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Darmstadt, 14. Juni. Der Großherzog empfing im 13. Juni den Oberlehrer und Privatdozenten Dr. Korne- aiann von Gießen, den Bildhauer Habich, den Stabsarzt Dr. Schrade, sowie die Leutnants Rickes, Heßler und Goedicke vom Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116.
Darmstadt, 13. Juni. Die heute vom Schwurgericht rbgeurteilte, ledige Fabrikarbeiterin Elisabethe Kopp war beschuldigt, ihr uneheliches Kind gleich nach der Geburt vorsätzlich getötet zu haben. Die Angeklagte war in allen Punkten geständig, so daß nur wenige Zeugen vernommen wurden. Nur für einen Teil der Vernehmung der Angeklagten war die Verhandlung auf Antrag der Staatsanwaltschaft nicht öffentlich. Die K. lebte völlig alleinstehend in dürftigen Verhältnissen und war zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts auf ihren Lohn von 7 Mk. wöchentlich angewiesen. Sie tötete das Kind sofort dadurch, daß fie :S in die Abtrittsgrube warf. Ihre Thal wurde rasch entdeckt, worauf fie ein volles Geständnis ablegte. Die von drn Geschworenen unter Zubilligung mildernder Umstände schuldig befundene Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren 6 Monaten abzüglich 3 Monate Untersuchungshaft verurteilt und trat ihre Strafe alsbald an.
Darmstadt, 13. Juni. Nach langen Leiden verstarb chier am Montag im Krankenhause der Großh. Hess. Rentamtmann Julius Emil Rieß, Oberleutnant der Reserve a. D. des 2. Großh. Dragoner-Regiments Nr. 24 und Ritter des eisernen Kreuzes. Mit dem verstorbenen wird der letzte Sproß eines altangesessenen Nauheimer Geschlecht« zu Grabe getragen. Der Großvater des Verstorbenen, war Chef-Leutnant des damals auf der Saline Nauheim liegenden Hessischen Militär-KommandoS, zwei Brüder fielen beim Uebergang über die Beresina. Seine Kinder waren Franz Rieß, Salinen-Jnspektor in Sooden a. d. Werra, Auguste Rieß, verheiratet mit Professor Häberlin in Greifswald und Alexander Rieß. Letzterer langjähriger Bürgermeister von Nauheim, war der Vater des Verstorbenen, der 1849 geboren, in Gießen Cameralia studierte und als Einjährig-Freiwilliger den Feldzug mit- grmacht hatte. Er war in kinderloser Ehe verheiratet mit Frl. Kathinka Napp.
△ Seligenstadt, 13. Juni. Bei der Aushebung eines Llllers in der Behausung des Messerschmiedes und Fahr
radhändlers Peter Haas fand man gestern einige römische Wasserkrüge, sowie ein versteinertes Hirschgeweih und mehrere versteinerte Eber-Hauer. Leider sind die Fundstücke, mehr oder weniger beschädigt. — Auf den Schlitte'schen Anpflanzungen wurdej heuer die Erstlings- Sp argelernte eingeheimst. Sie ergab ein nach Qualität nnb Quantität vorzügliches Resultat. UeberauS wohlschmeckende Spargelstangen im Gewicht bis zu 220 Gramm zählten nicht zu den Seltenheiten._______________________
Vermischter.
* Was die Schleppe birgt. In einem wissenschaftlichen Kongreß, der vor kurzem in Rom stattgefunden hat, beschäftigten sich die größten Gelehrten Italiens lange mit der Frauenkleidung. Einstimmig verurteilten fie im Namen der Gesundheitslehre und der Prophylaxis die Mode, die jetzt die Frauen zwingt, lange Röcke zu tragen. Ein Arzt, Dr. Casagrandi, zeigte in überzeugender Weise und durch sehr einfache Versuche die Gefährlichkeit dieser Art Kleidung. Er gab einer Anzahl Damen lange Röcke, deren Schleppe, nachdem die Damen eine Stunde in den Straßen der Stadt spazieren gegangen waren, einer mikrographischen Untersuchung unterworfen wurde. Auf jeder Schleppe entdeckte Dr. Casagrandi ganze Kolonieen von Mikroben und Bazillen. Influenza, Schwindsucht, Typhus, Starrkrampf, das sind so einige von den Krankheiten, deren Keime die Mütter nach jedem Spaziergang an die Wiegen ihrer Kinder bringen. Angesichts dieser Feststellungen zögerten die in Rom versammelten Aerzte keinen Augenblick, die Schleppe in Acht und Bann zu thun._________________
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter Börse vorn 13. Juni.
Wechsel auf New-York zu 4J0l/g-21,/e»
Prämien auf Kredit per ult Juni 1.25 %, do. per ult Juli 2.75®/g, Diskonto-Kommandit per ult. Juni 1.25%, do. per ult Juli 2.75 Lombarden per ult Juni 0.40®/o» do. per ult Juli 0.80 •/c> Deutsche Bank per ult. Juni 0.00.
Notierungen: Kreditaktien 221.10-20-00, Biskonto Komman- dit 181.60-000.00, Staatsbahn 142-142.60-50, Gotthard 140.00, Lombarden 27.60-00-00, Ungar. Goldrente 96.70, Italiener 94.60, Bproz. Mexikaner 25.60, Oesterr. Coupons 84, Amerik. Coupons 4.I8E/4, Privat-Diskont, 5* » 9/q Geld.
11/4-2*/« Uhr: Kreditaktien 221.20-000.00, Diskonto-Kommandit 181.40-60-50 , Staatsbahn 142.40-00 , Lombarden 27.60, Portugiesen 00.00, Bochumer 00.00.
Märkte.
Simbtrrg a. Lahn, 14. Juni. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.70 Mt.. Weißer Weizen —Mk., Korn 11.90 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 7.60 Mk., Srbsen —Mk., Kartoffeln —Mk.
Wöchentliche Ueberficht der Todessälle in Gießen.
23. Woche. Vom 3. bis S. Junt 1900.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800 (incl. 1600 Mann Militär) SttrbltchkeitSztffer: 29,35, nach Abzug der Ortsfremden 16.77°/«.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im m>m
l.LebenSjahr: 2.-15. Jahrr
Lungenschwindsucht
3 (2)
— —
Tuberkulose d. Gehirns 1 (1)
1 (1)
—
——
Diarrhöe
1
—
1
—
Herzleiden
1
1
—
—
Rückenmarkentzündung
2 (2)
2 (2)
—
—
Bösartige Neubildung
2(1)
1 (1)
1
—
Gicht
1
1
——
Blasen entzündung Altersschwäche
1
1
—
—
1
1
—
—
Unbekannte Ursache
1
——
1
—
Summa: 14 (6)
11 (6)
3
—
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komm«.
Eine der wichtigsten Ausgaben der Ernährung-- lehr? ist eine zweckdienliche und vollwertige Nahrung für den neugeborenen Säugling, dem die Mutter- rzlz | brust versagt ist. Die noch ungenügend entwickelten,
zarten VerdauungSorgane können noch keine stärke- mehlhaltigen Nährstoffe verarbeiten. Die Dar- reichung von Mehlbrei, Zwieback und Wecken, giebt Veranlassung zu Diarrhöen und Brechdurchfällen und es erklärt sich hierdurch die große Sterblichkeit der Säuglinge bei der Auffütterung mit Mehlbrei, denn nicht allein, daß daS Kind die Stärke nicht verdaut, es findet auch in dieser Nahrung weder die hinreichende Menge Eiweißstoffe zur Bildung gesunden Blutes und kräftiger Muskelsubstanz, noch die ihm nötige Menge Nährsalze zum Aufbau eines starken Knochengerüstes. In diesem Mangel an genügenden Nährstoffen hat die für daS spätere Gedeihen deS Kindes so verhängnisvolle englische Krankheit (Rhachitis) ihren Keim. — Wenn daher dem Säugling ein Ersatz für die ihm fehlende Muttermilch dargeboten werden soll, so muß er derselben ähnlich und in seiner Wirkung gleich sein. Dieser Anforderung entspricht voll und ganz die Dr. med. Theinhardts lösliche Kindernahrung, welche genau alle Bestandteile der Muttermilch im richtigen Verhältnis enthält und nach dem Urteil erster Kinderärzte von ganz außergewöhnlich günstiger Wirkung für das Gedeihen und die Entwicklung des Kindes ist.
Bekanntmachung.
Anmelbungen zum Byuge der aus der Ebel-Stiftung für 1900 an arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke find bis znm 30. d. Mts. bei dem Armenamte, Zimmer Nr. 2, vorzubrtngeu.
Gießen, am 8. Juni 1900. 4165
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
Wolff.
Okffknüiche Vergebung.
Da» für 1900/01 im Justizgebäude zu Gießen erforderliche hnzungsmaterial, als 22 rm Tannen- Scheitholz, 4 rm Buchen-Prügel, 60 Ctr. Stückkohlen 1. Qualität, 500 Ctr. Anthracitkohlen 1. Qual., 1450 Ctr. Nußkohlen 1. Qual., soll im Verdingungsweg vergeben werden.
Versiegelte Angebote können kostenfrei bi» zum Eröffnungstermin:
Freitag, 29. I. Mts., vormittags llVa Uhr, auf der Gerichtsschreiberei Großh. Landgericht» Gießen (Justizgebäude Zimmer Nr. 83) uiedergelegt werden.
Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerial. erlaß vom 16. Juni 1893, betr. das Beidinguugswesen, enthaltenen allgemeinen und den dahier ausgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Gerichtsschreiberei zur Llnsicht offen liegen, bezw. erhältlich sind. Anbieter, welche diese Bedingungen nicht eingesehen bezw. nicht -erlangt haben, sind von der Vergebung ausgeschloffen.
Nähere Auskunft erteilt auch der Sroßh. Hausmeister Keller.
Der Zuschlag bleibt 7 Tage vor- sshalten.
Gießen, 13. Juni 1900.
Der Großh. Landgerichts-Sekretär. __Löwer. 4192
GkasversteigeruMN
Dienstag den 19, d. M.
1. Vormittag» 8 Uhr: Weiden- Hausen, Beginn am .Rauhe- häuschen-;
2. vormittags 91/* Uhr: Groß- Rechtenbach, Beginn im „Bubenthal";
3. vormittag» HVa Uhr: Älein* Rechtenbach, Beginn „hinter dem Hof",-
4. Nachmittags 2 Uhr: Hochelheim, Beginn oben ,im Moor".
'Sroß.Nechtenbach, 12. Juni 1900. 41S3 Der Bürgermeister.
Vergebung vsn Kauarbeiten.
Die für die Abortaulage unb die Einfriedigung M Schulhauses zu Laug-GöuS nötigen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis SamS- tag den 16. Juni I. IS., nachmittags 1 Uhr, bei Großherzogl. Bürgermeisterei Lang-Göns, woselbst Voranschlag, Plan und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen.
Die arbeiten und Lieferungen find wie folgt veranschlagt:
Erd- u. Maurerarbeiten 3466,09 Mk.
Steinhauer-Arbeiten 809,89 „
Zimmer-Arbeiten 349,01 „
Dachdecker-Arbeiten 190,06 n
Spengler-Arbeiten 106,95 „
Schloffer-Arbeiten 735,10 „
Schreiner-Arbeiten 99,78 „
Weißbinder-Arbeiten 169,35 „
Pflaster-Arbeiten 1058,93 7
Eisen- u. Röhrenlieferung 89,60 „
Gießen, den 12. Juni 1900.
Der Großh. Kreisbauinspektor 4183]________Stahl.________
Verdingung
der gesamten Arbeiten zur Ausführung eines EmpfarrgSgedLudeS nedstGüter- schuppen, RebengebSrrderr und einer Rampe auf Bahnhof Hartenrod der Reubaustrecke Weidenhausen—Herborn einschl. Lieferung aller Materialien am 30. Juni 1900, «ittag» 12 Uhr, im Amtszimmer des Vorstandes der Bauabteilung.
Zeichnungen, Maffenberechnungen und Verdingungsunterlagen liegen hier zur Einsicht aus. 4195
Die zu den Angeboten zu benutzenden Vordrucke können gegen kostenfreie Einsendung von 1,50 Mk. (in bar) von Herrn Betriebssekretär Welker hier bezogen werden. Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Herborn (Nassau), den 13. Juni 1900. Königliche Eisenbahn-Bauabteilung.
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