SamStaq den 10 November
Drittes Blatt
o.
Hausens
Kasseler Hafer-Kakao
Rebattton, «xpedittan und Druckerei:
Kch-lstraße Ar. 7.
ALe Anzeigen-BermitNung-siellen beS In- uib SuÄUrM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiL: letal 12 Pfg-, auswärts 20 Pfg-
Krezugsprcts viertetjährt. DN. 2L0 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestcll« vierteljährl. Alt. 1,96 monatlich 65 Pfg.
Bei Postbezug Mt. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld.
«dreffe für Depeschen: Anzeiger Hietz«.
Fernsprecher Nr. 51.
ISO. Jahrgang st»»»
iler würz
•' Kate«. '
* «5,
ihm«
Prozeß Sternberg.
Berlin, 6. November.
bis Weihnachten chlung. 8i er 777 cht ein Emblem ^ in bei M
\ bald .
B‘”Ä t. ««gjss .edMondmesv^ H°E
Dsätier für hessische UMskMSe.
Landwirtschaftliches.
— Der ,weite- »immer der itaudftäade 9«9> W« tu« gemeldet, folgende Vorstellung des Ausschusses de« ländw7r'sch°ftUch-n Vereins für die Provm, Ob«, heflen betreffend den Ti-r-Zuchtinspektor für diese $r°»Jaultoiifi des l-ndwtetich-stUch-n BtrelnS für bie«roiita| Kt-Äufn b« Mdung °°m 20. Februar 1899 befdM<=: Giotzherjogltoe SiaatSregfeiung zu ditten. Herrn Det»= PpHhiaer in Alsfeld als Staatsbeamten av- zustellen und dmselben dem Oberhessilchm Verew für die Funktion eines Zuchtinspektors zur Verfügung zu stellen.
Der Oberhessische Verein erklärte sich bereitste zur Honorter- una der fraglichen Stelle im Betrage von 7000 Mark Diäten und ^Transportkosten) bei Zuweisung der auf depl Verein ^»fallenden Staatsmittel sich in Abzug bringen zu lasten. In Ler- fola dieser Eingabe an G oßherzogl,che Staatsregierung stellte diese an die zweite Kammer d. d. 12. April 1899 das Anfinnen.
8 Die verfasiungsmäßige Zustimmung dazu zu erteilen, datz unter Einbehaltung einetz Betrages von jährlich 7VM Mnr an den dem landwirtschaftlichen Verein für die Provinz Oberhesim zu überweisenden staatlichen Mitteln >ur Förder- una der Viehzucht für die genannte Provinz ein Tierzuchtinspektor staatlich angestellt und je nach feiner Vorbildung in Kategorie B 10 oder 11 eingereiht werde.
D-r äntraa Großherzoglicher Slaatsregierung kam in bei betreffenden LandMgssession nicht mehr zur Verhandlung, er wurde ±4 t«m ÄÄÄ WÄ L
I Ausschusses des OderhessisLen Vereins vom 16. August 1900 ist | »un die Angelegenheit von Neuem verhandelt worden und teilte bei I ^ser Gelegenheit der anwesende Vertreter der Großherzoglich« I Staatsregierung, Herr Ministerialrat Braun mit, daß der Antrag I Heidenreich der Gl obherzoglichen Staatsregierung rmannehmbar sei, I weil die sich hieraus ergebenden Konsequenzen unübersehbar wär«. I Man verweise auf die Anstellung des Herrn GeheimeratProfestar I Dr. Wagner als auf einen analogen Fall. DaS sei nicht zulüffig, I denn Gcheimerat Wagner sei Staatsbeamter, der Grobherzoglichen I Regierung wie jeder andere Beamte unterstellt und nur bezüglich I seiner Thätigkeit einem von den landwirtschaftlichen Vereinen ein- I gesetzten Kuratorium zur Verfügung gestellt. .
I Analog wünsche die Großh. Regrerung auch btc Anstellung des I Zuchtinspektors. Der Ausschuß des Oberhesfischen Vereins hat infolge I dieser Mitteilungen des Referenten der Großh. Staatsregierung sich noch I einmal eingehend mit der ganzen Angelegenheit befaßt und kann vte I Bedenken, die zu dem Antrag Heidenretch geführt haben, nicht als rrchttg I anerkennen. Der Ausschuß des Oberhessischen Verems beschließt daher. .Nachdem der Ausschuß Mitteilung von dem Antrag Dr. herden- reich erhalten und Kenntnis von den Verhandlungen mit bet Hroßh. Staatsregierung genommen hat, auf seinem früher | eingenommenen Standpunkt zu verharren und hohe Kammer
zu bitten, den Antrag der Großh. Staatsregierung anzunehmen.
M. 264
Erscheint täglich mit Ausnahme des
Montags.
Die Gießener AamitleuvkLtter »erden dem Anzeiger im Wechsel mit „W Landwirt" u „Blatter für hefl. «°lkSkunde" «LchU. 4mal beigelegt.
APinnt haft ^hnen von einem Verkehr des Herrn v. SüHeffem6 mit^errn Sternberg Eis bekannt lei Wie ist es denn aber denkbar, daß Herr Dtiersttwrer oder Herr Thiel dies wußten? Zeuge: ^^ber Jaitn irfl nickts saaen Präs.: Können Sie uns etwas über den Mch-WMZMW nnbbe einer tait drei Kindern etwas geringfügig,
Kimmen allerdings noch der Wohnungsgeldzutchuß I I und 500 Mark für Mreichaltuug Es ZiMiüers in der I I miff’arTfteigt'bJ^MO M«s°und in drei Fahren auf I I 5000 fDlari® Dazu tritt noch besWohnuugsgewzufch I
Las eigenartig, daß Herr Thiel in oer- WLuu^f?chs^al ^"ge'ubeV ibn mit ’t*“* s ms
I missars nicht bekannt seren. Herr Thiel habein kurzer | q Betnabe 1000 Mark Gratifikationen erhalten.
Nack beendeter Pause erklärt der Angeklagte S te rn - I b e r a daß auch die ganze Geschichte der Frieda Woyda ( I in Betreff des Mädchens Hildegard aus den ^ngern ge- k’mfe Es wird dann der Kriminalschutzmann Raunt ck vernommen. Er sei Ordonnanz des Direktors von Meerscheidt-Hüllessem und als solcher zumeist in dem Bureau anwesens, auch während die Beamten ihrem Chef Rerickt erstatteten Es sei ihm auffallend gewesen, daß
'S“ SM™", S-L.
«A. KÄ'IÄ'Ä ».’S'ä ;hn zu ermahn?m Ä «W
STrnbera Vorgehen und nicht mehr gegen ihn n^oe^ solle ^als er verantworten könne. Er möge an 0e denken und vorsichtig fein. Auf Befragen erklärt d^ Zeuge/ daß er sowohl wie alle feine Kollegen j ^ Nttsickt waren daß Stierstädter den Angeklagten der Ansicht . t,:pff ysiif weiteres Befragen giebt
k^rnberg kur .TstierfSbter gefagt Hube
perfönne9für5 ibn von dttttzen sein, wenn er nicht ?tlzu schroff
w!" | ch, ?6t Hi !-
UfUm bertibet und die ihn betreffende Angelegenheit ftf,ei5er iCtMfteC”' ift der Friseur Schindler, zu s m 5?icba Wouda vorn Waifenhause aus gekommen
I dem die p . Mndcken ein sehr gutes Zeugnis. Er
I ist- Lügen oder Phantastereien ertappt. Sie
I habe fie nw au.' ömg niemals verstockt und auch sehr iei.Hlnmer^Eidlich nrem toie ba§
I ^^/bn- Lne früheren Aussagen widerrufen I ®labd)e^I1p^ ff f einer von der Polizei gekommen, kann. Emes Tages sei et erkundigt wo
In die Schn e geht. Später ist der Mann SiSstesrÄ
Nä-u LSSLVS 's s
Nach Eröffnung der Sitzung wird Palizeidirektor I ’ A?eerscheidt-Hüllessem noch einmal borge- I rufen. Präs.: Ich möchte noch einige Dinge aufklaren, I um Irrtümer zu beseitigen. Geringeren I
Sie außer den von Ihnen erwähnten Möbeln germgeren i Wertes^ die Ihnen zur Möblierung eines Landhauses ge- I „eben worden keine Geschenke von Sternberg erhalten^ I
“äl-,
3-S-.SÄ SÄ ».ssäs »«• 5“£ v TreöckNv jederzeit freigestanden, ibn wieder zur Stern- berg-SacheO ^eranzuziehen. Ferner sonnte doch auch der Urnen, daß Stierstädter eine Grattstkation von 7o MH I erhielt Auch der Kriminalkommissar Thiel hateinepoyere i Gratifikation erhalten. Aus welchen Mitteln ist diese ge- I Hoffen? Zeuge v. Hüllessem: Es kommt vor daß I eilens Privaten, Gesellschaften ufw. I
^twendungen gemacht werden, die je nachdem unter die I betreffenden Beamten zur Verteilung gelangen, mit wel- I chem Erfolge dieselben bei einer Sache thatig waren. Was I die Hypothekenangelegenheit betrifft, so erklärt 8^9^ 3ur Charakteristik meines Verhältnisses ^u H^rrn Sternberg in dieser Beziehung kann folgendes dienen:, Als^die Hypothek auf Herrn Sternbergs Namen umgeschrieben toer^- den sollte, ersuchte ich ihn, ob er nicht geneigt fei, mir oder dem neuen Käufer des Landhauses noch eine Hypothek von 1000 Mk zu geben. Diese sollte vor meiner Restkaus- -lder Hypothel von 22 0«f Mk. eing°tragen werden. Sternberg schlug dies aber ab, weil ihm die Sache zu Ä 3 WjSs
">-1>«d". «”
»»test es ras «ß>
seines Namens rn Berlin oder in J«schk°n »
UMMZ-ZM Alsdami erbittet sich Zeuge v. T r Stern- I
habe durchaus nulsit die Absicht gAavt, v , I
berg „zur Aufnahme in das Berbrecheralbum zu pho ioqiaphieren, fondcru ledig ich zu Rekognittonszwe« Jtz brauchte di- Photograhhieen, um sie nach auswarw zu verwenden. Stätte mir Herr Sternberg selbst eine hho kographie von sich übcrlassen, so brauchte ich ihn nicht photographieren zu lassen.
* Seitens der Verteidigung wird aus einen Punkt binaewiesen, der in der früheren Verhandlung eingehend erörtert worden ist. Frieda Woyda hatte bei ihrer po- Vernehmung angegeben, daß Sternberg auch l,Ä_ aSÄ'm*, das sie nur mit dem Mit einem ^..^Poard" kenne, unzüchtige Handlungen vor- Vomamen „H st . . Don ter Clara Uscher
genommen habe- ' Hinzufügen, daß die Hildegard
erzählt worden mit dem H'nz^^S * K-s-
diel netter zu ste w 8.^ ber Verhandlung
Angabe ist von oer j wiederum von dem
wiederholt worden. . Xnbften Weise gefragt, ob sie Präsidenten m der 9 y.^ ^a^eit gesagt habe, es vor Polizei und Gericht. ^rt nicht von ihr
ift aber eine bestimmte ^euqin hleibt bei ihren herauszubekommen' - „icht" oder „ich kann
stereotypen Aussagen „ich weiß es nicyi
mich darauf nicht besinnen ■ be§ Reg.-Rats Die-
Es folgt hierauf dw Vernehmung Ende v. I.
terici. Der Zeuge erklärt, daß - neue Abteilung oder Anfangs d. darum ha eite,ben Vertrieb bei der Kriminalpolizei zu IG N Zunächst wurde anstößiger Bilder zu uheNvachen hatte.fragen, dem, Kriminalkommissar Damm 01 Tamm durch den baMtourbe auf meinen Vorschlag t^err xamm our /
«voahme vou Anzeigen zu der nachmittag- für ^n j,tuenden Tag erscheinenden Nummer bi8 vor«. 1V uqr. Abbestellungen spLtestenS abend- varher.
s ,,,näckst Bedenken gehabt. Das Kind ging aber schließlich I Als cchends das Müdclsen nach Hause tarn, hat ev I 2 sie kaum aus dem Hau e heraus war,
MAMMZ I Sohn »on der ^rhastnng. ZeugSchutzmann Stier« I Ster "Ä-A Achs I: Herr Stierstädter Ihnen sonst
^U^SFr^da"Koch wird auch in dieser gtleZb'femüT^fl^Ä sie könne A
wen Teine? früheren eigenen Aussagen mnnem? ^ieda Woyda: Ich weiß, daß ich mit Herrn totem ZMtzMZW- I Sitzung auf Donnerstag 9 einhalb Uhr verragr.
mit Kabinett 2"Q"n wird be.
--vteinßraße 42, ^.Simmet, mit ober j?- Dammstr,
iS, in. ^t^iflrinPffr-, E M Wüt« be. ,ia q ' W ll§ Lager benutzbar). !r-3immttwohmvg eller pet sofort. «arckstraße 82, n, itfi ruvermetm.srs«l HU eLdavlagr S.
tSgiäS S-SA Sp5*
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger
tuugen spitefiens aoenos wn.M<v. <_> V t 9 <y
Aints- und Anrriaeblatt für den «re» G»ev«»^
Eia Segee für schwächliche Kinder.
7006
aDfe D?fS?ort6ilbuK
otzgrftzkisi fudjt für li lays einen »m Vllchhattn.
. mit GehaltSansprülbea t an die Exped. d. A ort'.
sriearltzlad.'
LePeyicheMKMn. für ibtt üotfiebtnben iflro, foiöcntm vn !« unter
. unter KU3571) t Naillt erb.
eine Seifenfabrik w
nen isenden.
Werten unter <240 be- m dieses Blatter.
MN M
Soais M
: Mls
» Mn .**


