sollte vor unserer Strastammer, wie schon mitgeteilt, der letzte Akt des Ehebruch-Dramas im Gräflich L e i n i n g e n 'schen Hause zu Ende geführt werden, doch kam die Sache nur um ein Bild weiter. Die Anklage, welche sich diesesmal allein gegen die Gräfin Margarethe, verwittwete Gräfin Heßo zu Alt-Leiningen-Westerburg geb. Meyer aus Oldesloe, zuletzt in Wies­baden, richtete, wird wie in den beiden früheren Verhandlungen vom Oberstaatsanwalt Dr. G ü n g e r i ch vertreten. Justizrat I ö ck e l - Friedberg, der von Anfang an die Glieder der Familie Altleiningen in diesem Prozeß vertrat, war wieder als Verteidiger zur Stelle. Land, gerichtsrat Dr. Schäfer führte den Vorsitz; als Beisitzer fungierten die Landgerichtsräte Dr. Sandmann, Wehner, Prätorius, owie der Landrichter Holzapfel. Es sind 7 Zeugen zu hören, da­runter als Hauptbelastungszeuge der ehemalige gräfliche Diener Sürich. Der Vorsitzende referierte kurz aus den Akten in Sachen des Grafen Friedrich zu Alt-Leiningen-Westerburg und Genoffen wegen Ehebruch, oweit dies zum Verständnis für die Verhandlung gegen dessen Schwä­gerin, die Angeklagte Gräfin Margarethe nötig ist wie folgt: Die Ehe des Grafen Friedrich mit seiner Gemahlin der Gräfin Olga fei nach dem rechtskräftigen Urteile des Oberlandesgerichts wegen Ehebruch geschieden. Die Gräfin, jetzt geschiedene Gemahlin des Grafen, habe darauf Straf­antrag wegen Ehebruch gestellt, und so habe die Strafkammer Gießen im Jahre 1897 in der Sache verhandelt und u a. die Gräfin Marga­rethe, die jetzige Angeklagte für schuldig erklärt; infolgedeffen auf eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen erkannt worden sei. Das Urteil sei rechtskräftig geworden, und nun habe die Verurteilte beim Landgericht Gießen den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt Die Beschlußkammer des Landgerichts habe diesen Antrag nach Einsichtnahme der Oertlichkeit im Schlöffe zu Ilbenstadt aber abgelehnt Erst nach mehrfachen Beschwerden der Gräfin Margarethe beim Ober-Landesgericht Darmstadt habe dieses den ergangenen, das Wiederaufnahmeverfahren abweisenden Beschluß des Großherzogl. Landgerichts Gießen auf­gehoben, ebenso das rechtskräftig gewordene, die Gräfin Margarethe wegen Ehebruch verurteilende, Erkenntnis der Strafkammer Gießen vom Jahre 1897. Das Oberlandesgericht habe die Strafsache zur erneuten Verhandlung vor die Strafkammer Gießen verwiesen. Der Vorsitzende wendet sich hierauf an den Ober-Staatsanwalt und an den Verteidiger mit der Frage, ob diese etwa einen Antrag auf Ausschluß der Oeffent- lichkeit zu stellen hätten, worauf der Verteidiger bittet, die Oeffentlichkeit auszuschließen Demgemäß wurde vom Gerichtshof beschloffen. Es wurden sämtliche Zeugen vernommen, darunter der Zeuge Sürich sehr eingehend (dessen Vernehmung dauerte beinahe 2 Stunden). Um 1 Uhr ®?m$*a9mUtag verkündet der Vorsitzende, der Gerichtshof habe beschloffen, die Verhandlung bis Dienstagabend 7 Uhr zu vertagen,

zu welcher Stunde im Schlöffe zu Ilbenstadt in Anwesenheit des Zeuge» Sürich Augenschein genommen werden würde Für die Fortsetzunq der Verhandlung werde am Mittwochvormittag Termin angesetzt. Dir Inaugenscheinnahme rc. beanspruchte etwa 1 </2 Stunde. Soviel man über den Augenschein erfährt, soll derselbe dargethan haben, daß es wohl möglich sei, auf dem Korridor des Schlosses wahrzunehmen was Sürich in nächtlicher Stunde vor 9 Jahren daselbst beobachtet haben will. Damit dürfte das Schicksal der Gräfin besiegelt sein, Gestern wurde in der Strafsache gegen die Gräfin vor unserer Strafkammer weiter verhandelt. Zuerst wurde wieder der Zeuge Sürich vernommen, dann noch der von der Verteidigung geladene Dekan Kalbhenn von Burg-Gräfenrod, worauf die Plaidoyers begannen, die erst gegen 1 Uhr zu Ende waren Hierauf erklärte der Vorsitzende die Verhandlung, die übrigens wieder hinter verschloffenen Thüren stattfand, für geschlossen und teilte mit, daß das Urteil am Dienstag kommender Woche vormittags 9 Uhr verkündet wird.

Universität und Hochschule.

Ernanntr Der Stadt-Bauinspektor Karl Friedmann in Mainz zum l. April zum Professor an der technischen Hochschule zu Braunschweig (an Stelle des ausgeschiedenen Profeffor Bantlinl.

Gestorben r Am 10. Februar im 62. Lebensjahre der unt bie Erforschung der Karpathenländer und des Wienerwaldes verdiente Chef-Geologe der geologischen Reichsanstalt in Wien, Oberbergrat Karl Maria Paul.

Verschiedenes: Wie mitgeteilt wird, hat die badische Re­gierung die Anordnung getroffen, daß vom künftigen Sommersemester ab an beiden Landesuniverfitäten Damen, die ein Abiturium gemacht haben, als ordentliche Hörerinnen immatrikuliert werden. Eine vor­herige Anfrage bei den Senaten beider Universitäten ergab, daß in Freiburg alle Fakultäten für die Immatrikulation von Damen stimmten, in Heidelberg stimmte die juristische dagegen. Der Botaniker Profeffor Dr. O. Brefeld an der Universität Breslau beging gestern fein 25jähriges Jubiläum als Universitätslehrer.

Arbeiterbewegung.

Mainz, 14. Februar. In einer Anzahl hiesiger Schuh­fabriken ist Streik ausgebrochen. In einer gemeinschaftlichen Kon­ferenz zwischen Fabrikanten und Arbeitern, die gestern nachmittag vor dem Gewerbegericht stattfand, formulierten die ersteren chre Bedingungen, über welche eine allgemeine Arbeiterversammlung gestern abend ent­scheiden sollte, Mit 98 gegen 5 Stimmen wurden in letzterer Versamm­lung die Bedingungen der Fabrikanten abgelehnt und mfolgedeffen wurde für morgen der Streik proklamiert.

MLHrisch-Oftrau, 14. Februar. Die Gesamtzahl der aus­ständigen Arbeiter beträgt jetzt 21,000.

Reschitza, 14. Februar. Der hiesige Eisen- und Kohlenarbeiter­streik ist beendet.

Telegramme desGießener Anzeigers

Zwickau, 15. Februar. Im Lugauer Kohlenrevier ist gestern der Streik ein allgemeiner geworden. Auch auf bie Gersdorfer und Hohensteiner Gruben hat die Bewegung übergegriffen Im Zwickauer Revier ist zur Nachtschicht nur ein ganz kleiner Teil der Bergleute ein: gefahren. Im ganzen übrigen sächsischen Revier ist die Gährung unter den Arbeitern im Steigen. Die allgemeine Situation ist als ernst zu betrachten, und es steht zu befürchten, daß die Streikbewegung in wenigen Tagen das ganze sächsische Steinkohlenrevier ergriffen haben wird.

Dresden, IS. Februar. Die Staatsbahnen werden von Montag ab infolge deS «ohlenmangels den Personenverkehr wesentlich einschrSnken.

Seer und Marine.

BreSlau, 14. Februar. Wie man derSchles. Bolksztg." aus Berlin meldet, wird beabsichtigt, sämtliche Jägerbataillone des deutschen Heeres mit je einer Maschinen-Gewehrbatterie mit 6 Gewehren auszurüsten und bei jedem Jägerbataillon eine be­sondere Kompagnie oder Abteilung, der die Batterie Überwiesen werden soll, zu bilden. Auch für die Infanterie soll die Maßregel für später beabsichtigt fein.

Wöchentliche Übersicht der Todesfälle in Gießen.

6 Woche. Vom 4. bis 10. Februar 1900.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800 (tack 1827 Marrn Militär) GterbUchkritSziffer: 23,06, nach Abzug der Ortsfremden 16,770/«.

Kinder

ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tat vom

1. Lebensjahr: 2.IS.Jahxi

Influenza 1

Lungenschwindsucht 2 (1)

1

2 (1) -

Bronchitis 2

Herz und Blutgefäß-

Elkrankungen 3 (1)

1 1

3 (1) -

Nierenentzündung 1

Schwäche 1

Verunglückung 1 (1)

1

1

1 (1) - -

Summa: 11 (3) 9.(3) 1 1

Sinnt. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von «uSwLrtS nach Gießen gebrachte Krank« kommen.

Schiffsnachrichteu

Der PostdampferNoordland" der9ttb &ita Line* in Ant­werpen ist laut Telegramm am 14. Februar wohlbehalten w f)ork «ngekormncn.

Aottrrdirust in der Synagoge.

Samstag den 17. Februar 1900.

Borabend öo Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang ti88 Uhr.

Gottesdienst der israelitischen KeligionnyeseSschs-t.

Sabbathfeier am 17. Februar 1900.

Freitag abend 5« Uhr, Samstag vormittag 8®> Uhr, nach­mittags 8 Uhr, Sabbathausgang 6»' Uhr.

Nachmittag 280 Uhr Schrifterklärirng.

Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 6 Uhr.

Krieskasten.

»Vermieter."' Mietverträge sind im Großherzogtum Hessen nicht stempelpflichtig.

Depeschen deS Bureau .Herold".

Berlin, 15. Februar. Der Kaiser reiste gestern vom Stettiner Bahnhofe nach dem Jagdschloß Hubertusstock. Nach einer Meldung desLokal-AnzeigerS" aus Magde­burg trifft der Kaiser Ende Juni in Eisleben zur 700jähr-