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Gercke. Cs folgte die Besprechung von Agitationsplänen des Vereins die eine lebhafte Debatte zeitigten, und die Festsetzung der neuen Sitzungen.
— Wie die „Post- auf Erkundigung an unterrichteter Stelle erfährt, sind in der Angelegenheit des Dampfers „Bundesrat" bis jetzt keinerlei Fortschritte zu verzeichnen. Die Beschlagnahme wurde bisher noch nicht aufgehoben, weil das Resultat der Durchsuchung des Schiffes noch aussteht. Die deutsche Regierung fährt inzwischen die Verhandlungen mit dem Londoner Kabinett fort, und zwar erstrecken diese Verhandlungen sich nicht blos auf den Fall „Bundesrat" sondern auch auf die prinzipielle Frage der Beschlagnahme und die Leistung von Schadenersatz an die Ostafrikalinie. Nach dem „Berl. Tgbl." ist der Wortlaut der mündlichen Antwort der englischen Negierung an den deutschen Botschafter in London nunmehr hier eingetroffen, und hat den befriedigenden Eindruck desselben bestätigt.
Ausland.
• Wien, 11. Januar. Eine Pariser Meldung der „Polit. Korrespondenz" bestätigt, daß demnächst Prinz Heinrich von Preußen und Prinz Waldemar vonDänemark Hanoi besuchen werden. Sie werden vom Generalgouverneur JndochinaS empfangen und ebenso, wie s. Z. der damalige Großfürst Thronfolger von Rußland ausgezeichnet werden.
Rumburg (Böhmen), 11. Januar. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der hiesigen Spinnereien und Webereien traten in den Aus st and.
Rom, 11. Januar. Das Fehlen jeglicher Nachrichten von der Nordpolexpedition des Herzogs der Abbruzzen erregt hier große Besorgnis. Der Gesandte in Stockholm hat die Anweisung erhalten, Erkundigungen einzuziehen.
Paris, 11. Januar. Der „Temps" läßt sich aus London telegraphieren: Die Armeeverwaltung wird demnächst auf Antrag einer Anzahl ministerieller Abgeordneter vollständig reorganisiert.
Paris, 11. Januar. Der Negus von Abes- synien kündigte offiziell seinen Besuch der Weltausstellung an.
Paris. 11. Januar. Heute findet ein Ministerrat statt, in welchem endgiltig über die Kredite zur Kü st enver- leid igung in Frankreich und in den Kolonien beraten werden wird.
Paris, 11. Januar. Der Hauptmann Demange hat heute Paris verlassen, um sich über Marseille nach Transvaal ein zu schiff en. Er wird daselbst auf feiten der Buren die Kriegsoperationen verfolgen. Der Generalkonsul der südafrikanischen Republiken hat Demange das Geleit zum Bahnhof gegeben.
Petersburg. 11.Januar. Die Engländer beschlagnahmten ein auf der Fahrt nach Philadelphia befindliches russisches Lloyd-Schiff. Der Lloyd rief die Intervention der russischen Regierung an.
Lokales und Vrovinfielles.
iAnorryme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gießen, 12. Januar 1900.
•* Der Reichsbank Diskont ist, laut telegraphischer Meldung, auf 6 %, der Lombardzinsfuß auf 7°/0 festgesetzt.
’♦ Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Herr Professor Dr. Karl Futterer aus Karlsruhe sprach am 10. Januar über seine Forschungsreise inZentralasien, Nord- vst-Tibet und China vor einer sehr zahlreichen Hörerschaft. Der Vortragende verließ mit seinem Freunde Dr. Holderer und dessen Diener im Herbst 1897 Deutschland und durchquerte als erster Deutscher den asiatischen Kontinent von Westen nach Osten bis zum Frühjahr 1899, worauf er von Shanghai über Nordamerika nach Deutschland zurückkehrte. Seine Studien galten in erster Linie der Geologie, seinem Fache, haben aber auch der Geographie wesentlich Vorschub geleistet; sein Begleiter Dr. Holderer machte zoologische Sammlungen. Von Turan her überschritten die Reisenden mitten im Winter 1897/98 die hohen Pässe der Alai-Ketten, zumal den Terek-dawan-Paß, in -lwa vierzehn Tagen, und traten dann, von dem Vertreter Rußlands in Kaschgar in Ostturkestan freundlich unterstützt, von dieser Stadt zu Anfang des Frühlings den Marsch nach Osten an. Er führte sie zuerst am Südrande des Tian-Schan durch Sand- und Felswüste und über eine Reihe von Oasen, die wie eine Perlenschnur am GebirgS- svß auf einander folgen, nach Chami (93° ö. L.) Die Hegend wird von muhamedanischer Bevölkerung bewohnt, die oft in offenem, meist in heimlichem Gegensatz gegen die khinesen steht, aber nach der Niederwerfung Jakub Beg's 1877 den letzteren wieder unterworfen ist. Von Chami aus zalt es, die Wüste Gobi in ihrem westlichen Teile zu durchqueren, was mit Kameelen geschah, während in den weniger ausgesprochen wüstenhaften Landschaften zweiräderige Karren <16 Fuhrwerk benutzt werden. Die Wüste hat im Norden rno Süden je eine Zone mit Steppengras, von dem sich »iide Kulans und Argalis nähren, ist also eine Wüsten- sleppe. In ihrem mittleren Teile aber besteht sie aus wirklicher Wüste, einer wasser- und vegetationslosen Reihe Won Gebirgszügen, zwischen denen gewaltige Schottersblagerungen nur selten Gras aufkommen lassen. Die Lusammensetzung dieses Gebietes ist zwar sehr mannigfaltig, >18 Gestein aber überall von einer glänzend schwarzen, oft «ttallisch leuchtenden Schutzrinde überzogen, und bizarre Frlsformen, die der Winderosion ihre Entstehung verdanken, vkrleihen dem Landschaftsbilde eigenartige Reize. Hach Archmeffung der Wüste zogen die Reisenden dem Nordike des Nanschan entlang durch den Nordwesten der chikksischen Provinz Kansu, wo die Ursitze der Chinesen zu litgen scheinen, Gebiete mit früher hoher Kultur, die aber ®tn Verwüstungen der Dunganen-Ausstände zum Opfer ge-
| fallen ist und nicht minder den Sandstürmen und Flugsand- . dünen der Wüste. Von hier drangen Fuiterer und Holderer nach Nordost-Tibet ein, stießen aber hier auf Schwierigkeiten. Die von Hsiningfu mitgenommenen Führer liefen davon, die Chinesen der Aak-Karawane wollten nicht weiter, und man mußte den Hoangho aufwärts statt abwärts verfolgen. Etwa 3'/z Monate lang folgte die Karawane dem alten Handelswege nach Südchina, auf dem gegen Wolle und Felle chinesische Erzeugniffe, Thee, Stoffe und Waren aller Art nach Tibet gelangen. Im Anfang war die Bevölkerung, auch die Tanguten, freundlich, dann aber machten die Geistlichen, Lamas, aus Besorgnis um die Durchbrechung ihres Handelsmonopols der Expedition den Weg schwierig, die Führer von einem Ort zum andern waren kaum noch aufzutreiben, gegen den deutschen Diener wurde ein Vergiftungsversuch gemacht und endlich verlor die Unternehmung beim Kloster Schinse ihre Lasttiere und damit ihre Bewegungsfähigkeit durch räuberischen Ueberfall. Zwar stellten ihr die Lamas neue Tiere und Führer, aber nur unter der Bedingung baldigen Abmarsches nach der chinesischen Grenze. Diese erreichten die Reisenden durch das Tao-Thal, früher ein chinesisches Kulturgebiet, jetzt, wie der ganze Nordwesten Chinas ein herabgekommenes Land. Die öden Lößgegen- den erzeugen nur wenig Hafer und kein Gras, sodaß die Lasten, aus Mangel an Lasttieren, auf Schubkarren gefahren werden müssen, und das in einem früher stark bewaldeten Lande. Hier liegt die alte Königsstadt Hsi-ngan fu am Nordrande des Tsinling-Gebirges, das das eigentliche China in eine nördliche und eine südliche Hälfte teilt, und im Süden wegen der südöstlichen Luftströmungen Wald, eine in China sehr seltene Vegetationsformation, trägt. Von hier zog Futterer nach Ueberschreitung des Tsinling-schan dem Han-Fluß hinab nach Hankou am Aangtsekiang und gelangte in Shanghai an die Küste. Eine sehr große Anzahl von Lichtbildern, von denen manche von bedeutendem wissenschaftlichem Werte, viele von landschaftlichem Interesse, alle aber zu einem guten Einblick in Land und Leute geeignet waren, wurden in der zweiter; Hälfte des Abends vorgeführt und von dem Vortragenden mit inhaltreichen und fesselnden Erläuterungen begleitet. Im ganzen boten Vortrag und Gegenstand manchen Anklang an Sven Hedin's Ausführungen im November 1897.
** Stadttheater. Die Besetzung des Goethe'schen Schauspiels „Iphigenie auf Tauris", welches heute Freitag mit Franziska Ellmenreich als Gast in Szene geht, ist wie folgt: Thoas — Franz Rolan, Öre ft — August Kirchhoff, Pylades — Alwin Henry, Arkes — Josef Curl and. Das gewaltige Werk ist auf das sorgfältigste einstudiert worden und dürfte seine Wirkung, besonders mit einer Künstlerin wie Franziska Ellmenreich als Iphigenie, auf alle Verehrer der klassischen Muse nicht verpfehlen. — In dem am Sonntag zur Aufführung kommenden Volksstück: „Berlin, wie es weint und lacht" wirken das gesamte Personal des Stadttheaters, sowie unsere Regimentskapelle, mit. Da der Andrang zur Kasse an Sonntagen immer ein sehr reger ist und voraussichtlich am nächsten Sonntag bei einem solch populären Stück, wie es das obige ist, noch stärker werden dürste, empfiehlt es sich, schon Samstags BilletS bei Herrn Chall ier in Empfang zu nehmeu. Am Sonntag findet der Billetverkauf bis 3 Uhr ebenfalls bei Herrn Challier und im Theater-Bureau in der Zeit von 4 bis 6 Uhr statt.
•* In der „Offenbacher Ztg." lesen wir: Gießen, 9. Januar. Am Sonntag hat sich die zirka 50 Jahre alte Ehefrau des Aufsehers JaScowsky aus ihrer Wohnung entfernt. Die Annahme, daß sich die Frau ein Leid an- gethan, hat sich bestätigt,- denn heute abend wurde die Leiche aus der Lahn gezogen. In der Nähe des That- ortes wohnende Leute wollen am Sonntag Abend gegen 10 Uhr einen Schrei gehört haben; auch wurde in der Annahme, daß jemand überfahren worden fei, der Bahndamm abgesucht. (Was an der Sache Wahres ist, konnten wir trotz amtlicher Recherchen nicht in Erfahrung bringen. D. Red.)
** Polizeibericht. Ein alter, hiesiger, gewohnheitsmäßiger Trinker wurde gestern nachmittag in der Bahnhofstraße in total betrunkenem Zustand aufgefunben und mittelst Karren in seine in der Klinikstraße gelegene Wohnung verbracht. — Heute morgen gegen 5 Uhr brach in einer Bahnwärterbude am Riegelpfad Feuer aus, welches in kurzer Zeit die Bude zerstörte. Das Feuer soll durch mangelhafte Feuerungsanlage entstanden sein.
Darmstadt, 11. Januar. Der „Fr. Ztg." wird von hier gemeldet, daß man in der Großherzogl. Familie in der ersten Hälfte des Jahres einem freudigen Ereignis entgegensähe.
Darmstadt, 11. Januar. Die Großherzogin ist mit der Prinzessin Elisabeth heute mittag nach Gotha abgereist.
Worms, 11. Januar. Die Stadtverordneten-Versammlung hat beschlossen, die kommunale Hundesteuer nicht zu erhöhen. Dieser Beschluß dürste aus der That- fache hervorgegangen sein, daß in vielen Orten, in welchen eine Erhöhung des Steuersatzes vorgenommen wurde, so viele Abmeldungen erfolgten, daß in den meisten Fällen dadurch eine Verminderung dieser Einnahme zu konstatieren ist. Die besten Geschäfte machten stets die Wasenmeister.
Hanau, 11. Januar. Der Rangierer Reifenberger aus Groß Steinheim, dem vor einiger Zeit auf dem hiesigen Bahnhöfe ein Bein abgefahren wurde, ist gestern infolge dieser Verletzung gestorben.
Kunst und Mi sten sch ast.
* Berlin, 11. Januar. In die biologische Abteilung für Land- und Forstwirtschaft am kaiserlichen Gesundheitsamte ist als Bakteriologe seit dem 1. November 1899 vorläufig kommissarisch der bisherige stellvertretende Vorsteher an der königlich sächsischen pflanzen - physiologischen Versuchsstation zu Tharandt, Herr vr. Hiltner eingetreten.
Jagd und Spart.
221,000 Mk. setzt der Renn-Klub in Frankfurt a. Vr. an Preisen auS, davon 176,000 Mark als Klub-Preise, das heißt garantierte Sweepstakes. Vollständig verzichten hat der Klub diesmal auf die Zuschüsie von Graditz und vom Turs-Klub müssen, die noch im Vorjahre 8000 und 5000 Mk. betragen hatten. 1899 waren an Preisen glatt 200,000 Mk. aufgeworfen gewesen.
Arbeiterbewegung.
Mährisch-Ostrau, 11. Januar. Die Arbeiter haben die Konzessionen der Bergwerksbesitzer angenommen, und beabsichtigen, die Arbeit am Montag wieder aufzunehmen.
Troppau, 11. Januar. Sämtliche Arbeiter des Louisschachts der Witkowitzer Steinkohlengruben haben einstimmig beschlossen, heute nicht einzufahren. Die Arbeiter des Tiefbauschachtes dürften ebenfalls in den Ausstand treten.
Amsterdam, 12. Januar. (Telgr.) Die Arbeitslosen unternahmen gestern einen Umzug durch die Stadt und forderten drohend Unterstützung. Die Anarchisten hatten an der Kundgebung teil- genommen und einen solchen Tumult hervorgerufen, daß mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden.
Prag, 12. Januar. (Telgr.) Unter den Arbeitern des Kladno- Buschtiehrader Koh l en - Rev iers macht sich eine Lohnbewegung bemerkbar. Auch die Arbeiter verschiedener anderer Werke der Umgegend haben ihre im vorigen Jahre aufgestellten Forderungen wieder erneuert.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag den 14. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanias. Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.
Vormittags 11 Ubr: Kinderkirche für die Mattbausgemeinde. Pfarrassistent Dr. Heußel.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Donnerstag den 19. Januar, abends 8 Uhr, Bibel stunde im Konfirmandensaal, Kirchstraße 9. 2. Brief Pauli an die Korinther. Kap. 6. Pfarrer Schlosser.
In der Johanne-kirche.
Vormittags 8'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Nauma n n.
Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.
Montag den 15. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstnnde im Konfirmandenfaal der Johanneskirche. 1. Thessalonicherbrief. Kap. 4. Der Gott wohlgefällige Wandel in Heiligung und Bruderliebe. Pfarrer Dr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 13. Januar.
Nachmittags um 4'/» Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 14. Januar. Namen Jesu-Fest.
Vormittags von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste hell. Messe;
vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion;
„ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe;
„ um 9% Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5 Uhr: Christenlehre; daraus Andacht.
Gottrrdirust in der Zyrragogr.
Samstag den 13. Januar 1900.
Vorabend 4” Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbalhausgang 5» Uhr
Handel und Verkehr. Uolkswirtschast.
Frankfurter Börse vom 10. Januar.
Wechsel auf New-York zu 4.21-22.
Prämien auf Kredit per ult. Januar 1.45% do. per ult. Februarj 2.10%, Diskonto Kommandit per ult. Jan. 1.15%, do. per. ult. Februar 2.20%, Lombarden per ult. Jan. 0.50%, do. per ult. Febr. 0,95%.
Notierungen: Kreditaktien 233.70 00-00-0000, Disk.- Kommandit 192.50-80-00 Staatsbahn 136.80-137.10.0, Gotthard 142.00, Lomb. 28 50, Ungar. Goldrente 98.10, Italiener 93 60, 3proz. Mexikaner 25.90, Gestern Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.18% Privat-Diskont 4%-4%%
1% bis 2% Uhr: Kredit 233.80-233.90, Diskonto 192 90-193. 92.90 Staatsbahn 137.10, Lombarden 28 40.
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Neueste Meldungen.
Depeschen deS Bureau .Herold".
Berlin, 12. Januar. Wie aus Kiel gemeldet wird, begab sich der Kaiser, nachdem er auf der kaiserlichen Werft den im Bau befindlichen Panzerkreuzer „Fürst Bismarck" und den Umbau des Panzers „Hagen" besichtigt halte, zur Germania-Werft, um den im Bau befindlichen Panzer „Kaiser Wilhelm der Große", der seiner Vollendung entgegengeht, in Augenschein zu nehmen. Um 10 Uhr reiste der Monarch nach Berlin.
Paris, 12. Januar. Der Hauptmann Lebrun Renault liegt im Sterben.
Marseille, 12. Januar. Seit einigen Tagen treten in den hiesigen Kasernen die Pocken auf. Um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern, ist der Urlaub von Garnisonstruppen untersagt worden. Die für Ende dieses Monats erwarteten Reservetruppen sind erst für später einberufen worden.
Rom, 12. Januar. Hier ist eine Spionageaf faire entdeckt worden. Ein Angestellter des Kriegsministeriums stand in engen Beziehungen zu einer fremden Macht, angeblich Frankreich, welcher er wichtige Papiere übermittelt haben soll.
Rom, 12. Januar. In vatikanischen Kreisen dementiert man die Meldung, daß der Papst England seine Vermittelung zur Beilegung des südafrikanischen Krieges angeboten habe.


